| (19) |
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(11) |
EP 0 438 552 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.10.1995 Patentblatt 1995/42 |
| (22) |
Anmeldetag: 31.07.1990 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B41F 15/42 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT9000/077 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9102/650 (07.03.1991 Gazette 1991/06) |
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| (54) |
EINRICHTUNG UND VERFAHREN FÜR AUFTRAGUNSPROZESSE
DEVICE AND PROCESS FOR CARRYING OUT APPLICATION OPERATIONS
DISPOSITIF ET PROCEDE POUR DES PROCESSUS D'APPLICATION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE ES FR GB IT LI NL |
| (30) |
Priorität: |
16.08.1989 AT 1943/89
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.07.1991 Patentblatt 1991/31 |
| (73) |
Patentinhaber: Zimmer, Johannes |
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A-9020 Klagenfurt (AT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Zimmer, Johannes
A-9020 Klagenfurt (AT)
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| (74) |
Vertreter: Puchberger, Rolf, Dipl. Ing. et al |
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Patentanwälte
Dipl. Ing. Rolf Puchberger
Dipl. Ing. Peter Puchberger
Dipl.-Ing. Georg Puchberger
Singerstrasse 13
Postfach 55 1010 Wien 1010 Wien (AT) |
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] In der Durchführung bemusternder oder vollflächig auftragender Veredelungs-Prozesse
auf bahnenförmigem Material gibt es in der Praxis sehr unterschiedliche Anforderungen,
und zwar unterschiedlich sowohl hinsichtlich Warenqualitäten und prozeßtechnischer
Erfordernisse als auch unterschiedlich in bezug auf jeweils herzustellende Stücklängen.
[0002] Es gibt Produktionsarten in der Textilveredelungs-Industrie, bei welchen nur jeweils
geringe Stücklhängen herzustellen sind, so z.B. Druckstoff für Krawatten. Es gibt
auch Produktionsarten mit Auftragsgrößen mit einigen 100 Metern und außerdem gibt
es auch Großaufträge von jeweils mehreren 1000 oder 10 000 Metern, die mit jeweils
gleicher prozeßtechnischer Einstellung bzw. gewünschten gleichen Auftragungsergebnissen
hergestellt werden sollen.
[0003] Eine z.B. in der Textildruckpraxis seit jeher bestehende Forderung ist die des sogenannten
Ausmusterns eines neuen Designs in unterschiedlichen Farbkombinationen auf jeweils
möglichst kurzen Warenstücken. Aus einer Vielzahl solcher kurzen Musterstücke werden
in der Regel einige als Grundlagen für Großaufträge ausgewählt.
[0004] In der Praxis stehen dem Umsetzungsprozeß von musterungsmäßig hergestellten kleinen
Stücken auf Großproduktion erhebliche Schwierigkeiten entgegen, für die es bislang
noch keine den Anforderungen der Praxis voll entsprechenden Verfahren und Einrichtungen
gibt. Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung vorbeschriebene Mängel zu beheben
und es ist durch diese Erfindung auch eine generelle Anhebung des Qualitäts-Niveaus
von Schablonenbemusterungs- und vollflächig auftragenden Veredelungsprozessen gelungen.
[0005] Von den derzeit bestehenden Schwierigkeiten der Umsetzung von Kleinproduktion bzw.
Musterung auf Großproduktion sind zwei besonders hervorzuheben: Die Technik der Farb-
bzw. Substanzzuführung und die Auftragungs- bzw. Rakeltechnik.
[0006] Bei der Herstellung von kurzen Musterstücken bzw. Kleinst- und Kleinproduktion ist
es üblich bzw. erforderlich die Druckfarben von Hand aus zur Auftragungsstelle zuzuführen,
d.h. dem Rakelgerät vorzugeben. Bei Großproduktion sind automatisch arbeitende Zuführungssysteme
üblich. Ähnlich verhält es sich mit den Rakelgeräten für Musterungs- und Kleinproduktionszwecke.
Es werden zwecks rascherer Handhabung und zur Erzielung kurzer Umrüstzeiten einfache
Handauftragungsgeräte bevorzugt, in Großproduktionsmaschinen werden umständlicher
zu handhabende bzw. anzubauende mechanisch zu fixierende, genau einzustellende Rakelgeräte
verwendet. Vorbeschriebene Unterschiedlichkeiten in der Farbzuführung und Rakeltechnik
haben fast immer gravierende Qualitätsunterschiede im Bemusterungs- bzw. Veredelungsergebnis
zur Folge.
[0007] Der Praktiker hat oft große Mühe, die ihm für die Großproduktion vorgelegten Musterstücke
in allen Qualitätskriterien mustergetreu in die Großproduktion umzusetzen. Oft müssen
sämtliche Farbkonzentrationen, Farbviskositäten und Rakelgeräteeinstellungen für die
Großproduktion neu erarbeitet werden, weil die für die Musterung maßgeblichen Parameter
nicht übertragbar sind. Die Erarbeitung der neuen praxisgültigen Parameter ist meistens
sehr arbeitsintensiv und zeitaufwendig und durch die damit verbundenen Stillstandzeiten
großer Produktionsanlagen sehr unwirtschaftlich. Das Erarbeiten der vorlagegetreuen
Ergebnisse bedingt meist auch erhebliche Verlustmengen an Ware und aufzutragenden
Substanzen. Es entsteht ein relativ hoher Anteil an Ausschußware und qualitätsgeminderter
Produktion.
[0008] Manche Druckerei- bzw. Veredelungsbetriebe verzichten sogar auf die an sich technisch
und wirtschaftlich richtige Möglichkeit der Kleinmusterung, indem sie ihre hochwertigen
Großproduktionsanlagen auch schon für Musterungszwecke benützen und um dadurch vorbeschriebenes
Umsetzungsproblem ( auf Kosten der Rentabilität ) zu vermeiden.
[0009] Den Erfindungsgedanken erweiternd, ist es gelungen,daß auch in Großproduktionsmaschinen
eine händisch zu betätigende bzw. handhabungs- und reinigungsvereinfachte Farbzuführungseinrichtung
angewendet werden kann.
[0010] Erfindungsgemäß besteht nunmehr auch die Möglichkeit der Übertragbarkeit von Einstellwerten,
die mit der Einstellungsmethode bzw. Ausführungsvariante "Verschwenken der Rakelleiste
durch axiales Verdrehen des Tragholmes" erarbeitet wurden (Muster, Kleinproduktion)
auf die Einstellungsmethode bzw. Ausführungsvariante "Verschwenken der Rakelleiste
durch Veränderung der Distanz des Tragholmes zur Auftragsfläche"; dieselbe Übertragbarkeit
besteht auch in der umgekehrten Folge.
[0011] Zusammenfassend bietet das Arbeitsverfahren mit der erfindungsgemäßen Einrichtung
folgende Möglichkeiten der Übertragbarkeit bzw. Reproduzierbarkeit:
1. Reproduzierbarkeit bzw. Übertragbarkeit mit der gleichen Einrichtung bzw. gleichen
Ausführungsform, wie z.B. für Wiederholungsaufträge und sogenannte Coloritänderungen
(Abdrucken mit der gleichen Schablone, nur mit anderen Farben);
2. Übertragbarkeit händischer in mechanisiert bzw. automatisiert erfolgender Einstellung;
3. Übertragbarkeit von der Einstellungsart "Verdrehen" auf die Einstellungsart "Distanzveränderung";
4. Übertragbarkeit von Arbeitsverfahren "Farbzuführung händisch" auf "Farb- bzw. Substanzzuführung
mechanisch bzw. automatisiert";
5. Übertragbarkeit mit gleichzeitig erfolgender, mehrfacher Arbeitsverfahrenumstellung,
z.B. von Einstellung
a) händisch,
b) durch Verdrehen der Achse und
c) händische Substanzzuführung auf
aa) Einstellung automatisiert,
bb) Winkeleinstellung durch Distanzveränderung und
cc) Substanzzuführung automatisiert.
[0012] Derartige Einstellungs- und Ergebnisübertragungen sind, vergleichend mit dem bisher
bekannten Stand der Technik, neu.
[0013] Wenn mit den Großproduktionsmaschinen Musterungs- oder Kleinproduktionsdrucke gemacht
werden oder, was auch sehr wichtig ist und in der Praxis sehr häufig vorkommt, innerhalb
eines hochfärbigen Designs von z.B. zehn Schablonen nur drei bis fünf Schablonen großflächig
geöffnet sind und einen dementsprechend großen,zweckmäßigerweise automatisch zu steuernden
Farbverbrauch haben, während die restlichen z.B. fünf bis sieben Schablonen nur kleine
Musteranteile drucken und dementsprechend nur geringen Farbverbrauch haben, so kann
durch die erfindungsgemäß bewirkte Farbzuführung eine bedeutende Verbesserung der
Wirtschaftlichkeit erzielt werden. Mit der erfindungsgemäß vereinfacht erfolgenden
Farb- bzw. Substanzzuführung ist auch Rüstzeit-und Wasserersparnis verbunden; die
Reinigung von Pumpen und Rohrleitungen ist sehr wasseraufwendig.
[0014] Für Musterungen mit dem händischen Zuführungssystem kann die jeweils erforderliche
Druckfarbe bzw. Substanz genau bedarfsgerecht zubereitet werden, so daß keine Verlustmengen
entstehen. Die daraus resultierende Ersparnis beträgt durchschnittlich etwa 5 l/Schablone
und Farbstellung. Die händisch betätigte Zuführungseinrichtung macht auch das Reinigen
der Schablone und gegebenenfalls auch des Rakelgerätes im eingebauten Zustand möglich.
Der zuletzt benötigte Farbtrog wird hinausgezogen, dann ein frischer Trog mit Reinigungswasser
eingeschoben, kurz gespült und bei drehender Schablone gereinigt und sodann ein mit
frischer Farbe gefüllter Trog für die nächste Farbstellung eingesetzt. Beim Mustern
können mehrere verschiedene Farben nebeneinander gleichzeitig gedruckt werden, dadurch
daß in den Trog verschiebbare Trennwände eingesetzt werden. Mit einer daran befestigten
Stange kann eine verschiebbare Trennwand farb- und wassersparend auch als Reinigungsschieber
für den Trog verwendet werden.
[0015] Bisher werden nicht nur Auftragungsgeräte mit mechanisch wirkender Anpreßkraft sondern
auch solche, die mit magnetisch bewirkter Rakelanpressung arbeiten, möglichst biegesteif
konstruiert. Dies sowohl betreffend den oberen Geräteteil bzw. Tragholm, an dem das
eigentliche Rakelelement befestigt ist, als ebenso auch das eigentliche Rakelgerät,
das das Rakelelement hält oder zumindest berührt, wie z.B. Rakelgeräteleisten in Verbindung
mit Rollrakeln. Wurden bisher möglichst biegesteife Konstruktionen von Rakelgeräten
aller Art angestrebt, so ist die erfindungsgemäße Einrichtung im Gegensatz dazu und
zugleich auch erfindungskennzeichnend, so konstruiert, daß für die Konstruktion der
Rakelleiste bzw. Rakelhalteleiste ein biegbares Material verwendet wird. Dies mit
dem vorteilhaften Effekt der Anpassung der Profilleiste an das Reakelelement und mit
diesem gemeinsam an die Auftragsebene bzw. Schablone.
[0016] Aus der EP-A 311 728 ist bereits eine Rakeleinrichtung mit einem verschwenkbaren
oder in seiner Höhenlage veränderten Tragholm, an dem ein Halteelement fest montiert
ist, bekannt. Über das Halteelement ist hier der Tragholm mit einer Profilleiste verbunden,
die ein Rakelelement hält. Zwischen Halteelement und Profilleiste findet sich ein
Gelenk, das eine Schwenkbewegung zwischen Halteelement und Profilleiste zuläßt.
[0017] Ausgehend von der genannten EP-A 311 728 wird jetzt bei einer Rakeleinrichtung gemäß
dem Oberbegriff des Anspruches 1 vorgeschlagen, daß die gelenkige Verbindung zwischen
Tragholm und Profilleiste eine Schiebegelenkverbindung ist und die Profilleiste infolge
des Verschwenkens und/oder Verschiebens des Tragholmes um die Auflagelinie des Rakelementes
auf der Warenbahn bzw. der Schablone oder bei einer Profilleiste, die beweglich eine
Rollrakel hält, um die Achse der Rollrakel verschwenkt wird und damit ihre Winkellage
gegenüber der Auftragungsebene geändert wird, wobei die Position der Auflagelinie
bei gegebener Magnetkraft unverändert bleibt.
[0018] Die Erfindung ist durch Beschreiten eines grundlegend neuen Weges gekennzeichnet:
Bisher ist es bei Rakelgeräten üblich, daß die Achslage des Rakelelementes durch die
Rakelgerätkonstruktion bestimmt wird; erfindungsgemäß wird die Achslage des Rakelelementes
ausschließlich durch Magnetkraft bzw. magnettechnische Einrichtungen bestimmt, d.h.
das Rakelgerät ist anpassend an die Magnettechnik konstruiert und bestimmt nicht die
Ortslage der Rakelleiste bzw. Rakelhalteleiste bzw. des Rakelelementes, sondern nur
die Winkellage der Rakelleiste in bezug zur Auftragungsebene. Da bei der Festlegung
der Einstellwerte nur geringe Materialmengen verwendet werden, treten keine größeren
Verluste auf und andererseits kann bei Schablonenwechsel rasch eine Reinigung ohne
größere Unterbrechungen durchgeführt werden. Auch können die Einstellungen mit nur
einer Schablonenvorrichtung vorgenommen werden, obwohl bei der Bearbeitung einer langen
warenbahn dann die Schablonen, wie an sich bekannt, hintereinander arbeiten. Die bei
der Musterung mit nur einer Rundschablonenvorrichtung gefundenen Einstellwerte können
leicht auf die einzelnen Schablonenstationen übertragen werden.
In den bisher bekannten Einrichtungen wird zumeist nicht nur die Position der Rakelrolle,
in Bewegungsrichtung gesehen, durch eine mechanische Vorrichtung bestimmt, sondern
wird auch die Achslage des Rakelelementes durch die Rakeleinrichtung vorgegeben.
[0019] Bei Rakelgeräten, die mit magnetisch bewirkter Anpreßkraft arbeiten, wird die Magnetkraft
als Rakelanpreßkraft eingesetzt, vereinzelt auch als nebengeordnete Hilfskraft zur
Ortslagebestimmung, dies aber stets in Verbindung mit mechanischen Mitteln zur Ortslagebestimmung.
Durch die hiermit vorgestellte Erfindung wird erstmals der Weg beschritten, der Magnetkraft
außer der Funktion des Rakelanpressens, eine zweite Arbeitshauptfunktion zuzuordnen:
der Magnetkraft bzw. der die Magnetkraft erzeugenden Einrichtung wird allein, ohne
Inanspruchnahme mechanischer Hilfsmittel, die Arbeitsfunktion der Ortslagefixierung
zugeordnet. Die Achslage einer magnetisch angepreßten Rollrakel-oder Streichleiste
wird ausschließlich durch Magnetkraft bestimmt.
[0020] Darüber noch hinausgehend, ist die erfindungsgemäße Einrichtung dadurch gekennzeichnet,
daß diesem ausschließlich magnetisch gehaltenen Rakelelement auch noch ein weiterer,
vorzugsweise nicht magnetisierbarer oder nur teilweise magnetisierbarer Teil zugeordnet
wird, welcher, wenn das Rakelelement eine Rolle ist, um dessen Achse oder andernfalls
um dessen Anliegekante und mit diesem gemeinsam verschwenkbar ist.
[0021] Erfindungsgemäß werden der Magnetkraft bzw. dem magnettechnischen Teil der erfindungsgemäßen
Einrichtung drei Arbeitsfunktionen zugeordnet:
1. das übliche Anpressen des Rakelelementes,
2. dessen Ortslagefixierung, und
3. Ortslagefixierung und Halten eines weiteren zusätzlichen Arbeitsteiles, der mit
dem Rakelelement bzw. der Rakelkante einteilig verbunden ist.
[0022] Die erfindungsgemäß konstruierten Verbindungsteile, die die magnetisch gehaltenen
Arbeitsteile mit an der Maschine mechanisch befestigten oder aufliegenden Teilen verbinden,
haben während des Betriebszustandes nur die Steuerfunktion zur Bestimmung der Winkellage
der um das Rakelelement oder gemeinsam mit diesem schwenkbaren Profilleiste.
[0023] Erfindungsgemäß wird diesen, die Winkellage durch gleitende Berührung steuernden
Verbindungsteilen auch eine nicht im Betriebszustand sondern nur außerhalb des Betriebszustandes
wirkende Haltefunktion zugeordnet. Diese Arbeitsnebenfunktion des Haltens, die im
Betriebszustand nicht eingestellt werden kann bzw. nicht eingestellt werden darf,
bewirkt, daß die gesamte Auftragseinrichtung - in die vorzugsweise auch die Substanzzuführung
integriert ist - einteilig gehandhabt werden kann. Dies erleichtert den Ein- und Ausbau
der Einrichtung, ermöglicht es, beim Einbau das Rakelelement in die ungefähr passende
Lage für den gewünschten, magnetkraftbewirkten Betriebszustand zu bringen und ermöglicht
auch, die Rakeleinrichtung bei kurzzeitiger Betriebsunterbrechung und Magnetfeldabschaltung
(in die Stellung kontaktlos zur Auftragungsebene bzw. Schablone) abheben zu können.
[0024] Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen beispielsweise näher beschrieben. Die Fig.
1 bis 3 zeigen die starren, mechanisch ortslagebestimmten Halteleisten für magnetisch
angepreßte Rollrakeln. Fig.4 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Fig.5 zeigt
ein anderes Ausführungsbeispiel. Die Fig. 6 und 7 zeigen eine Rakelprofilleiste in
zwei verschiedenen Stellungen. Fig.8 und 9 sind Rakelleisten mit einer elastischen
Rakelklinge bzw. einem druckelastischen Rakelprofil. Fig.10 zeigt eine abgeänderte
Einrichtung gemäß der Erfindung und die Fig. 11 und 12 zeigen weitere Einzelheiten.
[0025] Drei der bekannten Magnetrakelgeräte mit Hilfsvorrichtungen sind in den Fig.1 bis
3 dargestellt. Fig.1 zeigt eine magnetisch angepreßte Rollrakel 1 mit einer Stützleiste
2, in Bewegungsrichtung 3 gesehen, hinter der Rolle 1 angeordnet, entweder die Rollrakel
1 oder den Farb- bzw. Pastenwulst oder beides abstützend.
[0026] Fig.2 zeigt die sogenannte Farbstauleiste 4 bzw. Farbstau- und Dichtleiste, die,
in Bewegungsrichtung 3 gesehen, im Bereich vor der Rollrakel 1 und der vor der Rolle
befindlichen Farbe 22 bzw. Paste angeordnet ist, und die je nach Dimension und Ortslage
(Entfernung zur Auftragungsebene von der Schablone 5 oder Warenbahn 6), den Auftragungsvorgang
mitbeeinflußt.
[0027] Ein weiteres bekanntes Magnetrakelgerät gemäß Fig.3 zeigt eine Doppelrollenanordnung
in einem Käfig 23.
Dieser bekannte Stand der Technik gemäß Fig. 1-3 ist mit zwei Nachteilen verbunden:
1. sind diese Geräte nur zweiteilig zu handhaben, was im Vergleich mit einteiligen
Geräten den doppelten Handhabungsaufwand erfordert,
2. sind die Rakelrollen, je kleiner der Durchmesser und je größer die Länge (d.h.
Arbeitsbreite), umso verbiegungsgefährdeter und daher umso schwieriger zu handhaben.
[0028] Dieser Handhabungsnachteil wiegt so schwer, daß in der Praxis die meisten Anwender
solcher Geräte keine Rollen geringeren Durchmessers als 10 mm verwenden, obwohl für
manche Auftragungserfordernisse Rakelrollen mit 8 mm oder 6 mm Durchmesser - mitunter
sogar 4 mm Durchmesser - technologisch richtig wären.
Dies veranlaßt manche Anwender, auf Rakelgeräte anderer Konstruktionen auszuweichen
bzw. unterschiedliche Maschinen und Geräte anzuschaffen, was dann mit weiteren wirtschaftlichen
und betriebsorganisatorischen Nachteilen verbunden ist.
[0029] In Fig.4 ist gezeigt, daß die Ortslage der Rakelleiste bzw. der Rakelhalteleiste
nur durch Magnetkraft bestimmt und gehalten wird. Das Rakelelement 8 besitzt hier
eine Führung 9, in der ein Verschiebezapfen 10 gleitend angeordnet ist. Dieser Verschiebezapfen
10 wird von einem Verbindungselement 11 gehalten, das mit einem Tragholm 12 verbunden
ist. Dieser Tragholm 12 hat einen trapezförmigen Querschnitt und trägt an seinen Enden
runde Achszapfen 13. Diese Achszapfen 13 ruhen auf gerundeten Haltern 24.Durch Verdrehen
des Tragholmes 12 in den Achszapfenlagerungen 24 wird das Verbindungselement 11 und
damit der Verschiebezapfen 10 gehoben und gesenkt und entlang einer Kreisbahn 25 bewegt.
Dies kippt das Rakelelement 8 um die Auflagekante 26. Eine zweite Stellung des Rakelelementes
8 ist strichliert dargestellt.
[0030] Man kann leicht erkennen, daß dadurch auch der Winkel des Rakelelementes 8 zur Schablone
5 bzw. Warenbahn 6, die an den Magnettisch 7 angepreßt werden, geändert wird.Anstatt
Verdrehen des Tragholmes 12 kann das Verschwenken des Rakelelementes 8 auch durch
horizontales Verschieben in Richtung des Pfeiles 27 erfolgen.
[0031] Zum Zuführen der aufzutragenden Substanz ist ein Trog 14 vorgesehen, der in eine
Schiene 28 eingehängt werden kann, also einschiebbar ist. Der Trog kann um die Achse
15 gekippt werden oder entlang der strichliert gezeichneten Mulde 16 geführt werden.
Bei diesem Verschwenken des Troges kann die aufzutragende Substanz 22 vor das Rakelelement
8 gebracht werden. Bei der relativen Lageänderung zwischen Verschiebezapfen 10 und
Führung 9 wird, wie bereits erwähnt, das Rakelelement 8 verschwenkt und dadurch kann
eine Arbeitsfläche 29 in Aktion treten, die einen Druck auf die aufzutragende Substanz
22 aufbringt.
[0032] In Fig.5 ist eine ähnliche Ausführungsform der Erfindung wie in Fig.4 gezeigt, jedoch
ist hier die gegen die Schablone 5 bzw. Warenbahn 6 gerichtete Fläche 29 gewölbt und
an der Schwenkkante ist eine Rakelkante 18 angeformt. Das Rakelelement 8 besteht hier
aus einem nicht magnetisierbarem Material, jedoch ist in einem Schlitz 21 eine magnetisierbare
Leiste 20 eingebracht, so daß durch den Magnettisch 7 die Rakelkante 18 an die Schablone
5 bzw. Warenbahn 6 angepreßt werden kann. Anders als bei der Fig.4 ist hier die Substanzzuführung
ausgebildet. Die Schwenkachse ist hier als Rohr 30 ausgebildet und in einen Profilkörper
31 eingeschoben. Im Profilkörper 31 befindet sich ein gegen das Rohr 30 geöffneter
Hauptkanal 32, dessen Enden in je einen weiteren Kanal 33 einmünden, aus dem dann
die aufzutragende Substanz über Bohrungen 34 austritt. Zusätzlich kann noch eine Prall-
oder Umlenkleiste 35 vorhanden sein.
[0033] In Fig.6 ist in einer Leiste 36 wiederum eine Führung 9 vorgesehen, in der der Verschiebezapfen
10 am Verbindungselement beweglich angeordnet ist. Das eigentliche Rakelelement ist
hier eine Rolle 37, die vom Magnet 7 an die Warenbahn angepreßt wird. Die Fläche 29
dient wiederum dazu, einen Druck auf das aufzutragende Medium aufzubringen. Bei großem
Winkel 38 zwischen der sogenannten Staufläche 29 der Leiste 36 und der Auftragungsfläche
6 bzw. der Schablone 5 erfolgt eine minimale Auftragung.
[0034] In Fig.7 ist eine andere Arbeitsstellung dargestellt. Hier ist jedoch ein kleiner
Winkel 39 zwischen der Staufläche 29 der Leiste 36 und der Auftragungsfläche 6 bzw.
der Schablone gegeben, wodurch die maximale Auftragsleistung bewirkt wird.
[0035] In Fig.8 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt, jedoch wird das Rakelelement
hier durch eine Rakelklinge 40 gebildet und in der Leiste 36 befindet sich eine weitere
Leiste 20 aus magnetisierbarem Material.
[0036] Gemäß Fig.9 wird das Rakelelement durch einen druckelastischen Körper 41 gebildet
und die magnetisierbare Masse 42 wird durch einen Rundstab gebildet, der an dem druckelastischen
Körper 41 anliegt.
[0037] Die Ausbildung der Erfindung gemäß Fig.10 ist ähnlich jener der Fig.4 und 5. Durch
Verdrehen der rohrförmigen Achse 30 mit dem Profilkörper 31, der zweiteilig daran
angeklemmt ist und z.B. durch Schrauben 43 zusammengehalten ist oder durch Betätigen
einer Stellmutter 44 auf einer Gewindestange 45, kann der Halter 24 höhenverstellt
werden. Für den Farbaustritt ist eine Nut 46 vorhanden, wobei der Farbaustritt partiell
oder durchgehend horizontal oder auch schräg nach unten gerichtet sein kann. Die Höhenverstellung
kann auch elektromotorisch mittels der Gewindestange 45 erfolgen. Beim Ausbau der
Einrichtung steht diese am Kopf und der Profilkörper 31 liegt auf einer Lagerschale
48 auf und es ist eine Rinne 47 vorgesehen, in die die restliche Farbe läuft und so
leicht entfernt werden kann.
[0038] Fig.11 zeigt eine rechteckig ausgebildete Halterung 24 mit einem ebensolchen Profilkörper
31. Eine derartige Ausführungsform kann verwendet werden, wenn auf die Möglichkeit
des Verschwenkens verzichtet wird.
[0039] Fig.12 zeigt noch einmal den unteren Teil der Fig.10 in unterschiedlichen Winkel
lagen (einmal voll ausgezogen, einmal strichliert), die durch die unterschiedliche
Höhenposition des Verschiebezapfens 10 am Verbindungselement 11 gegeben ist.
[0040] Die erfindungsgemäße Einrichtung kann in den beiden Ausführungsvarianten
a) Farbzuführung von Hand aus bewerkstelligt oder
b) Farbzuführung erfolgend mittels Pumpe, Rohrleitung, Verteilungseinrichtung und
gegebenenfalls Steuerungsautomatik, wie folgt,in der Praxis angewendet werden.
[0041] Die Ausführungsvariante (a) ist besonders wirtschaftlich anwendbar in Musterungs-
und Kleinproduktionsmaschinen, die Ausführungsvariante (b) ist für Großproduktionsmaschinen
zu bevorzugen. Darüberhinaus kann aber die Ausführungsvariante (a) auch bei Großproduktionen
Verwendung finden,und zwar vorteilhafterweise in Verbindung mit solchen Schablonen,
die nur sehr kleine Musterdetails drucken und, dadurch bedingt, einen sehr geringen
Verbrauch an Druckfarbe bzw. Auftragungssubstanz haben.
[0042] Es können also z.B. in einer Großproduktionsmaschine mit z.B. zehn Rundschablonenauftragungsstationen
fünf mit der Ausführungsvariante (a) und die anderen fünf mit der Auftragungsvariante
(b) bestückt werden.
[0043] Einer der wichtigsten Vorteile der erfindungsgemäßen Einrichtung besteht darin, daß
die Rakelgeräte der vorbeschriebenen Ausführungsvarianten (a) und (b) die genau gleiche
Auftragungscharakteristik haben und auch gleichartig einstellbar sind, so daß nicht
nur jede Ausführungsvariante (a) und (b) in sich mit reproduzierbaren Auftragungsergebnissen
einstellbar ist, sondern daß es auch möglich ist, Auftragungswerte, die in der Musterung
mit Geräten der Ausführungsvariante (a) erzielt wurden, auf die Geräte der Ausführungsvariante
(b) zu übertragen und mit dieser produktionsmäßig reproduzieren zu können.
[0044] Durch vorbeschriebene Vorteile hat die vorliegende Erfindung auch in wirtschaftlicher
Hinsicht eine große Bedeutung.
[0045] Ergänzend sei noch gesagt, daß die Rakelgeräte samt den Winkelverstelleinrichtungen
so installiert sind, daß händisch oder elektromechanisch erarbeitete Einstellwerte
auch in den Computer einer mit erfindungsgemäßen Rakeleinrichtungen ausgestatteten
automatisierten Produktionsanlage eingegeben werden können. Auch dieser Vorteil ist
von großer technischer und wirtschaftlicher Bedeutung.
[0046] In der Ausführungsform Rakelleiste bzw. Rakelhalteleiste mit einer Rakelrolle als
Rakelelement bestückt, erweist sich als vorteilhaft, die Oberfläche der Rakelrolle
mit einer Struktur zu versehen.
[0047] Eine in einer gleitlagerähnlichen Führung durchgehend gelagerte Rakelrolle mit einer
strukturierten Oberfläche auszubilden, erscheint nahezu widersinnig und gegen die
Regeln der Maschinenbautechnik verstoßend.
[0048] Durch Versuche wurde aber bewiesen, daß bei optimaler Dimensionierung der Durchmesser
bzw. der Durchmesserverhältnisse und zueinander passender Materialpaarung, Ausführungsvarianten
dieser Art funktionsfähig sind und daß sich mit diesen Ausführungsvarianten überraschenderweise
einige vorteilhafte Nutzungseffekte erzielen lassen; so z.B. bessere Haftung der Druckfarbe
bzw. der aufzutragenden Substanz an der Rakelrolle und, dadurch bedingt, Mitnahme
einer größeren Substanzmenge in das auftragungswirksame Anliegebereich; ebenso bewirkt
die Strukturierung der Rollenoberfläche auch die Vergrößerung der Mitnahmefähigkeit
der nach erfolgter Auftragung an der Rolle verbleibenden Spuren von Auftragungssubstanz
und deren Mitnahme durch das zwischen Rollenoberfläche und gleitlagerähnlicher Führung
bestehende Spalt- bzw. Berührungsbereich.
[0049] Zusammenfassend sei gesagt, daß durch diese an sich ungewöhnliche, zusätzliche erfindungskennzeichnende
Maßnahme sowohl eine Verbesserung der Auftragungsleistung als auch eine Vergrößerung
der Betriebssicherheit bewirkt wird.
[0050] Die Erfindung ist auf die dargestellten Beispiele nicht beschränkt, insbesondere
ist es möglich, das Rakelelement nicht durch eine Schiebegelenkverbindung zu verstellen,sondern
es z.B. getrennt einer Translation bzw. einer Drehung zu unterwerfen oder überhaupt
nur eine Änderung der Ortslage vorzunehmen. Der Schutzbereich des Patents wird durch
den Inhalt der Patentansprüche bestimmt.
1. Rakeleinrichtung zum Bemustern, Beschichten oder Einfärben von Warenbahnen für Kurzmetragen
und/oder für Großproduktion mit einer als Rakelelement ausgebildeten bzw. ein Rakelelement
(37,40, 41) haltenden Profilleiste (8, 36), wobei das Rakelelement magnetisch an die
Warenbahn bzw. an eine an der Warenbahn anliegende Schablone anpreßbar ist, und mit
einem Tragholm, der über ein Verbindungselement (11) gelenkig mit der Profilleiste
(8, 36) verbunden ist, wobei durch Verschwenken des Tragholmes (12) um seine Längsachse
und/oder durch Verschieben des Tragholmes normal zu seiner Längsachse die Position
der Profilleiste veränderbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die gelenkige Verbindung
zwischen Tragholm und Profilleiste eine Schiebegelenkverbindung (9, 10) ist und die
Profilleiste infolge des Verschwenkens und/oder Verschiebens des Tragholmes um die
Auflagelinie (18, 26) des Rakelelementes auf der Warenbann bzw. der Schablone oder
bei einer Profilleiste, die beweglich eine Rollrakel hält, um die Achse der Rollrakel
verschwenkt wird und damit ihre Winkellage gegenüber der Auftragungsebene (6) geändert
wird, wobei die Position der Auflagelinie bei gegebener Magnetkraft unverändert bleibt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelelement bzw. die
das Rakelelement haltende Profilleiste (8, 36, 40, 41) um die Auflagelinie (18, 26)
oder eine in unmittelbarer Nachbarschaft dieser Linie befindliche Schwenkachse durch
Ortslageveränderung der Schiebegelenkverbindung schwenkbar ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiebegelenkverbindung
gegenüber der Auftragsebene in seiner Ortslage veränderbar ist.
4. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Abstand zwischen Tragholm (12) und Auftragselement veränderbar ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiebegelenkverbindung
parallel zur Auftragsebene verschiebbar ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet daß die maximale Distanz zwischen
Tragholm und Rakelelement bzw. die das Rakelelement haltende Profilleiste durch die
Länge des Verbindungselementes (11) bestimmt ist.
7. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Tragholm um seine Achse drehbar ist.
8. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Tragholm gegenüber der Auftragungsebene verschiebbar ist.
9. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß das
Rakelelement bzw. die das Rakelelement haltende Profilleiste zumindest teilweise aus
magnetisierbarem Material gebildet ist und durch dessen Anpressung auch in der Ortslage,
d.h. in Längsrichtung gesehen, magnetisch gehalten ist.
10. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Rakelelement, vorzugsweise eine Rakelrolle, an der Oberfläche strukturiert ist.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelelement
aus einer Leiste mit einer Profilkante besteht.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelelement
aus einem Streichprofilstab, gegebenenfalls auch mit einem kreisförmigen Querschnitt,
besteht.
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelelement
aus einer biegeelastischen Rakelklinge aus Metall oder Kunststoff gebildet ist.
14. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelelement
durch eine druck- und biegeelastische Rakelleiste, z.B. aus Gummi oder Kunststoff,
gebildet ist.
15. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß das Rakelelement eine Rakelrolle ist, die in einer gleitlagerähnlichen Ausnehmung
der das Rakelelement haltenden Profilleiste angeordnet ist.
16. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Profilleiste zumindest teilweise aus einem biegsamen Material bzw. einem Material
mit geringer Eigensteifigkeit besteht.
17. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Rakelelement aus einem nicht magnetisierbarem Werktoff besteht und gegebenenfalls
mit einem aus magnetisierbarem Werkstoff bestehenden Stab, gegebenenfalls in gestückelter
Anordnung, versehen ist.
18. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Substanzzuführung durch eine wannen- oder trogförmige Zuführungseinrichtung, die am
Tragholm vorzugsweise einschiebbar oder schwenkbar befestigt ist, gegeben ist.
19. Einrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhreinrichtung um
eine Achse schwenkbar ist.
20. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1-17, dadurch gekennzeichnet,
daß die Achse des Tragholmes als Substanzzuführungsrohr ausgebildet ist und über die
Länge verteilte Austrittsöffnungen aufweist.
21. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 18-20, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zuführungsrichtung auf mindestens einer Seite über eine Zylinderschablone
hinausragt und die Nachfüllung während des Betriebes ermöglicht.
22. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Rakelelement und der Tragholm in mindestens einer Richtung schräg zueinander verstellbar
sind.
23. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Rakelelement eine ebene bzw. gewölbte Staufläche aufweist.
1. An applicator device for applying patterns or coatings to, or the dyeing of, webs
of fabric, for short lengths and/or for large-scale production, comprising a profiled
strip (8, 36) which is constructed as or which holds an applicator element (37, 40,
41), the applicator element being pressable magnetically against the fabric web or
against a stencil in contact with the fabric web, and comprising a support member
connected pivotally to the profiled strip (8, 36) via a connecting element (11), the
position of the profiled strip being variable by pivoting of the support member (12)
about its longitudinal axis and/or by moving the support member at right angles to
its longitudinal axis, characterised in that the pivotal connection between the support
member and the profiled strip is a sliding joint connection (9, 10), and as a result
of the pivoting and/or movement of the support member the profiled strip is pivoted
about the line (18, 26) of contact of the applicator element on the fabric web or
stencil or, in the case of a profiled strip movably holding a roller type applicator,
the profiled strip is pivoted about the axis of the roller applicator and hence its
angular position with respect to the application plane (6) is varied, the position
of the contact line remaining unchanged for a given magnetic force.
2. A device according to claim 1, characterised in that the applicator element or the
profiled strip (8, 36, 40, 41) holding the applicator element is pivotable about the
contact line (18, 26) or a pivot axis in the immediate vicinity of said line by a
change of location of the sliding joint connection.
3. A device according to claim 1 or 2, characterised in that the location of the sliding
joint connection is variable with respect to the application plane.
4. A device according to any one of the preceding claims, characterised in that the distance
between the support member (12) and the application element is variable.
5. A device according to claim 3, characterised in that the sliding joint connection
is movable parallel to the application plane.
6. A device according to claim 4, characterised in that the maximum distance between
the support member and the applicator element or the profiled strip holding the applicator
element is determined by the length of the connecting element (11).
7. A device according to any one of the preceding claims, characterised in that the support
member is rotatable about its axis.
8. A device according to any one of the preceding claims, characterised in that the support
member is movable with respect to the application plane.
9. A device according to any one of the preceding claims, characterised in that the applicator
element or the profiled strip holding the applicator element is formed at least partially
from magnetisable material and by the pressing thereof is also held magnetically in
the location, i.e. as considered longitudinally.
10. A device according to any one of the preceding claims, characterised in that the applicator
element, preferably an applicator roller, is structured on the surface.
11. A device according to any one of claims 1 to 9, characterised in that the applicator
element consists of a strip having a profiled edge.
12. A device according to any one of claims 1 to 9, characterised in that the applicator
element consists of a spreader profiled bar, having a circular cross-section if required.
13. A device according to any one of claims 1 to 9, characterised in that the applicator
element is formed from a flexurally elastic applicator blade of metal or plastic.
14. A device according to any one of claims 1 to 9, characterised in that the applicator
element is formed by a compression-resilient flexurally elastic applicator strip,
e.g. of rubber or plastic.
15. A device according to any one of the preceding claims 1 to 9, characterised in that
the applicator element is an applicator roller, which is disposed in a recess in the
profiled strip holding the applicator element, said recess being similar to a plain
bearing.
16. A device according to any one of the preceding claims, characterised in that the profiled
strip consists at least partially of a flexible material or a material having low
inherent rigidity.
17. A device according to any one of the preceding claims, characterised in that the applicator
element consists of a non-magnetisable material and if required is provided with a
bar consisting of magnetisable material, in a fragmentary arrangement if required.
18. A device according to any one of the preceding claims, characterised in that the substance
supply is provided by a supply device in the form of a bath or trough fixed to the
support member preferably so as to be capable of being pushed in or pivoted.
19. A device according to claim 18, characterised in that the supply device is pivotable
about a spindle.
20. A device according to any one of the preceding claims 1 to 17, characterised in that
the support member spindle is constructed as a substance supply tube and has exit
apertures distributed over the length.
21. A device according to any one of claims 18 to 20, characterised in that the supply
device projects beyond a cylinder stencil on at least one side and allows refiling
during operation.
22. A device according to any one of the preceding claims, characterised in that the applicator
element and the support member are adjustable at an angle to one another in at least
one direction.
23. A device according to any one of the preceding claims, characterised in that the applicator
element has a flat or curved retaining surface.
1. Dispositif de raclage pour appliquer des dessins ou des couches sur ou pour teindre
des bandes de tissu pour des métrages courts et/ou pour une production en grande série
avec une barre profilée (8, 36) réalisée sous forme d'élément formant racle, ou retenant
un élément formant racle (37, 40, 41), l'élément formant racle pouvant être appliqué
par pression magnétiquement à la bande de tissu ou à un gabarit s'appliquant à la
bande de tissu, et avec un longeron de support qui est relié par un élément de liaison
(11) de façon articulée à la barre profilée (8, 36) où, par un pivotement du longeron
de support (12) autour de son axe longitudinal et/ou par déplacement du longeron de
support perpendiculairement à son axe longitudinal, la position de la barre profilée
peut être modifiée, caractérisé en ce que la liaison articulée entre le longeron de
support et la barre profilée est une liaison articulée coulissante (9, 10) et en ce
que la barre profilée par suite du pivotement et/ou du coulissement du longeron de
support est pivoteé autour de la ligne d'appui (18, 26) de l'élément formant racle
sur la bande de tissu ou le gabarit ou dans le cas d'une barre profilée, qui retient
de façon mobile une racle tournante, autour de l'axe de la racle tournante et, par
conséquent, sa position angulaire par rapport au plan d'application (16) est modifiée,
la position de la ligne d'appui n'étant pas modifiée pour une force magnétique donnée.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément formant racle
ou la barre profilée (8, 36, 40, 41) retenant l'élément formant racle peut être pivoté
autour de la ligne d'appui (18, 26) ou autour d'un axe pivotant se trouvant au voisinage
immédiat de cette ligne par une modification de la position de la liaison articulée
coulissante.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la position de la
liaison articulée coulissante peut être modifiée par rapport au plan d'application.
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'écart
entre le longeron de support (12) et l'élément d'application peut être modifié.
5. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que la liaison articulée coulissante
est déplaçable parallèlement au plan d'application.
6. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que la distance maximale entre
le longeron de support et l'élément formant racle ou la barre profilée retenant l'élément
formant racle est définie par la longueur de l'élément de liaison (11).
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le longeron
de support peut tourner autour de son axe.
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le longeron
de support est déplaçable par rapport au plan d'application.
9. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément
formant racle ou la barre profilée retenant l'élément formant racle est réalisé au
moins en partie en un matériau pouvant être aimanté et est retenu magnétiquement par
l'application de celui-ci aussi dans la position locale, c'est-à-dire vu en direction
longitudinale.
10. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément
formant racle, de préférence un rouleau formant racle, est structuré à la surface.
11. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'élément formant
racle est constitué d'une barre pourvue d'un bord profilé.
12. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'élément formant
racle est constitué d'une tige profilée d'étalage, de préférence aussi avec une section
transversale circulaire.
13. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'élément formant
racle est constitué par une lame de raclage élastique en flexion en métal ou en matière
synthétique.
14. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'élément formant
racle est constitué par une barre de raclage élastique en pression et en flexion,
par exemple en caoutchouc ou en matière synthétique.
15. Dispositif selon l'une des revendications précédentes 1 à 9, caractérisé en ce que
l'élément formant racle est un rouleau formant racle qui est disposé dans un évidement
du type à palier coulissant de la barre profilée retenant l'élément formant racle.
16. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la barre
profilée est réalisée au moins en partie en un matériau élastique ou en un matériau
d'une rigidité propre réduite.
17. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément
formant racle est réalisé en un matériau qui ne peut pas être aimanté et est pourvu,
le cas échéant, d'une barre constituée en un matériau pouvant être aimanté,le cas
échéant, en une disposition morcelée.
18. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la substance
est amenée par un dispositif d'amenée en forme de cuve ou d'auge qui est fixé au longeron
de support, de préférence de façon pivotante ou insérable par poussée.
19. Dispositif selon la revendication 18, caractérisé en ce que le dispositif d'amenée
peut pivoter autour d'un axe.
20. Dispositif selon l'une des revendications précédentes 1 à 17, caractérisé en ce que
l'axe du longeron de support est réalisé sous forme de tuyau d'amenée de substance
et présente des ouvertures de sortie réparties sur la longueur.
21. Dispositif selon l'une des revendications précédentes 18 à 20, caractérisé en ce que
le dispositif d'amenée fait saillie au moins sur un côté, sur un gabarit de cylindre
ce qui permet le remplissage subséquent pendant le fonctionnement.
22. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément
formant racle et le longeron de support sont déplaçables dans au moins une direction
en biais l'un vers l'autre.
23. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément
formant racle présente une sur face de retenue plane ou courbée.