[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kennzeichnung von Postgut zur Identifikation
von Frankier- und Wertstempelmaschinen.
[0002] Frankier- und Wertstempelmaschinen weisen Druckvorrichtungen auf. die Frankier- oder
Wertdrucke auf Postgut, Quittungen, Dokumente etc. als Nachweis der Gebührenentrichtung
aufdrucken. Für viele Anwendungen ist es erforderlich, die Maschinen anhand des Abdruckes
identifizieren zu können, beispielsweise um Fälschungen zu erkennen.
[0003] Um solche Fälschungen zu vermeiden ist bekannt, Markierungen mitzudrucken, die optisch
nicht erkennbar sind und die erst bei einem Kopiervorgang deutlich werden (DE-OS 34
19 859). Weiterhin ist es bekannt, für den Originaldruck ein Sicherheitspapier zu
verwenden, dessen Farbdichte der Sicherungsmarkierungen unterhalb der Reproduziergrenze
liegt (DE-PS 28 05 146).
[0004] Derartige Verfahren sind jedoch aufwendig und teilweise nicht anwendbar, wenn direkte
Aufdrucke auf unterschiedliche Vorlagen verlangt sind, wie z. B. Briefe oder verschiedene
Belegvordrucke. Zudem gewährleisten sie nur einen Schutz gegen Kopieren, nicht jedoch
gegen Nachahmung durch eine andere Maschine.
[0005] Es ist bereits aus der EP 154 972 B1 bekannt, eine verschlüsselte Markierung herzustellen,
die Teil eines aufgebrachten alpanumerischen Freistempels ist, jedoch handelt es sich
bei diesem einem Digit um die einzige Verschlüsselung des Freistempels, was keine
besondere Schwierigkeit für einen geschickten Manipulator darstellt, um eine Fälschung
herzustellen.
[0006] Ein eine Verschlüsselungstechnik verwendendes Postbezahlungssystem völlig anderer
Art, wobei die Abrechnung in einem anderem Gerät erfolgt, ist aus GB 2 173 741 bekannt.
Die Kundenidentikationsnummer und der unabgerechnete Postwert werden beide verschlüsselt
und zusammen mit der Klartextinformation auf das Poststück aufgedruckt. Einbezogen
werden u.a. die Absender- und Empfänger-Adresse, Name und Postleitzahl. Für Frankiermaschinen
in welchen die Abrechnung direkt erfolgt, wo aber die Absender- bzw. Empfängeradressendaten
nicht eingebbar sind, ist die damit erzielte Sicherheit noch nicht ausreichend. Auch
wird kein Druckmuster für einen Frankierstempel erzeugt, sondern der Abdruck erfolgt
In einem Adressenfeld als verschlüssefter Text oder Barcode.
[0007] Die EP 331 352 A1 offenbart ein Verfahren zur Kennzeichnung von Postgut zur Identifikation
von Frankier- und Wertstempelmaschinen anhand deren Druckmuster, wobei diese Maschinen
über mikroprozessorgesteuerte Druckverfahren verfügen, bei denen das Druckmuster erst
unmittelbar vor dem Druck aus Festdaten und aktuellen Daten gebildet und bis zum Druck
zwischengespeichert wird und auf das Postgut zusammen mit den übrigen Daten des Werbeklischees,
des Wert- und des Datumsstempels, ein Identifikationsmerkmal aufgedruckt wird, wobei
das Identifikationsmerkmal mindestens solche offen abgedruckten Informationen, wie
den Wert und das Datum in verschlüsselter Form und die Nummer der Maschine umfaßt
und das zwischengespeicherte Druckmuster und das Identifikationsmerkmal gemeinsam
einer Drucksteuerung zur Erzeugung des endgültigen Druckmusters zugeführt werden.
Das Identifikationsmerkmal wird gleichzeitig mit den offen abgedruckten Informationen
aufgedruckt.
[0008] Ist das Identifikationsmerkmal dann so mangelhaft, daß es in einem Lesegerät als
falsch erkannt wird, würde das Poststück nicht weiter geleitet werden. Zwar soll ein
Supervisor die ausgesonderten Fehldrucke beurteilen, jedoch kann dabei ein subjektives
Urteil nicht ausgeschlossen werden. Es ist nicht mitgeteilt worden, wie mit solchen
Fehldrucken weiter verfahren wird, um Betrugsversuche zu vermeiden. In der Praxis
bieten sich dadurch viele Möglichkeiten für Betrügereien mit den Fehldrucken. Eine
erhöhte Sicherheit könnte nur durch generelle Vermeidung von Fehldrucken erzielt werden.
Ein zweiter Nachteil besteht in der Schwierigkeit einervisuellen Auswertung eines
Barcodes, so daß der Aufdruck offensichtlich nur maschinell überprüft werden kann.
Ein dritter Nachteil besteht darin, daß ein großes separates Feld benötigt wird, wodurch
der Platz für die postalischen Daten eingeengt wird, denn das Identifikationsmerkmal
kann bei einer Vielzahl von von in die Verschlüsselung einbezogenen Daten nicht in
einer Zeile ausgedruckt werden. Benötigt wird vielmehr eine hohe Fälschungssicherheit
bei geringem Platzbedarf.
[0009] Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Identifizierung von Frankier-
und Wertstempelmaschinen zu schaffen, die mikroprozessorgesteuerte Druckverfahren,
wie Laser-, Matrix- oder Thermodrucke verwenden, das unfälschbar ist, also nicht durch
eine andere Maschine nachgeahmt werden kann, um eine erhöhte Sicherheit für Abrechnungszwecke
zu gewährleisten.
[0010] Diese Aufgabe wurde durch die Erfindung gelöst, wie sie im ersten Patentanspruch
dargelegt ist. Anhand einer aus zwei Figuren bestehenden Zeichnung wird die Erfindung
nachfolgend näher erläutert.
Darin zeigt die
- Fig. 1
- eine Übersicht zur Erzeugung eines Idenfikationsmerkmales und die
- Fig. 2
- ein Ablaufdiagramm für ein Drucksteuerung.
[0011] Bei mikroprozessorgesteuerten Druckverfahren in Frankier- und Wertstempelmaschinen
werden durch Mikroprozessoren sowie Speicher und Register die Stempelabdrucke erzeugt.
Dabei wird erst unmittelbar vor dem Druck das Druckmuster bzw. Druckbild erzeugt,
z. B. aus Festdaten, wie einem Klischeemuster, und aktuellen Daten, wie Datum und
Gebührenwert. Zusätzlich zu einem solchen Druckmuster wird erfindungsgemäß ein Identifikationsmerkmal
abgedruckt. Um dieses Identifikationsmerkmal unfälschbarzu machen, werden Parameter
der jeweiligen Maschine mit Teilen der zu druckenden Gebührenwerte und dem Datum verknüpft.
Wie in der Figur 1 dargestellt, werden beispielsweise Maschinenparameter MP, wie Seriennummer
oder Werksnummer sowie Anzahl der Drucke mit dem Datum DT und der Werteinstellung
WE und Ziffern des Werbeklischees über einen kryptographischen Algorithmus KA verknüpft,
und die daraus erhaltene verschlüsselte, mehrstellige Kryptozahl zusätzlich über die
Druckersteuerung DS in das Druckmuster eingefügt.
[0012] Die Figur 2 zeigt das Ablaufdiagramm für den zusammengefaßten Druck aus Wert-, Datum-,
Klischeedruck und mehrstelliger Kryptozahl. Nach dem Start der Maschine wird die Eingabe
des Datums und des Wertes, z. B. des Portowertes, sowie des Klischees einem Zwischenspeicher
für die Drucksteuerung ZWD zugeführt. Parallel dazu wird aus dem Datum DT, der Werteingabe
WE und den Maschinenparametern MP die Kryptozahl gebildet, die in einem Zwischenspeicher
ZWK abgelegt wird. Die Inhalte der Zwischenspeicher ZWD, ZWK werden in die Drucksteuerung
DS gegeben, die das endgültigen Druckmuster erzeugt.
[0013] Der Druck selbst wird durch Anlegen eines Briefumschlages, eines Frankierstreifens,
eines Dokumentes, einer Quittung usw. an die Drucktrommel der Maschine ausgelöst.
[0014] Dieser zusätzliche offene Abdruck einer verschlüsselten mehrstelligen Zahl, die bei
jedem Abdruck verschieden ist, ist nur durch eine Überwachungsstelle entschlüsselbar,
wobei jene über den gleichen Verschlüsselungs-Algorithmus verfügt. Die Überwachungsstelle
ist somit in der Lage, einzelne Drucke den jeweiligen Maschinen zuzuordnen. Weder
der Betreiber der Maschine noch ein anderer kann die Kryptozahl naehvollziehen, so
daß eine zusätzliche Sicherheit für Abrechnungszwecke gegeben ist.
1. Verfahren zur Kennzeichnung von Postgut zur Identifikation von Frankier- und Wertstempelmaschinen
anhand deren Druckmuster, wobei diese Maschinen übermikroprozessorgesteuerte Druckverfahren
verfügen, bei denen das Druckmuster erst unmittelbar vor dem Druck aus Festdaten und
aktuellen Daten gebildet und bis zum Druck zwischengespeichert wird und auf das Postgut
zusammen mit den übrigen Daten eines Werbeklischees, des Wert- und des Datumsstempels,
ein Identifikationsmerkmal aufgedruckt wird, wobei das Identifikationsmerkmal mindestens
solche offen abgedruckten Informationen, wie den Wert, das Datum und die Nummer der
Maschine in verschlüsselter Form umfaßt und das zwischengespeicherte Druckmuster und
das Identifikationsmerkmal gemeinsam einer Drucksteuerung zur Erzeugung des endgültigen
Druckmusters zugeführt werden,
wobei
- das Identifikationmerkmal außerdem unter Einbeziehung von Zahlenwerten des Klischeedrucks
oder Ziffern des jeweiligen Werbeklischees mittels eines kryptografischen Algorithmus
erzeugt sowie gleichzeitig mit den offen abgedruckten Informationen im Druckmuster
als mehrstellige Kryptozahl aufgedruckt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Identifikationmerkmal unter Einbeziehung von
Zahlenwerten des Klischeedrucks oder Ziffern des jeweiligen Werbeklischees, den Zahlenwerten
des Datums- und Wertdrucks und den Maschinenparametern Maschinennummer und Anzahl
der Drucke mittels eines kryptografischen Algorithmus erzeugt, als mehrstellige Kryptozahl
bis zum Druck zwischengespeichert sowie gleichzeitig und zusammen mit offen abgedruckten
Informationen aufgedruckt wird.
1. Method of marking postal consignments for the identification of franking and value
imprinting machines by means of their printing patterns, these machines disposing
of microprocessor-controlled printing processes where the printing pattern is composed
from fixed and current data just immediately before printing and held in temporary
storage until printing, and an identification mark is printed together with the other
data of an advertising printing block, the franking and the data stamp, the identification
mark comprising at least such openly printed information as the value, the date, and
the machine number in coded form, and the temporarily stored printing pattern and
the identification mark are jointly passed on to a print control for the production
of the final printing pattern,
the identification mark further being produced by means of a cryptographic algorithm
taking into account numerical values of the printing block print or numerals of the
respective advertising printing block and being imprinted simultaneously with the
openly printed information in the printing pattern as a multidigit crypto number.
2. The method according to claim 1, the identification mark being produced by means of
a cryptographic algorithm taking into account numerical values of the printing block
print or numerals of the respective advertising printing block, the numerical values
of the date and value imprint, and the machine parameters of machine number and number
of prints, being temporarily stored as a multidigit crypto number until printing as
well as being imprinted simultaneously and jointly with the openly printed information.
1. Procédé de marquage d'objets postaux permettant l'identification de machines à affranchir
et à timbrer au moyen de leur motif imprimé, lesdites machines utilisant des procédés
d'impression pilotés par microprocesseur qui, à partir de données invariables et de
données courantes, génèrent ledit motif imprimé immédiatement avant l'impression et
le sauvegardent en mémoire temporaire jusqu'à l'impression et qui impriment sur l'objet
postal, aux cotés des autres données appartenant à un cliché publicitaire, au cachet
de valeur et au timbre dateur, une caractéristique d'identification, ladite caractéristique
d'identification comportant sous forme chiffrée au moins les informations ouvertement
imprimées telle que la valeur, la date et le numéro de la machine, et ledit motif
stocké en mémoire temporaire étant transmis, simultanément avec ladite caractéristique
d'identification, à une commande d'impression qui en génère le motif imprimé définitif,
ladite caractéristique d'identification étant généré à l'aide d'un algorithme cryptographique
en incluant, en outre, des valeurs numériques appartenant au cliché imprimé ou des
chiffres appartenant au cliché publicitaire utilisé et ladite caractéristique d'identification
étant imprimé à l'intérieur dudit motif imprimé sous la forme d'un numéro cryptographique
à plusieurs chiffres simultanément avec les informations imprimées ouvertement.
2. Procédé selon la revendication 1,
ladite caractéristique d'identification étant généré à l'aide d'un algorithme cryptographique
en incluant des valeurs numériques appartenant au cliché imprimé ou des chiffres appartenant
au cliché publicitaire utilisé ainsi que les valeurs numériques du timbre dateur et
du cachet de valeur et les paramètres-machine numéro de machine et nombre d'impressions,
et ladite caractéristique d'identification étant stocké en mémoire temporaire jusqu'à
l'impression sous la forme d'un numéro cryptographique à plusieurs chiffres et ladite
caractéristique d'identification étant imprimé simultanément et ensemble avec les
informations imprimées ouvertement.