| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 440 955 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
15.03.1995 Patentblatt 1995/11 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.12.1990 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: H01R 43/20 |
|
| (54) |
Einrichtung zum automatischen Montieren von elektrischen Leitern mit Kontaktteilen
in Steckergehäuse
Arrangement for the automated insertion of electric terminated conductors in plug
housings
Dispositif pour le montage automatique de câbles électriques avec pièces de connexion
dans des boîtiers de prise
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
CH DE FR GB IT LI |
| (30) |
Priorität: |
06.02.1990 CH 372/90
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
14.08.1991 Patentblatt 1991/33 |
| (73) |
Patentinhaber: TTC TECHNOLOGY TRADING COMPANY |
|
6045 Meggen (CH) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Koch, Max, Dipl.-Ing. (ETH)
CH-6045 Meggen (CH)
|
| (74) |
Vertreter: Blöchle, Hans et al |
|
Inventio AG
Postfach 175 6052 Hergiswil 6052 Hergiswil (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 272 395 WO-A-88/05967
|
EP-A- 0 348 615
|
|
| |
|
|
- FLEXIBLE AUTOMATION FÜR FERTIGUNG, MONTAGE UND TRANSPORT. Bd. 86, Nr. 4, August 1986,
Gräfelfing DE Seiten 42 - 44; Rolf Scholten: "Roboter als"Strippenzieher"
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum automatischen Montieren von elektrischen
Leitern mit Kontaktteilen und Steckergehäusen, zwischen einer Kabel-Bearbeitungsstrasse
mit einem schrittweise vorwärtsbewegbaren Transfermodul und einem Greifer-System mit
mindestens einem Industrieroboter mit einem allseitig bewegbar angeordneten Robotergreifer,
wobei ein zusätzliches drehbares Transfermodul einen die beiden Enden eines elektrischen
Leiters je mit einem äusseren und einem inneren Greiferpaar fassenden Doppelgreifer
aufweist und mindestens eine Zentriervorrichtung und mindestens ein fester Abstreifer
vorhanden sind.
[0002] Ein Verfahren und eine derartige Einrichtung zum automatischen Montieren von elektrischen
Leitern mit Kontaktteilen in Steckergehäuse ist aus der älteren Patentanmeldung CH
02 524/88-6 (EP-A-0 348 615) bekannt, zu welcher die vorliegende Anmeldung eine Ergänzung
ist. Bei dieser Anmeldung wird ein Verfahren und eine Einrichtung beschrieben, bei
welcher die Steckergehäuse durch einen Robotergreifer auf die am Ende einer Kabel-Bearbeitungsstrasse
von einem Doppelgreifer gefassten Enden eines fertig bearbeiteten Kabels aufgesteckt
werden. Beide Enden des Kabels sind mit einem Doppelgreifer gefasst, wobei der vordere
Teil des Doppelgreifers am Steckkontakt und der hintere Teil des Greifers an der Isolation
des Kabels greift. Beide Greifer des Doppelgreifers sind unabhängig voneinander steuerbar.
Zum Anstecken des Steckergehäuses sind beide Greifer des Doppelgreifers geschlossen
und halten das Ende des Kabels in der Aufsteckrichtung des Steckergehäuses. Das oder
die Steckergehäuse wird oder werden von einem Greifer eines Roboterarmes gehalten
und taktweise jeweils an das Ende eines Kabels angesteckt. Durch einen am Robotergreifer
angeordneten Sensor wird die Ansteckkraft verglichen, um defekte Teile am Steckkontakt
oder am Steckergehäuse festzustellen und falsches Anstecken auszuschliessen. Werden
keine Mängel festgestellt, wird der vordere Teil des Doppelgreifers geöffnet und weggespreizt
und das Steckergehäuse mit Hilfe des Roboterarmes endgültig auf das Ende des Kabels
aufgesteckt. Durch eine von einem weiteren am Robotergreifer angeordneten Sensor überwachte
Abzugsbewegung des Roboterarmes wird der einwandfreie Sitz der Steckverbindung kontrolliert.
Eine Schwenkbewegung des Robotergreifers dient dazu, das aufgesteckte Kabel unter
einen Abweiser zu bringen, um den Stecker für das Aufstecken auf das Ende eines neuen
vom Doppelgreifer gefassten Kabels freizubekommen.
[0003] Ein Nachteil dieser Aufsteckvorrichtung liegt darin, dass der Robotergreifer durch
den Aufbau der beiden Sensoren schwerer wird, wodurch die erforderliche grosse Genauigkeit
seiner Bewegungen leidet. Ein weiterer Nachteil liegt auch darin, dass der Zeitaufwand
für die erforderlichen Roboterbewegungen zum Anstecken und Aufstecken des Steckergehäuses
auf ein Ende eines Kabels, zum Überwachen der Aufsteckkraft und der Abzugkraft und
für das Abweisen des mit dem Steckergehäuse verbundenen Kabels grösser ist als die
Taktzeit der Kabel-Bearbeitungsstrasse, wodurch die Kapazität der Kabel-Bearbeitungsstrasse
verkleinert wird.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Verbesserung der Vorrichtung
zum Zusammenstecken von Steckergehäusen und elektrischen Leitern vorzuschlagen, bei
welcher die Taktzeit für das Anstecken, das Aufstecken und das Kontrollieren eines
Steckergehäuses auf ein Ende eines elektrischen Leiters nicht grösser ist als die
Taktzeit der Kabel-Bearbeitungsstrasse und bei welcher die Genauigkeit der Bewegungen
des Robotergreifers nicht beeinträchtigt wird. Diese Aufgabe wird durch die im ersten
Anspruch gekennzeichnete Erfindung gelöst.
[0005] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen,
dass durch das Zwischenschalten von zwei festen Greifern zum Aufnehmen der beiden
Enden eines fertig bearbeiteten Kabels, welche gleichzeitig das richtige Anstecken
und das einwandfreie Aufstecken des Steckergehäuses durch eine pneumatische Überwachung
des Aufsteckdruckes bzw. des Abzugdruckes kontrollieren, wird einerseits die Taktzeit
für den Robotergreifer verkleinert und an die Taktzeit der Kabelfertigung anpassbar
und anderseits bringt das Verlagern der Überwachungseinrichtungen für das einwandfreie
An- und Aufstecken eines Steckergehäuses auf das Ende eines Kabels, vom Robotergreifer
auf den Doppelgreifer bzw. auf den stationären Greifer, keine Gewichtsvergrösserung
für den Robotergreifer und dadurch keine Beeinträchtigung der Bewegungsabläufe des
Robotergreifers.
[0006] In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, das im
folgenden näher erläutert wird. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung der am Ende einer Kabelverarbeitungsstrasse angeordneten
Vorrichtung zum automatischen Montieren von Steckergehäusen und elektrischen Leitern
mit Kontaktteilen;
- Fig. 2
- einen Grundriss der schematischen Darstellung gemäss Fig. 1 mit zwei Industrierobotern,
einem zusätzlichen Transfermodul mit drehbarem Doppelgreifer, zwei festen Greifermodulen
und einer Transportvorrichtung für den Wegtransport der fertigen Kabelbäume in teilweise
ausgestrecktem Zustand;
- Fig. 3
- einen Schnitt durch das zusätzliche Transfermodul gemäss einer Linie III-III in Fig.
2;
- Fig. 4
- den Doppelgreifer mit dem Drehmodul und dem Transfermodul, beide Greiferpaare je ein
Ende eines elektrischen Leiters fassend;
- Fig. 5
- das Zentriermodul und das Zwischenmodul für die genaue Zentrierung der Kontaktteile
der Enden des elektrischen Leiters;
- Fig. 6
- die stationären Greifer zur Aufnahme der Enden des elektrischen Leiters für die Bestückung
mit Steckergehäusen, zusammen mit den stationären Abstreifern;
- Fig. 7
- einen Aufriss des untersten Teiles des Robotergreifers mit einem angebauten Greiferwerkzeug;
- Fig. 8
- einen Grundriss des Greiferwerkzeuges gemäss Fig. 7, hier für die Aufnahme von drei
gleichen Steckergehäusen;
- Fig. 9 bis Fig. 15
- die verschiedenen Phasen beim Stecken der Steckergehäuse an die Kontaktteile elektrischer
Leiter;
- Fig. 9
- ein von einem Zwischenmodul gehaltenes Ende eines elektrischen Leiters beim Zentrieren
des Kontaktteiles durch das Zentriermodul (Phase 1);
- Fig.10
- das Positionieren eines vom Greiferwerkzeug des Robotergreifers gefassten Steckergehäuses
an das vom Doppelgreifer übernommene, zentrierte Ende des elektrischen Leiters, in
die Bestückungsposition verfahren (Phase 2);
- Fig.11
- das Anstecken des Steckergehäuses mit dem Robotergreifer, bei gleichzeitiger Kontrolle
der Ansteckkraft an das Ende des vom Doppelgreifer gefassten elektrischen Leiters
und anschliessender Übernahme des elektrischen Leiters vom stationären Greifer (Phase
3);
- Fig.12
- den Doppelgreifer, beide Greiferpaare offen, das Ende des elektrischen Leiters mit
dem stationären Greifer gefasst, sowie die Kontrolle des Ansteckdruckes P1 durch den
stationären Greifer (Phase 4);
- Fig.13
- das Aufstecken des Steckergehäuses auf das Ende des elektrischen Leiters mit dem Robotergreifer
(Phase 5a);
- Fig.14
- Kontrolle des Abzugdruckes P2 durch Wegziehen des Steckergehäuses vom stationären
Greifer (Phase 5b);
- Fig.15
- das Wegfahren des Steckergehäuses bei geöffnetem stationären Greifer mit dem Robotergreifer,
wobei der Robotergreifer den soeben gesteckten elektrischen Leiter unter einen festen
Abstreifer bringt (Phase 6) und
- Fig.16
- eine mögliche Ausbildungsvariante für das äussere Greiferpaar des Doppelgreifers.
[0007] In den Fig. 1, 2 und 3 ist mit 1 ein Industrieroboter bezeichnet. Der Industrieroboter
1 weist einen Greiferam 2 und einen Robotergreifer 3 auf. Mit dem Robotergreifer 3
sind verschiedene Greifwerkzeuge 4 für ein Steckergehäuse 5 oder für mehrere gleiche
oder verschiedene Steckergehäuse 5 greifbar. In den Fig. 7 und 8 ist die Anordnung
des Greiferwerkzeuges 4 am Robotergreifer 3 deutlicher dargestellt. Der Robotergreifer
3 des Industrieroboters 1 kann vom Werkzeugmagazin 6 das für jede vorgesehene Kabelbaumfertigung
entsprechende Greifwerkzeug 4 für die Aufnahme der gewünschten Steckergehäuse 5 ergreifen,
wobei Schnappverschlüsse als Verbindung zwischen Robotergreifer 3 und Greifwerkzeug
4 dienen. Diese Verbindung ist nicht Gegenstand der Erfindung, weshalb sie nicht näher
beschrieben wird. Es ist auch möglich, das Greifwerkzeug 4 von Hand am Robotergreifer
3 anzubringen, da es nur bei ganzen Programmänderungen und somit verhältnismässig
selten ausgetauscht werden muss. Das dargestellte Greiferwerkzeug 4 weist drei gleiche
Greifmodule 4.1 mit Greifern 4.2 auf, welche im gleichen Abstand voneinander angeordnet
sind und je ein gleiches Steckergehäuse 5 halten. Die Steckergehäuse 5 lagern in einem
Steckergehäusemagazin 7 im Greifbereich des Industrieroboters 1 mit beispielsweise
3 parallel nebeneinanderliegenden Steckergehäusemagazinen 7.1, 7.2, 7.3, welche den
gleichen Abstand wie die Greifmodule 4.1 des Greifwerkzeuges 4 aufweisen. Bei jeder
Entnahme von Steckergehäusen 5 mit Hilfe des Greiferwerkzeuges 4, des Robotergreifers
3, werden neue Steckergehäuse 5 in den Steckergehäusemagazinen 7.1, 7.2, 7.3 automatisch
nachgeführt. Die Zufuhr der Steckergehäuse 5 ist nicht Gegenstand der Erfindung, weshalb
nicht näher auf dieses Detail eingegangen wird. Mit Hilfe des Greifwerkzeuges 4, des
Robotergreifers 3, können somit gleichzeitig in einem Arbeitsgang mehrere gleiche
oder bei entsprechender Einrichtung mehrere verschiedene Steckergehäuse 5 aufgenommen
werden. In den Fig. 7 und 8 ist auch eine Konsole 52 angedeutet, die vorgesehen ist,
wenn die mit den Steckergehäusen 5 verbundenen elektrischen Leiter 8 eines fertig
erstellten Kabelbundes zusätzlich zu sichern sind. Der Robotergreifer 3 setzt sich
dazu mit einem Arretierzapfen des Greifwerkzeuges 4 in eine Aussparung 51 eingreifend
auf die Konsole 52 auf und ein pneumatisch betätigter Manipulator 50 arretiert die
elektrischen Leiter 8 im Steckergehäuse 5.
[0008] Die Kontaktteile 8.1, 8.2 eines elektrischen Leiters 8 werden in einer nicht zum
Erfindungsgegenstand gehörenden Bearbeitungsstrasse 9 vorbereitet und durch ein erstes
Transfermodul 10 taktweise vorwärtsbewegt. Am Ende der Bearbeitungsstrasse 9 werden
beide Kontaktteile 8.1, 8.2 des elektrischen Leiters 8 und der elektrische Leiter
8 selbst in einer Übergabeposition 30 durch je ein stationäres Zwischenmodul 33 übernommen.
Der Bereich zwischen der Bearbeitungsstrasse für die Fertigung der elektrischen Leiter
8 und der Bestückung dieser elektrischen Leiter 8 mit Steckergehäusen durch Industrieroboter
1, in dem die Vorrichtung zum automatischen Montieren dieser Teile aufgestellt ist,
ist in Fig. 3 dargestellt. Mit Hilfe eines Joches 41 und einer am Joche 41 festgemachten
Tragkonsole 42 wird über einer Leiterebene 31 ein zusätzliches Transfermodul 40 angeordnet.
Das zusätzliche Transfermodul 40 ist auf Gleitführungen 43 zwischen der Übergabeposition
30 und einer Bestückungsposition 32 verschiebbar angeordnet. Ein pneumatisches Stellglied
44 ist für die Hin- und Herbewegung verantwortlich. Am Transfermodul 40 ist ein Doppelgreifer
11 mit einem Drehmodul 45 befestigt. Der Doppelgreifer 11 übernimmt in der Übergabeposition
30 vom stationären Zwischenmodul 33 beide Enden des elektrischen Leiters 8. An der
Tragkonsole 42 des Joches 41 sind auch zwei stationäre Greifer 20 angeordnet, welche
die Enden der elektrischen Leiter 8 in der Bestückungsposition 32 vom Doppelgreifer
11 des zusätzlichen Transfermoduls 40 übernehmen. An der gleichen Tragkonsole 42 ist
zu jedem stationären Greifer 20 auch je ein fester Abstreifer 18 zum Ableiten der
mit einem Steckergehäuse 5 verbundenen elektrischen Leiter 8 festgemacht. In der Übergabeposition
30 ist für jedes Ende des elektrischen Leiters 8 auch eine Zentriervorrichtung 19
mit einem Zentriermodul 34 angeordnet, mit deren Hilfe der Kontaktteil 8.1, 8.2 des
elektrischen Leiters 8 in eine gewünschte Lage bringbar ist. Die Anordnung der Zentriervorrichtung
19 ist in Fig. 5 detaillierter dargestellt. Die Zentriervorrichtung 19 besteht aus
einer Konsole 39, dem Zentriermodul 34, einem Drehmodul 34.1, einer senkrecht zur
Achse des gefassten elektrischen Leiter 8 angeordneten Gleitführung 35, einer pneumatischen
Schiebevorrichtung 36, einer paralell zur Achse des gefassten elektrischen Leiters
8 angeordneten Gleitführung 37, und einer pneumatischen Schiebevorrichtung 38. Das
Zentriermodul 34 ist somit in zwei Ebenen verschiebbar gelagert und ist pneumatisch
an das vom Zwischenmodul 30 gehaltene Ende des elektrischen Leiters 8 zustellbar.
Es weist zwei um 180° versetzte Greifpaare 34.2, 34.3 auf, mit denen der Kontaktteil
8.1 des elektrischen Leiters 8 in die gewünschte Lage bringbar ist. Das Drehmodul
34.1 kann den Kontaktteil 8.1 beispielsweise um 90°, 180° oder 270° in seiner Längsachse
drehen, bevor der elektrische Leiter 8 vom Doppelgreifer 11 des zusätzlichen Transfermodules
40 übernommen wird. Mit Hilfe des zusätzlichen Transfermodules 40 wird der Doppelgreifer
11 zwischen der Übergabeposition 30 und der Bestückungsposition 32 hin- und herbewegt,
wobei die Kontaktteile 8.1, 8.2 eines gefassten elektrischen Leiters 8 in der Leiterebene
31 liegen. Der Doppelgreifer 11 ist in Fig. 4 detailliert dargestellt. Er besteht
aus je zwei äusseren Greiferpaaren 11.1, zwei inneren Greiferpaaren 11.2 und ist mit
dem Drehmodul 45 und dem zusätzlichen Transfermodul 40 verbunden. Die Verschiebung
des zusätzlichen Transfermoduls 40 erfolgt mit dem pneumatischen Stellglied 44. Die
äusseren Greiferpaare 11.1 sind senkrecht zur Achse des gefassten elektrischen Leiters
8 auf einer Gleitführung 11.6 am inneren Greiferpaar 11.2 verschiebbar gelagert und
können mit einer pneumatischen Einrichtung 11.3 auf- und abbewegt werden, um sie in
den oder aus dem Arbeitsbereich zu bewegen, bzw. mit einer weiteren pneumatischen
Einrichtung 11.7 geöffnet oder geschlossen werden. Die inneren Greiferpaare 11.2 weisen
eine pneumatische Einrichtung 11.4 zum Wegschwenken (Öffnen) oder Schliessen der Greifer
auf. Die inneren und die äusseren Greiferpaare 11.1, 11.2 sind auf einer gemeinsamen
Führungsschiene 11.5 parallel zur Achse der gefassten Enden des elektrischen Leiters
8 verschiebbar gelagert und durch die Kraft einer vorgespannten Feder 24 in einer
Arbeitslage gehalten. Sensoren 25 überwachen eine eventuelle Verschiebung der beiden
Greiferpaare in der Achsrichtung des gefassten elektrischen Leiters. Im vorliegenden
Beispiel sind als solche berührungslose Fühler so angeordnet, dass bei einer Verschiebung
der Greiferpaare 11.1, 11.2 die Stirnseite des Fühlers durch einen Blechlappen 11.8
überdeckt wird, wobei der Fühler anspricht. Das äussere Greiferpaar 11.1 fasst ein
vorbereitetes Ende des elektrischen Leiters 8 im hinteren Bereich des Kontaktteiles
8.1, 8.2, nachdem dieses durch die Zentriervorrichtung 19 wunschgemäss ausgerichtet
ist, während das innere Greiferpaar 11.2 im Bereich der Isolation des elektrischen
Leiters 8 greift. Die beiden Greiferpaare 11.1, 11.2 des Doppelgreifers 11 sind so
voneinander distanziert, dass je der stationäre Greifer 20 zum Übernehmen des elektrischen
Leiters 8 in der Bestückungsposition 32 jedes Ende des elektrischen Leiters 8 zwischen
den beiden Greiferpaaren 11.1, 11.2 des Doppelgreifers 11 unmittelbar hinter dem Kontaktteil
8.1, 8.2 fasst. Der stationäre Greifer 20 ist in Fig. 6 detaillierter dargestellt.
An der Tragkonsole 42 des Joches 41 ist für jeden Kontaktteil 8.1, 8.2 des elektrischen
Leiters 8 ein stationärer Greifer 20 angeordnet. Jeder stationäre Greifer 20 ist auf
einer Gleitschiene 20.1 parallel zur Achse des gefassten elektrischen Leiters 8 gleitend
geführt und durch eine pneumatische Kontrolleinrichtung 21 in einer Arbeitslage gehalten.
Mit der pneumatischen Kontrolleinrichtung 21 wird beim Aufstecken der Steckergehäuse
5 mit dem Robotergreifer 3 auf einen Kontaktteil 8.1, 8.2 des elektrischen Leiters
8 die Aufsteckkraft bzw. nach dem definitiven Aufstecken die Abzugkraft überwacht.
Ein berührungsloser Sensor 46 spricht bei einer eventuellen Verschiebung des stationären
Greifers 20 an, wenn die Aufsteckkraft den vorgegebenen, fest eingestellten Wert übersteigt.
Der elektrische Leiter wird ausgeschieden. Im Bereich der Greifvorrichtung des stationären
Greifers 20 ist eine Ausblasvorrichtung 26 angeordnet, mit deren Hilfe ein ausgeschiedener
elektrischer Leiter 8 aus dem Arbeitsbereich ausgeblasen wird. Wenn ein Steckergehäuse
5 bei der Prüfung der Abzugkraft mit einer kleineren Abzugkraft als die fest eingestellte
Abzugkraft vom Kontaktteil 8.1, 8.2 des elektrischen Leiters 8 abgezogen werden kann,
wird der elektrische Leiter 8 ebenfalls ausgeblasen. An der Tragkonsole 42 ist im
Bereich der stationären Greifer 20 je der feste Abstreifer 18 festgemacht, zum Ableiten
der mit einem Steckergehäuse 5 verbundenen elektrischen Leiter 8.
[0009] Anschliessend an die Vorrichtung zum automatischen Montieren der Steckergehäuse 5
und der elektrischen Leiter 8 mit den Kontaktteilen 8.1, 8.2 kann eine Ablagevorrichtung
12 für die Aufnahme der fertig zusammengefügten Kabelbäume 13 aufgestellt sein (Fig.
1), oder eine Transportvorrichtung 14 vorgesehen sein, wie sie in Fig. 2 dargestellt
ist. Alle diese Zusatzvarianten gehören nicht direkt zum Erfindungsgegestand, weshalb
sie hier nur andeutungsweise erwähnt sind. Die Transportvorrichtung 14 kann ein Doppelriemenantrieb
sein, der aus je zwei auseinanderfahrbaren, je parallel übereinanderliegenden endlosen
Gummibandpaaren 15, 16 besteht. Die übereinanderliegenden Gummibänder sind mit unterschiedlichem
Drehsinn angetrieben. Die Kabelbäume 13 werden möglichst im gestreckten Zustand zwischen
den beiden mittleren, in der gleichen Richtung laufenden Gummibandtrums des Doppelriemenantriebes
eingeklemmt und mitgenommen. Am Anfang dieser Transportvorrichtung kann auch mindestens
eine Abbindvorrichtung 17 zum Abbinden der fertig erstellten Kabelbäume aufgestellt
sein.
[0010] An Stelle einer oben angedeuteten Ablagevorrichtung 12 oder einer Transportvorrichtung
14 könnte auch ein zusätzlicher, nicht dargestellter, Ablagegreifer angeordnet sein,
welcher die fertigen sowie auch die mangelhaft bestückten Kabelbäume vom Greifer 3
des Industrieroboters 1 übernimmt. Dieser Ablagegreifer schiebt beispielsweise die
einwandfreien Kabelbünde hängend auf eine erste Gleitschiene eines Hängelagers und
die mangelhaft bestückten, welche nachträglich von Hand kontrolliert und nachgerüstet
werden, auf eine zweite Gleitschiene des Hängelagers auf. Unabhängig von seiner Länge
hängt dann jeder Kabelbund mit einem Steckergehäuse in der Gleitschiene, bereit für
den weiteren Einsatz. Eine solche Lösung bringt den Vorteil, dass der Robotergreifer
3 des Industrieroboters 1 einen kurzen Weg bis zur Übergabe des Kabelbundes an den
Ablagegreifer zurücklegen muss und dadurch schneller wieder einsatzbereit ist für
das Greifen neuer, unbestückter Steckergehäuse.
[0011] Die Fig. 9-15 zeigen nacheinander die verschiedenen Phasen beim An- bzw. Aufstecken
eines Steckergehäuses 5 auf ein mit einem Kontaktteil 8.1, 8.2 ausgerüsteten Ende
eines elektrischen Leiters 8. Die in diesen Figuren gezeigten Einzelteile erhalten
die gleichen Bezugsziffern wie in den Fig. 1 bis 8. In der Übergabeposition 30 (Fig.
9) ist der elektrische Leiter 8 durch das Zwischenmodul 33 gehalten. Das Zentriermodul
34 mit den um 180° versetzten Greifpaaren 34.2 und 34.3 ist an den Kontaktteil 8.1,
8.2 herangeführt und die Greifpaare 34.2 und 34.3 fassen den Kontaktteil 8.1. Das
äussere und das innere Greiferpaar 11.1, 11.2 des Doppelgreifers können beidseitig
neben dem Zwischenmodul 33 den elektrischen Leiter 8 greifen.
[0012] In der Bestückungsposition (Fig. 10) ist der elektrische Leiter 8 und der Kontaktteil
8.1 vom äusseren und vom inneren Greiferpaar 11.1, 11.2 gefasst und zwischen die offenen
Greifer des stationären Greifers 20 gefahren. Das vom Greiferwerkzeug 4 des Robotergreifers
3 gefasste Steckergehäuse 5 ist mit einem bereits gesteckten Kontaktteil 8.1 ausgerüstet,
an das gefasste Kontaktteil 8.1 gefahren.
[0013] In Fig. 11 ist das Steckergehäuse an den Kontaktteil 8.1 angesteckt. Der verschiebbar
gelagerte Doppelgreifer 11 mit dem äusseren und dem inneren Greiferpaar 11.1, 11.2
wird durch die Kraft der vorgespannten Feder 24 in der Arbeitslage gehalten. Der Sensor
25 überwacht mit Hilfe eines Blechlappens 11.8 eine eventuelle Bewegung des Doppelgreifers
11.
[0014] In Fig. 12 ist das Ende des elektrischen Leiters 8 durch den stationären Greifer
20 gefasst, während der äussere Doppelgreifer 11.1 geöffnet und vom elektrischen Leiter
8 weggefahren und der innere Doppelgreifer 11.2 weggeschwenkt ist. Die pneumatische
Kontrolleinrichtung 21 mit dem Aufsteckdruck P1 bzw. dem Abzugdruck P2 ist prinzipiell
dargestellt und dem stationären Greifer 20 zugeordnet.
[0015] In Fig. 13 ist das Steckergehäuse 5 ganz auf den Kontaktteil 8.1 aufgesteckt.
[0016] In Fig. 14 ist das Abziehen des Steckergehäuses 5 vom Kontaktteil 8.1 angedeutet,
um die Abzugkraft mit Hilfe des Abzugdruckes P2 der pneumatischen Kontrolleinrichtung
21 zu prüfen. Der stationäre Greifer 20 weist eine Ausblasvorrichtung 26 auf, zum
Ausblasen defekter elektrischer Leiter 8 aus dem Arbeitsbereich.
[0017] In Fig. 15 wird angedeutet, wie der einwandfrei gesteckte elektrische Leiter 8 bei
geöffnetem stationären Greifer 20 durch eine Abstreifbewegung des Steckergehäuses
5 unter den auch in den Fig. 12, 13 und 14 dargestellten festen Abstreifer 18 gelegt
wird.
[0018] Die vorliegend beschriebene Vorrichtung arbeitet wie folgt: Auf der Bearbeitungsstrasse
9 einer unabhängigen Kabelbearbeitungsstation werden elektrische Leiter 8 für die
Herstellung von Kabelbäumen 13 auf Länge zugeschnitten, die Leiterenden vorbereitet
und mit Kontaktteilen 8.1, 8.2 versehen. Am Ende der Bearbeitungsstrasse 9 werden
die elektrischen Leiter 8 durch ein erstes Transfermodul 10 in der Übergabeposition
30 einem stationären Zwischenmodul 33 übergeben. In dieser Position werden die Kontaktteile
8.1, 8.2 der elektrischen Leiter 8 durch ein Zentriermodul 34 einer Zentriervorrichtung
19 mit den um 180° versetzten Greiferpaaren 34.2 und 34.3 in die gewünschte Lage gebracht
und anschliessend die elektrischen Leiter 8 vom Doppelgreifer 11 übernommen (Phase
1). Der vorbereitete Kontaktteil 8.1, 8.2 wird dabei je vom äusseren Greiferpaar 11.1
des Doppelgreifers 11 im hinteren Bereich des Kontaktteils 8.1, 8.2 gefasst, während
das innere Greiferpaar 11.2 im Bereich der Isolation des elektrischen Leiters 8 greift.
Der vom Doppelgreifer 11 so gefasste elektrische Leiter 8 wird in einem Bewegungstakt
mit dem zusätzlichen Transfermodul 40 in die Übergabeposition verschoben, wo die beiden
stationären Greifer 20 zwischen die äusseren und inneren Doppelgreifer 11.1, 11.2
ragen. Die ausserhalb der Kabelverarbeitungsstation aufgestellte Vorrichtung für das
automatische Montieren der elektrischen Leiter 8 und der Steckergehäuse 5 wird in
der Zwischenzeit für die Bestückung der Steckergehäuse 5 vorbereitet. Der Greiferarm
2 jedes der beiden Industrieroboter 1 schwenkt mit dem Robotergreifer 3 und dem Greiferwerkzeug
4 gegen die Stirnseite der parallel angeordneten Steckergehäusemagazine 7.1, 7.2,
7.3. Das Greifwerkzeug 4 ergreift mit den Greifern 4.2 der Greifmodule 4.1 beispielsweise
drei der in einer Linie vom Steckergehäusemagazin 7 vorgelegten Steckergehäuse 5.
Die aus den Steckergehäusemagazinen 7.1, 7.2, 7.3 entnommenen Steckergehäuse 5 werden
durch automatisch nachgeschobene Steckergehäuse 5 sofort ersetzt. Der Greiferarm 2
des Industrieroboters 1 bewegt sich mit den gefassten Steckergehäusen 5 in der Leiterebene
31 in den Bereich der Bestückungsposition 32 vor den ersten, durch den Doppelgreifer
11 gehaltenen Kontaktteil 8.1, 8.2 des elektrischen Leiters 8. Dabei fluchtet die
Achse der bestimmten Aussparung des Steckergehäuses 5 mit der Achse und der Form des
gehaltenen und mit Hilfe der eingelegten Zentriervorrichtung 19 ausgerichteten Kontaktteiles
8.1, 8.2 des elektrischen Leiters 8 (Phase 2). Der Robotergreifer 3 verschiebt sich
nun mit dem Greifwerkzeug 4 und den gefassten Steckergehäusen 5 in der Achsrichtung
gegen den Kontaktteil 8.1, 8.2 des elektrischen Leiters 8, bis der Kontaktteil 8.1,
8.2 des elektrischen Leiters 8 in die Aussparung eingreift (Phase 3). Die beiden Greiferpaare
11.1, 11.2 des Doppelgreifers 11, welche parallel zur Achse des gefassten elektrischen
Leiters 8 schiebbar gelagert und durch die vorgespannte Feder 24 in der normalen Arbeitslage
gehalten sind, verhindern beim Anstecken des Steckergehäuses 5 Schäden am Steckergehäuse
5 durch beschädigte oder nicht einwandfrei ausgerichtete Kontaktteile 8.1, 8.2 des
elektrischen Leiters 8. Steht beispielsweise der Kontaktteil 8.1, 8.2 aus irgend einem
Grunde am Steckergehäuse 5 an, werden die beiden Greiferpaare 11.1, 11.2 vom Steckergehäuse
5 gegen die Kraft der Feder 24 leicht verschoben. Dabei überdeckt ein Blechlappen
11.8 der Greiferpaare 11.1, 11.2 die Stirnseite des berührungslosen Sensors 25; der
Sensor 25 spricht an und die Ansteckbewegung des Steckergehäuses 5 mit dem Robotergreifer
3 wird unterbrochen. Ein zweiter Ansteckversuch wird nach einer kurzen Rückwärtsbewegung
des Steckergehäuses 5 eingeleitet, wobei der Robotergreifer 3 mit dem gefassten Steckergehäuse
5 eventuell zusätzliche Relativbewegungen zum leichteren Anstecken ausführen kann.
Misslingt auch diese Manipulation, scheidet der elektrische Leiter 8 aus und ein neuer,
in der Zwischenzeit gefertigter elektrischer Leiter 8 wird abgewartet und angesteuert.
Die Vorspannkraft der Feder 24 ist so gewählt, dass die Feder durch die Reibungskraft
beim Anstecken eines Steckergehäuses 5 an den einwandfreien Kontaktteil 8.1, 8.2 eines
elektrischen Leiters 8 nicht beeinflusst wird und die Arbeitslage der beiden Doppelgreifer
11.1, 11.2 beibehalten bleibt. Nach dem einwandfreien Anstecken schliessen die stationären
Greifer 20 und übernehmen vom Doppelgreifer 11 den elektrischen Leiter 8. Das äussere
und das innere Greiferpaar 11.1, 11.2 des Doppelgreifers 11 öffnen sich und das äussere
Greiferpaar 11.1 verschiebt sich mit Hilfe der pneumatischen Einrichtung 11.3 und
der Gleitführung 11.6 aus der Leiterebene 31, so dass das Ende des elektrischen Leiters
8 nur noch vom stationären Greifer 20 gehalten ist. Während der Doppelgreifer 11 mit
dem zusätzlichen Transfermodul 40 eine Rückwärts-Taktbewegung in die Übergabeposition
30 zur Aufnahme eines neuen elektrischen Leiters 8 von der Kabel-Bearbeitungsstrasse
ausführt, wird das Steckergehäuse 5 auf den Kontaktteil 8.1, 8.2 aufgesteckt und gleichzeitig
mit der beispielsweise pneumatischen Kontrolleinrichtung 21 des stationären Greifers
20 die Aufsteckkraft überwacht. Übersteigt der Aufsteckdruck P1 einen fest eingestellten,
wählbaren Wert, weist das Kontaktteil 8.1, 8.2 des elektrischen Leiters 8 Defekte
auf und der elektrische Leiter 8 wird ausgeschieden (Phase 4). Wird der eingestellte
Wert von P1 nicht erreicht, wird das Steckergehäuse mit Hilfe des Robotergreifers
gänzlich auf das Kontaktteil 8.1, 8.2 des elektrischen Leiters 8 aufgeschoben. Mit
der pneumatischen Kontrolleinrichtung 21 des stationären Greifers 20 wird anschliessend
auch die Abzugkraft überwacht (Phase 5). Erreicht der Abzugdruck P2 einen wählbaren,
fest eingestellten Wert nicht, ist die Halterung der Steckverbindung ungenügend und
der elektrische Leiter 8 wird ausgeschieden, beispielsweise dadurch, dass das Steckergehäuse
vom Kontaktteil 8.1, 8.2 des elektrischen Leiters 8 abgezogen, und der elektrische
Leiter 8 bei geöffnetem stationären Greifer 20 durch die Ausblasvorrichtung 26 aus
dem Arbeitsbereich ausgeblasen wird. Erreicht der Abzugdruck P2 den eingestellten
Wert, öffnet der stationäre Greifer 20 und gibt den elektrischen Leiter 8 frei. Das
Steckergehäuse 5 wird zusammen mit dem elektrischen Leiter 8 vom Robotergreifer 3
in einer zur Aufsteckrichtung entgegengesetzten Richtung vom stationären Greifer weggezogen
und der letzte mit dem Steckergehäuse verbundene elektrische Leiter 8 wird zusammen
mit den eventuell weiteren verbundenen Leitern 8 durch eine entsprechende Abstreifbewegung
des Robotergreifers 3 unter den festen Abstreifer 18 gelegt, damit der nötige Freiraum
zum Aufstecken des Steckergehäuses 5 auf weitere Kontaktteile 8.1, 8.2 elektrischer
Leiter 8 vorhanden ist. Weitere elektrische Leiter 8 werden vom Doppelgreifer 11 des
zusätzlichen Transfermodules 40 taktweise übernommen, den stationären Greifern 20
übergeben und in der gleichen, oben beschriebenen Art mit Steckergehäusen 5 kombiniert,
bis alle gewünschten Aussparungen der Steckergehäuse 5 mit elektrischen Leitern 8
versehen sind und ein fertig bestückter Kabelbaum gebildet ist. Dazu ist es jeweils
zusätzlich nötig, den Robotergreifer 3 des Industrieroboters 1 mit den Steckergehäusen
5 von einer Aussparung eines Steckergehäuses zu einer beliebigen anderen zu verschieben,
wobei die Achse der jeweiligen Aussparung mit der Achse des gefassten Kontaktteiles
8.1, 8.2 des elektrischen Leiters 8 fluchtend übereinstimmt, beziehungsweise mit Hilfe
der einlegbaren Zentriervorrichtung 19 die Form und die Lage des Kontaktteiles 8.1,
8.2 an die Form und die Lage der Aussparung des Steckergehäuses 5 angepasst ist. Beim
Ausscheiden von defekten elektrischen Leitern 8 geht die Bestückung der Steckergehäuse
5 mit dem nächsten elektrischen Leiter 8 und einer nächsten Aussparung des Steckergehäuses
5 weiter, bis alle programmierten Steckvorgänge ausgeführt sind. Jeder nicht einwandfrei
bestückte Kabelbaum bei dem ein oder mehrere elektrische Leiter 8 fehlen, wird am
Ende automatisch separiert und durch manuelle Nachkontrolle und Nachbestückung ergänzt.
[0019] Der zweite Kontaktteil 8.2 des elektrischen Leiters 8 wird normalerweise wie beschrieben
gleichzeitig mit Hilfe eines zweiten Industrieroboters 1 mit einem Steckergehäuse
5 bestückt. Es wäre aber ohne weiteres möglich, allerdings mit Taktzeitverlusten,
mit Hilfe des Doppelgreifers 11 bzw. des Drehmoduls 45 anschliessend an die Bestückung
des ersten Kontaktteiles 8.1 den elektrischen Leiter 8 in einer Zwischenposition zwischen
der Übergabeposition 30 und der Bestückungsposition 32 in einer horizontalen Ebene
um 180° zu drehen, um den zweiten Kontaktteil 8.2 mit Hilfe des gleichen Industrieroboters
1 in der oben beschriebenen Art mit einem Steckergehäuse 5 auszurüsten.
[0020] Es ist ohne weiteres denkbar, die Greifer des äusseren Greiferpaares 11.1 des Doppelgreifers
11 gemäss Fig. 16 mit mehr als einer Aussparung für die Aufnahme eines Kontaktteiles
8.1, 8.2 auszurüsten, um beispielsweise verschiedene Kontaktteile mit entsprechenden
Aussparungen 22, 23 aufzunehmen. Die Greifer können dabei senkrecht zur Achsrichtung
der gefassten elektrischen Leiter 8 in mindestens zwei Stellungen verschoben werden.
1. Einrichtung zum automatischen Montieren von elektrischen Leitern (8) mit Kontaktteilen
(8.1, 8.2) und Steckergehäusen (5), zwischen einer Kabel-Bearbeitungsstrasse mit einem
schrittweise vorwärtsbewegbaren Transfermodul (10) und einem Greifer-System mit mindestens
einem Industrieroboter (1) mit einem allseitig bewegbar angeordneten Robotergreifer
(3), wobei ein zusätzliches drehbares Transfermodul (40) einen die beiden Enden eines
elektrischen Leiters (8) je mit einem äusseren und einem inneren Greiferpaar (11.1,
11.2) fassenden Doppelgreifer (11) aufweist und mindestens eine Zentriervorrichtung
(19) und mindestens ein fester Abstreifer (18) vorhanden sind,
dadurch gekennzeichnet, dass der Doppelgreifer (11) beidseitig eine Ansteck-Prüfeinrichtung
aufweist, und dass je ein stationärer, zwischen den äusseren und den inneren Greiferpaaren
(11.1, 11.2) des Doppelgreifers (11) die Enden des elektrischen Leiters (8) fassender
Greifer (20) angeordnet ist, welcher eine Kontrolleinrichtung (21) zum Prüfen der
Steckverbindung aufweist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die äusseren und die inneren Greiferpaare (11.1, 11.2)
des Doppelgreifers (11) zur Achse des gefassten elektrischen Leiters (8) auf einer
gemeinsamen Führungsschiene (11.5) parallel verschiebbar gelagert sind und je eine,
eine Arbeitsstellung haltende, vorgespannte Feder (24) und je einen beim Verschieben
des äusseren und des inneren Greiferpaares (11.1, 11.2) aus der Arbeitsstellung ansprechenden
Sensor (25) aufweisen.
3. Einrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (25) ein durch Abdecken der Stirnseite mit
einem Blechlappen (11.8) ansprechender, berührungsloser Fühler ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kontrolleinrichtung (21) des stationären Greifers
(20) eine pneumatische Kolben-Zylindereinheit zur Überwachung des Aufsteckdruckes
(P1) und des Abzugdruckes (P2) aufweist.
5. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die äusseren Greiferpaare (11.1) des Doppelgreifers (11)
mehr als eine Aussparung (22, 23) zur Aufnahme eines elektrischen Leiters (8) aufweisen.
6. Einrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen (22, 23) für die Aufnahme verschiedener
Kontaktteile (8.1, 8.2) verschiedene Grössen aufweisen, und dass das äussere Greiferpaar
(11.1) senkrecht zur Achsrichtung des gefassten elektrischen Leiters (8) verschiebbar
gelagert ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass eine beim Ansprechen des Sensors (25) eine Rückwärtsbewegung
und eine erneute Ansteckbewegung des Robotergreifers (3) mit dem Steckergehäuse (5)
mit oder ohne Relativbewegungen einleitende Steuerung vorgesehen ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der stationäre Greifer (20) parallel zur Achse eines
gefassten elektrischen Leiters (8) in einer Gleitschiene (20.1) verschiebbar gelagert
und durch die pneumatische Kontrolleinrichtung (21) in einer Arbeitsposition gehalten
ist.
9. Einrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass an einer Tragkonsole (42) ein eine Verschiebung des stationären
Greifers (20) überwachender berührungsloser Sensor (46) angeordnet ist.
10. Einrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass am stationären Greifer (20) eine defekte elektrische
Leiter (8) ausblasende Ausblasvorrichtung (26) angeordnet ist.
1. Equipment for the automatic assembling of electrical conductors (8) with contact parts
(8.1, 8.2) and plug housings (5), between a cable-processing line with a transfer
module (10), which is movable forward step by step, and a gripper system with at least
one industrial robot (1) with a robot grip (3) arranged to be movable in any direction,
wherein an additional rotatable transfer module (40) comprises a double gripper (11)
holding each of both the ends of an electrical conductor (8) by a respective outer
and inner gripper pair (11.1, 11.2) and at least one centring device (19) and at least
one fixed stripper (18) are present, characterised thereby, that the double gripper
(11) comprises an attachment-testing equipment at both sides and that a respective
stationary gripper (20), which holds the ends of the electrical conductor (8) and
comprises a checking equipment (21) for the testing of the plug connection, is arranged
between the outer and inner gripper pairs (11.1, 11.2) of the double gripper (11).
2. Equipment according to claim 1, characterised thereby, that the outer and inner gripper
pairs (11.1, 11.2) of the double gripper (11) are borne to be displaceable on a common
guide rail (11.5) parallelly to the axis of the held electrical conductor (8) and
each comprise a respective biassed spring (24), which holds an operative setting,
and a respective sensor (25), which responds on the displacement of the outer and
inner gripper pair (11.1, 11.2) out of the operative setting.
3. Equipment according to claim 2, characterised thereby, that the sensor (25) is a contactless
feeler which responds by covering the end face by a sheet metal tongue (11.8).
4. Equipment according to claim 1, characterised thereby, that the checking equipment
(21) of the stationary gripper (20) comprises a pneumatic piston-cylinder unit for
monitoring the attachment pressure (P1) and the withdrawal pressure (P2).
5. Equipment according to claim 1, characterised thereby, that the outer gripper pairs
(11.1) of the double gripper (11) display more than one recess (22, 23) for the reception
of an electrical conductor (8).
6. Equipment according to claim 4, characterised thereby, that the recesses (22, 23)
are of different sizes for the reception of different contact parts (8.1, 8.2) and
that the outer gripper pair (11.1) is borne to be displaceable perpendicularly to
the axial direction of the held electrical conductor (8).
7. Equipment according to claim 2, characterised thereby, that a control is provided,
which initiates a rearward movement on the response on the sensor (25) and a renewed
attaching movement of the robot grip (3) with the plug housing (5) with or without
relative movements.
8. Equipment according to claim 4, characterised thereby, that the stationary gripper
(20) is borne to be displaceable in a slide rail (20.1) parallelly to the axis of
the held electrical conductor (8) and retained in an operative setting by the pneumatic
checking equipment (21).
9. Equipment according to claim 8, characterised thereby, that a contactless sensor (46),
which monitors a displacement of the stationary gripper (20), is arranged at a carrier
bracket (42).
10. Equipment according to claim 4, characterised thereby, that a blowing-out device (26),
which blows out a defective electrical conductor (8), is arranged at the stationary
gripper (20).
1. Dispositif pour le montage automatique de conducteurs électriques (8) pourvus d'éléments
de contact (8.1, 8.2), et d'enveloppes de fiches (5), entre une chaîne de traitement
de câbles pourvue d'un module de transfert (10) apte à avancer pas à pas, et un système
de préhension comportant un robot industriel (1) pourvu d'un organe de préhension
de robot (3) disposé mobile de tous les côtés, étant précisé qu'un module de transfert
tournant supplémentaire (40) comporte un organe de préhension double (11) qui saisit
les deux extrémités d'un conducteur électrique (8) à l'aide de paires d'organes de
préhension extérieures et intérieures (11.1, 11.2), et qu'il est prévu au moins un
dispositif de centrage (19) et au moins un élément de déviation fixe (18), caractérisé
en ce que l'organe de préhension double (11) présente de chaque côté un dispositif
de contrôle d'amorce d'emboîtement, et en ce qu'il est prévu un organe de préhension
stationnaire (20) qui saisit les extrémités du conducteur électrique (8) entre les
paires d'organes de préhension extérieure et intérieure (11.1, 11.2) de l'organe de
préhension double (11), et qui comporte un dispositif de contrôle (21) pour contrôler
la liaison par emboîtement.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les paires d'organes de
préhension extérieures et intérieures (11.1, 11.2) de l'organe de préhension double
(11) sont montées mobiles sur un rail de guidage commun (11.5), parallèlement à l'axe
du conducteur électrique (8) saisi, et comportent chacune un ressort précontraint
(24) maintenant une position de travail, et un détecteur (25) qui réagit lorsque les
paires d'organes de préhension extérieure et intérieure (11.1, 11.2) sortent de la
position de travail.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que le détecteur (25) est un
capteur sans contact qui réagit grâce au recouvrement de son côté frontal par une
languette de tôle (11.8).
4. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de contrôle
(21) de l'organe de préhension stationnaire (20) comporte une unité piston-cylindre
pneumatique destinée à contrôler la pression d'emboîtement (P1) et la pression de
traction (P2).
5. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les paires d'organes de
préhension extérieures (11.1) de l'organe de préhension double (11) comportent plus
d'un creux (22, 23) pour recevoir un conducteur électrique (8).
6. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que les creux (22, 23) prévus
pour recevoir des éléments de contact (8.1, 8.2) différents présentent des tailles
différentes, et en ce que la paire d'organes de préhension extérieure (11.1) est montée
mobile perpendiculairement au sens axial du conducteur électrique (8) saisi.
7. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'il est prévu une commande
qui, lorsque le détecteur (25) réagit, déclenche un mouvement de recul et un nouveau
mouvement d'amorce d'emboîtement de l'organe de préhension de robot (3) avec l'enveloppe
de fiche (5), avec ou sans mouvements relatifs.
8. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'organe de préhension
stationnaire (20) est monté mobile dans une glissière (20.1), parallèlement à l'axe
d'un conducteur électrique (8) saisi, et est maintenu dans une position de travail
par le dispositif de contrôle pneumatique (21).
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'il est prévu, sur une console
de support (42), un détecteur sans contact (46) qui surveille un déplacement de l'organe
de préhension stationnaire (20).
10. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'il est prévu, sur l'organe
de préhension stationnaire (20), un dispositif à soufflante (26) qui évacue les conducteurs
électriques (8) défectueux.