[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Handhaben, insbesondere Fördern einer Vielzahl
von Zuschnitten für die Herstellung von Packungen, insbesondere im Zusammenhang mit
einer Verpackungsmaschine. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens.
[0002] Der Transport des Verpackungsmaterials bereitet bei Verpackungsmaschinen hoher Leistung
ein besonderes Problem. Dies gilt vor allem bei der Verarbeitung von Zuschnitten aus
dünnem Karton, z.B. für die Herstellung von Klappschachteln (Hinge-Lid-Packungen)
für Zigaretten. In der Praxis werden die für diesen Packungstyp besonders gestalteten
Zuschnitte in Stapeln angeliefert und überwiegend von Hand in ein Magazin der Verpackungsmaschine
eingefüllt. Diese Handhabung ist arbeitsaufwendig und wird der Leistungsfähigkeit
moderner Verpackungsmaschinen nicht gerecht.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Maßnahmen für eine störungsfreie Handhabung,
insbesondere den Transport von Zuschnitten im Zusammenhang mit einer Verpackungsmaschine
vorzuschlagen, durch die der Einsatz von Bedienungspersonal auf ein Minimum verringert,
gleichwohl aber die Zuschnitte mit hoher Leistung auch über längere und komplexe Transportwege
gefördert werden können.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Verfahren dadurch gekennzeichnet,
daß eine fortlaufende Materialbahn aus an ihren Rändern miteinander verbundenen Zuschnitten
ziehharmonikaartig (zick-zack-förmig) bis zur Dichtlage der Zuschnitte aneinandergefaltet
und daß der so gebildete Zuschnittstrang über Umlenkungen unterschiedlicher Richtungen
gefördert wird, wobei die Zuschnitte im Bereich der Umlenkung parallel zu ihren Faltkanten
oder quer zu diesen aufgefächert werden.
[0005] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Transport und/oder Speichern von Zuschnitten aus
dünnem Karton, insbesondere für Klappschachteln, geht aus von einer fortlaufenden
Materialbahn aus Zuschnitten, die an ihren Rändern über Materialreste miteinander
verbunden sind. Im Bereich dieser Ränder bzw. Restverbindungen werden die Zuschnitte
zick-zack-förmig gefaltet, so daß die Zuschnitte bei Aufrechterhaltung des Verbunds
innerhalb der Materialbahn dicht aneinanderliegen, unter Bildung eines Zuschnittstrangs.
Dieser wird in Richtung quer zur Ebene der Zuschnitte gefördert und unter Auffächern
der miteinander verbundenen Zuschnitte umgelenkt. Die Umlenkungsmöglichkeit ist von
Bedeutung, da nur auf diese Weise eine den Erfordernissen entsprechende Förderung
möglich ist.
[0006] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird der Zuschnittstrang auch im Bereich von
geradlinigen Förderstrecken (zeitweilig) aufgefächert. Dadurch können Abschnitte unterschiedlicher
Speicherkapazität an Zuschnitten gebildet werden.
[0007] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Handhabung, insbesondere zum Fördern und Speichern
der Zuschnitte, ist dadurch gekennzeichnet, daß der Zuschnittstrang im Bereich von
Umlenkungen wenigstens innenseitig, im Bereich von horizontalen Förderstrecken wenigstens
an der Unterseite und im Bereich von aufrechten Förderstrecken an wenigstens einer
Seite durch angetriebene Förderorgane, insbesondere Förderbänder, abgestützt und angetrieben
ist, wobei die Förderbänder unter Mitnahme des Zuschnittstrangs an den zugekehrten
Kanten der Zuschnitte unter Reib- und/oder Formschluß anliegen.
[0008] Die zick-zack-förmig gefalteten, überwiegend eng aneinanderliegenden Zuschnitte der
Materialbahn werden im überwiegenden Bereich einer Transport- bzw. Speicherstrecke
durch Förderbänder an gegenüberliegenden Seiten erfaßt und transportiert. Die Förderbänder
sind in besonderer Weise ausgebildet, nämlich mit einer elastischen, weichen Auflage,
in die die Kanten (Faltkanten) der Zuschnitte leicht eingedrückt werden unter Verformung
der Auflage. Dadurch sind Relativverschiebungen der Zuschnitte bzw. der Faltkanten
gegenüber den Förderbändern ausgeschlossen.
[0009] Im Bereich von Umlenkstellen der Materialbahn bzw. des Zuschnittstrangs werden die
Zuschnitte strahlenförmig aufgefächert und dadurch umgelenkt, vorzugsweise in einem
Winkel von 90°. Die quer zur Förderrichtung sich erstreckenden freien Kanten der Zuschnitte
werden im Bereich der Umlenkung durch eine Außenführung abgestützt und auf (regelmäßigen)
Abstand voneinander gehalten. Die Abstützung ist erfindungsgemäß ein entsprechend
umgelenktes Umlenk-Förderband. Innenseitig ist im Bereich der Umlenkung ebenfalls
eine Abstützung zur Sicherung der Formation des Zuschnittstrangs vorgesehen, und zwar
je nach Art der Umlenkung eine Umlenkwalze für das innenseitige Förderband oder eine
besondere Formwalze.
[0010] Der erfindungsgemäße Transport von Zuschnitten ermöglicht in optimaler Weise die
Bildung von Zuschnitt-Speichern. Eine längere Förderstrecke mit in Dichtlage nebeneinander
angeordneten Zuschnitten ergibt eine hohe Speicherkapazität. Beim Abbau des Speichers
werden die Zuschnitte (zeitweilig) in einen größeren Abstand voneinander gebracht.
[0011] Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung eines Speichers, bei dem die Speicherstrecke
in bezug auf die wirksame Länge veränderlich ist. Hierzu sind Förderbänder zum Transport
der Zuschnitte verstellbar angeordnet, derart, daß die wirksame Förderstrecke derselben,
nämlich die Länge eines Fördertrums, veränderbar ist.
[0012] Schließlich befaßt sich die Erfindung mit der Einführung der Zuschnitte bzw. der
Materialbahn in die Zick-Zack-Lage der Zuschnitte. Hierfür ist erfindungsgemäß ein
Knickorgan vorgesehen, welches aufgrund hin- und hergehender Bewegung das Einfalten
der in gestreckter Position zugeführten Materialbahn bewirkt. Diese läuft in ein sich
trichterförmig erweiterndes Aufnahmestück ein, welches seitlich durch divergierende
Förderbänder begrenzt ist. Im Anschluß an das Aufnahmestück beginnt die Förderstrecke
für die gefaltete Materialbahn.
[0013] Weitere Merkmale der Erfindung betreffen die Ausbildung der Organe zum Fördern, Umlenken
und sonstigen Handhaben des Zuschnittstrangs, auf Einrichtungen für die Bildung und
den Abbau von Speicherabschnitten sowie auf die Bildung einer zick-zack-förmig gefalteten
Materialbahn aus einer Strecklage derselben. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden
nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- den beispielhaften Verlauf eines Zuschnittstrangs mit mehreren Ablenkungen in perspektivischer
Darstellung,
- Fig. 2
- einen Abschnitt einer Vorrichtung zum Fördern und Umlenken des Zuschnittstrangs aus
zick-zack-förmig gefalteter Materialbahn in Seitenansicht,
- Fig. 3
- eine Darstellung entsprechend Fig. 2 bei einer Umlenkung in anderer Richtung,
- Fig. 4
- einen Förderabschnitt der Vorrichtung mit variablen Zuschnitt-Speicher in Seitenansicht,
- Fig. 5
- einen Ausschitt V in Fig. 2 bei stark vergrößertem Maßstab,
- Fig. 6
- einen Vertikalschnitt durch einen Förderbereich für die Zuschnitte gemäß Schnittebene
VI - VI in Fig. 2,
- Fig. 7
- einen entsprechenden Vertikalschnitt in der Ebene VII - VII der Fig. 3,
- Fig. 8
- einen Querschnitt VIII - VIII in Fig. 4,
- Fig. 9
- einen Querschnitt IX - IX in Fig. 4,
- Fig. 10
- einen Querschnitt X - X in Fig. 4,
- Fig. 11
- eine Einzelheit der Vorrichtung im Bereich der Aufnahme einer Materialbahn und der
Bildung einer zick-zack-förmigen Formation in Seitenansicht,
- Fig. 12
- einen Vertikalschnitt zu der Einzelheit gem. Fig. 11 in der Schnittebene XII - XII.
[0014] Die in den Zeichnungen in Einzelheiten dargestellte Einrichtung zum Handhaben, insbesondere
Fördern von Zuschnitten 20 kann mit einer Verpackungsmaschine (nicht gezeigt) im Zusammenhang
stehen, aber auch mit einer Station zur Be- und Entladung von Behältern, Paletten
etc. zum weitläufigen Transport von Verpackungsmaterial. Die Zuschnitte 20 sind bei
dem vorliegenden Ausführungsbeispiel besonders gestaltet. Es handelt sich dabei um
Zuschnitte 20 für die Herstellung von Klappschachteln, insbesondere zur Aufnahme von
Zigaretten. Die hierfür verwendeten Zuschnitte 20 haben einen besonderen, charakteristischen
Aufbau, wie beispielsweise in DE-A 37 16 897 dargestellt und beschrieben. Die Zuschnitte
sind im Bereich von Längskanten 21, 22 miteinander verbunden unter Bildung einer fortlaufenden
Materialbahn 23.
[0015] Für den Transport, die Speicherung etc. der Zuschnitte 20 bleibt der Zusammenhang
innerhalb der Materialbahn 23 erhalten. Im Bereich der Längskanten 21, 22 ist die
Materialbahn 23 zick-zack-förmig gefaltet (z.B. Fig. 4, mittlerer Bereich). Die so
gefaltete Materialbahn 23 bildet einen fortlaufenden Zuschnittstrang 24 aus gefächerten
oder bis zur Dichtlage nebeneinander angeordneten Zuschnitten 20. Der Zuschnittstrang
24 ist, wie insbesondere aus Fig. 1 ersichtlich, in alle Richtungen umlenkbar, wobei
die rechteckigen, länglichen Zuschnitte 20 jeweils in Querrichtung (Fig. 2) oder in
Längsrichtung (Fig. 3) zur Umlenkung des Zuschnittstrangs 24 aufgefächert werden.
[0016] Die hier gezeigten Zuschnitte 20 haben den für Klappschachteln typischen Aufbau.
Im Bereich von Querkanten 25, 26 sind die Zuschnitte 20 besonders gestaltet. Die Querkante
25 begrenzt einen sich im mittleren Bereich des Zuschnitts 20 erstreckenden Deckelinnenlappen
27, der bei der fertigen Klappschachtel an der Innenseite einer Deckelvorderwand 28
anliegt. Der Deckelinnenlappen 27 bildet einen seitlich vorstehenden Vorsprung der
Materialbahn 23.
[0017] Auf der gegenüberliegenden Seite ist die Querkante 26 im Bereich einer Vorderwand
29 des Zuschnitts 20 parallel zur Längsachse der Materialbahn 23 gerichtet. An den
Seiten schließen schräggerichtete Schenkel 30 im Bereich von Seitenlappen 31, 32 des
Zuschnitts an.
[0018] Die Zuschnitte 20 sind in der in DE-A 37 16 897 beschriebenen Weise lediglich in
einem Teilbereich der Längskanten 21, 22 über Materialstege 33 miteinander verbunden.
Diese erstrecken sich im Bereich von inneren Seitenlappen 34, 35 sowie im Bereich
von hierzu benachbarten inneren Deckelseitenlappen 36, 37. Im Bereich der Materialstege
33 wird die Materialbahn 23 bei der zick-zack-förmigen Formation umgeknickt unter
Bildung einer Faltkante 38.
[0019] Die Zuschnitte 20 liegen innerhalb des Zuschnittstrangs 24 überwiegend in Dichtlage
zueinander. Zur Stabilisierung der Zuschnitt-Formation und zum vorzugsweise kontinuierlichen
Transport des Zuschnittstrangs 24 ist dieser im Bereich der Faltkanten 38, also an
den Längskanten 21, 22, an einem Endlosförderer abgestützt. Dieser besteht hier aus
Förderbändern 39, 40 und 41. Diese sind in besonderer Weise ausgebildet, nämlich mit
einem Gurt 42, der aus einem zugfesten Trägerband 43 und einer elastischen, weichen
Auflage 44 besteht. Letztere ist den Zuschnitten 20 bzw. den Faltkanten 38 zugekehrt.
Diese dringen geringfügig unter entsprechender Verformung in die elastische Auflage
44 ein. Dadurch sind die Zuschnitte 20 gegen Relativverschiebung gesichert. Der Zuschnittstrang
24 wird rutschfrei durch die Förderbänder 39, 40 und 41 mitgenommen. Die jeweilige
Formation der Zuschnitte 20 innerhalb des Zuschnittstrangs 24 ist fixiert.
[0020] Der Zuschnittstrang 24 wird zweckmäßigerweise über die volle Länge ununterbrochen
durch Förderbänder 39, 40 und 41 oder andere Führungs- und Förderorgane an zwei einander
gegenüberliegenden Seiten abgestützt. Im Bereich eine geradlinigen Förderstrecke für
den Zuschnittstrang 24 wird dieser an den sich zu beiden Seiten erstreckenden Faltkanten
38 - korrespondierend mit den Längskanten 21, 22 - jeweils durch den fördernden Gurt
42 eines Förderbandes 39, 40 und 41 erfaßt. Die Förderbänder verlaufen zweckmäßigerweise
im mittleren Bereich des Zuschnittstrangs 24 bzw. der Zuschnitte 20 (z.B. Fig. 6).
Die Förderbänder 39, 40 und 41 haben eine geringere Breite als die des Zuschnittstrangs
24. Es können dadurch Förderbänder versetzt zur Mittelebene des Zuschnittstrangs 24
angeordnet sein. Dadurch ist es moglich, die Förderbänder 39, 40 und 41 als Bandabschnitte
auszubilden, wobei aufeinanderfolgende Bandabschnitte im Umlenkbereich gleichachsig
gelagert sein können. Jeweils einer der im Bereich des Zuschnittstrangs 24 einander
gegenüberliegenden Förderbänder 39, 40 bzw. 40, 41 ist angetrieben.
[0021] Wie insbesondere aus Fig. 6 ersichtlich, liegen die Gurte 42 der Förderbänder 39
und 40 im Bereich der inneren Seitenlappen 34, 35 an den Zuschnitten 20 an. Die Förderbänder
39, 40 sind am Beginn einer geradlinigen Förderstrecke umgelenkt, und zwar über eine
äußere Umlenkrolle 45 für das obere Förderband 39 und über eine innenseitige bzw.
untere Umlenkrolle 46. Das untere Förderband 40 ist bei dieser Ausführung angetrieben,
während das obere, gegenüberliegende Förderband 39 ohne eigenen Antrieb frei mitläuft.
Zu diesem Zweck ist die Umlenkrolle 45 drehbar gelagert, und zwar auf einer Antriebswelle
47 für Umlenkrollen 48, 49 eines anschließenden Abschnitts von Förderbändern.
[0022] Von besonderer Bedeutung ist die Gestaltung von Förder- und Stützorganen im Bereich
der Umlenkung der Materialbahn 23. Die Umlenkung kann alternativ über die kurze Abmessung
(Breite) der Zuschnitte 20 erfolgen (Ausführungsbeispiel der Fig. 2) oder über die
Längsabmessung (Fig. 3). Im Bereich der Umlenkung werden die Zuschnitte 20 aufgefächert.
Bei der Umlenkung über die kürzere Abmessung sind die Faltkanten 38 an der radial
innenliegenden Seite mit einem kürzeren Abstand und an der radial außenliegenden Seite
mit einem entsprechend der größeren Bogenlänge mit einem größeren Abstand voneinander
angeordnet.
[0023] Um die zuletzt genannte Umlenkung zu bewerkstelligen, ist das innenseitig verlaufende
Förderband 40 über die Umlenkstelle hinweggeführt, wobei der fördernde, am Zuschnittstrang
24 anliegende Gurt 42 über die Umlenkrolle 46 hinwegführt aus einer horizontalen Förderrichtung
in eine vertikale Förderrichtung. Der rücklaufende Gurt des Förderbandes 40 wird über
eine versetzt und parallel zur Umlenkrolle 46 angeordnete entsprechende Umlenkrolle
51 geleitet.
[0024] Im äußeren Bereich endet das horizontale Förderband 39 vor der Umlenkung. Im vertikalen
Förderbereich schließt das Förderband 41 an den Umlenkbereich an.
[0025] Zur Führung des auf der Außenseite stark gefächerten Zuschnittstrangs 24 im Bereich
der Umlenkung ist hier ein besonderes Umlenkband 52 vorgesehen. Dieses angetriebene
Förderorgan ist in gleicher Weise ausgebildet wie die Förderbänder 39, 40 und 41.
Wie aus Fig. 6 ersichtlich handelt es sich um zwei Umlenkbänder 52, die zu beiden
Seiten der Förderbänder 39 und 41 laufen. Der Antrieb erfolgt im Bereich des Übergangs
zum horizontalen Förderabschnitt (Förderband 39). Die beiden Umlenkrollen 49, 50 sind
auf einer drehbar angetriebenen Welle gelagert. Die Umlenkung an der gegenüberliegenden
Seite erfolgt in analoger Weise über (leerlaufende) Umlenkrollen 53.
[0026] Die Umlenkbänder 52 sind so ausgebildet bzw. bemessen, daß der fördernde Gurt 42
der bogenförmigen Kontur des Zuschnittstrangs 24 im Bereich der Umlenkung folgt. Durch
die geschilderte Ausbildung des Gurts 42 wird die regelmäßige Fächerformation der
Zuschnitte 20 innerhalb des Zuschnittstrangs 24 auch hier fixiert. Die Fächerbildung
entsteht automatisch beim Übergang der Materialbahn 23 in den Bogen. Zu diesem Zweck
ist das Umlenkband 52 bzw. dessen fördernder Gurt mit einer größeren Geschwindigkeit
angetrieben als diejenige der Förderbänder 39, 40 und 41.
[0027] Die in Fig. 3 gezeigte Umlenkung über die längere Abmessung der Zuschnitte 20 ist
in ähnlicher Weise aufgebaut. Allerdings enden horizontal bzw. vertikal fördernde
Förderbänder für den Zuschnittstrang 24 am Beginn bzw. am Ende des Umlenkbereichs.
Innerhalb desselben werden die Zuschnitte 20 durch einen außen anliegenden Umlenkförderer
54 transportiert. Dieser ist angetrieben, und zwar im vorliegenden Falle über eine
dem horizontalen Förderbereich zugekehrte Umlenkrolle 55. Diese sitzt auf einer angetriebenen
Welle 56. Eine gegenüberliegende, dem vertikalen Förderbereich zugekehrte Umlenkrolle
57 läuft ohne Antrieb leer. Der Umlenkförderer 54 bzw. dessen fördernder Gurt 42 liegt
bogenförmig an den außenliegenden Kanten des Zuschnittstrangs 24 an, nämlich an den
Querkanten 25, die zugleich die freien Randkanten des Deckelinnenlappens 27 sind.
Der Umlenkförderer 54 hat hier die Breite des Deckelinnenlappens 27.
[0028] Ein äußerer, rücklaufender Trum des Umlenkförderers 54 wird über Stützrollen 58 geführt.
[0029] Die Antriebsgeschwindigkeit des Umlenkförderers 54 ist aufgrund der größeren Bogenlänge
größer als die Geschwindigkeit des Umlenkbandes 52 bei der Umlenkung gem. Fig. 2.
[0030] Innenseitig ist der Zuschnittstrang 24 bei der Umlenkung gemäß Fig. 3 nur geringfügig
gefächert. Zur Stützung und Umlenkung des Zuschnittstrangs 24 ist hier lediglich eine
freidrehbar gelagerte, also leerlaufende Formrolle 59. Diese ist drehbar auf einem
Tragbolzen 60 gelagert. Die Kontur der Formrolle 59 entspricht der Kontur der Querkante
26 mit den abgewinkelten Schenkeln 30. Die Zuschnitte 20 sind demnach formschlüssig
auf der Formrolle 59 abgestützt.
[0031] In den an die Umlenkstelle gem. Fig. 3 anschließenden horizontalen und vertikalen
Förderbereichen sind Förderorgane für den Zuschnittstrang 24 im Bereich der Längskanten
21, 22 angeordnet. Der vertikale Förderstrick ist hier ein breiteres Förderband 61
zugeordnet. Die horizontale Förderstrecke weist zwei in geringem Abstand voneinander
angeordnete Förderbänder 62, 63 zu beiden Seiten des Zuschnittstrangs 24 auf. Diese
sind über gesonderte, auf derselben Achse gelagerte Umlenkrollen 64, 65 geführt. Das
einzelne Förderband 61 läuft über eine Umlenkrolle 66.
[0032] Der Zuschnittstrang 24 wird im Bereich der freien, nicht miteinander verbundenen
Querkanten 25, 26 durch Leitorgane geführt und geschützt. Im Bereich der Querkante
25, also des Deckelinnenlappens 27, ist ein Führungssteg 67 mit geringem Abstand von
dem Zuschnittstrang 24 angeordnet. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich
eine Wange 68 eines Maschinengestells. Diese bildet eine vorstehende Führungsrippe
69 im Bereich der durch die Querkante 26 gebildete Vertiefung. Die vorstehenden spitzwinkligen
Ecken aufgrund der Schenkel 30 liegen hier in einem geschützten Bereich aufgrund von
Vertiefungen in der Wange 68 zu beiden Seiten der Führungsrippe 69.
[0033] Im Bereich besonderer Förderstrecken können zusätzliche Führungsorgane für den Zuschnittstrang
24 angeordnet sein, wie Fig. 9 und 10 beispielhaft zeigen. Im Bereich von an die Querkanten
25 angrenzenden Abschnitten der Längskanten 21 und 22 sind Leitschienen 70 zu beiden
Seiten des Zuschnittstrangs 24 angeordnet und über einen Tragbügel 71 mit den Führungsstegen
67 verbunden.
[0034] Auch der gegenüberliegende Bereich des Zuschnittstrangs 24 weist entsprechende Leitorgane
auf, nämlich Leitstege 72 im Bereich der Längskanten 21, 22. Die Leitstege 72 sind
mit der Wange 68 verbunden.
[0035] Die Wange 68 als Teil eines im übrigen nicht gezeigten Maschinengestells ist Tragorgan
für die Umlenkrollen der Förderbänder wie auch der Führungsstege 67. Zur Aufnahme
der (frei drehbaren) Umlenkrollen für die Förderbänder sind an der Wange 68 frei abstehende
Tragbolzen 73 angeordnet. Die Führungsstege 67 sind über Tragbügel 74 mit der Wange
68 verbunden. Die Tragbolzen 73 können, soweit erforderlich, an abgewinkelten Tragarmen
75 angebracht sein, die ihrerseits mit der Wange 68 verbunden sind.
[0036] Die Gestaltung des Zuschnittstrangs 24 ermöglicht die Bildung von Zuschnittspeichern
bzw. Speicherstrecken. Diese werden im Bereich von horizontalen oder vertikalen Förderstrecken
gebildet. Fig. 4 zeigt eine Speicherstrecke 76 innerhalb eines horizontalen Förderstrangs.
Das Konzept einer solchen Speicherstrecke besteht darin, die Dichtlage der Zuschnitte
20 innerhalb des Zuschnittstrangs 24 (zeitweilig) aufzufächern, nämlich beim Abbau
der Speicherstrecke. Während der normalen Transportphase werden die Zuschnitte 20
auch im Bereich der Speicherstrecke 76 in Dichtlage gefördert. Bei zeitweilig unterbrochener
oder vermindeter Zufuhr des Zuschnittstrangs 24 wird die Speicherstrecke 76 abgebaut,
indem die Zuschnitte in die aufgefächerte Position gebracht werden (Fig. 4). Dadurch
ist die Abförderung von Zuschnitten 20 in Dichtlage an der Austrittsseite der Speicherstrecke
76 (in Fig. 4 rechts) möglich, auch wenn eintrittsseitig keine Zuschnitte 20 zugeführt
werden. Eine solche Unterbrechung der Zuschnittzufuhr ist beispielsweise bei einem
Wechsel von Paletten oder anderen Transportorganen gegeben, wenn die Zuschnitte 20
bzw. die Materialbahn 23 stapelweise oder als Bobine zur Verfügung gestellt wird.
[0037] Der Speicherstrecke 76 sind zwei voneinander unabhängig arbeitende und ausgebildete
Förderbänder 77 und 78 zugeordnet. Durch das in der bereits beschriebenen Weise ausgebildete
Förderband 77 wird der Zuschnittstrang 24 in den Bereich der an das Förderband 77
anschließenden Speicherstrecke 76 eingefördert. Zum Förderband 78, welches den Zuschnittstrang
24 aus der Speicherstrecke 76 abfördert, besteht ein größerer Abstand, entsprechend
der Länge der Speicherstrecke 76.
[0038] Das Förderband 78 wird an dem der Speicherstrecke 76 zugekehrten Ende über größer
dimensionierte Umlenkrollen 79 geführt. Die beiden Umlenkrollen 79 der einander oberhalb
und unterhalb des Zuschnittstrangs 24 gegenüberliegenden Förderbänder 78 sind in der
Förderebene des Zuschnittstrangs 24 hin- und herbewegbar, bei dem in Fig. 4 gezeigten
Ausführungsbeispiel aus der in ausgezogenen Linien (rechts) gezeigten Stellung in
die strichpunktiert gezeichnete Position. Die in ausgezogenen Linien gezeigte Stellung
entspricht dem Abbau der Speicherstrecke 76. Der Speicher ist durch Auffächern der
Zuschnitte 20 innerhalb der Speicherstrecke 76 abgebaut. Durch Zufuhr von Material
(Zuschnittstrang 24) durch das Förderband 77 muß jetzt der Speicher wieder aufgebaut
werden, bis im Bereich der Speicherstrecke 76 die Zuschnitte in Dichtlage orientiert
sind. Während dieser Auffüllung der Speicherstrecke 76 kehrt das Förderband 78 durch
Verschieben der Umlenkrolle 79 in die strichpunktierte Stellung zurück. Diese entspricht
der Normalstellung.
[0039] Zur Durchführung dieser Bewegungen des Förderbands 78 zum Abbau und Wiederauffüllen
des Speichers sind die Umlenkrollen 79 an einem gemeinsamen Schlitten 80 gelagert.
Dieser ist im Querschnitt U-förmig ausgebildet (Fig. 10) und mit einer (aufrechten)
Tragwandung 81 auf parallelen Gleitstangen 82 verschiebbar. Der Schlitten 80 wandert
mit den Umlenkrollen 79 in die beschriebenen Positionen.
[0040] Zum Ausgleich der Längenunterschiede der Förderbänder 78 bilden diese im Bereich
des Schlittens 80 eine Bandschleife 83. Zu diesem Zweck wird jedes Förderband 78 um
eine erste Schleifenrolle 84 am Schlitten 80 und eine zweite, feststehende Schleifenrolle
85 am Maschinengestell bzw. an der Wange 68 geführt. Der Abstand zwischen den beiden
Schleifenrollen 84, 85 wird bei der Verschiebung der Umlenkrollen 79 in die Normalstellung
kleiner, entsprechend dem Abbau der Bahnschleife 83.
[0041] Der Zuschnittstrang 24 wird im Bereich der Speicherstrecke 76, also in einem Bereich
ohne Förderbänder, durch andere Stützorgane in der jeweiligen, sich hinsichtlich der
Zick-Zack-Position der Zuschnitte 20 ändernde Formation stabilisiert. Bei dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel sind oberhalb und unterhalb des Zuschnittstrangs 24 je zwei elastisch
dehnbare Stützgurte 86, 87 angeordnet. Diese sind hier als Rundprofile ausgebildet.
Die Stützgurte 86, 87 liegen mit Abstand voneinander an den Längskanten 21, 22 der
Zuschnitte 20 an.
[0042] Die Stützgurte 86, 87 sind an der Eintrittsseite der Speicherstrecke 76 fest verankert,
im vorliegenden Falle mit Befestigungsbolzen 88 an der Wange 68. Die Stützgurte 86,
87 laufen über passend ausgebildete Profilrollen 89, 90. Diese sind hier gleichachsig
gelagert mit Umlenkrollen 91 für die Förderbänder 77. Die Profilrollen 89, 90 sind
freidrehbar auf einem Tragbolzen 73 der Umlenkrolle 91 gelagert.
[0043] Das gegenüberliegende Ende der Stützgurte 86, 87 ist mit dem Schlitten 80 verbunden,
und zwar ebenfalls über einen Befestigungsbolzen 92. Die Befestigung erfolgt hier
in der Achse der Umlenkrolle 79. Die Stützgurte 86, 87 werden aus der Stützebene über
profilierte Leitstücke 93 des Schlittens 80 zum Befestigungsbolzen 92 geführt.
[0044] Die Stützgurte 86, 87 werden beim Abbau der Speicherstrecke 76 entsprechend der Verschiebung
des Förderbands 78 gedehnt bis zur Maximaldehnung gemäß Position in Fig. 4, ausgezogene
Linien. Dadurch wird eine Relativbewegung der Zuschnitte 20 innerhalb der Speicherstrecke
76 gegenüber den Stützorganen, nämlich den Stützgurten 86, 87 vermieden. Die "Dehnung",
nämlich Spreizung des Zuschnittstrangs 24 erfolgt in demselben Maß wie die Dehnung
der Stützgurte 86, 87, so daß eine reibungsfreie Führung der zick-zack-förmig gefalteten
Zuschnitte 20 in die aufgefächerte Position und zurück in die Dichtlage gegeben ist.
[0045] Während des Speicherabbaus steht das Förderband 77 still oder läuft mit einer verminderten
Fördergeschwindigkeit.
[0046] Ein anderes Tehma ist beispielshaft in Fig. 11 und 12 angesprochen. Es geht um die
Bildung des Zuschnittstrangs 24 durch zick-zack-förmiges Falten der Materialbahn 23.
Diese kann auf verschiedene Weise zur Verfügung gestellt werden, nämlich als gewickelte
Bobine oder - wie in Fig. 11 und 12 gezeigt - in gefalteten Stapeln 94 auf einer Palette
95 oder dergleichen. Die Materialbahn 23 wird von den Stapeln 24 nacheinander abgezogen,
und zwar durch ein Paar von Zugwalzen 96. Die Materialbahn 23 gelangt dadurch zeitweilig
in Strecklage. Es folgt ein Faltorgan 97, welches die Zick-Zack-Faltung (wieder) herstellt
und so den Zuschnittstrang 24 bildet, der zwischen zwei (aufrechten) Förderbändern
40, 41 abtransportiert wird.
[0047] Das Faltorgan 97 besteht hier aus zwei in geringem Abstand voneinander angeordneten
Faltrollen 98, 99, zwischen denen die Materialbahn 23 hindurchläuft. Die Faltrollen
98, 99 sind mit einem Führungsstück 100 verbunden, welches in einer Profilschiene
101 hin- und herbewegt wird, quer zur Ebene der Materialbahn 23. Die Materialbahn
23 läuft zwischen den Faltrollen 98, 99 hindurch. Eine seitwärts Bewegung erfolgt
während einer Phase, in der eine Knickstelle zwischen benachbarten Zuschnitten 20
sich im Bereich der Faltrollen 98, 99 befindet. Durch die Seitwärtsbewegung erfolgt
die Faltung der Materialbahn 23.
[0048] Diese läuft sodann vorgefaltet in ein in Förderrichtung divergierendes Mundstück
102 ein. Dieses besteht aus an jeder Seite angeordneten, angetriebenen Mundstückbändern
103, 104. Mit zunehmender Verbreiterung eines Förderraums zwischen den Mundstückbändern
103, 104 wird die Zick-Zack-Faltung aufgebaut und die Zuschnitte 20 in zunehmend kleinerem
Abstand zueinander bewegt, bis sie schließlich im Bereich der Förderbänder 40, 41
in Dichtlage angeordnet sind.
1. Verfahren zum Handhaben, insbesondere Fördern einer Vielzahl von Zuschnitten für die
Herstellung von Packungen, vorzugsweise im Zusammenhang mit einer Verpackungsmaschine,
dadurch gekennzeichnet, daß eine fortlaufende Materialbahn aus an ihren Rändern (Längskanten 21, 22) miteinander
verbundenen Zuschnitten (20) ziehharmonikaartig (zick-zack-förmig) bis zur Dichtlage
der Zuschnitte aneinander gefaltet und daß der so gebildete Zuschittstrang (24) unter
Umlenkung in unterschiedlicher Richtung gefördert wird, wobei die Zuschnitte (20)
im Bereich der Umlenkung parallel zu ihren Faltkanten (Längskanten 21, 22) oder quer
zu diesen aufgefächert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Materialbahn aus Zuschnitten
(20) aus (dünnem) Karton besteht, die an ihren Rändern über Restverbindungen, die
durch kürzere und längere Stanzschnitte gebildet sind, miteinander verbunden sind,
wobei die Materialbahn im Bereich der Restverbindungen zwischen benachbarten Zuschnitten
(20) zick-zack-förmig gefaltet ist, wobei ein (kontinuierlicher) Förderantrieb auf
den Zuschnittstrang (24) ausgeübt wird, insbesondere auf durch die Zick-Zack-Faltung
gebildete außenliegende Kanten (Längskanten 21, 22 und/oder Querkanten 25, 26) desselben.
3. Vorrichtung zur Handhabung, insbesondere Förderung und Speicherung, von Zuschnitten,
die an ihren Rändern zu einer fortlaufenden Materialbahn miteinander verbunden und
zick-zack-förmig bis zur Dichtlage aneinander gefaltet sind, unter Bildung eines Zuschnittstranges,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zuschnittstrang (24) im Bereich von Umlenkungen wenigstens
innenseitig, im Bereich von horizontalen Förderstrecken wenigstens an der Unterseite
und im Bereich von aufrechten Förderstrecken an wenigstens einer Seite durch angetriebene
Förderorgane, insbesondere Förderbänder (39, 40 und 41), abgestützt und angetrieben
ist, wobei die Förderbänder unter Mitnahme des Zuschnittstrangs (24) an den zugekehrten
Kanten (Längskanten 21, 22 und/oder Querkanten 25, 26) unter Reib- und/oder Formschluß
anliegen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zuschnittstrang (24)
an wenigstens zwei einander gegenüberliegenden Seiten durchgängig durch mitlaufende
Förderorgane, insbesondere Förderbänder (39, 40 und 41) geführt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderbänder (39, 40
und 41) in mehrere, unmittelbar aneinander anschließende Bandabschnitte unterteilt
sind, wobei Umlenkrollen (49, 50, 51..) für aneinander anschließende Förderbänder
auf derselben Achse angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Umlenkung
des Zuschnittstrangs (24) unter Auffächern der miteinander verbundenen Zuschnitte
(20) im Bereich der radial außenliegenden Seite des Zuschnittstrangs (24) jeweils
ein Umlenkband (52) bzw. Umlenkförderer (54) angeordnet ist, dessen fördernder Trum
bzw. Gurt (42) bogenförmig an radial außenliegenden Kanten (Längskanten 21 , 22 oder
Querkanten 25, 26) unter kreisbogenförmigem Verlauf anliegt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Umlenkung der Materialbahn
(23) über die (kurzen) Querkanten (25, 26) die Zuschnitte (20) innenseitig auf einer
Formrolle (59) abgestützt sind, deren Profil der Kontur der Querkante (25, 26) entspricht,
insbesondere trapezförmig ausgebildet ist zur Abstützung der entsprechend ausgebildeten
Querkante (26) eines Zuschnitts (20) für die Herstellung von Hinge-Lid-Packungen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderbänder (39,
40, 41..) und/oder die Umlenkbänder (52) bzw. Umlenkförderer (54) auf der den Zuschnitten
(20) zugekehrten Seite mit einer elastischen Auflage (44) versehen sind zum form-
bzw. kraftschlüssigen Eindrücken von Kanten der Zuschnitte (20) aus (dünnem) Karton
während des Transports.
9. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Zuschnittstrang (24)
an den freien, nicht durch Förderbänder (39, 40, 41..) erfaßten Seiten durch ortsfeste
Führungsstege (67) oder Führungsrippen (69) geführt und gegen Beschädigung gesichert
ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Förderorgane (Förderbänder
39, 40, 41..) für den Zuschnittstrang (24) und Führungsorgane (Führungssteg 67, Führungsrippe
69, Leitschnienen 70...) an einem einseitig angeordneten Tragorgan, insbesondere an
einer Wange (68) als Teil eines Maschinengestells angeordnet sind, wobei Umlenkrollen
(45, 46..) für Förderbänder (39, 40, 41..) auf einseitig auskragenden Tragbolzen (60)
und Führungsorgane (Führungssteg 67 etc.) an einseitig abstehenden Tragbügeln (71)
angebracht sind.
11. Vorrichtung, insbesondere nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Speicherstrecke
(67) mit einem Zuschnittstrang (24) veränderlicher Dichte der Zuschnitte (20) im Bereich
einer geradlinigen, insbesondere horizontalen Förderstrecke gebildet ist, wobei beim
Abbau der Speicherstrecke (76) die Zuschnitte (20) auf zunehmend größerem Abstand
voneinander auffächerbar sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherstrecke (76)
zwischen zwei mit Abstand voneinander endenden bzw. umgelenkten Förderbändern (77,
78) gebildet ist, wobei das in Förderrichtung des Zuschnittstrangs (24) vorn liegende,
abfördernde Förderband (78) in Förderrichtung bewegbar ist zur Fortsetzung des Transports
des Zuschnittstrangs (24) bei unterbrochener bzw. reduzierter Zufuhr des Zuschnittstrangs
(24) durch das rückwärtige, zufördernde Förderband (77).
13. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das verstellbare Förderband
(78) über eine Umlenkrolle (79) geführt ist, die in Förderrichtung des Zuschnittstrangs
(24) hin- und herbewegbar ist, zum Auf- oder Abbau der Speicherstrecke (76) unter
Vergrößern oder Verkleinern einer durch das Förderband (78) gebildeten Bandschleife
(83).
14. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Zuschnittstrang (24)
im Bereich der Speicherstrecke (76) durch elastisch dehnbare, an den Kanten des Zuschnittstrangs
(24) anliegende Führungsorgane abgestützt ist, insbesondere durch Stützgurte (86,
87) aus elastischem Werkstoff, die den Längenveränderungen der Speicherstrecke (76)
beim Abbau und Aufbau derselben durch Dehnung folgen, derart, daß die Relativstellung
zwischen den von den Stützgurten (86, 87) erfaßten Kanten der Zuschnitte (20) unverändert
bleibt.
15. Vorrichtung, insbesondere nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zuschnittstrang
(24) aus einer gestreckten Materialbahn (23) durch Querbewegung eines auf die Materialbahn
(23) einwirkenden Faltorgans (97) gebildet ist, welches im Bereich der zu bildenden
Faltkanten (38) (Längskanten 21, 22) eine quergerichtete Faltkraft in der einen und
anderen Richtung ausübt, wobei das Faltorgan (97) vorzugsweise aus zwei im geringen
Abstand voneinander angeordneten Faltrollen (98, 99) besteht, zwischen denen die Materialbahn
(23) hindurchläuft und die quer zu dieser hin- und herbewegbar sind, insbesondere
mit einem Führungsstück (100) in einer Profilschiene (101).
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß an das Faltorgan (97) ein
Mundstück (102) anschließt, welches aus divergierenden Mundstückbändern (103, 104)
besteht und in eine durch Förderbänder (40, 41) gebildete Förderstrecke für den Zuschnittstrang
(24) übergeht.