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EP 0 441 138 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.06.1994 Patentblatt 1994/22 |
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Anmeldetag: 17.01.1991 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: A44C 11/00 |
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Kettenförmiges Schmuckelement
Ornamental chain
Chaîne ornementale
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI NL SE |
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Priorität: |
08.02.1990 DE 4003790
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.08.1991 Patentblatt 1991/33 |
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Patentinhaber: Bunz, Georg |
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D-75335 Dobel (DE) |
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Erfinder: |
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- Bunz, Georg
W-7544 Dobel (DE)
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Vertreter: Frank, Gerhard, Dipl.-Phys. et al |
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Patentanwälte
Mayer, Frank, Reinhardt,
Schwarzwaldstrasse 1A 75173 Pforzheim 75173 Pforzheim (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-88/04146 DE-U- 8 604 726 FR-A- 2 505 629 GB-A- 2 161 695
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DE-A- 2 112 332 FR-A- 2 053 673 GB-A- 2 099 285
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein kettenförmiges Schmuckelement mit einem Kern und mindestens
einem diesen Kern umlaufenden Metalldraht oder diesen Kern umschließenden Drahtelementen.
[0002] Ein solches Schmuckelement ist aus dem DE-GM 85 21 923 bzw. der EP-A-0 214 363 und
der FR-A-2 505 629 bekannt.
[0003] Bei einem vorbekannten Schmuckelement gemäß den beiden erstgenannten Druckschriften
besteht der Kern aus einer Kunststoffseele, deren wesentliche Funktion darin zu sehen
ist, dem Gesamtgebilde die nötige Festigkeit und Belastbarkeit zu geben, die von dem
als eigentlichem Schmuckelement dienenden äußeren Metalldraht bei sehr geringen Abmessungen
nicht mehr aufgebracht werden könnte.
[0004] Die Kunststoffseele besitzt bei dieser Ausgestaltung einen Außendurchmesser, der
im wesentlichen dem Innendurchmesser der äußeren Drahtspirale entspricht. Dies führt
dazu, daß auch ein spiralförmiger Kontaktbereich zwischen Kunststoffseele einerseits
und Drahtspirale andererseits entsteht. Insbesondere bei einer starken Biegung des
Schmuckelementes kann diese Gestaltung im Kontaktbereich dazu führen, daß eine unregelmäßige
Verteilung des äußeren Metalldrahtes über die Länge der Kunststoffseele entsteht,
wegen der relativ hohen Gleitreibung aufgrund der spiralförmigen Kontaktlinie einerseits
und dem relativ hohen Reibungswiderstand des Kunststoffes andererseits.
[0005] Das hieraus resultierende ungleichmäßige Erscheinungsbild beeinträchtigt den ästhetischen
Gesamteindruck des Schmuckelementes.
[0006] Beim Schmuckelement gemäß der FR-A-2 505 629 besteht der Kern aus mehreren gegeneinander
verdrehten Strängen aus Edelstahl, die von umlaufenden Metalldrähten aus Edelmetall
geschlossen umwunden sind, um eine massive Ausführung des Schmuckelements aus einem
Edelmetall vorzutäuschen, und gleichzeitig dem Schmuckelement die erforderliche Elastizität
zu verleihen.
[0007] Das Grundprinzip ("Wrapping and Coiling") ähnlicher Schmuckelemente ist in allgemeiner
Form beschrieben in der Veröffentlichung "Jewelry Concepts and Technology", New York
1982/85, Seiten 206-208. Hier sind Schmuckstücke (Colliers) gezeigt, die vergleichsweise
massiv ausgeführt sind und bei denen die Umwicklungen nur einen Teil des gesamten
Schmuckstückes darstellen. Die oben erläuterten spezifischen Probleme von Schmuckketten,
die "homogen", d.h. ausschließlich aus Kern und Mantel bestehen, treten hierbei nicht
auf.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, die Gestaltung eines solchen kettenförmigen Schmuckelementes
so weiterzubilden, daß eine möglichst "freie" Halterung des umlaufenden Metalldrahtes
durch den Kern erreicht wird, d.h., daß insbesondere das Biegeverhalten des umlaufenden
Metalldrahtes möglichst weitgehend unbeeinflußt bleibt von dem innen durchlaufenden
Kern, und daß auch bei sehr zierlich ausgeführten Ketten ein ästhetisch ausgewogenes
Erscheinungsbild, insbesondere auch bei starken Abbiegungen gewährleistet bleibt.
[0009] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß zwischen jedem Strang und
dem Metalldraht ausschließlich im wesentlichen punktförmige Kontaktflächen gebildet
werden.
[0010] Der sprialförmig umlaufende Metalldraht wird sozusagen dann über eine "Mehrpunkthalterung"
von den durchlaufenden Strängen getragen.
[0011] Gemäß einer Ausbildung ist vorgesehen, daß die Stränge aus einer Legierung desjenigen
Materials gebildet sind, aus dem zumindest ein umlaufender Metalldraht besteht.
[0012] Damit ist ein optisch weiter vereinheitlichtes Erscheinungsbild des Schmuckelementes
gewährleistet.
[0013] Gemäß einer weiteren Ausbildung ist schließlich noch vorgesehen, daß das Metall der
Stränge und der Metallanteil des umlaufenden Metalldrahtes den gleichen Edelmetallfeingehalt
aufweisen.
[0014] Dies hat u.a. kennzeichnungsrechtliche Vorteile (Punzierung), da im Rahmen des hier
national und international relevanten Kennzeichnungsrechtes eine einheitliche Kennzeichnung
des Schmuckelementes möglich ist, was beispielsweise bei der Verwendung von Kunststoff
als Kern bzw. Seele nur eingeschränkt möglich ist.
[0015] Eine mit den Merkmalen der Erfindung versehene Schmuckkette weist infolge dieser
Mehrpunktlagerung eine sehr große Transparenz auf in dem Sinne, daß bei einer Freigabe
des Kerns durch den umlaufenden Metalldraht, beispielsweise bei einer starken Abbiegung,
infolge der "freien Volumenbereiche" zwischen Strängen einerseits und umlaufendem
Metall andererseits der Kern optisch weitgehend zurücktritt und vom Betrachter kaum
wahrgenommen wird.
[0016] Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schmuckkette ist anhand der Zeichnungen
näher erläutert.
[0017] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematisch perspektivische Darstellung eines Schmuckelementes mit drei parallel
verlaufenden Strängen und einem spiralförmig umlaufenden Metalldraht,
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung durch das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und
- Fig. 3
- eine Schnittdarstellung durch ein weiteres Ausführungsbeispiel.
[0018] Das Schmuckelement nach Fig. 1 und 2 besteht aus einem Kern aus drei parallel zueinander
laufenden Strängen 11,12 und 13 und einem diesen Kern spiralförmig umgebenden Metalldraht
10, der das optische Erscheinungsbild des Schmuckelementes bestimmt.
[0019] Da der Innenquerschnitt des Metalldrahtes 10 wesentlich größer ist als der Gesamt-Querschnitt
der durchlaufenden Stränge 11,12,13 ergeben sich folglich im wesentlichen punktförmige
Kontaktflächen K zwischen Strängen einerseits und Metalldraht andererseits, und es
verbleiben freie Querschnitts- bzw. Volumenbereiche V zwischen den Strängen einerseits
und dem Metalldraht andererseits. Die ausschließlich punktförmigen Kontaktbereiche
sind für die gleichmäßige Flexibilität des Schmuckelementes verantwortlich, insbesondere
wenn die Stränge ebenfalls aus Metall bestehen. Die freibleibenden Volumenbereiche
V sind bestimmend für die Transparenz der Schmuckkette, wenn (wie in Fig. 1 bei A
dargestellt), beispielsweise im Bereich starker Biegung oder auch bei von vornherein
im Abstand umlaufenden Metalldrähten der Blick auf die durchlaufenden Stränge freibleibt.
[0020] Durch die Wahl der Anzahl und des Durchmessers der Stränge und deren gegenseitige
Zuordnung lassen sich somit auch Kerne erzeugen, die an nicht-kreisrunde Innenquerschnitte
von Metallspiralen angepaßt werden können. Repräsentativ hierfür sei nur die Querschnittsdarstellung
gemäß Fig. 3 erwähnt.
[0021] Erfindungsgemäße Ketten können insbesondere auch sehr zierlich ausgeführt werden,
beispielsweise kann der Innendurchmesser der Metallspirale 10 im Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 und 2 minimal 0,3 mm betragen, der Durchmesser der verwendeten Stränge
des Kerns kann minimal 0,15 mm aufweisen. Das Schmuckelement wird bevorzugt so ausgeführt,
daß der umlaufende Metalldraht aus einem Edelmetall (beispielsweise Platin) besteht
und der die mechanischen Beanspruchungen aufnehmende Kern (Stränge) aus einer entsprechend
härteren Legierung des gleichen Edelmetalls (also beispielsweise einer Platin-?Legierung).
Wählt man dann noch sowohl für das Edelmetall des umlaufenden Drahtes als auch für
den Edelmetallgehalt der Legierung der Stränge den gleichen Feingehalt, so läßt sich
das gesamte Schmuckelement kennzeichnungsrechtlich einheitlich behandeln und stellt
weiterhin sowohl eine technisch als auch ästhetisch einheitliche Lösung dar.
[0022] Es versteht sich von selbst daß - ausgehend von dem Grundgedanken der "mehrsträngigen"
Ausbildung des Kerns die verschiedensten Querschnittsformen möglich sind. Anstelle
eines durchgängig umlaufenden Metalldrahtes sind auch separate, den Kern umschließende
Drahtelemente denkbar.
1. Kettenförmiges Schmuckelement, bestehend aus einem Kern aus mindestens zwei zueinander
parallelen oder gegeneinander verdrehten Strängen aus Metall oder einer Metallegierung
(11,12,13) und mindestens einem um diesen Kern umlaufenden Metalldraht,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen jedem Strang (11,12,13) und dem Metalldraht (10)
ausschließlich im wesentlichen punktförmige Kontaktflächen (K) gebildet werden, wobei
der Innenquerschnitt des Metalldrahtes (10) größer als der Gesamt-Querschnitt der
durchlaufenden Stränge (11,12,13) ist..
2. Kettenförmiges Schmuckelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stränge
(11,12,13) aus einer Legierung desjenigen Metalls gebildet sind, aus dem zumindest
einer der umlaufenden Metalldrähte (10) besteht.
3. Kettenförmiges Schmuckelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall
der Stränge (11,12,13) und der Metallanteil des umlaufenden Metalldrahtes (10) den
gleichen Edelmetallfeingehalt aufweisen.
1. Ornamental chain, comprising a core formed from at least two strands of metal or a
metal alloy (11, 12, 13), which extend parallel to each other or are twisted relative
to each other, and at least one metal wire which is wound around this core, characterised
in that substantially dot-shaped areas of contact (K) are exclusively formed between
each strand (11, 12, 13) and the metal wire (10), the internal cross-section of the
metal wire (10) being greater than the overall cross-section of the traversing strands
(11, 12, 13).
2. Chain-like piece of jewellery according to claim 1, characterised in that the strands
(11, 12, 13) are formed from an alloy of the metal from which at least one of the
circulatory metal wires (10) is made.
3. Chain-like piece of jewellery according to claim 2, characterised in that the metal
of the strands (11, 12, 13) and the metal content of the circulatory metal wire (10)
have the same precious metal fineness.
1. Chaîne ornementale, composée d'un coeur formé de deux cordons au moins en métal ou
en alliage métallique (11, 12, 13), parallèles entre eux ou tordus l'un par rapport
à l'autre, et d'un fil métallique au moins enroulé autour de ce coeur, caractérisée
en ce que des surfaces de contact (K), essentiellement ponctuelles, sont exclusivement
formées entre chaque cordon (11, 12, 13) et le fil métallique (10), la section interne
du fil métallique (10) étant supérieure à la section totale des cordons continus (11,
12, 13).
2. Chaîne ornementale suivant la revendication 1, caractérisée en ce que les cordons
(11, 12, 13) sont formés d'un alliage du métal, dont se compose l'un des fils métalliques
périphériques (10), du moins.
3. Chaîne ornementale suivant la revendication 2, caractérisée en ce que le métal des
cordons (11, 12, 13) et la part de métal du fil métallique périphérique (10) présentent
le même titre.