| (19) |
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(11) |
EP 0 441 141 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.12.1994 Patentblatt 1994/51 |
| (22) |
Anmeldetag: 18.01.1991 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B41F 27/12 |
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Automatisches Plattenzuführ- und Zylinderbeschickungssystem
Automatic plate feed system
Alimentation automatique de plaques
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
06.02.1990 DE 4003445
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.08.1991 Patentblatt 1991/33 |
| (73) |
Patentinhaber: MAN Roland Druckmaschinen AG |
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63012 Offenbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Köbler, Ingo
W-8901 Anhausen (DE)
- Liebert, Oskar
W-8902 Neusäss (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 100 778 DE-A- 3 630 876
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EP-A- 0 308 942 US-A- 4 727 807
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 9, no. 18 (M-353)(1741) 25. Januar 1985, JP-A-59 165
659 (MITSUBISHI JUKOGYO K.K.) 18 September 1984
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein automatisches Plattenzuführ- und Zylinderbeschickungssystem
für Druckmaschinen und insbesondere ein solches System für Rotationsdruckmaschinen.
[0002] Aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 36 30 876 ist eine Druckplattentransport-
und Montage/Demontage-Vorrichtung bekannt. Diese Vorrichtung weist einen Druckplattentransportträger,
der einen Transportweg ausbildet, in welchem die Druckplatten zu den Druckwerken geführt
werden, und ein Transportgleis zum Transport unbrauchbarer Platten nach dem Druckvorgang
zu einer Entsorgungsstation auf. Weiterhin weist jedes Druckwerk auf jeder Seite einen
Roboter auf, der in Übereinstimmung mit einer Steuerinformation die Druckplatten auf
den jeweiligen Druckplattenzylindern der Druckwerke anbringt und nach Ausführung des
vorbestimmten Druckvorgangs wieder vom jeweiligen Druckplattenzylinder entfernt. Nachteilig
ist an dieser Vorrichtung, daß die vom Druckplattentransportträger transportierten
Druckplatten nicht direkt vom Roboter übernommen werden, sondern daß eine an jedem
Druckwerk vorgesehene Druckplattenentladevorrichtung die angelieferte Druckplatte
dem Druckplattentransportträger entnimmt, um sie auf einem Druckplattentransporthilfsträger
zu übertragen, der das Druckwerk umfährt. An einer vorgesehenen Stelle übernimmt dann
erst der Roboter die Druckplatte. Das mehrfache Umladen einer Druckplatte bei einem
Druckplattenwechsel sowie die Anzahl der dabei jeweils beteiligten Vorrichtungen erfordern
einen großen Steuerungsaufwand und beinhalten sowohl auf die Vorrichtungen als auch
auf die Steuerung bezogen ein erhöhtes Fehler- oder Ausfallrisiko.
[0003] Das Zuführen einer größeren Zahl von Druckplatten zu einer Druckmaschine, wie zum
Beispiel einer im Zeitungsdruck verwendeten Rotationsdruckmaschine, und das Beschicken
einer solchen Druckmaschine mit den Druckplatten ist sehr arbeitsintensiv und erfolgt
in der Regel unter einem gewissen Zeitdruck, da die Druckplatten aus Aktualitätsgründen
teilweise erst kurz vor Druckbeginn fertiggestellt werden. Außerdem kann es während
des Druckens aus Aktualitätsgründen erforderlich werden, eine Druckplatte durch eine
neue zu ersetzen.
[0004] Aus der EP 0 100 778 A1 ist bereits ein Plattenzuführ- und Zylinderbeschickungsmechanismus
für eine Rotationsdruckmaschine bekannt. Ein Plattenträger dient zum Entnehmen einer
Druckplatte aus einem Behältnis und zum Aufbringen der Druckplatte auf einen Plattenzylinder
des Druckwerkes sowie zum Abnehmen einer Druckplatte von einem Plattenzylinder und
zum Ablegen der Druckplatte in dem Behältnis, wobei der Plattenträger entlang einer
im wesentlichen parallel zur Drehachse des zu beschickenden Plattenzylinders verlaufenden
Wegeführung geführt ist. Dabei ist der Plattenträger auf einem Wagen angeordnet, der
zum Transportieren einer Mehrzahl von Druckplatten zu einem Druckwerk hin oder von
diesem weg vorgesehen ist. Der Wagen ist entlang einer zur Wegeführung des Plattenträgers
im wesentlichen senkrecht verlaufenden Wegeführung geführt.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Plattenzuführ- und Zylinderbeschickungssystem
für eine Rotationsdruckmaschine anzugeben, das ermöglicht, das automatische Zuführen
einer kurzfristig zur Verfügung gestellten Druckplatte zu einem kurzfristig bestimmten
Plattenzylinder und das automatische Beschicken des Plattenzylinders mit dieser Druckplatte
mit einer verringerten Anzahl von Vorrichtungen auszuführen.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Plattenzuführ- und Zylinderbeschickungssystem mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0007] Das erfindungsgemäße System ermöglicht, das Beschicken der Druckmaschine mit Druckplatten
ganz oder teilweise zu automatisieren und damit nicht nur Zeit und Personal zu sparen,
sondern auch den spätestmöglichen Anliefertermin für die Druckplatten noch weiter
hinauszuziehen. Dabei ist es vorteilhafter, für das Zuführen der Druckplatten zu den
Druckwerken und das Aufspannen der Druckplatten einen längs der Druckmaschine geführten
Wagen und den jeweiligen Druckwerken zugeordnete Handhabungsgeräte vorzusehen statt
für das Zuführen und Aufspannen jeder Druckplatte gesamtheitlich ein einziges Gerät
vorzusehen, da so mehrere Druckwerkseinheiten gleichzeitig beschickt werden können
und auf diese Weise kurze Druckmaschinenstoppzeiten erzielt werden können.
[0008] Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Systems ergeben sich aus den Merkmalen
der Unteransprüche.
[0009] Es folgt die Erläuterung eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Systems
anhand der Figuren. Von den Figuren zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Plattenzuführ- und Zylinderbeschickungssystems
in einer erfindungsgemäßen Ausführungsform;
- Fig. 2
- ein bei dem in Fig. 1 dargestellten System verwendetes Handhabungsgerät zum Halten
einer Druckplatte und zum Beschicken eines Plattenzylinders mit derselben in einer
erfindungsgemäßen Ausführungsform
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Möglichkeit des Beschickens von
vier verschiedenen Plattenzylindern zweier benachbarter Druckwerke durch ein und dasselbe
Handhabungsgerät
Fig. 1 zeigt ein System zum automatischen Zuführen von Druckplatten zu Druckwerken
von Rotationsdruckmaschinen und zum automatischen Beschicken der Plattenzylinder dieser
Druckwerke mit den zugeführten Druckplatten in einer erfindungsgemäßen Ausführungsform.
[0010] Entlang einer Rotationsdruckmaschine, die Druckwerke 101, 102 und 103 mit einer Mehrzahl
von Plattenzylindern 104 bis 113 aufweist, wird eine Anzahl Druckplatten mittels eines
Wagens 1 direkt von einem nicht gezeigten Herstellungsraum entlang der Druckmaschine
bis zu einem zwischen zwei Druckwerken 101, 102 und 103 oder am äußeren Rand des jeweiligen
äußeren Druckwerks 101 bzw. 103 liegenden Bestimmungspunkt 121, 122, 123 oder 124
geführt. Dabei läuft der Wagen 1 entlang einer ersten Wegeführung 2, welche durch
Schienen oder aber durch eine Induktionsführung erfolgen kann. Auch eine leitlinienlose
Führung über Funk, Infrarotlichtstrahl, Laserstrahl oder Ultraschall oder ein auf
den Wagen übertragenes Wegeprogramm kann den Wagen 1 zu seinem Bestimmungspunkt führen,
wobei für die leitlinienlose Führung und die Übertragung eines Wegeprogramms jeweils
an sich bekannte Mittel wie Funksender, Lichtsender oder Schallsender und die entsprechenden
Empfangseinrichtungen sowie Programmspeichereinrichtungen vorgesehen werden können.
[0011] Zwischen zwei benachbarten Druckwerken und am äußeren Rand des jeweiligen äußeren
Druckwerks ist jeweils ein im wesentlichen parallel zu den Plattenzylinderachsen verfahrbares,
auf einer zweiten Wegeführung 4 geführtes Handhabungsgerät 3 plaziert, das in der
Lage ist, dem Wagen 1 eine Druckplatte zu entnehmen bzw. eine Druckplatte im Wagen
1 abzulegen. Nachdem das Handhabungsgerät 3 dem Wagen 1 eine Druckplatte entnommen
hat, fährt es die entsprechende Zylinderposition in der Horizontalen an. Hierbei kann
die Positionierung zum Beispiel mit Hilfe von ein- und ausfahrbaren Anschlägen oder
optoelektronischen Sensoreinrichtungen erfolgen.
[0012] Dann wird die Druckplatte auf dem vorbestimmten Zylinder aufgespannt. Soll von einem
vorbestimmten Zylinder eine Druckplatte abgenommen werden, so fährt das zugeordnete
Handhabungsgerät 3, falls es seit einem vorangegangenen Handhabungsvorgang nicht in
der betreffenden Zylinderposition geblieben ist, diese an, nimmt die Druckplatte vom
Plattenzylinder ab und führt diese dem am betreffenden Bestimmungspunkt wartenden
Wagen 1 zu. Wenn alle im Wagen 1 enthaltenen Druckplatten abgearbeitet worden sind,
fährt der Wagen 1 wieder zum Herstellungsraum zurück, damit die alten Druckplatten
an einem dafür vorgesehenen Ort entnommen und abgelegt oder in vorbestimmter Weise
weiterverarbeitet werden können und damit der Wagen 1 mit neuen Druckplatten beladen
werden kann.
[0013] Wie aus der weiter unten erfolgenden Beschreibung des Handhabungsgeräts 3 ersichtlich
ist, kann das Handhabungsgerät 3 in den Fällen, in denen es zwischen zwei Druckwerken
angeordnet ist, sowohl den oder die Plattenzylinder des einen Druckwerks als auch
den oder die Plattenzylinder des anderen Druckwerks bedienen. Weiterhin kann der Wagen
1 mit einer Ladung gleichzeitig Druckplatten für verschiedene Druckwerke aufnehmen.
In diesem Falle fährt er zunächst einen ersten Bestimmungspunkt an, läßt vom betreffenden
Handhabungsgerät die vorgesehene Druckplatte bzw. die vorgesehenen Druckplatten entnehmen,
fährt dann einen zweiten Bestimmungspunkt an, um die dort vorgesehenen Druckplatten
entnehmen zu lassen, usw. und fährt anschließend zu einem früheren Bestimmungspunkt
zurück, läßt die im dortigen Druckwerk bzw. den dortigen Druckwerken inzwischen abgearbeiteten
Druckplatten einladen, fährt dann zu einem weiteren Bestimmungspunkt, um dort Druckplatten
aufzunehmen, usw. Es gilt als selbstverständlich, daß bei einem solchen Liefer- und
Abholzyklus die einzelnen Liefer- und Abholschritte in beliebiger Reihenfolge aufeinander
folgen können, daß diese also insbesondere nicht nach Lieferschritten und Abholschritten
gruppiert aufeinanderfolgen müssen. Ebenso ist es möglich, das System so auszubilden,
daß die vom Wagen 1 anzufahrenden Bestimmungspunkte während der Fahrt des Wagens 1
neu bestimmt werden können.
[0014] Fig. 2 zeigt das Handhabungsgerät 3, das zum Entnehmen und Ablegen einer Druckplatte
aus dem bzw. im Wagen 1 und zum automatischen Beschicken eines Plattenzylinders vorgesehen
ist, in einer erfindungsgemäßen Ausführungsform.
[0015] Das Handhabungsgerät 3 weist ein im wesentlichen aus zwei übereinanderliegend angeordneten,
um eine gemeinsame vertikale Achse gegeneinander verdrehbar angebrachten plattenförmigen
Elementen 5, 6 bestehendes Chassis 7 auf, das an der Unterseite des unteren Elements
6 mit Rollen oder Rädern 8 versehen ist, um auf den Schienen 4 verfahrbar zu sein.
[0016] Im Falle einer schienenlosen Führung des Handhabungsgeräts 3 kann die Verfahrbarkeit
desselben statt durch Rollen oder Räder auch durch andere geeignete Mittel, wie zum
Beispiel durch Anbringen walzenartiger Vorrichtungen oder durch Ausgestaltung des
unteren Elements 6 als eine auf einer Förderkette oder einem Förderband laufende Palette,
wirkungsgleich erzielt werden.
[0017] Auf dem oberen Element 5 des Chassis 7 sind zwei Teleskopfüße 9 senkrecht angebracht,
die jeweils ein mit dem oberen Element 5 unmittelbar verbundenes äußeres Teleskopelement
10 und ein darin hin- und herbewegbar geführtes inneres Teleskopelement 11 aufweisen.
Die äußeren Teleskopelemente 10 sind in ihrem jeweiligen oberen Abschnitt durch eine
horizontal verlaufende Querverstrebung 12 miteinander verbunden. Die jeweiligen inneren
Teleskopelemente 11 sind durch einen um eine horizontale Schwenkachse 13 schwenkbaren
Schwenkträger 14 verbunden, der zum einen durch eine Schwenkantriebsvorrichtung 15
wirkungsmäßig mit der Querverstrebung 12 verbunden ist und der zum anderen eine Vorrichtung
16 zum Aufnehmen und Führen eines in seiner Höhenposition veränderbaren Plattenhaltemechanismus
17 aufweist. Der Plattenhaltemechanismus 17 weist zwei freitragende, als rohrförmige,
jeweils um eine Drehachse 18 drehbar angebrachte Schwenkarme ausgebildete Sauggreifer
19 zum Erfassen und Halten einer zu handhabenden Druckplatte 20, einen mittels eines
Befestigungselements oberhalb des Schwenkträgers 14 am Träger 14 angebrachten Sauggreifer-Drehantrieb
21, eine um die eine Drehachse 18 schwenkbare, zum zu bedienenden Plattenzylinder
achsparallel ausgerichtete und in einer Wange 26 federn gelagerte Anpreßwalze 22 zum
Anpressen der Druckplatte 20 an den betreffenden Plattenzylinder und zwei Plattenlöser
23 auf.
[0018] Beim Aufbringen der eine vordere und eine hintere Abkantung aufweisenden Druckplatte
20 auf einen Plattenzylinder wird die Druckplatte 20 durch Ausfahren der Teleskopfüße
9 in die richtige Höhenposition gebracht. Das Ausfahren der Teleskopfüße 9 erfolgt
durch je einen das innere mit dem äußeren Teleskopelement 10 bzw. 11 des jeweiligen
Teleskopfußes 9 verbindenden ersten Teleskopantrieb 24. Da aufgrund baulicher Gegebenheiten
der Plattenzylinder meist ein Stück innerhalb der Seitenwandkontur des Druckwerkes
liegt, ist ein Schwenken des Plattenhaltemechanismus 17 mittels des Schwenkantriebs
15 um die Achse 13 und ein anschließendes Ausfahren des Plattenhaltemechanismus 17
in nunmehr schräger Richtung mittels eines zweiten Teleskop-Antriebs 25, der den Plattenhaltemechanismus
17 mit dem Schwenkträger 14 verbindet, notwendig. Dann wird der Plattenzylinder in
eine Stellung gedreht, in der die vordere Plattenabkantung der Druckplatte 20 in die
bekannte Schnellspannung des Plattenzylinders eingedrückt werden kann. Danach wird
das Vakuum der Sauggreifer 19 abgebaut, und die Sauggreifer 19 werden mittels des
Drehantriebs 21 um die Drehachse 18 vom Plattenzylinder wegbewegt. Durch Drehen des
Zylinders wird die Druckplatte 20 mittels der Anpreßwalze 22 auf den Plattenzylinder
aufgewalzt, und am Ende wird die untere Abkantung in die Plattenspannschiene eingeschoben,
welche die Druckplatte 20 sofort automatisch festhält. Dann wird der Plattenhaltemechanismus
17 einschließlich des Schwenkträgers 14 mittels des Schwenkantriebs 15 wieder in die
Vertikale gestellt und mittels des Teleskopantriebs 25 in die Normalstellung gefahren.
[0019] Mittels eines Wagenantriebs 27 kann das Handhabungsgerät 3 in eine Bereitschaftsposition
125, 126, 127 bzw. 128 gefahren werden, von der aus es bei Eintreffen des Wagens 1
am zugeordneten Bestimmungspunkt 121, 122, 123 bzw. 124 an den Wagen 1 herangeführt
werden kann, um vom Wagen 1 mittels der Sauggreifer 19 eine neue Druckplatte 20 zu
übernehmen. Soll diese Druckplatte auf einem Plattenzylinder des gegenüberliegenden
Plattenzylinders aufgebracht werden, ist zuvor eine Drehung des Handhabungsgerätes
3 mittels des Motors 28 durchzuführen. Dann wiederholt sich der beschriebene Vorgang
in gleicher Weise.
[0020] Beim Lösen einer Platte drücken die Plattenlöser 23 auf die (nicht gezeigten) Plattenschienen
des Plattenzylinders, wodurch das eine Ende der Druckplatte 20 aus dem Plattenzylinder
herausfedert und von den Sauggreifern 19 in Empfang genommen und mittels Vakuum gehalten
werden kann.
[0021] Die wichtigsten Vorteile eines dem vorstehend beschriebenen entsprechenden Handhabungsgeräts
sind die Rücksichtnahme auf vorhandene Feuchtwerke und Farbwerke, die Anpassung an
den zur Verfügung stehenden knappen Bedienungsraum, die Verwendungsmöglichkeit bei
übereinanderliegenden Plattenzylindern und die Anpassung an die Lage der Plattenzylinder
im Druckwerk.
[0022] Fig. 3 zeigt in einer stark vereinfachten Seitenansicht die Möglichkeit, die vier
Plattenzylinder 105, 106, 111 und 112 der nebeneinander angeordneten Druckwerke 101
und 102 mittels eines einzigen erfindungsgemäßen Handhabungsgeräts 3 zu beschicken.
1. Automatisches Plattenzuführ- und Zylinderbeschickungssystem für eine Rotationsdruckmaschine
mit einem Handhabungsgerät (3) und einem Wagen (1), wobei das Handhabungsgerät (3)
zum Entnehmen einer Druckplatte (20) von dem Wagen (1) und zum Aufbringen der Druckplatte
(20) auf einen Plattenzylinder (105, 106, 111, 112) eines Druckwerks (101, 102) sowie
zum Abnehmen einer Druckplatte (20) von einem der Plattenzylinder (105, 106, 111,
112) und zum Ablegen der Druckplatte (20) in dem Wagen (1) vorgesehen ist und das
Handhabungsgerät (3) entlang einer im wesentlichen parallel zur Drehachse des zu beschickenden
Plattenzylinders (105, 106, 111, 112) verlaufenden Wegeführung (4) geführt ist, wobei
der Wagen (1) zum Transportieren einer Mehrzahl von Druckplatten (20) zu einem der
Druckwerke (101, 102, 103) hin oder von einem dieser Druckwerke (101, 102, 103) weg
vorgesehen ist und der Wagen (1) entlang einer zur Wegeführung (4) des Handhabungsgeräts
(3) im wesentlichen senkrecht verlaufenden Wegeführung (2) geführt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Handhabungsgerät (3) einen Plattenhaltemechanismus (17) aufweist, der über
einen Teleskopantrieb (25) mit einem um eine horizontale Schwenkachse (13) schwenkbaren
Schwenkträger (14) verbunden ist, wobei der Schwenkträger (14) mittels zweier auf
dem Chassis (7) senkrecht angebrachter Teleskopfüße (9) in der Höhe verstellbar angebracht
ist und wobei der Abstand zwischen dem Plattenhaltemechanismus (17) und dem Schwenkträger
(14) durch den Teleskopantrieb (25) veränderbar ist.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wegeführung (2) des Wagens
(1) durch Schienen (2) gebildet ist.
3. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Wegeführung (2) des Wagens
(1) Mittel vorgesehen sind, die eine Führung über von Sendern abgestrahlte Signale
ermöglichen.
4. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Wegeführung (2) des Wagens
(1) Mittel vorgesehen sind, mit denen ein Wegeprogramm auf den Wagen (1) übertragen
werden kann.
5. System nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorgesehen sind, mit denen
das auf den Wagen (1) übertragene Wegeprogramm während der Fahrt des Wagens (1) verändert
werden kann.
6. System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Handhabungsgerät
(3) ein aus um eine gemeinsame vertikale Achse gegeneinander verdrehbar angebrachten
plattenförmigen Elementen (5, 6) bestehendes Chassis (7) aufweist.
7. System nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,' daß an der Unterseite des unteren
Elementes (6) des Chassis (7) Rollen (8) vorgesehen sind.
8. System nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Handhabungsgerät
(3) eine Anpreßwalze (22) aufweist.
9. System nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Plattenhaltemechanismus
(17) mittels eines Drehantriebs (21) schwenkbare Sauggreifer (19) aufweist.
1. Automatic plate feeding and cylinder loading system for a rotary printing press having
a manipulator (3) and a carriage (1), wherein the manipulator (3) is provided for
removing a printing plate (20) from the carriage (1) and for application of the printing
plate (20) to a plate cylinder (105, 106, 111, 112) of a printing unit (101, 102)
and for taking a printing plate (20) from one of the plate cylinders (105, 106, 111,
112) and setting down the printing plate (20) in the carriage (1), the manipulator
(3) being guided along a track (4) running substantially parallel to the axis of rotation
of the plate cylinder (105, 106, 111, 112) to be loaded, and the carriage (1) is provided
to transport a plurality of printing plates (20) to one of the printing units (101,
102, 103) or away from one of these printing units (101, 102, 103), the carriage (1)
being guided along a track (2) running substantially at right angles to the track
(4) of the manipulator (3), characterised in that the manipulator (3) has a plate
holding mechanism (17) which is connected by way of a telescope drive (25) to a pivot
bar (14) pivotable about a horizontal pivot axis (13), the pivot bar (14) being adjustable
in elevation by means of two telescope feet (9) attached vertically on the chassis
(7) and the distance between the plate holding mechanism (17) and the pivot bar (14)
being variable by means of the telescope drive (25).
2. System according to claim 1, characterised in that the track (2) of the carriage (1)
is formed by rails (2).
3. System according to claim 1, characterised in that for the track (2) of the carriage
(1) means are provided which enable guidance to be effected through signals radiated
by transmitters.
4. System according to claim 1, characterised in that as track (2) of the carriage (1)
means are provided by which a path programme can be transmitted to the carriage (1).
5. System according to claim 4, characterised in that means are provided by which the
path program transmitted to the carriage (1) can be changed during travel of the carriage
(1).
6. System according to one of claims 1 to 5, characterised in that the manipulator (3)
has a chassis (7) made up of plate-shaped elements (5, 6) attached to rotate relative
to one another about a common vertical axis.
7. System according to claim 6, characterised in that rollers (8) are provided on the
underside of the lower element (6) of the chassis (7).
8. System according to one of claims 1 to 7, characterised in that the manipulator (3)
has a pressure roller (22).
9. System according to one of claims 1 to 8, characterised in that the plate holding
mechanism (17) has suction grippers (19) pivotable by means of a rotary drive (21).
1. Système automatique d'amenée de plaques et de chargement de cylindres pour une presse
à imprimer rotative, comportant un appareil de manipulation (3) et un chariot (1),
et dans lequel l'appareil de manipulation (3) sert à prélever une plaque d'impression
(20) du chariot (1) et à placer la plaque d'impression (20) sur un cylindre porte-plaque
(105,106,111,112) d'un mécanisme d'impression (101,102) ainsi qu'à enlever une plaque
d'impression (20) de l'un des cylindres porte-plaque (105,106,111,112) et déposer
la plaque d'impression (20) dans le chariot (1), et l'appareil de manipulation (3)
est guidé, le long d'un guide de déplacement (4), qui s'étend sensiblement parallèlement
à l'axe de rotation du cylindre porte-plaque (105,106,111,112) devant être chargé,
et dans lequel le chariot (1) est destiné à transporter une multiplicité de plaques
d'impression (20) jusqu'à l'un des mécanismes d'impression (101,102,103) ou à partir
de l'un de ces mécanismes d'impression (101,102,103) et le chariot (1) est guidé le
long d'un guide de déplacement (2) qui s'étend sensiblement perpendiculairement au
guide de déplacement (4) de l'appareil de manipulation (3), caractérisé en ce que
l'appareil de manipulation (3) possède un mécanisme (17) de retenue des plaques, qui
est relié, par l'intermédiaire d'un dispositif d'entraînement télescopique (25), à
un support basculant (14) apte à basculer autour d'un axe horizontal de basculement
(13), le support basculant (14) étant disposé de manière à être réglable en hauteur
au moyen de deux pieds télescopiques (9) montés perpendiculairement sur le châssis
(7), tandis que la distance entre le mécanisme (17) de retenue des plaques et le support
basculant (14) peut être modifié au moyen du dispositif d'entraînement télescopique
(25).
2. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que le guide de déplacement (2)
du chariot (1) est formé par des rails (2).
3. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que pour le guide de déplacement
(2) du chariot (1) il est prévu des moyens qui permettent un guidage par l'intermédiaire
de signaux émis par des émetteurs.
4. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu, en tant que guide
de déplacement (2) du chariot (1), des moyens à l'aide desquels un programme de déplacement
peut être transmis au chariot (1).
5. Système selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'il est prévu des moyens, à
l'aide desquels le programme de déplacement, qui est transmis au chariot (1), peut
être modifié pendant le déplacement du chariot (1).
6. Système selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'appareil de
manipulation (3) possède un châssis (7) constitué par des éléments en forme de plaques
(5,6), montés de manière à pouvoir pivoter les uns par rapport aux autres autour d'un
axe vertical commun.
7. Système selon la revendication 6, caractérisé en ce que des roulettes (8) sont prévues
sur la face inférieure de l'élément inférieur (6) du châssis (7).
8. Système selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'appareil de
manipulation (3) possède un cylindre de serrage (22).
9. Système selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le mécanisme (17)
de retenue des plaques possède des organes de préhension aspirants (19) pouvant basculer
sous l'action d'un dispositif d'entraînement en rotation (21).