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(11) |
EP 0 441 909 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.09.1993 Patentblatt 1993/39 |
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Anmeldetag: 28.07.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: F01L 1/24 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9000/585 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9103/627 (21.03.1991 Gazette 1991/07) |
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| (54) |
VENTILSTEUERVORRICHTUNG MIT MAGNETVENTIL FÜR BRENNKRAFTMASCHINEN
VALVE CONTROL DEVICE WITH MAGNETIC VALVE FOR INTERNAL COMBUSTION ENGINES
DISPOSITIF DE COMMANDE A SOUPAPE AVEC ELECTROVANNE POUR MOTEUR A COMBUSTION INTERNE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
01.09.1989 DE 3929072
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.08.1991 Patentblatt 1991/34 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- REMBOLD, Helmut
D-7000 Stuttgart 40 (DE)
- LINDER, Ernst
D-7130 Muehlacker (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 196 441 WO-A-80/00094 US-A- 4 889 084
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EP-A- 0 341 440 US-A- 4 765 288
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Ventilsteuervorrichtung mit Magnetventil für Brennkraftmaschinen
nach der Gattung des Hauptanspruchs.
[0002] Bei einer bereits vorgeschlagenen Ventilsteuervorrichtung zum Steuern der Schließ-
und Öffnungszeit eines von einem Ventilsteuernocken einer Nockenwelle über einen axial
verschiebbaren Ventilschaft betätigen Motorventils (EP-A 0 341 440) (Stand der Technik
gemäß Art. 54.3 EPÜ) ist der Flüssigkeitsspeicher in das Magnetventil integriert,
wobei das Ventilglied als Speicherkolben dient, der einen Speicherraum von einem Magnetraum
trennt, wobei die Verbindung zwischen Ventileinlaß und Speicherraum über die eine
Stirnkante des Speicherkolbens in Zusammenwirkung mit dem Ventilsitz gesteuert wird.
Der Magnet wirkt der Speicherausweichrichtung entgegen, da bei dem speziellen Ausführungsbeispiel
das Magnetventil stromlos, offen d. h. nur unter Spannung gesperrt sein soll. Hierdurch
soll sichergestellt werden, daß bei Steckerabfall am Magnetventil der Motor nicht
durchgehen kann. Die Folge ist jedoch, daß der Motor bei einem solchen Steckerabfall
stehen bleibt. Um obere vorgeschlagene Ausgestaltung der Erfindung zu erhalten, bei
der einerseits der Flüssigkeitsspeicher im Magnetventil integriert ist und bei dem
andererseits das Magnetventil stromlos geöffnet sein soll, ist ein nicht unerheblicher,
insbesondere konstruktiver Aufwand erforderlich, vor allem deshalb, weil die mechanischen
Verstellkräfte - einerseits die Speicherkraft und andererseits die Öffnungskraft -
des Magnetventils einander entgegenwirken, so daß mindestens zwei Federn am als Ventilglied
dienenden Speicherkolben angreifen müssen. Es muß nicht nur der dafür erforderliche
Raum vorhanden sein, sondern es müssen auch diese beiden Federn sehr genau aufeinander
abgestimmt sein, was vor allem deshalb aufwendig ist, weil bei dieser Abstimmung auch
die durch die hydraulischen Drücke bewirkten Kräfte berücksichtigt werden müssen.
So ist es erforderlich, daß der statische Druck, der durch die Speicherfeder am Speicherkolben
angreift kleiner sein muß als der Hydraulikdruck, der durch das Motorventil bewirkt
wird und am Speicherkolben angreift. Nur so ist die gewünschte Speicherwirkung möglich.
Andererseits muß dieser statische Druck aber größer sein als der Ölversorgungsdruck
mit dem Leck- und Abschlußverluste des Hydrauliköls aus der Ventilsteuervorrichtung
ausgeglichen werden. Nur so ist gewährleistet, daß der Speicherkolben bei Abbau des
Motorventildruckes wieder in die Ausgangsstellung gelangt, aus der er bei Erregung
des Magnets in die Ventilschließstellung gefahren werden kann oder umgekehrt, bei
Abbau der Erregung und Aufbau des Stößeldruckes ausweichen kann.
[0003] Um den Sicherheits- und Komfortanforderungen bei einem Kraftfahrzeug zu genügen,
reicht obengenannte Abstellsicherung bei Steckerabfall am Magnetventil nicht aus.
Ein solcher Steckerabfall kann nämlich den Fall nicht vermeiden, bei dem das Magnetventil
im erregten Zustand festklemmt und der Motor dann möglicherweise durchgehen könnte.
Es sind also zusätzliche die Kraftstoffzufuhr oder -zündung abschaltende Einrichtungen
unabdingbar.
[0004] Durch die US-A-4 765 288 ist ferner eine Ventilsteuervorrichtung gemäß der Gattung
des Patentanspruchs 1 vorbekannt. Bei dieser Ventilsteuereinrichtung ist der Flüssigkeitsspeicher
als separater Speicher vorgesehen, der stromabwärts des Magnetventils angeordnet ist.
Der Speicher dient der Aufnahme von der Hubübertragungskammer über das Magnetventil
entnommenen Druckmittelmengen und dient zugleich auch bei geschlossenem Magnetventil
und entlasteter Hubübertragungskammer der Zuführung von Hubmittel zur Übertragungskammer,
wozu parallel zum Magnetventil eine ein Rückschlagventil enthaltende Bypassleitung
vorgesehen ist. Das Magnetventil und der separate Speicher, die jeweils einem einzelnen
Motorventil zugeordnet sind, nehmen einen verhältnismäßig großen Bauraum ein.
Vorteile der Erfindung
[0005] Die erfindungsgemäße Ventilsteuervorrichtung, mit den kennzeichnenden Merkmalen des
Patentanspruches 1 hat den Vorteil, daß die kombinierte Speicherventileinheit wesentlich
einfacher aufgebaut ist, beispielsweise als Feder nur noch die Speicherfeder aufweist.
Der zulässige Toleranzbereich bezüglich der Kräfte und Drücke ist auch dadurch erweitert,
daß der Speicherkolben bei nicht erregtem Magnet nicht mehr eine Zwischenstellung
einnehmen muß, sondern in seiner Endstellung durch die Speicherfeder gehalten wird.
Natürlich gilt auch hier, daß der vom Speicherkolben aufgrund der Speicherfeder erzeugbare
statische Druck größer sein muß als der leckagenausgleichende Versorgungsdruck, in
jedem Fall aber kleiner sein muß als der Hydraulikdruck von der Hubübertragungskammer
des Motoreinlaßventils her. Der Magnet selbst kann vorteilhafterweise in der unterschiedlichsten
Art gestaltet sein - maßgebend ist nur, daß bei Erregung der Magnetspule der Speicherkolben
als bewegliches Ventilglied kurz von seinem Sitz abgehoben wird um dann durch den
Flüssigkeitsdruck vom Motorventil als Speicher weiterverschoben zu werden. Hierzu
genügt bereits ein Ansteuerimpuls, um dieses Abheben zu bewirken. Ein weiterer Vorteil
besteht darin, daß die Aufsteuerung des Ventils nicht in Abhängigkeit von einer mechanischen
Feder erfolgt, deren Kraft aufgrund des oben beschriebenen Kräfteverhältnisses auf
einen verhältnismäßig niederen Wert begrenzt sein muß, so daß eine gewisse Trägheit
dieser Aufsteuerung die Folge ist, sondern daß der Antrieb durch den Elektromagneten
erfolgt, mit der dadurch möglichen hohen Ansprechschnelligkeit.
[0006] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Speicherkolben topfförmig
ausgebildet und weist einen, dem Speicherraum zugewandten Topfboden auf, dessen Kante
mit einem zwischen Ventileinlaß und Speicherraum vorhandenen Ventilsitz zusammenwirkt
und der radial an einer Innenwand des Steuerventilgehäuses geführt ist und wobei ein
zentraler gehäusefester Zapfen als Magnetjoch in die Topföffnung taucht. Durch die
entsprechende Gestaltung der Zapfenaußenfläche und der Topfinnenfläche ist eine Optimierung
des Magnetflusses und damit der Magnetkräfte erzielbar. Außerdem wird eine günstige
Raumaufteilung erreicht, was einer Verkleinerung der Speicher-Magnetventileinheit
entgegenkommt.
[0007] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist in dem zwischen
Zapfen und Innenwand gebildeten Magnetraum die Magnetspule angeordnet, wodurch die
Montage der Speicher-Magnetventileinheit vereinfachbar ist, aber auch das Bauvolumen
minimierbar ist.
[0008] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist im Zapfen eine
zentrale Bohrung zur Entlastung des Magnetraums vorhanden, was erhebliche Anschlußvorteile
mit sich bringt.
[0009] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist in dem Magnetraum
und Speicherraum trennenden Topfboden eine Drosselöffnung vorhanden, um sicherzustellen,
daß der Speicherkolben nach Abbau des Motorventildruckes wieder dichtend auf den Ventilsitz
gelangt.
[0010] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Speicherraum
über eine Drosselbohrung und ein zum Speicherraum hin öffnendes Rückschlagventil mit
dem Kurbelgehäuse verbunden. Durch die Drossel wirken sich Änderungen bei dem als
Systemdruck verwendeten Motoröldruck nur noch in abgeschwächter Form auf den Druck
im Speicherraum aus.
[0011] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann der Zapfen als
Hubanschlag des Speicherkolbens dienen und außerdem eine Sackbohrung aufweisen, in
die die Speicherfeder teilweise taucht. Diese Sackbohrung kann mindestens so tief
sein, daß sie die Speicherfeder voll aufnimmt, wenn diese zu einem Block zusammengedrückt
ist. Außerdem wird dadurch weiterer Raum gespart, der dem Volumen des Speicherraums
zugutekommt.
[0012] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird die Magnetspule nach Abheben
des Speicherkolbens vom Ventilsitz elektrisch abgestellt. Hierdurch wird erhebliche
elektrische Energie eingespart, da zur tatsächlichen Betätigung des Magnetventils
nur ein Impuls genügt, weil das weitere Öffnen sofern überhaupt eine Steuermöglichkeit
besteht, durch den Motorventildruck erfolgt. Hinzu kommt der Vorteil, daß die am Speicherkolben
angreifenden Steuergrößen in Form des Motorventildrucks und der Speicherfederkraft
nicht zusätzlich von Magnetkräften überlagert werden.
[0013] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden
Beschreibung, der Zeichnung und den Ansprüchen entnehmbar.
Zeichnung
[0014] Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und im folgenden näher beschrieben. Es zeigen Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine
Ventilsteuervorrichtung mit ungeschnittener Speicher-Magentventileinheit und Fig.
2 einen Längsschnitt durch die Speicher-Magnetventileinheit in vergrößertem Maßstab.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0015] Die in Fig. 1 dargestellte Ventilsteuervorrichtung für ein Ein- oder Auslaßventil
10 einer Brennkraftmaschine ist zwischen einem ein Ventilglied 11 tragenden Ventilschaft
12 und einem mit einer Nockenwelle 13 umlaufenden Ventilsteuernocken 14 angeordnet.
Der Ventilschaft 12 ist in einem Ventilgehäuse 15 axial verschiebbar geführt und liegt
mit dem Ventilglied 11 unter der Wirkung zweier Ventilschließfedern 16, 17 auf einem
Ventilsitz 18 im Ventilgehäuse 15 auf, der eine Ventilein- bzw. Ventilauslaßöffnung
19 umgibt. Die Ventilsteuervorrichtung weist ein auf das Ventilgehäuse 15 aufgesetztes
Steuergehäuse 20 auf, in welchem eine Gehäusekammer 21 achsgleich zu einer Federkammer
22 im Ventilgehäuse 15 angeordnet ist, in der die Ventilschließfedern 16, 17 koaxial
zueinander untergebracht sind. In die Gehäusekammer 21 ist von unten her ein Gehäuseblock
23 eingeschoben, der eine zentrale axial durchgehende Gehäusebohrung 24 aufweist.
In der Gehäusebohrung 24 ist ein, mit dem Ventilschaft 12 verbundener Ventilkolben
25 und ein darüber angeordneter Kolbenteil 26 eines Nockenkolbens 27 axial verschiebbar.
Der Nockenkolben 27 wird von einer im Gehäuseblock 23 sich abstützenden Rückstellfeder
28 an den Ventilsteuernocken 14 angepreßt. Der Kolbenteil 26 wird über die Rückstellfeder
28 formschlüssig an den Nockenkolben 27 gepreßt. Der Ventilkolben 25 und der Kolbenteil
26 begrenzen eine mit Öl gefüllte Hubübertragungskammer 29, deren zwischen Nockenkolben
27 und Ventilkolben 25 wirksame axiale Länge durch Relativbewegung der Kolben zueinander
verändert werden kann. Die Hubübertragskammer 29 steht über eine Leitung 30 mit einem
zylindrisch ausgebildeten Magnetsteuerventil 31 in Verbindung, welches in Fig. 1 ungeschnitten
dargestellt ist und wobei die Leitung 30 radial auf das Magnetsteuerventil 31 stößt.
Irgendwelche, aus der Ventilsteuereinrichtung abströmenden Leckmengen des Öls werden
von einem Vorratsbehälter 32 aus über eine Förderleitung 33 mittels einer Förderpumpe
34 ausgeglichen, wobei die Leitung 33 aufgezweigt wird in eine Leitung 35, welche
in die die Hubübertragungskammer 29 und das Magnetsteuerventil 31 verbindende Leitung
30 mündet und in eine Leitung 36, die zum Magnetsteuerventil 31 führt und zwar zu
dessen unterer Stirnseite. In den Leitungen 35 und 36 ist jeweils ein, in Richtung
zum Magnetsteuerventil 31 hin, öffnendes Rückschlagventil 37 und 38 angeordnet. Der
maximale Förderdruck der Förderpumpe 34 wird durch ein Druckbegrenzungsventil 39 nach
oben begrenzt, so daß ein bestimmter Versorgungsdruck des Öles nicht überschritten
wird.
[0016] Durch das Magnetsteuerventil 31, das in Fig. 2 im Schnitt dargestellt ist, kann die,
in der Hubübertragungskammer 29 vorhandene Ölmenge gesteuert werden. Hierfür ist im
Magnetventilgehäuse 40 ein topfförmig ausgebildeter Speicherkolben 41 axial verschiebbar
und radial dichtend angeordnet. Dieser Speicherkolben 41 trennt in der dargestellten
Schließstellung des Magnetventils einen Einlaßraum 42 von einem Speicherraum 43 und
einem Magnetraum 44. Der Speicherkolben 41 ist durch eine auch als Schließfeder wirkende
Speicherfeder 45 belastet und weist am Kolbenboden eine Drosselbohrung 46 auf, durch
die der Speicherraum 43 und der Magnetraum 44 miteinander verbunden sind. Nach einer
bevorzugten Ausgestaltung ist zwischen Speicherraum 43 und Rückschlagventil 38 eine
Drosselbohrung 56 vorgesehen. Die Speicherfeder 45 stützt sich auf der dem Speicherkolben
41 abgewandten Seite an einem achsgleich zum Speicherkolben 41 angeordneten Zapfen
47 eines Gehäusedeckels 48 ab, wobei zur Aufnahme eines Abschnitts der Speicherfeder
45 am freien Ende des Zapfens 47 eine Sackbohrung 49 vorgesehen ist. Außerdem ist
im Zapfen 47 ein Leckkanal 50 vorhanden, der über eine Leckleitung 51 zum Ölbehälter
32 führt. In dem durch das Magnetventilgehäuse 40 und den Zapfen 47 gebildeten Ringraum
des Magnetraums 44 ist eine Magnetspule 52 angeordnet. Außerdem ist dieser Ringraum,
in den der Speicherkolben 41 bei Verschieben gegen die Speicherfeder 45 mit seinen
Ringwänden taucht über eine Leckbohrung 53 mit dem Leckkanal 50 verbunden um bei dem
Eintauchen zu vermeiden, daß zwischen Magnetspule 52 und Speicherkolben 41 innerhalb
des Magnetraums 44 ein Flüssigkeitsstau entsteht.
[0017] Die beschriebene Ventilsteuervorrichtung arbeitet wie folgt:
für den Betrieb der Brennkraftmaschine wird durch den Ventilsteuernocken 14 zu dem
gegebenen Zeitpunkt der Ventilteller 11 vom Ventilsitz nach unten abgehoben und der
Einlaßkanal zum Brennraum geöffnet. Hierfür wird über den Nockenkolben 27 und entgegen
der Kraft der Rückstellfeder 28 der Kolbenteil 26 in die Gehäusebohrung 24 verschoben,
welcher mit Öl gefüllt ist. Durch das Öl als nahezu unelastischer Kraftüberträger
wird der Ventilkolben 25 nach unten verdrängt und verschiebt dabei den Ventilschaft
12 einschließlich Ventilteller 11 und zwar entgegen der Kraft der Ventilschließfedern
16 und 17. Bei unverändertem Flüssigkeitsvolumen in der Hubübertragungskammer 29 entspricht
der Öffnungshub des Motorenventils 10 der Höhe des Ventilsteuernockens 14, da der
Kolbenteil 26 und der Ventilkolben 25 den gleichen Arbeitsdurchmesser aufweisen. Dieser
Arbeitshub des Ventilschafts 12 wird durch das Magnetsteuerventil 31 dann geändert,
wenn der Zeitquerschnitt zwischen Ventilteller 11 und Ventilsitz 18 ausreichend groß
ist, beispielsweise wenn durch Verkleinern dieses Zeitquerschnitts die Motordrehzahl
verringert werden soll. Hierbei wird entsprechend dem Zeitquerschnitt die in den Brennraum
gesaugte Kraftstoffluftgemischmenge verringert. Um diesen Zeitquerschnitt zu verringern
wird gezielt ab einem bestimmten Arbeitshub das Magnetventil 31 geöffnet, indem die
Spule 52 erregt wird und mindestens durch den ersten Stromimpuls die Ventilkante 54
des Speicherkolbens 41 vom Ventilsitz 55 abhebt, so daß sich der in der Hubübertragungskammer
29 herrschende Druck über die Leitung 30 in den Speicherraum 43 überträgt, um dort
durch Beaufschlagung der unteren Stinseite des Speicherkolbens 41 diesen entgegen
der Kraft der Speicherfeder 45 nach oben zu schieben. Um dieses vom Speicher geschluckte
Volumen wird jenes in der Hubübertragungskammer 29 reduziert. Durch die Wirkung der
Federn 16 und 17 schließt der Ventilteller 11 dadurch vorzeitig. Außerdem wird bei
diesem Speichervorgang im kombinierten Speicher-Magnetventil 31 im Magnetraum 44 vorhandene
Flüssigkeit über die Leckbohrung 53 bzw. den Leckkanal 50 und die Leckleitung 51 zum
Ölbehälter 32 geleitet. Beim Weiterdrehen des Ventilsteuernockens 14 gelangt er in
die gezeigte Grundkreisstellung, in der der Kolbenteil 26 durch die Rückstellfeder
28 wieder ganz nach oben geschoben wird. Bei dieser Bewegung verdrängt der Speicherkolben
41 des Magnetsteuerventils 31, durch die Speicherfeder 45 angetrieben, das ihm vorgelagerte
Öl über die Leitung 30 zurück in die Hubübertragungskammer 29 bis der Speicherkolben
41 mit seiner Ventilkante 54 auf dem Ventilsitz 55 aufliegt. Irgendwelche sich in
Ventileinlaßraum 42 der Leitung 30 oder der Hubübertragungskammer 29 einstellende
Hohlräume, werden über die Förderpumpe 34 und die Förderleitung 33 mit Öl aufgefüllt,
wobei ein Zurückfliessen durch das Rückschlagventil 37 verhindert wird, so daß bei
einem neuerlichen Antrieb durch den Ventilsteuernocken 14 die Ausgangssituation wieder
erreicht ist. Über die Drosselbohrung 46 im Boden des Speicherkolbens 41 wird erreicht,
daß im Speicherraum 43 kein Staudruck entsteht d. h. es wird erreicht, daß der Speicherkolben
41 satt auf dem Ventilsitz 55 aufliegt. Über die Leitung 36 und das Rückschlagventil
38 strömt von der Förderpumpe 34 kontinuierlich Öl in den Speicherraum 43 und von
dort über die Drosselbohrung 46 in den Magnetraum 44 und zurück in den Ölbehälter
32, so daß hier eine stetige Füllung des Speicherraums 43 unter konstantem niederen
Druck gewährleistet ist. Die bevorzugt vorgesehene Drossel 56 zwischen Rückschlagventil
38 und Speicherraum 43 ist im Durchmesser kleiner als die Drossel 46 und bewirkt,
daß sich Änderungen des als Systemdruck dienenden Motoröldrucks nur in abgeschwächter
Form auf den Druck im Speicherraum auswirken.
1. Ventilsteuervorrichtung zum Steuern der Schließ- und Öffnungszeit eines von einem
Ventilsteuernocken (14) einer Nockenwelle (13) über einen axial verschiebbaren Ventilschaft
(12) betätigten Motorventils (10) einer Brennkraftmaschine, mit einer zwischen dem
Ventilsteuernocken (14) und dem Ventilschaft (12) angeordneten, flüssigkeitsgefüllten
Hubübertragungskammer (29), die zur Änderung ihrer zwischen Ventilsteuernocken (14)
und Ventilschaft (12) wirksamen Axialausdehnung einen durch ein Magnetventil (31)
steuerbaren Kanal (30) zum Ablassen und Zuführen der Flüssigkeit aufweist, der anderen
Ends in einen Flüssigkeitsspeicher (43, 41) mündet, dadurch gekennzeichnet, daß der
Flüssigkeitsspeicher (43, 41) in das Magnetventil (31) integriert ist und sich durch
Zurückweichen des Ventilglieds als Speicherkolben (41) in Öffnungsrichtung über die
eine Durchflußöffnung freigebende Stellung hinaus ausbildet, das Magnetsteuerventil
(31) stromlos geschlossen ist und daß das als Speicherkolben (41) ausgebildete Ventilglied
durch eine als Schließfeder dienende Speichfeder (45) belastet ist.
2. Ventilsteuervorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß der Speicherkolben
(41) topfförmig ausgebildet ist und einen dem Speicherraum (43) zugewandten Topfboden
aufweist, dessen Kante (54) mit einem zwischen Ventileinlaßraum (42) und Speicherraum
(43) vorhandenen Ventilsitz (55) zusammenwirkt und der radial an einer Innenwand des
Steuerventilgehäuses (40) geführt ist und daß ein zentraler gehäusefester Zapfen (47)
als Magnetjoch in die Topföffnung des Speicherkolbens (41) taucht.
3. Ventilsteuervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem zwischen
Zapfen (47) und Innenwand des Gehäuses (40) gebildeten Ringraum des Magnetraums (44)
die Magnetspule (52) angeordnet ist.
4. Ventilsteuervorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Zapfen
(47) eine zentrale Bohrung (50) zur Entlastung des Magnetraums (44) vorhanden ist.
5. Ventilsteuervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß in den Magnetraum (44) und Speicherraum (43) trennenden Mitteln (Boden des Speichkolbens
41) eine Drosselöffnung (46) vorhanden ist.
6. Ventilsteuervorrichtung nach einem der Ansprüche 2-5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Speicherraum (43) über eine Drosselbohrung (56) und ein zum Speicherraum (43)
hin öffnendes Rückschlagventil (38) mit dem Kurbelgehäuse verbunden ist.
7. Ventilsteuervorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zapfen (47) als Hubanschlag des Speicherkolbens (41) dient und daß die Speicherfeder
(45) teilweise in eine Sackbohrung (49) des Zapfens (47) taucht.
8. Ventilsteuervorrichtung nach einem der vorhergenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stromzufuhr zur Magnetspule (52) nach Abheben des Speicherkolbens (41) vom
Sitz (54) unterbrechbar ist.
1. Valve control appliance for controlling the closing time and opening time of an engine
valve (10), of an internal combustion engine, actuated by a valve control cam (14)
of a camshaft (13) via an axially displaceable valve stem (12), having a fluid-filled
lift transmission chamber (29) arranged between the valve control cam (14) and the
valve stem (12), which lift transmission chamber (29) has a passage (30), controllable
by a magnetic valve (31), for draining and supplying the fluid in order to change
the effective axial extent of the lift transmission chamber (29) between the valve
control cam (14) and the valve stem (12), which passage (30) opens into a fluid reservoir
(43, 41) at the other end, characterised in that the fluid reservoir (43, 41) is integrated
into the magnetic valve (31) and, by the withdrawal of the valve element, becomes
configured as the reservoir piston (41) in the opening direction beyond a position
freeing a through-flow opening, the magnetic control valve (31) is closed when no
electricity is supplied and in that the valve element configured as the reservoir
piston (41) is loaded by a reservoir spring (45) acting as closing spring.
2. Valve control appliance according to Claim 1, characterised in that the reservoir
piston (41) has a cup-shaped configuration and has a cup bottom facing towards the
reservoir space (43), the edge (54) of which cup bottom interacts with a valve seat
(55) present between valve inlet space (42) and reservoir space (43) and which reservoir
piston (41) is radially guided on an inner wall of the control valve housing (40)
and in that a central shank (47) connected to the housing is immersed as the magnet
yoke into the cup opening of the reservoir piston (41).
3. Valve control appliance according to Claim 2, characterised in that the magnet coil
(52) is arranged in the annular space of the magnet space (44) formed between the
shank (47) and the inner wall of the housing (40).
4. Valve control appliance according to Claim 2, or 3, characterised in that a central
hole (50) for relieving the magnet space (44) is present in the shank (47).
5. Valve control appliance according to one of Claims 1 to 4, characterised in that a
throttle opening (46) is present in the means (bottom of the reservoir piston 41)
separating the magnet space (44) from the reservoir space (43).
6. Valve control appliance according to one of Claims 2-5, characterised in that the
reservoir space (43) is connected to the crankcase via a throttle hole (56) and a
non-return valve (38) opening towards the reservoir space (43).
7. Valve control appliance according to one of Claims 2 to 6, characterised in that the
shank (47) acts as a lift stop for the reservoir piston (41) and in that the reservoir
spring (45) is partially immersed in a pocket hole (49) of the shank (47).
8. Valve control appliance according to one of the preceding claims, characterised in
that the supply of electricity to the magnet coil (52) can be interrupted after the
reservoir piston (41) lifts from the seat (54).
1. Dispositif de commande de soupape pour commander l'instant de fermeture et d'ouverture
d'une soupape (10) d'un moteur à combustion interne actionnée par une came de commande
de soupape (14) d'un arbre à cames (13) au moyen d'une tige de soupape (12) pouvant
se déplacer axialement, avec une chambre de transmission de course (29) remplie de
liquide, disposée entre la came de commande de la soupape (14) et la tige de la soupape
(12), qui présente pour modifier son expansion axiale efficace entre la came de commande
de la soupape (14) et la tige de la soupape (12) un canal (30) pouvant être commandé
par une électro-vanne (31) servant à l'évacuation et à l'alimentation du liquide,
et qui débouche à l'autre extrémité dans un accumulateur de liquide (43, 41), dispositif
de commande de soupape caractérisé en ce que l'accumulateur de liquide (43, 41) est
intégré dans l'électro-vanne (31) et se comporte par retrait de l'organe de soupape
comme le piston accumulateur (41) dans le sens de l'ouverture via la position libérant
une ouverture de passage, l'électro-vanne de commande (31) est fermée sans courant
et que l'organe de soupape faisant office de piston accumulateur (41) est chargé par
un ressort (45) servant de ressort de fermeture.
2. Dispositif de commande de soupape selon la revendication 1, caractérisé en ce que
le piston accumulateur (41) a la forme d'un pot et présente un fond tourné vers la
chambre accumulateur (43), fond dont le bord (54) coopère avec un siège de soupape
(55) existant entre la zone d'entrée de la soupape (42) et la chambre d'accumulation
(43) et qui va radialement sur une paroi intérieure du boîtier (40) de la soupape
de commande et en ce qu'un téton (47) central solidaire du boîtier plonge comme culasse
d'aimant dans l'ouverture du piston accumulateur (41).
3. Dispositif de commande de soupape selon la revendication 2, caractérisé en ce que
dans l'espace annulaire de la chambre de l'électro-aimant (44) formé entre le tenon
(47) et la paroi intérieure du boîtier (40), est disposée la bobine (52) de l'électro-aimant.
4. Dispositif de commande de soupape selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce
que dans le tenon (47) il existe un alésage central (50) pour décharger la chambre
de l'électro-aimant (44).
5. Dispositif de commande de soupape selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée
en ce que dans les moyens de séparation de la chambre de l'électro-aimant (44) et
de la chambre d'accumulation (43) (fond du piston accumulateur 41), il y a une ouverture
étranglée (46).
6. Dispositif de commande de soupape selon l'une des revendications 2 à 5, caractérisé
en ce que la chambre d'accumulation (43) est reliée par un alésage étranglé (56) et
un clapet de non retour (38) ouvrant en direction de la chambre d'accumulation (43)
au carter du vilebrequin.
7. Dispositif de commande de soupape selon l'une des revendications 2 à 6, caractérisé
en ce que le téton (47) sert de butée de fin de course au piston accumulateur (41)
et en ce que le ressort (45) plonge en partie dans un trou borgne (49) du téton (47).
8. Dispositif de commande de soupape selon l'une des revendications précédentes, caractérisé
en ce que l'arrivée du courant électrique à la bobine (52) de l'électro-aimant peut
être coupée après le soulèvement du piston accumulateur (41) par le siège (54).
