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(11) |
EP 0 442 066 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.09.1994 Patentblatt 1994/38 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.12.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: D01H 1/241 |
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Antrieb für eine Spinnmaschine, insbesondere für einen Flyer
Drive for a spinning machine, in particular for a flyer
Entrainement pour un métier à filer, en particulier pour une ailette
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR IT LI |
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Priorität: |
14.02.1990 DE 4004524
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.08.1991 Patentblatt 1991/34 |
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Patentinhaber: Zinser Textilmaschinen GmbH |
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D-73061 Ebersbach/Fils (DE) |
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Erfinder: |
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- Grau, Gerhard, Dipl.-Ing.
W-7840 Müllheim 13 (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-86/07101 DE-A- 3 622 215
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DE-A- 2 125 597 GB-A- 1 524 822
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Antrieb für Spinnelemente einer Spinnmaschine, insbesondere
für Spulen und/oder Flügel eines Flyers, die in einer sich in Maschinenlängsrichtung
erstreckenden Bank gelagert und gruppenweise mittels Zahnriementrieben angetrieben
sind.
[0002] Zum Antrieb von Flügeln und Spulen von Flyern ist es bekannt, unter der Flügelbank
und unter der Spulenbank zwei parallele Antriebswellen anzuordnen, die sich über die
Länge der Maschine erstrecken.Diese Wellen treiben über Kegelradgetriebe Zwischenwellen
an, die in regelmäßigen Abständen nach oben geführt sind und die Spulenbank und die
Flügelbank durchdringen. Auf den zum Antrieb der Flügel dienenden Zwischenwellen sind
drehfest Zahnriemenscheiben angeordnet, die über einen Zahnriemen einen oder mehrere
Flügel antreiben. Die zum Antrieb der Spulen dienenden Zwischenwellen sind als Keilwellen
ausgebildet, die jeweils eine in der Spulenbank gelagerte Zahnriemenscheibe antreiben.
Diese Zahnriemenscheibe treibt dann über einen Zahnriemen eine oder mehrere Spindeln
an, die jeweils eine Spule aufnehmen. Der bekannte Antrieb erfordert einen erheblichen
Aufwand bezüglich der Herstellung von Wellen, Wellenlagerungen, Kegelradgetrieben
und Keilwellen o.dgl., zu dem noch ein erheblicher Montageaufwand hinzukommt. Die
vielfachen Umlenkungen in dem Antrieb führen zu einem erheblichen Energieverbrauch,
während außerdem ein derartiger Antrieb relativ laut ist.
[0003] Aus der DE-A-36 22 215 ist ein Antrieb für von Spulenspindeln getragene Ablaufspulen
in einem doppelseitigen, ortsfest angeordneten Gatter einer lieferwerkslosen Zwirnmaschine
bekannt.
[0004] Vor allem aber ist es bei dieser Bauweise nicht mehr möglich, die Spulenbank zum
bequemen Entnehmen voller Spulen und Aufstecken leerer Hülsen nach vorn zu kippen,
wie dies beispielsweise aus der DE-C-28 38 398 bekannt ist.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Antrieb der eingangs genannten Art
so auszubilden, daß die Spulenbank kippbar und daneben konstruktiv einfach aufgebaut
ist und einen entsprechend geringen Aufwand bezüglich der Herstellung und der Montage
erfordert.
[0006] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß zumindest an der die Spulen tragenden, kippbaren
Spulenbank jeweils wenigstens ein Antriebsmotor angebracht ist, der über einen Zahnriementrieb
jeweils wenigstens eine Spule antreibt und daß diese angetriebene Spule ihrerseits
über einen oder mehrere Zahnriementriebe weitere Spulen antreibt. Im Sinne vorteilhafterweise
einheitlicher Bauweise kann dieser Antrieb auch an der die Flügel tragenden Flügelbank
eingesetzt werden.
[0007] Ein derartiger Antrieb kommt ohne in Maschinenlängsrichtung verlaufende Wellen, Wellenlagerungen
und Umlenkgetriebe aus, so daß der Aufbau einfach und kostengünstig ist. Die Montage
ist sehr einfach. Vor allem ist auch ein Kippen der Spulenbank nach vorn ungehindert
möglich.
[0008] Um einen winkelgetreuen Gleichlauf der Spinnelemente zu gewährleisten, ist eine elektrische
Synchronisation der Antriebsmotoren vorgesehen, beispielsweise eine entsprechende
Freguenzsteuerung der bevorzugt als Synchronmotoren ausgebildeten Antriebsmotoren.
Die mechanische Zwangssynchronisierung mittels der Zahnriemen gewährleistet, daß auch
bei einem Abstellen oder bei einem Stromausfall der winkelgetreue Gleichlauf der Spinnelemente
erhalten bleibt.
[0009] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele und der Unteransprüche.
- Fig. 1
- zeigt eine Ansicht in Maschinenlängsrichtung einer Flügelbank und einer Spulenbank
mit zugehörigen Antrieben in der Betriebsstellung,
- Fig. 2
- eine Ansicht entsprechend der Ausführungsform nach Fig. 1 in einer Doff-Stellung,
in welcher die Spulenbank in eine zur automatischen Entnahme der Spulen geeignete
Stellung verschwenkt ist,
- Fig. 3
- eine Ansicht von oben auf die Flügelbank und den Antrieb der Flügel,
- Fig. 4
- eine Ansicht in Maschinenlängsrichtung einer Flügelbank und einer Spindelbank mit
einem etwas abgewandelten Antrieb in der Betriebsstellung und
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf die Flügelbank der Fig. 4 mit den zugehörigen Antrieben.
[0010] Der in Fig. 1 ausschnittweise dargestellte Flyer enthält eine Flügelbank (10), in
der in zwei versetzten Reihen (11, 12) Flügel (13) gelagert sind und eine Spulenbank
(14), in der in ebenfalls zwei Reihen (11, 12) in entsprechender Anordnung Spindeln
(15) gelagert sind. Die Spulenbank (14) ist auf einem Halter (16) getragen, der an
vertikalen Säulen (17) mittels eines nicht dargestellten Antriebes auf- und abfahrbar
ist. Die Spulenbank (14) ist mit dem Halter (16) über eine in Maschinenlängsrichtung
verlaufende Schwenkachse (18) verbunden. Zwischen den Haltern (16) und der Spulenbank
(14) sind mehrere hydraulische oder pneumatische Zylinder (19) angeordnet, durch deren
Betätigung die Spulenbank (14) aus der in Fig. 1 dargestellten Betriebsstellung in
die in Fig. 2 dargestellte Doff-Stellung und wieder zurück verschwenkt werden kann.
In dieser Doff-Stellung sind die auf den Spulenspindeln (15) drehfest mit ihren Hülsen
angeordneten Spulen (20) für einen Doff-Vorgang gut zugänglich. In dem normalen Spinnbetrieb
läuft das verstreckte Vorgarn, das von einem nicht dargestellten Streckwerk kommt,
axial in die Köpfe der Flügel (13) ein und wird dann in einem der Flügelarme zu einem
Druckfinger (21) geführt, von dem es dann an die Spulen (20) übergeben wird.
[0011] Der Antrieb für die Spindeln (15) ist als sogenannter Gruppenantrieb ausgebildet,
der eine Mehrzahl von elektrischen Antriebsmotoren (32) enthält, die jeweils zum Antrieb
einer Gruppe von Spindeln (15) dienen, wobei die Antriebsmotoren (32) untereinander
gleich ausgebildet und auf den Antrieb einer jeweils gleichen Anzahl von Spindeln
(15) ausgelegt ist. Die Antriebsmotoren (32) sind an der Spulenbank (14) außen angebracht.
Sie sind auf ihrer Motorwelle mit einer Zahnriemenscheibe (33) versehen, die einen
Zahnriemen (34) antreibt, der um eine Zahnriemenscheibe (35) geschlungen ist, die
drehfest mit einer Spindel (15) verbunden ist. Bei der in Fig. 1 bis 3 dargestellten
Ausführungsform wird jede sechste Spindel (15) der einen Reihe, nämlich der Reihe
(12), über einen derartigen Zahnriemenantrieb angetrieben. Von der über einen Antriebsmotor
(32) direkt angetriebenen Spindel werden die Antriebe der übrigen Spindeln (15) abgeleitet,
die jeweils zu Gruppen zusammengefaßt sind. Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, ist die
direkt angetriebene Spindel (15) mit einer weiteren Zahnriemenscheibe (37) drehfest
verbunden, die über einen sie umschlingenden Zahnriemen (38) zwei weitere Zahnriemenscheiben
(39) mit antreibt, die drehfest mit Spindeln (15) der gegenüberliegenden Reihe (11)
verbunden sind. Von dieser ersten Dreiergruppe, die aus der direkt angetriebenen Spindel
(15) und in zwei gegenüberliegenden Spindeln (15) der Reihe (11) gebildet ist, werden
über Zahnriementriebe jeweils die nächsten Spindeln der gleichen Reihe (11) und der
gegenüberliegenden Reihe (12) angetrieben. Die Spindeln (15) der Reihe (11) sind mit
übereinanderliegenden, drehfest mit ihnen verbundenen Zahnriemenscheiben (39, 39')
versehen, wobei um die Zahnriemenscheibe (39') ein Zahnriemen (38') geschlungen ist,
der außer dieser Zahnriemenscheibe (39') eine in der Darstellung der Fig. 1 und 2
durch die Zahnriemenscheibe (35) verdeckte Zahnriemenscheibe einer Spindel (15) der
Reihe (12) und eine weitere Zahnriemenscheibe (39') eine Spindel (15) der Reihe (11)
umschlingt, d.h. wiederum drei Zahnriemenscheiben. Die Spindeln und damit die Zahnriemenscheiben
liegen - wie aus Fig. 3 ersichtlich - in den Eckpunkten eines in etwa gleichschenkligen
Dreiecks. Die Zahnriemenscheiben auf den einzelnen Spindeln liegen in der Höhe versetzt.
[0012] Wie insbesondere aus Fig. 3 zu ersehen ist, wird auf diese Weise ein eine Vielzahl
einzelner Zahnriemen enthaltender Gesamtzahnriemenantrieb geschaffen, bei dem alle
Spindeln (15) beider Reihen (11, 12) mechanisch miteinander gekoppelt sind, so daß
ein winkelgetreuer Gleichlauf gewährleistet ist. Die elektrischen Antriebsmotoren
(32) sind zweckmäßigerweise elektrisch synchronisiert, insbesondere durch eine Frequenzsteuerung.
[0013] Da die Antriebsmotoren (32) an der Spulenbank (14) angebracht sind, kann die Spulenbank
(14) ohne weiteres aus der Betriebsstellung (Fig. 1) in die Doff-Stellung (Fig. 2)
und wieder zurückgeschwenkt werden, ohne daß dies durch den Antrieb behindert wird.
Der Antrieb der einzelnen Spulenspindeln (15) ist ebenso wie derjenige der Flügel
(13) zwangssynchronisiert. Auch hier wird zweckmäßigerweise eine elektrische Synchronisation
zwischen den Antriebsmotoren (32) vorgesehen. Hinzu kommt noch eine elektrische Drehzahlregelung
dieser Antriebsmotoren (32), deren Drehzahl an den Füllungsgrad der Spulen (20) anzupassen
ist. Es sei hier angemerkt, daß in der Mehrzahl der Fälle immer mehrere Antriebsmotoren
(22) für die Flügel (13) und auch mehrere Antriebsmotoren (32) für die Spulenspindeln
(15) vorgesehen werden. Bei einem kurzen Flyer kann aber auch nur ein Antriebsmotor
(22) für die Flügel (13) sowie ein Antriebsmotor (32) für die Spulenspindeln (15)
ausreichen.
[0014] Der Antrieb der Flügel (13) ist nach dem gleichen Prinzip aufgebaut, nach dem der
Antrieb der Spindeln (15) ausgeführt ist. An der Flügelbank (10) sind in regelmäßigen
Abständen auf die gleiche Leistung ausgelegte elektrische Antriebsmotoren (22) angebracht,
die über einen Riementrieb einen Flügel (13) der Reihe (12) direkt antreiben. Hierzu
sind die Elektromotoren (22) auf ihren Motorwellen drehfest mit Zahnriemenscheiben
(23) versehen, die über einen Zahnriemen (24) eine Riemenscheibe (25) antreiben, die
drehfest mit einem Flügel (13) verbunden ist. Auf demselben Flügel (13) ist eine weitere
Zahnriemenscheibe (27) drehfest angebracht, die über einen Zahnriemen (28) zwei Flügel
(13) der gegegenüberliegenden Reihe (11) mit antreibt, da der Zahnriemen (28) über
entsprechende auf diesen Flügel (13) drehfest angeordnete Zahnriemenscheiben (29)
geschlungen ist. Von diesem Riemenantrieb (27, 28, 29) sind die Antriebe zu benachbarten
Dreiergruppen so abgeleitet, wie dies aus Fig. 3 hervorgeht. Die Flügel (13) der Reihe
(11) sind jeweils mit zwei übereinander angeordneten Zahnriemenscheiben (29, 29')
versehen, wobei um die Zahnriemenscheiben (29') ein Zahnriemen (28') läuft, der jeweils
zu der benachbarten Dreiergruppe führt. Auf diese Weise wird auch für die Flügel (13)
ein ununterbrochener Gesamtriemenantrieb geschaffen, in dem in regelmäßigen Abständen
über elektrische Antriebsmotoren (22) Antriebsenergie eingeleitet wird.
[0015] Die Ausführungsform nach Fig. 4 und 5 entspricht im Grundprinzip der Ausführungsform
nach Fig. 1 bis 3. Soweit hier die gleichen Bezugszeichen wie bei der Ausführungsform
nach Fig. 1 bis 3 verwendet werden, betreffen diese bereits beschriebene Elemente,
ohne daß hier die Beschreibung wiederholt wird. Sowohl für die in der Flügelbank (10)
gelagerten Flügel (13) als auch für die in der Spulenbank (14) gelagerten Spulenhülsen
wird jeweils wieder ein Gruppenantrieb vorgesehen, der mehrere in Maschinenlängsrichtung
verteilt angeordnete einzelne elektrische Antriebsmotoren (22 und 32) enthält. Diese
Antriebsmotoren (22, 32) sind bei dieser Ausführungsform nicht außen an der Flügelbank
(10) und der Spulenbank (14) angebracht, sondern in diese integriert, so daß eine
gewisse Ersparnis an Bauraum erhalten wird. Die Antriebsmotoren (22, 32) treiben wieder
über auf ihren Motorwellen drehfest angeordnete Zahnriemenscheiben (23, 33) und einen
Zahnriemen (24, 34) direkt eine Zahnriemenscheibe (25, 35) an, die mit einem Flügel
(13) oder einer Spulenspindel (15) drehfest verbunden sind.
[0016] Wie aus Fig. 5 zu ersehen ist, werden jeweils Vierergruppen von Flügeln (13) und
Spulenspindeln (15) von Riementrieben angetrieben, die von den einzel angetriebenen
Flügeln (13) und Spulenspindeln (15) abgeleitet sind. Jeder Flügel (13) ist mit zwei
übereinander angeordneten, drehfest mit ihm verbundenen Zahnriemenscheiben (40, 40'
und 41, 41') versehen, in die Zahnriemen (42, 42') eingreifen, die jeweils vier Flügel
(13) antreiben. Selbstverständlich braucht nur jeder Flügel (13) mit zwei Riemenscheiben
(40, 40' und 41, 41') versehen sein, der von jeweils zwei Zahnriemen (42, 42') umschlungen
wird, d.h. in einer Reihe (11 und 12) jeweils nur jeder zweite Flügel. Wie aus Fig.
4 zu ersehen ist, besitzen die Flügel (13), die direkt angetrieben werden, bei der
dargestellten Ausführungsform drei übereinander angeordnete Riemenscheiben (25,41,
41'). Bei einer abgewandelten Ausführungsform wird vorgesehen, daß der direkte Antrieb
mittels eines elektrischen Antriebsmotors (22) an einem der Flügel (13) einer Vierergruppe
jeweils an der Stelle erfolgt, an der sonst nur ein Zahnriemen (42,42') um den entsprechenden
Flügel (13) geführt ist.
[0017] Der Antrieb der Spulenspindeln (15) der Ausführungsform nach Fig. 4 ist identisch
mit der Ausführung des Antriebes für die Flügel (13). Auch für die Spulenspindeln
(15) sind jeweils Zahnriementriebe (43, 43') vorgesehen, die jeweils vier rautenförmig
angeordnete Spulenspindeln (15) umschließen.
[0018] In Fig. 4 und 5 ist noch andeutungsweise das Lieferwalzenpaar (44) eines Streckwerkes
dargestellt. Es ist insbesondere aus Fig. 5 ersichtlich, daß das einlaufende Vorgarn
so geführt werden kann, daß die Anordnung der Elektromotoren (22) nicht stört. Wie
aus Fig. 5 zu ersehen ist, ist gegenüber Fig. 4 insofern eine Abwandlung vorgenommen
worden, als der Elektromotor einen Flügel (13) der dem Streckwerk (44) zugewandten
Reihe (11) antreibt, während in Fig. 4 dargestellt ist, daß der Antriebsmotor (22)
einen Flügel (13) der Reihe (12) antreibt. Dies ist jedoch für das Prinzip des Antriebs
ohne Bedeutung.
[0019] Auch wenn bei den dargestellten Ausführungsformen jeweils die Ausführung für den
Antrieb der Flügel (13) und für den Antrieb der Spulenspindeln (15) gleich ausgeführt
ist, so ist dies jedoch nicht zwingend erforderlich. Beispielsweise ist es möglich,
die Flügel (13) mit einem Antrieb entsprechend dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1
bis 3 zu versehen, während die Spulenspindeln (15) mit einem Antrieb entsprechend
Fig. 4 und 5 versehen sind. Ebenso ist auch eine umgekehrte Ausbildung möglich. Des
weiteren ist es auch möglich, nur die Flügel (13) oder nur die Spulenspindeln (15)
mit dem erfindungsgemäßen Gruppenantrieb zu versehen. Diese wird jedoch insbesondere
für den Antrieb der Spulenspindeln (15) bevorzugt.
1. Antrieb für von Spulenspindeln getragene Spulen (20) und/oder Flügel (13) eines Flyers,
die jeweils in einer sich in Maschinenlängsrichtung erstreckenden, ortfesten Flügelbank (10) bzw. bewegbaren Spulenbank (14) gelagert und gruppenweise mittels Zahnriementrieben (37, 38, 39) angetrieben sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spulenbank (14) nach vorn kippbar gelagert und an
der Spulenbank (14) wenigstens ein Antriebsmotor (32) angebracht ist, der über einen
Zahnriementrieb (33, 34, 35) jeweils wenigstens eine Spulenspindel (15) antreibt,
und daß diese angetriebene Spulenspindel (15) ihrerseits über einen oder mehrere Zahnriemenantriebe
(37, 38, 39; 43, 43') Gruppen von Spulenspindeln antreibt.
2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch an der Flügelbank (10) wenigstens
ein Antriebsmotor (22) angebracht ist, der über einen Zahnriementrieb (23, 24, 25)
jeweils wenigstens einen Flügel (13) antreibt, und daß diese angetriebenen Flügel
(13) ihrerseits über einen oder mehrere Zahnriemenantriebe (27, 28, 29) Gruppen von
weiteren Flügeln antreiben.
3. Antrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils ein Spinnelement
(13, 15) einer Gruppe von dem Zahnriemen (28, 28'; 38, 38'; 42, 42'; 43, 43') der
vorausgehenden Gruppe und ein Spinnelement von dem Zahnriemen der nachfolgenden Gruppe
mit umschlossen wird.
4. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spinnelemente
(13, 15) in zwei zueinander versetzten Reihen (11, 12) angeordnet sind, und daß ein
Zahnriemen (28, 28'; 38, 38') die Eckpunkte eines Dreiecks bildende Spinnelemente
(13, 15) umschließt.
5. Antrieb nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Spinnelemente (13, 15) der
einen Reihe (11) jeweils von zwei Zahnriemen (28, 28'; 38, 38') umschlossen sind,
und daß die Antriebsmotoren (22, 32) mit deren Zahnriementrieben jeweils den Spinnelementen
(13, 15) der anderen Reihe (12) zugeordnet sind.
6. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spinnelemente
(13, 15) in zwei zueinander versetzten Reihen (11, 12) angeordnet sind, und daß ein
gemeinsamer Zahnriemen (42, 42'; 43, 43') jeweils zwei Spinnelemente jeder Reihe (11,
12) umschließt.
1. Drive for bobbins (20) carried by bobbin spindles and/or flyers (13) of a flyer assembly
which, in each case, are mounted in a fixed flyer rail (10) or movable bobbin rail
(14) extending in the longitudinal direction of the machine and which are driven in
groups by means of toothed-belt drives (37, 38, 39), characterized in that the bobbin
rail (14) is mounted tiltably forwards and there is attached to the bobbin rail (14)
at least one drive motor (32) which drives at least one respective bobbin spindle
(15) via a toothed-belt drive (33, 34, 35), and in that this driven bobbin spindle
(15) itself drives groups of bobbin spindles via one or more toothed belt drives (37,
38, 39; 43, 43').
2. Drive according to Claim 1, characterized in that there is attached also to the flyer
rail (10) at least one drive motor (22) which drives at least one respective flyer
(13) via a toothed-belt drive (23, 24, 25), and in that these driven flyers (13) themselves
drive groups of further flyers via one or more toothed-belt drives (27, 28, 29).
3. Drive according to Claim 1 or 2, characterized in that a respective spinning element
(13, 15) of one group is surrounded by the toothed belt (28, 28'; 38, 38'; 42, 42';
43, 43') of the preceding group and a spinning element is also surrounded by the toothed
belt of the following group.
4. Drive according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the spinning elements
(13, 15) are arranged in two rows (11, 12) offset relative to one another, and in
that one toothed belt (28, 28'; 38, 38') surrounds spinning elements (13, 15) forming
the corner points of a triangle.
5. Drive according to Claim 4, characterized in that the spinning elements (13, 15) of
one row (11) are respectively surrounded by two toothed belts (28, 28'; 38, 38'),
and in that the drive motors (22, 32) together with their toothed-belt drives are
assigned respectively to the spinning elements (13, 15) of the other row (12).
6. Drive according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the spinning elements
(13, 15) are arranged in two rows (11, 12) offset relative to one another, and in
that a common toothed belt (42, 42'; 43, 43') respectively surround two spinning elements
of each row (11, 12).
1. Commande de bobines (20) et/ou d'ailettes (13) d'un banc à broches portées par des
broches de bobines, qui sont chacune placées dans un banc d'ailettes (10) fixe respectivement un banc de bobines (14) mobile s'étendant dans le sens longitudinal de la machine, et qui sont commandées de manière
groupée au moyen de transmissions à courroie dentée (37, 38, 39), caractérisée en
ce que le banc de bobines (14) est placé de manière à pouvoir basculer vers l'avant,
et qu'au moins un moteur d'entraînement (32) est relié au banc de bobines (14), lequel
moteur d'entraînement commande chaque fois au moins une broche de bobine (15) par
l'intermédiaire d'une transmission à courroie dentée (33, 34, 35), et en ce que cette
broche de bobine (15) commandée (15) commande à son tour des groupes de broches de
bobines par l'intermédiaire d'une ou de plusieurs transmissions à courroie dentée
(37, 38, 39; 43, 43').
2. Commande selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins un moteur d'entraînement
(22) est relié également au banc d'ailettes (10), lequel moteur d'entraînement commande
chaque fois au moins une ailette (13) par l'intermédiaire d'une transmission à courroie
dentée (23, 24, 25), et en ce que ces ailettes (13) commandées commandent à leur tour
des groupes d'autres ailettes par l'intermédiaire d'une ou de plusieurs transmissions
à courroie dentée (27, 28, 29).
3. Commande selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que chaque fois un élément
de filage (13, 15) d'un groupe est entouré par la courroie dentée (28, 28'; 38, 38';
42, 42'; 43, 43') du groupe précédent et un élément de filage est entouré par la courroie
dentée du groupe suivant.
4. Commande selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les
éléments de filage (13, 15) sont disposés en deux rangées (11, 12) décalées l'une
par rapport à l'autre, et en ce qu'une courroie dentée (28, 28'; 38, 38') entoure
les éléments de filage (13, 15) formant les coins d'un triangle.
5. Commande selon la revendication 4, caractérisée en ce que les éléments de filage (13,
15) d'une rangée (11) sont chaque fois entourés par deux courroies dentées (28, 28';
38, 38'), et en ce que les moteurs d'entraînement (22, 32) avec leurs transmissions
à courroie dentée sont chaque fois affectés aux éléments de filage (13, 15) de l'autre
rangée (12).
6. Commande selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les
éléments de filage (13, 15) sont disposés selon deux rangées (11, 12) décalées l'une
par rapport à l'autre, et en ce qu'une courroie dentée commune (42, 42'; 43, 43')
entoure chaque fois deux éléments de filage de chaque rangée (11, 12).

