[0001] Die Erfindung betrifft eine Startvorrichtung, insbes. für eine Unterwasserwaffe,
mit einem Rohrabschnitt und einem mit dem Rohrabschnitt einstückig verbundenen Bodenabschnitt.
[0002] Eine derartige Startvorrichtung soll ein möglichst kleines Gewicht besitzen, was
insbes. durch die Dimensionierung der Startvorrichtung mit einer geringen Wanddicke
realisierbar ist. Andererseits muss die Startvorrichtung jedoch den kurzzeitig auftretenden
sehr hohen Drücken der Startladungsgase mit einer ausreichend grossen Formstabilität
widerstehen, was bedeutet, dass die Startvorrichtung eine ausreichende mechanische
Festigkeit besitzen muss. Anderenfalls würden die zum Starten des in der Startvorrichtung
befindlichen Projektils kurzzeitig auftretenden sehr hohen Startladungsgasdrücke zu
einer Verformung der Startvorrichtung bzw. insbes. ihres Rohrabschnittes führen, durch
welche die Zielgenauigkeit der Unterwasserwaffe beeinträchtigt werden könnte.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Startvorrichtung der eingangs genannten
Art und ein Verfahren zur Herstellung einer derartigen Startvorrichtung zu schaffen,
wobei das Gewicht der Startvorrichtung relativ gering und ihre Festigkeit und somit
ihre Formstabilität relativ hoch ist, so dass die Startvorrichtung den kurzzeitig
wirksam werdenden sehr hohen Startladungsgasdrücken formstabil widersteht und die
Zielgenauigkeit der Startvorrichtung nicht beeinträchtigt ist.
[0004] Diese Aufgabe wird gegenständlich dadurch gelöst, dass die Startvorrichtung durch
Fliessdrücken geformt ist und aus einem martensitaushärtenden Stahl besteht. Das Fliessdrücken,
das auch als Streckdrücktechnik bezeichnet wird, ist an sich bekannt. Beim Fliessdrücken
handelt es sich nach DIN 8583 um Umformvorgänge mit gewollter Verringerung der Wanddicke
und die sich daraus ergebende Verlängerung eines Hohlkörpers oder Rohres, wobei die
Umformung eines Vorformlings zu einem Endprodukt durch eine quasi punktförmige rotierende
Druckverformung erzielt wird. Beim Fliessdrücken wird in an sich bekannter Weise ein
einen Hohlraum aufweisender Vorformling auf einem Dorn angeordnet, dessen Querschnittsprofil
dem Querschnittsprofil des Hohlraums des Vorformlings entspricht. Beim Fliessdrücken
bleibt der Innendurchmesser des Endprodukts beibehalten, er entspricht dem Durchmesser
des erwähnten Dorns. Üblicherwiese rotiert beim Fliessdrücken das umzuformende Werkstück
mit dem Dorn, der Vorschub des Umformwerkzeuges wird von Rollen ausgeführt.
[0005] Hierbei ist zwischen einem sog. Gleichlaufverfahren und einem sog. Gegenlaufverfahren
zu unterscheiden. Beim Gleichlaufverfahren verlaufen der Vorschub der Rollen und der
Werkstofffluss in gleicher Richtung. Im Gegensatz hierzu bewegen sich beim Gegenlaufverfahren
der Rollenvorschub und der Werkstofffluss in entgegengesetzte Richtungen.
[0006] Bei einer derartigen, durch Fliessdrücken geformten Startvorrichtung kann in vorteilhafter
Weise auf eine Nachbearbeitung zur Erzielung einer gewünschten Oberflächengüte der
Startvorrichtung verzichtet werden. Dadurch, dass die Startvorrichtung aus einem martensitaushärtenden
Stahl besteht, ergibt sich in Verbindung mit ihrer Formgebung durch Fliessdrücken
der überraschende Vorteil, dass auch mit relativ dünnen Wanddicken insbes. des Rohrabschnittes
der Startvorrichtung gute mechanische Festigkeitswerte erzielbar sind, so dass die
Startvorrichtung den kurzzeitig auftretenden hohen Treibladungsgasdrücken widersteht.
Der Startladungsgasdruck kann grössenordnungsmässig bei 2 x 10⁸ N/m² betragen, er
wird grössenordnungsmässig zwischen 1 und 3ms wirksam.
[0007] Die Auswahl eines martensitaushärtbaren Stahles für die Startvorrichtung weist ausserdem
die Vorteile auf, dass die Einhaltung einer mindestens annähernd konstanten Temperatur
während der Umformung des Vorformlings zur fertigen Startvorrichtung unproblematisch
ist, und dass durch diese Materialauswahl im Vergleich zu an sich für derartige Anwendungen
ebenfalls in Frage kommen könnenden Vergütungsstähle deren Risiken bezüglich Verzug
und Rissgefahr entfallen, weil bei martensitaushärtenden Stählen im Vergleich zu höchstfesten
Vergütungsstählen das Vergüten mit Härten bei Temperaturen in der Grössenordnung zwischen
850 und 1050°C und das unter Umständen mehrfache Anlassen des Werkstoffs entfallen.
[0008] Als besonders zweckmässig hat es sich erwiesen, wenn die Startvorrichtung aus dem
Stahl x 2 NiCoMoTi 18 12 4 nach DIN 1.6356 besteht. Hierbei handelt es sich um einen
vakuumerschmolzenen Edelstahl mit einer Zugfestigkeit von grössenordnungsmässig 2300
bis 2500 N/mm².
[0009] Nachdem der Startladungsgasdruck -wie bereits ausgeführt wurde- nur relativ kurzzeitig
sehr gross ist und während des Startvorgangs, d.h. während der Bewegung des Projektils
aus der Startvorrichtung heraus kleiner wird, hat es sich als zweckmässig erwiesen,
wenn die Wanddicke des eine zylindrische Innenfläche aufweisenden Rohrabschnittes
der Startvorrichtung ausgehend vom mit dem Rohrabschnitt einstückig verbundenen Bodenabschnitt
zur Mündung der Startvorrichtung bzw. des Rohrabschnittes hin abnimmt. Durch diese
Ausbildung der Startvorrichtung ist es in vorteilhafter Weise möglich, ihr Gewicht
weiter zu reduzieren, ohne hierdurch die Festigkeit der Startvorrichtung und damit
ihre Formstabilität unzulässig zu beeinträchtigen.
[0010] Bei einer Startvorrichtung der zuletzt beschriebenen Art kann die Wanddicke des Rohrabschnittes
bspw. stufenweise abnehmen. Eine besonders einfache Ausbildung der Startvorrichtung
ergibt sich jedoch, wenn die Wanddicke des Rohrabschnittes der Startvorrichtung kontinuierlich
abnimmt. Eine solche Startvorrichtung ist in einer dafür vorgesehenen Fliessdrückvorrichtung
einfach realisierbar.
[0011] Da eine solche insbes. für eine Unterwasservaffe vorgesehene Startvorrichtung im
Einsatz üblicherweise langzeitig Seewasser ausgesetzt ist, so dass unter Umständen
eine Spannungsrisskorrosion und/oder eine sog. Wasserstoffversprödung des Materials
der Startvorrichtung nicht ausgeschlossen werden können, ist es vorteilhaft, wenn
die Aussenoberfläche der Startvorrichtung mit einer gegen Einflüsse von aussen schützenden
Beschichtung versehen ist. Bei dieser Beschichtung kann es sich um eine Beschichtung
aus einem Epoxidharz, einem Teermaterial o.dgl. handeln.
[0012] Zur gezielten Verbesserung der Gleitreibungseigenschaften des Projektils in Bezug
auf den Rohrabschnitt der Startvorrichtung ist es vorteilhaft, wenn zumindest die
zylindrische Innenfläche des Rohrabschnittes mit einer den Reibungskoeffizienten zwischen
der Starteinrichtung und dem in der Starteinrichtung befindlichen Projektil reduzierenden
Beschichtung versehen ist. Bei dieser Beschichtung kann es sich um eine Graphitbeschichtung
handeln.
[0013] Das Verfahren zur Herstellung der einen Rohrabschnitt und einen mit dem Rohrabschnitt
einstückig ausgebildeten Bodenabschnitt aufweisenden Startvorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass ein Vorformling aus einem martensitaushärtbaren Stahl mit einem
Sackloch ausgebildet und mit dem Sackloch auf einem Dorn angeordnet ist, wonach der
Vorformling durch einen an sich bekannten Fliessdrückvorgang in die Starteinrichtung
umgeformt wird. Der an sich bekannte Fliessdrückvorgang wurde bereits weiter oben
erläutert. Wie ebenfalls bereits erwähnt wurde, ist es auf diese Weise möglich, eine
Startvorrichtung insbes. für eine Unterwasserwaffe herzustellen, wobei auf zeit- und
kostenintensive Arbeitsgänge zur Nachbarbeitung der Startvorrichtung verzichtet werden
kann. Der Dorn, auf welchen der Vorformling mit seinem Sackloch angeordnet wird, weist
hierbei einen Aussendurchmesser auf, der dem Kaliber des mit der Startvorrichtung
abzuschiessenden Projektils entspricht. Das Sackloch wird in den Vorformling üblicherweise
in einem Dreharbeitsgang hergestellt. Durch diese Bearbeitung des Vorformlings sind
mechanische Spannungen im Vorformling nicht auszuschliessen. Um diese mechanischen
Spannungen zu beseitigen, ist es vorteilhaft, wenn der Vorformling vor der Anordnung
auf dem Dorn zum Spannungsabbau einer ersten Glühbehandlung unterzogen wird. Diese
auch als sog. Lösungsglühen bezeichnete erste Glühbehandlung wird bei Temperaturen
in der Grössenordnung um 800 bis 850°C, vorzugsweise bei Temperaturen um 820°C und
einer Glühdauer von grössenordnungsmässig zwei Stunden an Luft durchgeführt.
[0014] Um eine unzulässige Erwärmung während des Fliessdrückvorgangs zur Umformung des Vorformlings
in die Startvorrichtung zu verhindern, ist es vorteilhaft, wenn der martensitaushärtende
Stahl während des Fliessdrückvorgangs zur Umformung des Vorformlings in die Startvorrichtung
gekühlt wird. Zur Kühlung wird bspw. in bekannter Weise eine Bohremulsion verwendet.
[0015] Eine ausgezeichnete Masshaltigkeit der Startvorrichtung ergibt sich, wenn zeitlich
aufeinanderfolgend mindestens zwei Fliessdrückvorgänge durchgeführt werden, und wenn
zwischen den zeitlich aufeinanderfoögenden Fliessdrückvorgängen zum Abbau von Kaltverfestigungen
eine zweite Glühbehandlung durchgeführt wird. Die zweite Glühbehandlung wird unter
mindestens annähernd gleichen Bedingungen durchgeführt wie die weiter oben erwähnte
erste Glühbehandlung, d.h. die zweite Glühbehandlung wird vorzugsweise ebenfalls bei
einer Temperatur um 820°C und einer Dauer von ca. zwei Stunden unter Schutzgas durchgeführt.
[0016] Um eine ausreichende mechanische Endfestigkeit und damit eine ausreichende Formstabilität
des relativ dünnwandigen Rohrabschnittes der Starteinrichtung zu gewährleisten, die
grössenordnungsmässig bei 2400 N/mm² beträgt, wird die Startvorrichtung nach dem letzten
Fliessdrückvorgang vorzugsweise einer Warmauslagerung unterzogen. Bei dieser Warmauslagerung,
die bei einer Temperatur zwischen 500 und 550°C, vorzugsweise bei einer Temperatur
um 510°C, während grössenordnungsmässig drei Stunden durchgeführt wird, ergibt sich
eine Ausscheidung intermetallischer Phasen aus einer zähen Nickelmartensitmatrix,
wodurch die gewünschte Endfestigkeit und Formstabilität gewährleistet wird.
[0017] Die Startvorrichtung kann auf ihrer Aussenoberfläche mit einer gegen Einflüsse von
aussen schützenden Beschichtung versehen werden. Durch diese Beschichtung kann -wie
bereits ausgeführt wurde- eine Spannungsrisskorrosion sowie eine Wasserstoffversprödung
an der Startvorrichtung auch dann vermieden werden, wenn die Startvorrichtung relativ
lange Seewasser ausgesetzt ist.
[0018] Anstelle einer Beschichtung kann auch eine Umwicklung der Startvorrichtung erfolgen,
die vorzugsweise mit Faserverbundwerkstoffen wie GFK oder CFK realisiert ist. Durch
eine solche Umwicklung kann in vorteilhafter Weise ausser einem Korrosionsschutz auch
eine gewichtsparende mechanische Verstärkung der Startvorrichtung erzielt werden.
[0019] Zumindest die zylindrische Innenfläche des Rohrabschnittes der Startvorrichtung kann
mit einer den Reibungskoeffizienten zwischen der Startvorrichtung und dem in der Startvorrichtung
befindlichen Projektil reduzierenden Beschichtung ausgebildet werden.
[0020] Bei dem erfindungsgemäss zur Anwendung gelangenden Stahl x 2 NiCoMoTi 18 12 4 nach
DIN 1.6356 handelt es sich um einen ultrahochfesten, martensitaushärtbaren (Maraging)
Stahl, der seine im Vergleich zu vergütbaren Stählen hohen Festigkeitseigenschaften
nicht durch ein Härtungsgefüge mit relativ hohem Kohlenstoffgehalt, sondern durch
Ausscheidung intermetallischer Phasen aus einer zähen, nahezu kohlenstofffreien Nickelmartensit-Grundmasse
erreicht. Daraus ergeben sich die Vorteile einer hohen Zugfestigkeit und eines hohen
Streckgrenzenverhältnisses, einer guten Zähigkeit bezüglich Einschnürung, Dehnung,
Kerbschlagarbeit und Rissbruchzähigkeit auch bei tiefen Temperaturen, eine hohe Kerbzugfestigkeit
und Brandrissbeständigkeit, eine vernachlässigbar geringe Massänderung bei einer Wärmebehandlung,
eine vernachlässigbar geringe Entkohlung und Rissgefahr, eine gute Kaltverformbarkeit
dank geringer Verfestigungsneigung, sowie einer einfachen Wärmebehandelbarkeit durch
Wärmeauslagerung bei relativ niedrigen Temperaturen.
[0021] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteil ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines in der Zeichnung schematisch in einem verkleinerten Maßstab dargestellten Ausführungsbeispieles
der erfindungsgemässen Startvorrichtung. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine halbseitig längsgeschnittene Seitenansicht der Startvorrichtung in einem verkleinerten
Maßstab, und
- Fig. 2
- eine vergrösserte Darstellung des Details II in Fig. 1.
[0022] Fig. 1 zeigt eine Startvorrichtung 10, die insbes. für eine Unterwasserwaffe vorgesehen
ist. Die Startvorrichtung 10 weist einen Rohrabschnitt 12 und einen Bodenabschnitt
14 auf, der mit dem Rohrabschnitt 12 einstückig ausgebildet ist. Der Rohrabschnitt
12 weist eine kreiszylindrische Innenfläche 16 und eine Aussenoberfläche 18 auf, die
vom Bodenabschnitt 14 zur Mündung 20 der Startvorrichtung 10 hin unter einem sehr
kleinen Winkel konisch verjüngt ausgebildet ist. Hierbei ist die Innenfläche 16 der
Startvorrichtung 10 durch die Abmessungen eines Dornes einer Fliessdrückvorrichtung
von vorneherein festgelegt, während die Aussenoberfläche 18 durch an sich bekanntes
Fliessdrücken ausgebildet wird. Aus Fig. 1 ist ersichtlich, dass die Startvorrichtung
10 entlang ihres Rohrabschnittes 12 in Richtung vom Bodenabschnitt 14 zur MÜndung
20 hin eine abnehmende Wanddicke besitzt. Dadurch ist bei einer Optimierung der Festigkeitseigenschaften
der Startvorrichtung 10 eine Gewichtsminimierung derselben realisierbar.
[0023] Um an der Mündung 20 der Startvorrichtung 10 beim Austritt eines (nicht gezeichneten)
Projektils eine Beschädigung bzw. ein Aufreissen der Mündung 20 bzw. des Mündungsbereiches
der Startvorrichtung 10 zu verhindern, kann der Mündungsbereich aussenseitig mit einem
Spannring 26 versehen sein. Der Spannring 26 kann mit der Startvorrichtung 10 einstückig
ausgebildet sein.
[0024] Durch den Bodenabschnitt 14 der Startvorrichtung erstreckt sich ein Loch 22, das
für ein Anzündrohr eines nicht gezeichneten Projektils vorgesehen ist.
[0025] Aus Fig. 2 ist ein Teil des Rohrabschnittes 12 der Startvorrichtung 10 mit der zylindrischen
Innenfläche 16 und der konischen Aussenoberfläche 18 zu ersehen, wobei die Aussenoberfläche
18 mit einer Beschichtung 22 versehen ist, welche die Startvorrichtung 10 gegen Einflüsse
von aussen, d.h. insbes. gegen Seewasser, schützt. An der zylindrischen Innenfläche
16 ist eine Beschichtung 24 vorgesehen, mit welcher der Reibungskoeffizient zwischen
der Startvorrichtung 10 und einem in der Startvorrichtung 10 befindlichen (nicht gezeichneten)
Projektil reduziert wird.
1. Startvorrichtung, insbesondere für das Projektil einer Unterwasserwaffe,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie als mit einem Rohrabschnitt (12) einstückig ausgebildeten Bodenabschnitt (14)
aus einem martensitaushärtenden Stahl fließgedrückt ist.
2. Startvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ihr Rohrabschnitt (12) zur dem Bodenabschnitt (14) gegenüberliegenden Mündung
(20) hin mit abnehmender Wandstärke bei zylindrischer Innenfläche (16) gedrückt ist.
3. Startvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß ihre Außenfläche (18) mit einer gegen Umgebungseinflüsse schützenden Beschichtung
(22) ausgestattet ist.
4. Startvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest der Rohrabschnitt (12) über seine zylindrische Innenfläche (16) mit
einer den Reibungskoeffizienten zu einem daraus zu beschleunigenden Projektil reduzierenden
Beschichtung (24) ausgestattet ist.
5. Verfahren zum Herstellen einer Startvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Vorformling aus einem martensitaushärtenden Stahl mit einem Sackloch ausgebildet
und mittels diesen auf einem Dorn angeordnet wird, wonach der Vorformling unter Beschickung
mit einem Kühlmedium im Fließdrückvorgang umgeformt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorformling vor dem Aufsetzen auf den Dorn einer spannungsabbauenden Glühbehandlung
unterzogen wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Fließdrückvorgänge nacheinander durchgeführt werden, unterbrochen durch
Glühbehandlungen zum Abbau von Kalkverfestigungen.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7
dadurch gekennzeichnet,
daß nach dem letzten Fließdrückvorgang der umgeformte Vorformling einer Warmauslagerung
unterworfen wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8
dadurch gekennzeichnet,
daß der umgeformte Vorformling mit einer mechanischen Verstärkung aus einem Material
umwickelt wird, dessen spezifisches Gewicht kleiner als des Vorformlings ist und die
äußere Oberfläche gegen externe Einflüsse schützt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 9 dadurch gekennzeichnet, daß der umgeformte
und entspannte Vorformling mit einem Faserverbundwerkstoff umwickelt wird.