[0001] Die Erfindung betrifft eine Scharnieranordnung für einen Schaltschrank mit folgenden
Merkmalen:
ein zum Verschließen einer Türöffnung dienendes, am Rand mit mindestens einem abgekanteten
Schenkel versehenen Türblatt; ein vertikales Gerüstelement mit einer Frontfläche;
ein auf der Frontfläche mittels eines Fußteiles zu befestigendes feststehendes Scharnierteil;
ein an dem Türblatt nahe dem abgekanteten Schenkel zu befestigendes bewegbares Scharnierteil
sowie
ein im wesentlichen zylindrischer Scharnierbolzen zum Einführen in fluchtende Öffnungen
von Schenkeln des bewegbaren Scharnierteiles und zur Aufnahme in einem Scharnierarm
des feststehenden Scharnierteiles. Eine Scharnieranordnung dieser Art ist beispielsweise
durch die EP-A-0 274 549 bekannt geworden.
[0002] Von dem vorgesehenen Aufstellungsort eines Schaltschrankes oder einer aus mehreren
Schaltschränken bestehenden Schaltanlage hängt es ab, ob geringere oder erhöhte Anforderungen
an die Dichtigkeit der Türen gestellt werden. Es kann daher erforderlich sein, zwischen
dem Türblatt und den Gerüstelementen, an denen das Türblatt im geschlossenen Zustand
aufliegt, besondere Dichtungselemente in der Gestalt von gummieleastischen Streifen,
Bändern, Schnüren oder ähnlichen Formen einzubringen. Sollen Dichtungsmittel dieser
Art am ganzen Umfang des Türblattes gleichmäßig wirksam sein, so ist hierfür eine
durchgehende Auflagefläche für ein Dichtungselement zwischen den Kanten des Türblattes
und den die Türöffnung begrenzenden Gerüstelementen wesentlich. Liegt der feststehende
Scharnierteil außerhalb der Abkantung des Türblattes, so treten keine Probleme auf,
weil alle die Türöffnung begrenzenden Frontflächen für die Abdichtung zur Verfügung
stehen. Dies erfordert jedoch bei unveränderter Gesamtbreite eine breitere Frontfläche
des Gerüstelementes und verändert dementsprechend den zur Montage zur Verfügung stehenden
Querschnitt.
[0003] Wird demgegenüber eine Lage der Scharnierachse an der Innenseite des Türblattes nahe
einer Abkantung gewählt, so wird ein bis 180° reichender Öffnungswinkel bei minimaler
zusätzlicher Ausladung erzielt. Allerdings unterbrechen nun die feststehenden Scharnierteile
den durchgehenden geradlinigen Weg des Dichtungselementes auf der Frontfläche des
scharnierseitigen vertikalen Gerüstelementes.
[0004] Um eine gute Abdichtung am ganzen Umfang des Türblattes bei einfacher Anbringung
des Dichtungselementes zu erreichen, ist es bereits bekannt, eine Scharnieranordnung
mit einer an der Innenseite des Gerüstes des Schaltschrankes gelegenen Scharnierachse
zu wählen (DE-A-1 690 079). Diese Anordnung weist ferner einen Scharnierarm mit einem
zusätzlichen an der Innenseite des Türblattes gelegenen Gelenk und einen einstellbaren
Anschlag auf, um beim Schließen der Tür einen gleichmäßigen Andruck zwischen Türblatt
und Dichtungselementen zu bewirken. Der an der Innenseite des Gerüstes gelagerte Scharnierarm
beansprucht jedoch einen nicht unbeträchtlichen Raum an der Innenseite des Gerüstes.
Es besteht demgegenüber das Interesse, den an die Türöffnung angrenzenden inneren
Bereich vollkommen frei zu halten, damit Verdrahtungen und Einbauten an jeder gewünschten
Stelle angebracht werden können.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine raumsparende und einfach montierbare
Scharnieranordnung zu schaffen, die einen großen Öffnungswinkel des Türblattes ermöglicht
und bei Bedarf ohne Schwierigkeit in Verbindung mit einem Dichtungselement einsetzbar
ist.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch folgende Merkmale gelöst:
Der Fußteil des feststehenden Scharnierteiles ist flach gewölbt und in der Längsrichtung
des vertikalen Gerüstelementes von etwa schneidenförmigen Endkanten begrenzt; in dem
Fußteil ist wenigstens eine von der Frontseite zugängliche Öffnung für ein Befestigungselement
vorgesehen. Die frontseitig zugängliche Öffnung bietet zunächst die Möglichkeit, den
feststehenden Scharnierteil auf der Frontseite eines Gerüstelementes mit Hilfe einer
Schraube bequem zu befestigen. Im Unterschied hierzu ist bei der eingangs erwähnten
bekannten Scharnieranordnung eine Befestigung von der Innenseite des Gerüstelementes
her vorgesehen. Dies beschränkt die Wahl der Profilform des Gerüstelementes. Die flach
gewölbte Form des Fußteiles ist für die Befestigung günstig und gestattet es gleichzeitig,
ein Dichtungselement ohne Knick oder Abwinklung auch im Scharnierbereich anzuwenden.
[0007] Die Befestigung des Fußteiles kann noch dadurch erleichtert werden, daß an der dem
Gerüstelement zugewandten Seite des Fußteiles wenigstens ein Zapfen und an dem Gerüstelement
eine Öffnung zur Aufnahme des Zapfens vorgesehen ist. Auf diese Weise läßt sich der
feststehende Scharnierteil mit den Zapfen des Fußteiles an dem Gerüstelement maßgerecht
positionieren, bevor eine Schraube zur endgültigen Befestigung eingedreht wird. Zugleich
bewirken die Zapfen eine Entlastung der Schraube vom Gewicht des Türblattes.
[0008] Um das Zusammenwirken zwischen dem Türblatt und dem Dichtungselement im Bereich der
Scharnierachse zu verbessern, kann die Abkantung des Türblattes derart ausgeführt
sein, daß im geschlossenen Zustand der Tür der auf die Frontseite des Gerüstelementes
weisende Schenkel gegenüber der Außenkante des Türblattes nach innen versetzt ist.
Hierdurch läßt sich erreichen, daß die Abkantung im geschlossenen Zustand über den
gewölbten Fußteil verläuft.
[0009] Wird nach einer Weiterbildung der Erfindung der zur Frontseite des Gerüstelementes
weisende Schenkel des Türblattes im Bereich des Fußteiles des feststehenden Scharnierteiles
mit einer dem Fußteil angepaßten abgerundeten Kontur versehen, so sind auch Dichtungselemente
mit verhältnismäßig geringer Dicke verwendbar, die im Bereich der Scharniere keiner
erhöhten Beanspruchung ausgesetzt sind.
[0010] Eine ähnlich einfache Montage wie für das Fußteil kann nach einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung auch für den bewegbaren Scharnierteil dadurch erzielt werden, daß das
Türblatt im Bereich der Abkantung eine Durchbrechung zur Aufnahme des bewegbaren Scharnierteiles
aufweist und daß der bewegbare Scharnierteil mit Randstegen zur wenigstens abschnittsweisen
Auflage am Rand der Durchbrechung aufweist.
[0011] Die Erfindung wird im folgenden anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
[0012] In den Figuren 1 bis 4 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Dabei zeigt die Figur 1 in einer perspektivischen Darstellung einen Abschnitt eines
vertikalen Gerüstelementes und eines Türblattes im geschlossenen Zustand.
[0013] In der Figur 2 ist das Türblatt in einer Darstellung entsprechend der Figur 1 in
geöffnetem Zustand gezeigt.
[0014] Die Figur 3 zeigt in einer auseinandergezogenen Darstellung einen Abschnitt eines
Türblattes und eines bewegbaren Scharnierteiles.
[0015] In der Figur 4 ist gleichfalls pespektivisch auseinandergezogen ein Abschnitt eines
vertikalen Gerüstelementes sowie ein feststehender und ein bewegbarer Scharnierteil
dargestellt.
[0016] Die Figur 5 zeigt in einer perspektivisch auseinandergezogenen Darstellung einen
Abschnitt eines Türblattes und einen bewegbaren Scharnierteil eines abgewandelten
Ausführungsbeispieles.
[0017] Die Figuren 6 und 7 betreffen ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung. In
der Figur 6 in einer der Figur 2 entsprechenden Darstellung ein Abschnitt eines Türblattes
und eines vertikalen Gerüstelementes mit einer Scharnieranordnung gezeigt, wobei eine
Abkantung des Türblattes eine abgerundete Ausnehmung aufweist.
[0018] Die Figur 7 zeigt in einer perspektivisch auseinandergezogenen Darstellung einen
Abschnitt eines Türblattes und einen zugehörigen bewegbaren Scharnierteil.
[0019] In der Figur 1 ist ein Abschnitt eines vertikalen Gerüstelementes 1 gezeigt, an dem
eine Scharnieranordnung 2 für ein gleichfalls abgebrochen und verkürzt gezeigtes Türblatt
3 angebracht ist. Ein weiteres vertikales Gerüstelement 4 begrenzt zusammen mit einem
nicht gezeigten oberen Querholm und einem entsprechenden unteren Querholm eine Türöffnung
5. Das Türblatt 3 ist an seinem Umfang in Richtung auf die Gerüstelemente abgekantet.
Während die dem Gerüstelement 4 zugeordnete Ankantung 6 einfach rechtwinklig ausgeführt
ist, befindet sich am gegenüberliegenden, scharnierseitigen Rand des Türblattes 3
ein gleichfalls rechtwinklig zur Frontfläche 7 des Gerüstelementes 1 stehenden Schenkel
10, der durch einen Knick 11 gegenüber der Außenkante 12 des Türblattes 3 nach innen
versetzt ist. Die Scharnieranordnung 2 umfaßt einen feststehenden Scharnierteil 13
sowie einen bewegbaren Scharnierteil 14. Beide Scharnierteile werden im folgenden
näher erläutert. Je nach Größe und Gewicht des Türblatts 3 können zwei oder mehrere
Scharnieranordnungen 2 vorgesehen sein.
[0020] Anhand der Figur 2, welche das Türblatt 3 in geöffnetem Zustand zeigt, ist zunächst
ersichtlich, daß der feststehende Scharnierteil 13 einen Scharnierarm 15 und einen
Fußteil 16 bestitzt. Der Fußteil 16 ist flach gewölbt ausgebildet und endet in der
Längsrichtung der Frontfläche 7 gesehen, d. h. in der Darstellung gemäß der Figur
2 oben und unten, jeweils mit einer schneidenartigen Endkante 17 (Figur 4). Es ist
nicht erforderlich, daß die Endkanten 17 eine messerartige Schärfe aufweisen. Erwünscht
ist jedoch eine so geringe Materialdicke, daß sich ein Streifen eines Dichtungsmaterials
auf der Frontfläche 7 derart verlegen läßt, daß am Übergang zwischen der Frontfläche
7 und dem Fußteil 16 kein nennenswerter Zwischenraum entsteht. Ein Dichtungsrahmen
18 ist in der Figur 2 angedeutet. Der Scharnierarm 15 zweigt seitlich von dem Fußteil
16 ab, so daß die Gesamtfläche des Fußteiles 16 zur Anbringung von Dichtungsmaterial
zur Verfügung steht. Der bewegbare Scharnierteil 14 besitzt eine dem Scharnierarm
15 angepaßte Ausnehmung 20. Scharnierarm 15 und Ausnehmung 20 sind, wie aus der Figur
1 zu entnehmen ist, derart aneinander angepaßt, daß sich im geschlossenen Zustand
eine im wesentlichen bündige Außenfläche ergibt.
[0021] Das Türblatt 3 ist gemäß der Figur 3 mit einer Durchbrechung 21 versehen, die etwa
am Übergang zwischen dem Schenkel 10 und dem Knick 11 beginnt und bis in den vorderen,
ebenen Teil des Türblattes hineinreicht. Der bewegbare Scharnierteil 14 ist derart
ausgebildet, daß er sich von außen in die Durchbrechung 21 einführen läßt und dabei
Randstege 22 am Rand der Durchbrechung 21 zur Anlage auf dem Türblatt 3 gelangen.
Durch geeignete Befestigungselemente, die von der Innenseite der Abkantung der Tür
in das Scharnierteil 14 eingreifen, ist daher eine zuverlässige Befestigung und Lagesicherung
des Scharnierteiles 14 gewährleistet. Die Randstege 22 bilden somit nicht nur einen
Anschlag beim Einführen des Scharnierteiles 14 in die Durchbrechung 21, sondern verbessern
auch die Dichtigkeit gegen Staub und Wasser. In der Figur 3 sind ferner zwei Madenschrauben
23 zur Befestigung des Scharnierteiles 14 an dem Türblatt 3 gezeigt. Die Ausnehmung
20 in dem bewegbaren Scharnierteil 14 ist mittig angeordnet und bildet zwei Schenkel
24 mit je einer Öffnung 25 für einen zylindrischen Scharnierbolzen 26.
[0022] Wie die Figur 4 zeigt, besitzt der feststehende Scharnierteil 13 an seiner Rückseite
zwei Zapfen 30, zu deren Aufnahme in der Frontseite 7 des Gerüstelementes 1 entsprechende
Öffnungen 31 vorgesehen sind. Mittig zwischen den Öffnungen 31 ist eine weitere Öffnung
32 vorgesehen, die mit einer entsprechenden Öffnung 33 in dem Fußteil 16 des Scharnierteiles
13 fluchtet. Vorzugsweise kann die Öffnung 33 als Senkloch ausgebildet sein, um eine
in der Figur 3 gezeigte Befestigungsschraube 34 ohne Überstand über die gewölbte Fläche
des Fußteiles 16 einsetzen zu können. Durch die Zapfen 30 wird eine genaue Lagesicherung
und eine Kraftübertragung zwischen dem Scharnierteil 13 und dem Gerüstelement 1 erzielt.
An seiner Innenseite ist der bewegbare Scharnierteil 14 mit einer Nase 19 versehen,
die zum Eingreifen in eine entsprechende Öffnung 8 im Schenkel 10 des Türblattes 3
vorgesehen ist.
[0023] Nach der Befestigung des Scharnierteiles 13 an dem Gerüstelement 1 und der Anbringung
des Scharnierteiles 14 an dem Türblatt 3 (Figur 3 und 4) können beide Scharnierteile
auf einfache Weise dadurch verbunden werden, daß das Türblatt 3 etwa in eine Stellung
entsprechend der Figur 2 mit den Scharnierarmen 15 in Eingriff gebracht und dann der
Scharnierbolzen 26 eingesteckt wird.
[0024] Eine abgewandelte Ausführungsform gemäß der Figur 5 weist ein im wesentlichen mit
den vorstehend beschriebenen Teilen übereinstimmendes Türblatt 3 mit einer Durchbrechung
21, jedoch ein abweichend gestaltetes bewegbares Scharnierteil 35 auf. Dieses ist
bei ansonsten mit dem bewegbaren Scharnierteil 14 übereinstimmender Gestaltung mit
einem durchgehenden Kanal 36 versehen, der abgesehen von einem Längsschlitz 37 eine
etwa zylindrische Gestalt aufweist. Zur Befestigung des Scharnierteiles 35 an dem
Türblatt 3 wird das Scharnierteil zunächst in der schon beschriebenen Weise in die
Durchbrechung 21 eingeführt. Der Kanal 36 befindet sich dann an der Innenseite der
Abkantung des Türblattes 3, so daß ein Kerbstift 38 in den Kanal 36 eingedrückt werden
kann. Türblatt 3 und Scharnierteil 35 sind dann fest miteinander verbunden, können
jedoch im Bedarfsfall durch Herausschlagen der Kerbstifte 38 voneinander getrennt
werden.
[0025] In der Figur 6 ist in Verbindung mit einem vertikalen Gerüstelement 1 mit einer Frontfläche
7 und einem feststehenden Scharnierteil 13 etwa entsprechend der Figur 2 ein Türblatt
40 mit einer abgewandelten Gestalt der Abkantung gezeigt. Die Abkantung ist zweifach
rechtwinklig ausgeführt, derart, daß ebenfalls ein im geschlossenen Zustand rechtwinklig
zur Frontfläche 7 stehender und nach innen versetzter Schenkel 41 gebildet ist. In
seinem im geschlossenen Zustand dem Fußteil 16 zugewandten Bereich ist der Schenkel
41 mit einer gekrümmten Ausnehmung 42 versehen. Hierdurch wird ein etwa paralleler
Spalt zwischen dem Fußteil 16 und dem Schenkel 41 gebildet, der durch ein Dichtungselement
ausgefüllt werden kann.
[0026] Als Beispiel für eine Dichtung zeigt die Figur 6 eine Dichtungsschnur 48, die zwischen
dem Schenkel 41 und einem an diesem Schenkel befestigten Haltesteg 49 angeordnet ist.
Die Dichtungsschnur folgt dabei der Kontur der gekrümmten Ausnehmung 42 des Schenkels
41.
[0027] Aus der Figur 7 ist die an die veränderte Gestalt der Abkantung gemäß der Figur 6
angepaßte Form eines bewegbaren Scharnierteiles 43 zu entnehmen. Obere und untere
Stege 44 dienen in der schon erwähnten Weise als Anschlag beim Einführen in eine an
das Scharnierteil 43 angepaßte Durchbrechung 45. Ebenso dienen Madenschrauben 23 zur
Verbindung von Türblatt 40 und Scharnierteil 43.
[0028] Die Figur 7 zeigt ferner einen krückstockartig abgekröpften Scharnierbolzen 46 an
sich bekannter Art, der jedoch zusätzlich eine am unteren Ende den kreisförmigen Querschnitt
erweiternden Zapfen 47 aufweist. Ferner ist eine etwa keglig zulaufende Spitze 50
vorgesehen. Zum Durchtritt des Vorsprunges 47 sind die Öffnungen 51 in dem Scharnierteil
43 mit einer entsprechenden Erweiterung 52 versehen. Ebenso ist die Öffnung 53 des
Scharnierarmes 15 mit einer Erweiterung 54 versehen. Diese Gestaltung erlaubt es,
den Scharnierbolzen 46 nach dem Einführungen in die Öffnungen 51 und 53 durch eine
Drehung zu verriegeln. Das Türblatt 40 ist daher im Bedarfsfall von den feststehenden
Scharnierteilen 13 auf einfache Weise zu trennen, und zwar aufgrund der gewählten
Stellung der Erweiterung 54 nur bei einem Öffnungswinkel von etwa 90°.
1. Scharnieranordnung (2) für einen Schaltschrank mit folgenden Merkmalen:
ein zum Verschließen einer Türöffnung (5) dienendes, am Rand mit mindestens einem
abgekanteten Schenkel (10, 41) versehenen Türblatt (3, 40);
ein vertikales Gerüstelement (1) mit einer Frontfläche (7); ein auf der Frontfläche
(7) mittels eines Fußteiles (16) zu befestigendes feststehendes Scharnierteil (13);
ein an dem Türblatt (3, 40) nahe dem abgekanteten Schenkel (10, 41) zu befestigendes
bewegbares Scharnierteil (14, 35, 43) sowie
ein im wesentlicher zylindrischer Scharnierbolzen (26, 46) zum Einführen in fluchtende
Öffnungen (25, 51) von Schenkeln (24) des bewegbaren Scharnierteiles (14, 35, 43)
und zur Aufnahme in einem Scharnierarm (15) des feststehenden Scharnierteiles (13),
gekennzeichnet durch folgende weitere Merkmale:
der Fußteil (16) des feststehenden Scharnierteiles (13) ist flach gewölbt und in der
Längsrichtung der Frontfläche (7) des vertikalen Gerüstelementes (1) von etwa schneidenförmigen
Endkanten (17) begrenzt;
in dem Fußteil (16) ist wenigstens eine von der Frontseite (7) zugängliche Öffnung
(33) für ein Befestigungselement (34) vorgesehen.
2. Scharnieranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fußteil (16) an seiner dem Gerüstelement (1) zugewandten Seite wenigstens
einen Zapfen (30) und das Gerüstelement (1) eine Öffnung (31) zur Aufnahme des Zapfens
(30) besitzt.
3. Scharnieranordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abkantung (10, 41) des Türblattes (3, 40) derart ausgeführt ist, daß im geschlossenen
Zustand der auf die Frontseite (7) des Gerüstelementes (1) weisende Schenkel (10,
41) gegenüber der Außenkante (12) des Türblattes (3, 40) nach innen versetzt ist.
4. Scharnieranordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Frontseite (7) des Gerüstelementes (1) weisende Schenkel (10, 41) des
Türblattes (3, 40) im Bereich des Fußteiles (16) des feststehenden Scharnierteiles
(13) eine dem Fußteil (16) angepaßte abgerundete Ausnehmung (42) aufweist.
5. Scharnieranordnung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Türblatt (3, 40) im Bereich der Abkantung eine Durchbrechung (21, 45) zur
Aufnahme des bewegbaren Scharnierteiles (14, 35, 43) aufweist und daß der bewegbare
Scharnierteil (14, 35, 43) mit Randstegen (22, 44) zur wenigstens abschnittsweisen
Auflage am Rand der Durchbrechung (21, 45) aufweist.