(19)
(11) EP 0 442 278 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
21.08.1991  Patentblatt  1991/34

(21) Anmeldenummer: 91100567.6

(22) Anmeldetag:  18.01.1991
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5A61H 23/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 02.02.1990 DE 9001147 U

(71) Anmelder: PETER KRAUTH GmbH
D-75305 Neuenbürg (DE)

(72) Erfinder:
  • Krauth, Peter
    W-7540 Neuenbürg (DE)

(74) Vertreter: Hubbuch, Helmut, Dipl.-Ing et al
Westliche 29-31 Am Leopoldplatz
D-7530 Pforzheim
D-7530 Pforzheim (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Gerät zur Nassbehandlung mit Ultraschall


    (57) Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zur Trocken- und Naßbehandlung bei Erkrankungen, insb. in Dermatologie und Paronychie unter Verwendung von Ultraschall, bestehend aus einem Elektronikteil (1) zur Regelung mit angeschlossenem Ultraschallschwinger (2), wobei mindestens ein Schwinger in einem topfförmigen Handschwingergehäuse (3), an welchem einerseits ein vorzugsweise verstellbarer Handgriff (9) und andererseits eine dem Schwinger vorgelagerte Membrane (6) bei wasserdichtem Gehäuseanschluß angeordnet ist, der eine ein Flüssigkeits-bzw. Wasserpolster (8) umschließende zweite Membrane (7) folgt, durch welche die Schallschwingungen bei Auflage an die Behandlungsstelle übertragbar sind zur Verwendung im Frequenzbereich zwischen 30 und 80 kHz, insb. bei 50 kHz., angeordnet ist.


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zur Trocken- und Naßbehandlung bei Erkrankungen, insb. in Dermatologie und Paronychie unter Verwendung von Ultraschall, bestehend aus einem Elektronikteil zur Regelung mit angeschlossenem Ultraschallschwinger.

    [0002] Es sind Badeeinheiten für Ultraschalltherapie bekannt in Form von Flüssigkeitsbehältern mit eingebauten Ultraschallgebern, welche Einheit zur Behandlung beim Eintauchen der erkrankten Körperteile dienen. Je nach Wannengröße sind diese Einheiten stationär oder auch mobil einzusetzen, wie z.B. die EPA 0 301 162 zeigt. Hierdurch wird die Durchblutung und Reinigung der zu behandelnden Körperteile und damit die Heilwirkung verbessert. Diese Badeeinheiten haben aber den Nachteil unhandlich und sperrig zu sein; sie haben einen entsprechenden Platzbedarf nötig und eignen sich daher für Therapieanstalten und weniger für den Privatgebrauch. Außerdem gibt es auch schon kleine Geräte in Form von Fußwannen für die Naßbehandlung.

    [0003] Die Erfindung betrifft hiergegen ein Handgerät zum vielseitigen mobilen Einsatz, welches ohne und in Verbindung mit einer vorhandenen Wanne bei Trocken- und Naßbehandlung denselben Zwecken mit gleicher Effizienz dienen kann.

    [0004] Hierzu kennzeichnet sich das Gerät zur Trockenbehandlung bei Erkrankungen, insb. in Dermatologie und Paronychie unter Verwendung von Ultraschall, bestehend aus einem Elektronikteil zur Regelung mit angeschlossenem Ultraschallschwinger gemäß der Erfindung durch Anordnung mindestens eines Schwingers in einem topfförmigen Handschwingergehäuse, an welchem einerseits ein vorzugsweise verstellbarer Handgriff und andererseits eine dem Schwinger vorgelagerte Membrane bei wasserdichtem Gehäuseanschluß angeordnet ist, der eine ein Flüssigkeits- bzw. Wasserpolster umschließende zweite Membrane folgt, durch welche die Schallschwingungen bei Auflage an die Behandlungsstelle übertragbar sind zur Verwendung im Frequenzbereich zwischen 30 bis 80 kHz, insb. bei 50 kHz.

    [0005] Zur Naßbehandlung kennzeichnet sich das Gerät durch Anordnung mindestens eines Schwingers in einem topfförmigen Handschwingergehäuse, an welchem einerseits ein vorzugsweise verstellbarer Handgriff und andererseits eine dem Schwinger vorgelagerte Membrane bei wasserdichtem Gehäuseanschluß angeordnet ist, der ein Flüssigkeits- bzw. Wasserpolster beim Eintauchen in die Flüssigkeit folgt, gebildet durch einen der Membrane am Gehäuse vorgelagerten Gehäuserand mit Durchbrüchen, insb. mit Wellenrand, sodaß die Ultraschallschwingungen bei Auflage an der in einem Flüssigkeitsbehälter eingetauchten Behandlungsstelle vermittels verbleibendem Flüssigkeitspolster übertragbar sind zur Verwendung im Frequenzbereich zwischen 30 bis 80 kHz, insb. bei 50 kHz.

    [0006] Weitere Einzelheiten des Geräts gemäß der Erfindung sind anhand von Ausführungsbeispielen für die Trocken- und die Naßbehandlung in der Zeichnung dargestellt und nachfolgend beschrieben und zwar zeigen:
    Figur 1
    die Ansicht eines vollständigen Geräts für die Trockenbehandlung teilweise im Schnitt,
    Figur 2
    den vergrößerten Schnitt durch das vorgesehene Griffgelenk und
    Figur 3
    die Ansicht eines Geräts für die Naßbehandlung im Schnitt.


    [0007] Nach Figur 1 entspr. dem ersten Ausführungsbeispiel besteht das Gerät aus einem bekannten Elektronikteil 1 mit Ein- und Ausschaltung sowie Frequenz-Intensitätsregelung u.a. mit Zuleitung 1a für einen Ultraschallschwinger 2 im Handschwingergehäuse 3 mit bei 4 schwenkbar vorgesehenem Handgriff 5. Das Gehäuse 3 ist hier in zylindrischer Form aus Edelstahl gefertigt mit wasserdicht vorgesetzter Edelstahlmembrane 6 mittels Silikonring 6 b abgedichtet, hinter welcher der Schwinger 2 angeordnet ist. Der Membrane 6 ist hier eine zweite Membrane 7 abgedichtet vorgelagert, welche (6) und (7) ein Flüssigkeits- oder Wasserpolster 8 umfassen. Bei Auflegen an der Behandlungsstelle werden so die Ultraschallschwingungen auf den erkrankten Körperteil übertragen.

    [0008] Am topfförmigen Handschwingergehäuse 3 und zwar am Gehäuseboden ist andererseits vom Flüssigkeits- bzw. Wasserpolster 8 gemäß der Figur 2 ein schwenkbarer Handgriff 9 vorgesehen, welcher zwischen der geschlitzten Segmentaufnahme 10 mit eingebrachtem Kunststoffsegment 11, das mit Seitenstutzen 12verschwenkbar in der Segmentaufnahme 10 gehalten ist, als Griffbolzen 13 eingeschraubt. Der Griffbolzen 13 ist in seiner verschwenkten Lage durch weiteres Einschrauben bis auf den Grund 14 der Segmentaufnahme 11 in seiner Schwenkstellung festlegbar.

    [0009] Nach Figur 3 entsprechend dem zweiten Ausführungsbeispiel besteht das Gerät ebenfalls aus dem hier nicht nochmals gezeigten Elektronikteil 1 mit Zuleitung 1a zum Ultraschallschwinger 2b im Handschwingergehäuse 3a mit bei 4a schwenkbar vorgesehenem Handgriff 5a. Das Gehäuse 3a ist auch hier in zylindrischer Form aus Edelstahl gefertigt mit wasserdicht vorgesetzter Edelstahlmembrane 6a, mittels Silikonring 6c abgedichtet, hinter welcher der Schwinger 2a angeordnet ist. Der Membrane 6a ist hier am Gehäuse 3a ein Wellenrand 7a vorgelagert. Bei Auflage an der in einem Flüssigkeitsbehälter eingebrachten Behandlungsstelle werden somit die Schallschwingungen über das durch den Gehäuserand mit Seitenöffnungen zwischenliegendem Wasserpolster übertragen. Hierbei bildet sich infolge des Wellenrandes eine gute Wasserverwirbelung, welche zu einem schnellen Behandlungserfolg führt.

    [0010] Die Anordnung des schwenkbaren Handgriffs 9 ff erfolgt hier, wie beim ersten Ausführungsbeispiel geschildert. Anstelle eines Edelstahlgehäuses kann auch ein Gehäuse aus elastischem Material wie Gummi oder Kunststoff treten, welches auch einstückig mit der Membrane gebildet sein kann.

    [0011] Auch kann das vorgesehene Flüssigkeits- bzw. Wasserpolster nach Fig. 1 bei in sich geschlossenem Polstersack, z.B. mit Rastring, gegen einen vorgelagerten Gehäuserand mit Durchbrüchen insb. mit Wellenrand nach Fig. 2, z.B. als Rastring, austauschbar sein.Hier kann ein und dasselbe Gerät zur Trocken- und Naßbehandlung verwendet werden, wie dies nicht besonders dargestellt ist, aber z.B. mittels Ringrastung zu verwirklichen ist.


    Ansprüche

    1. Gerät zur Trockenbehandlung von Erkrankungen, insb.
       in Dermatologie und Paronychie unter Verwendung von Ultraschall, bestehend aus einem Elektronikteil zur Regelung mit angeschlossenem Ultraschallschwinger, gekennzeichnet durch

    Anordnung mindestens eines Schwingers in einem topfförmigen Handschwingergehäuse, an welchem einerseits ein vorzugsweise verstellbarer Handgriff und andererseits eine dem Schwinger vorgelagerte Membrane bei wasserdichten Gehäuseanschluß angeordnet ist, der eine ein Flüssigkeits- bzw. Wasserpolster umschließende zweite Membrane folgt, durch welche die Schallschwingungen bei Auflage an die Behandlungsstelle übertragbar sind.
     
    2. Gerät zur Naßbehandlung bei Erkrankungen, insb. in
       Dermatologie und Paronychie unter Verwendung von Ultraschall, bestehend aus einem Elektronikteil zur Regelung mit angeschlossenem Ultraschallschwinger, gekennzeichnet durch

    Anordnung mindestens eines Schwingers in einem topfförmigen Handschwingergehäuse, an welchem einerseits ein vorzugsweise verstellbarer Handgriff und andererseits eine dem Schwinger vorgelagerte Membrane bei wasserdichtem Gehäuseanschluß angeordnet ist, der ein Flüssigkeits- bzw. Wasserpolster beim Eintauchen in die Flüssigkeit folgt, gebildet durch einen der Membrane am Gehäuse vorgelagerten Gehäuserand mit Durchbrüchen, insb. mit Wellenrand, sodaß die Ultraschallschwingungen bei Auflage an der in einem Flüssigkeitsbehälter eingetauchten Behandlungsstelle vermittels verbleibendem Flüssigkeitspolster übertragbar sind.
     
    3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
       daß dem topfförmigen Handschwingergehäuse der verstellbare Handgriff zwischen einer geschlitzten Segmentaufnahme - zwei Segmentteile - am Gehäuseboden mit einem eingebrachten über Seitenstutzen verschwenkbaren Kunststoffsegment mit eingelassenem Griffbolzen zugeordnet ist.
     
    4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
       daß der Handgriff mit seinem Griffbolzen im verschwenkbaren Kunststoffsegment verschraubbar angeordnet ist, welcher durch Einschrauben bis zum Grund der Segmentaufnahme in seiner Schwenkstellung feststellbar ist.
     
    5. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4,
       gekennzeichnet durch ein aus rostfreiem Stahl, wie Edelstahl gebildeten Gehäuse mit ggfs. ebensolcher Membrane bei einstückiger Ausbildung.
     
    6. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4,
       gekennzeichnet durch ein aus flexiblem Material, wie Gummi oder Kunststoff gebildeten Gehäuse mit ggfs. ebensolcher Membrane bei einstückiger Ausbildung.
     
    7. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6,
       dadurch gekennzeichnet,
    daß die gesondert eingesetzte Membrane hier in einer Silikonabdichtung gehalten ist.
     
    8. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
       daß das vorgesetzte Flüssigkeits- bzw. Wasserpolster als Polstersack gegen einen vorgelagerten Gehäuserand mit Durchbrüchen, insb. mit Wellenrand zur Polsterbildung austauschbar ist.
     
    9. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8,
       gekennzeichnet durch Einsatz von einem oder mehreren Schwingern im Schallbereich - niederfrequenter Ultraschall - von 30 bis 80 kHz, insb. bei 50 kHz.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht