[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zur Trocken- und Naßbehandlung bei Erkrankungen,
insb. in Dermatologie und Paronychie unter Verwendung von Ultraschall, bestehend aus
einem Elektronikteil zur Regelung mit angeschlossenem Ultraschallschwinger.
[0002] Es sind Badeeinheiten für Ultraschalltherapie bekannt in Form von Flüssigkeitsbehältern
mit eingebauten Ultraschallgebern, welche Einheit zur Behandlung beim Eintauchen der
erkrankten Körperteile dienen. Je nach Wannengröße sind diese Einheiten stationär
oder auch mobil einzusetzen, wie z.B. die EPA 0 301 162 zeigt. Hierdurch wird die
Durchblutung und Reinigung der zu behandelnden Körperteile und damit die Heilwirkung
verbessert. Diese Badeeinheiten haben aber den Nachteil unhandlich und sperrig zu
sein; sie haben einen entsprechenden Platzbedarf nötig und eignen sich daher für Therapieanstalten
und weniger für den Privatgebrauch. Außerdem gibt es auch schon kleine Geräte in Form
von Fußwannen für die Naßbehandlung.
[0003] Die Erfindung betrifft hiergegen ein Handgerät zum vielseitigen mobilen Einsatz,
welches ohne und in Verbindung mit einer vorhandenen Wanne bei Trocken- und Naßbehandlung
denselben Zwecken mit gleicher Effizienz dienen kann.
[0004] Hierzu kennzeichnet sich das Gerät zur Trockenbehandlung bei Erkrankungen, insb.
in Dermatologie und Paronychie unter Verwendung von Ultraschall, bestehend aus einem
Elektronikteil zur Regelung mit angeschlossenem Ultraschallschwinger gemäß der Erfindung
durch Anordnung mindestens eines Schwingers in einem topfförmigen Handschwingergehäuse,
an welchem einerseits ein vorzugsweise verstellbarer Handgriff und andererseits eine
dem Schwinger vorgelagerte Membrane bei wasserdichtem Gehäuseanschluß angeordnet ist,
der eine ein Flüssigkeits- bzw. Wasserpolster umschließende zweite Membrane folgt,
durch welche die Schallschwingungen bei Auflage an die Behandlungsstelle übertragbar
sind zur Verwendung im Frequenzbereich zwischen 30 bis 80 kHz, insb. bei 50 kHz.
[0005] Zur Naßbehandlung kennzeichnet sich das Gerät durch Anordnung mindestens eines Schwingers
in einem topfförmigen Handschwingergehäuse, an welchem einerseits ein vorzugsweise
verstellbarer Handgriff und andererseits eine dem Schwinger vorgelagerte Membrane
bei wasserdichtem Gehäuseanschluß angeordnet ist, der ein Flüssigkeits- bzw. Wasserpolster
beim Eintauchen in die Flüssigkeit folgt, gebildet durch einen der Membrane am Gehäuse
vorgelagerten Gehäuserand mit Durchbrüchen, insb. mit Wellenrand, sodaß die Ultraschallschwingungen
bei Auflage an der in einem Flüssigkeitsbehälter eingetauchten Behandlungsstelle vermittels
verbleibendem Flüssigkeitspolster übertragbar sind zur Verwendung im Frequenzbereich
zwischen 30 bis 80 kHz, insb. bei 50 kHz.
[0006] Weitere Einzelheiten des Geräts gemäß der Erfindung sind anhand von Ausführungsbeispielen
für die Trocken- und die Naßbehandlung in der Zeichnung dargestellt und nachfolgend
beschrieben und zwar zeigen:
- Figur 1
- die Ansicht eines vollständigen Geräts für die Trockenbehandlung teilweise im Schnitt,
- Figur 2
- den vergrößerten Schnitt durch das vorgesehene Griffgelenk und
- Figur 3
- die Ansicht eines Geräts für die Naßbehandlung im Schnitt.
[0007] Nach Figur 1 entspr. dem ersten Ausführungsbeispiel besteht das Gerät aus einem bekannten
Elektronikteil 1 mit Ein- und Ausschaltung sowie Frequenz-Intensitätsregelung u.a.
mit Zuleitung 1a für einen Ultraschallschwinger 2 im Handschwingergehäuse 3 mit bei
4 schwenkbar vorgesehenem Handgriff 5. Das Gehäuse 3 ist hier in zylindrischer Form
aus Edelstahl gefertigt mit wasserdicht vorgesetzter Edelstahlmembrane 6 mittels Silikonring
6 b abgedichtet, hinter welcher der Schwinger 2 angeordnet ist. Der Membrane 6 ist
hier eine zweite Membrane 7 abgedichtet vorgelagert, welche (6) und (7) ein Flüssigkeits-
oder Wasserpolster 8 umfassen. Bei Auflegen an der Behandlungsstelle werden so die
Ultraschallschwingungen auf den erkrankten Körperteil übertragen.
[0008] Am topfförmigen Handschwingergehäuse 3 und zwar am Gehäuseboden ist andererseits
vom Flüssigkeits- bzw. Wasserpolster 8 gemäß der Figur 2 ein schwenkbarer Handgriff
9 vorgesehen, welcher zwischen der geschlitzten Segmentaufnahme 10 mit eingebrachtem
Kunststoffsegment 11, das mit Seitenstutzen 12verschwenkbar in der Segmentaufnahme
10 gehalten ist, als Griffbolzen 13 eingeschraubt. Der Griffbolzen 13 ist in seiner
verschwenkten Lage durch weiteres Einschrauben bis auf den Grund 14 der Segmentaufnahme
11 in seiner Schwenkstellung festlegbar.
[0009] Nach Figur 3 entsprechend dem zweiten Ausführungsbeispiel besteht das Gerät ebenfalls
aus dem hier nicht nochmals gezeigten Elektronikteil 1 mit Zuleitung 1a zum Ultraschallschwinger
2b im Handschwingergehäuse 3a mit bei 4a schwenkbar vorgesehenem Handgriff 5a. Das
Gehäuse 3a ist auch hier in zylindrischer Form aus Edelstahl gefertigt mit wasserdicht
vorgesetzter Edelstahlmembrane 6a, mittels Silikonring 6c abgedichtet, hinter welcher
der Schwinger 2a angeordnet ist. Der Membrane 6a ist hier am Gehäuse 3a ein Wellenrand
7a vorgelagert. Bei Auflage an der in einem Flüssigkeitsbehälter eingebrachten Behandlungsstelle
werden somit die Schallschwingungen über das durch den Gehäuserand mit Seitenöffnungen
zwischenliegendem Wasserpolster übertragen. Hierbei bildet sich infolge des Wellenrandes
eine gute Wasserverwirbelung, welche zu einem schnellen Behandlungserfolg führt.
[0010] Die Anordnung des schwenkbaren Handgriffs 9 ff erfolgt hier, wie beim ersten Ausführungsbeispiel
geschildert. Anstelle eines Edelstahlgehäuses kann auch ein Gehäuse aus elastischem
Material wie Gummi oder Kunststoff treten, welches auch einstückig mit der Membrane
gebildet sein kann.
[0011] Auch kann das vorgesehene Flüssigkeits- bzw. Wasserpolster nach Fig. 1 bei in sich
geschlossenem Polstersack, z.B. mit Rastring, gegen einen vorgelagerten Gehäuserand
mit Durchbrüchen insb. mit Wellenrand nach Fig. 2, z.B. als Rastring, austauschbar
sein.Hier kann ein und dasselbe Gerät zur Trocken- und Naßbehandlung verwendet werden,
wie dies nicht besonders dargestellt ist, aber z.B. mittels Ringrastung zu verwirklichen
ist.
1. Gerät zur Trockenbehandlung von Erkrankungen, insb.
in Dermatologie und Paronychie unter Verwendung von Ultraschall, bestehend aus
einem Elektronikteil zur Regelung mit angeschlossenem Ultraschallschwinger, gekennzeichnet
durch
Anordnung mindestens eines Schwingers in einem topfförmigen Handschwingergehäuse,
an welchem einerseits ein vorzugsweise verstellbarer Handgriff und andererseits eine
dem Schwinger vorgelagerte Membrane bei wasserdichten Gehäuseanschluß angeordnet ist,
der eine ein Flüssigkeits- bzw. Wasserpolster umschließende zweite Membrane folgt,
durch welche die Schallschwingungen bei Auflage an die Behandlungsstelle übertragbar
sind.
2. Gerät zur Naßbehandlung bei Erkrankungen, insb. in
Dermatologie und Paronychie unter Verwendung von Ultraschall, bestehend aus einem
Elektronikteil zur Regelung mit angeschlossenem Ultraschallschwinger, gekennzeichnet
durch
Anordnung mindestens eines Schwingers in einem topfförmigen Handschwingergehäuse,
an welchem einerseits ein vorzugsweise verstellbarer Handgriff und andererseits eine
dem Schwinger vorgelagerte Membrane bei wasserdichtem Gehäuseanschluß angeordnet ist,
der ein Flüssigkeits- bzw. Wasserpolster beim Eintauchen in die Flüssigkeit folgt,
gebildet durch einen der Membrane am Gehäuse vorgelagerten Gehäuserand mit Durchbrüchen,
insb. mit Wellenrand, sodaß die Ultraschallschwingungen bei Auflage an der in einem
Flüssigkeitsbehälter eingetauchten Behandlungsstelle vermittels verbleibendem Flüssigkeitspolster
übertragbar sind.
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß dem topfförmigen Handschwingergehäuse der verstellbare Handgriff zwischen einer
geschlitzten Segmentaufnahme - zwei Segmentteile - am Gehäuseboden mit einem eingebrachten
über Seitenstutzen verschwenkbaren Kunststoffsegment mit eingelassenem Griffbolzen
zugeordnet ist.
4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Handgriff mit seinem Griffbolzen im verschwenkbaren Kunststoffsegment verschraubbar
angeordnet ist, welcher durch Einschrauben bis zum Grund der Segmentaufnahme in seiner
Schwenkstellung feststellbar ist.
5. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4,
gekennzeichnet durch ein aus rostfreiem Stahl, wie Edelstahl gebildeten Gehäuse
mit ggfs. ebensolcher Membrane bei einstückiger Ausbildung.
6. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4,
gekennzeichnet durch ein aus flexiblem Material, wie Gummi oder Kunststoff gebildeten
Gehäuse mit ggfs. ebensolcher Membrane bei einstückiger Ausbildung.
7. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die gesondert eingesetzte Membrane hier in einer Silikonabdichtung gehalten ist.
8. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das vorgesetzte Flüssigkeits- bzw. Wasserpolster als Polstersack gegen einen
vorgelagerten Gehäuserand mit Durchbrüchen, insb. mit Wellenrand zur Polsterbildung
austauschbar ist.
9. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8,
gekennzeichnet durch Einsatz von einem oder mehreren Schwingern im Schallbereich
- niederfrequenter Ultraschall - von 30 bis 80 kHz, insb. bei 50 kHz.