[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Überwachung der Getränkeabgabe in Gaststätten
oder dergleichen, wobei ein Berechtigter sich durch eine Kennung auszuweisen hat und
eine Vorrichtung zur Überwachung der Getränkeabgabe von Zapfstellen an Bezugsstationen
oder dergleichen insbesondere in Gaststätten.
[0002] Zur automatischen Erfassung der Getränkeabgabe in Gaststätten oder dergleichen werden
Komplettanlagen angeboten, die zur Folge haben, daß ein Wirt, der eine solche automatische
Erfassung einsetzen will, sein gesamtes bisher vorhandenes herkömmliches Schanksystem
auszuwechseln und durch die neue Gesamtanlage zu ersetzen hat. Dies ist sehr teuer
und kann auch gegebenenfalls aus anderen wie ästhetischen Gründen nicht gewünscht
sein, da derartige Komplettanlagen modern ausgestaltet sind und nicht in das Ambiente
sämtlicher Gaststätten passen. Bei automatischen Erfassungssystemen wird es also nachteilig
angesehen daß, solange keine Kennungserfassung durch den Kellner der ein Getränk zapfen
möchte, durchgeführt wurde, ein derartiges Getränk nicht ausgegeben wird, was, wenn
der Kellner, wie es in der Hektik oft geschehen kann, die Kennungserfassung vergißt,
zu Verzögerungen und Betriebsablaufstörungen führen kann.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde unter Vermeidung der vorgenannten
Nachteile ein verbessertes Verfahren und eine entsprechende Vorrichtung zur Überwachung
der Getränkeabgabe zu schaffen.
[0004] Erfindungsgemäß wird die genannte Aufgabe durch ein Verfahren zur Überwachung der
Getränkeabgabe in Gaststätten oder dergleichen, wobei ein Berechtigter sich durch
eine Kennung auszuweisen hat, gelöst, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß beim
Zapfen eines Getränkes ohne Kennungseingabe ein Alarmsignal erfolgt, daß das Alarmsignal
erst beendet wird, wenn die Kennung durchgeführt wird und daß die entnommene Getränkeflüssigkeit
der zur Löschung des Alarms verwendeten Kennung zugeordnet wird.
[0005] Eine Vorrichtung zur Überwachung der Getränkeabgabe sieht vor, daß mindestens eine
Zapfstelle einer Bezugsstation zugeordneter Kennungsgeber sowie mindestens ein Entnahmedetektor
derart verbunden sind, daß sie ein Alarmsignal auslösen, wenn bei Ansprechen des Entnahmedetektors
der Kennungsgeber nicht aktiviert ist und das Alarmsignal durch Aktivierung des Kennungsgebers
beendbar ist und daß ein Entnahmezähler mit dem Entnahmedetektor derart verbunden
ist, daß eine Getränkeentnahme vor Aktivierung des Kennungsgebers der den Kennungsgeber
aktivierenden Kennung zuordbar ist.
[0006] Durch die Erfindung wird keine Blockierung einer Getränkeabgabe vorgenommen, wenn
der Kennungsvorgang des einzelnen Kenners zunächst nicht durchgeführt wurde, die Erfindung
geht vielmehr den Weg in diesem Falle das Getränk abgeben zu lassen, gleichzeitig
aber ein Alarmsignal auslösen zu lassen, welches den betreffenden Kellner, der irrtümlicherweise
die Kennungsdurchführung zunächst vergessen hat, veranlaßt dies nachzuholen, woraufhin,
um die schon entnommene Getränkemenge, nicht als Verlust buchen zu müssen, diese der
Kennung und damit dem entsprechenden Kellner zugeordnet wird, durch welche bzw. durch
den der Alarm beendet wurde. Hierdurch wird eine Hinderung des Betriebsflusses vermieden,
dennoch aber eine zuverlässige Erfassung und Zuordnung der entnommenen Getränkemenge
ermöglicht.
[0007] Während beim Stand der Technik eine Getränkeleitung nach Entnahme einer notwendigerweise
vorzuwählenden Flüssigkeitsmenge zwangsweise gesperrt wird, bleibt sie nach der Erfindung
immer "offen", dennoch wird eine Kennungserfassung erzwungen.
[0008] Bei Entnahme eines Getränks, wie Bier, Wein, Wsser, Limonade etc, wird die entnommene
Flüssigkeitsmenge mittels eines Durchflußmessers, z.B. nach DBP 34 42 358, über von
diesem erzeugte Impulse gemessen, ohne daß notwendigerweise eine Zwangsabschaltung
vorgesehen ist; der Kellner kann nach Eingabe seines Codes die gewünschte Menge frei
entnehmen, ohne daß er irgendwie beschränkt ist. Die entnommene Menge wird lediglich
festgestellt.
[0009] Um den Bedienungspersonen jegliche Anregung zur Getränkeminderentnahme zu nehmen,
die zu "Gratisportionen" für die Bedienung führen könnten, sieht eine äußerst bevorzugte
Ausgestaltung vor, daß die während eines Kennungsvorganges gezapfte Getränkemenge
in Einheiten und/oder Portionen erfaßt wird, wobei insbesondere vorgesehen ist, daß
bei Durchführung eines Kennungsbeendigungsvorganges eine Rückstellung eines Portionszählers
erfolgt. Damit wir Minderentnahmen nicht über mehrere Entnahmevorgänge aufaddiert,
können damit nicht dazu führen, daß eine Bedienungsportion durch Minderentnahme eine
Flüssigkeitsmenge aufaddiert, die sie anschließend als Portion verkaufen könnte, die
sie mit dem Gaststätteninhaber nicht abzurechnen hätte. In Weiterbildung ist bei dieser
Ausgestaltung vorgesehen, daß nach einer vorgegebenen Zapfpausenzeit eine Rückstellung
eines Portionszählers erfolgt. Hierdurch kann auch bei sehr langen Zapfvorgängen für
mehrere Portionen eine Aufaddition von Minderentnahmen vermieden werden, indem nach
vorgegebener Zeit immer die Portionszuordnung der entnommenen Getränkemenge erfolgt.
[0010] Es kann vorkommen, daß von einem Getränk diverse Portionsgrößen auszuschenken sind,
wie beispielsweise Tassen oder Kännchen von Kaffee, bei denen die Preise bezogen auf
eine Einheitsmenge unterschiedlich sind. Für einen solchen Fall sieht die Erfindung
vor, daß bei unterschiedlich großen Abgabeportionen eine Portionenerfassung durchgeführt
wird und daß bei fehlender Portionengrößeneingabe ein Alarmsignal ausgelöst wird bzw.
ist die erfindungsgemäße Vorrichtung gekennzeichnet durch mit dem Alarmgeber verbundene
Portionsgrößenwähler.
[0011] Weitere bevorzugte Ausgestaltungen sehen vor, daß akustische Alarmsignale ausgelöst
werden und daß optische Alarmsignale ausgelöst werden, wobei eine bevorzugte Ausgestaltung
sich insbesondere dadurch auszeichnet, daß bei Fehlen der Kennungs- und/oder Portionsgrößenerfassung
unterschiedliche optische und/oder akustische Alarmsignale ausgelöst werden. Hierdurch
kann der Kellner ohne weiteres feststellen, aufgrund welches Mangels der Alarm ausgelöst
wurde, ob mangels fehlender Kennungsdurchführung oder mangels erfolgter Portionenwahl.
[0012] Weitere bevorzugte Ausbildung zeichnet sich dadurch aus, daß nach einer vorgegebenen
Zeit, in der kein Getränk abgezogen wurde, die Portionenwahl gelöscht wird bzw. daß
die abgezogene Gesamtmenge jedes Getränkes erfaßt wird.
[0013] Die Entnahmedetektoren der erfindungsgemäßen Vorrichtung können entweder Durchflußmesser
sein, wie sie an sich aus der DE-OS 34 42 358 bekannt sind, auf die verwiesen wird,
oder aber mit Getränkeportionierer, wie sie beispielsweise bei Spirituosenentnahmegeräten
vorhanden sind, verbundene Sensoren. Während bei Einsatz von Durchflußmessern, wie
dies bei Getränken, die in größeren Portionen gezapft werden, wünschenswert ist, wie
beispielsweise bei Bier, die Durchflußmenge erfaßt und gegebenenfalls einzelnen Portionen
zugeordnet wird, wird bei den letztgenannten Sensoren lediglich die Portionenzahl
durch die Auslösevorgänge gezählt.
[0014] Erfindungsgeber kann entweder eine Tastatur zur Eingabe eines Kennungscodes sein
oder aber eine Aufnahme zum Einstecken eines Kennungs- oder Codeelementes, wie eines
Codestiftes, eines Kennungsschlüssels oder einer Codekarte.
[0015] Durch die Erfindung wird es möglich eine bestehende Schankanlage nachzurüsten und
dennoch eine zuverlässige Schankkontrolle zu erzielen. Dabei ist es möglich nicht
nur aus größeren Gebinden abgezogene Getränke wie Bier, sondern auch andere Getränke,
wie Spirituosen etc. zu kontrollieren und zu erfassen. Ein wesentlicher Vorteil der
Erfindung liegt darin, daß der Betriebsablauf nicht durch eine Sperrung der Getränkeabnahme
bei fehlender Kennung unterbrochen wird und dennoch eine zuverlässige Erfassung der
Getränkeentnahme erfolgt.
[0016] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und aus
der nachfolgenden Beschreibung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter
Bezugnahme auf die Zeichnung im einzelnen erläutert ist. Dabei zeigt:
- Figur 1
- ein Blockdiagramm einer bevorzugten erfindungsgemäßen Vorrichtung; und
- Figur 2
- ein das erfindungsgemäße Verfahren veranschaulichendes Ablaufdiagramm.
[0017] Bei einer erfindungsgemäß ausgestalteten Schankanlage sind zunächst diverse Bezugsstationen
für unterschiedliche Getränke und unterschiedliche Abgabeformen vorgesehen. So ist
eine erste Zapf- oder Schankstation 1 für "offene" in Großbehältern, wie Fässern vorhandene
und aus diesen abzuziehende Getränke, wie Bier, Wasser, Limonaden, evtl. auch Wein
oder dergleichen vorgesehen. Die Zapfstation 1 weist von den die Flüssigkeit enthaltenen
Behältnissen 2 zu Zapfhähnen 3 führende Leitungen 4 auf, in denen Durchflußmesser
6, wie Durchflußmesser nach der DE-OS 34 42 358 angeordnet sind. Die Schankstation
1 weist weiterhin Tasten 7 auf, mit denen Portionengrößen gewählt werden können, wie
beispielsweise bei Bier 0,33, 0,5 oder auch 1 Liter oder bei Limonade 0,25 und 0,5
Liter etc. Die der jeweiligen Portionstaste 7 zugeordnete Menge kann in beliebiger
geeigneter Weise voreingestellt werden. Jeder Zapfstation ist weiterhin ein Kennungsgeber
8 zugeordnet. Der Kennungsgeber 8 kann eine Buchstaben- oder Nummerische Tastatur
sein, mit der eine Codezahl eingegeben wird. Es kann auch eine Aufnahme für einen
Codestift, einen Codeschlüssel, eine Codekarte oder dergleichen sein. Der Erfinderungsgeber
8 ist über Signalleitungen 9 wie Portionstasten 7, Zapfhähne 3 und Durchflußmesser
6 über Signalleitungen 11 mit einer Verarbeitungseinheit 12 verbunden. Die zweite
Entnahmestation 20 dient zur Entnahme von Getränken aus kleiner Gebinden, wie Spirituosen
aus Flaschen 21. Die Station 20 weist Portionierer 22 auf, die über Signalleitungen
23 mit der Verarbeitungseinheit 12 verbunden sind. Einsetzbare Portionierer sind an
sich bekannt und handelsüblich. Sie können mit ebenfalls herkömmlichen berührungsfreien
oder Berührungskontaktgebern versehen sein bzw. leicht versehen werden. Weiterhin
ist ebenso wie bei der Station 1 ein Kennungsgeber 8 vorgesehen, der über Signalleitung
9 mit der Verarbeitungsstation 12 verbunden ist.
[0018] Bei der dritten Getränkeabgabestation 30 handelt es sich um eine Warmgetränkestation
zur Abgabe von Kaffe, Tee, heiße Schokolade etc. auch hier sind Freigabehebel 31 zur
Abgabe der Getränke sowie Portionswahltasten 7 und ein Kennungsgeber 8 vorgesehen,
die über Signalleitungen 9, 12 mit der Verarbeitungseinheit verbunden sind.
[0019] Schließlich kann eine Schankstation für Misch- oder für Mixgetränke vorgesehen sein,
die grundsätzlich der Schankstation 1 entspricht, aber die Möglichkeit bietet verschiedene
Getränke, wie beispielsweise Limonade und Cola in einem gewünschten vorgegebenen Verhältnis
zu mischen. Diese Station weist wie die erste Station Zapfhähne 3, Getränkebehälter
2', Portionstasten 7 und einen Kennungsgeber 8 auf, die über entsprechende Signalleitung
9, 12 mit der Zentraleinheit verbunden sind. Die Zentraleinheit 12 kann mit Ausgabeeinheiten
51, wie einen Drucker oder Steuereinheiten 52 wie einen Eingaberechner verbunden sein.
[0020] Zum Entnehmen von Getränken muß einerseits der Kennungsgeber 8 betätigt werden, indem
ein Kellner die entsprechende Codezahl eingibt oder sein individuelles Codeelement,
wie Codestift, Schlüssel, Codekarte oder dergleichen nur auf die an sich und in anderem
Zusammenhang beispielsweise aus der DE-M 87 09 268 bekannt ist, in den Kennungsgeber
8 einsteckt. Soweit bei einer Abgabestation Portionwahltasten 7 vorhanden sind, so
muß der Kellner weiterhin die gewünschten Portionsgrößen vor Entnahme des Getränkes
angeben. Dies ist insbesondere wichtig, wenn ein Getränk je nach Portionsgröße umgerechnet
auf eine Einheitsmenge unterschiedliche Preise hat, so beispielsweise bei einer Portiongröße
von 0,25 Liter einen Preis von DM 2,-- und bei einer Portionsgröße von 0,5 Liter einen
Preis von DM 3,50, so daß sich Literpreise von DM 8,-- bzw. DM 7,--, also unterschiedliche
Literpreise ergeben.
[0021] Zapft ein Kellner ohne Kennungsgabe, so ertönt über dem Alarmgeber 13 ein akustisches
und/oder optisches Alarmsignal. Das Alarmsignal wird nur abgestellt, wenn die Kennung
in den Kennungsgeber 8 eingegeben wird, also beispielsweise der Code eingetippt oder
das entsprechende Codeelement eingesteckt wird. Bei der bevorzugten Ausgestaltung
ist nicht vorgesehen, daß eine Entnahme vor Eingabe der Kennung blockiert wird. Vielmehr
wird in diesem Falle lediglich der Alarm ausgelöst und die schon entnommene Getränkemenge
wird der Kennung zugeordnet, die nach Auslösen des Alarm eingegeben wurde bzw. dem
Kellner zugeordnet, der sein Codeelement eingesteckt hat. Hierdurch wird, wenn ein
Kellner vergißt die Kennung einzugeben oder ein Codeelement einzustecken, insbesondere
der Betriebsablauf nicht aufgehalten, sondern eben lediglich den Kellner daran erinnert,
daß er den Kennvorgang noch durchzuführen hat. In gleicher Weise wird, insbesondere
auch im Hinblick zur Vermeidung einer Unterbrechung des Betriebsablaufs ein Alarmsignal
ausgelöst, wenn bei Bezugsstationen, die mit Portionswählern 7 versehen sind, die
entsprechende Portionswahl nicht vorgenommen wird, wobei gegebenenfalls eine entsprechende
Signalgeber 13 ein unterschiedlicher sein kann oder der Signalgeber 13 ein unterschiedliches
Signal abgibt, beispielsweise ein akustisches Signal unterschiedlicher Frequenz gegenüber
der Frequenz des Signals das bei fehlender Kennung ausgegeben wird bzw. ein optisches
Signal ebenfalls abweichender Blinkfrequenz oder abweichender Farbe, so daß der Kellner
auch sofort erkennt, welcher Vorrang nicht ausgelöst wurde, die Kennungsgabe oder
die Portionenwahl.
[0022] Insbesondere bei Bezugsstationen mit Portionenwählern 7 ist ein Zeitgeber vorgesehen,
beispielsweise in der Verarbeitungseinheit 12, durch eine an sich bekannte Uhr (Schwingquarz
mit Teilerschaltung und Zähler) der nach einer vorgegebenen Zeit in beispielsweise
zehn Sekunden eine gewählte Portionengröße wieder zurücksetzt, wenn innerhalb der
genannten Zeit das Getränk selbst nicht abgefordert wird.
[0023] Bei Getränken bei denen die Mengen individuell gezapft werden und nicht automatisch
portionsweise abgegeben werden, kann es vorkommen, daß Mindermengen gezapft werden;
so könnte ein Kellner per Abrechnung auf Volumenbasis "Gratisportionen" erhalten,
deren Verkaufspreis ihm völlig zukäme, ohne daß er hiervon an den Inhaber der Gaststätte
einen Teil abzuführen hätte, da dieser ja auf Volumenbasis abrechnet. Der Gastwirt
wird dadurch zwar nicht geschädigt, aber die jeweiligen Gäste. Um jede Anregung zum
Minderzapfen zu vermeiden ist in bevorzugter Weise vorgesehen, daß die Abrechung zwischen
Kellner und Gastwirt auf Portionenbasis erfolgt. Die während eines Kennungsvorganges,
beispielsweise Stücken eines Kennungsschlüssels im Kennungsgeber abgezogene Getränkemenge
wird, gegebenfalls unter Berücksichtigung von Toleranzen, der hier entsprechenden
plausiblen Einheiten, beispielsweise Portionen oder von diesen ableitenden Portionen
zugeordnet. Bei einem erneuten Getränkebezug durch den gleichen Kennungsinhaber werden
die Portionen wieder von null ab gezählt, ohne Berücksichtigung des Minderbezugs beim
vorherigen Bezugsvorgang, so daß sich Minderzapfen nicht aufaddieren läßt. In gleicher
Weise kann vorgesehen sein, daß nach einer Zapfpause bzw. einer vorgegebenen Zeit
ein entsprechender Portionenzähler auf null zurückgesetzt wird. Bai Portionenwählern
7 bei der zugehörigen Bezugsstation kann die Zuordnung des abgezogenen Volumen zu
der entsprechenden Portionengröße in der gleichen Weise erfolgen.
[0024] Unabhängig von Zuordnung zu abgezogenen Portionen erfaßt die Verarbeitungseinheit
12 das abgezogene Getränkegesamtvolumen, um beispielsweise dann, wenn ein Tank entsprechend
der gemessenen Druchflußmenge leer ist bzw. nahezu leer ist ein entsprechendes Signal
abzugeben, um anzuzeigen, daß ein neuer Tank oder ein neues Faß bereitzustellen ist.
[0025] Bei Bezugsstationen mit Portionierer wie die Bezugsstation 20 weist der Portinonierer
22 einen Kontakt auf, der gleichzeitig mit dem Name des Getränkes ausgelöst wird.
Ein Getränk wird beispielsweise derart entnommen, indem ein Glas gegen einen Hebel
eines Verschlußventils gedrückt wird, wodurch das Ventil geöffnet wird und die Getränkeportion
aus laufen kann. Hier kann die Anzahl der entnommenen Portionen, gegebenenfalls in
Abhängigkeit der entsprechenden Getränkeart erkannt und zugeordnet werden.
1. Verfahren zur Überwachung der Getränkeabgabe in Gaststätten oder dergleichen, wobei
ein Berechtigter sich durch eine Kennung auszuweisen hat, dadurch gekennzeichnet,
daß beim Zapfen eines Getränkes ohne Kennungseingabe ein Alarmsignal erfolgt, daß
das Alarmsignal erst beendet wird, wenn die Kennung durchgeführt wird und daß die
entnommene Getränkeflüssigkeit der zur Löschung des Alarms verwendeten Kennung zugeordnet
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die während eines Kennungsvorganges
gezapfte Getränkemenge in Einheiten und/oder Portionen erfaßt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Durchführung eines Kennungsbeendigungsvorganges
eine Rückstellung eines aktiven Portionenzählers erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach einer vorgegebenen
Zapfpausenzeit eine Rückstellung eines aktiven portionenzählers erfolgt.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei
unterschiedlich großen Abgabeportionen eine Portionengrößenerfassung durchgeführt
wird und daß bei fehlender Portionengrößeneingabe ein Alarmsignal ausgelöst wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß akustische
Alarmsignale ausgelöst werden.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß optische
Alarmsignale ausgelöst werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei Fehlen
der Kennungs- und/oder Portionengrößenerfassung unterschiedliche optische und/oder
akustische Alarmsignale ausgelöst werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß nach einer
vorgegebenen Zeit, in der kein Getränk abgezogen wurde, die Portionenwahl gelöscht
wird.
10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
abgezogene Gesamtmenge jedes Getränkes erfaßt wird.
11. Vorrichtung zur Überwachung der Getränkeabgabe von Zapfstellen an Bezugstationen oder
dergleichen insbesondere in Gaststätten, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer
Zapfstelle (3, 22, 31) einer Bezugsstation (1, 20, 30, 40) zugeordneter Kennungsgeber
(8) sowie mindestens ein Entnahmedetektor (6) derart verbunden sind, daß sie ein Alarmsignal
auslösen, wenn bei Ansprechen des Entnahmedetektors (6) der Kennungsgeber (8) nicht
aktiviert ist und das Alarmsignal durch Aktivierung des Kennungsgebers (8) beendbar
ist und daß ein Entnahmezähler mit dem Entnahmedetektor (6) derart verbunden ist,
daß eine Getränkeentnahme vor Aktivierung des Kennungsgebers (8), der den Kennungsgeber
aktivierenden Kennung zuordbar ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Entnahmedetektor ein
Durchflußmesser (6) ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Entnahmedetektor
ein an einem Getränkeportonierer angeordneter Sensor ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mit dem Alarmgeber
(13) verbundene Portionsgrößenwähler (7).
15. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch Rückstellmittel für einen Portionsgrößenwähler.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, gekennzeichnet durch einen Timer oder Zeitgeber zum
Zurücksetzen des Zählers nach einer vorgegebenen Zeit.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Kennungsgeber
(8) eine Tastatur zur Eingabe eines Codes aufweist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Kennungsgeber
eine Aufnahme zum Einstecken eines Codeelementes, wie einen Codestift, einen Kennungsschlüssel,
eine Codekraft oder dergleichen aufweist.