[0001] Die Erfindung betrifft ein verfahren zur Formgebung von Fäden, Hohlfäden, Flachfolien
oder Schlauchfolien und dergleichen (Rohre, Platten) aus fadenbildenden Stoffen, aus
einem homogenen isotropen oder anisotropen, ein- oder mehrphasigen flüssigen Mehrstoffsystem
sowie eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens.
[0002] Ein solches Verfahren ist aus der JP-OS 61-19 805 bekannt. Diese bekannte Schrift
lehrt zwar eine Erhöhung der Spinngeschwindigkeit bei Naßspinnverfahren auf etwa höchstens
1500 m/min, die Qualitätsanforderungen, die an textile Fäden gestellt werden müssen,
werden dabei jedoch kaum erfüllt. So beträgt die Trockendehnung bei einer Spinngeschwindigkeit
von 1500 m/min nur 10%.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die Arbeitsgeschwindigkeiten gegenüber
den bisher üblichen signifikant zu erhöhen und die Qualität der Produkte wesentlich
zu verbessern.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren der eingangs beschriebenen Art, bei
welchem erfindungsgemäß das flüssige Mehrstoffsystem durch eine oder mehrere Düsenöffnungen
in eine unter Überdruck stehende und gegebenenfalls erhitzte und/oder gekühlte Flüssigkeit
gepreßt wird, die Flüssigkeit in Laufrichtung in einem Kanalsystem bewegt wird, das
aus Abschnitten mit konstantem und/oder sich leicht verjüngendem Querschnitt gebildet
ist, und die Strömungsgeschwindigkeit der Flüssigkeit entsprechend erhöht wird.
[0005] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens wird in der Flüssigkeit unterhalb
der Düse ein Druck von 2,5 - 250 bar eingestellt und dieser wird im Verlaufe des Kanalsystems
verringert.
[0006] Vorzugsweise wird der Druck im Verlaufe des Kanalsystems auf den Atmosphärendruck
verringert.
[0007] Eine wellige Ablage der Fäden kann beim erfindungsgemäßen Verfahren auf einfache
Weise dadurch erreicht werden, daß am Ende des Kanalsystems ein Diffusor zur Verringerung
der Strömungsgeschwindigkeit angeordnet wird.
[0008] Als fadenbildende Stoffe kommen Cellulose, Polyamide, Polyester, Polypropylen, Polyethylen,
PVA, und ähnliche Polymere und/oder Copolymere sowie Silikat-, Aluminat oder ähnliche
anorganische fadenbildende Stoffe einzeln oder in Mischungen in Frage.
[0009] Als einphasige Systeme kommen Lösungen der Polymeren für das Naßspinnen in Frage.
Mehrphasige geeignete Systeme sind Gele, wie sie beim Gelspinnen eingesetzt werden.
Auch Übergänge zwischen einphasigen Lösungen und Gelen können beim erfindungsgemäßen
Verfahren berücksichtigt werden, was insbesondere dann von Bedeutung ist, wenn Membrangebilde
angestrebt werden.
[0010] Als Lösungsmittel für Cellulose sind beispielsweise Cuoxam, Xanthogenat, organische
Lösungsmittel wie N-Methyl-Morpholin-Oxid oder Dimethylacetamid, N-Methylpyrrolidon
etc., gegebenenfalls unter Zusatz von Alkali- und/oder Erdalkalisalzen geeignet. Für
Polyamide ist beispielsweise Ameisensäure bevorzugt. Für Polyester sind Dichloressigsäure
oder m-Kresol geeignet.
[0011] Die durch das Kanalsystem bewegte Flüssigkeit soll die fadenbildenden Stoffe nicht
lösen und das Mehrstoffsystem nur langsam in die feste Phase überführen. Bevorzugt
wird mit gegebenenfalls gekühltem und/oder erhitztem Wasser gearbeitet, welches diese
Voraussetzungen durch Auswahl der Temperatur, gegebenenfalls unterschiedlich im Verlaufe
des Kanalsystems, hervorragend erfüllt. Die Flüssigkeit kann eine begrenzte Menge
des jeweiligen Lösungsmittels, oder bei Gelen des Quellungsmittels, enthalten.
[0012] Die Einstellung der Strömungsverhältnisse im Kanalsystem kann nunmehr so erfolgen,
daß die zur Querschnittsverjüngung der Formkörper aufzubringenden Kräfte schonend
und gleichmäßig aufgebracht werden.
[0013] Die Arbeitsgeschwindigkeiten für Naßverformungen waren bisher auf wenige hundert
m/min begrenzt und können durch das erfindungsgemäße Verfahren auf mehrere tausend
m/min gesteigert werden.
[0014] Die Querschnittsverjüngung kann auch nach Verlassen des Kanalsystems unmittelbar
oder in nachfolgenden Prozeßstufen fortgesetzt werden.
[0015] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht die Verformung von fadenbildenden Stoffen,
für die eine solche bisher auf wirtschaftliche Weise nicht möglich war, oder es werden
die Produkteigenschaften von verformten fadenbildenden Stoffen in besonderer Weise
günstig beeinflußt.
[0016] So ist beispielsweise Nylon 4 wegen fehlender Thermostabilität nicht schmelzspinnbar.
Bekannte Naßspinnverfahren sind wegen der geringen Arbeitsgeschwindigkeit unwirtschaftlich.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren läßt sich Nylon 4 wirtschaftlich zu textilen Fäden
verformen, wobei als Lösungsmittel Ameisensäure bevorzugt wird. Als Flüssigkeit im
Kanalsystem eignen sich dabei sowohl Aceton als auch Wasser. Die erhaltenen Polyamidfäden
haben eine mit Baumwolle vergleichbare Feuchtigkeitsaufnahme bei 20°C. Sie beträgt
beispielsweise bei 65% relativer Feuchte 6% und bei 90% relativer Feuchte 11%.
[0017] Als weiteres Polyamid, für das sich das erfindungsgemäße Verfahren mit Vorteil einsetzen
läßt, ist Polyamid 6 T (Polyhexamethylenterephthalat) zu nennen. Dieses wird beispielsweise
aus einer 16%igen Lösung in konzentrierter Schwefelsäure in Wasser oder verdünnter
Schwefelsäure als Flüssigkeit im Kanalsystem verformt.
[0018] Bei üblicherweise schmelzgesponnenen Fäden werden durch das erfindungsgemäße Verfahren
Eigenschaften erzeugt, die sich vorteilhaft beim Gebrauch auswirken. So läßt sich
Polyamid 6, gelöst in Ameisensäure, und Polyethylenterephthalat, gelöst in Dichloressigsäure,
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren verformen, wobei als Flüssigkeit im Kanalsystem
beispielsweise Wasser verwendet wird.
[0019] Die erhaltenen Produkte weisen eine gewisse Oberflächenporosität auf, die ein mattes
Aussehen bedingt. Der erfindungsgemäß hergestellte Faden entspricht ohne Zugabe von
TiO₂ einem herkömmlichen Faden, dem 0,4% TiO₂ zugesetzt waren. Der Griff ist voller
und trockener als bei herkömmlichen und hat auch den von Polyamid 6 bekannten seifigen
Griff nicht mehr.
[0020] Da erfindungsgemäß keine Schmelzen, sondern flüssige Mehrstoffsysteme eingesetzt
werden, können Flammschutzmittel und ähnliche Zusatzstoffe leichter in das flüssige
Mehrstoffsystem zugemischt werden, als es bei Schmelzen möglich ist.
[0021] Gelspinnverfahren werden bisher zweistufig durchgeführt. So schließt sich an die
Extrusion des Gels in eine Flüssigkeit ein Dehnprozeß in heißem Gas an. Durch das
erfindungsgemäße Verfahren ist die Verformung von Gelen in einer Flüssigkeit, also
ein Naßspinnverfahren möglich geworden. Als Flüssigkeit im Kanalsystem wird eine mit
der quellenden Komponente des Geles mischbare Flüssigkeit ausgewählt, die auch eine
begrenzte Menge der quellenden Komponente zur Verzögerung der Verfestigung enthalten
kann. Die Temperatur der Flüssigkeit wird dabei über der Quellungstemperatur des Gels
gehalten.
[0022] Da erfindungsgemäß Überdrucke von beispielsweise bis zu 250 bar vorgesehen sind,
läßt sich beispielsweise auch Polyamid 6,6 aus Gelen mit Dimethylsulfoxid bei Temperaturen
der Flüssigkeit im Kanalsystem von 150 - 190°C zu Fäden mit guten Eigenschaften verformen.
Als Flüssigkeit im Kanalsystem kann Wasser ggf. mit geringen DMSO₂-Zusätzen verwendet
werden.
[0023] Mit dem neuen Verfahren werden vorteilhaft auch anisotrope flüssigkristalline Lösungen
verformt.
[0024] Polyaramide wie beispielsweise Poly-para-phenylenterephthalamid werden üblicherweise
aus anisotropen flüssigkristallinen Lösungen durch einen Luftspalt in ein Fällbad
versponnen. Diese Technologie behindert durch die vorzeitige Kristallisation in erheblichem
Maße die Orientierung in Fadenlaufrichtung. Erfolgt die Verformung dieser anisotropen
Polyaramidlösung im erfindungsgemäßen Verfahren bei Temperaturen der Flüssigkeit im
Kanalsystem von mehr als 130°C, wird diese vorzeitige Kristallisation unterdrückt
und die mechanischen Eigenschaften des Aramidfadens werden durch Verbesserung der
Querfestigkeit deutlich erhöht.
[0025] Cellulose kann nach dem Xyanthogenatverfahren in warmem Wasser verformt werden, so
daß statt einem Säurebad mit ca. 15%iger Schwefelsäure nur sehr verdünnte Säuren zum
Auswaschen benötigt werden, was die von Viskosefabriken ausgehenden Umweltbelastungen
verringert.
[0026] Die bei der Regeneration von Cellulose aus Lösungen in N-Alkyl-tert. Aminoxiden,
wie z.B. N-Methylmorpholinoxid, zu beobachtende Fibrillierung der Fäden wird beim
erfindungsgemäßen Verfahren durch die Verzögerung der Kristallisation vermieden.
[0027] Auch die Verformung von Polymergemischen aus flüssigen Mehrstoffsystemen ist ohne
Einschränkung möglich, sofern die Polymergemische stabile Lösungen oder Gele bilden.
Ein Beispiel hierfür ist ein Gemisch aus 70% Polyamid-6 und 30% Cellulose-2-acetat
in DMAC/LiCl-Lösung.
[0028] Werden nach dem erfindungsgemäßen Verfahren Membranen oder poröse Körper hergestellt,
dann ist eine Hautbildung ausgeschlossen und die erhaltenen Produkte haben offene
Oberflächen. In besonderem Maße gilt dieses auch für poröse Formkörper, die durch
thermisch induzierte Phasentrennung von sich flüssig entmischenden Polymerlösungen
erzeugt werden.
[0029] Die Erfindung wird anhand nachfolgender Beispiele näher erläutert.
Beispiele 1 - 5
[0030] Eine Cellulose-Cuoxamlösung üblicher Zusammensetzung (ca. 10% Cellulose, 7% NH₃ 3%
Cu) wurde über eine Spinnpumpe nach Entlüften und Filtration einer Spinndüse zugeführt,
die in einem mit Wasser gefüllten Kanalsystem angeordnet war. Im Bereich der Spinndüse
stand das Wasser unter Überdruck und hatte eine Temperatur von 45°C. Das Wasser strömte
mit dem sich bildenden Fadengebilde durch das Kanalsystem. Dabei verringerte sich
der Überdruck auf den Atmosphärendruck.
[0031] Die Abmessungen des Kanalsystems sind im einzelnen zusammen mit den Verfahrensparametern
tabellarisch angegeben. Das Kanalsystem endete am Trommelumfang einer Zentrifuge,
in der der gebildete Faden abgelegt wurde. Das Auswaschen des Fadens zur Entkupferung
und gegebenenfalls übliche Nachbehandlungen wurden anschließend in der Zentrifuge
vorgenommen.
[0032] Weitere Angaben über die Versuchsparameter und die erzielten Produktdaten gehen aus
den Tabellen 1 bis 3 hervor.

[0033] Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert.
[0034] Figur 1 und Figur 2 zeigen in vereinfachter schematischer Darstellungsweise einen
Ausschnitt aus Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0035] In den Figuren ist die Strömungsrichtung des fadenbildenden flüssigen Mehrstoffsystems
und der Flüssigkeit durch Pfeile angegeben. Die Einrichtungen zum Fördern, Behandeln
und Pressen des fadenbildenden flüssigen Mehrstoffsystems durch die Düsenöffnungen
wie Pumpen, Entlüftungen, Filter usw., die Einrichtungen zum Zuführen und Abführen
der Flüssigkeit zu bzw. von dem Kanalsystem und zum Erzeugen des gewünschten Flüssigkeitsüberdruckes
im Kanalsystem sowie die Einrichtungen zur Ablage oder Aufnahme des Formkörpers beispielsweise
eine Aufwickeleinrichtung oder eine Zentrifuge zum Ablegen von fadenförmigen Formkörpern
sind dem Fachmann allgemein bekannt und in den Figuren nicht dargestellt.
[0036] In Figur 1 ist der Bereich dargestellt, in dem eine Düse 1 mit dem sich am Ende verjüngenden
Düsenkanal 2 und der Düsenöffnung 3 in das Kanalsystem 4 also in der Flüssigkeit mündet.
Das Kanalsystem 4 ist oberhalb der Düsenöffnung 3 ring- und trichterförmig und unterhalb
der Düsenöffnung 3 rohrförmig ausgebildet. Dadurch, daß das Kanalsystem 4 oberhalb
der Spinndüsenöffnung 3 beginnt und auch die Flüssigkeit oberhalb der Düsenöffnung
3 dem Kanalsystem 4 zugeführt wird, wird erreicht, daß das Auspressen des fadenbildenden
Stoffes aus der Düsenöffnung 3 in die Flüssigkeit bei voll ausgeprägter Flüssigkeitsströmung
erfolgt. Das Kanalsystem 4 ist so ausgebildet, daß im Bereich der Düsenöffnung 3 jeder
gewünschte Überdruck eingestellt werden kann, d.h. es ist bis auf die (nicht dargestellte)
Flüssigkeitszuführung im oberen Bereich geschlossen und am (nicht dargestellten) Austrittsende
für die Flüssigkeit und den Formkörper geöffnet. Falls gewünscht, kann die Düse 1
auch von einem oder mehreren Heiz- und/oder Kühlmänteln umgeben sein. Das gleiche
gilt auch für das Kanalsystem 4. Hierdurch ist es möglich, im Verlaufe des Kanalsystems
auch mit unterschiedlichen Temperaturen in der Flüssigkeit zu fahren. Wie in Figur
1 darstellt, weist das Kanalsystem 4 bereits unmittelbar unterhalb der Düsenöffnung
3 einen in Strömungsrichtung sich leicht verjüngenden Querschnitt auf, wodurch erreicht
wird, daß die Strömungsgeschwindigkeit der Flüssigkeit entsprechend zunimmt und der
statische Flüssigkeitsdruck entsprechend abnimmt.
[0037] In Figur 2 sind zwei von mehreren auf einem Kreis gleichmäßig verteilt angeordneten
Düsen 1 mit je einem sich stufenweise verjüngenden Düsenkanal 2 und einer Düsenöffnung
3 dargestellt. Das Kanalsystem 4 ist bei dieser Ausführungsform unterhalb der Düsenöffnungen
3 ringförmig ausgebildet, was dadurch erreicht wird, daß in dem Rohr 6 ein fliegend
aufgehängter, sich selbst zentrierender Kern 5 angeordnet ist. Der Kern 5 erstreckt
sich über die gesamte Länge des Kanalsystems 4. Er kann ggf. bereits vor dem Ende
des Kanalsystems 4 enden, so daß der nicht durch den Kern 5 ausgefüllte Abschnitt
des Kanalsystems 4 somit rohrförmig ausgebildet ist. Auch bei dieser Ausführungsform
besteht das Kanalsystem 4 aus Abschnitten mit konstantem und/oder sich leicht verjüngendem
Querschnitt. Dies kann durch entsprechende Ausgestaltung des Rohres 6 und/oder des
Kernes 5 erreicht werden. Im übrigen gilt das für die in Figur 1 dargestellte Ausführungsform
Gesagte entsprechend.
[0038] Vorteilhaft für das Verfahren ist es, wenn die Querschnittsänderung des Kanalsystems
stetig, also nicht plötzlich (unstetig), erfolgt, derart, daß das Verhältnis der Durchmesserdifferenz
auf einer Kanallänge L zur Kanallänge L möglichst 1 : 50 (= 0,02) oder kleiner ist.
Die Düse 1 ist im Bereich der Düsenöffnung 3 vorzugsweise als Hohlnadel ausgebildet.
Zum Herstellen von Hohlfäden können diese ansonsten im wesentlichen wie hierfür üblich
ausgebildet und wie in den Figuren 1 und 2 dargestellt angeordnet sein.
1. Verfahren zur Formgebung von Fäden, Hohlfäden, Flachfolien oder Schlauchfolien und
dergleichen (Rohre, Platten) aus fadenbildenden Stoffen, aus einem homogenen isotropen
oder anisotropen, ein- oder mehrphasigen flüssigen Mehrstoffsystem, dadurch gekennzeichnet,
daß das flüssige Mehrstoffsystem durch eine oder mehrere Düsenöffnungen in eine unter
Überdruck stehende und gegebenenfalls erhitzte und/oder gekühlte Flüssigkeit gepreßt
wird, daß die Flüssigkeit in Laufrichtung in einem Kanalsystem bewegt wird, das aus
Abschnitten mit konstantem und/oder sich leicht verjüngendem Querschnitt gebildet
ist, und daß die Strömungsgeschwindigkeit der Flüssigkeit entsprechend erhöht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Flüssigkeit unterhalb
der Düse ein Druck von 2,5 - 250 bar eingestellt und dieser im Verlaufe des Kanalsystems
verringert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck im Verlaufe
des Kanalsystems auf den Atmosphärendruck verringert wird.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß am Ende des Kanalsystems die Strömungsgeschwindigkeit der Flüssigkeit in einem
Diffusor verringert wird.
5. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis
4 mit Einrichtungen zum Pressen eines flüssigen Mehrstoffsystems zu Formkörpern durch
eine oder mehrere Düsenöffnungen, gekennzeichnet durch ein Kanalsystem, das aus Abschnitten
mit konstantem und/oder sich leicht verjüngendem Querschnitt gebildet ist, eine Einrichtung
zum Zuführen und Abführen einer Flüssigkeit zu bzw. von dem Kanalsystem derart, daß
die Flüssigkeit in dem Kanalsystem in Laufrichtung der Formkörper bewegt wird zum
Bewirken einer Querschnittsverjüngung der Formkörper, eine Einrichtung zum Erzeugen
eines Überdruckes in der Flüssigkeit und ggf. eine Einrichtung zum Erhitzen und/oder
Kühlen der Flüssigkeit.