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EP 0 442 510 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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25.01.1995 Patentblatt 1995/04 |
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Anmeldetag: 14.02.1991 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B06B 1/02 |
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Verfahren und Einrichtung für die Ultraschall-Flüssigkeits-Zerstäubung
Method and apparatus for ultrasonic liquid atomization
Méthode et installation pour atomisation ultrasonique d'un liquide
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
14.02.1990 DE 4004541
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.08.1991 Patentblatt 1991/34 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Rüttel, Martin
W-8621 Grub a. Forst (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 303 944 US-A- 4 338 576 US-A- 4 687 962
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DE-A- 2 815 434 US-A- 4 525 790 US-A- 4 808 948
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Ansteuerung eines Ultraschallwandlers
zur Zerstäubung einer Flüssigkeit, wobei ein Ansteuersignal mit einstellbarer Ansteuerfrequenz
dem Ultraschallwandler zugeleitet wird. Sie bezieht sich weiterhin auf eine Einrichtung
zur Ansteuerung eines Ultraschallwandlers zur Zerstäubung einer Flüssigkeit mit einem
steuerbaren Oszillator und einem Frequenz-Nachführungszweig, wobei der Oszillator
ein Ansteuersignal mit einstellbarer Ansteuerfrequenz abgibt und ausgangsseitig über
einen Leistungsverstärker an den Ultraschallwandler angeschlossen ist und der Frequenz-Nachführungszweig
ausgangsseitig mit dem Frequenzsteuereingang des Oszillators verbunden ist.
[0002] Ein solches Verfahren und eine solche Einrichtung sind aus EP-A-0 303 944 bekannt.
[0003] Piezokeramische Ultraschallwandler zur Zerstäubung von Flüssigkeiten werden in verschiedenen
Einrichtungen eingesetzt, zum Beispiel in Inhalationsgeräten oder in Luftbefeuchtern.
In letzteren wird Wasser zur Luftbefeuchtung herangezogen. Bei all diesen Einrichtungen
ist es von entscheidender Bedeutung, daß die Anregungs- oder Ansteuerfrequenz für
den Ultraschallwandler optimal an diesen angepaßt ist. Als optimaler Betriebspunkt
wird dabei der Betriebszustand bezüglich Speisestrom, Speisespannung und Ansteuerfrequenz
verstanden, in dem bei einer bestimmten zugeführten elektrischen Leistung das pro
Zeiteinheit zerstäubte Flüssigkeitsvolumen am größten ist. Normalerweise liegt dieser
optimale Betriebspunkt auf einer Resonanzfrequenz des Ultraschallwandlers. Bedingt
durch die Einbaugeometrie oder durch Abweichungen des Ultraschallwandlers von einer
idealen vorgegebenen Bauform kann jedoch der genannte Punkt des größten Wirkungsgrades
leicht verschoben sein. Dies kann durch die bisher bekannten Ansteuerprinzipien für
den Ultraschallwandler nur unzureichend erkannt und korrigiert werden.
[0004] Bisher sind zwei Verfahren zur Frequenzabstimmung gebräuchlich:
Das erste Verfahren bezieht den Ultraschallwandler selbst als frequenzbestimmendes
Element in eine Schwingschaltung, zum Beispiel in einen Leistungsoszillator, ein.
Dies Prinzip ist beispielsweise in einem käuflich erhältlichen Ultraschall-Flüssigkeits-Zerstäuber
realisiert (Ultraschall-Zerstäuber EFE-HMV1R7M6E der Firma Matsushita Electric, Spezifikation
der Firma Quick-Ohm GmbH, D-5600 Wuppertal). Hier wird ein puls-code-modulierter Sender
mit eigenem Oszillator verwendet, der über den Ultraschallwandler Ultraschallwellen
der Frequenz 1,7 MHz auf eine Wasseroberfläche strahlt. Das Auftreffen der Ultraschallwellen
auf die Grenzschicht zwischen Wasser und Luft verursacht ein Aufsteigen der Flüssigkeit,
was sich als feiner Wasserstaub oder Nebel bemerkbar macht. Der Ultraschallwandler
wird hierbei am Unterteil eines Wassertanks befestigt. - Eine Möglichkeit zur Verwendung
des Ultraschallwandlers als frequenzbestimmendes Element ist zum Beispiel auch die
Anordnung des Ultraschallwandlers in der Rückkopplungsleitung eines Oszillators. Dies
ist beispielsweise in der EP-A-0,240,360 beschrieben. Danach wird der Amplituden-
und Phasenfrequenzgang des Ultraschallwandlers dazu benutzt, die vom Oszillator abgegebene
Ansteuerfrequenz auf die Resonanzfrequenz des Ultraschallwandlers zu ziehen. Dieses
Verfahren hat den Nachteil, daß die so erhaltene Arbeitsfrequenz auch von anderen
Schaltungsbauteilen beeinflußt wird und somit merklich neben der optimalen Arbeitsfrequenz
des Ultraschallwandlers liegen kann. Auch ist hier für eine sichere Funktion eine
gewisse Schwinggüte des Ultraschallwandlers erforderlich, was an die Fertigungsgenauigkeit
bei der Herstellung des Ultraschallwandlers hohe Anforderungen stellt.
[0005] Bei dem zweiten Verfahren (dies wurde bisher von der Anmelderin praktiziert) wird
mit Hilfe eines separaten Oszillators, der in seiner Frequenz einmalig eingestellt
wird, eine stabile Arbeitsfrequenz über einen Leistungsverstärker auf den Ultraschallwandler
gegeben. Durch eine Messung des vom Ultraschallwandler erzeugten Schalldrucks kann
nun die optimale Arbeitsfrequenz ermittelt und am geräteeigenen Oszillator für den
Ultraschallwandler einmalig fest eingestellt werden. Die optimale Arbeitsfrequenz
liegt dabei vor, wenn der Schalldruck maximal geworden ist. Führt man den geräteeigenen
Oszillator als quarzstabilisierten Frequenzsynthesizer aus, erhält man ein relativ
stabiles Ansteuersystem mit gutem Wirkungsgrad. Nachteilig ist jedoch der hohe Aufwand
in der Fertigung, der durch den geschilderten Abstimmvorgang verursacht ist. Bedingt
durch die feste Frequenzeinstellung werden hierbei auch Frequenzabweichungen durch
Alterung des Ultraschallwandlers nicht kompensiert. Dies kann eine Verschlechterung
des Wirkungsgrades über die Lebensdauer bewirken.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß ein Arbeiten am optimalen Betriebspunkt
möglich ist, und zwar unbeeinflußt von anderen Schaltungsbauteilen und von Alterungserscheinungen
des Ultraschallwandlers. Insbesondere soll eine Nachführung der Ansteuerfrequenz des
Ultraschallwandlers während des Betriebs ermöglicht werden derart, daß der Punkt des
größten Zerstäubungs-Wirkungsgrades stets eingehalten wird.
[0007] Die genannte Aufgabe wird bei dem Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 genannten Merkmale gelöst.
[0008] Das am Ultraschallwandler abgegriffene Signal wird also demoduliert und anschließend
gefiltert, wonach aus dem demodulierten und gefilterten Signal ein Frequenzansteuersignal
gebildet wird, das zur Einstellung der Ansteuerfrequenz verwendet wird.
[0009] Von Bedeutung ist, daß eine "Richtungsinformation", das heißt eine Information darüber,
ob die aktuelle Arbeitsfrequenz oberhalb oder unterhalb der optimalen Arbeitsfrequenz
(bei der sich optimale Zerstäubung ergibt) liegt, zumindest bei Betriebsaufnahme erhalten
wird. Dies ist wichtig, weil ja die Ansteuerfrequenz entsprechend reduziert bzw. vergrößert
werden muß. Um die "Richtungsinformation" zu erhalten und zu berücksichtigen, ist
nach einer besonders vorteilhaften Weiterbildung vorgesehen, daß zumindest zu Beginn
eines Zerstäubungsvorgangs versuchsweise die Ansteuerfrequenz von einem vorgegebenen
Frequenzwert aus nach oben oder unten durchgestimmt wird, und daß das hierbei im Verlaufe
der Zeit erhaltene Test-Mittelwertsignal auf das Vorliegen eines Maximums untersucht
wird. Bei Vorliegen eines Maximums wird die "Richtungsinformation" erhalten, und die
Ansteuerfrequenz wird dann unter Berücksichtigung der "Richtungsinformation" nach
Maßgabe des Frequenzansteuersignals im Frequenzbereich des Maximums nachgeführt. Das
genannte Durchstimmen und Aufsuchen des Maximums sowie die Veränderung der Ansteuerfrequenz
wird hierbei vorzugsweise mit Hilfe eines Mikro-Computers oder Mikroprozessors durchgeführt.
[0010] Die genannte Aufgabe wird bei der Einrichtung zur Ansteuerung eines Ultraschallwandlers
der eingangs genannten Art erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs
4 genannten Merkmale gelöst.
[0011] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0012] Das vorliegende Verfahren und die vorliegende Einrichtung basieren auf der Ansteuerung
des Ultraschallwandlers mit einer Ansteuerfrequenz, die im Betrieb korrigiert werden
kann. Das Wesentliche dabei ist, daß zur Frequenzabstimmung ein Signal benutzt wird,
das direkt mit der Zerstäubungsleistung zusammenhängt und alle parasitären Einflüsse
beinhaltet. Es ist dies das erwähnte, am Ultraschallwandler abgegriffene Signal, das
die Reflektion der Ultraschallwellen an der Flüssigkeits-Oberfläche widerspiegelt.
Der Ultraschallwandler, ein piezoelektrischer, vorzugsweise ein piezokeramischer Ultraschallwandler,
wird ja sowohl zum Senden als auch zum Empfangen verwendet.
[0013] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand von drei Figuren näher
erläutert. Es zeigen:
- FIG 1
- eine Ultrasachall-Flüssigkeits-Zerstäubungseinheit, die zur Luftbefeuchtung vorgesehen
ist,
- FIG 2
- das am Ultraschallwandler abgegriffene Signal bei Fehlabstimmung, das heißt ohne Zerstäubung,
und
- FIG 3
- das am Ultraschallwandler abgegriffene Signal bei optimaler Zerstäubung.
[0014] Nach Figur 1 befindet sich in einem Gefäß 2 eine zu zerstäubende Flüssigkeit 4, vor
liegend Wasser. Die Flüssigkeitsoberfläche ist mit 6 bezeichnet. Am Boden des Gefäßes
2 ist ein piezoelektrischer, vorzugsweise ein piezokeramischer Ultraschallwandler
8 angeordnet. Er sendet im Betrieb Ultraschallwellen 10 in Richtung auf die Wasseroberfläche
6 aus. Die Abstrahlfläche des Ultraschallwandlers 8 ist gekrümmt. Er wird zum Aussenden
der Ultraschallwellen 10, gleichzeitig aber auch zum Empfangen der an der Flüssigkeitsoberfläche
6 reflektierten Ultraschallwellen eingesetzt.
[0015] Die Einrichtung zur Ansteuerung des Ultraschallwandlers 8 umfaßt einen steuerbaren
Oszillator 12, der ein Ansteuersignal s mit einstellbarer Ansteuerfrequenz f abgibt.
Es handelt sich bevorzugt um einen Sinusoszillator. Die Ansteuerfrequenz f liegt vorliegend
im Bereich Von 0,5 bis 5 MHz, vorzugsweise im mittleren Bereich von 2,5 MHz. Die Ansteuerfrequenz
f kann durch ein Ansteuersignal p am Frequenzsteuereingang 14 des Oszillators 10 beeinflußt
werden. Der Oszillator 12 ist ausgangsseitig an den Eingang eines Leistungsverstärkers
16 angeschlossen. Dessen Ausgang 18 wiederum ist an den Ultraschallwandler 8 angeschlossen.
[0016] Gemäß Figur 1 ist weiterhin ein Frequenz-Nachführzweig 20 vorgesehen, der den Ausgang
18 des Leistungsverstärkers 16 und damit den Eingang des Ultraschallwandlers 8 mit
dem Frequenzsteuereingang 14 des Oszillators 12 verbindet. Dieser Frequenz-Nachführzweig
20 umfaßt vorliegend einen mit dem Ausgang 18 verbundenen Amplituden-Demodulator 22,
ein nachgeschaltetes Bandfilter 24 und einen diesem nachgeschalteten Mikroprozessor
26, dessen Ausgang mit dem Frequenzsteuereingang 14 des Oszillators 12 verbunden ist.
Der Frequenzbereich des Bandfilters 14 liegt dabei im Bereich von 50 Hz bis 10 kHz.
Es ist dazu vorgesehen, denjenigen Bereich unterhalb der Nutzfrequenz von etwa 2,5
MHz herauszufiltern, in dem das maximale Rauschen liegt, wenn Zerstäubung eintritt.
Bei dem Demodulator 22 handelt es sich um eine Gleichrichterschaltung, insbesondere
um eine Dioden-Schaltung.
[0017] Im Betrieb wird der Ultraschallwandler 8 über die Leistungsstufe 16 mit dem Ansteuersignal
s der einstellbaren Ansteuerfrequenz f aus dem steuerbaren Oszillator 12 versorgt.
Der Ultraschallwandler 8 sendet dann Schallwellen 10 durch die Flüssigkeit 4 an deren
Oberfläche 6. Dort werden die Ultraschallwellen reflektiert, und ein Teil dieser reflektierten
Ultraschallwellen gelangt wieder zurück auf den Ultraschallwandler 8, wo sie in elektrische
Signale umgesetzt werden. Diese Signale werden dem Steuersignal vom Leistungsverstärker
16 am Ausgang 18 zum Signal U überlagert. Das hier abgegriffene Signal U gelangt auf
den Amplituden-Demodulator 22 und von dort auf das nachgeschaltete Bandfilter 24.
Hier wird aus der Hüllkurve des Ausgangssignals U, das in den Figuren 2 und 3 bei
Fehlabstimmung bzw. optimaler Abstimmung in Abhängigkeit der Zeit t dargestellt ist,
eine Meßspannung oder ein "aktuelles Mittelwertsignal" m gewonnen. Dieses aktuelle
Mittelwertsignal m wird zur Steuerung des Oszillators 12 verwendet. Liegt eine "Richtungsinformation"
vor, welche vom Mikroprozessor 26 ermittelt wird, so kann daraus und aus dem Signal
m das Signal p gebildet und dem Frequenzsteuereingang 14 aufgeschaltet werden.
[0018] Zu Beginn eines Zerstäubungsvorgangs wird versuchsweise die Ansteuerfrequenz f mit
Hilfe des Mikroprozessors 26 von einem vorgegebenen Frequenzwert fo aus nach oben
oder unten zeitlich verändert (Testlauf). Als Signal m erhält man dann im Verlaufe
der Zeit t ein Test-Mittelwertsignal m'. Dieses wird vom Mikroprozessor 26 auf das
Vorliegen eines Maximums untersucht. Der Mikroprozessor 26 ermittelt dabei auch, ob
der ursprünglich vorgegebene Frequenzwert fo oberhalb oder unterhalb derjenigen Frequenz
f* liegt, bei der das Maximum des Test-Mittelwertsignals m' auftritt. Dies ist die
oben erwähnte "Richtungsinformation". Abhängig von dieser Information und vom Signal
m verändert der Mikroprozessor 26 das Ansteuersignal p so, daß das genannte Maximum
- diesem entspricht der Punkt des größten ZerstäubungsWirkungsgrades -eintritt und
anschließend festgehalten wird. Mit anderen Worten: Bei Vorliegen des Maximums in
der gewählten Richtung (nach oben oder unten) wird die Ansteuerfrequenz f nach Maßgabe
des aktuellen Mittelwertsignals m im Frequenzbereich des Maximums nachgeführt. Der
Mikroprozessor 26 ist also imstande festzustellen, daß das Maximum überschritten wurde,
und er ist so eingerichtet, daß das Ansteuersignal p die Ansteuerfrequenz f in Richtung
auf die optimale Frequenz f* führt.
[0019] Es wurde bereits erwähnt, daß ein Teil der an der Oberfläche 6 reflektierten Ultraschallwellen
wieder auf den Ultraschallwandler 8 zurückgelangt. In der Flüssigkeit 4 bilden sich
stehende Wellen aus. Da der Ultraschallwandler 8 nicht nur elektrische Energie in
Ultraschall, sondern auch umgekehrt Ultraschall in elektrische Energie umwandeln kann,
wirkt sich der reflektierte Ultraschall unmittelbar auf das Ausgangssignal am Ausgang
18 aus. Je nach Amplitude und Phasenlage der Reflektionen ergibt sich am Innenwiderstand
des Leistungsverstärkers 16 ein Spannungsabfall U, der sich aus der Addition des Ausgangssignals
des Verstärkers 16 mit dem reflektierten Signal ergibt.
[0020] Solange die Ansteuerfrequenz f weit vom optimalen Arbeitspunkt f* des Ultraschallwandlers
8 entfernt liegt, bleibt die Flüssigkeitsoberfläche 6 ruhig. Das Wellenfeld 10 wird
dann nicht gestört, und das Signal U unterliegt keiner zeitlichen Änderung. Dies ist
in Figur 2 gezeigt. In diesem Fall liefert der Amplituden-Demodulator 22 eine reine
Gleichspannung, und die Meßspannung m hinter dem Bandpaßfilter 24 ist nahezu Null.
In Figur 2 ist das Signal s - abweichend von der bevorzugten sinusförmigen Ausbildung
- als Dreieckssignal gezeigt.
[0021] Wird nun vom Mikroprozessor 26 die Ansteuerfrequenz f des Ansteuersignals s in Richtung
auf die optimale Arbeitsfrequenz f* des Ultraschallwandlers 8 verschoben, wird die
Flüssigkeitsoberfläche 6 zunehmend unruhiger. Durch diese Bewegung an der Flüssigkeitsoberfläche
6 wird das Wellenfeld 10 gestört. Der reflektierte Signalanteil wird dadurch mit einem
niederfrequenten Rauschen moduliert, das insbesondere im Bereich von 50 Hz bis 10
kHz liegt. Dieses Rauschen ist durch die Hüllkurven h1 und h2 in Figur 3 verdeutlicht.
Aus diesem so verrauschten Signal U wird über den Demodulator 22 und das Bandpaßfilter
24 das aktuelle Mittelwertsignal m gebildet, das nun nicht mehr Null ist, sondern
einen durchaus meßbaren Wert aufweist. Es könnte als "Rauschsignal" bezeichnet werden.
[0022] Bei weiterer Annäherung an den optimalen Arbeitspunkt f* (Punkt des größten Wirkungsgrades)
wird dieses Mittelwert- oder Meßsignal m größer. Bei Einsetzen der Zerstäubung nimmt
neben der Amplitude dieses Rauschsignals m auch dessen Bandbreite zu. Im optimalen
Arbeitspunkt, der charakterisiert wird durch die Arbeitsfrequenz f*, tritt maximales
Rauschen auf. Bei passender Dimensionierung des Bandpaßfilters 24 kann ein sehr genaues
Abstimmverhalten erzielt werden. Das aktuelle Mittelwertsignal oder Rauschsignal m
wird dabei vom Mikroprozessor 26 als Steuersignal p zur Frequenzsteuerung des Oszillators
12 verwendet.
1. Verfahren zur Ansteuerung eines Ultraschallwandlers (8) zur Zerstäubung einer Flüssigkeit
(4), wobei dem Ultraschallwandler (8) ein Ansteuersignal (s) mit einstellbarer Ansteuerfrequenz
(f) zugeleitet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
a) ein elektrisches Signal (U) am Eingang des Ultraschallwandlers (8) abgegriffen
wird, wobei sich das Signal (U) aus einer Überlagerung des Ansteuersignals (s) und
eines Reflexionssignals (r) ergibt, und sich das Reflexionssignal (r) aus dem vom
Ultraschallwandler (8) empfangenen, an der Flüssigkeitsoberfläche reflektierten Schallwellen
ergibt,
b) das Signal (U) demoduliert und anschließend gefiltert wird, um ein aktuelles demoduliertes
und gefiltertes Mittelwertsignal (m) zu bilden;
c) aus dem Signal (m) ein Frequenzansteuersignal (p) gebildet wird; und
d) mittels des Frequenzansteuersignals (p) die Ansteuerfrequenz (f) nachgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
zumindest zu Beginn eines Zerstäubungsvorgangs versuchsweise die Ansteuerfrequenz
(f) von einem vorgegebenen Frequenzwert aus nach oben oder unten durchgestimmt wird,
daß das hierbei im Verlaufe der Zeit (t) erhaltene Test-Mittelwertsignal auf das Vorliegen
eines Maximums untersucht wird, um eine Richtungs-Information zu erhalten, daß bei
Vorliegen eines Maximums aus dem aktuellen demodulierten und gefilterten Signal (m)
und aus der Richtungs-Information das Frequenzansteuersignal (p) gebildet wird, und
daß die Ansteuerfrequenz (f) dann nach Maßgabe des Frequenzansteuersignals (p) im
Frequenzbereich des Maximums nachgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2
dadurch gekennzeichnet, daß
das am Ultraschallwandler (8) zugeleitete Ansteuersignal (s) sinsusförmig ist.
4. Einrichtung zur Ansteuerung eines Ultraschallwandlers (8) zur Zerstäubung einer Flüssigkeit
mit einem steuerbaren Oszillator (12) und einem Frequenz-Nachführungszweig (20), wobei
der Oszillator (12) ein Ansteuersignal (s) mit einstellbarer Ansteuerfrequenz (f)
abgibt und ausgangsseitig über einen Leistungsverstärker (16) an den Ultraschallwandler
(8) angeschlossen ist und der Frequenz-Nachführungszweig ausgangsseitig mit dem Frequenzsteuereingang
(14) des Oszillators (12) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
das verstärkte Ansteuersignal (s) mit einem Reflexionssignal (r) zu einem elektrischen
Signal (U) überlagerbar ist, wobei sich das Reflexionssignal (r) aus den vom Ultraschallwandler
empfangenen, an der Flüssigkeitsoberfläche reflektierten Schallwellen ergibt und daß
der Frequenz-Nachführungszweig (20) der Reihe nach einen Amplituden-Demodulator (22),
einen Bandfilter (24) und einen Mikroprozessor (26) umfaßt und eingangsseitig das
Signal (U) abgreift.
5. Einrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Ultraschallwandler (8) ein piezoelektrischer, vorzugsweise ein piezokeramischer
Ultraschallwandler ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Oszillator (12) ein Sinusoszillator ist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die vom Oszillator (12) abgegebene Frequenz im Bereich von 0,5 bis 5 MHz und daß der
Frequenzbereich des Bandfilters (24) im Bereich von 50 Hz bis 10 KHz liegt.
1. Method for controlling an ultrasonic transducer (8) for the atomization of a liquid
(4), wherein a control signal (s) having an adjustable control frequency (f) is supplied
to the ultrasonic transducer (8), characterised in that:
a) an electrical signal (U) is tapped at the input of the ultrasonic transducer (8),
wherein the signal (U) results from a superimposition of the control signal (s) and
a reflection signal (r), and the reflection signal (r) results from the sound waves
received from the ultrasonic transducer (8) and reflected at the surface of the liquid;
b) the signal (U) is demodulated and subsequently filtered in order to form a current
demodulated and filtered mean signal (m);
c) a frequency control signal (p) is formed from the signal (m); and
d) the control frequency (f) is corrected by means of the frequency control signal
(p).
2. Method according to claim 1, characterised in that, at least at the start of an atomization
process, the control frequency (f) is experimentally tuned upwards or downwards starting
from a pre-selected frequency value, in that the test mean value signal thus obtained
in the course of the time (t) is examined for the presence of a maximum in order to
obtain directional information, in that, when a maximum is present, the frequency
control signal (p) is formed from the current demodulated and filtered signal (m)
and from the directional information, and in that the control frequency (f) is then
corrected in accordance with the frequency control signal (p) in the frequency range
of the maximum.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the control signal (s) supplied
at the ultrasonic transducer (8) is sinusoidal.
4. Device for controlling an ultrasonic transducer (8) for the atomization of a liquid,
having a controllable oscillator (12) and a frequency correction branch (20), wherein
the oscillator (12) delivers a control signal (s) having an adjustable control frequency
(f) and is connected on the output side to the ultrasonic transducer (8) by way of
a power amplifier (16), and the frequency correction branch is connected on the output
side to the frequency control input (14) of the oscillator (12), characterised in
that the amplified control signal (s) can be superimposed on a reflection signal (r)
to form an electrical signal (U), wherein the reflection signal (r) results from the
sound waves received from the ultrasonic transducer and reflected at the surface of
the liquid, and in that the frequency correction branch (20) comprises, in series,
an amplitude demodulator (22), a band filter (24) and a microprocessor (26) and taps
the signal (U) on the input side.
5. Device according to claim 4, characterised in that the ultrasonic transducer (8) is
a piezoelectric ultrasonic transducer, preferably a piezoceramic ultrasonic transducer.
6. Device according to claim 4 or 5, characterised in that the oscillator (12) is a sinusoidal
oscillator.
7. Device according to one of claims 4 to 6, characterised in that the frequency delivered
by the oscillator (12) is in the range from 0.5 to 5 MHz and in that the frequency
range of the band filter (24) is in the range from 50 Hz to 10 KHz.
1. Procédé d'amorçage d'un transducteur ultrasonique (8) pour une pulvérisation d'un
liquide (4), où un signal d'amorçage (s) ayant une fréquence d'amorçage (f) réglable
est appliqué au transducteur ultrasonique (8), caractérisé en ce que :
a) un signal électrique (U) est pris à l'entrée du transducteur ultrasonique (8) le
signal (U) résultant d'une combinaison du signal d'amorçage (s) et d'un signal de
réflexion (r), et le signal de réflexion (r) est obtenu à partir des ondes sonores
reçues en provenance du transducteur ultrasonique (8) et réfléchies sur la surface
du liquide ;
b) le signal (U) est démodulé et ensuite il est filtré pour former un signal de valeur
moyenne (m) actuel démodulé et filtré ;
c) à partir du signal (m) un signal d'amorçage de fréquence (p) est produit ; et
d) au moyen du signal d'amorçage de fréquence (p), la fréquence d'amorçage (f) fait
l'objet d'un suivi.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins au début d'une opération
de pulvérisation, à titre d'essai la fréquence d'amorçage (f) est réglée vers le haut
ou vers le bas à partir d'une valeur prédéterminée de fréquence, en ce que le signal
de valeur moyenne de test, obtenu au cours du temps (t), est examiné en ce qui concerne
l'existence d'un maximum de façon à obtenir une information de direction, en ce que,
lors de l'existence d'un maximum, le signal d'amorçage de fréquence (p) est produit
à partir du signal actuel démodulé filtré (m) et à partir de l'information de direction,
en ce que la fréquence d'amorçage (f), après détermination du signal d'amorçage de
fréquence (p), fait ensuite l'objet d'un suivi dans la plage de fréquence du maximum.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le signal d'amorçage
(s) appliqué au transducteur ultrasonique (8) a une forme sinusoïdale.
4. Dispositif d'amorçage d'un transducteur ultrasonique (8) pour une pulvérisation d'un
liquide, comportant un oscillateur (12) pouvant être commandé et une dérivation de
suivi de fréquence (20), l'oscillateur (12) produisant un signal d'amorçage (s) ayant
une fréquence d'amorçage (f) réglable et étant relié, du côté de la sortie et par
l'intermédiaire d'un amplificateur de puissance (16), au transducteur ultrasonique
(8) et la dérivation de suivi de fréquence est reliée du côté de sortie à l'entrée
de commande de fréquence (14) de l'oscillateur (12), caractérisé en ce que le signal
d'amorçage amplifié (s) est combiné avec un signal de réflexion (r) sous la forme
d'un signal électrique (U), le signal de réflexion (r) est déterminé à partir des
ondes sonores reçues par le transducteur ultrasonique et réfléchies sur la surface
de liquide et en ce que la dérivation de suivi de fréquence (20) comporte en série
un démodulateur d'amplitude (22), un filtre à bande (24) un microprocesseur (26) et
elle reçoit à son entrée le signal (U).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que le transducteur ultrasonique
(8) est un transducteur ultrasonique piézoélectrique, de préférence piézocéramique.
6. Dispositif selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que l'oscillateur (12)
est un oscillateur sinusoïdal.
7. Dispositif selon une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que la fréquence
fournie par l'oscillateur (12) a une valeur comprise entre 0,5 et 5 MHz et en ce que
la plage de fréquence du filtre à bande (24) est comprise entre 50 Hz et 10 kHz.
