[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Austausch eines Tauchrohres zwischen
zwei metallurgischen Gefäßen einer Stranggußanlage.
[0002] Im speziellen betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Austausch eines Tauchrohres
zwischen einem Tundish und einer Kokille beziehungsweise eine Wechseleinrichtung für
Tauchrohre im Dünn-Brammenguß.
[0003] Speziell im Dünn-Brammenguß ist es notwendig, daß der Tauchrohrwechsel so schnell
wie möglich vonstatten geht. Die dazu notwendigen Tauchrohre verteilen den Stahlstrom
zum Beispiel über eine Breite von 340 mm bei Brammenstärken von ca. 36 mm. Die Wandstärke
solcher Tauchrohre ist extrem dünn und hält nicht die gewünschte Sequenz durch. Dies
erfordert es, das Tauchrohr während der Sequenz zu wechseln. Weil schon bei einer
Dauer des Wechsels von beispielsweise 8 Sekunden für vorgenanntes Beispiel eine Brammenlänge
von 2 m erreicht würde, wofür die ganze Gießeinrichtung nicht ausgelegt ist, muß versucht
werden, den Tauchrohrwechsel auf geringere Zeiten zu verkürzen.
[0004] Dabei muß gleichzeitig sichergestellt werden, daß ein Luftzutritt an die Metallschmelze
auf ihrem Weg durch den Ausguß über das Tauchrohr in die Kokille verhindert wird.
[0005] Bisher erfolgt der Austausch entweder manuell mit Hilfe von geeigneten Hilfsmitteln
oder mechanisch.
[0006] Ventile für die Regelung der Stahlzufuhr vom Verteiler (Tundish) in die Kokille sind
sowohl Ausgüsse, die über Stopfen kontrolliert werden, als auch Schieberverschlüsse
verschiedenster Bauart.
[0007] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Austausch eines
Tauchrohres zwischen zwei metallurgischen Gefäßen einer Stranggußanlage anzubieten,
die es ermöglicht, einen Tauchrohraustausch so schnell wie möglich vorzunehmen, wobei
der Tauchrohrwechsel weitestgehend automatisiert erfolgen soll.
[0008] Die erfindungsgemäße Vorrichtung, wie sie nach Anspruch 1 charakterisiert ist , besteht
dabei aus einer Stützeinrichtung zur Aufnahme eines ersten Tauchrohres und Anlage
mit seinem oberen freien Ende gegen das korrespondierende untere freie Ende eines
Ausgusses eines ersten metallurgischen Gefäßes und zur Aufnahme eines zweiten Tauchrohres
in einem Winkel zum ersten Tauchrohr, wobei die Stützvorrichtung drehbar ausgebildet
ist zur Entfernung des ersten Tauchrohres aus der Betriebsstellung in eine Abtransportstellung
und zur Verschwenkung des zweiten Tauchrohres in die Betriebsstellung und Anlage gegen
das untere freie Ende des Ausgusses.
[0009] Es wird also eine Vorrichtung zur Verfügung gestellt, die gleichzeitig zwei Tauchrohre
beabstandet zueinander an einer Stützeinrichtung aufnimmt, wobei die Stützeinrichtung
verschwenkbar ist, so daß zum Tauchrohrwechsel das eine Tauchrohr, das sich in der
Betriebsstellung befindet, aus der Betriebsstellung weggeschwenkt und gleichzeitig
das zuvor in einer Wartestellung befindliche Tauchrohr in die Betriebsstellung verschwenkt
wird. Es ist offensichtlich, daß sich ein derartiger Tauchrohrwechsel in kürzester
Zeit mit einer entsprechend drehbaren Stützeinrichtung bewerkstelligen läßt und eine
sichere Fortführung der Sequenz ermöglicht.
[0010] Vorzugsweise ist die Stützeinrichtung am ersten metallurgischen Gefäß (zum Beispiel
dem Tundish) befestigt.
[0011] Zu diesem Zweck können zum Beispiel Stützplatten am Boden des ersten Gefäßes befestigt
werden, die jeweils ein Lager an ihrem freien Ende aufweisen, in dem jeweils eine
Welle geführt wird, wobei die gegeneinander gerichteten freien Abschnitte der Wellen
an der Stützvorrichtung befestigt sind.
[0012] Mindestens eine der Wellen ist dabei über ein Antriebsorgan alternierend drehbar,
um damit gleichzeitig die Stützeinrichtung beziehungsweise die an der Stützeinrichtung
befestigten Tauchrohre zu verschwenken.
[0013] Nach einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, daß die antreibbare Welle
an ihrem freien äußeren Ende einen Zahnkranz aufweist, der mit einer Zahnstange in
Verbindung steht, die von einer Kolben-Zylindereinheit beaufschlagbar ist. Je nach
Bewegungsrichtung der Zahnstange wird also ein Drehmoment auf die Welle übertragen
und damit die Welle und letztendlich die Stützvorrichtung in die eine oder andere
Richtung gedreht.
[0014] Selbstverständlich läßt sich die Befestigung der Stützeinrichtung beziehungsweise
die Ausbildung des Antriebsorgans auch auf andere Art und Weise durchführen, wie nachstehend
noch ausgeführt wird.
[0015] Insbesondere für den Anwendungsbereich Dünn -Brammenguß ist vorgesehen, daß die Stützeinrichtung
so angeordnet wird, daß die zugehörigen Tauchrohre in der Betriebsstellung mittig
in das zweite metallurgische Gefäß (die Kokille) mit ihrem unteren freien Ende hineinragen.
Dabei verläuft die Mittenlängsachse des in der Betriebsstellung befindlichen Tauchrohres
in Verlängerung der Mittenlängsachse des zugehörigen Ausgusses. Auf diese Weise ist
eine kontinuierliche Zuführung der Metallschmelze vom Tundish in die Kokille sichergestellt.
[0016] Werden die Tauchrohre in einem Winkel von etwa 90 Grad zueinander positioniert, so
hat dies den Vorteil, daß dasjenige Tauchrohr, welches aus der Betriebsstellung in
die Abtransportstellung transportiert wird, in der Abstransportstellung etwa horizontal
verläuft, so daß es leicht entnommen werden kann, um es gegen ein neues Tauchrohr
auszutauschen. Beim nächsten Tauchrohrwechsel wird dann die Stützeinrichtung in umgekehrter
Richtung wie zuvor gedreht, so daß das neu montierte Tauchrohr in die Betriebsstellung
übergeführt wird und das verbrauchte Tauchrohr wiederum in die Stellung gelangt, in
der sich ursprünglich das frische Tauchrohr beim ersten Tauchrohrwechsel befand. Diese
Anordnung ermöglicht eine leichte Zugänglichkeit und einen sicheren Tauchrohrwechsel
in Sekundenschnelle. Versuche haben gezeigt, daß der Tauchrohrwechsel mit der beschriebenen
Vorrichtung auf ein bis zwei Sekunden verkürzt werden kann.
[0017] Die wichtigsten Vorteile der Vorrichtung bestehen deshalb in der Geschwindigkeit
des Austausches mit der Folge, daß nur eine sehr kurze Unterbrechung der Zuführung
der Metallschmelze erforderlich ist. Der Strom der Metallschmelze läßt sich über das
eingangs beschriebene Regelventil dazu kurzzeitig unterbrechen. Auf diese Weise entsteht
praktisch kein Zeit- und Materialverlust. Der automatisierte Austausch der Tauchrohre
macht manuelle Arbeiten mit den entsprechenden Gefahren für das Bedienungspersonal
entbehrlich. Auch die Entnahme des verbrauchten Tauchrohres und der Austausch gegen
ein neues Tauchrohr können mit entsprechenden Positioniereinrichtungen mechanisch
erfolgen.
[0018] Die Erfindung wird nachstehend anhand zweier Ausführungsbeispiele näher beschrieben.
Dabei zeigen - jeweils in schematisierter Darstellung -
- Figur 1:
- eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform einer Tauchrohr-Wechselvorrichtung
zwischen Tundish und Kokille,
- Figur 2:
- eine Ansicht von oben entlang der Linie A - A gemäß Figur 1,
- Figur 3:
- eine Seitenansicht analog Figur 1 einer zweiten Ausführungsform und
- Figur 4:
- eine perspektivische Ansicht einer Tauchrohr-Wechselvorrichtung nach einer dritten
Ausführungsform.
[0019] In Figur 1 ist der untere Teil eines Tundish 1 mit einem Ausguß 2 dargestellt. Vom
(metallischen) Boden 3 des Tundish 1 stehen auf beiden Seiten des Ausgusses 2 Stützplatten
4 nach unten ab, die jeweils zur drehbaren Aufnahme einer Welle 5 in einem zugehörigen
Lager 6 dienen (Figur 2). Die beiden Wellen 5 verlaufen koaxial zueinander und senkrecht
zu Seitenwänden 7 einer drehbaren Stützvorrichtung 8, wobei die Wellen 5 an den Seitenwänden
7 befestigt sind.
[0020] Wie Figur 2 zeigt, sind die Seitenwände 7 über Querwände 23 miteinander verbunden.
[0021] Die Stützvorrichtung 8 ist mit Spanneinrichtungen 9 zur Halterung von zwei Tauchrohren
10A, 10W ausgebildet. Die Spannvorrichtungen 9 auf der Stützvorrichtung 8 haben eine
aus zwei Teilen bestehende Außenmanschette 9E, die voneinander wegbewegt werden können,
damit der obere Teil des jeweiligen Tauchrohres 10A, 10W, auf dem eine Außenmanschette
91 befestigt ist, hindurchgeführt werden kann. Nachdem das jeweilige Tauchrohr 10A,
10W so zugeführt wurde, werden die Elemente 9E der Außenmanschette wieder aufeinander
zubewegt, also gespannt, wobei sie gegen die jeweilige Innenmanschette 9I zur Anlage
kommen und das Tauchrohr in der korrekten Stellung positionieren, wie nachstehend
noch näher erläutert wird.
[0022] Wie sich Figur 1 entnehmen läßt, sind die beiden Tauchrohre dabei in einem Winkel
von 90 Grad zueinander mit ihrer jeweiligen Mittenlängsachse (II - II) angeordnet
und um einen gemeinsamen Drehmittelpunkt C drehbar.
[0023] Figur 2 wiederum läßt sich entnehmen, daß eine der Wellen an ihrem freien Ende einen
Zahnkranz 11 aufweist, der mit einer Zahnstange 12 zusammenwirkt, an deren freien
Ende eine hydraulisch arbeitende Kolben-Zylindereinheit 14, 13 angeordnet ist, welche
wiederum über eine Verankerung 15 am Boden 3 des Tundish befestigt ist. Die Kolben-Zylindereinheit
14 , 13 wird durch eine Druckflüssigkeit beaufschlagt, die von einer nicht dargestellten
Druckflüssigkeitsquelle geliefert wird. Die Bewegung der Zahnstange 12 in die eine
oder andere Richtung verursacht eine Drehung der Stützvorrichtung 8 in die eine oder
andere Richtung um die durch die Wellen 5 vorgegebene Achse V - V (Figur 2), wobei
die Wellen 5 in entsprechenden Lagern 6 der Stützplatten 4 geführt werden.
[0024] Es ist nun ohne weiteres erkennbar, daß durch Drehung der Stützvorrichtung 8 um einen
Winkel von 90 Grad gemäß Pfeil F1 das (neue) Tauchrohr 10A aus der Wartestellung in
eine Betriebsstellung (10W) verschwenkt wird und dabei in die Stahlschmelze 24 der
zugehörigen Kokille 25 eintaucht, die unterhalb des Tundish 1 angeordnet ist. Gleichzeitig
wird das zuvor in der Betriebsstellung befindliche Tauchrohr 10W in eine Abtransportstellung
10R überführt, so daß das verbrauchte Tauchrohr 10R nun genau gegenüber dem Tauchrohr
10A in der Wartestellung liegt.
[0025] Die Mittenlängsachse des Tauchrohres 10A in der Betriebsstellung 10W ist mit III
- III angegeben.
[0026] Beim nächsten Tauchrohrwechsel wird genau umgekehrt vorgegangen, das heißt, nachdem
das verbrauchte Tauchrohr 10R gegen ein neues Tauchrohr 10A ausgetauscht wurde, wird
es gemäß Pfeil F2 aus der Wartestellung in die Betriebsstellung 10W überführt und
das verbrauchte Tauchrohr 10W wird gleichzeitig dazu in die Position verschwenkt,
die in Figur 1 das Tauchrohr 10A besitzt.
[0027] Es sei darauf hingewiesen, daß die Drehung der Stützvorrichtung 8 in einer Ebene
erfolgt, die mit der in Figur 2 durch IV - IV gekennzeichneten Ebene übereinstimmt.
Daraus ergibt sich auch, daß das Tauchrohr mittig in die Kokille 25 in der Betriebsstellung
eintaucht.
[0028] Um die Tauchrohre 10A, 10W in einer exakten Ausrichtung insbesondere in der Betriebsstellung
gegenüber dem Ausguß 2 zu halten sind zwei gegenüberliegende Metallelemente in Form
einer sphärischen Kalotte 22 am unteren Ende des Ausgusses 2 befestigt. Ferner ist
das untere Ende des Ausgusses 2 mit einer korrespondierenden ringförmigen Fläche ausgebildet,
die wiederum korrespondierend zu den entsprechenden oberen freien Enden der Tauchrohre
10A, 10W ausgebildet ist Die ringförmige Oberfläche des unteren Endes des Ausgusses
2 (der Hülse 2) und die entsprechende ringförmige Oberfläche des oberen Endes der
Tauchrohre 10W, 10A liegen also auf einer Kugel, die denselben Durchmesser hat wie
jene, auf der sich die genannte kugelförmige Abdeckung 22 befindet. Diese Ausbildung
ist dafür vorgesehen, daß die Tauchrohre eine korrekte Stellung während des Tauchrohrwechsels
beibehalten und in der Betriebsstellung mit ihrem oberen Ende sicher gegenüber dem
unteren Ende des Ausgusses 2 positioniert sind, und zwar ohne Hilfe einer Gegengewichtsvorrichtung
16, 17, 18, 19, 20, 21, die im einzelnen aus Figur 3 erkennbar ist.
[0029] Figur 3 zeigt weiterhin eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung. Zu erkennen
ist wiederum der untere Teil eines Tundish 1 mit Ausguß 2. Es sind die bereits anhand
der Figur 1 beschriebenen Teile wie der metallische Boden 3 des Tundish, die Stützplatten
4, die Wellen 5 und die drehbare Stützvorrichtung 8 mit Spanneinrichtungen 9 zur Sicherung
der beiden Tauchrohre 10A, 10W zu erkennen, die auch hier wiederum in einem Winkel
von 90 Grad zueinander positioniert werden. Auch die Drehvorrichtung mit der Zahnstange
12 und der Kolben-Zylindereinheit 13, 14 ist zu erkennen.
[0030] Nachdem die Stützeinrichtung analog wie beim Ausführungsbeispiel nach Figur 1 im
Uhrzeigersinn um 90 Grad gedreht worden ist (Pfeil F1) befindet sich das ursprünglich
in der Wartestellung befindliche Tauchrohr 10A in der Betriebsposition 10W unterhalb
des Ausgusses 2, jedoch im Abstand zum unteren Ende des Ausgusses 2. Das Tauchrohr
wird über die Spannvorrichtung 9 beziehungsweise die Manschette 9I gehalten.
[0031] Dabei wird das Tauchrohr gleichzeitig in eine Manschette 16 mit zwei halbkreisförmigen,
sich öffnenden Armen eingeführt, die bei 17 mit einem Scharnier 18 verbunden sind,
von dem aus eine Stange 19 verläuft, die bei 20 verschwenkbar geführt wird und an
ihrem unteren freien Ende ein Gegengewicht 21 trägt.
[0032] Das Gegengewicht 21 dient zur Anhebung des Tauchrohres 10W nach oben und läßt das
Tauchrohr in die Außenmanschette 9E gleiten, bis das obere Ende des Tauchrohres 10W
gegen das untere freie Ende des Ausgusses 2 anliegt. Beim Lösen wird umgekehrt vorgegangen.
Dabei wird die Manschette 16 vor der weiteren Drehung der Stützvorrichtung 8 geöffnet,
damit das Tauchrohr vertikal gleiten kann, um sich vom Ausguß 2 zu lösen. Die Teile
18 bis 21 (also die Hebe-/Senkvorrichtung) können durch eine pneumatische oder hydraulische
Einrichtung ersetzt werden, um die Trimmung des Tauchrohres in seiner jeweiligen Stellung
zu kontrollieren.
[0033] In Figur 4 ist eine Stützeinrichtung in Form eines Roboters 30 abgebildet. Der Roboter
30 ist unmittelbar in der Nähe des Ausgusses 2 des Tundish 1 angeordnet. Er umfaßt
eine Kontrolleinheit 31 eines Systems von kontrollierten und programmierten Teleskopstangen
32, 33, 34, 35, 36, um das Tauchrohr 10W in der Betriebsstellung unter dem Ausguß
2 zu halten beziehungsweise den Tauchkolben 10A in der oberen Wartestellung.
[0034] Das freie Ende der Teleskopstange 36 weist einen Greifer 37 auf, der zur Aufnahme
des Tauchrohres 10W dient.
[0035] Auch das freie Ende der Teleskopstange 34 ist mit einem entsprechenden Greifer 38
ausgebildet, der analog zur Aufnahme des Tauchrohres 10A dient.
[0036] Ohne nähere Erklärung ist es verständlich, wie mit Hilfe der Drehung der Teleskopstange
32 (Pfeile F3), den Drehungen der sekundären Teleskopstangen 33, 34, 35 und 36 das
Ausfahren und Einfahren dieser Wellen gemäß den Pfeilen F4 durchgeführt werden kann,
um - analog wie bei den Ausführungsbeispielen nach den Figuren 1, 2 - das verbrauchte
Tauchrohr 10W von der Betriebsstellung in die Abtransportstellung und das frische
Tauchrohr 10A aus der Wartestellung in die Betriebsstellung zu überführen.
1. Vorrichtung zum Austausch eines Tauchrohres (10W, 10A) zwischen zwei metallurgischen
Gefäßen (1, 25) einer Stranggußanlage, bestehend aus einer Stützeinrichtung (8) zur
Aufnahme eines ersten Tauchrohres (10W) und Anlage mit seinem oberen freien Ende gegen
das korrespondierende untere freie Ende eines Ausgusses (2) eines ersten metallurgischen
Gefäßes (1) und zur Aufnahme eines zweiten Tauchrohres (10A) in einem Winkel zum ersten
Tauchrohr (10W), wobei die Stützvorrichtung (8) drehbar gestaltet ist zur Entfernung
des ersten Tauchrohres aus der Betriebsstellung in eine Abtransportstellung und zur
gleichzeitigen Verschwenkung des zweiten Tauchrohres (10A) in die Betriebsstellung
und Anlage gegen das untere freie Ende des Ausgusses (2).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Stützeinrichtung (8) am Boden (3) des ersten
metallurgischen Gefäßes (1) befestigt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Stützvorrichtung (8) Spannelemente
(9) zur Aufnahme und Positionierung der entsprechenden Tauchrohre (10W, 10A) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, bei der die Spannmittel (9) so ausgebildet sind, daß
sie gegen eine korrespondierende Manschette (9I) auf der Umfangsfläche des jeweiligen
Tauchrohres (10W, 10A) wirken.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der die Stützeinrichtung (8) den
Ausguß (2) an dessen unteren Ende umgibt und an zwei gegenüberliegenden Seiten jeweils
mit einer Welle (5) ortsfest verbunden ist, wobei die Wellen (5) in entsprechenden
Lagern (6) geführt werden und mindestens eine Welle (5) über ein Antriebsorgan (11,
12, 13, 14, 15) alternierend drehbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, bei der auf der antreibbaren Welle (5) ein Zahnkranz
(11) aufsitzt, der mit einer Zahnstange (12) zusammenwirkt, die von einer Kolben-Zylindereinheit
(14, 13) alternierend beaufschlagbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, bei der die Kolben-Zylindereinheit (14, 13) eine hydraulische
Kolben-Zylindereinheit ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei der die Stützeinrichtung (8) so
angeordnet ist, daß die zugehörigen Tauchrohre (10W, 10A) in der Betriebsstellung
mittig in das zweite metallurgische Gefäß (25) mit ihrem unteren freien Ende hineinragen.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der die Stützeinrichtung (8) beziehungsweise
die Spannelemente (9) für die Tauchrohre (10W, 10A) so gestaltet sind, daß die beiden
Tauchrohre (10W, 10A) in einem Winkel von 90 Grad zueinander stehen.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der am unteren Ende des Ausgusses
(2) des ersten metallurgischen Gefäßes (1) zwei, sich gegenüberliegende metallische
Elemente in Form einer sphärischen Kalotte (22) angeordnet sind, die die ringförmige
Fläche des unteren Endes des Ausgusses (2) sowie die korrespondierenden oberen freien
Enden der Tauchrohre (10A, 10W) berühren, zur Aufnahme und Positionierung der Tauchrohre
(10W, 10A) und Anlage des Tauchrohres (10W) in der Betriebsstellung gegen den Ausguß
(2).
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, mit einer Manschette (16) zur Aufnahme
des Tauchrohres (10W) unter dem Ausguß (2), die Bestandteil einer Gegengewichtseinrichtung
(16, 17, 18, 19, 20, 21) ist zur Vertikalbewegung des Tauchrohres (10W) in Richtung
des Ausgusses (2) und von diesem weg.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei dem die Stützeinrichtung (8) aus
einem programmierbaren Roboter (30) besteht, von dem aus mehrere TeleskopStangen (32,
33, 34, 35 und 36), untereinander durch Gelenke verbunden, verlaufen, wobei die freien
Enden der Teleskopstangen (34, 36) Greifer (37, 38) zur Aufnahme der Tauchrohre (10W,
10A) aufweisen, wobei die Teleskopstangen (32, 33, 34, 35, 36) drehbar sind zur Überführung
des Tauchrohres (10W) aus der Betriebsstellung in die Abtransportstellung und gleichzeitigen
Verschwenkung des Tauchrohres (10A) aus der Wartestellung in die Betriebsstellung.