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(11) |
EP 0 443 314 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.12.1994 Patentblatt 1994/51 |
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Anmeldetag: 09.01.1991 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B03B 9/06 |
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Abfallsortieranlage
Waste sorting installation
Installation de tri de déchets
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE DK FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
20.02.1990 DE 4005332
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.08.1991 Patentblatt 1991/35 |
| (73) |
Patentinhaber: Doppstadt, Werner |
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D-42555 Velbert (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Doppstadt, Werner
D-42555 Velbert (DE)
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Vertreter: Wolgast, Rudolf, Dipl.-Chem. Dr. et al |
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Dipl.-Phys. Jürgen Weisse,
Dipl.-Chem. Dr. Rudolf Wolgast,
Postfach 11 03 86 42531 Velbert 42531 Velbert (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 170 301 CH-A- 403 683 DE-C- 3 404 775 US-A- 3 595 389
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EP-A- 0 443 315 DE-A- 3 037 714 FR-A- 2 403 837 US-A- 3 804 248
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Abfallsortieranlage mit einem umschlossenen Bereich,
der von einer Fördereinrichtung durchsetzt ist, an der Arbeitsplätze für Sortierkräfte
zur manuellen Sortierung von mit der Fördereinrichtung transportiertem Abfall vorgesehen
sind, mit den Arbeitsplätzen zugeordneten Ausgabevorrichtungen und Behältern für die
aussortierten Abfallmaterialien.
[0002] Abfall (Müll) wird üblicherweise auf Deponien abgelegt oder in Müllverbrennungsanlagen
verbrannt. Beide Verfahren sind mit erheblichen Beeinträchtigungen der Umwelt verbunden.
In vielen Fällen ist es sogar erforderlich, im Rahmen der sogenannten Altlastsanierung
vorhandene Deponien wieder abzubauen. Bei der Müllverbrenung besteht die Gefahr gesundheitsgefährdender
Luftverschmutzung. Die Verbrennungsrückstände müssen wieder auf Deponien abgelegt
werden. Deponieraum ist knapp und in vielen Gebieten kaum noch verfügbar, während
der Anfall von Müll und Abfall ständig steigt.
[0003] Abfall enthält andererseits in der Regel eine Vielzahl wiederverwendbarer Bestandteile
wie Metalle, organische Bestandteile, die zu Humus verarbeitet werden können, Kunststoffe,
Glas und Papier. Man ist daher bestrebt, solche Bestandteile von vornherein in getrennten
Müllbehältern zu sammeln. Das ist aber in der Praxis nur in beschränktem Umfang möglich.
[0004] Eine bekannte Abfallaufbereitungsanlage (EP-A-0 170 301) dieser Art ist in einem
Gebäude untergebracht und enthält in einem Vorratsbunker häuslichen Abfall. Aus diesem
Bunker wird der Abfall mittels Förderanlagen verschiedenen Verarbeitungsstufen zugeführt,
darunter einer Siebvorrichtung und einer Sortieranlage. Letztere wird von einem umschlossenen
Bereich gebildet, durch den hindurch ein Bandförderer verläuft. Aus dem Abfallmaterial
auf dem Bandförderer werden Papier, Lumpen, Glas und Kunststoff von Sortierkräften
aussortiert und in trichterförmige Ausgabevorrichtungen gegeben, die zu entsprechenden
Sammelbehältern führen.
[0005] Eine solche Anlage ist stationär und daher an einen bestimmten Ort gebunden; sie
erfordert viel Platz und den An- und Abtransport von größeren Mengen Abfall und der
aussortierten Abfallbestandteile, was oft zu unerwünschten Verkehrsbelastungen führt.
Darüberhinaus sind die in dem umschlossenen Bereich tätigen Sortierkräfte nicht vor
Staub- und Geruchsbelästigungen geschützt, die von dem Abfall auf dem Bandförderer
ausgehen.
[0006] Eine transportable Abfallaufbereitungsanlage (CH-A-403 683) geringerer Größe befindet
sich auf dem Fahrgestell eines Lastwagens und enthält eine Siebmaschine, eine Magnetrolle,
eine zerreißend und zerkleinernd arbeitende Schlegelmühle und Transportbänder zum
Transport des Abfalls. Diese Abfallaufbereitungsanlage ist nicht stationär, sondern
kann an verschiedensten Orten auf Anforderung zum Einsatz gebracht werden und ermöglicht
auch die Abtrennung von magnetischem Material. Sie gestattet aber nicht eine Aussortierung
verschiedener Abfallmaterialien aus dem zerkleinerten und gesiebten Abfall.
[0007] Es sind weiterhin, zum Beispiel in Laboratorien, Abzüge oder Absaugeschränke (DE-A-3
404 775) bekannt, die das Arbeiten mit Schadstoffen ermöglichen, ohne daß die Schadstoffe
in den umgebenden Raum gelangen oder die an dem Absaugeschrank tätigen Personen gefährden.
Ein solcher Absaugeschrank ist im allgemeinen bis auf die Vorderseite allseitig geschlossen
und enthält in Arbeitstischhöhe in den Eckbereichen angeordnete Düsen zur Erzeugung
eines Luftstroms, der sich nach innen und hinten und oben verbreitert und im oberen
Bereich des Absaugeschrankes eine quer verlaufende Luftdrallsäule ausbildet. Der Luftstrom
nimmt die Schadstoffe auf, die auf dem Arbeitstisch entstehen, und transportiert sie
nach oben von der Vorderseite weg zu der Luftdrallsäule, über die sie abgeleitet werden.
Gleichzeitig wird aus dem umgebenden Raum Luft in den Absaugeschrank eingeführt, wodurch
ebenfalls die im Absaugeschrank entstehenden Schadstoffe von der Vorderseite weg der
Luftdrallsäule zugeführt werden. Zusätzlichen können über die Breite des Arbeitstisches
in Tischhöhe angeordnete Injektordüsen vorgesehen werden, die entlang des Arbeitstisches
gegen die Rückwand des Absaugeschranks gerichtete Luftströme erzeugen. Die in dem
Absaugeschrank herrschenden Strömungsverhältnisse lassen sich nur in Verbindung mit
einem Raum erzeugen, der nur auf der Arbeitsseite offen ist.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Abfallsortieranlage der eingangs genannten
Art zu schaffen, die mit relativ geringem Aufwand erstellt und an verschiedensten
Orten eingesetzt werden kann und in der die Sortierkräfte vor Staubund Geruchsbelästigungen
weitestgehend geschützt sind.
[0009] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß
der umschlossene Bereich von einer Kabine auf einem transportablen Rahmen gebildet
ist und
an gegenüberliegenden Seiten der Fördereinrichtung Mittel zur Erzeugung eines Luftvorhangs
entlang der gegenüberliegenden Seiten der Fördereinrichtung angeordnet sind, der die
Fördereinrichtung und den Raum mit den Sortierkräften voneinander trennt und den manuellen
Sortiervorgang zuläßt.
[0010] Eine solche Anlage benötigt kein Gebäude. Sie kann gegebenenfalls zusammen mit anderen
Baugruppen, zum Beispiel mit einer Zerkleinerungsvorrichtung und/oder einer Siebvorrichtung,
zu dem Bedarfsort gefahren werden.
[0011] Die Sortierkräfte, welche die einzelnen wiederverwertbaren Bestandteile des Abfalls
heraussortieren, sind trotz der Mobilität in einer Kabine gegen Witterungseinflüsse
geschützt untergebracht. Es hat sich gezeigt, daß die beim Arbeiten mit Abfall, insbesondere
mit Müll, in einer relativ kleinen Kabine auftretenden Probleme der Staub- und Geruchsbelästigung
der Sortierkräfte durch den Luftvorhang gelöst werden, der die Fördereinrichtung von
dem umgebenden Raum trennt.
[0012] Eine Anlage der beschriebenen Art kann eingesetzt werden zur Sortierung von Hausmüll,
hausmüllähnlichem Gewerbeabfall, Sperrmüll oder Baustellenabfällen.
[0013] Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die zugehörigen
Zeichnungen näher erläutert.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0015]
- Fig.1
- ist eine schematische Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einer Abfallsortieranlage
mit einer auf einem Sattelaufleger angeordneten Kabine.
- Fig.2
- ist eine zugehörige Draufsicht.
- Fig.3
- zeigt schematisch einen Querschnitt durch die Abfallsortieranlage von Fig.1 zusammen
mit einer Schaltung der Frischluftzuführung und Abluftabführung der Geruchssperre.
- Fig.4
- ist eine schematische Seitenansicht einer abgewandelten Ausführung der Abfallsortieranlage.
- Fig.5
- ist eine zugehörige Draufsicht.
Bevorzugte Ausführungen der Erfindung
[0016] Die Abfallsortieranlage enthält ein Fördersystem 10, welches eine manuelle Sortierung
des hindurchlaufenden Materials gestattet, das in einen Einfülltrichter 12 eingegeben
wird. Das Fördersystem 10 enthält eine in Längsrichtung fördernde, das Fördergut zugänglich
lassende Fördereinrichtung 14. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist diese
Fördereinrichtung 14 ein Förderband. Unterhalb der Fördereinrichtung 14 sind zu beiden
Seiten und im Abstand voneinander Querförderer 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28 und 30 angeordnet.
Die Querförderer sind paarweise einander gegenüberliegend zu beiden Seiten der Fördereinrichtung
14 angeordnet. Die Querförderer jedes Paares, z.B. 16 und 18, fördern in entgegengesetzten
Richtungen. Die Querförderer 16, 20, 24, und 28 fördern nach oben in Fig.2. Die Querförderer
18, 22, 26 und 30 fördern nach unten in Fig.2. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
sind die Querförderer ebenfalls von Förderbändern gebildet. Die Querförderer 16 bis
30 sind in seitlichen Abständen voneinander angeordnet. Zwischen den Querförderern
sind dann Arbeitsplätze 32 gebildet. An den Arbeitsplätzen 32 sitzen Sortierer. Jeder
dieser Sortierer sortiert eine bestimmte Art von wiederverwertbaren Bestandteilen
aus dem Abfall heraus und wirft diesen Bestandteil auf den zugehörigen Querförderer.
Solche Bestandteile können beispielsweise sein: Holz, Papier, Glas, Kunststoff, Metall,
Bauschutt oder Erden bzw. Schlacken. Nicht aussortierter Abfall läuft auf der Fördereinrichtung
14 weiter und fällt in eine Containermulde 34. Das sind unverwertbare Reste, die auf
einer Deponie abgelegt werden müssen. Diese Reste bilden nur einen Bruchteil der gesamten
Abfallmenge. Es hat sich gezeigt, daß mit der beschriebenen Anlage die auf einer Deponie
abzulegende Abfallmenge um wenigstens 50% vermindert werden kann. Der Prozentsatz
hängt natürlich von der Natur des Abfalls ab.
[0017] Ein Problem bei einer solchen mobilen Anlage sind natürlich die Arbeitsbedingungen
der Sortierer. Es ist in der Regel nicht zumutbar, daß die Sortierer den ganzen Tag
ungeschützt im Freien arbeiten und dabei Kälte und Hitze, Regen oder Schnee ausgesetzt
sind. Die Anlage muß aber unabhängig von Wetter und Jahreszeit arbeiten können. Auch
der Abfall fällt wetter- und jahreszeitunabhängig an. Aus diesem Grund ist der die
Arbeitsplätze 32 enthaltende Bereich des Fördersystems 10 durch eine Kabine 36 abgedeckt.
Die Fördereinrichtung 14 und die Querförderer 16 bis 30 sind durch übliche Gummischürzen
abgedichtet in den Innenraum der Kabine 36 hineingeführt. Wie aus Fig. 1 ersichtlich
ist, sind der Einfülltrichter 12, das Fördersystem 10 und die Kabine 36 auf einem
Rahmen 38 angeordnet. Der Rahmen 38 ist als Sattelauflieger ausgebildet und auf zwei
Radpaaren 40, 42 und einer Stütze 44 abgestützt. In einer solchen relativ engen Kabine
wären die Sortierkräfte jedoch bei den meisten Abfallarten erheblicher Staub- und/oder
Geruchsbelästigung ausgesetzt. Es sind Maßnahmen getroffen, diese Staub- und/oder
Geruchsbelästigung der Sortierkräfte zu vermeiden oder auf ein zulässiges Maß zu reduzieren.
Es hat sich gezeigt, daß dies möglich ist.
[0018] Eine Lösung des Problems der Staub- und Geruchsbelästigung der Sortierkräfte durch
den Abfall ist in Fig. 3 dargestellt. Fig. 3 zeigt schematisch einen Schnitt durch
die Kabine 36 mit der Fördereinrichtung 14. Seitlich längs derselben sind erste Luftöffnungen
46 angeordnet und öffnen sich in einer Schrägfläche 47, die unter einem spitzen Winkel
zur Ebene der Fördereinrichtung 14 in Richtung auf die Fördereinrichtung 14 verläuft.
Weiterhin sind längs der Fördereinrichtung 14 und oberhalb derselben zweite Luftöffnungen
48 vorgesehen, die zwischen einer glockenförmigen Haube 49 und einem darin angeordneten
Strömungsleitkörper 51 ausgebildet sind. Die zweiten Luftöffnungen 48 führen zu Luftkanälen
53, die symmetrisch zu beiden Seiten der Fördereinrichtung 14 angeordnet und mit Luftleitungen
55 verbunden sind.
[0019] Bei der dargestellten Betriebsweise sind die ersten Luftöffnungen 46 über ein 2/4-Wegeventil
50 an ein Luftfördermittel in Form eines Frischluftgebläses 52 angeschlossen, das
Frischluft aus einem Frischlufteinlaß 54 ansaugt. Die zweiten Luftöffnungen 48 liegen
den ersten Luftöffnungen 46 im wesentlichen vertikal gegenüber. Der Strömungsleitkörper
51 teilt den Luftstrom aus den ersten Luftöffnungen 46 in einen ersten Teil-Luftstrom
56, der in die zweiten Luftöffnungen 48 eintritt, und einen zweiten Teil-Luftstrom
57, der zwischen der Fördereinrichtung 14 und dem Strömungsleitkörper 51 zirkuliert.
Die an die zweiten Luftöffnungen 48 angeschlossenen Luftleitungen 55 sind mit einem
Luftfördermittel in Gestalt eines Abluftgebläses 58 verbunden, das über das 2/4-Wegeventil
50 die Abluft aus dem Innenraum der Kabine 36 und damit auch den Teil-Luftstrom 56
absaugt und diese über einen Abluftauslaß 60 ins Freie drückt.
[0020] Es ensteht somit zwischen der Fördereinrichtung 14 und den in der Kabine 36 tätigen
Sortierkräften ein Luftvorhang, der die Verteilung von Staub und Gestank im Innenraum
der Kabine 36 verhindert und der den Staub und übelriechende Gase von dem Abfall zu
den zweiten Luftöffnungen 48 leitet. Da die angesaugte, unter Umständen übermäßig
warme Frischluft im wesentlichen sofort über die gegenüberliegenden Luftöffnungen
48 wieder abgesaugt wird, beeinflußt sie die Raumtemperatur in der Kabine 36 nur wenig.
[0021] Die dargestellte Betriebsweise entspricht dem Fall, daß die Außentemperatur höher
ist als die Raumtemperatur. In diesem Fall steigt die relativ warme Fischluft durch
thermischen Auftrieb auf zu den zweiten Luftöffnungen 48, was die Ausbildung des Luftvorhangs
begünstigt. Ist die Außentemperatur geringer als die Raumtemperatur, dann wird das
2/4-Wegeventil 50 umgeschaltet: Die Frischluft wird dann über die zweiten Luftöffnungen
48 zugeführt. Die Abluft wird über die ersten Luftöffnungen 46 abgesaugt. Die Ausbildung
des Luftvorhangs wird dadurch begünstigt, daß die relativ kalte Frischluft nach unten
sinkt.
[0022] Die Kabine 36 ist weiterhin mit einer Klimaanlage 62 versehen, welche unabhängig
von der Außentemperatur eine gewünschte Temperatur in der Kabine 36 aufrechterhält.
[0023] Das von den die Ausgabevorrichtung bildenden Querförderern 16 bis 30 transportierte,
aussortierte Material fällt in zugehörige Containermulden 64 bis 78. Der nicht aussortierte
Rest fällt von der Fördereinrichtung 14 in eine Containermulde 80.
[0024] In Fig. 4 und 5 ist eine abgewandelte Ausführung einer Abfallsortieranlage dargestellt.
Die Abfallsortieranlage von Fig. 4 und 5 ist ähnlich aufgebaut wie die Abfallsortieranlage
von Fig. 1 bis 3. Entsprechende Teile sind daher mit den gleichen Bezugszeichen versehen
wie in Fig. 1 bis 3. Bei der Abfallsortieranlage nach Fig. 4 und 5 ist die Kabine
36 durch hydraulische Hubglieder 82, 84, 86 und 88 auf dem Rahmen 38 abgestützt und
kann in der in Fig. 4 dargestellten Weise hochgefahren werden. Statt der Querförderer
sind zur Aufnahme und Weiterleitung des aussortierten Materials Rutschen 90, 92, 94,
96, 98 und 100 vorgesehen, über welche das aussortierte Material in die zugehörigen
Containermulden 64 bis 74 geleitet wird.
1. Abfallsortieranlage mit einem umschlossenen Bereich, der von einer Fördereinrichtung
(14) durchsetzt ist, an der Arbeitsplätze (32) für Sortierkräfte zur manuellen Sortierung
von mit der Fördereinrichtung (14) transportiertem Abfall vorgesehen sind, mit den
Arbeitsplätzen (32) zugeordneten Ausgabevorrichtungen und Behältern (64 bis 78) für
die aussortierten Abfallmaterialien,
dadurch gekennzeichnet, daß
der umschlossene Bereich von einer Kabine (36) auf einem transportablen Rahmen (38)
gebildet ist und
an gegenüberliegenden Seiten der Fördereinrichtung (14) Mittel (46 bis 58) zur Erzeugung
eines Luftvorhangs entlang der gegenüberliegenden Seiten der Fördereinrichtung (14)
angeordnet sind, der die Fördereinrichtung (14) und den Raum mit den Sortierkräften
voneinander trennt und den manuellen Sortiervorgang zuläßt.
2. Abfallsortieranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Erzeugung
des Luftvorhangs Luftfördermittel (52,58) zur Zufuhr von Frischluft und zum Absaugen
von Abluft umfassen.
3. Abfallsortieranlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel
zur Erzeugung des Luftvorhangs seitlich längs wenigstens eines Teils der Fördereinrichtung
(14) einen Satz von Luftöffnungen (46) und einen weiteren Satz von Luftöffnungen (48)
im Abstand oberhalb der Fördereinrichtung (14) und längs derselben aufweisen, wobei
durch einen der Sätze von Luftöffnungen (48;46) Abluft abgesaugt und durch den anderen
der Sätze von Luftöffnungen (46;48) Frischluft zugeführt wird.
4. Abfallsortieranlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Satz von ersten
Luftöffnungen (46) unter einem spitzen Winkel zur Ebene der Fördereinrichtung (14)
verläuft und sich seitlich nahe der Fördereinrichtung (14) allgemein in Richtung zu
einem Satz von zweiten Luftöffnungen (48) öffnet, die sich im Abstand oberhalb der
Fördereinrichtung (14) befinden und so die manuelle Sortierung zulassen.
5. Abfallsortieranlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich die ersten Luftöffnungen
(46) in einer im spitzen Winkel zu der Ebene der Fördereinrichtung (14) öffnenden
Schrägfläche (47) öffnen.
6. Abfallsortieranlage nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Satz von
zweiten Luftöffnungen (48) von einer allgemein glockenförmigen Haube (49) und einem
Strömungsteiler (51) gebildet ist, der innerhalb der glockenförmigen Haube (49) angeordnet
ist und den Luftstrom in einen ersten Teil-Luftstrom (56), der von den ersten Luftöffnungen
(46) zu den zweiten Luftöffnungen (48) strömt, und einen zweiten Teil-Luftstrom teilt,
der oberhalb der Ebene der Fördereinrichtung (14) zwischen dieser und dem Strömungsteiler
(51) zirkuliert.
7. Abfallsortieranlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zweiten Luftöffnungen
(48) zu zwei symmetrisch zu beiden Seiten entlang der Fördereinrichtung (14) angeordneten
Luftkanälen (53) führen, die über zugehörige Luftleitungen (55) an ein gemeinsames
Luftfördermittel (52;58) angeschlossen sind.
8. Abfallsortieranlage nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Luftfördermittel (52,28) zwischen den Sätzen von ersten und zweiten Luftöffnungen
(46,48) umschaltbar sind, derart, daß bei niedriger Außentemperatur die Frischluft
durch die zweiten Luftöffnungen (48) zugeführt und die Abluft durch die ersten Luftöffnungen
(46) abgesaugt wird, während bei hohen Außentemperaturen die Frischluft durch die
ersten Luftöffnungen (46) zugeführt und die Abluft durch die zweiten Luftöffnungen
(48) abgesaugt wird.
9. Abfallsortieranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kabine (36) klimatisiert ist.
10. Abfallsortieranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ausgabevorrichtungen von Querförderern (16 bis 30) gebildet sind.
11. Abfallsortieranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Hebevorrichtung (82 bis 84) vorgesehen ist, durch welche die Kabine (36) in eine
erhöhte Lage anhebbar ist, und
die Ausgabevorrichtungen von Rutschen (90 bis 100) gebildet sind, über welche das
aussortierte Abfallmaterial bei angehobener Kabine (36) durch Schwerkraft in die unter
den Rutschen (90 bis 100) angeordneten Behälter (64 bis 72) geleitet wird.
1. Waste sorting installation including an enclosed area throughpassed by a conveying
device (14) at which working places (32) are provided for sorting personnel manually
sorting the waste conveyed by the conveying device (14), and further including discharge
devices associated with the working places (32) and containers (64 to 78) for sorted-out
waste materials,
characterised in that
the enclosed area is formed by a cabin (36) placed on a movable frame (38) and
means (46 to 58) are disposed on opposite sides of the conveying device (14) for generating
an air seal along the opposite sides of the conveying device (14), the air seal separating
from each other the conveying device (14) and the space in which the working personnel
is staying and permitting the manual sorting operation.
2. Waste sorting installation according to claim 1, characterised in that the means for
generating the air seal comprise air conveying means (52,58) for supplying fresh air
and for exhausting exhaust air.
3. Waste sorting installation according to claim 1 or 2, characterised in that the means
for generating the air seal comprise a set of air openings (46) disposed laterally
along at least part of the conveying device (14) and a further set of air openings
(48) disposed at a spacing above the conveying device and along the same, whereby
exhaust air is exhausted through one of the sets of air openings (48;46) and fresh
air is supplied through the other one of the sets of air openings (46;48).
4. Waste sorting installation according to claim 3, characterised in that a set of first
air openings (46) extends at an acute angle relative to a plane of the conveying device
(14) and opens laterally close to the conveying device (14) generally in a direction
toward a set of second air openings (48) which are located at a spacing above the
conveying device (14) and thus permit the manual sorting operation.
5. Waste sorting installation according to claim 4, characterised in that the first air
openings (46) open in an inclined plane (47) opening at an acute angle relative to
the plane of the conveying device (14).
6. Waste sorting installation according to claim 4 or 5, characterised in that the set
of second air openings (48) is formed by means of a generally bell-shaped hood (49)
and a flow divider (51) disposed within the bell-shaped hood (49) and dividing the
air flow into a first component air flow (56) which flows from the first air openings
(46) toward the second air openings (48), and a second component air flow which circulates
above the plane of the conveying device (14) between the same and the flow divider
(51).
7. Waste sorting installation according to claim 6, characterised in that the second
air openings (48) lead to two air ducts (53) symmetrically arranged on both sides
along the conveying device (14), said air ducts (53) being connected to common air
conveying means (52;58) through respective air conduits (55).
8. Waste sorting installation according to any one of claims 4 to 7, characterised in
that the air conveying means (52,58) are adapted to be switched between the sets of
first and second air openings (46,48) in a manner such that, at low external temperatures,
the fresh air is supplied through the second air openings (48) and the exhaust air
is exhausted through the first air openings (46) whilst, at high external temperatures,
the fresh air is supplied through the first air openings (46) and the exhaust air
is exhausetd through the second air openings (48).
9. Waste sorting installation according to any one of claims 1 to 8, characterised in
that the cabin (36) is air conditioned.
10. Waste sorting installation according to any one of claims 1 to 9, characterised in
that the discharge devices are formed by transverse conveyors (16 to 30).
11. Waste sorting installation according to any one of claims 1 to 9, characterised in
that
elevating means (82 to 84) is provided for elevating the cabin (36) to a raised position
and
the discharge devices are formed by chutes (90 to 100) by means of which the sorted-out
waste material is passed by gravity into the containers (64 to 72) which are disposed
below the chutes (90 to 100) in the raised condition of the cabin (36).
1. Installation de triage de déchets avec une zone enfermée par laquelle passe un dispositif
de transport (14) auquel on a prévu des places de travail (32) pour la main d'oeuvre
de triage pour le triage manuel des déchets transportés par le dispositif de transport
(14), avec des dispositifs de sortie associés aux places de travail, et avec des récipients
(64 à 78) pour les matières de déchets triées,
caractérisée par le fait que
la zone enfermée est formée par une cabine (36) sur une châssis transportable (38),
et
sur des côtés opposés du dispositif de transport (14) on a prévu des moyens (46
à 58) destinés à produire un rideau d'air le long des côtés opposées du dispositif
de transport (14), rideau qui sépare le dispositif de transport (14) de l'espace avec
la main d'oeuvre et qui permet la procédure de triage.
2. Installation de triage de déchets selon la revendication 1, caractérisée par le fait
que les moyens destinés à produire le rideau d'air comprennent des moyens de transport
d'air (52, 58) destinés à amener de l'air frais et aspirer de l'air usé.
3. Installation de triage de déchets selon la revendication 1 ou 2, caractérisée par
le fait que les moyens destinés à produire le rideau d'air présentent un jeu d'ouvertures
d'air (46) sur le côté le long au moins d'une partie du dispositif de transport (14),
et un autre jeu d'ouvertures d'air (48) avec un écart au dessus du dispositif de transport
(14) et le long de celui-ci, l'air usé étant aspiré par l'un des jeux d'ouvertures
d'air (48;46), et l'air frais étant amené par l'autre des jeux d'ouvertures d'air
(46;48).
4. Installation de triage de déchets selon la revendication 3, caractérisée par le fait
qu'un jeu de premières ouvertures d'air (46) s'étend sous un angle aigu relativement
au plan du dispositif de transport (14) et s'ouvre latéralement près du dispositif
de transport (14) généralement dans la direction d'un jeu de secondes ouvertures d'air
(48) qui se trouvent avec un écart au dessus du dispositif de transport (14) et permettent
ainsi le triage manuel.
5. Installation de triage de déchets selon la revendication 4, caractérisée par le fait
que les premières ouvertures d'air (46) s'ouvrent dans une surface oblique s ouvrant
sous un angle aigu relativement au plan du dispositif de transport (14).
6. Installation de triage de déchets selon la revendication 4 ou 5, caractérisée par
le fait que le jeu de secondes ouvertures d'air (48) est formée par un capot (49)
généralement en forme de cloche et un diviseur de courant (51) disposé à l'intérieur
du capot (49) en forme de cloche et divisant le courant d'air en un premier courant
partiel d'air (56) passant des premières ouvertures d'air (46) au secondes ouvertures
d'air (48), et en un second courant partiel de courant circulant au dessus du plan
du dispositif de transport (14) entre celui-ci et le diviseur de courant (51).
7. Installation de triage de déchaets selon la revendication 6, caractérisée par le fait
que les secondes ouvertures d'air (48) mènent vers deux canaux d'air (53) disposés
symétriquement sur les deux côtés le long du dispositif de transport (14), et raccordés
par des conduites d'air associées (55) à un moyen commun de transport d'air (52;58).
8. Installation de triage de déchets selon l'une des revendications 4 à 7, caractérisée
par le fait que les moyens commun de transport d'air (52, 28) sont renversables entre
les jeux de premières et secondes ouvertures d'air (46,48) de sorte que, dans le cas
de basses températures extérieures, l'air frais est amené par les secondes ouvertures
d'air (48) et l'air usé est aspiré par les premières ouvertures d'air (46), tandis
que dans le cas de hautes températures extérieures, l'air frais est amené par les
premières ouvertures d'air (46) et l'air usé est aspiré par les seconds ouvertures
d'air (48).
9. Installation de triage de déchets selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée
par le fait que la cabine (36) est climatisée.
10. Installation de triage de déchets selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée
par le fait que les dispositifs de sortie sont formés par des transporteurs transversaux
(16 à 30).
11. Installation de triage de déchets selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée
par le fait que
on a prévu un dispositif de levage (82 à 84) susceptible de lever la cabine (36)
dans une position élevée, et
les dispositifs de sortie sont formés par des glissoirs (90 à 100) par lesquels
la matière de déchet triée est guidée, dans le cas de cabine (36) élevée, par la force
centrifuge dans les récipients (64 à 72) disposés au dessous des glissoirs (90 à 100).