[0001] Die Erfindung betrifft einen Brausekopf, umfassend einen Brausekörper mit einem Einlaß
und einem Auslaß, einen lösbar am Brausekörper befestigten und den Auslaß verschließenden
Brauseboden und einer gummielastischen, einer festen Stützplatte des Brausebodens
aufliegenden Düsenplatte mit einer Mehrzahl von angeformten elastischen Düsenvorsprüngen,
die in entsprechende Aufnahmebohrungen der Stützplatte eingreifen, eine größere axiale
Länge als die zugehörigen Aufnahmebohrungen der Stützplatte aufweisen und auch bei
Nichtbeaufschlagung mit Flüssigkeitsdruck mit elastisch verformbaren Enden über die
Außenfläche der Stützplatte vorstehen.
[0002] Bei einem bekannten Brausekopf (US-PS 2 402 741), bei dem die Düsenvorsprünge aber
nicht über die Außenfläche der Stützplatte vorstehen, soll durch die sich unterschiedlichen
Flüssigkeitdrücken automatisch und gummielastisch anpassenden Abmessungen der Flüssigkeitskanäle
in den Düsenvorsprüngen sichergestellt werden, daß auch bei geringen Flüssigkeitsdrücken
der austretende Strahl ausgebreitet bleibt und sich die Einzelströme nicht etwa kurz
nach dem Austritt aus dem Brausekopf zu einem einzigen groben Strahl vereinigen. Durch
die sich nach Maßgabe des Flüssigkeitsdruckes elastisch ausdehnenden bzw. zusammenziehenden
Flüssigkeitskanäle in den Düsenvorsprüngen soll auch ein Selbstreinigungseffekt für
den Brausekopf erzielt werden, so daß Feststoffe ausgetragen und Kalkablagerungen
aufgebrochen und durch die Düsenöffnungen ausgespült werden.
[0003] Die Selbstreinigungswirkung dieses bekannten Brausekopfes reicht jedoch, insbesondere
bei hartem bis sehr hartem Leitungswasser, nicht aus, um die sich rasch und massiv
bildenden Kalkablagerungen zu beseitigen, bzw. auf ein die Strahlbildung nicht störendes
Ausmaß zurückzuführen. Es tritt noch hinzu, daß die sich unmittelbar außen an den
Düsenöffnungen bildenden Ablagerungen durch die Selbstreinigungswirkung des bekannten
Brausekopfes nicht oder nur unzureichend beseitigt werden.
[0004] Bei einem bekannten Brausekopf (DE 31 07 808 A1) der eingangs angegebenen Gattung
soll ebenfalls eine Selbstreinigungswirkung für die dort als Röhren bezeichneten Düsenvorsprünge
erzielt werden. Zu diesem Zweck ist vorgesehen, daß die Düsenvorsprünge als relativ
dünnwandige Röhren ausgebildet sind, deren stromabwärts gelegener Teil in drucklosem
Zustand zusammenfällt bzw. zusammenfaltet und die jeweilige Strahlaustrittsöffnung
verschließt. Dadurch sollen die Durchtrittsöffnungen weitgehend gegen die Atmosphäre
abgeschlossen sein, so daß das in dem Brausekopf vorhandene Wasser nicht unter Bildung
von Kalkablagerungen eintrocknen kann. Im Brausebetrieb sollen dagegen die dünnwandigen
Röhren elastisch aufgeweitet werden, wodurch jede mögliche Verkrustung schon im Anfangsstadium
abplatzen und mit dem Brausewasser ausgeschwemmt werden soll.
[0005] Dieser bekannte Brausekopf mag zwar die gewünschte Selbstreinigungswirkung aufweisen,
jedoch ist die Verwendung dünnwandiger röhrenförmiger Düsenvorsprünge für das mit
dem Brausekopf erzeugte Strahlbild nachteilig. Die dünnwandigen Düsenvorsprünge erfahren
nämlich in Abhängigkeit vom Wasserdruck unterschiedliche elastische Aufweitungen.
Bei niedrigen Drücken wird der austretende Strahl durch die dünnwandigen Düsenvorsprünge
eingeengt, während bei höheren Drücken die Aufweitung der Düsenvorsprünge so weit
gehen kann, daß der Wasserstrahl durch die Düsenvorsprünge nicht mehr ausreichend
geführt ist. Es liegt daher auf der Hand, daß angesichts der sich üblicherweise innerhalb
so weiter Grenzen wie 0,5 und 5 bar verändernder Wasserdrücke ein akzeptables Strahlbild
mit diesem bekannten Brausekopf nicht erreichbar ist.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten Brausekopf bereitzustellen,
bei dem die Düsenvorsprünge bei den üblichen Wasserdrücken keine das Strahlbild beeinträchtigende
Verformungen erfahren und bei dem dennoch eine restlose, mindestens aber weitgehende
Entfernung auch der äußeren Kalkverkrustungen an den Düsenöffnungen ermöglicht ist.
[0007] Die gestellte Aufgabe wird ausgehend von der eingangs angegebenen Gattung eines Brausekopfes
dadurch gelöst, daß die Düsenvorsprünge an ihren strahlbildenden Ausgangsenden dickwandig
und gegenüber den üblichen Wasserdrücken formbeständig, von außen jedoch durch mechanische
Einwirkung verformbar ausgebildet sind, wobei die Düsenplatte mit den einteilig angeformten
Düsenvorsprüngen aus einem gummielastischen Material einer Shore-Härte von etwa 40
bis 50 geformt ist, und wobei die elastisch verformbaren Enden der Düsenvorsprünge
um etwa das 1 bis 2-fache des Außendurchmessers der Düsenvorsprünge über die Außenfläche
der Stützplatte vorstehen.
[0008] Bei dem erfindungsgemäßen Brausekopf werden die Düsenvorsprünge wegen ihrer Dickwandigkeit
und der angegebenen Materialauswahl an ihren strahlbildenden Ausgangsenden einerseits
nicht durch den Wasserdruck aufgeweitet, so daß sie unter allen Betriebsbedingungen
einen gut geführten Wasserstrahl mit definiertem Strahlbild liefern. Andererseits
stehen die Düsenvorsprünge auch bei nicht benutzter Brause, d.h. bei nicht von Wasser
durchströmtem Brausekopf, stets so weit über die Außenfläche der Stützplatte des Brausebodens
vor, daß die vorstehenden Enden beispielsweise dem Zugriff der Hand oder der Finger
des Benutzers ausgesetzt sind und sich unter elastischer Verformung von Hand zusammendrücken
und/oder biegen lassen, wobei sie der mechanischen äußeren Deformationseinwirkung
aufgrund ihrer Ausbildung und ihres Materials einen radiergummiähnlichen Widerstand
entgegensetzen. Dabei werden auch hartnäckig anhaftende Ablagerungen leicht von dem
gummielastischen Material der Düsenvorsprünge gelöst, wobei gerade die an den Düsenöffnungen
befindlichen äußeren Verkrustungen dem Zugriff der Hand bzw. der Finger unmittelbar
ausgesetzt sind und sich leicht lösen und entfernen lassen. Bei genügend häufiger
Wiederholung vor oder nach dem Duschvorgang kann verhindert werden, daß sich nennenswerte
Kalkverkrustungen überhaupt aufbauen können. Im Ergebnis resultiert ein Brausekopf,
der mit äußerst geringem Arbeitsaufwand des Benutzers über lange Benutzungszeiträume
ein konstantes optimales Strahlbild liefert. Die Düsenplatte läßt sich leicht aus
einem geeigneten, verhältnismäßig weichen Gummimaterial herstellen. Geeignet sind
auch entsprechend weiche elastomere Kunststoffe.
[0009] Vorzugsweise wird die Dickwandigkeit so erzielt, daß am Ausgangsende der Düsenvorsprünge
die aus dem Außendurchmesser gebildete Querschnittsfläche etwa 7 bis 10 mal so groß
ist, wie die aus der lichten Weite der Strahlaustrittsöffnung gebildete Austrittsquerschnittsfläche.
[0010] Vorteilhaft sind die Flüssigkeitskanäle in den Düsenvorsprüngen als Stufenbohrungen
ausgebildet, mit einem größeren Eingangsquerschnitt und einem kleineren Austrittsquerschnitt.
Wenn hierbei der axiale Längenbereich des größeren Eingangsquerschnitts der Flüssigkeitskanäle
über die Außenfläche der Stützplatte vorsteht, so wird die elastische Verformbarkeit
der über die Außenfläche der Stützplatte vorstehenden Enden der Düsenvorsprünge noch
erhöht, was die Entfernung etwaiger Ablagerungen aus den Flüssigkeitskanälen und/oder
an den Austrittsöffnungen weiter erleichtert.
[0011] Dabei hat es sich für die Verformbarkeit durch äußere mechanische Krafteinwirkung
als vorteilhaft erwiesen, wenn die aus dem Außendurchmesser der Düsenvorsprünge gebildete
Querschnittsfläche etwa 3 bis 5 mal so groß ist, wie die aus dem Durchmesser des Eingangsquerschnitts
gebildete Eingangsquerschnittsfläche.
[0012] Es hat sich gezeigt, daß die Bildung von Ablagerungen verringert werden kann, wenn
der axiale Längenbereich des kleineren Austrittsquerschnitts der Flüssigkeitskanäle
eine mehreckige, vorzugsweise quadratische Querschnittsform aufweist.
[0013] Um Verletzungen an scharfkantigen Düsenvorsprüngen zu vermeiden, sind die Düsenvorsprünge
zweckmäßig an ihren Enden kuppenförmig abgerundet.
[0014] Die Stützplatte kann eben und mit parallel zueinander ausgerichteten Aufnahmebohrungen
versehen sein. Vorzugsweise ist die Stützplatte jedoch mindestens an ihrer Auflagefläche
für die gummielastische Düsenplatte nach außen gewölbt, wobei die Aufnahmebohrungen
von der Auflagefläche ausgehend in Durchflußrichtung zueinander divergierend angeordnet
sind. Mit dieser bevorzugten Anordnung wird je nach Wölbung der Stützplatte und Achsdivergenz
der Aufnahmebohrungen ein mehr oder weniger ausgebreitetes Strahlbild erzeugt.
[0015] Zur abgedichteten Festlegung der Düsenplatte innerhalb des Brausebodens ist es von
Vorteil, wenn die Düsenplatte an ihrem Umfangsrand zwischen einer Ringfläche des Brausekörpers
und der Stützplatte bei am Brausekörper befestigtem Brauseboden eingespannt ist. Zur
Verbesserung der Einspann- und Abdichtwirkung ist es hierbei zweckmäßig, die Düsenplatte
an ihrem Umfangsrand mit einer der Stützplatte zugekehrten und in eine entsprechende
Ringnut der Stützplatte eingreifende Ringrippe zu versehen.
[0016] Weiterhin kann es je nach Ausbildung des Brausekopfes zweckmäßig sein, wenn zwischen
die Ringflächen des Brausekörpers und dem Umfangsrand der Düsenplatte ein Druckring
eingelegt ist. Wird der Brauseboden mit Hilfe eines umfänglichen Gewindeeingriffs
mit dem Brausekörper verschraubt, so sorgt der Druckring dafür, daß der Umfangsrand
der gummielastischen Düsenplatte nicht in Umfangsrichtung durch Reibung mitgenommen
wird, wodurch Scherspannungen an den in die Aufnahmebohrungen der Stützplatte eingreifenden
Düsenvorsprüngen vermieden sind.
[0017] Der Brausekopf kann auch so ausgebildet sein, daß er kein geometrisch festgelegtes
Strahlbild erzeugt, sondern daß das Strahlbild zur unterschiedlichen Ausbreitung einstellbar
ist. Zu diesem Zweck ist in einer weiteren Ausführungsform der Erfindung die Stützplatte
des Brausebodens elastisch durchbiegbar ausgebildet und greift mit einem konzentrisch
an ihr befestigten Gewindeteil mit einem am Brausekörper befestigten komplementären
Gewindeteil zur Erzielung unterschiedlicher Wölbungen der Stützplatte schraubverstellbar
ein. Je nach axialer Einstellage der komplementären Gewindeteile ist die Wölbung der
Stützplatte mehr oder weniger groß, entsprechend einer größeren oder kleineren Strahlausbreitung.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der zwei Ausführungsbeispiele darstellenden
Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1
- den Längsschnitt durch einen Brausekopf in einer ersten, einfachen Ausführungsform,
- Fig. 2
- die Unteransicht der mit dem Brausekopf gemäß Fig. 1 verwendeten Düsenplatte,
- Fig. 3
- den abgebrochen dargestellten Längsschnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel des
Brausekopfes,
- Fig. 4
- den abgebrochen und vergrößert dargestellten Längsschnitt durch einen einzelnen Düsenvorsprung
und
- Fig. 5
- die Unteransicht des Düsenvorsprungs gemäß Fig. 4.
[0019] Der in Fig. 1 in einer ersten Ausführungsform gezeigte einfache Brausekopf ist im
wesentlichen aus einem Brausekörper 1 mit Einlaß 2 und Auslaß 3 und einem Brauseboden
4 zusammengesetzt. Der Brauseboden 4 weist einen zylindrischen Umfangsrand 5 mit Innengewinde
auf, mit welchem er auf einen mit entsprechendem Außengewinde versehenen zylindrischen
Ringvorsprung 6 des Brausekörpers 1 aufgeschraubt ist. Der Ringvorsprung 6 umgibt
den Auslaß 3 des Brausekörpers 1. Der Einlaß 2 befindet sich in einem seitlichen Vorsprung
7 des Brausekörpers 1, der zum Anschluß einer mit dem Einlaß 2 kommunizierenden Zuleitung
(nicht dargestellt) und ggf. eines Handgriffes (nicht dargestellt) bestimmt ist.
[0020] An den Umfangsrand 5 ist eine den Auslaß 3 schließende feste Stützplatte 8 einteilig
angeschlossen. Die Stützplatte 8 ist im gezeichneten Beispiel zur Strahlausweitung
nach außen gewölbt und besitzt zwei konzentrische kreisförmige Reihen von Aufnahmebohrungen
9, die entsprechend der Wölbung der Stützplatte 8 in Durchflußrichtung gesehen zueinander
geringfügig divergierend angeordnet sind. Die Aufnahmebohrungen 9 können auch in anderer
geometrischer Konfiguration je nach den gewünschten Eigenschaften des Brausestrahls
angeordnet sein. So ist im gezeichneten Beispiel der mittlere Bereich der Stützplatte
8 als geschlossene Wand dargestellt. Aber auch in diesem Bereich können Aufnahmebohrungen
vorgesehen sein. Im gezeichneten Beispiel ist die Stützplatte 8 insgesamt mit einer
Wölbung versehen. Für den beabsichtigten Zweck der Strahlausweitung würde es indessen
ausreichen, wenn lediglich ihre innere Fläche, die als Auflagefläche 10 für die nachstehend
noch näher beschriebene Düsenplatte 11 dient, eine Wölbung aufweist.
[0021] Die aus einem verhältnismäßig weichen Gummi oder einem entsprechenden elastomeren
Kunststoff hergestellte Düsenplatte 11 verfügt über eine der Anzahl der Aufnahmebohrungen
9 in der Stützplatte 8 entsprechende Anzahl von angeformten elastischen Düsenvorsprüngen
12, deren gegenseitige Abstände und deren Durchmesser so bemessen sind, daß die Düsenvorsprünge
12 in die zugeordneten Aufnahmebohrungen 9 eingeschoben werden können. Dabei kann
die Düsenplatte 11 als ebenes Bauteil hergestellt werden, weil sie sich infolge ihrer
Materialelastizität ohne weiteres der Wölbung der Stützplatte 8 anpassen kann. Die
Flüssigkeitskanäle 13 in den Düsenvorsprüngen 12, deren Ausrichtung bei an der Stützplatte
8 angebrachter Düsenplatte 11 von der Achsrichtung der Aufnahmebohrungen 9 vorgegeben
ist, sind im gezeichneten Beispiel als einfache Stufenbohrungen ausgeführt, wobei
der im Durchmesser größere Bereich der Stufenbohrung dem Inneren des Brausekörpers
1 zugekehrt ist, während die im Durchmesser kleineren Bereiche der Stufenbohrung den
Düsenaustrittsquerschnitt bilden.
[0022] Wie Fig. 1 deutlich zu erkennen gibt, ist die axiale Länge der elastischen Düsenvorsprünge
12 wesentlich größer als diejenige der zugehörigen Aufnahmebohrungen 9, wodurch die
Düsenvorsprünge 12 mit ihren äußeren Enden deutlich über die Außenfläche 14 der Stützplatte
8 vorstehen. Die äußeren Enden der Düsenvorsprünge 12 können daher leicht durch geringfügige
äußere Krafteinwirkung elastisch deformiert werden, wodurch sie auf einfache Weise
von etwaigen Kalkverkrustungen befreit werden können. Hierzu reicht es u.U. aus, wenn
der Brausekopf mit der Außenfläche 14 an einer geeigneten Kante der Duscheinrichtung
vorbeigezogen wird, wobei die äußeren Enden der Düsenvorsprünge nacheinander deformiert
und elastisch in ihre Ausgangslage zurückgestellt werden. Es ist daher nicht unbedingt
erforderlich, unmittelbar mit der Hand oder den Fingern die Düsenvorsprünge zu verformen.
[0023] Wie aus Fig. 1 weiterhin hervorgeht, ist die Düsenplatte 11 mit ihrem Umfangsrand
zwischen der Ringfläche 15 des Ringvorsprungs 6 und der Stützplatte 8 fest eingespannt,
wobei sich die Einspannung beim Aufschrauben des Brausebodens 4 auf den Brausekörper
1 ergibt. Hierbei ist zwischen der Ringfläche 15 und der Düsenplatte 11 ein Druckring
16 eingelegt, mit dessen Hilfe verhindert wird, daß bei Schraubbewegungen des Brausebodens
4 Relativbewegungen zwischen dem Ringvorsprung 6 und der Stützplatte 8 auf die elastische
Düsenplatte 11 übertragen werden. Der Druckring 16 ruht hierbei auf der Düsenplatte
11 und nimmt an den Schraubbewegungen des Brausebodens 4 teil, wobei er an der Ringfläche
15 gleitet, wenn er diese beim Aufschrauben erreicht, bzw. wenn er sich von dieser
beim Abschrauben trennt.
[0024] Die Düsenplatte 11 ist an ihrem Umfangsrand mit einer Ringrippe 17 versehen, die
in eine entsprechende Ringnut 18 der Stützplatte 8 eingreift. Dieser Eingriff sorgt
dafür, daß die Düsenplatte 11 auch in ihrem Randbereich formschlüssig mit der Stützplatte
8 verbunden ist, wobei dieser Formschluß auch beim beschriebenen Einspannen des Umfangsrandes
der Düsenplatte 11 nicht verlorengeht.
[0025] Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 ist ein Brausekopf dargestellt, bei dem der Ausbreitungswinkel
des austretenden Brausestrahles innerhalb gewisser Grenzen einstellbar ist. Zu diesem
Zweck ist im gezeigten Beispiel die nachfolgend beschriebene Konstruktion des Brausekopfes
vorgesehen. In eine zylindrische Öffnung 19 des Brausekörpers 1' ist ein entsprechender
Zylindervorsprung 20 eines becherförmigen Gehäuseteils 21 unter Vermittlung einer
O-Ringdichtung 22 abgedichtet eingesetzt. Der Zylindervorsprung 20 liegt der Stirnfläche
eines koaxial zum Gehäuseteil 21 angeordneten inneren und zylindrisch ausgebildeten
Befestigungsvorsprungs 23 des Brausekörpers 1' an. Der Befestigungvorsprung 23 ist
mit einer zentralen Gewindebohrung 24 versehen, in welche ein Stufenbolzen 26 mit
einem Gewindezapfen 25 zur Befestitung des Gehäuseteils 21 an dem Brausekörper 1'
eingeschraubt ist. Der Stufenbolzen 26 ist durch eine entsprechend abgestufte Innenbohrung
27 des Gehäuseteils 21 hindurchgeführt und liegt mit einer Ringfläche 28 einem radial
einwärts aus der Innenbohrung 27 hervortretenden Ringvorsprung 29 des Gehäuseteils
21 an.
[0026] Der Befestigungsvorsprung 23 ist so angeordnet, daß er die vom Einlaß 2' ausgehende
Durchströmung des Brausekopfes nicht behindert. Der Einlaß 2' kommuniziert mit einem
ringförmigen Innenraum 30 des Gehäuseteils 21 über eine Mehrzahl von Durchflußkanälen
31. Eine den Innenraum 30 nach außen begrenzende Ringwand 32, die in der Funktion
dem Ringvorsprung 6 der mit Bezug auf Fig. 1 beschriebenen ersten Ausführungsform
entspricht, trägt ein Außengewinde, auf welches der mit einem entsprechenden Innengewinde
versehene Umfangsrand 5' des Brausebodens 4' aufgeschraubt ist. Die Ringwand 32 definiert
an ihrem nach unten offenen Ende den Auslaß 3' des um das Gehäuseteil 21 ergänzten
Brausekörpers 1'. Die Abdichtung zwischen der Ringwand 32 und dem Umfangsrand 5' des
Brausebodens 4' übernimmt eine weitere O-Ringdichtung 33.
[0027] Die auch bei dieser zweiten Ausführungsform einteilig an den Umfangsrand 5' anschließende
Stützplatte 8' ist so ausgebildet, daß sie in axialer Richtung mehr oder weniger elastisch
durchgebogen werden kann. Zu diesem Zweck ist in ihrem Zentrum ein nach innen koaxial
vorspringender Gewindevorsprung 34 unverdrehbar befestigt, der in eine entsprechende
Gewindebohrung 35 des Stufenbolzens 26 eingeschraubt ist.
[0028] Zur Änderung der Wölbung der Stützplatte 8 werden der Brauseboden 4' und das Gehäuseteil
21 gemeinsam gedreht, wobei je nach Drehrichtung der Gewindevorsprung 34 weiter in
die Gewindebohrung 35 des fest an den Brausekörper 1' angeschraubten Stufenbolzens
26 eingeschraubt oder aus dieser herausgeschraubt wird. Selbstverständlich können
geeignete zusätzliche konstruktive Maßnahmen getroffen werden, die verhindern, daß
bei der Schraubbewegung eine relative Schraubbewegung zwischen der Ringwand 32 und
dem Umfangsrand 5' des Brausebodens 4' auftritt.
[0029] Auch bei dieser Ausführungsform ist eine mit angeformten elastischen Düsenvorsprüngen
12' versehene Düsenplatte 11' vorgesehen, die für den Durchtritt des Gewindevorsprungs
34 mit einer zentralen Durchgangsöffnung 36 versehen ist und der Auflagefläche 10'
der Stützplatte 8' eng anliegt. Aufgrund ihrer Elastizität paßt sich die Düsenplatte
11' den unterschiedlichen eingestellten Wölbungen der Stützplatte 8' an. Die Düsenvorsprünge
12' besitzen eine wesentlich größere axiale Länge, als die der in der Stützplatte
8' vorgesehenen Aufnahmebohrungen 9'. Die auch in diesem Fall durch geringe äußere
Krafteinwirkung leicht elastisch deformierbaren Enden der Düsenvorsprünge 12' sind,
wie das schon in den sich auf die erste Ausführungsform beziehenden Figuren 1 und
2 dargestellt ist, kappenförmig abgerundet. Auch in diesem Fall sind die Flüssigkeitskanäle
13' innerhalb der Düsenvorsprünge 12' abgestuft, wobei der kleinste Öffnungsquerschnitt
an der Austrittsöffnung vorgesehen ist. Selbstverständlich können an dem Brauseboden
4' zusätzliche konstruktive Maßnahmen getroffen werden, die verhindern, daß Wasser
an der Düsenplatte 11' vorbei unmittelbar durch die Aufnahmebohrungen 9' außen an
den Düsenvorsprüngen 12 entlang aus dem Brausekopf austreten kann.
[0030] Der in den Figuren 4 und 5 dargestellte einzelne Düsenvorsprung 12 (12') entspricht
im wesentlichen der zweiten Ausführungsform gemäß Fig. 3, jedoch können auch die Düsenvorsprünge
12 der ersten Ausführungsform so ausgebildet werden, wie das in den Figuren 4 und
5 gezeigt ist. Das elastisch verformbare Ende des Düsenvorsprungs 12 (12') steht im
gezeigten Beispiel etwa um das 2-fache des Außendurchmessers des zylindrischen Düsenvorsprungs
über die Außenfläche 14 (14') der Stützplatte 8 (8') vor, d.h. bei einem Außendurchmesser
von etwa 3 mm um etwa 6 mm.
[0031] Wie Fig. 4 veranschaulicht, setzt sich der gestufte Flüssigkeitskanal 13 (13') aus
einem axialen Längenbereich 37 größeren Querschnitts und einem axialen Längenbereich
38 kleineren Querschnitts zusammen, wobei letzterer den strahlformenden Austrittsquerschnitt
bildet. Dieser weist im gezeigten Beispiel einen quadratischen Querschnitt auf, wie
Fig. 5 verdeutlicht. Die kappenförmige Abrundung des Endes des Düsenvorsprungs 12
(12') besitzt etwa die Form einer Kugelkalotte.
[0032] Bei allen in der Praxis vorkommenden Wasserdrücken wurde eine sehr gute Strahlführung
bei dennoch leichter manueller Verformbarkeit der Düsenvorsprünge erreicht, wenn bei
einer Austrittsquerschnittsfläche von etwa 1,44 mm² die aus dem Außendurchmesser gebildete
Querschnittsfläche der Düsenvorsprünge jeweils etwa 12,5 mm² betrug, also etwa 8,7
mal so groß war, wie die Austrittsquerschnittsfläche. Hierbei betrug die Eingangsquerschnittsfläche
der Flüssigkeitskanäle jeweils etwa 3,14 mm², d.h. die aus dem Außendurchmesser gebildete
Querschnittsfläche von etwa 12,5 mm² war etwa 4 mal so groß, wie die Eingangsquerschnittsfläche.
[0033] Mit den vorstehend angegebenen Querschnittsflächenverhältnissen wurden relativ dickwandige
Düsenvorsprünge erhalten, die von Wasserdrücken bis zu etwa 5 bar nicht verformt wurden,
jedoch von außen durch mechanische bzw. manuelle Einwirkung hinreichend leicht zur
Beseitigung oder Verhinderung von Kalkverkrustungen verformt werden konnten.
1. Brausekopf, umfassend einen Brausekörper (1) mit einem Einlaß (2) und einem Auslaß
(3), einen lösbar am Brausekörper (1) befestigten und den Auslaß (3) verschließenden
Brauseboden (4) und einer gummielastischen, einer festen Stützplatte (8) des Brausebodens
(4) anliegenden Düsenplatte (11) mit einer Mehrzahl von angeformten elastischen Düsenvorsprüngen
(12), die in entsprechende Aufnahmebohrungen (9) der Stützplatte (8) eingreifen, eine
größere axiale Länge als die zugehörigen Aufnahmebohrungen (9) der Stützplatte (8)
aufweisen und auch bei Nichtbeaufschlagung mit Flüssigkeitsdruck mit elastisch verformbaren
Enden über die Außenfläche (14) der Stützplatte (8) vorstehen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Düsenvorsprünge (12, 12') an ihren strahlbildenden Ausgangsenden dickwandig
und gegenüber den üblichen Wasserdrücken formbeständig, von außen jedoch durch mechanische
Einwirkung verformbar ausgebildet sind, wobei die Düsenplatte (11, 11') mit den einteilig
angeformten Düsenvorsprüngen (12, 12') aus einem gummielastischen Material einer Shore-Härte
von etwa 40 bis 50 geformt ist, und wobei die elastisch verformbaren Enden der Düsenvorsprünge
(12, 12') um etwa das 1 bis 2-fache des Außendurchmessers der Düsenvorsprünge über
die Außenfläche (14, 14') der Stützplatte (8, 8') vorstehen.
2. Brausekopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Ausgangsende der Düsenvorsprünge
(12, 12') die aus dem Außendurchmesser gebildete Querschnittsfläche etwa 7 bis 10
mal so groß ist, wie die aus der lichten Weite der Strahlaustrittsöffnung gebildete
Austrittsquerschnittsfläche.
3. Brausekopf nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeitskanäle
(13, 13') in den Düsenvorsprüngen (12, 12') als Stufenbohrungen ausgeführt sind, mit
einem größeren Eingangsquerschnitt und einem kleineren Austrittsquerschnitt.
4. Brausekopf nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der axiale Längenbereich (37)
des größeren Eingangsquerschnitts der Flüssigkeitskanäle (13, 13') über die Außenfläche
(14, 14') der Stützplatte (8, 8') vorsteht.
5. Brausekopf nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die aus dem Außendurchmesser
der Düsenvorsprünge (12, 12') gebildete Querschnittsfläche etwa 3 bis 5 mal so groß
ist, wie die aus dem Durchmesser des Eingangsquerschnitts gebildete Eingangsquerschnittsfläche.
6. Brausekopf nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der axiale
Längenbereich (38) des kleineren Austrittsquerschnitts der Flüssigkeitskanäle (13,
13') eine mehreckige, vorzugsweise quadratische Querschnittsform aufweist.
7. Brausekopf nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenvorsprünge
(12, 12') an ihren Enden kappenförmig abgerundet sind.
8. Brausekopf nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützplatte
(8) mindestens an ihrer Auflagefläche (10) für die gummielastische Düsenplatte (11)
nach außen gewölbt ist, und daß die Aufnahmebohrungen (9) von der Auflagefläche (10)
ausgehend in Durchflußrichtung zueinander divergierend angeordnet sind.
9. Brausekopf nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenplatte (11) an ihrem
Umfangsrand zwischen einer Ringfläche (15) des Brausekörpers (1) und der Stützplatte
(8) bei am Brausekörper (1) befestigtem Brauseboden (4) eingespannt ist.
10. Brausekopf nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenplatte (11) an ihrem
Umfangsrand mit einer der Stützplatte (8) zugekehrten und in eine entsprechende Ringnut
(18) der Stützplatte (8) eingreifenden Ringrippe (17) versehen ist.
11. Brausekopf nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Ringfläche
(15) des Brausekörpers (1) und dem Umfangsrand der Düsenplatte (11) ein Druckring
(16) eingelegt ist.
12. Brausekopf nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützplatte
(8') des Brausebodens (4') elastisch durchbiegbar ausgebildet ist und mit einem konzentrisch
an ihr befestigten Gewindeteil (34) mit einem am Brausekörper (1') befestigten komplementären
Gewindeteil (26, 35) zur Erzielung unterschiedlicher Wölbungen der Stützplatte (8')
schraubverstellbar eingreift.