Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Kabelbäumen, insbesondere
in Crimptechnik gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 sowie auf eine Vorrichtung
zur Durchführung dieses Verfahrens gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 9.
Stand der Technik
[0002] Ein derartiges Verfahren und eine derartige Vorrichtung sind aus der DE-A-36 08 243
bekannt. Aus der EP-A-8155 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung bekannt, bei welchen
da Verlegebrett drehbar ist, wobei die Drehbewegung dem Abwurf eines fertiggestellten
Kabelbaumes und entsprechender Verlegehilfen dient.
[0003] Bei der Kabelbaummontage werden derzeit auch bei der industriellen Fertigung die
meisten Arbeitsgänge manuell durchgeführt. Zwar sind vereinzelt Pilotanlagen bekannt
geworden, bei denen die Verlegung der Kabel mit Hilfe eines Industrieroboters erfolgt;
insbesondere zur Herstellung von Kabelbäumen in der sogenannten Crimptechnik ist jedoch
kein System bekannt, bei dem sämtliche Arbeitsvorgänge zumindest prinzipiell automatisierbar
sind:
Zwar gibt es starr automatisierte Konfektioniermaschinen bzw. Anschlagvorrichtungen,
mit denen Kabel abgelängt und ein- oder beidseitig mit Crimpkontakten versehen werden
können. Alle auf die Konfektionierung folgenden Arbeitsgänge werden jedoch in der
Regel manuell durchgeführt.
[0004] Bei den vereinzelt bekannt gewordenen Pilotanlagen ist insbesondere die Steckermontage
sehr zeitintensiv, wobei die Verfügbarkeit gering ist. Insbesondere wird bei diesen
Pilotanlagen zuerst der Kontakt (ein- oder beidseitig)
angeschlagen und dann erst die Leitung automatisch verlegt, wobei die Kontakte in
das Steckergehäuse eingeführt werden.
Darstellung der Erfindung
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Kabelbäumen
insbesondere in Crimptechnik, d. h. von Kabelbäumen, die wenigstens teilweise mit
sogenannten Crimpkontakten versehen sind, anzugeben, bei dem bei hoher Verfügbarkeit
sämtliche Arbeitsschritte automatisierbar sind.
[0006] Eine erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist mit ihren Weiterbildungen in den
Patentansprüchen gekennzeichnet. Der Erfindung liegt der Grundgedanke zugrunde, abweichend
von der bisherigen Vorgehensweise die Aufnahmevorrichtungen für die Steckergehäuse
nicht auf der eigentlichen Arbeitsfläche des Verlegebretts anzuordnen, sondern auf
einer Begrenzungsfläche. Auf der eigentlichen Arbeitsfläche des Verlegebretts werden
lediglich die in bekannter Weise ausgebildeten Verlegehilfen angeordnet. Aufgrund
dieses Grundgedankens der Erfindung ist es möglich, die für eine vollautomatisierte
Herstellung eines Kabelbaums unbedingt erforderliche Vorrichtung, nämlich die sogenannte
Anschlagvorrichtung "ortsfest" anzuordnen und die einzelnen Kabel in den Bereich der
Anschlagvorrichtung jeweils durch eine Bewegung des Verlegebrettes zu überführen.
Durch den erfindungsgemäßen Grundgedanken, gemäß dem sich die verschiedenen Einrichtungen
in "einer Flucht" befinden, ist keine mehrachsige Positioniereinrichtung erforderlich.
Damit ist es insbesondere nicht erforderlich, daß beispielsweise ein Industrieroboter
die Anschlagvorrichtung führt, so daß aufgrund des erfindungsgemäßen Verfahrens bei
einer entsprechenden arbeitenden Vorrichtung (Ansprüche 9 ff.) auf einen aufwendigen
Industrieroboter, der schwere Werkzeuge positionieren kann, verzichtet werden kann.
[0007] Dabei ist es insbesondere möglich, für das Verlegen der Kabel vollständig auf die
Mitwirkung eines Industrieroboters (d.h. einer mehrachsigen Positioniereinrichtung)
zu verzichten und bei ortsfsester Abisolier- und Anschlagmaschine die Kabel mit einem
in zwei Richtungen beweglichen Verlegewerkzeug, beispielsweise einer sogenannten Verlegedüse
und einer Bewegung des Verlegebretts in zwei Richtungen zu verlegen (Anspruch 2).
[0008] Lediglich bei Verwendung von Steckertypen, bei denen ein Einschieben des mit einem
Kontakt versehenen Kabels in das Steckergehäuse aus nur einer Richtung möglich ist,
kann es erforderlich sein, ein Verlegewerkzeug zu verwenden, das von einer mehrachsigen
Positioniereinrichtung geführt wird. Diese Positioniereinrichtung überführt das Kabel
zunächst in den Bereich der Anschlagmaschine (Anspruch 4) und steckt anschließend
das mit einem Kontakt versehene Kabel in das Steckergehäuse ein.
[0009] Selbstverständlich ist es aber sowohl bei Verwendung eines ortsfesten Verlegewerkzeuges,
wie einer Verlegedüse, als auch bei Verwendung eines von einem Industrieroboter geführten
Verlegewerkzeugs und entsprechender Steckertypen möglich, das Kabel zunächst durch
den Anschluß des Steckergehäuses zu stecken und anschließend in den Bereich einer
ortsfest angeordneten Abisolier- und Anschlagvorrichtung zu überführen. Das mit einem
Kontakt versehene Kabel wird dann durch Zurückziehen in den Stecker "eingesteckt".
[0010] Auch das Abbinden der Kabel auf dem Verlegebrett kann mit einem ortsfest angeordneten
Abbindewerkzeug oder mit einem von einem Industrieroboter geführten Verlegewerkzeug
erfolgen.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0011] Die Erfindung wird nachstehend anhand von zwei Ausführungsbeispielen ohne Beschränkung
des allgemeinen Erfindungsgedankens unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben,
in der zeigen:
- Fig. 1a und 1b
- eine Seitenansicht bzw. eine Frontansicht eines ersten Ausführungsbeispiels, und
- Fig. 2a und 2b
- eine Aufsicht bzw. eine Ansicht bei A-A in Fig. 2a eines zweiten Ausführungsbeispiels.
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
[0012] Bei dem in den Figuren 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein Verlegebrett 1
in x- und y-Richtung beweglich angeordnet. Dabei ist ohne Beschränkung des allgemeinen
Erfindungsgedankens die von der x- und der y-Richtung aufgespannten Ebene eine bezogen
auf ein ortsfestes System vertikale Ebene.
[0013] Abweichend von der bekannten Vorgehensweise sind die Aufnahmevorrichtungen 2 für
Steckergehäuse des Kabelbaums nicht auf der eigentlichen Arbeitsfläche des Verlegebretts
1, sondern auf einer Schmalseite angeordnet. Auf der Arbeitsfläche befinden sich lediglich
die sogenannten Verlegehilfen 3 für die Führung der Leitungen 8. Vor dem Verlegebrett
ist eine senkrecht zu den Bewegungsrichtungen des Verlegebretts bewegliche Verlegedüse
6 vorgesehen. Selbstverständlich ist es möglich, zum Verlegen von Leitungen mit unterschiedlichem
Querschnitt und/oder Farbe eine Reihe von Verlegedüsen vorzusehen. An der Verlegedüse
6 ist eine Leitungs-Fördereinheit 4 angebracht. Die Einheit 4 kann eine aus einem
Kabelfaß 7 entnommene Leitung 8 sowohl vorwärts als auch rückwärts, d. h. in die beiden
Richtungen des Doppelpfeils z fördern.
[0014] Hinter dem Verlegebrett sind verschiedene Einheiten 5 vorgesehen, die Kabel abisolieren
sowie die benötigten Stecker an den Kabeln anschlagen müssen.
[0015] In Figur 1b sind diese Einheiten versetzt zur eigentlichen Verlegeeinheit 6 dargestellt,
selbstverständlich können diese Einheiten aber auch fluchtend und/oder in x-Richtung
verschiebbar ausgebildet sein.
[0016] Weiterhin ist im Bereich des Verlegebretts eine automatische Teilebereitstellungseinrichtung
für Steckverbinder, Kabelabbinder etc. angebracht, die in Figur 1 nicht eingezeichnet
ist.
[0017] Aus dieser Bereitstellungsanlage können die Aufnahmevorrichtungen 2 auf der Oberseite
des Verlegebretts 1 mit entsprechenden Steckern bestückt werden.
[0018] Die Handhabungsbewegung zwischen Teilebereitstellungssystem und Verlegebrett 1 kann
entweder durch einen separaten Industrieroboter (ebenfalls nicht dargestellt) oder
durch pneumatische, hydraulische oder elektrische Handhabungsmodule erfolgen.
[0019] Im folgenden soll die Arbeitsweise der vorstehend beschriebenen Vorrichtung erläutert
werden:
Zunächst werden die Vorrichtungen 2 auf der Oberseite des senkrecht angebrachten Verlegebretts
mit entsprechenden Steckergehäusen bestückt. Anschließend wird das Verlegebrett vor
einer Verlegedüse positioniert, die eine Leitung von der Verlegedüse durch eine Kontaktkammer
eines Steckergehäuses durchschießt (durchsteckt). Die durchgeschossene Leitung wird
in einer der oberhalb und hinter dem beweglichen Verlegebrett angebrachten Abisolier-
und Anschlagvorrichtungen 5 abisoliert und mit einem Stecker versehen. Hierzu befinden
sich diese in gleicher Höhe wie die in den Aufnahmen befindlichen Steckverbinder.
Da die Anschlagvorrichtungen 5 ortsfest oder in x-Richtung beweglich angebracht sind,
kann das Verlegebrett sowohl durch eine eigenständige Bewegung als auch durch eine
Bewegung der Anschlagvorrichtungen so positioniert werden, daß die nötigen Raumpunkte
zum Abisolieren und Anschlagen der Leitungen 8 angefahren werden.
[0020] Nach dem Anbringen der Kontakte wird die so einseitig vorkonfektionierte Leitung
mit Hilfe der im Bereich der (in zwei Richtungen beweglichen) Verlegedüse angebrachten
Fördereinheit zurückgezogen, so daß der angeschlagene Kontakt automatisch in dem Steckergehäuse
einrastet. Nunmehr erfolgt das Verlegen der Leitung durch eine zweiachsige x-y-Bewegung
des Verlegebretts. Nach dem Verlegen der Leitung wird das Leitungsende in der Verlegedüse
abgeschnitten und das zweite Leitungsende auf dem Verlegebrett befestigt. Nach der
Durchführung dieses automatischen Arbeitsschrittes werden die zweiten Leitungsenden
entweder manuell abisoliert und mit Kontakten versehen oder mit Hilfe eines Industrieroboters
abisoliert und angeschlagen. Die Bündelung des Kabelbaums kann sowohl manuell als
auch vollautomatisch, beispielsweise mit einer automatisch handhabbaren Abbindepistole
durchgeführt werden. Ferner ist es auch möglich, eine ortsfest angeordnete Abbindepistole
zu verwenden.
[0021] Wenn nur eine Kontaktart verarbeitet werden soll, wird die Verlegedüse vorteilhafter
Weise direkt vor der zugehörigen Anschlagmaschine angebracht. In diesem Fall muß die
Verlegedüse nur in einer Achse die senkrecht zu den beiden Achsen des Verlegebretts
beweglich ist, bewegt werden.
[0022] Sollen mehrere Kontaktarten verarbeitet werden, so werden entweder die Verlegedüsen
oder die Anschlagmaschinen auf einer in x-Richtung beweglichen Achse angebracht, um
beliebige Leitungen mit beliebigen Kontakten zu kombinieren. Auch diesem Falle sind
die Verlegedüsen in z-Richtung beweglich, um entsprechende Ausweichbewegungen durchführen
zu können.
[0023] Darüberhinaus hat die Fördereinrichtung 4 noch die Funktion, die Leitung während
des Anschlagvorgangs festzuklemmen. Ferner wird durch die Beweglichkeit in z-Richtung
der Einheit 4 bzw. 6 sichergestellt, daß beim Einfädeln der Leitung in die Steckverbindung
zwischen den einzelnen Elementen der geringstmögliche Abstand eingehalten wird. Durch
den Leitungsvorschub in z-Richtung erfolgt dagegen die Förderung der Leitung durch
Steckverbinder in die entsprechende Abisolier- oder Anschlagmaschine.
[0024] In jedem Falle hat die erfindungsgemäße Vorrichtung bzw. das mit dieser Vorrichtung
realisierbare Verfahren den Vorteil, das Leitungen nicht nur automatisch vorkonfektioniert,
sondern auch vollautomatisch verlegbar sind.
[0025] Die Figuren 2a und 2b zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung. Bei
diesem Ausführungsbeispiel sind gleiche Teile wie bei dem in Figur 1 dargestellten
Ausführungsbeispiel mit den selben Bezugszeichen versehen.
[0026] Im Gegensatz zu dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist bei dem in Figur
2 dargestellten Ausführungsbeispiel keine Verlegedüse, sondern ein Industrieroboter
11 mit dem Arbeitsbereich 11' vorgesehen. Der Industrieroboter 11 entnimmt Werkzeuge
14, wie beispielsweise Verlegewerkzeuge aus einem entsprechendem Magazin 14' und verlegt
mit diesen Werkzeugen 14 wiederum das aus einer Kabeltrommel 7 entnommene Kabel 8.
[0027] Im folgenden soll die abweichende Arbeitsweise dieser Vorrichtung beschrieben werden:
Zur Vorbereitung kann beispielsweise in einem CAD-Arbeitsplatz die Konfiguration des
herzustellenden Kabelbaums eingegeben und mittels eines Berechnungsprogramms derart
umgewandelt werden, daß sämtliche Steckergehäuse in einer Linie zu liegen kommen.
[0028] Die mehrachsige Positioniereinrichtung (Industrieroboter) 11 positioniert die in
einem entsprechenden Magazin 2' bereitgestellten Steckergehäuse-Aufnahmevorrichtungen
2 auf der Oberkante des wiederum senkrecht angeordneten Verlegebretts 1. Anschließend
positioniert der Industrieroboter die aus einem Magazin 3' entnommenen Verlegehilfen
3 auf der eigentlichen Arbeitsfläche.
[0029] Nach Abschluß dieser vorbereitenden Schritte beschickt der Industrieroboter 11 mit
einem Greifer 14 aus dem entsprechenden Bereitstellungsmagazin die Aufnahmevorrichtungen
2 auf dem Verlegebrett 1 mit Steckergehäusen, die in einem Magazin 10 bereitgestellt
werden.
[0030] Daraufhin wechselt der Industrierobter 11 ein Verlegewerkzeug aus dem Magazin 14'
ein, fährt zur Abisoliervorrichtung 5', so daß das mit dem Verlegewerkzeug geführte
Kabelende abisoliert wird. Im nächsten Schritt fährt der Industrieroboter zu einer
Anschlagvorrichtung 5, die an dem abisolierten Kabelende einen Crimpkontakt anbringt.
[0031] Der Roboter fügt nun mit dem Verlegewerkzeug das angeschlagene Kabelende und verlegt
das Kabel entsprechend der durch die Steuerung vorgegebenen Bahn. Das Kabel 8 wird
dabei durch das Verlegewerkzeug hindurch aus dem Kabelfaß 7 gezogen.
[0032] Nach dem Erreichen des zweiten Steckergehäuses wird das Kabel im Werkzeug abgeschnitten.
Der Industrieroboter 11 und das Verlegebrett 1 führen eine synchrone Bewegung zur
Abisoliervorrichtung 5' und danach zu den festinstallierten Anschlagvorrichtungen
5 aus.
[0033] Je nach Ausführung des Steckergehäuses wird dabei zuerst das Kabel an der Anschlagmaschine
mit einem Kontakt versehen und danach mit Hilfe des Industrieroboters gefügt, oder
das Kabel wird durch das Steckergehäuse hindurch geschoben, mit einem Kontakt versehen
und dann in das Steckergehäuse "zurückgezogen".
[0034] Im Verlegewerkzeug wird ein Kabel nachgeschoben, der Verlege- und Kontaktiervorgang
für die weiteren Kabel läuft wie bereits beschrieben ab.
[0035] Nach dem Verlegen sämtlicher Kabel holt sich der Roboter aus dem Werkzeugwechselmagazin
14' ein Abbindewerkzeug. Der Kabelbaum wird an den von der Steuerung vorgegebenen
Stellen abgebunden, die Kabelbinder werden durch ein bereitstehendes Kabelbinder-Zuführgerät
19 dem Abbindewerkzeug zur Verfügung gestellt.
[0036] Vorstehend ist die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen ohne Beschränkung des
allgemeinen Erfindungsgedankens beschrieben worden, innerhalb dessen selbstverständlich
die verschiedensten Modifikationen möglich sind.
[0037] Beispielsweise ist es möglich, Grundgedanken des ersten Ausführungsbeispiels - eine
feste Verlegedüse zu verwenden - mit Grundgedanken des zweiten Ausführungsbeispiels
- Verlegung der Kabel mit Hilfe eines Industrieroboters - zu kombinieren. Insbesondere
können dabei die beim ersten Ausführungsbeispiel entstehenden freien Kabelenden durch
eine Vorrichtung automatisch verlegt werden, die entsprechend dem zweiten Ausführungsbeispiel
aufgebaut ist. Dabei ist es lediglich erforderlich, das zweite Ausführungsbeispiel
derart abzuwandeln, daß die Kabel nicht einem Kabelfaß entnommen werden, sondern daß
das Verlegewerkzeug die freien Kabelenden ergreift und ansonsten entsprechend verfährt.
[0038] Hierzu ist es beispielsweise möglich, das Verlegebrett auf einem Förderband 20 anzuordnen,
das das Verlegebrett zwischen den einzelnen Bearbeitungsstationen transportiert.
[0039] In jedem Falle haben das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung
durch die Verwendung eines in zwei Richtungen beweglichen Verlegebretts, auf dessen
Schmalseite die Steckergehäuse-Aufnahmevorrichtungen angeordnet sind, den Vorteil,
daß beide Kabelenden mit Crimpkontakten versehen und in Steckergehäuse, ohne daß eine
vorkonfektioniertes Kabel zwischengelagert oder erzeugt wird, dadurch eingefügt werden
können, daß durch die "stehende" Anordnung des Verlegebretts der Arbeitsabstand Verlegewerkzeug-Stecker-Anschlagvorrichtung
minimiert ist.
1. Verfahren zur Herstellung von Kabelbäumen, insbesondere in Crimptechnik, bei dem auf
einem Verlegebrett (1) Steckergehäuse-Aufnahmevorrichtungen (2) angeordnet sind, zwischen
denen die einzelnen Kabel (8) unter Verwendung von sogenannten Verlegehilfen (3) verlegt
werden, welche auf der eigentlichen Arbeitsfläche des Verlegebrettes (1) angeordnet
sind,
gekennzeichnet durch die Kombination folgender Schritte:
- die Steckergehäuse-Aufnahmevorrichtungen (2) werden auf einer Kantenfläche des Verlegebrettes
(1) in einer Linie angeordnet,
- das Verlegebrett (1) wird in wenigstens einer Richtung bewegt,
- das Anschlagen wenigstens eines Kabelendes an den Kontakten erfolgt durch Bewegen
des wenigstens einen Kabelendes zusammen mit dem Verlegebrett (1) zu einer ortsfest
angebrachten Anschlagvorrichtung (5) oder durch Bewegen der Anschlagvorrichtung (5)
in Richtung der Kantenfläche des Verlegebrettes (1).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Verlegebrett (1) ein
Verlegewerkzeug (14) und hinter oder über dem Verlegebrett (1) eine Abisoliervorrichtung
(5') und wenigstens eine Anschlagvorrichtung (5) angeordnet sind, und daß das Verlegen
der Kabel (8) durch die einzelnen Anschlüsse der in den Aufnahmevorrichtungen (2)
angeordneten Steckergehäuse und über die Verlegehilfen (3) durch Bewegen des Verlegebrettes
(1) in zwei Richtungen erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verlegen der Kabel (8)
mittels einer mehrachsigen Positioniereinrichtung erfolgt, die ein Verlegewerkzeug
(14) führt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabel (8) vor dem Einführen
in das Steckergehäuse durch eine Bewegung eines Industrieroboters (11) zur Anschlagvorrichtung
(5) mit einem Kontakt versehen wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß da Kabel (8)
durch den Anschluß des Steckergehäuses gesteckt und anschließend abisoliert und kontaktiert
wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweites
Kabelende nach dem Verlegen der Leitung ebenfalls abisoliert, angeschlagen und in
das Steckergehäuse eingesteckt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kabel
(8) auf dem Verlegebrett (1) abgebunden werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kabel (8) an von einer
Steuereinheit vorgegebenen Stellen abgebunden werden.
9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch ein wenigstens in einer Richtung bewegbares Verlegebrett (1), dessen Verschiebung
eine Steuereinheit steuert, wobei eine Kantenfläche des Verlegebrettes (1) für die
Aufnahme von Steckergehäuse-Aufnahmevorrichtungen (2) ausgelegt ist und wobei eine
ortsfeste oder in Richtung der Kantenfläche bewegbare Anschlagvorrichtung (5) für
Kabelenden so angeordnet ist, daß die die Steckergenause-Aufnahmevorrichtungen (2)
aufnehmende Kantenfläche des Verlegebrettes (1) vor den Arbeitsbereich der Anschlagvorrichtung
(5) bewegbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Ebene des Verlegebrettes
(1) vertikal ausgerichtet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Verlegebrett
(1) in der durch seine Kanten aufgespannten Ebene bewegbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem
Verlegebrett (1) eine senkrecht zu den Bewegungsrichtungen des Verlegebrettes (1)
bewegliche Verlegedüse (6) vorgesehen ist, welche in linearer Ausrichtung mit der
Anschlagvorrichtung (5) und einem auf der Kantenfläche des Verlegebrettes (1) angeordneten
Steckergehäuse anordbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß für die
Bestückung des Verlegebrettes (1) mit den Steckergehäusen und Verlegehilfen (3) sowie
für das Halten von Verlegewerkzeugen und Kabeln (8) ein Industrieroboter (11) vorgesehen
ist.
1. Method for manufacture of cable harnesses, in particular by crimping, in which connector
housing receiving devices (2) are arranged on a laying board (1), between which the
individual cables (8) are laid using so-called laying aids (3) which are arranged
on the actual working surface of the laying board (1), characterised by the combination
of the following steps:
- the connector housing receiving devices (2) are arranged on an edge surface of the
laying board (1) in a line,
- the laying board (1) is moved in at least one direction,
- the fixing of at least one cable end on the contacts is performed by movement of
at least one cable end together with the laying board (1) to a stationery fixed fixing
device (5) or by movement of the fixing device (5) in the direction of the edge surfaces
of the laying board (1).
2. Method according to claim 1, characterised in that a laying tool (14) is arranged
in front of the laying board (1) and, behind or above the laying board (1) a an Insulation
stripping device (5) [sic] and at least one fixing device (5) are arranged in front of the laying board (1),
and that laying of the cable (8) through the individual connections in the connector
housing arranged in the receiving devices (2) and via the laying aids (3) is done
by movement of the laying board (1) in two directions.
3. Method according to claim 1, characterised in that the laying of the cable (8) is
done by a multiple axis positioning apparatus, which guides a laying tool (14).
4. Method according to claim 3, characterised in that prior to insertion in the connector
housing, the cable 8 is provided with a contact by a movement of the industrial robot
(11) towards the fixing device (5).
5. Method according to one of claims 1 to 3, characterised in that the cable (8) is inserted
and subsequently stripped and contacted through the connector housing connector.
6. Method according to one of claims 1 to 5, characterised in that a second cable end
is also stripped, fixed and inserted into the connector housing after laying the cable.
7. Method according to one of claims 1 to 6, characterised in that the cables (8) are
laced on the laying board (1).
8. Method according to claim 7, characterised in that the cables (8) are laced at locations
pre-set by a control unit.
9. Apparatus for performing the method according to one of claims 1 to 8, characterised
by a laying board (1) which is moveable in at least one direction, the movement of
which is controlled by a control unit wherein an edge surface of the laying board
(1) is set out for receiving connector housing receiving devices (2) and whereby a
cable end fixing device (6), which is stationary or moveable in the direction of the
edge surfaces, is arranged so that the edge surface of the laying board (1) for receiving
the connector housing receiving device (2) is moveable in front of the working area
of the fixing device (5).
10. Apparatus according to claim 9, characterised in that the plane of the laying board
(1) is aligned vertically.
11. Apparatus according to claim 9 or 10, characterised in that the laying board (1) is
moveable in the plane defined by its edges.
12. Apparatus according to one of the claims 9 to 11, characterised in that in front of
the laying board (1) a laying nozzle (6) which is moveable vertically to the direction
of movement of the laying board (1), and which can be arranged in linear alignment
with the fixing device (5) and a connector housing arranged on the edge surface of
the laying board (1).
13. Apparatus according to one of claims 9 to 12 , characterised in that an industrial
robot (1) is provided for mounting the laying board (1) with the connector housings
and laying aids (3) as well as for holding laying tools and cables (8).
1. Procédé pour fabriquer des harnais de câble, en particulier par poinçonnage, dans
lequel on dispose sur une plaque de pose (1) des dispositifs porte-douilles (2), entre
lesquels les différents câbles (8) sont posés à l'aide de ce que l'on appelle des
auxiliaires de pose (3), qui sont disposés sur la surface de travail proprement dite
de la planche de pose (1), caractérisé par la combinaison des opérations suivantes
:
- on dispose les dispositifs porte-douilles sur une rive de la planche de pose (1),
en ligne,
- on déplace la planche de pose (1) au moins dans une direction,
- la confection d'eu moins une extrémité de câble au niveau des contacts est effectuée
par déplacement d'au moins l'une des extrémités du câble, en même temps que la planche
de pose (1), jusqu'à un dispositif de confection rapporté (5), fixe en position, ou
encore, par déplacement du dispositif de confection (5) dans la direction de la rive
de la planche de pose (1).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on dispose on avant de la planche
de pose (1) un outil de pose (14) et, en arrière ou au-dessus de la planche de pose
(1), un dispositif à dénuder (5) et au moins un dispositif de confection (5), et que
la pose des câbles (8) s'effectue par les différentes jonctions des douilles disposées
dans les dispositifs porte-douilles (2), et par l'intermédiaire des auxiliaires de
pose (3), par déplacement de la planche de pose (1) dans les deux directions.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pose des câbles (8) s'effectue
à l'aide d'un dispositif de positionnement multi-axes qui guide un outil de pose (14).
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que le câble (8) est pourvu d'un
contact avant de pénétrer dans la douille par un déplacement d'un robot industriel
(11) jusqu'au dispositif de confection (5).
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le câble (8) est
muni d'une douille par raccordement de la douille, puis est dénudé avant de réaliser
le contact.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'une deuxième extrémité
du câble, après pose de la ligne, est elle aussi dénudée, confectionnée et insérée
dans la douille.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les câbles (8)
sont liés sur la planche de pose (1).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que les câbles (8) sont liés an
des points prédéfinis par une unité de commande.
9. Dispositif pour mettre en oeuvre le procédé selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé par une planche de pose (1), pouvant se déplacer au moins dans une direction,
et dont le déplacement pilote une unité de commande, une rive de la planche de pose
étant conçue de façon à recevoir le dispositif porte-douilles (2), un dispositif de
confection (5) des extrémités de câble, fixes en position ou pouvant se déplacer dans
la direction de la rive, étant disposé de façon que la rive de la planche de pose
(1), qui reçoit le dispositif portedouilles (2), puisse se déplacer en avant de la
zone de travail du dispositif de confection (5).
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que le plan de la planche de
pose (1) est orienté verticalement.
11. Dispositif selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que la planche de pose
(1) est mobile dans le plan défini par ses arétes.
12. Dispositif selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisé en ce qu'on prévoit,
an avant de la planche de pose (1), une filière de pose (6), mobile perpendiculairement
aux sens de déplacement de la planche de pose (1), filière qui peut être disposée
en orientation linéaire avec le dispositif de confection (5) et une douille disposée
sur la rive de la planche de pose (1).
13. Dispositif selon l'une des revendications 9 à 12, caractérisé en ce qu'on prévoit
un robot industriel (11) pour placer les douilles et les auxiliaires de pose (3) sur
la planche de pose (1), et pour maintenir les outils de pose et les câbles (8).