[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum automatischen Angießen von einer Stranggießanlage,
bei dem aus einem Gefäß mittels eines in diesem vorgesehenen Stopfenverschlusses Metallschmelze
gesteuert abgegossen und eine unten durch einen Anfahrkopf abgeschlossenen Stranggießkokille
mit der Schmelze aufgefüllt wird, wobei der Stopfen während des Auffüllens nach anlagespezifisch
programmgesteuerten Zeitintervallen mehrmals auf und zu bewegt wird, derart, daß der
beim Angießen auf und zu bewegte Stopfen mit unterschiedlichen, den anlagespezifisch
programmgesteuerten Zeitintervallen zugeordneten, ebenfalls anlagespezifisch programmgesteuerten
Öffnungs- und Schließwegen so angesteuert wird, daß er bei den Auf-Bewegungen in volle
oder gedrosselte Öffnungstellungen gebracht wird.
[0002] Beim Angießen eines Stranges ist grundsätzlich darauf zu achten, daß die Kokille
kontinuierlich und über eine bestimmte Verweilzeit mit Stahlschmelze aufgefüllt wird,
damit sich die besagte Schmelze verfestigen und mit dem Anfahrkopf verbinden kann.
[0003] Bei Einhaltung der erfahrungsgemäßen Verweilzeit wird der Anfahrkopf ausgefahren,
ohne daß damit gerechnet werden muß, daß die Schmelze noch flüssig ist, und dadurch
ein Durchbruch verursacht würde.
[0004] Ein Verfahren der eingangs beschriebenen Gattung ist aus DE-A-3 421 344 bekannt.
Dabei werden die Auf- und Zubewegungen des Stopfens so gesteuert, daß er während des
Angießens nur einmal voll geöffnet wird und dann nur noch in Positionen bewegt wird,
in denen er nicht mehr schließt. Ein solches Verfahren ermöglicht nur eine sehr grobe
Steuerung des Schmelzenausflusses beim Angießen, die zudem nun sehr begrenzt an die
jeweiligen Betriebsbedingungen der Stranggießanlage anpaßbar ist.
[0005] Aufgabe vorliegender Erfindung ist es daher, das automatische Angießen mit einem
Stopfenverschluß derart zu verbessern, daß mit ihm eine große Verläßlichkeit und damit
ein betriebssicheres Angießen bei den gegebenen Bedingungen erzielt werden kann.
[0006] Die Aufgabe ist erfindungsgemäß bei einem Verfahren der eingangs beschriebenen Gattung
dadurch gelöst, daß der Stopfen bei den Zu-Bewegungen in mindestens eine Volle Schließstellung
gebracht wird, wobei die jeweilige Schließstellung gemessen wird und die darauffolgenden
Öffnungswege jeweils adaptiv von der gemessenen effektiven Schließstellung des Stopfens
ausgehen.
[0007] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht eine feinfühlige Steuerung des Schmelzenausflusses
beim Angießen, weil das Angießprogramm durch das ein- oder mehrmalige Vollschließen
des Stopfenverschlusses, gegebenenfalls in Verbindung mit gedrosselten Schließstellungen,
feinfühlig an die jeweiligen Betriebsbedingungen der Stranggießanlage anpaßbar ist.
[0008] Darüberhinaus ist es beim anmeldungsgemäßen Verfahren von Vorteil, daß durch das
ein- oder mehrmalige völlige Schließen des Verschlusses in der Angießphase die Möglichkeit
geschaffen wird, die darauffolgenden Öffnungswege ausgehend von der jeweils gemessenen,
effektiven Schließstellung des Stopfens festzulegen, womit eine besonders enge Anpassung
des Schmelzenausflusses an die jeweiligen Betriebsbedingungen während des Angießvorganges
bewirkt wird..
[0009] Bei einer vorzugsweisen Verfahrensvariante wird der Stopfen bei der ersten oder bei
den paar ersten Öffnung/en annähernd in die volle Öffnungsstellung gebracht, und seine
Öffnungswege folglich mit einem zunehmendem Füllstand der Schmelze in der Kokille
reduziert.
[0010] Sobald sich der steigende Füllstand dem Sollfüllstand nähert, wird der Stopfen vorteilhafterweise
unmittelbar vor Erreichen des Sollfüllstandes mit einem oder mehreren Öffnungswegen
entsprechend einer gespeicherten durchschnittlichen Öffnungsstellung während eines
auf dem Sollfüllstand geregelten Abgießens angesteuert. Dadurch erfolgt ein kontinuierlicher
Übergang von dem gesteuerten zum geregelten Abgießen.
[0011] Es ist ferner vorteilhaft, wenn bei Erreichen des Füllstandes der Schmelze in den
Messbereich der Stopfen nochmals geschlossen wird, der Anfahrkopf nach einem von dieser
Schließung des Stopfens ausgehenden Zeitintervall ausgezogen wird und nach Absinken
des Füllstandes auf einen gespeicherten Füllstand der Stopfen wieder geöffnet wird.
[0012] Die Auf/Zu-Bewegungen des Stopfens sind in dem Sinne zu verstehen, als diese Bewegungen
den Verschluß voll oder gedrosselt öffnen bzw. voll schließen oder wiederum in gedrosselte
Stellung bringen.
[0013] Die effektive Schließstellung des Stopfens ist einerseits vor jedem Angießstart wegen
dem Setzen der Ausgußhülse (oder Gießrohres) in die feuerfeste Gefäßauskleidung unterschiedlich
und andererseits hat sich nach dem ersten Öffnen des Stopfens beim Angießen erfahrungsgemäß
gezeigt, daß wenn der Stopfen wieder geschlossen wird, sich dessen Position um einen
bestimmten Betrag setzt. Bei vorliegender Erfindung wird bei jedem Öffnen adaptiv
von der effektiven gemessenen Schließposition ausgegangen, was wiederum eine Präzisierung
auf den Angießvorgang bewirkt.
[0014] Die Erfindung läßt sich ferner genauso gut auf stopfenähnliche Verschlüsse anwenden.
[0015] Weitere Vorteile sowie Ausführungsbeispiele sind anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt:
- Fig.1
- eine schematische Darstellung der Stranggiessanlage mit einem Blockschema seiner Steuerung,
- Fig.2
- einen erfindungsgemässen Angiessvorgang in Form eines Weg/Zeit-Diagrammes,
- Fig.3
- eine Sollangiesskurve mit dem Füllstandverlauf in Funktion der Zeit und
- Fig.4
- eine weitere Variante eines Angiessvorganges in einem Weg/Zeit-Diagramm.
[0016] Bei einer Stranggiessanlage nach Fig.1 fliesst Metallschmelze 11 aus einem Gefäss
10 durch ein an seiner Ausgussöffnung angeordnetem feuerfesten Giessrohr 12 in eine
Kokille 20. Bei dem Gefäss 10 handelt es sich üblicherweise um einen Zwischenbehälter,
der aus einer feuerfesten Auskleidung und einem Stahlmantel besteht. Die Schmelzenmenge
lässt sich durch einen Stopfenverschluss 15 im Gefäss 10 gesteuert angiessen und nachfolgend
reguliert abgiessen. Der feuerfeste Stopfen 15 ist dabei an einem Trägerarm 16 befestigt
und kann mittels eines Gelenkhebels 18 an einem Gestänge 13, speziell im Notfall,
von Hand oder aber von einem Antriebsorgan 17 in Höhenrichtung verstellt werden. Ein
üblicherweise auf radioaktiver Basis arbeitender Messwertgeber 21 im oberen Bereich
der Kokille 20 misst den Füllstand h der Schmelze und liefert ein entsprechendes Signal
an ein Füllstandsmessgerät 31, das seinerseits ein verarbeitetes Signal an einen Rechner
30 weitergibt. Der durch die verfestigte Schmelze gebildete Strang 23 wird von einem
Abzugsantrieb 24 mit einer Abzugsgeschwindigkeit v ausgezogen. In einem Befehl kann
der Rechner 30 über einen Schalter 32 den Abzugsantrieb 24 starten.
[0017] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist noch eine Gewichtsmesseinrichtung 33 gezeigt,
mit der das Badniveau im Gefäss 10 indirekt feststellbar ist. Eine handelsübliche
Druckmessdose 33' dient als Signalgeber für die Einrichtung 33.
[0018] Das erfindungsgemässe automatische Angiessen wird nach dem Einfüllen der Schmelze
11 in das Gefäss 10 gestartet, entweder durch Handbetätigung eines Schalters oder
aber selbsttätig über das von der Gewichtsmesseinrichtung 33 an den Rechner 30 gelieferte
Signal, sobald dieses dem Sollniveau entspricht.
[0019] Gemäss Fig.2 und Fig.3 beginnt der programmgesteuerte Angiessvorgang, indem der Stopfen
15 kurzzeitig in eine Position P2 voll geöffnet wird und damit die erste Schmelze
in die Kokille 20 einfliesst. Vor Ablauf eines Zeitintervalles t
2erfolgt eine erste zu-Bewegung in eine Schliessposition P2', bei der sich in der Praxis
gezeigt hat, dass sich diese gegenüber der Schliessposition P1 um einen gewissen Betrag
absetzt. Diese Hubstellung P2' wird vom Rechner 30 festgstellt und der Stopfen 15
wird bei den folgenden Oeffnungswegen um jeweils einen Hub s aufbewegt, der adaptiv
von dieser effektiven Schliessstellung P2' ausgeht. Der programmgesteuerte Angiessvorgang
verläuft dann weiter mit Zeitinvervallen t
2', t
3, t
3', t
4, t
4', t
5 und t
5' und denen zugeordneten Oeffnungswegen s
3 bis s
5 mit den Stellungen P3 bis P5. Die Wege s
3, s
4 und s
5 der gesteuerten Auf/Zu-Bewegungen werden reduziert bis sie sich dem durchschnittlichen
Oeffnungsweg s
7 beim nachfolgenden regulierten Abgiessen nähern, wobei der Weg s
7 als Erfahrungs- oder gerechneter Wert im Rechner 30 gespeichert ist. Zu dem Oeffnungsweg
s
6 mit dem entsprechenden Zeitintervall t
6 ist dann nochmals eine grössere Stellung P6 vorgesehen, nach deren Schliessung während
des Zeitintervalles t
6 der Stopfen um den Weg s
7 geöffnet wird. Sobald der Füllstand h der Schmelze in der Kokille 20 nun in den Messbereich
des Messwertgebers 21 gelangt, wird der programmgesteuerte Angiessvorgang vom Rechner
30 beendet; durch letzteren erfolgt eine Uebergabe an eine automatische Füllstandsregelung,
bei der mittels eines im Rechner 30 integrierten PID-Reglers ein Sollfüllstand bspw.
auf 80% des Messbereiches eingeregelt wird. Da der Messbereich üblicherweise nur den
oberen Teil der Kokille 20 erfasst, erfolgt der Uebergang von dem automatischen Angiessen
auf das regulierte Abgiessen, sobald der Füllstand der Schmelze den Messbereich 21
erreicht. Bei Abweichungen vom Sollfüllstand h
s steuert der Regler über die Steuerung 36 und den Antrieb 17 entsprechend den Stopfen
15 an, wonach mehr oder weniger Schmelzenmenge in die Kokille 20 abgegossen wird.
Bei dem Antrieb 17 handelt es sich beispielsweise um eine Kolben/Zylinder-Einheit.
Ein Positionsgeber 19 und eine Messwerteinheit 37 liefern in einem Rückführsignal
dem Rechner 30 den Istwert der Antriebsstellung. Ein untergeordneter Positionregler
im Rechner 30 stellt die angestrebte Sollposition des Antriebs 17 und damit des Stopfens
15 sicher.
[0020] Die Oeffnungs- und Schliesswege s
2 bis sn wie auch die Oeffnungs- und Schliesszeiten t
2 bis tn werden softwaremässig als Parameter im Rechner 30 eingegeben. Diese Parameter
sind spezifisch auf die jeweilige Stranggiessanlage ausgelegt.
[0021] Beim Angiessverfahren nach Fig.2 sind ferner im Rechner 30 eine solche Anzahl von
Auf/Zu-Bewegungen programmiert, dass wenn sich nach der sechsten Aufbewegung der Istfüllstand
noch nicht innerhalb des Messbereiches befinden würde, weitere programmgesteuerte
Auf/Zu-Bewegungen erfolgen würden, bis der Füllstand den Messbereich erreicht und
er damit vom Regler auf das Sollniveau eingeregelt werden kann.
[0022] In Fig.3 ist noch andeutungsweise der Start des Anfahrkopfes 26 mit einem Geschwindigkeitsverlauf
v
1 angedeutet. Der Start-Zeitpunkt erfolgt im Ausführungsbeispiel annähernd bei Erreichen
des Sollfüllstandes h
s. Ferner füllt sich die Kokille 20 beim Angiessen entsprechend dem gezeigten Istverlauf
h
ist auf.
[0023] Alternativ zum beschriebenen Ende des automatischen Angiessverfahrens kann der Stopfen
nach dem Oeffnen in die Stellung P7 - bei vorausgesetztem Erreichen des Füllstandes
in den Messbereich - entsprechend dem strichlinierten Verlauf nach Fig.2 nochmals
programmgesteuert in Schliessstellung gebracht werden. Nach Ablauf eines Zeitintervalls
t
7' wird der Anfahrkopf 26 entsprechend einem Abzugsgeschwindigkeits-Verlauf v
2 ausgezogen. Sobald der Füllstand h
x nun unter 20% des Messbereiches absinkt, wird der Stopfen vorzugsweise in mehreren
Teilschritten um den Oeffnungsweg s
7 aufgetan und sodann übernimmt es der Füllstandsregler im Rechner 30 den Füllstand
auf das Sollniveau h
s einzuregeln. Mit diesem bewussten Verzögern des Ausziehens des Anfahrkopfes 26 lässt
sich das Erstarren der Schmelze in der Kokille als zusätzliche Massnahme sicherstellen.
[0024] Fig.4 zeigt einen erfindungsgemässen Angiessvorgang wiederum in einem Weg/Zeit-Diagramm.
Beim Angiessstart wird der Stopfen 15 in volle Oeffnungsstellung P2 gefahren und dann
um den Schliessweg s
2' in eine gedrosselte Stellung P2' zubewegt. Auch nach den Oeffnungen in die Stellungen
P3 und P4 mit reduzierten Oeffnungswegen wird der Stopfen in gedrosselte und nicht
ganz geschlossene Stellungen S
3' bzw. S
4' gebracht. Diesen Auf/Zu-Bewegungen sind entsprechende Zeitintervalle t
2, t
2', t
3, t
3', t
4, t
4' zugeordnet. Erst nach der Oeffnung in die Stellung P5 wird der Stopfen in Schliessstellung
P5' gebracht,dies während eines Zeitintervalles t
5'. Beim Wiederöffnen übernimmt der Regler im Rechner 30 den Abgiessprozess und bringt
den Füllstand der Schmelze in der Kokille auf das Sollniveau hs. Das Verfahren zum
automatischen Angiessen nach Fig.4 macht deutlich, dass mit dem erfingungsgemässen
Vorgehen den anlagenspezifischen Anforderungen sehr gut Rechnung getragen werden kann
und verschiedenste Auffüllungs-Verläufe erzielbar sind.
[0025] Die Erfindung beschränkt sich selbstverständlich nicht auf die in den Ausführungsbeispielen
wiedergegebenen Angiessverfahren, sondern kann, wie bereits erwähnt, für Stranggiessanlagen
mit verschiedenen Anforderungen oder auch zum Vergiessen von verschiedenartigen Stahlqualitäten
durch Aenderung der Parameter variabel angepasst werden.
[0026] Die Erfindung beschränkt sich auch nicht auf einen herkömmlichen Stopfenverschluss,
sondern lässt sich gleichsam für bekannte stopfenähnliche Systeme, wie bspw. in der
veröffentlichten Patentanmeldung (WO 88/04209) bekannt ist, applizieren. Bei dieser
Durchflussregel-Vorrichtung weist der Stopfen an seinem unteren Ende einen zylindrischen
Zapfen auf, der in die Ausgussöffnung des Gefässes hineinragt und zusammen mit der
Ausgusshülse seitlich abdichtet. Der Zapfen hat dabei an seinem Umfang mindestens
eine radiale Einlassöffnung und eine von dieser ausgehende Längsöffnung. Als zusätzliche
Abdichtung hat der Stopfen oberhalb des Zapfens eine kegelstumpfförmige Absperrfläche,
die bei geschlossenem Verschluss zusammen mit der Stirnfläche der Ausgusshülse eine
zusätzliche Dichtung bildet. Das Oeffnen und Schliessen des Verschlusses erfolgt wiederum
durch Höhenverstellung des Stopfens.
1. Verfahren zum automatischen Angießen von einer Stranggießanlage, bei dem aus einem
Gefäß mittels eines in diesem vorgesehenen Stopfenverschlusses Metallschmelze gesteuert
abgegossen und eine unten durch einen Anfahrkopf abgeschlossene Stranggießkokille
mit der Schmelze aufgefüllt wird, wobei der Stopfen während des Auffüllens nach anlagespezifisch
programmgesteuerten Zeitintervallen mehrmals auf und zu bewegt wird, derart, daß der
beim Angießen auf und zu bewegte Stopfen (15) mit unterschiedlichen, den anlagespezifisch
programmgesteuerten Zeitintervallen (t1 bis tn) zugeordneten, ebenfalls anlagespezifisch
programmgesteuerten Öffnungs- und Schließwegen (s2 bis sn) so angesteuert wird, daß
er bei den Auf-Bewegungen in volle oder gedrosselte Öffnungsstellungen (P2 bis Pn)
gebracht wird,
dadurch gekennzeichnet;
daß der Stopfen (15) bei den Zu-Bewegungen in mindestens eine volle Schließstellung
(P2', P5') gebracht wird, wobei die jeweilige Schließstellung (P2', P5') gemessen
wird und die darauffolgenden Öffnungswege (sn) jeweils adaptiv von der gemessenen
effektiven Schließstellung des Stopfens (15) ausgehen.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Stopfen (15) bei der ersten oder den paar ersten Öffnung/en (s2) annähernd in die volle Öffnungsstellung (P2) gebracht wird, und daß seine Öffnungswege
(s3, s4, s5) folglich, mit zunehmendem Füllstand (h) der Schmelze in der Kokille (20), reduziert
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Stopfen (15) unmittelbar vor Erreichen des Sollfüllstandes (hs) mit einem oder mehreren Öffnungsweg/en entsprechend einer gespeicherten durchschnittlichen
Öffnungsstellung (P7) während eines auf dem Sollfüllstand (hs) geregelten Abgießens angesteuert wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
bei Erreichen des Füllstandes (h) der Schmelze in den Meßbereich der Stopfen (15)
nochmals geschlossen wird, daß der Anfahrkopf (26) nach einem von dieser Schließung
des Stopfens ausgehenden Zeitintervall (t7') ausgezogen wird und daß nach Absinken des Füllstandes auf einen gespeicherten Füllstand
(hx) der Stopfen wieder geöffnet wird.
1. Method of automatically starting pouring of a continuous casting installation in which
molten metal is poured in a controlled manner from a vessel by means of a stopper
valve provided in it and a continuous casting mould, which is closed at the bottom
by a start of pouring head, is filled with the melt, whereby the stopper is moved
up and down during the filling process in accordance with installation specific program
controlled time periods such that the stopper (15), which is moved up and down during
the start of pouring, is so controlled with different opening and closing distances
(s2 to sn), which are also installation specific program controlled and are associated
with the installation specific program controlled time periods (t1 to tn) that it
is moved in the upward movements into fully or throttled open positions (P2 to Pn),
characterised in that the stopper (15) is moved in the downward movements into at
least one fully closed position (P2', P5'), whereby each closed position (P2', P5')
is measured and the subsequent opening distances (sn) each start adaptively from the
measured effective closed position of the stopper (15).
2. Method as claimed in Claim 1, characterised in that the stopper (15) is moved approximately
into the completely open position (P2) on the first opening or the pair of first openings
(s2) and that its opening distances (s3, s4, s5) are consequently reduced with increased filling level (h) of the melt in the mould
(20).
3. Method as claimed in Claim 2, characterised in that the stopper (15) is controlled
directly before reaching the desired filling level (hs) with one or more opening distances in accordance with a stored average open position
(P7) during pouring regulated to the desired filling level (hs).
4. Method as claimed in one of the preceding claims, characterised in that when the filling
level (h) of the melt reaches the measuring region the stopper (15) is again closed,
that the starter head (26) is withdrawn after a time period (t7') starting from this closure of the stopper and that after the filling level sinks
to a stored filling level (hx) the stopper is re-opened.
1. Procédé pour démarrer automatiquement une installation de coulée continue, suivant
lequel du métal en fusion est coulé, de façon commandée, à partir d'une cuve au moyen
d'un obturateur à tampon prévu dans cette cuve, et une lingotière, obturée dans le
bas par un mannequin, est remplie à l'aide du métal en fusion, le tampon étant, pendant
le remplissage, déplacé plusieurs fois dans le sens d'ouverture et de fermeture à
des intervalles de temps commandés par un programme spécifique de l'installation,
de manière que le tampon (15) déplacé lors du démarrage de la coulée dans le sens
d'ouverture et de fermeture soit commandé avec des courses d'ouverture et de fermeture
(s2 à sn) différentes, associées aux intervalles de temps (t1 à tn) commandés par
un programme spécifique de l'installation, de telle sorte qu'il soit amené, pendant
les mouvements dans le sens d'ouverture, dans des positions d'ouverture complète ou
partielle (P2 à Pn), caractérisé par le fait que le tampon (15) est amené, pendant les mouvements dans le sens de
fermeture, dans au moins une position de fermeture complète (P2', P5'), la position
de fermeture respective (P2', P5') étant mesurée et les courses d'ouverture subséquentes
(sn) étant définies respectivement de façon adaptative à partir de la position de
fermeture effective mesurée du tampon (15).
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que le tampon (15) est amené, pendant la ou les premières ouvertures
(s2), sensiblement à la position d'ouverture complète (P2) et que ses courses d'ouverture
(s3, s4, s5) sont ensuite réduites avec l'augmentation du niveau de remplissage (h) du métal
en fusion dans la lingotière (20).
3. Procédé suivant la revendication 2, caractérisé par le fait qu'immédiatement avant que le niveau de remplissage de consigne (hs) soit atteint, le tampon (15) est commandé avec une ou plusieurs courses d'ouverture
en fonction d'une position d'ouverture moyenne mémorisée (P7) pendant une coulée régulée
sur le niveau de remplissage de consigne (hs).
4. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que lorsque le niveau de remplissage (h) du métal en fusion atteint la
zone de mesure, le tampon (15) est encore une fois fermé, que le mannequin (26) est
extrait après un intervalle de temps (t7') à partir de cette fermeture du tampon et que le tampon est de nouveau ouvert après
abaissement du niveau de remplissage à un niveau de remplissage mémorisé (hx).