[0001] Die Erfindung betrifft eine Verpackungsstation nach dem Oberbegriff des Anspruches
1.
[0002] Derartige Verpackungsstationen werden primär dazu verwendet, Zeitschriften-Stapel
mit einem elastischen Verpackungs-Band aus Kunststoff zu umreifen, das gespannt wird
und dessen Enden miteinander verschweißt werden. Bei derartigen Verpackungsstationen
ist ein Arbeitstisch vorgesehen, der einen zum Gutstapel hin zu öffnenden Führungskanal
aufweist, der seitlich oberhalb des Arbeitstisches und über diesem zu einer geschlossenen
Führungsbahn ergänzt wird, wobei diese oberhalb des Arbeitstisches befindlichen Bereiche
der Führungsbahn in einem Führungsrahmen ausgebildet sind. In Transportrichtung sind
vor und hinter dem Führungskanal für das Verpackungs-Band antreibbare Transportbänder
vorgesehen, mittels derer ein Gutstapel mittig über den Führungskanal transportiert
bzw. nach dem Umreifen mit einem Verpackungs-Band in Transportrichtung weitertransportiert
wird. Wenn ein Gutstapel mit einander kreuzenden Verpackungs-Bändern umreift werden
soll, dann wird der mit einem Verpackungs-Band umreifte Gut-Stapel auf einem einer
ersten Verpackungsstation nachgeordneten Drehteller um 9o° gedreht und dann in eine
gleichartige zweite Verpackungsstation transportiert. Diese bekannte Ausgestaltung
erfordert zwei entsprechende Verpackungsmaschinen und eine zwischengeschaltete Dreheinrichtung,
was vom apparativen Aufwand und vom erforderlichen Platzbedarf her nachteilig ist.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verpackungsstation so auszugestalten,
daß ein Gut-Stapel in ihr mit mehreren einander kreuzenden Verpackungs-Bändern umreift
werden kann.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Verpackungsstation der gattungsgemäßen
Art durch die Merkmale im Kennzeichnungsteil des Anspruches 1 gelöst. Kern der Erfindung
ist, daß der Gut-Stapel in der Verpackungsstation nach dem Umreifen mit einem ersten
Verpackungs-Band gedreht und dann mit einem weiteren Verpackungs-Band umreift wird,
wobei es grundsätzlich auch möglich ist, drei und mehr Umreifungen vorzusehen. Üblicherweise
sind aber zwei Umreifungen ausreichend, d.h. der Gut-Stapel wird um 9o° zwischen den
Umreifungsvorgängen gedreht. Um das Drehen des Drehtellers zu ermöglichen, kann die
Transporteinrichtung abgesenkt werden. Die Ausgestaltung mit den den Drehteller bildenden
Sektoren hat zur Folge, daß in jeder für einen Umreifungsvorgang vorgesehenen Drehstellung
des Drehtellers der Führungskanal für das Verpackungs-Band zum Gut-Stapel hin vollständig
offen ist, so daß das Verpackungs-Band nach dem Verschweißen sich an den Gut-Stapel
anlegen kann und der Gut-Stapel weitertransportiert werden kann.
[0005] Anspruch 2 gibt eine besonders einfache Art der Lagerung für die Sektoren des Drehtellers
an. Anspruch 3 gibt in besonders einfacher Weise wieder, wie bei Antrieb nur eines
Sektors die anderen Sektoren jeweils die bevorzugte hin- und hergehende Drehbewegung
mitmachen, wobei trotzdem sichergestellt ist, daß der Führungskanal jeweils zum Gut-Stapel
hin frei liegt.
[0006] Anspruch 4 gibt eine besonders einfache Ausgestaltung der jeweiligen Mitnehmereinrichtung
an, wobei Anspruch 5 konstruktive Einzelheiten hierzu wiedergibt. Anspruch 6 gibt
die Einzelheiten einer Entriegelungsvorrichtung für die Mitnehmereinrichtungen wieder.
[0007] Die Weiterbildung nach Anspruch 7 gibt an, wie die Transporteinrichtung aus dem Drehteller
herausgebracht wird, um dessen Drehungen zu ermöglichen. Die Ansprüche 8 bis 1o geben
die konstruktiven vorteilhaften Ausgestaltungen hierzu an.
[0008] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispieles der Erfindung anhand der Zeichnung. Es zeigt
- Fig. 1
- eine Verpackungsmaschine mit einer Verpackungsstation nach der Erfindung in schematischer
perspektivischer Darstellung,
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch die Verpackungsstation, der hauptsächlich die Transporteinrichtungen
zeigt,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf den Arbeitstisch der Verpackungsstation und
- Fig. 4
- eine Mitnehmereinrichtung und eine Entriegelungsvorrichtung in vergrößertem Maßstab.
[0009] Eine Verpackungsmaschine, in der lediglich in Fig. 2 angedeutete Gut-Stapel 1, bei
denen es sich bevorzugt um Zeitschriften-Stapel handelt, mit einem Verpackungs-Band
2 umreift werden, weisen ein unteres etwa quaderförmiges Maschinen-Gestell 3 und eine
auf diesem angeordnete Verpackungsstation 4 auf. Seitlich am Gestell 3 ist eine Vorratsrolle
5 angebracht, von der Verpackungs-Band 2 abgezogen und mittels einer sogenannten Einschieß-Vorrichtung
6 in die Verpackungsstation 4 eingeschossen wird, wobei es einen Gut-Stapel 1 lose
umhüllt. Die Einschieß-Vorrichtung 6 besteht aus einem mit hoher Geschwindigkeit antreibbaren
Rollenpaar 7 und einem in der Zeichnung nicht dargestellten Antriebsmotor. Durch Umkehr
der Drehrichtung des Rollenpaares 7 wird das Band 2, dessen freies Ende in der Verpackungsstation
4 gehalten wird, entgegen der Einschießrichtung 8 so weit zurückgezogen, bis es am
Gut-Stapel 1 anliegt. Bei Einschießen des Bandes 2 wird es in einer in einem auf dem
Gestell 3 angebrachten Führungsrahmen 9 ausgebildeten, in der Zeichnung nur angedeuteten
Führungsbahn geführt. Eine solche Verpackungs-Station, wie sie bisher geschildert
ist, ist in der Praxis allgemein bekannt und weit verbreitet.
[0010] Auf dem Maschinen-Gestell 3 ist einerseits eine Transporteinrichtung 1o zum Transport
eines Gut-Stapels 1 in Transportrichtung 11 durch die Verpackungsstation 4 und andererseits
eine Dreheinrichtung 12 zum Drehen eines Gut-Stapels 1 um 9o° in Drehrichtung 13 vorgesehen,
um den Gut-Stapel 1 in der nur einen Verpackungsstation 4 in zwei Richtungen mit einem
Verpackungs-Band 2 zu umreifen.
[0011] Die Dreheinrichtung 12 weist einen aus vier viertelkreisförmigen plattenförmigen
Sektoren 14,15,16,17 gebildeten Drehteller 18 auf, der weiter unten noch genauer erläutert
wird. Der Drehteller 18 ist in einem Arbeitstisch 19 angeordnet, der auf dem Gestell
3 angeordnet ist. Der Arbeitstisch 19 und die Sektoren 14 bis 17 weisen Ausnehmungen
2o,21 auf, die einander jeweils paarweise zugeordnet sind und die sich in Transportrichtung
11 erstrecken, wie insbesondere Fig. 3 entnehmbar ist.
[0012] Die Transporteinrichtung 1o weist insgesamt vier Transportbänder 22 auf, von denen
jeweils zwei parallel zueinander und jeweils zwei in Transportrichtung 11 hintereinander
angeordnet sind. Sie sind um am Gestell 3 gelagerte Antriebswalzen 23 geführt, die
von einem gemeinsamen im Gestell 3 angeordneten Antriebsmotor 24 mittels eines gemeinsamen
Antriebsriemens 25 angetrieben werden, der - wie ebenfalls aus Fig. 2 hervorgeht -
über eine im Gestell 3 angeordnete Umlenkrolle 26 geführt ist.
[0013] Jeweils die beiden parallel zueinander angeordneten, einer Antriebswalze 23 zugeordneten
Transportbänder 22 sind über eine Reihe von Umlenkrollen 27 geführt, die in einem
schwenkbaren Rahmen 28 frei drehbar gelagert sind. Sie sind hierbei derart über diese
Umlenkrollen 27 geführt, daß jeweils ein Transportabschnitt 29 durch die entsprechende
Ausnehmung 2o im Arbeitstisch 19 und ein weiterer Transportabschnitt 3o durch die
entsprechende Ausnehmung 21 in dem entsprechenden Sektor 14,15,16 oder 17 des Drehtellers
18 ragt, wie es insbesondere in Fig. 2 jeweils links angedeutet ist. Der entsprechende
Transportabschnitt 29 bzw. 3o ragt hierbei geringfügig über die Oberseite des Arbeitstisches
19 bzw. des Drehtellers 18 hinaus.
[0014] Jeder schwenkbare Rahmen 28 ist um die Achse 31 der entsprechenden Antriebswalze
23 schwenkbar. Hierzu ist er mit einer Grundplatte 32 versehen, an der ein nach unten
ragender Betätigungsarm 33 befestigt ist, an dessen unterem Ende wiederum eine Kolbenstange
34 eines hydraulisch oder pneumatisch beaufschlagbaren Kolben-Zylinder-Antriebs 35
mittels eines Gelenks 36 angelenkt ist. Der Zylinder 37 des entsprechenden Kolben-Zylinder-Antriebs
35 ist wiederum an einem Widerlager 38 des Gestells 3 angelenkt. In der eingefahrenen
Stellung der Kolbenstange 34 befindet sich der Rahmen 28 mit dem entsprechenden Transportband
22 in seiner in Fig. 2 links dargestellten hochgeschwenkten Transportstellung, in
der die Transportabschnitte 29,3o durch die entsprechenden Ausnehmungen 2o,21 über
die Oberseite des Arbeitstisches 19 bzw. des Drehtellers 18 hinausragen. In der ausgefahrenen
Stellung der Kolbenstange 34 befinden sich die entsprechenden Transportbänder 22 mit
dem schwenkbaren Rahmen 28 in der in Fig. 2 rechts dargestellten herabgeschwenkten
Stellung, in der die Transportabschnitte 29,3o sich unterhalb der Oberseite des Drehtellers
18 und des Arbeitstisches 19 befinden, in der sie also einem Gut-Stapel 1, der sich
auf dem Drehteller 18 befindet, keine Transportbewegung in Transportrichtung 11 aufzwingen
können, und in der sie insbesondere Drehungen des Drehtellers 18 nicht behindern können.
[0015] Die vier Sektoren 14,15,16,17 des Drehtellers 18 sind einerseits an ihrem Außenumfang
in einer konzentrisch zur Drehachse 39 des Drehtellers 18 angeordneten Führungsnut
4o des Arbeitstisches 19 geführt. Sie sind weiterhin an ihrer der Drehachse 39 benachbarten
Seite in einer entsprechenden Führungsnut 42 geführt, die ebenfalls konzentrisch zur
Drehachse 39 angeordnet ist. Diese Führungsnut 42 ist in einem ortsfesten und gegenüber
dem Maschinen-Gestell 3 drehfesten Mittelteil 43 des Arbeitstisches 19 ausgebildet.
[0016] Unterhalb des Arbeitstisches 19 , unterhalb der Sektoren 14 bis 17 und unterhalb
des ortsfesten Mittelteils 43 ist ein nach oben zu öffnender Führungskanal 44 für
das Verpackungs-Band 2 ausgebildet, der quer zur Transportrichtung 11 verläuft und
durch den das Verpackungs-Band 2 nach Durchlaufen der Führungsbahn im Führungsrahmen
9 in Einschießrichtung 8 eingeschossen wird. Der Führungskanal 44 kann im Bereich
des Drehtellers 18 unter anderem dadurch nach oben vollständig offen sein, daß die
Sektoren 14 bis 17 - wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich ist - unter Freilassung
eines Abstandes 46 bzw. 46' zueinander angeordnet sind. Die vier Sektoren 14 bis 17
sind über Mitnehmereinrichtungen 47,47' miteinander verbunden, so daß beim Verschwenken
eines Sektors 14 in Drehrichtung 13 um einen Drehwinkel 48 von 9o° im Wechsel der
Abstand 46 oder der Abstand 46' über den Führungskanal 44 kommt.
[0017] Als Drehantrieb 49 für den Drehteller 18 dient ein als hydraulisch oder pneumatisch
beaufschlagbarer Kolben-Zylinder-Antrieb ausgebildeter Linearantrieb, dessen Zylinder
5o mittels eines Gelenks 51 am Maschinen-Gestell 3 angelenkt ist, und dessen Kolbenstange
52 an der Unterseite eines Sektors 14 mittels eines Gelenks 53 befestigt ist. Wenn
die Kolbenstange 52 entsprechend der Darstellung in Fig. 3 aus dem Zylinder 5o ausgefahren
ist, dann befindet sich der Abstand 46, der auf einer Seite von den Sektoren 14,15
und auf der anderen Seite von den Sektoren 16,17 begrenzt wird, über dem Führungskanal
44. Wenn dagegen die Kolbenstange 52 in den Zylinder 5o eingefahren wird, dann wird
der Sektor 14 - in Fig. 3 im Uhrzeigersinn - um den Drehwinkel 48 verschwenkt, wobei
die anderen drei Sektoren 15,16,17 mitgenommen werden. Hierdurch gelangt dann der
Abstand 46', der zwischen den Sektoren 17,14 auf der einen Seite und den Sektoren
15,16 auf der anderen Seite begrenzt wird, über den Führungskanal 44. Beim erneuten
Ausfahren der Kolbenstange 52 werden alle vier Sektoren 14 bis 17 wieder - in Fig.
3 im Gegenuhrzeigersinn - in die in Fig. 3 dargestellte Stellung zurückgeschwenkt.
Aus diesem Grunde ist die Drehrichtung 13 mit einem Doppelpfeil gekennzeichnet.
[0018] Die Mitnehmereinrichtungen 47,47' sind im Prinzip gleich ausgebildet; die einem Abstand
46 bzw. 46' zugeordneten Mitnehmereinrichtungen 47 bzw. 47' sind lediglich spiegelsymmetrisch
zueinander aufgebaut, wie Fig. 3 entnehmbar ist. Es wird daher nur eine in Fig. 4
vergrößert dargestellte Mitnehmereinrichtung 47 beschrieben. Sie weist eine an der
Unterseite eines Sektors 16 um ein Schwenkgelenk 54 schwenkbare Klinke 55 auf, die
mittels einer ebenfalls an der Unterseite des entsprechenden Sektors 16 festgelegten
vorgespannten Zug-Feder 56 gegen einen am selben Sektor 16 angebrachten Anschlag 57
gezogen wird. In dieser als Mitnehmerstellung zu bezeichnenden Ruhelage liegt sie
mit einer Stirnseite 58 gegen einen Mitnehmer-Anschlag 59 an, der am benachbarten
Sektor 15 ausgebildet ist. Wenn alle vier Klinken 55 sich in ihrer geschilderten Ruhelage
befinden, dann weisen alle vier Sektoren 14 bis 17 den geschilderten Abstand 46 bzw.
46' zueinander auf.
[0019] Im Maschinen-Gestell 3 sind zwei Entriegelungsvorrichtungen 6o angeordnet, die den
beiden Mitnehmereinrichtungen 47,47' zugeordnet sind, die den gerade über dem Führungskanal
44 befindlichen Abstand 46 oder 46' fixieren. In der Darstellung nach Fig. 3 sind
diese beiden Entriegelungsvorrichtungen 6o also unterhalb der Sektoren 16,17 angeordnet.
Sie weisen einen schwenkbaren Entriegelungshebel 61 auf, der im Maschinen-Gestell
3 um ein ortsfestes Schwenklager 62 schwenkbar gelagert ist. Der als zweiarmiger Hebel
ausgebildete Entriegelungshebel 61 weist an einem Ende einen Entriegelungszapfen 63
auf, der beim Verschwenken des Entriegelungshebels 61 um das Schwenklager 62 gegen
eine Anlagefläche 64 der Klinke 55 schwenkbar ist, wodurch diese gegen die Kraft der
Zugfeder 56 - in Fig. 4 im Gegenuhrzeigersinn - aus der Anlage gegen den Mitnehmeranschlag
59 und den Anschlag 57 derart herausschwenkbar ist, daß der den Abstand 46 überbrückende
Abschnitt 65 der Klinke 55 aus dem Bereich des Abstandes 46 herausgeschwenkt wird.
[0020] Zum Verschwenken des Entriegelungshebels 61 ist ein als hydraulisch oder pneumatisch
beaufschlagbarer Kolben-Zylinder-Antrieb dienender Entriegelungsantrieb 66 vorgesehen,
dessen Zylinder 67 mittels eines Gelenks 68 am Maschinen-Gestell 3 angelenkt ist und
dessen Kolbenstange 69 an dem dem Entriegelungszapfen 63 entgegengesetzten Ende des
Entriegelungshebels 61 an letzterem angreift. Bei ausgefahrener Kolbenstange 69 befindet
sich der Entriegelungszapfen 63 außerhalb eines Angriffs an der Klinke 55. Bei eingefahrener
Kolbenstange 69 ist die Klinke 55 aus ihrer in Fig. 4 dargestellten Mitnehmerstellung
herausgeschwenkt und gibt den Abstand 46 frei.
[0021] Unterhalb des als Drehteller-Führung dienenden Mittelteils 43 ist eine Schweißeinheit
7o für das Verpackungs-Band 2 angeordnet, die dem Führungskanal 44 in diesem Bereich
zugeordnet ist und die Teil eines im Maschinen-Gestell 3 angeordneten Schweißgerätes
71 ist. Einzelheiten des Schweißgerätes 71 mit der Schweißeinheit 7o sind nicht dargestellt
und werden nicht erläutert, da sie bei sogenannten Umreifungsmaschinen bzw. Verpackungsmaschinen,
in denen Gut-Stapel 1 mit einem Verpackungs-Band 2 aus Kunststoff umreift werden,
üblich sind.
[0022] Wenn ein Gut-Stapel 1 in Transportrichtung 11 auf den Drehteller 18 gefahren ist,
dann wird von der Einschieß-Vorrichtung 6 ein Verpackungs-Band 2, dessen Ende sich
zuvor im Bereich der Schweißeinheit 7o, also unterhalb des Mittelteils 43, befindet,
außen um den Gut-Stapel 1 herumgeführt, wobei es in der Führungsbahn im Führungsrahmen
9 geführt wird. Es gleitet von dort in Einschießrichtung 8 in den Führungskanal 44
hinein und wird in der Schweißeinheit 7o gehalten. Anschließend wird das Verpackungs-Band
2 durch umgekehrten Antrieb des Rollenpaares 7 der Einschieß-Vorrichtung 6 gespannt.
Hier wird die Führungsbahn im Führungsrahmen 9 einerseits und der Führungskanal 44
unterhalb des Arbeitstisches 9 geöffnet, so daß das Verpackungs-Band 2 aus der Führung
heraustreten und sich um den Gut-Stapel 1 legen kann. Diese Einrichtungen zum Öffnen
der Führungsbahn und des Führungskanals 44 sind in der Praxis allgemein üblich und
bekannt. Durch das Rückspannen wird das Band 2 um den Gut-Stapel 1 gespannt, wobei
es - wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht - nicht an der Unterseite des Gut-Stapels
1 anliegt, sondern nach unten zur Schweißeinheit 7o gespannt ist. Da derartige Verpackungs-Bänder
2 aus elastischem, schweißfähigem Kunststoff bestehen, ist dies ohne weiteres möglich.
In der Schweißeinheit 7o erfolgt dann ein Verschweißen und Abschneiden des Bandes
2. Dieser bis hier geschilderte Umreifungsvorgang ist bekannt und allgemein üblich.
Bei diesem Umreifungsvorgang sind die beiden Mitnehmereinrichtungen 47,47', die sich
im Bereich des Führungskanals 44 befinden, aus ihrer Mitnehmerstellung entfernt.
[0023] Anschließend werden diese beiden Mitnehmereinrichtungen 47,47' wieder in ihre Mitnehmerstellung
verbracht, in der die Entriegelungsvorrichtungen 6o in ihre Außerbetriebsstellung
verschwenkt werden, die in Fig. 4 dargestellt ist. Zum Transport des Gut-Stapels 1
auf dem Drehteller 18 und gegebenenfalls auch während des Umreifungsvorganges befinden
sich die Transporteinrichtungen 1o in ihrer in Fig. 2 links dargestellten hochgeschwenkten
Stellung.
[0024] Bevor der Drehteller 18 mittels des Drehantriebs 49 um den Drehwinkel 48 von 9o°
verschwenkt wird, werden die Transporteinrichtungen 1o in ihre in Fig. 2 rechts dargestellte
abgeschwenkte Stellung verschwenkt. Hierzu werden die als Linearantrieb dienenden
Kolben-Zylinder-Antriebe 35 so beaufschlagt, daß die Kolbenstangen 34 ausfahren, wodurch
die schwenkbaren Rahmen 28 mit den Transportbändern 22 nach unten geschwenkt werden,
so daß die Transportabschnitte 3o aus den Ausnehmungen 21 in den Sektoren 14 bis 19
nach unten herausschwenken. Anschließend wird der Drehantrieb 49 beaufschlagt, so
daß der Drehteller 18 um den Drehwinkel 48 verschwenkt wird. In dieser Stellung werden
wiederum die Entriegelungsvorrichtungen 6o betätigt, so daß die Mitnehmereinrichtungen
47,47', die jetzt den Abstand 46' über dem Führungskanal 44 überbrücken, geöffnet
werden. Anschließend erfolgt erneut ein bereits geschilderter Umreifungsvorgang. Die
Transporteinrichtungen 1o können hierbei bereits wieder in ihre hochgeschwenkte Transportstellung
verschwenkt sein. Sie können aber auch erst nach Abschluß des Umreifungsvorganges
hochgeschwenkt werden. Anschließend werden sie durch Betätigung des Antriebsmotors
44 angetrieben, so daß der zweifach mit einem Verpackungs-Band 2 umreifte Gut-Stapel
1 aus der Verpackungsstation 4 der Verpackungsmaschine herausgefahren wird. Gleichzeitig
wird bereits ein neuer Gut-Stapel 1 in die Verpackungsstation 4 eingefahren. Durch
die geschilderte wechselweise Drehung des Drehtellers 18 jeweils im Gegensinn kommen
die Gut-Stapel 1, die vorher immer in gleicher Folge und Richtung einlaufen, jeweils
abwechselnd um 18o° gegeneinander verdreht aus der Verpackungsstation 4. Bei Zeitschriftenstapeln,
die auf einer Seite die Falze, also die Faltungen der Papierlagen, aufweisen, hat
dies den Vorteil, daß sie anschließend leichter gestapelt werden können, da Zeitschriftenstapel
auf der Seite des jeweiligen Falzes dicker sind als auf der gegenüberliegenden Seite.
1. Verpackungsstation einer Verpackungsmaschine, in der ein Gut-Stapel (1) mit einem
Verpackungs-Band (2) umreift wird, mit einem Arbeitstisch (19) zur Aufnahme eines
Gut-Stapels (1), mit einer Transporteinrichtung (1o) zum Transport eines Gut-Stapels
(1) in einer Transportrichtung (11) in eine Umreifungs-Stellung und aus dieser Stellung
heraus und mit einer Führungseinrichtung (Führungsrahmen 9 und Führungskanal 44) zum
Führen des Verpackungs-Bandes (2) um den Gut-Stapel (1) in einer Einschießrichtung
(8) quer zur Transportrichtung (11), wobei der Arbeitstisch (19) mit einem zum Gut-Stapel
(1) zu öffnenden, quer zur Transportrichtung (11) verlaufenden Führungskanal (44)
versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitstisch (19) zumindest teilweise durch einen um eine Drehachse (39) drehantreibbaren
Drehteller (18) gebildet ist, der aus mindestens vier Sektoren (14 bis 17) besteht,
die mindestens zwei diametral zur Drehachse (39) verlaufende Abstände (46,46') zueinander
aufweisen, von denen jeweils einer sich über dem Führungskanal (44) befindet, und
daß Einrichtungen vorgesehen sind zum Absenken der Transporteinrichtung (1o) aus dem
Bereich des Drehtellers (18).
2. Verpackungsstation nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sektoren (14 bis 17) in konzentrisch zur Drehachse (39) ausgebildeten Führungen
(Führungsnuten 4o,42) des Arbeitstisches (19) gelagert sind.
3. Verpackungsstation nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nur ein Sektor (14) drehantreibbar ist und daß die Sektoren mittels die Abstände
(46,46') überbrückender, aus dem Bereich der Abstände (46,46') herausbewegbarer Mitnehmereinrichtungen
(47,47') miteinander gekoppelt sind.
4. Verpackungsstation nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede Mitnehmereinrichtung (47,47') eine an einem Sektor (14 bis 17) schwenkbar gelagerte
Klinke (55) aufweist, die in einer Mitnehmerstellung mit einem einen Abstand (46)
zu einem benachbarten Sektor (15) überbrückenden Abschnitt (65) gegen einen Mitnehmeranschlag
(59) an dem benachbarten Sektor (15) anliegt und die mittels einer Entriegelungsvorrichtung
(6o) aus dieser Mitnehmerstellung derart herausschwenkbar ist, daß der Abschnitt (65)
den Abstand (46) nicht mehr überbrückt.
5. Verpackungsstation nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Klinke (55) mit einer vorgespannten Feder (56) in ihrer Mitnehmerstellung gegen
einen Anschlag (57) anliegt, der sich an dem die Klinke (55) tragenden Sektor (16)
befindet.
6. Verpackungsstation nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Entriegelungsvorrichtung (6o) einen zweiarmigen, in einem ortsfesten Schwenklager
(62) gelagerten Entriegelungshebel (61) aufweist, an dessen einem Ende ein Entriegelungsantrieb
(66) angreift und dessen anderes Ende mit der Klinke (55) in Entriegelungseingriff
bringbar ist.
7. Verpackungsstation nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung (1o) mindestens jeweils ein in Transportrichtung (11) vor
und hinter dem Führungskanal (44) angeordnetes antreibbares Transportband (22) aufweist,
von dem mindestens ein Transportabschnitt (3o) durch eine Ausnehmung (21) in einem
Sektor (14 bis 17) zur Seite des Gut-Stapels (1) hindurchragt, der von der Seite des
Gut-Stapels (1) weg aus dem Sektor (14 bis 17) herausbewegbar ist.
8. Verpackungsstation nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß in Transportrichtung (11) auf jeder Seite des Führungskanals (44) zwei Transportbänder
(22) angeordnet sind, von denen jeweils ein Transportabschnitt (3o) in jeweils einer
Ausnehmung (2o) eines Sektors (14 bis 17) angeordnet ist.
9. Verpackungsstation nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Transportband (22) auf einem schwenkbaren Rahmen (28) mittels Umlenkrollen (27)
gelagert ist, der aus dem Drehteller (18) herausschwenkbar ist.
10. Verpackungsstation nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Transportband (22) mittels einer um eine ortsfeste Achse (31) drehantreibbaren
Antriebswalze (23) antreibbar ist, und daß der schwenkbare Rahmen (28) um die Achse
(31) schwenkbar ist.