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EP 0 446 396 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.08.1995 Patentblatt 1995/35 |
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Anmeldetag: 15.03.1990 |
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Einrichtung zur Befehlsgabe für programmierbare Gebäudesystemtechnik
Control device for programmable technical system in a building
Dispositif de commande pour système programmable et technique dans un immeuble
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI NL |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.09.1991 Patentblatt 1991/38 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Blümel, Thomas, Dipl.-Des.
D-8520 Erlangen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 097 105 EP-A- 0 284 129 DE-A- 3 044 847 DE-A- 3 530 971 FR-A- 1 546 734
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EP-A- 0 246 472 DE-A- 1 491 909 DE-A- 3 523 215 DE-C- 737 460 GB-A- 2 077 195
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Befehlsgabe für programmierbare
Gebäudesystemtechnik, im einzelnen nach Gattungsbegriff von Patentanspruch 1. Eine
entsprechende Bedienanordnung ist bekannt (DE-A-3 530 971). Im Bedienfeld der Einrichtung
sind mehrere Handbedienungsorgane angeordnet, wobei ein Handbedienungsorgan gegen
die anderen hervorgehoben und einer Arbeitsfunktion zugeordnet ist, wobei die anderen
Handbedienungsorgane einer Auswahlfunktion zugeordnet sind. Bei der bekannten Einrichtung
werden über die nicht hervorgehobenen Handbedienungsorgane die verschiedenartigsten
Betriebszustände hergestellt und über das hervorgehobene Bedienelement kann eine Rückstellung
in den Grundzustand des gesamten Gerätes erfolgen.
[0002] Es ist auch bekannt, daß die Antwort des Benutzers auf eine logische Fragestellung
durch Auswahl und anschließende Betätigung von einer aus einer vorgegebenen Anzahl
von Handbedienungsorganen erfolgt (EP-A-0 120 345). Hierbei ist es auch bekannt, Fragen
oder Informationen auf Display anzuzeigen. Die Bedienung derartiger Einrichtungen
setzt jedoch überlegtes Handeln und gute Sichtverhältnisse voraus.
[0003] In Anwendungsbereichen, die mehr der Installationstechnik zuzurechnen sind, insbesondere
in der Gebäudesystemtechnik, wird leichte Bedienbarkeit gefordert. Eine andere Forderung
geht dahin, von möglichst wenigen Bedienungsorganen aus möglichst viele Geräte bzw.
Verbraucherstellen zu schalten bzw. zu steuern. Bekannte Vorschläge sehen hierfür
Bus-Systeme und digitale Informationsübertragung vor. Es ist auch bekannt, hierfür
im Durchlaufverfahren aus Suchbegriffen von wenigen Handbedienungsorganen aus vielfältige
Verbraucher anzusteuern (EP-A-0 246 472).
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zur Befehlsgabe für programmierbare
Gebäudesystemtechnik zu entwickeln, die sich an den Verbrauchergewohnheiten der klassischen
Installationstechnik orientiert und dennoch von relativ wenigen Handbedienungsorganen
aus gut bedienbar viele Geräte bzw. Verbraucherstellen und Informationsverarbeitungsstellen
zu schalten bzw. anzusteuern gestattet.
[0005] Die Lösung der geschilderten Aufgabe erfolgt durch eine Einrichtung nach Patentanspruch
1. Durch die nicht hervorgehobenen Handbedienungsorgane kann die dem hervorgehobenen
Handbedienungsorgan zugeordnete Arbeitsfunktion mit einer Auswahl vorbelegt werden.
Durch das hervorgehobene Handbedienungsorgan können verschiedene, im voraus ausgewählte
Betriebsfunktionen geschaltet werden. Danach sind in einem Bedienfeld mehrere Handbedienungsorgane
angeordnet, wie Taster oder Schalter, wie sie im Prinzip aus der Installtionstechnik
geläufig sind. Hinzu kommen können Anzeigenfelder. Wesentlich ist dabei, daß ein Handbedienungsorgan
gegen die anderen hervorgehoben ist, sei es durch Größe, optische Führung oder dergleichen,
und daß dieses einer Arbeitsfunktion, z.B. "Schalten", zugeordnet ist. Die anderen
Handbedienungsorgane sind jeweils einer Auswahlfunktion, z.B. für ein Objekt oder
eine Objektgruppe, zugeordnet. Dadurch kann die Arbeitsfunktion, die dem Handbedienungsorgan
zugeordnet ist, mit einer Auswahl vorbelegt werden.
[0006] Bei einer derartigen Einrichtung bietet sich das hervorgehobene Handbedienungsorgan
für die rasche Bedienung, beispielsweise auch im Dunklen, an. In Ruhe oder bei Licht
können dann von dem einen hervorgehobenen Handbedienungsorgan aus durch die weiteren
Handbedienungsorgane Auswahlfunktionen ausgeübt werden, die das hervorgehobene Handbedienungsorgan
in seiner Arbeitsfunktion vorbelegen. Dadurch kann beispielsweise zunächst vom hervorgehobenen
Handbedienungsorgan aus in einem Raum von einem verhältnismäßig kleinen Bedienfeld
aus über das hervorgehobene Handbedienungsorgan Licht eingeschaltet werden und bei
Licht, oder in anderen Fällen in Ruhe, können dann Auswahlfunktionen über die weiteren
Handbedienungsorgane ausgewählt werden. Hierfür steht die weite Palette der bekannten
Möglichkeiten im Grundsatz zur Verfügung. Wenn das vorbelegte Handbedienungsorgan,
beispielsweise ein Taster, der über Zusatzelektronik codierte Signale abgibt, erneut
betätigt wird, können dann Befehlssignale entsprechend dem betätigten weiteren Handbedienungsorgan
und der ihm zugeordneten Auswahlfunktion abgegeben werden. So kann beispielsweise
von diesem Schalter aus ein bestimmtes Gerät abgeschaltet oder gesteuert werden.
[0007] Im einfachsten Fall ist das hervorgehobene Handbedienungsorgan großflächig ausgebildet,
so daß die anderen Handbedienungsorgane seitlich neben dem hervorgehobenen Handbedienungsorgan
in einem Bedienfeld angeordnet werden können.
[0008] Das mit einer Auswahlfunktion vorbelegte hervorgehobene Handbedienungsorgan ist vorteilhafterweise
so ausgeführt, daß es nach einer vorgegebenen oder nach einer einstellbaren Zeitspanne
selbsttätig zurückgesetzt wird. Dadurch wird erreicht, daß die Bedienung der Grundfunktion
vom hervorgehobenen Handbedienungsorgan aus sichergestellt ist.
[0009] Das hervorgehobene Handbedienungsorgan kann auch als Sensorfläche ausgeführt sein.
[0010] Die Erfindung soll nun anhand von in der Zeichnung grob schematisch wiedergegebenen
Ausführungsbeispielen näher erläutert werden:
[0011] In FIG 1 ist eine Einrichtung zur Befehlsgabe perspektivisch wiedergegeben.
[0012] In FIG 2 ist in Aufsicht eine anders gestaltete Einrichtung veranschaulicht.
[0013] Die Einrichtung zur Befehlsgabe nach FIG 1 hat ein gegliedertes Bedienfeld, die Vorderseite,
in dem mehrere Handbedienungsorgane angeordnet sind. Neben dem hervorgehobenen Handbedienungsorgan
1 sind seitlich weitere Handbedienungsorgane 2 bis 9 angeordnet. Im Ausführungsbeispiel
ist das hervorgehobene Handbedienungsorgan durch seine Größe und Platzierung hervorgehoben.
Es kann als Taster ausgeführt sein, der mittels eines elektronischen Bauteiles codierte
Signale einer Arbeitsfunktion abgibt. Die anderen Handbedienungsorgane sind zum Teil
in einer oberen Leiste, die Handbedienungsorgane 2 bis 5, und zum Teil in einer unteren
Leiste, die Handbedienungsorgane 6 bis 9, angeordnet. Diese können jeweils einer Auswahlfunktion,
z. B. für ein Objekt oder einer Objektgruppe, zugeordnet sein.
[0014] Nach einer Ausgestaltung dienen die weiteren bzw. anderen Handbedienungsorgane 2
bis 5 als Taster zum Einschalten bestimmter Verbraucherfelder und die unten angeordneten
anderen bzw. weiteren Handbedienungsorgane zum Ausschalten der jeweiligen Verbraucherfelder,
die in den darüber angeordneten Handbedienungsorganen einzuschalten sind. Im einzelnen
können die anderen Handbedienungsorgane 2 bis 9 als Taster ausgeführt sein, die im
Zusammenspiel die Funktion herkömmlicher Schalter erfüllen. Wesentlich ist jedoch,
daß durch das wiederholbare und getrennte Ein- und Ausschalten auch außer Tritt gefallene
einzelne Verbraucher in einem Verbraucherfeld wieder in einen synchronen Betriebszustand
überführt werden können. Dies ist beispielsweise wesentlich bei Beleuchtungsanlagen,
die in einzelne Lichtbänder und Lichtfelder gegliedert sind. Bekanntlich ist es bei
herkömmlichen Stoßstromschaltern unvermeidlich, daß einzelne Verbraucherobjekte zu
denen ihres Umfeldes außer Tritt fallen.
[0015] Vezständlicherweise können über die anderen Handbedienungsorgane 2 bis 9 auch völlig
verschiedenartige Betriebsfunktionen geschaltet bzw. aktiviert werden. Darüber hinaus
kann man anstelle einzelner anderer Handbedienungsorgane Gehäuseteile in Einschubtechnik
vorsehen, um bestimmte Vorrichtungen oder auch gesonderte Teile extern zugänglich
zu halten. Teilfelder des Bedienfeldes können auch von der Funktion her als Fenster,
hier Lichtfenster genannt, ausgeführt sein, um beispielsweise Infrarotlicht von der
Einrichtung aus zu senden oder in der Einrichtung zu empfangen. In Teilfeldern des
Bedienfeldes können auch übliche Displays angeordnet werden.
[0016] Bei auf dem Markt befindlichen integrierten Schaltkreisen ist für die Auswahlfunktionen
ein Viererraster, die vier anderen Handbedienungsorgane 2 bis 5 in der oberen Leiste
und die vier anderen Handbedienungsorgane 6 bis 9 in der unteren Leiste nach FIG 1,
besonders vorteilhaft.
[0017] Im Ausführungsbeispiel nach FIG 1 kann das hervorgehobene Handbedienungsorgan 1 auch
als Sensorfläche ausgeführt verstanden werden.
[0018] Im Ausführungsbeispiel nach FIG 2 ist das hervorgehobene Handbedienungsorgan 1 in
einem rechteckigen Bedienfeld oben großflächig ausgeführt und die anderen Handbedienungsorgane
2 bis 9 sind in zwei Reihen unter dem hervorgehobenen Handbedienungsorgan 1 verhältnismäßig
kleinflächig ausgeführt angeordnet. Das gesamte Bedienfeld kann auch in etwa quadratisch
ausgeführt sein. Das Ausführungsbeispiel nach FIG 2 kann auch so verstanden werden,
daß anstelle einzelner anderer Handbedienungsorgane 2 bis 9 in deren Feld jeweils
ein Lichtfenster oder ein Display angeordnet ist.
1. Einrichtung zur Befehlsgabe für programmierbare Gebäudesystemtechnik, in deren Bedienfeld
mehrere Handbedienungsorgane angeordnet sind, wie Taster oder Schalter, wie sie
im Prinzip in der Installationstechnik gebräuchlich sind,
und gegebenenfalls Anzeigefelder,
wobei ein Handbedienungsorgan (1) gegen die anderen (2 bis 9) hervorgehoben ist,
sei es durch Größe, optische Führung oder dergleichen, und einer Arbeitsfunktion zugeordnet
ist, und wobei die nicht hervorgehobenen Handbedienungsorgane (2 bis 9) jeweils einer
Auswahlfunktion zugeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß durch die nicht hervorgehobenen Handbedienungsorgane (2 bis 9) die dem hervorgehobenen
Handbedienungsorgan (1) zugeordnete Arbeitsfunktion mit einer Auswahl vorbelegt werden
kann, so daß durch das hervorgehobene Handbedienungsorgan verschiedene, im voraus
ausgewählte Betriebsfunktionen geschaltet werden können.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das hervorgehobene Handbedienungsorgan (1) großflächig ausgebildet ist und daß
die anderen Handbedienungsorgane (2 bis 9) seitlich neben dem hervorgehobenen Handbedienungsorgan
(1) in einem Bedienfeld angeordnet sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das mit einer Auswahl vorbelegte hervorgehobene Handbedienungsorgan (1) nach einer
vorgegebenen oder einer einstellbaren Zeitspanne zurückgesetzt wird.
4. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das hervorgehobene Handbedienungsorgan (1) als Sensorfläche ausgeführt ist.
1. Control device for a programmable building services technical system, in the operator's
panel of which device there are arranged several manual control parts such key buttons
or switches, such as those which are common in principle in installation engineering,
and possibly indicator panels, wherein one manual control part (1) is emphasised relative
to the others (2 to 9), whether by means of size, optical guidance or similar, and
is assigned to a work function, and wherein the non-emphasised manual control parts
(2 to 9) are assigned to a respective selection function, characterised in that, by
means of the non-emphasised manual control parts (2 to 9), a selection can be pre-allocated
to the work function assigned to the emphasised manual control part (1), so that various
preselected operational functions can be operated by means of the emphasised manual
control part.
2. Device according to claim 1, characterised in that the emphasised manual control part
(1) is formed with a large surface and in that the other manual control parts (2 to
9) are arranged beside the emphasised manual control part (1) in an operator's panel.
3. Device according to claim 1, characterised in that the emphasised manual control part
(1) having a selection pre-allocated thereto can be reset after a preselected or an
adjustable time span.
4. Device according to claim 1, characterised in that the emphasised manual control part
(1) is formed as a sensor surface.
1. Dispositif pour donner des instructions en technique des systèmes programmables de
bâtiment, dans le panneau de commande desquels sont montés plusieurs organes de commande
manuelle, comme des touches ou des interrupteurs, tels que ceux utilisés en principe
en technique des installations, et éventuellement des panneaux d'indication, un organe
(1) de commande manuelle étant mis en relief par rapport aux autres (2 à 9), que ce
soit par la dimension, par l'aspect ou analogue, et étant associé à une fonction opératoire
et les organes (2 à 9) de commande manuelle, qui ne sont pas mis en relief, étant
chacun associés à une fonction de sélection,
caractérisé en ce que
la fonction opératoire associée à l'organe (1) de commande manuelle mis en relief
peut être prescrite, avec possibilité de choix, par les organes (2 à 9) de commande
manuelle, qui ne sont pas mis en relief, de sorte que diverses fonctions de service
sélectionnées à l'avance puissent être obtenues par l'organe de commande manuelle
mis en relief.
2. Dispositif suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'organe (1) de commande manuelle mis en relief est de grande surface et les autres
organes (2 à 9) de commande manuelle sont disposés latéralement à côté de l'organe
(1) de commande manuelle mis en relief dans un panneau de commande.
3. Dispositif suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'organe (1) de commande manuelle mis en relief et prescrit avec possibilité de choix
est remis à l'état initial après un laps de temps prescrit ou un laps de temps réglable.
4. Dispositif suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'organe (1) de commande manuelle mis en relief est formé d'une surface de capteurs.
