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(11) |
EP 0 446 757 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.08.1994 Patentblatt 1994/34 |
| (22) |
Anmeldetag: 05.03.1991 |
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Hydrauliksystem zur Versorgung einer Verstellpumpe
Hydraulic system to supply a variable displacement pump
Système hydraulique pour fournir une pompe à débit variable
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE ES FR GB IT NL SE |
| (30) |
Priorität: |
13.03.1990 US 492198
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.09.1991 Patentblatt 1991/38 |
| (73) |
Patentinhaber: DEERE & COMPANY |
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Moline, Illinois 61265 (US) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Macdonald, Donald James
Waterloo,
Iowa 50701 (US)
- Miller, James Anton
Cedar Falls,
Iowa 50613 (US)
- Eagles, Derek Malcolm
Cedar Falls
Iowa 50613 (US)
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| (74) |
Vertreter: Feldmann, Bernhard et al |
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DEERE & COMPANY
European Office
Patent Department 68140 Mannheim 68140 Mannheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 251 172 US-A- 4 255 091
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DE-B- 2 705 721
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Hydrauliksystem zur Versorgung wenigstens einer ersten
Hydraulikfunktion durch eine Hauptpumpe, die durch eine Ladepumpe geladen wird, wobei
ein überschüssiger Flüssigkeitsteilstrom der Ladepumpe wenigstens eine zweite Hydraulikfunktion
versorgt.
[0002] Bei der Hauptpumpe handelt es sich vorzugsweise um eine Hochdruckpumpe mit verstellbarer
Fördermenge (Verstellpumpe), beispielsweise eine Axialkolbenpumpe, zur Versorgung
eines geschlossenen Hydraulikkreises. Wird eine durch einen Motor angetriebene Ladepumpe
mit unveränderlicher Fördermenge verwendet, um Flüssigkeit an die Verstellpumpe zu
liefern, so ist es erforderlich, daß die Ladepumpe eine Fördermenge aufweist, die
ausreicht, um auch bei geringer Motordrehzahl die Flüssigkeitsanforderung der Verstellpumpe
zu befriedigen. Bei hohen Motordrehzahlen steigt der Flüssigkeitsausstoß der Ladepumpe
jedoch an, so daß Vorkehrungen getroffen werden müssen, um überschüssige Flüssigkeitsmengen,
die nicht von der Hauptpumpe aufgenommen werden, abzuleiten.
[0003] Üblicherweise wird eine überschüssige Flüssigkeitsmenge über ein Überdruckventil
zurück zum Vorratsbehälter geleitet. Fördert die Verstellpumpe zeitlich überwiegend
lediglich einen minimalen Flüssigkeitsstrom, so wird unnötigerweise ein Großteil der
Flüssigkeit durch den Kreis zurück zum Vorratsbehälter geleitet. Dies führt zu einer
verstärkten Belüftung der Hydraulikflüssigkeit und zu Leistungsverlusten. Ferner sind
große Leitungsquerschnitte erforderlich, um den Druckabfall gering zu halten.
[0004] Durch die DE-OS 35 00 310 wird ein Hydrauliksystem beschrieben, das zur Versorgung
von Lastkreisen eine Regelpumpe und zur Versorgung eines Speisekreises eine Speisepumpe
aufweist. Die Druckseite der Speisepumpe ist auch mit der Ansaugseite der Regelpumpe
verbunden. Arbeitet die Regelpumpe zur Versorgung des Lastkreises mit voller Leistung,
so fordert sie mehr Druckflüssigkeit ab, als von dem Seisekreis zur Verfügung gestellt
werden kann. In diesem Fall tritt eine Flüssigkeitsstrahlpumpe in Aktion, die die
Versorgung der Regelpumpe sicherstellen soll.
[0005] Aus der US-PS 4,173,867 geht ein Hydraulikkreis hervor, bei dem eine erste Pumpe
sowohl einen Schmierölkreis als auch die Ladepumpe für eine Verstellpumpe mit Flüssigkeit
versorgt. Sinkt der Druck in dem Schmierölkreis ab, so wird über ein Schmierölprioritätsventil
Flüssigkeit vom Ausgang der Ladepumpe dem Schmierölkreis zugeführt. Damit wird der
Versorgung des Schmierölkreises die Priorität vor der Versorgung der Verstellpumpe
gegeben.
[0006] Durch die DE-B-27 05 721 ist ein Hydraulikkreis mit einer Haupt- und einer Ladepumpe
der eingangs genannten Art bekannt geworden. Ein Teil der von der Ladepumpe geförderten
Flüssigkeitsmenge wird für die Getriebeölung und die Kupplung verwendet, während der
verbleibende Teil über ein Druckbegrenzungsventil eine Hauptpumpe läd, die ihrerseits
Flüssigkeitsmotoren mit unter hohem Druck stehender Hydraulikflüssigkeit versorgt.
Um die Flüssigkeitsmenge in der Druckleitung vor dem Druckbegrenzungsventil vergrößern
zu können, steht diese Druckleitung über eine Venturi-Düsenpumpe mit dem Ausgang der
Hauptpumpe derart in Verbindung, daß die Venturi-Düsenpumpe im Bedarfsfall Flüssigkeit
aus einem Vorratsbehälter in die Druckleitung pumpt. Ein solcher Bedarfsfall ist gegeben,
wenn bei geringen Geschwindigkeiten oder hohen Temperaturen die Ladepumpe keine ausreichende
Kapazität aufweist, um die Hauptpumpe zu beaufschlagen.
[0007] Die mit der Erfindung zu lösende Aufgabe wird darin gesehen, ein Hydrauliksystem
der eingangs genannten Art anzugeben, bei dem der Versorgung einer ersten, durch die
Hauptpumpe gespeisten Hydraulikfunktion die Priorität vor einer zweiten Hydraulikfunktion
eingeräumt wird und durch das sich die Förderung überschüssiger Flüssigkeitsmengen
vermindern läßt sowie Leistungsverluste minimiert werden. Eine Flüssigkeitsstrahlpumpe
soll entbehrlich sein.
[0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Prioritätsventil mit der
Ladepumpe, der Hauptpumpeneingang und der zweiten Hydraulikfunktion in Verbindung
steht und wahlweise überschüssige, nicht von der Hauptpumpe beanspruchte Flüssigkeit
von der Ladepumpe zu der zweiten Hydraulikfunktion und einem Eingang der Ladepumpe
leitet.
[0009] Bei dem erfindungsgemäßen Hydrauliksystem ist eine Flüssigkeitsstrahlpumpe zur Versorgung
der Hauptpumpe entbehrlich. Die durch die Ladepumpe geförderte Flüssigkeitsmenge fließt
nicht ungenutzt zum Vorratsbehälter zurück, sondern dient der Versorgung weiterer
Kreise. Hierdurch lassen sich Leistungsverluste und eine Belüftung der Flüssigkeit
verringern.
[0010] Das Prioritätsventil ist gewöhnlich geschlossen und bevorzugt eine Flüssigkeitsversorgung
der Hauptpumpe. In Abhängigkeit eines Ansteigens des Eingangsdruckes der Hauptpumpe
wird überschüssige Ladeflüssigkeit durch das Prioritätsventil ab einem vorgebbaren
ersten Druckniveau an Schmierölkreise abgegeben. Abhängig von einem weiteren Ansteigen
des Eingangsdruckes der Hauptpumpe wird ab einem zweiten Druckniveau überschüssige
Ladeflüssigkeit sowohl zu den Schmierölkreisen als auch an den Eingang der Ladepumpe
geleitet.
[0011] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung gehen aus
den Unteransprüchen hervor.
[0012] Anhand der Zeichnung, die zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung zeigt, sollen die
Erfindung sowie weitere Vorteile und vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen
der Erfindung näher beschrieben und erläutert werden.
[0013] Es zeigt:
- Fig. 1
- das vereinfachte Diagramm eines erfindungsgemäßen Hydraulikkreises zur Ladung einer
Hauptverstellpumpe und
- Fig. 2
- das vereinfachte Diagramm einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung.
[0014] Aus Fig. 1 geht ein Hydrauliksystem für ein nicht dargestelltes Fahrzeug hervor,
welches einen Sammelbehälter (Sumpf) 10, ein grobmaschiges Vorfilter 11, eine durch
einen Motor antreibbare unverstellbare Ladepumpe (Konstantpumpe) 12, eine durch einen
Motor antreibbare Verstellpumpe (Hauptpumpe) 14, einen Schmierölkreis, wie zum Beispiel
ein rechter und ein linker Endantriebsschmierölkreis 16, 18, einen Schmierölkreis
20 für einen Zapfwellenantrieb und einen Schmierölkreis 22 für einen Pumpenantrieb
enthält. Die Verstellpumpe 14 ist beispielsweise eine Axialkolbenpumpe, die der Versorgung
verschiedener Hydraulikfunktionen 15, wie beispielsweise Lenkung, Bremsen und Steuerventile,
mit unter Druck stehender Flüssigkeit dient.
[0015] Ein hydraulischer Steuerkreis 28 erhält von der Ladepumpe 12 und einem nachgeschalteten
Filterkreis 30 Hydraulikflüssigkeit und verteilt diese auf die Hauptpumpe 14 und den
Schmierölkreis 16 - 22. Der Filterkreis 30 enthält ein Filter 32, ein Rückschlagventil
34, (wahlweise) ein Sieb 36 und ein Filterbypaßventil 38. Durch die Leitung 44 wird
Hydraulikflüssigkeit von der Ladepumpe 12 zum Eingang des Ventils 38 und zur Eingangsseite
des Filters 32 geleitet. Die Ausgangsseite des Filters 32 steht über ein Rückschlagventil
34 und die Leitungen 46 und 48 mit dem Eingang der Hauptpumpe 14 und über die Abtastleitung
49 mit einer Steuerkammer in Verbindung, die sich auf der Seite des Ventils 38 befindet,
an der auch eine Rückstellfeder angreift. Ein erster Ausgang des Ventils 38 ist über
das (wahlweise) Sieb 36 mit der Leitung 46 verbunden. Ein zweiter Ausgang des Ventils
38 ist über die Leitung 50 mit dem Sammelbehälter 10 verbunden. Die Abtastleitung
54 verbindet die Leitung 44 mit dem druckempfindlichen Steueranschluß des Ventils
38. Die Leitung 56 verbindet einen dritten Ausgang des Ventils 38 mit einem druckempfindlichen
Schalter 58, der vorzugsweise eine Anzeigeeinrichtung, wie beispielsweise eine Glühlampe,
auf dem Armaturenbrett auslöst, wenn die Leitung 56 unter Druck steht.
[0016] Die Leitung 60 verbindet die Leitung 46 mit dem Eingang des Ventils 40. Ein erster
Ausgang 53 des Ventils 40 steht über die Leitung 68 mit den Schmierölkreisen 20 und
22 in Verbindung. Ein zweiter Ausgang 55 steht über die Blende 78 und die Leitung
70 mit den Schmierölkreisen 16 und 18 in Verbindung. Der Kanal 52 verbindet einen
dritten Ausgang 57 des Ventils 40 mit dem Eingang der Ladepumpe 12. Durch die Abtastleitung
72 wird der Eingangsdruck der Hauptpumpe 14 an ein Ende des Schiebers oder Ventilteils
41 des Ventils 40 angelegt, während das andere Ende des Schiebers oder Ventilteils
41 durch eine Feder 43 vorgespannt und über die Blende 76 und die Leitung 74 an die
Leitung 70 angeschlossen ist.
[0017] Anfänglich wird das Öl durch das Vorfilter 11 von der Ladepumpe 12 angesaugt. Von
dort wird es zum Filterkreis 30 gepumpt. In dem Filterkreis 30 wird die Flüssigkeit
wahlweise entweder durch das Ölfilter 32 und das Rückschlagventil 34, welches ein
Auslaufen der sich anschliessenden Leitungen bei einem Filterwechsel verhindert, oder
durch das Filterbypaßventil 38 geleitet. Der Schalter 58 gibt bei 3,0 bar ein Anzeigesignal
aus, welches meldet, daß nahezu die Bypaßbedingung erreicht ist, derzufolge Bypaßöl
nur zugelassen wird, wenn die Druckdifferenz über dem Filter 32 einen Wert von 5 bar
erreicht. Das Bypaßöl wird durch ein 100-Mikron-Sieb 36 geleitet und folgt dann dem
gleichen Weg, den es unter normalen Bedingungen beim Durchtritt durch das Filter 32
eingenommen hätte.
[0018] Das Öl fließt dann zu einem Punkt, von wo aus es im Bedarfsfall zum Eingang der Hauptpumpe
14 oder, falls keine Ölanforderung von der Hauptpumpe 14 vorliegt, zu dem Ladedruck-Prioritäts-Abzweig-Ventil
40 fließt. Durch das Ventil 40 fließt kein Öl, wenn der Druck am Eingang der Hauptpumpe
14 nicht 0,5 bar übersteigt. Ab 0,5 bar stellt sich das Ventil 40 so ein, daß es Öl
zu den Schmierölkreisen 20 und 22 leitet. Wenn diese Schmierölkreise einen Druck von
1,0 bar erreichen, öffnet sich das Ventil 40 weiter und eine Kühlölströmung wird zu
den Schmierölkreisen 16 und 18 geleitet. Erreicht der Druck an dem Ventil 40 einen
Wert von 1,5 bar, so leitet dieses einen Teil der von der Ladepumpe 12 und dem Filterkreis
30 kommenden, in das Ventil 40 eintretenden Ölmenge zu dem Kanal 52, über welchen
das Öl zurück zu der Ansaugseite der Ladepumpe 12 geführt wird. Um die Wechselwirkung
zwischen dem Ventil 40 und der Ladepumpe 12 gering zu halten, wird die mit der Feder
beaufschlagte Seite des Schiebers 41 über eine Leitung 74 und eine Blende 76 mit der
Leitung 70 verbunden. Zur Verbesserung der Filterbenutzung und der Kühlung sollte
bei maximaler Motordrehzahl ein hoher Anteil des Ladeöls durch den Schmierölkreis
fließen.
[0019] Da die Ladepumpe 12 bezüglich des maximalen Bedarfs der Hauptpumpe 14 überdimensioniert
ist, steht zu jeder Zeit eine Durchflußmenge für den Schmierölkreis zur Verfügung.
Es wird ferner angenommen, daß die Hauptpumpe 14 selten mit voller Förderleistung
arbeitet, so daß die für die Schmierölkreise zur Verfügung stehende Ölmenge mehr als
ausreichend sein sollte. Die Bypaßfunktion des Ladedruck-Prioritäts-Abzweig-Ventils
40, durch die überschüssiges Öl zurück zu dem Ladepumpeneingang geleitet wird, ist
dafür bestimmt, die Durchflußmenge von ungefiltertem Öl durch das Ölfilter 11 möglichst
gering zu halten. Dies ist wünschenswert, damit das System mit einer Ladepumpe 12
betrieben werden kann, die für 2,3 l/s bei hoher Leerlaufdrehzahl ausgelegt ist und
dennoch bei den meisten Betriebsbedingungen lediglich 1,0 l/s des ungefilterten Öls
aufnimmt.
[0020] Bei der tiefsten zu erwartenden Motordrehzahl von 600 Umdrehungen pro Minute muß
die von der Ladepumpe 12 erzeugte Durchflußmenge ausreichen, um die Hauptpumpe 14
bei voller Förderleistung zu versorgen.
[0021] Die Fig. 2 zeigt eine alternative Ausgestaltung der Erfindung, bei der jedoch die
Hydraulikkreisleitung 64 den Ausgang 59 des Ventils 40' über die Leitung 80 und die
Blende 81 mit dem Eingang der Ladepumpe 12 verbindet. Ferner verbindet die Leitung
62 einen zweiten Eingang 61 des Ventils 40' mit dem Ausgang der Ladepumpe 12. Das
Ventil 40' weist eine erste Position, in der alle Anschlüsse blockiert sind, eine
zweite Position, in der der Eingang 51 mit dem Ausgang 53 verbunden ist und eine dritte
Position auf, in der der Eingang 51 mit dem Ausgang 53 und der Eingang 61 mit dem
Ausgang 59 verbunden ist. Schließlich ist in der Ausgestaltung gemäß Fig. 2 der Ausgang
53 über die Leitung 66 mit den Leitungen 68 und 70 verbunden. In der Leitung 68 ist
ein Rückschlagventil 42 angeordnet, um einen Einwegflüssigkeitsstrom zu den Funktionen
20 und 22 zu ermöglichen und der Strömung zu den Funktionen 16 und 18 die Priorität
einzuräumen.
[0022] Während eines Kaltwetterbetriebes liefert die Ladepumpe 12 entweder über das Filter
32 oder, was wahrscheinlicher ist, durch das Filterbypaßventil 38 Öl an den Hauptpumpeneingang.
Während dieses anfänglichen Betriebes übersteigt der Ladedruck wahrscheinlich den
Wert von 1,5 bar, der erforderlich ist, um überschüssige Ladeförderleistung über den
durch das Ventil 40' gebildeten Bypaß zu dem Eingang der Ladepumpe 12 zu leiten. Vorzugsweise
ist der Kreis 28 ungefähr in gleicher Entfernung zum Hauptpumpeneingang und zum Ladepumpeneingang
angeordnet, und die Bypaßleitung 80 enthält eine Beschränkung 81, so daß die Hauptpumpe
14 immer noch die Priorität genießt. Wird durch die Hauptpumpe 14 kein Öl angefordert,
so wird die Ladedurchflußmenge an die Ladepumpe 12, was zum Aufwärmen des Hydraulikkreises
beiträgt, sowie zu den Schmierölkreisen 16 - 20 weiter geleitet.
[0023] Auch wenn die Erfindung lediglich an Hand zweier Ausführungsbeispiele beschrieben
wurde, erschließen sich für den Fachmann im Lichte der vorstehenden Beschreibung viele
verschiedenartige Alternativen, Modifikationen und Varianten, die unter die vorliegende
Erfindung fallen. So sind beispielsweise die genannten Druckwerte und Durchflußmengen
lediglich exemplarisch angegeben und können je nach Anwendungsfall durch andere Werte
ersetzt werden.
1. Hydrauliksystem zur Versorgung wenigstens einer ersten Hydraulikfunktion (15) durch
eine Hauptpumpe (14), die durch eine Ladepumpe (12) geladen wird, wobei ein überschüssiger
Flüssigkeitsteilstrom der Ladepumpe (12) wenigstens eine zweite Hydraulikfunktion
(16 - 22) versorgt, dadurch gekennzeichnet, daß ein Prioritätsventil (40, 40') mit
der Ladepumpe (12), dem Hauptpumpeneingang und der zweiten Hydraulikfunktion (16 -
22) in Verbindung steht und wahlweise überschüssige, nicht von der Hauptpumpe beanspruchte
Flüssigkeit von der Ladepumpe (12) zu der zweiten Hydraulikfunktion (16 - 22) und
einem Eingang der Ladepumpe (12) leitet.
2. Hydrauliksystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang der Ladepumpe
(12) unter Zwischenschaltung eines Filters (32) mit dem Eingang der Hauptpumpe (14)
und einem Eingang (51) des Prioritätsventils (40, 40') verbunden ist und daß das Prioritätsventil
(40, 40') einen mit der zweiten Hydraulikfunktion (16 - 22) in Verbindung stehenden
ersten Ausgang (53) und ein in Abhängigkeit des am Eingang der Hauptpumpe (14) anstehenden
Flüssigkeitsdruckes bewegbares Ventilteil (41, 41') enthält, das in einer ersten Stellung
alle Ein- und Ausgänge sperrt und in einer zweiten Stellung den Eingang (51) mit dem
ersten Ausgang (53) verbindet.
3. Hydrauliksystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch Federmittel (43)
das Ventilteil (41, 41') in seiner ersten Position und durch den am Eingang der Hauptpumpe
(14) herrschenden Flüssigkeitsdruck das Ventilteil (41, 41') in seiner zweiten Position
belastet ist.
4. Hydrauliksystem nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Prioritätsventil
(40) einen mit einer dritten Hydraulikfunktion (16, 18) verbundenen zweiten Ausgang
(55) enthält und daß das Ventilteil (41) in einer dritten Stellung den Eingang (51)
mit dem ersten Ausgang (53) und/oder zweiten Ausgang (55) verbindet.
5. Hydrauliksystem nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der
Verbindungsleitung (68) zwischen dem ersten Ausgang (53) und der zweiten Hydraulikfunktion
(20, 22) und/oder in der Verbindungsleitung (70) zwischen einem zweiten Ausgang (55)
und einer dritten Hydraulikfunktion (16, 18) eine Drosselstelle (78) vorgesehen ist.
6. Hydrauliksystem nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
durch das Federelement (43) beaufschlagte Seite des Ventilteils (41, 41') über eine
Drosselstelle (76) mit dem Eingang der zweiten oder einer dritten Hydraulikfunktion
(16, 18; 20, 22) in Verbindung steht.
7. Hydrauliksystem nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das
Prioritätsventil (40, 40') einen mit dem Eingang der Ladepumpe (12) in Verbindung
stehenden weiteren Ausgang (57, 59) enthält und daß das Ventilteil (41, 41') in einer
weiteren Stellung den Eingang (51) mit dem ersten Ausgang (53) und/oder dem zweiten
Ausgang (55) und/oder dem weiteren Ausgang (57, 59) verbindet.
8. Hydrauliksystem nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Prioritätsventil
(40') einen mit dem Eingang der Ladepumpe (12) verbundenen zweiten Eingang (61) enthält
und daß das Ventilteil (41') in der zweiten Stellung lediglich den ersten Eingang
(51) mit dem ersten Ausgang (53) verbindet und in einer dritten Stellung den ersten
Eingang (51) mit dem ersten Ausgang (53) sowie den zweiten Eingang (61) mit dem zweiten
Ausgang (59) verbindet.
9. Hydrauliksystem nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
zweite Hydraulikfunktion einen ersten Schmierölkreis (16, 18) und einen zweiten Schmierölkreis
(20, 22), die über eine erste Leitung (70) bzw. eine zweite Leitung (68) mit dem ersten
Ausgang (53) des Prioritätsventils (40, 40') verbunden sind, enthalten und daß in
der zweiten Leitung (68) ein Rückschlagventil (42) vorgesehen ist, welches einen Durchfluß
durch die zweite Leitung (68) unterbindet, sofern der Druck in der ersten Leitung
(70) einen vorgebbaren Wert nicht überschreitet.
10. Hydrauliksystem nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß in der
Verbindungsleitung (80) zwischen dem Eingang der Ladepumpe (12) und dem mit diesem
verbundenen Ausgang des Prioritätsventils (40, 40') eine Drosselstelle (81) vorgesehen
ist.
11. Hydrauliksystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Filter (32) und ein Filterbypaßventil (38) vorgesehen sind, wobei das Filterbypaßventil
(38) wenigstens einen Teil des Flüssigkeitsstroms am Filter (32) vorbei leitet, wenn
der Flüssigkeitsdruck am Filtereingang einen vorgebbaren Wert übersteigt.
1. Hydraulic system for the supply of at least one first hydraulic function (15) by a
main pump (14) which is charged by a charge pump (12), wherein an excess partial fluid
stream of the charge pump (12) supplies at least one second hydraulic function (16-22),
characterised in that a priority valve (40, 40') is connected to the charge pump (12),
the main pump input and the second hydraulic function (16-22) and selectively conducts
excess fluid not used up by the main pump, from the charge pump (12) to the second
hydraulic function (16-22) and an input of the charge pump (12).
2. Hydraulic system according to claim 1, characterised in that the output of the charge
pump (12) is connected with the interposition of a filter (32) to the input of the
main pump (14) and an input (51) of the priority valve (40, 40') and in that the priority
valve (40, 40') contains a first output (53) connected to the second hydraulic function
(16-22) and a valve portion (41, 41') which is movable as a function of the fluid
pressure applied to the input of the main pump (14) and which in a first position
blocks all inputs and outputs and in a second position connects the input (51) to
the first output (53).
3. Hydraulic system according to claim 2, characterised in that by spring means (43)
the valve portion (41, 41') is biased into its first position, and by the fluid pressure
prevailing at the input of the main pump (14) the valve portion (41, 41') is biased
into its second position.
4. Hydraulic system according to claim 2 or 3, characterised in that the priority valve
(40) contains a second output (55) connected to a third hydraulic function (16, 18)
and in that the valve portion (41) in a third position connects the input (51) to
the first output (53) and/or second output (55).
5. Hydraulic system according to any of claims 2 to 4, characterised in that a throttle
point (78) is provided in the connecting pipe (68) between the first output (53) and
the second hydraulic function (20, 22) and/or in the connecting pipe (70) between
a second output (55) and a third hydraulic function (16, 18).
6. Hydraulic system according to any of claims 3 to 5, characterised in that the side
of the valve portion (41, 41') which is acted upon by the spring element (43) is connected
by a throttle point (76) to the input of the second or a third hydraulic function
(16, 18; 20, 22).
7. Hydraulic function according to any of claims 2 to 6, characterised in that the priority
valve (40, 40') contains a further output (57, 59) connected to the input of the charge
pump (12) and in that the valve portion (41, 41') in a further position connects the
input (51) to the first output (53) and/or the second output (55) and/or the further
output (57, 59).
8. Hydraulic system according to claim 2 or 3, characterised in that the priority valve
(40') contains a second input (61) connected to the input of the charge pump (12)
and in that the valve portion (41') in the second position connects only the first
input (51) to the first output (53) and in a third position connects the first input
(51) to the first output (53) as well as the second input (61) to the second output
(59).
9. Hydraulic system according to any of claims 2 to 8, characterised in that the second
hydraulic function contains a first lubricating oil circuit (16, 18) and a second
lubricating oil circuit (20, 22) which are connected by a first pipe (70) and a second
pipe (68) respectively to the first output (53) of the priority valve (40, 40'), and
in that in the second pipe (68) is provided a non-return valve (42) which prevents
flow through the second pipe (68) if the pressure in the first pipe (70) does not
exceed a presettable value.
10. Hydraulic system according to any of claims 2 to 9, characterised in that in the connecting
pipe (80) between the input of the charge pump (12) and the output of the priority
valve (40, 40'), which output is connected to this input, is provided a throttle point
(81).
11. Hydraulic system according to any of claims 1 to 10, characterised in that a filter
(32) and a filter bypass valve (38) are provided, wherein the filter bypass valve
(38) conducts at least a portion of the fluid stream past the filter (32) if the fluid
pressure at the filter input exceeds a presettable value.
1. Système hydraulique pour l'alimentation d'au moins une première fonction hydraulique
(15) par une pompe principale (14) qui est chargée par une pompe de remplissage (12),
un flux partiel de liquide excédentaire de la pompe de remplissage (12) alimentant
au moins une deuxième fonction hydraulique (16 à 22), caractérisé en ce qu'une soupape de priorité (40, 40') est reliée à la pompe de remplissage (12),
à l'entrée de la pompe principale et à la deuxième fonction hydraulique (16 à 22),
et elle dirige sélectivement du liquide excédentaire, non sollicité par la pompe principale,
de la pompe de remplissage (12) vers la deuxième fonction hydraulique (16 à 22) ou
vers une entrée de la pompe de remplissage (12).
2. Système hydraulique selon la revendication 1, caractérisé en ce que la sortie de la pompe de remplissage (12) est reliée, avec intercalation
d'un filtre (32), à l'entrée de la pompe principale (14) et à une entrée (51) de la
soupape de priorité (40, 40'), et en ce que la soupape de priorité (40, 40') comporte
une première sortie (53), reliée à la deuxième fonction hydraulique (16 à 22), et
un obturateur (41, 41'), mobile en fonction de la pression de liquide régnant à l'entrée
de la pompe principale (14), qui ferme toutes les entrées et sorties dans une première
position et qui relie l'entrée (51) à la première sortie (53) dans une deuxième position.
3. Système hydraulique selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'obturateur (41, 41') est sollicité dans sa première position par un élément
de ressort (43), et dans sa deuxième position par la pression de liquide régnant à
l'entrée de la pompe principale (14).
4. Système hydraulique selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que la soupape de priorité (40) comporte une deuxième sortie (55) reliée à
une troisième fonction hydraulique (16, 18), et en ce que l'obturateur (41) relie,
dans une troisième position, l'entrée (51) à la première sortie (53) et/ou à la deuxième
sortie (55).
5. Système hydraulique selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, caractérisé en ce qu'un point d'étranglement (78) est prévu dans la conduite de liaison (68)
entre la première sortie (53) et la deuxième fonction hydraulique (20, 22), et/ou
dans la conduite de liaison (70) entre une deuxième sortie (55) et une troisième fonction
hydraulique (16, 18).
6. Système hydraulique selon l'une quelconque des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que le côté de l'obturateur (41, 41') qui est sollicité par l'élément de ressort
(43) est relié par l'intermédiaire d'un point d'étranglement (76) à l'entrée de la
deuxième ou d'une troisième fonction hydraulique (16, 18 ; 20, 22).
7. Système hydraulique selon l'une quelconque des revendications 2 à 6, caractérisé en ce que la soupape de priorité (40, 40') comporte une sortie supplémentaire (57,
59) reliée à l'entrée de la pompe de remplissage (12), et en ce que l'obturateur (41,
41') relie, dans une position supplémentaire, l'entrée (51) à la première sortie (53)
et/ou à la deuxième sortie (55) et/ou à la sortie supplémentaire (57, 59).
8. Système hydraulique selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que la soupape de priorité (40') comporte une deuxième entrée (61) reliée à
l'entrée de la pompe de remplissage (12), et en ce que l'obturateur (41'), dans la
deuxième position, relie uniquement la première entrée (51) à la première sortie (53),
et, dans une troisième position, relie la première entrée (51) à la première sortie
(53) ainsi que la deuxième entrée (61) à la deuxième sortie (55).
9. Système hydraulique selon l'une quelconque des revendications 2 à 8, caractérisé en ce que la deuxième fonction hydraulique comprend un premier circuit de lubrification
(16, 18) et un deuxième circuit de lubrification (20, 22), qui sont respectivement
reliés à la première sortie (53) de la soupape de priorité (40, 40') par l'intermédiaire
d'une première conduite (70) et d'une deuxième conduite (68), et en ce qu'un clapet
antiretour (42) est prévu dans la deuxième conduite (68), lequel empêche un écoulement
par la deuxième conduite (68) dans la mesure où la pression dans la première conduite
(70) ne dépasse pas une valeur prédéterminable.
10. Système hydraulique selon l'une quelconque des revendications 2 à 9, caractérisé en ce qu'un point d'étranglement (81) est prévu dans la conduite de liaison (80)
entre l'entrée de la pompe de remplissage (12) et la sortie de la soupape de priorité
(40, 40') qui est reliée à cette entrée.
11. Système hydraulique selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'un filtre (32) et une soupape de dérivation de filtre (38) sont prévus,
la soupape de dérivation de filtre (38) faisant contourner le filtre (32) par au moins
une partie du flux de liquide lorsque la pression du liquide à l'entrée du filtre
dépasse une valeur prédéterminable.

