[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung der Ausbeute und
der Nassechtheiten von mit anionischen Farbstoffen auf Cellulosefasermaterial erzeugten
Färbungen oder Drucken. Aus der DE-A-3 626 410 ist es bekannt, daß zur Verbesserüng
der Färbung von Cellulose fasern monomere Kationische Verbindungen, wie Imidazoliumsalze,
eingesetzt werden können.
[0002] Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man Cellulosefasermaterial
vor dem Färben oder während des Färbens mit einem quaternären Ammoniumsalz der Formel

worin
R C₁-C₃-Alkyl,
X die Gruppe

Hal ein Halogenatom und
Q
⊖ das Anion einer aromatischen Sulfonsäure oder besonders ein C₁-C₃-Alkylsulfation,
wie z.B. Benzolsulfonat, p-Toluolsulfonat, Chlorbenzolsulfonat, Ethylsulfat (CH₃CH₂SO₄)
oder vor allem das Methylsulfat (CH₃SO₄),
bedeuten, behandelt.
[0003] Geeignete Alkylgruppen für R sind Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl. Bevorzugt sind
Ethyl und besonders Methyl.
[0004] Halogen bedeutet beispielsweise Brom, Fluor, Jod oder vorzugsweise Chlor.
[0005] Spezifische Ammoniumsalze der Formel (1), die erfindungsgemäss verwendet werden können,
sind
N-Epoxy-2,3-propyl-N-methyl-N,N-diallylammoniummethylsulfat,
N-(3-Chlor-2-hydroxypropyl)-N-methyl-N,N-diallylammoniummethylsulfat,
N-(3-Chlor-2-hydroxypropyl)-N-ethyl-N,N-diallylammoniumethylsulfat,
N-(3-Chlor-2-hydroxypropyl)-N-methyl-N,N-diallylammonium-p-toluolsulfonat,
N-Epoxy-2,3-propyl-N-ethyl-N,N-diallylammoniumethylsulfat und
N-Epoxy-2,3-propyl-N-methyl-N,N-diallylammonium-p-toluolsulfonat.
[0006] Die zwei erstgenannten Vertreter sind besonders bevorzugt.
[0007] Die Herstellung der quaternären Ammoniumsalze der Formel (1) erfolgt dadurch, dass
man ein tertiäres Diallylamin der Formel

worin X die angegebene Bedeutung hat, mit einem Sulfonsäurealkylester der Formel
(3) Z-SO₂-OR
worin Z einen Arylrest oder -OR bedeutet und R die angegebene Bedeutung hat, umsetzt.
[0008] Das so hergestellte quaternäre Ammoniumsalz enthält praktisch kein Dihalogenpropanol
wie Dichlorpropanol.
[0009] Gut geeignet unter den Sulfonsäureestern sind z.B. Benzolsulfonate, p-Toluolsulfonate,
p-Brombenzolsulfonate, p-Chlorbenzolsulfonate, p-Nitrobenzolsulfonate und insbesondere
Dialkylsulfate wie Diethylsulfat und vor allem Dimethylsulfat.
[0010] Die Umsetzung (Quaternisierung) erfolgt zweckmässigerweise bei 30-90°C, vorzugsweise
bei 30-60°C.
[0011] Die Quaternisierung kann in einem nichtpolaren oder polaren Lösungsmittel, wie z.B.
Wasser, Dimethylformamid oder Ethanol durchgeführt werden.
[0012] Die Isolierung des quaternisierten Produktes erfolgt auf übliche Weise.
[0013] Die Herstellung der Diallylaminverbindung der Formel (2) erfolgt in an sich bekannte
Weise durch Umsetzung von Diallylamin mit einem α-Epihalogenhydrin, worauf die erhaltene
Halogenhydrinverbindung isoliert wird. Setzt man dem Reaktionsprodukt z.B. ein Alkalimetallhydroxid
wie Natriumhydroxid zu, so entsteht das 1-Diallylamino-2,3-epoxypropan.
[0014] Das Epihalogenhydrin, das mit Diallylamin umgesetzt wird, kann jedes beliebige α-Epihalogenhydrin,
wie z.B. Epibromhydrin, Epifluorhydrin, Epijodhydrin, ß-Methylepichlorhydrin oder
vorzugsweise Epichlorhydrin sein.
[0015] Erfindungsgemäss verwendbare quaternäre Ammoniumsalze eignen sich insbesondere zur
Verbesserung der Farbausbeute und der Nassechtheiten von Färbungen oder Drucken, welche
auf Cellulosefasermaterialien mit anionischen Farbstoffen, wie z.B. Reaktiv- oder
Direktfarbstoffen erzeugt werden.
[0016] Die Behandlung des Cellulosematerials wird vorzugsweise halbkontinuierlich nach der
Kaltverweilmethode durchgeführt. Dabei wird das Cellulosematerial mit dem Behandlungsmittel
(Fixiermittel) imprägniert z.B. durch Bedrucken oder vorzugsweise Klotzen und dann
durch Lagerung einem Fixierprozess unterworfen. Diese Applikation kann vor dem Färben
oder während des Färbens durchgeführt werden. Vorzugsweise erfolgt die Behandlung
nach dem Klotz-Kaltverweilverfahren und insbesondere während des Färbens.
[0017] Die Imprägnierung kann bei 20 bis 50°C, vorzugsweise jedoch bei Raumtemperatur vorgenommen
werden. Der Fixierprozess erfolgt durch Lagern der imprägnierten Ware während 4 bis
48 Stunden, vorzugsweise 10 bis 25 Stunden bei Raumtemperatur.
[0018] Die Zubereitungen (Klotzflotten oder Druckpasten) enthalten das quaternäre Ammoniumsalz
der Formel (1) vorteilhafterweise in einer Menge von 10 bis 70 g/l, vorzugsweise 25
bis 50 g/l Wirkstoffgehalt. Bei den Klotzflotten beträgt der Abquetscheffekt zweckmässig
60 bis 120 Gew.-%.
[0019] Ausser der kationischen, reaktiven Verbindung der Formel (1) enthalten diese Zubereitungen
zweckmässigerweise noch alkalisch reagierende Verbindungen, wie z.B. Kaliumhydroxid
oder vorzugsweise Natriumhydroxid. Bevorzugt wird eine 30%-ige wässerige Natriumhydroxidlösung,
die in einer Menge von 20 bis 50 ml/l, vorzugsweise 25 bis 40 ml/l der Zubereitung
zugesetzt wird.
[0020] Der pH-Wert der Zubereitungen kann somit in der Regel 8 bis 13,5, vorzugsweise 10
bis 12 betragen.
[0021] Die Zubereitungen können auch weitere übliche Zusätze z.B. Elektrolyte, wie z.B.
Natriumchlorid oder Natriumsulfat, Harnstoff, Glycerin, Verdicker, wie z.B. Alginate,
Stärkeether oder Polyacrylate, Reduktionsschutzmittel, Dispergier- und Netzmittel,
Homopolymerisate oder Mischpolymerisate des Acrylamids oder Methacrylamids oder Pfropfpolymerisate,
wie sie in EP-A-111 454 und EP-A-363 319 beschrieben sind, sowie auch Entschäumer
und weitere kationische Fixiermittel enthalten, welch letztere auch faserreaktiv sein
können.
[0022] Als Fasermaterial kann regenerierte oder insbesondere natürliche Cellulose in Betracht
kommen, wie z.B. Zellwolle, Viskoseseide, Hanf, Leinen, Jute oder vorzugsweise Baumwolle,
sowie auch Fasermischungen mit synthetischen Fasern z.B. solche aus Polyamid/Baumwolle
oder insbesondere aus Polyester/Baumwolle.
[0023] Das Textilgut ist in jeglicher Form anwendbar, wie z.B. Garne, Garnstränge, Gewebe,
Gewirke, Filze, vorzugsweise in Form von textilen Flächengebilden, wie Gewebe, Maschenware
oder Teppich, die ganz oder teilweise aus nativer, regenerierter oder modifizierter
Cellulose bestehen.
[0024] Die Vorbehandlung des Cellulosefasermaterials mit den kationischen Verbindungen der
Formel (1) kann mit anderen Vorbehandlungsoperationen gekoppelt werden. Man kann z.B.
dem alkalischen Bad, in dem Rohbaumwolle zur Entfernung von Verunreinigungen üblicherweise
vor dem Färben abgekocht wird, das kationische, reaktive Fixiermittel zusetzen und
so die Reinigung und die Vorbehandlung mit dem Fixiermittel in einem Arbeitsgang durchführen.
[0025] Vorzugsweise erfolgt die Behandlung des Cellosefasermaterials gleichzeitig mit dem
Färben. Die Färbungen erfolgen mit Reaktivfarbstoffen oder vorzugsweise mit Substantivfarbstoffen
nach dem Kaltverweilverfahren, wobei die Imprägnierung sowohl durch Bedrucken als
auch durch Klotzen durchgeführt werden kann.
[0026] Die Menge der Farbstoffe richtet sich in der Regel nach der gewünschten Farbstärke
und beträgt zweckmässig 0,1 bis 100 g pro Liter Flotte, vorzugsweise 5 bis 40 g/l
Flotte.
[0027] Im Falle der Verwendung der kationischen Verbindung in einer Vorbehandlung des Cellulosefasermaterials
kann die Färbung nach dem Ausziehverfahren oder durch zweistufige Prozesse, wie z.B.
das Foulardierverfahren oder Bedrücken erzeugt werden, wobei als Foulardierverfahren,
besonders das sogenannte Pad-Steam-Verfahren, Pad-Fix-Verfahren oder das Klotz-Kaltverweilverfahren
in Frage kommen können.
[0028] Als Substantivfarbstoffe sind die üblichen Direktfarbstoffe geeignet, beispielsweise
die in Colour Index, 3. Auflage (1971) Band 2 auf den Seiten 2005-2478 genannten "Direct
Dyes".
[0029] Unter Reaktivfarbstoffen werden die üblichen Farbstoffe verstanden, welche mit der
Cellulose eine chemische Bindung eingehen, z.B. die in Colour Index, in Band 3(3.
Auflage, 1971) auf den Seiten 3391-3560 und in Band 6 (revidierte 3. Auflage, 1975)
auf den Seiten 6268-6345 aufgeführten "Reactive Dyes".
[0030] Man erhält nach dem erfindungsgemässen Verfahren sowohl bei der Vorbehandlung mit
anschliessendem Färben als auch bei gleichzeitiger Applikation des kationischen Fixiermittels
und Farbstoffes gleichmässige und farbkräftige Ausfärbungen, die sich gegenüber bekannten
Färbemöglichkeiten durch eine verbesserte Farbausbeute auszeichnen. Insbesondere werden
Färbungen auf Cellulosefasermaterial mit Substantivfarbstoffen erzeugt, welche eine
erhebliche Verbesserung der Nassechtheiten zeigen. Nuance und Lichtechtheit der Färbungen
werden nicht negativ beeinflusst. Das Verfahren ist besonders umweltfreundlich, da
das kationische, faserreaktive Fixiermittel kein störendes Nebenprodukt wie das Dichlorpropanol
enthält.
[0031] In den folgenden Herstellungs- und Anwendungsbeispielen beziehen sich die Prozentansätze,
wenn nichts anderes angegeben ist, auf das Gewicht. Die Mengen beziehen sich bei den
Farbstoffen auf handelsübliche, d.h. coupierte Ware und bei den Hilfsmitteln auf Reinsubstanz.
Die fünfstelligen Colour-Index Nummern (C.I) beziehen sich auf die 3. Auflage des
Colour-Index.
Herstellungsbeispiele
[0032] Beispiel 1: Zu 360 g 1-Diallylamino-3-chlor-2-hydroxypropan gibt man unter Rühren in 60 Minuten
bei 20-40°C 247,6 g Dimethylsulfat und rührt 3 1/2 Stunden bei Raumtemperatur. Das
Reaktionsprodukt der Formel

ist viskos, klar und löslich in Wasser. Aminzahl: 0,015
Das im Beispiel 1 verwendete N,N-Diallyl-N-(3-chlor-2-hydroxypropyl)-amin wird folgendermassen
hergestellt.
[0033] 230 g Diallylamin werden zusammen mit 222 g α-Epichlorhydrin und 7 g Wasser auf 28°C
erwärmt. Man rührt das Gemisch 7 Stunden bei 28-30°C. Anschliessend wird das Reaktionsprodukt
bei

68-70°C destilliert.
[0034] Man erhält 361 g N,N-Diallyl-N-(3-chlor-2-hydroxypropyl)-amin. Aminzahl: 5,4; Epoxyzahl:-.
Beispiel 2:
[0035] Zu 270 g 1-Diallylamino-2,3-epoxypropan gibt man unter Rühren in 60 Minuten bei 20°C
223 g Dimethylsulfat und rührt eine Stunde bei Raumtemperatur.
[0036] Das Reaktionsprodukt der Formel

ist viskos, klar und löslich in Wasser. Aminzahl: 0,012, Epoxyzahl: 3,52.
[0037] Das im Beispiel 2 verwendete 1-Diallylamino-2,3-epoxypropan wird folgendermassen
hergestellt.
[0038] 230 g Diallylamin werden zusammen mit 222 g α-Epichlorhydrin und 7 g Wasser auf 28°C
erwärmt. Man rührt das Reaktionsgemisch während 7 Stunden bei 28-30°C. Hierauf gibt
man bei 20°C eine Lösung von 112 g Natriumhydroxyd in 182 g Wasser zu. Bei 22-25°C
rührt man 16 Stunden. Anschliessend wird mit 400 g Wasser verdünnt und die organische
Phase abgetrennt. Letztere wird über Kaliumcarbonat getrocknet und bei

40-42°C destilliert Das erhaltene 1-Diallylamino-2,3-epoxypropan weist eine Aminzahl
von 6,48 und eine Epoxyzahl von 6,23 auf.
[0039] Beispiel 3: Zu 108,8 g 1-Diallylamino-2,3-epoxypropan gibt man unter Rühren in 70 Minuten bei
60-85°C 108,9 g Diethylsulfat und rührt 1 1/2 Stunden bei 75°C. Das Rekationsprodukt
der Formel

ist viskos, klar und löslich in Wasser. Aminzahl: 0,044, Epoxyzahl: 3,15.
[0040] Beispiel 4: 189,5 g 1-Diallylamino-3-chlor-2-hydroxypropan werden in 126 g Aceton gelöst, dazu
gibt man in 2 Stunden 186 g p-Toluolsulfonsäuremethylester bei 30-40°C und rührt 1
1/2 Stunden bei dieser Temperatur.
Anschliessend wird das Lösungsmittel entfernt.
[0041] Das Reaktionsprodukt der Formel:

ist viskos, klar und löslich in Wasser. Aminzahl: 0,014.
Anwendungsbeispiele
[0042] Beispiel 1: Jeweils 20 g Baumwoll-Cretonne, gebleicht und nicht mercerisiert, werden getrennt
auf einem Foulard mit einer der 4 folgenden Flotten, welche im Liter
1) 20 g des Farbstoffes Direct Red 80 C.I. 35780
32 ml Natriumhydroxidlösung (30 %)
35 g des quaternären Ammoniumsalzes der Formel (4)
2) 12g des Farbstoffes Direct Blue 71 C.I. 34140
32 ml Natriumhydroxidlösung (30 %)
35 g des quaternären Ammoniumsalzes der Formel (4)
3) 12 g des Farbstoffes Direct Violet 66 C.I. 29125
32 ml Natriumhydroxidiösung (30 %)
35 g des quaternären Ammoniumsalzes der Formel (4)
4) 20g des Farbstoffes Direct Green 26 C.I. 34045
32 ml Natriumhydroxidiösung (30 %)
35 g des quaternären Ammoniumsalzes der Formel (4)
enthalten, imprägniert. Die Flottenaufnahme beträgt jeweils 80 %. Hiernach werden
die Gewebe nass aufgerollt und luftdicht verpackt 18 Stunden bei Raumtemperatur gelagert.
Anschliessend wird die Ware kalt und heiss gespült und getrocknet.
[0043] Von diesen 4 Färbungen werden folgende Echtheiten geprüft:
- Nassbügelechtheit (SN ISO 105-X11)
- ISO C2S-Wäsche (ISO 105-C06)
wobei auch entsprechende stärkegleiche Färbungen, die jeweils ohne Zusatz des quaternären
Ammoniumsalzes der Formel (4) erhalten worden sind, mitgeprüft werden.
[0044] In der folgenden Tabelle 1 sind die Echtheitsbewertungen aufgeführt.
Tabelle 1:
| Färbungen |
g/l Farbstoff |
Nassbügelechtheit |
ISO C2S-Wäsche |
| |
|
|
Aendern der Nuance |
Bluten auf Baumwolle |
| (1) |
ohne |
45 |
3-4 |
4 |
2 |
| mit |
20 |
5 |
5 |
3-4 |
| (2) |
ohne |
16 |
2 |
4 |
2 |
| mit |
12 |
5 |
5 |
5 |
| (3) |
ohne |
25 |
2-3 |
4-5 |
4 |
| mit |
12 |
4-5 |
5 |
5 |
| (4) |
ohne |
35 |
4-5 |
4-5 |
3-4 |
| mit |
20 |
5 |
5 |
5 |
[0045] Aehnliche Ergebnisse werden erhalten, wenn beim Färben anstelle des quaternären Ammoniumsalzes
der Formel (4) jeweils die gleiche Menge der quaternären Ammoniumsalze der Formeln
(6) und (7) verwendet wird.
[0046] Beispiel 2: Jeweils 20 g Baumwoll-Tricot, gebleicht und mercerisiert, werden getrennt auf einem
Foulard mit einer der 4 folgenden Flotten, welche im Liter
1) 25 g eines Farbstoffes der Formel

50 g des quaternären Ammoniumsalzes der Formel (5)
40 ml Natriumhydroxidlösung (30 %)
100 g Harnstoff und
3 g Natriumsalz der 3-Nitrobenzolsulfonsäure
2) 25 g eines Farbstoffes der Formel

50 g des quaternären Ammoniumsalzes der Formel (5)
40 ml Natriumhydroxidlösung (30 %)
100 g Harnstoff und
3 g Natriumsalz der 3-Nitrobenzolsulfonsäure
3) 25 g eines Farbstoffes der Formel

50 g des quaternären Ammoniumsalzes der Formel (5)
40 ml Natriumhydroxidlösung (30 %)
100g Harnstoff und
3 g Natriumsalz der 3-Nitrobenzolsulfonsäure
4) 25 g eines Farbstoffes der Formel

50 g des quaternären Ammoniumsalzes der Formel (5)
40 ml Natriumhydroxidlösung (30 %)
100g Harnstoff und
3 g Natriumsalz der 3-Nitrobenzolsulfonsäure
enthalten, imprägniert. Die Flottenaufnahme beträgt jeweils 100 %. Hierauf werden
die Tricotstücke nass aufgerollt und luftdicht verpackt 18 Stunden gelagert.
[0047] Anschliessend wird die Ware kalt und heiss gespült und getrocknet.
[0048] Von diesen 4 Färbungen werden die Nassbügelechtheit und die ISO C2S-Wäsche geprüft,
wobei auch entsprechende stärkegleiche, jeweils mit mehr Farbstoff erhaltenen Färbungen,
die jeweils ohne Zusatz des quaternären Ammoniumsalzes der Formel (5) erhalten worden
sind, mitgeprüft werden.
[0049] In der folgenden Tabelle 2 sind die Echtheitsbewertungen gegenübergestellt.
Tabelle 2:
| Färbungen |
g/l Farbstoff |
Nassbügelechtheit |
ISO C2S-Wäsche |
| |
|
|
Aendern der Nuance |
Bluten auf Baumwolle |
| (1) |
ohne |
40 |
4-5 |
5 |
4-5 |
| mit |
25 |
5 |
5 |
4-5 |
| (2) |
ohne |
37 |
4 |
5 |
4-5 |
| mit |
25 |
5 |
5 |
4-5 |
| (3) |
ohne |
35 |
4-5 |
5 |
4 |
| mit |
25 |
5 |
5 |
5 |
| (4) |
ohne |
38 |
4-5 |
5 |
5 |
| mit |
25 |
5 |
5 |
5 |
[0050] Beispiel 3: Je 20 g Baumwolltricot, gebleicht und mercerisiert, werden bei einer Flottenaufnahme
von 90 % mit einer Zubereitung foulardiert, die im Liter
35 g des quaternären Ammoniumsalzes der Formel (4)
30 ml Natriumhydroxidlösung (30 %)
enthält. Nach dem Foulardieren wird das Tricot nass aufgerollt und in einem Plastiksack
18 Stunden bei Raumtemperatur gelagert. Anschliessend wird die Ware kalt und heiss
gespült.
[0051] Das vorbehandelte Tricot wird zusammen mit 20 g nicht-behandeltem Tricot in einer
wässerigen Färbeflotte bei 50°C eingenetzt, welche bei einem Flottenverhältnis von
1:40 1 % des Farbstoffes Direct Blue 71 C.I. 43140 enthält Man steigert innert 30
Minuten die Temperatur auf 98°C und färbt 45 Minuten bei dieser Temperatur.
[0052] Man erhält 2 Tricotstücke, wobei das vorbehandelte Stück tiefblau gefärbt ist, während
das nicht-vorbehandelte Material nur leicht angefärbt ist.
[0053] Beispiel 4: Das gemäss Beispiel 3 vorbehandelte Tricot wird zusammen mit 20 g nichtvorbehandeltem
Tricot bei 98°C in einer wässerigen Flotte eingenetzt, welche bei einem Flottenverhältnis
von 1:30
1 % des Farbstoffes der Formel

enthält. Hierauf senkt man die Temperatur innert 30 Minuten auf 85°C, fügt
5 g/l Natriumcarbonat calc.
2 ml/l Natriumhydroxidlösung (30 %)
hinzu und behandelt das Material weitere 45 Minuten bei 85°C. Anschliessend werden
die Färbungen 5 Minuten in kochendem Wasser gespült.
[0054] Man erhält 2 Tricots, wobei das vorbehandelte Tricot tiefrot gefärbt ist, während
das nichtvorbehandelte Material nur leicht rosa gefärbt ist.
[0055] Beispiel 5: Das gemäss Beispiel 3 vorbehandelte Tricot wird zusammen mit 20 g nichtvorbehandeltem
Tricot und 20 g von auf gleiche Weise, jedoch nur mit 30 ml/l Natriumhydroxidlösung
(30 %) behandeltem Tricot in einer wässerigen Flotte bei 50°C eingenetzt, die bei
einem Flottenverhältnis von 1:40, 1 % eines Farbstoffes der Formel

enthält. Hierauf färbt man das Material 40 Minuten bei 50°C und spült es anschliessend
5 Minuten warm.
[0056] Man erhält 3 Tricotstücke, wobei das gemäss Beispiel 3 vorbehandelte Tricot tiefrot
gefärbt ist, während die 2 übrigen Tricotstücke nur leicht angefärbt sind.
1. Verfahren zur Verbesserung der Farbausbeute und der Nassechtheiten von mit anionischen
Farbstoffen auf Cellulosefasermaterial erzeugten Färbungen oder Drucken, dadurch gekennzeichnet,
dass man das Fasermaterial vor dem Färben oder während des Färbens mit einem quaternären
Ammoniumsalz der Formel

worin
R C₁-C₃-Alkyl,
X die Gruppe

Hal ein Halogenatom und
Q
⊖ das Anion einer aromatischen Sulfonsäure oder ein C₁-C₃-Alkylsulfation
bedeuten, behandelt.
2. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass R in Formel (1) Methyl oder
Ethyl bedeutet.
3. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass X in Formel
(1) die Chlorhydringruppe

bedeutet.
4. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Q⊖ in Formel (1) das Methylsulfation oder Ethylsulfation bedeutet.
5. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in Formel
(1) R Methyl, X

und Q
⊖ das Methylsulfation bedeuten.
6. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung
halbkontinuierlich gemäss dem Kaltverweilverfahren durchgeführt wird.
7. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung
gemäss dem Klotz-Kaltverweilverfahren und während des Färbens durchgeführt wird.
8. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung
aus alkalischem Medium erfolgt.
9. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung
zur Verbesserung der Farbausbeute und der Nassechtheiten von mit substantiven Farbstoffen
erzeugten Färbungen durchgeführt wird.
10. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das quaternäre
Ammoniumsalz der Formel (1) durch Umsetzen eines tertiären Diallylamins der Formel

worin X die in den Ansprüchen 1 bis 9 angegebene Bedeutung hat, mit einem Sulfonsäurealkylester
der Formel
(3) Z-SO₂-OR
worin Z einen Arylrest oder -OR bedeutet und R die in den Ansprüchen 1 bis 9 angegebene
Bedeutung hat, erhalten wird.
1. Procédé pour améliorer le rendement tinctorial et les solidités au mouillé de teintures
ou impressions produites par des colorants anioniques sur des matières fibreuses cellulosiques,
caractérisé en ce que l'on traite la matière fibreuse, avant la teinture ou pendant
la teinture, avec un sel d'ammonium quaternaire de formule :

dans laquelle R représente un groupe alkyle en C₁-C₃, X représente le groupe

Hal représente un atome d'halogène et Q
- représente l'anion d'un acide sulfonique aromatique ou un ion alkyl(C₁-C₃)sulfate.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que R représente un groupe méthyle
ou éthyle dans la formule (1).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que X représente, dans la
formule (1), le groupe chlorhydrine
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que Q- représente, dans la formule (1), l'ion méthylsulfate ou l'ion éthylsulfate.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, dans
la formule (1), R représente le groupe méthyle, X représente le groupe

et Q
- représente l'ion méthylsulfate.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le
traitement est réalisé de manière semi-continue, selon le procédé de séjour à froid.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le
traitement est réalisé selon le procédé de séjour à froid avec foulardage et pendant
la teinture.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le
traitement a lieu en milieu alcalin.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le
traitement est réalisé pour l'amélioration du rendement tinctorial et des solidités
au mouillé des teintures produites par des colorants substantifs.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'on
obtient le sel d'ammonium quaternaire de formule (1) en faisant réagir une diallylamine
tertiaire de formule :

dans laquelle X a les significations indiquées dans les revendications 1 à 9, avec
un ester d'alkyle d'acide sulfonique de formule :
Z-SO₂-OR (3)
dans laquelle Z représente un groupe aryle ou OR, et R a les significations indiquées
dans les revendications 1 à 9.