[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen schützenden
und/oder dekorativen Überzugs auf einer Substratoberfläche, bei dem
(1) als Basisbeschichtungszusammensetzung eine pigmentierte wäßrige Beschichtungszusammensetzung,
die als filmbildendes Material ein wasserverdünnbares Emulsionspolymer enthält, auf
die Substratoberfläche aufgebracht wird
(2) aus der in Stufe (1) aufgebrachten Zusammensetzung ein Polymerfilm gebildet wird
(3) auf der so erhaltenen Basisschicht eine geeignete transparente Deckbeschichtungszusammensetzung
aufgebracht wird und anschließend
(4) die Basisschicht zusammen mit der Deckschicht eingebrannt wird.
[0002] Die Erfindung betriffft auch wasserverdünnbare Beschichtungszusammensetzungen, wasserverdünnbare
Emulsionspolymere und ein Verfahren zur Herstellung von wasserverdünnbaren Emulsionspolymeren.
[0003] Das oben beschriebene Verfahren zur Herstellung von mehrschichtigen schützenden und/oder
dekorativen Überzügen ist bekannt und wird insbesondere zur Herstellung von Metalleffektlackierungen
auf Automobilkarosserien eingesetzt (vgl. z.B. EP-A-89497, DE-A-3 628 124 und EP-A-38
127).
[0004] Mit dem in Rede stehenden Verfahren können nur dann Metalleffektlackierungen mit
einem guten Metalleffekt hergestellt werden, wenn die eingesetzten wäßrigen Basisbeschichtungszusammensetzungen
so zusammengesetzt sind, daß sie - insbesondere mit Hilfe von automatischen Lackieranlagen
- in relativ dünnen, schnell trocknenden Schichten auf das Substrat aufgebracht werden
können und nach Durchführung der Verfahrensschritte (3) und (4) die Metallpigmentteilchen
in paralleler Ausrichtung zur Substratoberfläche enthalten.
[0005] Außerdem müssen die wäßrigen Basisbeschichtungszusammensetzungen so zusammengesetzt
sein, daß die Basisschicht der eingebrannten Metalleffektlackierung am Untergrund
gut haftet und die transparente Deckschicht auf der Basisschicht gut haftet. Weiter
müssen die wäßrigen Basisbeschichtungszusammensetzungen so zusammengesetzt sein, daß
die eingebrannte Metalleffektlackierung nach Belastung im Schwitzwasserkonstantklima
keine Vermattung, Enthaftungsphänomene oder gar Bläschen zeigt.
[0006] Schließlich ist es wünschenswert, daß die wäßrigen Basisbeschichtungszusammensetzungen
eine hohe Lagerstabilität zeigen.
[0007] In der DE-A-36 28 124 werden wäßrige Basisbeschichtungszusammensetzungen offenbart,
die als filmbildendes Material ein Gemisch aus einem wasserverdünnbaren Emulbionspolymer
und einem wasserverdünnbaren Polyurethanharz enthalten. Diese Basisbeschichtungszusammensetzungen
erfüllen die oben dargelegten Anforderungen nicht in optimaler Weise.
[0008] Die der vorliegenden Erfindung zugrundeliegende Aufgabenstellung besteht darin, für
das in Rede stehende Verfahren geeignete wäßrige Basisbeschichtungszusammensetzungen
bereitzustellen, die die oben dargelegten Anforderungen optimal erfüllen.
[0009] Diese Aufgabe wird überraschenderweise durch wäßrige Basisbeschichtungszusammensetzungen
gelöst, die ein wasserverdünnbares Emulsionspolymer enthalten, das erhältlich ist,
indem
(a) in einer ersten Stufe 10 bis 90 Gewichtsteile eines Gemisches aus
(a1) 100 bis 60, vorzugsweise 99,5 bis 75 Gew.-% eines cycloaliphatischen oder aliphatischen
Esters der Methacrylsäure oder Acrylsäure oder eines Gemisches aus solchen Estern
und
(a2) 0 bis 40, vorzugsweise 0,5 bis 25 Gew.-% eines mit (a1) copolymerisierbaren Monomeren
oder eines Gemisches aus solchen Monomeren
in wäßriger Phase in Gegenwart eines oder mehrerer Emulgatoren und eines oder mehrerer
radikalbildender Initiatoren polymerisiert werden, wobei die Summe der Gewichtsanteile
von (a1) und (a2) stets 100 Gew.-% ergibt und (a1) und (a2) so ausgewählt werden,
das in der ersten Stufe ein Polymer mit einer Glasübergangstemperatur (T
G₁) von +30 bis +110°C erhalten wird und
(b) nachdem mindestens 80 Gew.-% des in der ersten Stufe eingesetzten ethylenisch
ungesättigten Monomers bzw. Monomerengemisches umgesetzt worden sind, in einer zweiten
Stufe 90 bis 10 Gewichtsteile eines Gemisches aus
(b1) 47 bis 99, vorzugsweise 75 bis 90 Gew.-% eines cycloaliphatischen oder aliphatischen
Esters der Methacrylsäure oder Acrylsäure oder eines Gemisches aus solchen Estern
(b2) 1 bis 20, vorzugsweise 5 bis 15 Gew.-% eines mindestens eine Hydroxylgruppe tragenden
mit (b1), (b3) und (b4) copolymerisierbaren Monomeren oder eines Gemisches aus solchen
Monomeren
(b3) 0 bis 8, vorzugsweise 2 bis 6 Gew.-% eines mindestens eine Carboxyl- oder Sulfonsäuregruppe
tragenden mit (b1), (b2) und (b4) copolymerisierbaren Monomeren oder eines Gemisches
aus solchen Monomeren und
(b4) 0 bis 25, vorzugsweise 2 bis 15 Gew.-% eines weiteren mit (b1), (b2) und (b3)
copolymerisierbaren Monomeren oder eines Gemisches aus solchen Monomeren
in Gegenwart des in der ersten Stufe erhaltenen Polymers polymerisiert werden, wobei
die Summe der Gewichtsanteile von (b1), (b2), (b3) und (b4) stets 100 Gew.-% ergibt
und (b1), (b2), (b3) und (b4) so ausgewählt werden, daß eine alleinige Polymerisation
des in der zweiten Stufe eingesetzten Monomerengemisches zu einem polymer mit einer
Glasübergangstemperatur (T
G2) von -60 bis +20°C führen würde und wobei die Reaktionsbedingungen so gewählt werden,
daß das erhaltene Emulsionspolymer eine zahlenmittlere Molmasse von 200.000 bis 2.000.000
aufweist und wobei das in der ersten Stufe eingesetzte ethylenisch ungesättigte Monomer
bzw. Monomerengemisch und das in der zweiten Stufe eingesetzte Monomerengemisch in
Art und Menge so ausgewählt werden, daß das erhaltene Emulsionspolymer eine Hydroxylzahl
von 2 bis 100 aufweist und die Differenz T
G1 - T
G2 10 bis 170°C beträgt.
[0010] In der nicht vorveröffentlichten EP-A-332 011 werden wäßrige Beschichtungszusammensetzungen
offenbart, die als Holzlacke verwendbar sind und die ein hydroxylgruppenfreies, über
ein zweistufiges Emulsionspolymerisationsverfahren erhältliches, wasserverdünnbares
Emulsionspolymer enthalten. In der US-PS-4,150,005 werden wäßrige Beschichtungszusammensetzungen
offenbart, die ein wasserverdünnbares Emulsionspolymer enthalten, das erhältlich ist,
indem in einer ersten Emulsionspolymerisationsstufe ein stark hydrophiles Polymer
mit einer niedrigen Glasübergangstemperatur hergestellt wird und in dessen Gegenwart
in einer zweiten Emulsionspolymerisationsstufe ein hydrophobes Polymer mit einer hohen
Glasübergangstemperatur hergestellt wird. Mehrschichtige schützende und/oder dekorative
Überzüge der oben beschriebenen Art und die bei der Herstellung dieser Überzüge auftretenden
Probleme werden in der US-PS-4,150,005 nicht angesprochen. In der GB-A-2,034,334 werden
wäßrige Beschichtungszusammensetzungen beschrieben, die ein wasserverdünnbares, über
ein zweistufiges Emulsionspolymeribatlonsverfahren erhältliches Emulsionspolymer enthalten,
das zwingend N-Methylolgruppen aufweisen muß. Der GB-A-2,034,334 bind keine Hinweise
darauf zu entnehmen, daß die beiden polymerstufen sich in ihren Glasübergangstemperaturen
in der erfindungsgemäßen Art und Weise unterscheiden müssen. Mehrschichtige schützende
und/oder dekorative Überzüge der oben beschriebenen Art und die bei der Herstellung
dieser Überzüge auftretenden Probleme werden in der GB-A-2,034,334 nicht angesprochen.
In der EP-A-287 144 wird ein Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen Überzugs
der oben beschriebenen Art beschrieben, bei dem wäßrige Basisbeschichtungszusammensetzungen
eingesetzt werden, die ein über ein zweistufiges Emulsionspolymerisationsverfahren
erhältliches, wasserverdünnbares Emulbionspolymer enthalten, das in der zweiten Stufe
("Schale") einen sehr hohen Anteil an Säuregruppen aufweist und bei dem sich die erste
und zweite Polymerstufe in ihren Glasübergangstemperaturen derart unterscheiden, daß
die erste Stufe eine tiefere Glasübergangstemperatur aufweist als die zweite Stufe.
[0011] Die erfindungsgemäß eingesetzten wasserverdünnbaren Emulsionspolymere sind durch
eine zweistufige Emulsionspolymerisation in einem wäßrigen Medium in den bekannten
Apparaturen, beispielsweise in einem Rührkessel mit Heiz- und Kühlvorrichtung, herstellbar.
Die Zugabe der Monomeren kann in der Weise erfolgen, daß eine Lösung aus dem gesamten
Wasser, dem Emulgator und einem Teil des Initiators vorgelegt wird und das Monomer
bzw. Monomerengemisch und getrennt davon, aber parallel dazu der Rest des Initiators
bei der Polymerisationstemperatur langsam zugegeben wird. Es ist jedoch auch möglich,
einen Teil des Wassers und des Emulgators vorzulegen und aus dem Rest des Wassers
und des Emulgators und aus dem Monomer bzw. Monomerengemisch eine Voremulsion herzustellen,
die bei der Polymerisationstemperatur langsam zugegeben wird, wobei der Initiator
wiederum getrennt zugegeben wird.
Es ist bevorzugt, in der ersten Stufe das Monomer bzw. Mono- merengemisch in Form
einer Voremulsion zuzugeben und in der zweiten Stufe das Monomer bzw. Monomerengemisch
in Substanz, d.h. ohne Wasser und Emulgator zuzugeben und den Initiator getrennt,
aber parallel dazu zuzugeben. Es ist besonders bevorzugt, in der ersten Stufe aus
einem Teil (in der Regel etwa 30 Gew.-% der insgesamt einzusetzenden Voremulsion)
der in der ersten Stufe einzusetzenden Voremulsion zuerst ein Saatpolymer herzustellen
und danach den Rest der in der ersten Stufe einzusetzenden Voremulsion zuzugeben.
Die Polymerisationstemperatur liegt im allgemeinen im Bereich von 20 bis 100°C, vorzugsweise
40 bis 90°C.
[0012] Das Mengenverhältnis zwischen den Monomeren und dem Wasser kann so ausgewählt werden,
daß die resultierende Dispersion einen Feststoffgehalt von 30 bis 60 Gew.-%, vorzugsweise
35 bis 50 Gew.-% aufweist.
[0013] Als Emulgator wird vorzugsweise ein anionischer Emulgator allein oder im Gemisch
eingesetzt.
[0014] Beispiele für anionische Emulgatoren sind die Alkalisalze von Schwefelsäurehalbestern
von Alkylphenolen oder Alkoholen, ferner die Schwefelsäurehalbester von oxethylierten
Alkylphenolen oder oxethylierten Alkoholen, vorzugsweise die Alkalisalze des Schwefelsäurehalbesters
eines mit 4 - 5 Mol Ethylenoxid pro Mol umgesetzten Nonylphenols, Alkyl- oder Arylsulfonats,
Natriumlaurylsulfat, Natriumlaurylethoxylatsulfat und sekundäre Natriumalkansulfonate,
deren Kohlenstoffkette 8 - 20 Kohlenstoffatome enthält. Die Menge des anionischen
Emulgators beträgt 0,1 - 5,0 Gew.-%, bezogen auf die Monomeren, vorzugsweise 0,5 -
3,0 Gew.-%. Ferner kann zur Erhöhung der Stabilität der wässrigen Dispersionen zusätzlich
ein nichtionischer Emulgator vom Typ eines ethoxylierten Alkylphenols oder Fettalkohols,
z.B. ein Additionsprodukt von 1 Mol Nonylphenol und 4 - 30 Mol Ethylenoxid in Mischung
mit dem anionischen Emulgator eingesetzt werden.
[0015] Als radikalbildender Initiator wird vorzugsweise eine Peroxidverbindung eingesetzt.
Der Initiator ist wasserlöslich oder monomerlöslich. Vorzugsweise wird ein wasserlöslicher
Initiator verwendet.
[0016] Als Initiatoren eignen sich die üblichen anorganischen Perverbindungen, wie Ammoniumpersulfat,
Kaliumpersulfat, Ammonium- oder Alkalimetallperoxydiphosphat und organische Peroxide,
wie z.B. Benzoylperoxid, organische Perester, wie Perisopivalat, zum Teil in Kombination
mit Reduktionsmitteln, wie Natriumdisulfit, Hydrazin, Hydroxylamin und katalytische
Mengen Beschleuniger, wie Eisen-, Kobalt-, Cer- und Vanadylsalze eingesetzt, vorzugsweise
Alkali- bzw. Ammoniumperoxydisulfate. Es können auch die Redox-Initiatorsysteme, die
in der EP-A-107300 offenbart werden, eingesetzt werden.
[0017] In der ersten Stufe werden 10 bis 90, vorzugsweise 35 bis 65 Gewichtsteile eines
ethylenisch ungesättigten Monomeren oder eines Gemisches aus ethylenisch ungesättigten
Monomeren emulsionspolymerisiert. Das in der ersten Stufe eingesetzte Monomer bzw.
Monomerengemisch wird so ausgewählt, daß bei völliger Auspolymerisation des in der
ersten Stufe eingesetzten Monomers bzw. Monomerengemisches ein Polymer mit einer Glasübergangstemperatur
(T
G1) von + 30°C bis + 110°C, vorzugsweise 60 bis 95°C erhalten wird. Da die Glasüber-
gangstemperatur von Emulsionspolymeren nach der Gleichung

[0018]
- TG
- = Glasübergangstemp. des Copolymers in °K
- Wn
- = Gewichtsanteil des n-ten Monomers
- TGn
- = Glasübergangstemp. des Homopolymers aus dem n-ten Monomer
- x
- = Anzahl der verschiedenen Monomeren
näherungsweise berechnet werden kann, bereitet es dem Fachmann keine Probleme, das
in der ersten Stufe einzusetzende Monomer bzw. Monomerengemisch so auszuwählen, daß
bei völliger Auspolymerisation des in der ersten Stufe eingesetzten Monomers bzw.
Monomerengemisches ein polymer mit einer Glasübergangstemperatur (T
G1) von + 30 bis + 110°C, vorzugsweise 60 bis 95°C erhalten wird.
[0019] Als Beispiele für Monomere, die in der ersten Stufe eingesetzt werden können, werden
genannt: vinylaromatische Kohlenwasserstoffe, wie Styrol, α -Alkylstyrol und Vinyltoluol,
Ester der Acrylsäure oder Methacrylsäure, insbesondere aliphatische und cycloaliphatische
Acrylate oder Methacrylate mit bis zu 20 Kohlenstoffatomen im Alkoholrest, wie z.B.
Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Butyl-, Hexyl-, Ethylhexyl-, Stearyl-, Lauryl- und Cyclohexylacrylat
oder -methacrylat, Acryl- und/oder Methacrylsäure, Acryl- und/oder Methacrylamid,
N-Methylolacrylamid und/oder N-Methylolmethacrylamid, Hydroxyalkylester der Acrylsäure,Methacrylsäure
oder einer anderenα ,β-ethylenisch ungesättigten Carbonsäure, wie z.B. 2-Hydroxyethylacrylat,
2-Hydroxypropylacrylat, 3-Hydroxypropylacrylat, 2-Hydroxypropylmethacrylat, 3-Hydroxypropylmethacrylat,
2-Hydroxyethylmethacrylat, 4-Hydroxybutylacrylat, 4-Hydroxybutylmethacrylat usw.
[0020] In der ersten Stufe werden vorzugsweise ethylenisch ungesättigte Monomere bzw. Gemische
aus ethylenisch ungesättigten Monomeren eingesetzt, die im wesentlichen frei von Hydroxyl-
und Carboxylgruppen sind. "Im wesentlichen frei" soll bedeuten, daß es bevorzugt ist,
Monomere bzw. Monomerengemische einzusetzen, die frei von Hydroxyl- und Carboxylgruppen
sind, daß die eingesetzten Monomere bzw. Monomerengemische aber auch geringe Mengen
(z.B. infolge von Verunreinigungen) an Hydroxyl- und/oder Carboxylgruppen enthalten
können. Der Gehalt an Hydroxyl- und Carboxylgruppen sollte vorzugsweise höchstens
so hoch sein, daß ein aus dem in der ersten Stufe eingesetzten Monomer bzw. Monomerengemisch
hergestelltes Polymer eine OH-Zahl von höchstens 5 und eine Säurezahl von höchstens
3 aufweist.
[0021] In der ersten Stufe wird besonders bevorzugt ein Gemisch aus
(a1) 100 bis 60, vorzugsweise 99,5 bis 75 Gew.-% eines cycloaliphatischen oder aliphatischen
Esters der Methacrylsäure oder Acrylsäure oder eines Gemisches aus solchen Estern
und
(a2) 0 bis 40, vorzugsweise 0,5 bis 25 Gew.-% eines mit (a1) copolymerisierbaren Monomeren
oder eines Gemisches aus solchen Monomeren
eingesetzt, wobei die Summe der Gewichtsanteile von (a1) und (a2) stets 100 Gew.-%
ergibt.
[0022] Als Komponente (a1) können z.B. eingesetzt werden: Cyclohexylacrylat, Cyclohexylmethacrylat,
Alkylacrylate und Alkylmethacrylate mit bis zu 20 Kohlenstoffatomen im Alkylrest,
wie z.B. Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Butyl-, Hexyl-, Ethylhexyl-, Stearyl- und Laurylacrylat
und -methacrylat oder Gemische aus diesen Monomeren.
[0023] Als Komponente (a2) können z.B. eingesetzt werden vinylaromatische Kohlenwasserstoffe,
wie Styrol, α-Alkylstyrol und Vinyltoluol, Acryl und Methacrylamid und Acryl- und
Methacrylnitril oder Gemische aus diesen Monomeren.
[0024] Nachdem mindestens 80 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 95 Gew.-% des in der ersten
Stufe eingesetzten ethylenisch ungesättigten Monomers bzw. Monomerengemisches umgesetzt
worden sind, werden in einer zweiten Stufe 90 bis 10, vorzugsweise 65 bis 35 Gewichtsteile
eines ethylenisch ungesättigten Monomeren oder eines Gemisches aus ethylenisch ungesättigten
Monomeren in Gegenwart des in der ersten Stufe erhaltenen Polymers emulsionspolymerisiert,
wobei das in der zweiten Stufe eingesetzte Monomer bzw. Monomerengemisch so ausgewählt
wird, daß eine alleinige Polymerisation des in der zweiten Stufe eingesetzten Monomers
bzw. Monomerengemisches zu einem Polymer mit einer Glasübergangstemperatur (T
G2) von -60 bis +20°C, vorzugsweise -50 bis 0°C führen würde. Diese Auswahl bereitet
dem Fachmann keine Schwierigkeiten, da die Glasübergangstemperaturen von Emulsionspolymeren
- wie oben bereits dargelegt - leicht näherungsweise berechnet werden können.
[0025] Es ist weiter erfindungswesentlich, daß das in der ersten Stufe eingesetzte Monomer
bzw. Monomerengemisch und das in der zweiten Stufe eingesetzte Monomer bzw. Monomerengemisch
in der Art und Menge so ausgewählt werden, daß das erhaltene Emulsionspolymer eine
Hydroxylzahl von 2 bis 100, vorzugsweise von 10 bis 50 aufweist und die Differenz
T
G1 - T
G2 10 bis 170, vorzugsweise 80 bis 150°C beträgt.
[0026] Als Beispiele für Monomere, die in der zweiten Stufe eingesetzt werden können, werden
genannt: vinylaromatische Kohlenwasserstoffe, wie Styrol, α-Alkylstyrol und Vinyltoluol,
Ester der Acrylsäure oder Methacrylsäure, insbesondere aliphatische und cycloaliphatische
Acrylate oder Methacrylate mit bis zu 20 Kohlenstoffatomen im Alkoholrest, wie z.B.
Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Butyl-, Hexyl-, Ethylhexyl-, Stearyl-, Lauryl- und Cyclohexylacrylat
oder -methacrylat, Acryl- und/oder Methacrylsäure, Acryl und/oder Methacrylamid, N-Methylolacrylamid
und/oder N-Methylolmethacrylamid, Hydroxyalkylester der Acrylsäure, Methacrylsäure
oder einer anderenα, β-ethylenisch ungesättigten Carbonsäure, wie z.B. 2-Hydroxyethylacrylat,
2-Hydroxypropylacrylat, 3-Hydroxypropylacrylat, 2-Hydroxypropylmethacrylat, 3-Hydroxypropylmethacrylat,
2-Hydroxyethylmethacrylat, 4-Hydroxybutylacrylat, 4-Hydroxybutylmethacrylat usw.
[0027] In der zweiten Stufe wird vorzugsweise ein Gemisch aus
(b1) 47 bis 99, vorzugsweise 75 bis 90 Gew.-% eines cycloaliphatischen oder aliphatischen
Esters der Methacrylsäure oder Acrylsäure oder eines Gemisches aus solchen Estern
(b2) 1 bis 20, vorzugsweise 5 bis 15 Gew.-% eines mindestens eine Hydroxylgruppe tragenden
mit (b1), (b3) und (b4) copolymerisierbaren Monomeren oder eines Gemisches aus solchen
Monomeren
(b3) 0 bis 8, vorzugsweise 2 bis 6 Gew.-% eines mindestens eine Carboxyl- oder Sulfonsäuregruppe
tragenden, mit (b1), (b2) und (b4) copolymerisierbaren Monomeren oder eines Gemisches
aus solchen Monomeren und
(b4) 0 bis 25, vorzugsweise 2 bis 15 Gew.-% eines weiteren mit (b1), (b2) und (b3)
copolymerisierbaren Monomeren oder eines Gemisches aus solchen Monomeren eingesetzt,
wobei die Summe der Gewichtsanteile von (b1), (b2), (b3) und (b4) stets 100 Gew. %
ergibt.
[0028] Als Komponente (b1) können z.B. eingesetzt werden: Cyclohexylacrylat, Cyclohexylmethacrylat,
Alkylacrylate und Alkylmethacrylate mit bis zu 20 Kohlenstoffatomen im Alkylrest,
wie z.B. Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Butyl-, Hexyl-, Ethylhexyl-, Stearyl- und Laurylacrylat
und -methacrylat oder Gemische aus diesen Monomeren.
[0029] Als Komponente (b2) können z.B. eingesetzt werden: Hydroxyalkylester der Acrylsäure,
Methacrylsäure oder einer anderen α,β-ethylenisch ungesättigten Carbonsäure. Diese
Ester können sich von einem Alkylenglykol ableiten, das mit der Säure verestert ist,
oder sie können durch Umsetzung der Säure mit einem Alkylenoxid erhalten werden. Als
Komponente (b2) werden vorzugsweise Hydroxyalkylester der Acrylsäure und Methacrylsäure,
in denen die Hydroxyalkylgruppe bis zu 4 Kohlenstoffatome enthält, oder Mischungen
aus diesen Hydroxyalkylestern eingesetzt. Als Beispiele für derartige Hydroxyalkylester
werden 2-Hydroxyethylacrylat, 2-Hydroxypropylacrylat, 3-Hydroxypropylacrylat, 2-Hydroypropylmethacrylat,
3-Hydroxypropylmethacrylat, 2-Hydroxyethylmethacrylat, 4-Hydroxybutylacrylat oder
4-Hydroxybutylmethacrylat genannt. Entsprechende Ester von anderen ungesättigten Säuren,
wie z.B. Ethacrylsäure, Crotonsäure und ähnliche Säuren mit bis zu etwa 6 Kohlenstoffatomen
pro Molekül können auch eingesetzt werden.
Als Komponente (b3) werden vorzugsweise Acrylsäure und/oder Methacrylsäure und/oder
Acrylamidomethylpropansulfonsäure eingesetzt. Es können aber auch andere ethylenisch
ungesättigte Säuren mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen im Molekül eingesetzt werden. Als
Beispiele für solche Säuren werden Ethacrylsäure, Crotonsäure, Maleinsäure, Fumarsäure
und Itaconsäure genannt.
[0030] Als Komponente (b4) können z.B. eingesetzt werden: vinylaromatische Kohlenwasserstoffe,
wie Styrol, α-Alkylstyrol und Vinyltoluol, Acryl- und Methacrylamid und Acryl- und
Methacrylnitril oder Gemische aus diesen Monomeren.
[0031] Das erfindungsgemäß eingesetzte Emulsionspolymer sollte eine zahlenmittlere Molmasse
(Bestimmung: gelpermeationschromatographisch mit Polystyrol als Standard) von 200.000
bis 2.000.000, vorzugsweise von 300.000 bis 1.500.000 aufweisen.
[0032] Dem Fachmann ist bekannt, wie er die Reaktionsbedingungen während der Emulsionspolymerisation
zu wählen hat, damit er Emulsionspolymere erhält, die die oben angegebenen zahlenmittleren
Molmassen aufweisen (vgl. z.B. Chemie, Physik und Technologie der Kunststoffe in Einzeldarstellungen,
Dispersionen synthetischer Hochpolymerer, Teil 1 von F. Hölscher, Springer Verlag,
Berlin, Heidelberg, New York, 1969).
[0033] Es ist bevorzugt, daß die erfindungsgemäßen wäßrigen Basisbeschichtungszusammensetzungen
neben dem oben beschriebenen Emulsionspolymer noch ein wasserverdünnbares Polyurethanharz
als filmbildendes Material enthalten.
[0034] Die erfindungsgemäßen Basisbeschichtungszusammensetzungen enthalten vorzugsweise
wasserverdünnbare, Harnstoffgruppen enthaltende Polyurethanharze, die ein zahlenmittleres
Molekulargewicht (Bestimmung: gelpermeationschromatographisch mit Polystyrol als Standard)
von 1000 bis 60.0000, vorzugsweise 1500 bis 50.000 und eine Säurezahl von 5 bis 70,
vorzugsweise 10 bis 30 aufweisen und durch Umsetzung, vorzugsweise Kettenverlängerung
von Isocyanatgruppen aufweisenden Präpolymeren mit Polyaminen und/oder Hydrazin herstellbar
sind.
[0035] Die Herstellung des isocyanatgruppenhaltigen präpolymeren kann durch Reaktion von
Polyalkoholen mit einer Hydroxylzahl von 10 bis 1800, bevorzugt 50 bis 500, mit überschüssigen
Polyisocyanaten bei Temperaturen bis zu 150°C, bevorzugt 50 bis 130°C, in organischen
Lösemitteln, die nicht mit Isocyanaten reagieren können,-erfolgen. Das Äquivalenzverhältnis
von NCO zu OH-Gruppen liegt zwischen 1,5 und 1,0 zu 1,0, bevorzugt zwischen 1,4 und
1,2 zu 1. Die zur Herstellung des Präpolymeren eingesetzten Polyole können niedrigmolekular
und/oder hochmolekular sein und sie können reaktionsträge anionische Gruppen enthalten.
[0036] Um die Härte des Polyurethans zu erhöhen, kann man niedrigmolekulare Polyole einsetzen.
Sie haben ein Molekulargewicht von 60 bis zu etwa 400 und können aliphatische, alicyclische
oder aromatische Gruppen enthalten. Es werden dabei Mengen bis zu 30 Gew.-% der gesamten
Polyol-Bestandteile, bevorzugt etwa 2 bis 20 Gew.-% eingesetzt. Vorteilhaft sind die
niedermolekularen Polyole mit bis zu etwa 20 Kohlenstoffatomen je Molekül, wie Ethylenglykol,
Diethylenglykol, Triethylenglykol, 1,2-Propandiol, 1,3-Propandiol, 1,4-Butandiol,
1,2-Butylenglykol, 1,6-Hexandiol, Trimethylolpropan, Rizinusöl oder hydriertes Rizinusöl,
Di-trimethylolpropanether, Pentaerythrit, 1,2-Cyclohexandiol, 1,4-Cyclohexandimethanol,
Bisphenol A, Bisphenol F, Neopentylglykol, Hydroxypivalinsäure-neopentylglykolester,
hydroxyethyliertes oder hydroxypropyliertes Bisphenol A, hydriertes Bisphenol A und
deren Mischungen.
Um ein NCO-Präpolymeres hoher Flexibilität zu erhalten, sollte ein hoher Anteil eines
überwiegend lineares Polyols mit einer bevorzugten Hydroxylzahl von 30 bis 150 zugesetzt
werden. Bis zu 97 Gew.-% des gesamten Polyols können aus gesättigten und ungesättigten
Polyestern und/oder Polyethern mit einer Molmasse Mn von 400 bis 5000 bestehen. Als
hochmolekulare Polyole sind geeignet aliphatische Polyetherdiole der allgemeinen Formel
H-(-0-(-CHR)
n-)
m-OH in der R = Wasserstoff oder ein niedriger, gegebenenfalls mit verschiedenen Substituenten
versehener Alkylrest ist, wobei n = 2 bis 6, bevorzugt 3 bis 4 und m - 2 bis 100,
bevorzugt 5 bis 50 ist. Beispiele sind lineare oder verzweigte Polyetherdiole, wie
Poly-(oxyethylen)glykole Poly(oxypropylen)glykole und/oder Poly(oxybutylen)glykole.
Die ausgewählten Polyetherdiole sollen keine übermäßigen Mengen an Ethergruppen einbringen,
weil sonst die gebildeten polymere in Wasser anquellen. Die bevorzugten Polyetherdiole
sind Poly(oxypropylen)glykole im Molmassenbereich Mn von 400 bis 3000. Polyesterdiole
werden durch Veresterung von organischen Dicarbonsäuren oder ihren Anhydriden mit
organischen Diolen hergestellt oder leiten sich von einer Hydroxycarbonsäure oder
einem Lacton ab. Um verzweigte Polyesterpolyole herzustellen, können in geringem Umfang
Polyole oder Polycarbonsäuren mit einer höheren Wertigkeit eingesetzt werden. Die
Dicarbonsäuren und Diole können lineare oder verzweigte aliphatische, cycloaliphatische
oder aromatische Dicarbonsäuren oder Diole sein.
Die zur Herstellung der Polyester verwendeten Diole bestehen beispielsweise aus Alkylenglykolen,
wie Ethylenglykol, Propylenglykol, Butylenglykol, Butandiol-1,4, Hexandiol-1,6, Neopentylglykol
und andere Diole, wie Dimethylcyclohexan. Die Säurekomponente des Polyesters besteht
in erster Linie aus niedermolekularen Dicarbonsäuren oder ihren Anhydriden mit 2 bis
30, bevorzugt 4 bis 18 Kohlenstoffatomen im Molekül. Geeignete Säure sind beispielsweise
o-Phthalsäure, Isophthalsäure, Terephthalsäure, Tetrahydrophthalsäure, Cyclohexandicarbonsäure,
Bernsteinsäure, Adipinsäure, Azelainsäure, Sebazinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure,
Glutarsäure, Hexachlorheptandicarbonsäure, Tetrachlorphthalsäure und/oder dimersisierte
Fettsäuren. Anstelle dieser Säuren können auch ihre Anhydride, soweit diese existieren,
verwendet werden. Bei der Bildung von Polyesterpolyolen können auch kleinere Mengen
an Carbonsäuren mit 3 oder mehr Carboxylgruppen, beispielsweise Trimellithsäureanhydrid
oder das Addukt von Maleinsäureanhydrid an ungesättigten Fettsäuren anwesend sein.
[0037] Erfindungsgemäß werden auch Polyesterdiole eingesetzt, die durch Umsetzung eines
Lactons mit einem Diol erhalten werden. Sie zeichnen sich durch die Gegenwart einer
endständigen Hydroxylgruppe und wiederkehrende Polyesteranteil der Formel -(-CO-(CHR)
n-CH₂-0-)- aus. Hierbei ist n bevorzugt 4 bis 6 und der Substituent R Wasserstoff,
ein Alkyl-, Cycloalkyl- oder Alkoxy-Rest. Kein Substituent enthält mehr als 12 Kohlenstoffatome.
Die gesamte Anzahl der Kohlenstoffatome im Substituenten übersteigt nicht 12 pro Lactonring.
Beispiele hierfür sind Hydroxycapronsäure, Hydroxybuttersäure, Hydroxydecansäure und/oder
Hydroxystearinsäure. Das als Ausgangsmaterial verwendete Lacton kann durch die folgende
allgemeine Formel dargestellt werden

in der n und R die bereits angegebene Bedeutung haben. Für die Herstellung der Polyesterdiole
wird das unsubstituierte -Caprolacton, bei dem n den Wert 4 hat und alle R-Substituenten
Wasserstoff sind, bevorzugt. Die Umsetzung mit Lacton wird durch niedermolekulare
Polyole, wie Ethylenglykol, 1,3-Propandiol, 1,4-Butandiol, Dimethylolcyclohexan gestartet.
Es können jedoch auch andere Reaktionskomponenten, wie Ethylendiamin, Alkyldiakanolamine
oder auch Harnstoff mit Caprolacton umgesetzt werden.
[0038] Als höhermolekulare Diole eigenen sich auch Polylactamdiole, die durch Reaktion von
beispielsweise ε-Caprolactam mit niedermolekularen Diolen hergestellt werden.
[0039] Als typische multifunktionelle Isocyanate werden verwendet aliphatische, cycloaliphatische
und/oder aromatische Poly isocyanate mit mindestens zwei Isocyanatgruppen pro Molekül.
Bevorzugt werden die Isomeren oder Isomerengemische von organischen Diisocyanaten.
Als aromatische Diisocyanate eignen sich Phenylendiisocyanat, Toluylendiisocyanat,
Xylylendiisocyanat, Biphenylendiisocyanat, Naphthylendiisocyanat und Diphenylmethandiisocyanat.
Aufgrund ihrer guten Beständigkeit gegenüber ultraviolettem Licht ergeben (cyclo)aliphatische
Diisocyanate Produkte mit geringer Vergilbungsneigung. Beispiele hierfür sind Isophorondiisocyanat,
Cyclopentylendiisocyant sowie die Hydrierungsprodukte der aromatischen Diisocyanate,
wie Cyclohexylendiisocyanat, Methylcyclohexylendiisocyanat und Dicyclohexylmethandiisocyanat.
Als Beispiele für aliphatische Diisocyanate werden Trimethylendiisocyanat, Tetramethylendiisocyanat,
Pentamethylendiisocyanat, Hexamethylendiisocyanat, Propylendiisocyanat, Ethylethylendiisocyanat,
Dimethylethylendiisocyanat, Methyltrimethylendiisocyanat und Trimethylhexandiisocyanat.
Besonders bevorzugt werden als Diisocyanate Isophorondiisocyanat und Dicyclohexyl-methandiisocyanat.
Die zur Bildung des Präpolymeren gebrauchte Polyisocyanat-Komponente kann auch einen
Anteil höherwertiger Polyisocyanate enthalten, vorausgesetzt dadurch wird keine Gelbildung
verursacht. Als Triisocyanate haben sich Produkte bewährt, die durch Trimerisation
oder Oligomerisation von Diisocyanaten oder durch Reaktion von Diisocyanaten mit polyfunktionellen
OH- oder NH-Gruppen enthaltenden Verbindungen entstehen. Hierzu gehören beispielsweise
das Biuret von Hexamethylendiisocyanat und Wasser, das Isocyanurat des Hexamethylendiisocyanats
oder das Addukt von Isophorondiisocyanat an Trimethylolpropan.
Die mittlere Funktionalität kann gegebenenfalls durch Zusatz von Monoisocyanaten gesenkt
werden. Beispiele für solche kettenabbrechenden Monoisocyanate sind Phenylisocyanat,
Cyclohexylisocyanat und Stearylisocyanat.
Polyurethane sind im allgemeinen nicht mit Wasser verträg lich, wenn nicht bei ihrer
Synthese spezielle Bestandteile eingebaut und/oder besondere Herstellungsschritte
vorgenommen werden. So wird eine so große Säurezahl eingebaut, daß das neutralisierte
Produkt stabil in Wasser zu dispergieren ist. Hierzu dienen Verbindungen, die zwei
mit Isocyanatgruppen reagierende H-aktive Gruppen und mindestens eine zur Anionenbildung
befähigte Gruppe enthalten. Geeignete, mit Isocyanatgruppen reagierende Gruppen, sind
insbesondere Hydoxylgruppen sowie primäre und/oder sekundäre Aminogruppen. Gruppen,
die zur Anionenbildung befähigt sind, sind Carboxyl-, Sulfonsäure und/oder Phosphonsäuregruppen.
Bevorzugt werden Carbonsäure- oder Carboxylatgruppen verwendet. Sie sollen so reaktionsträge
sein, daß die Isocyanatgruppen des Diisocyanats vorzugsweise mit den anderen gegenüber
Isocyanatgruppen reaktiven Gruppen des Moleküls reagieren. Es werden dazu Alkansäuren
mit zwei Substituenten am -ständigen Kohlenstoffatöm eingesetzt. Der Substituent kann
eine Hydroxylgruppe, eine Alkylgruppe oder eine Alkylolgruppe sein. Diese Polyole
haben wenigstens eine, im allgemeinen 1 bis 3 Carboxylgruppen im Molekül. Sie haben
zwei bis etwa 25, vorzugsweise 3 bis 10 Kohlenstoffatome. Beispiele für solche Verbindungen
sind Dihydroxypropionsäure, Dihydroxybernsteinsäure und Dihydroxybenzoesäure. Eine
besonders bevorzugte Gruppe von Dihydroxyalkansäuren sind dieα ,α-Dimethylolalkansäuren,
die durch die Strukturformel RC(CH₂OH)₂COOH gekennzeichnet sind, worin R=Wasserstoff
oder eine Alkylgruppe mit bis zu etwa 20 Kohlenstoffatomen bedeutet. Beispiele für
solche Verbindungen sind 2,2-Dimethylolessigsäure, 2,2-Dimethylolpropionsäure, 2,2-Dimethylolbuttersäure
und 2,2-Dimethylolpentansäure. Die bevorzugte Dihydroxyalkansäure ist 2,2-Dimethylolpropionsäure.
Aminogruppenhaltige Verbindungen sind beispielsweise , -Diaminovaleriansäure, 3,4-Diaminobenzoesäure,
2,4-Diaminotoluolsulfonsäure und 2,4-Diamino-diphenylethersulfonsäure. Das Carboxylgruppen
enthaltende Polyol kann 3 bis 100 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 50 Gew.-% des gesamten
Polyolbestandteiles im NCO-Präpolymeren ausmachen.
Die durch die Carboxylgruppen-Neutralisation in Salzform verfügbare Menge an ionisierbaren
Carboxylgruppen beträgt im allgemeinen wenigstens 0,4 Gew.-%, vorzugsweise wenigstens
0,7 Gew.-%, bezogen auf den Feststoff. Die obere Grenze beträgt etwa 6 Gew.-%. Die
Menge an Dihydroxyalkansäuren im unneutralisierten Präpolymeren ergibt eine Säurezahl
von wenigstens 5, vorzugsweise wenigstens 10. Die obere Grenze der Säurezahl liegt
bei 70, vorzugsweise bei 40, bezogen auf den Feststoff.
Diese Dihydroxyalkansäure wird vor der Umsetzung mit Isocyanaten vorteilhafterweise
mindestens anteilweise mit einem tertiären Amin neutralisiert, um eine Reaktion mit
den Isocyanaten zu vermeiden.
Die erfindungsgmäß verwendeten NCO-Präpolymere können durch gleichzeitige Umsetzung
des Polyols oder Polyolgemisches mit einem Diisocyanat-Überschuß hergestellt werden.
Andererseits kann die Umsetzung auch in vorgeschriebener Reihenfolge stufenweise vorgenommen
werden.
Beispiele sind in den DE 26 24 442 und DE 32 10 051 beschrieben. Die Reaktionstemperatur
beträgt bis zu 150°C, wobei eine Temperatur im Bereich von 50 bis 130°C bevorzugt
wird. Die Umsetzung wird fortgesetzt, bis praktisch alle Hydroxylfunktionen umgesetzt
sind.
[0040] Das NCO-Präpolymer enthält wenigstens etwa 0,5 Gew.-% Isocyanatgruppen, vorzugsweise
wenigstens 1 Gew.-% NCO, bezogen auf Feststoff. Die obere Grenze liegt bei etwa 15
Gew.-%, vorzugsweise 10 Gew.-%, besonders bevorzugt bei 5 Gew.-%. Die Umsetzung kann
gegebenenfalls in Gegenwart eines Katalysators, wie Organozinnverbindungen und/oder
tertiären Aminen durchgeführt werden. Um die Reaktionsteilnehmer in flüssigem Zustand
zu halten und eine bessere Temperaturkontrolle während der Reaktion zu ermöglichen,
ist der Zusatz von organischen Lösemitteln, die keinen aktiven Wasserstoff nach Zerewitinoff
enthalten, möglich. Verwendbare Lösemittel sind beispielsweise Dimethylformamid, Ester,
Ether, wie Diethylenglykol-dimethylether, Ketoester, Ketone, wie Methylethylketon
und Aceton, mit Methoxygruppen substituierte Ketone, wie Methoxy-hexanon, Glykoletherester,
chlorierte Kohlenwasserstoffe, aliphatische und alicyclische Kohlenwasserstoffpyrrolidone,
wie N-Methylpyrrolidon, hydrierte Furane, aromatische Kohlenwasserstoffe und deren
Gemische. Die Menge an Lösemittel kann in weiten Grenzen variieren und sollte zur
Bildung einer Präpolymer-Lösung mit geeigneter Viskosität ausreichen. Meistens genügen
0,01 bis 15 Gew.-% Lösemittel, vorzugsweise 0,02 bis 8 Gew.-% Lösemittel, bezogen
auf den Festkörper. Sieden die gegebenenfalls nicht wasserlöslichen Lösemittel niedriger
als das Wasser, so können sie nach der Herstellung der harnstoffhaltigen Polyurethan-Dispersion
durch Vakuumdestillation oder Dünnschichtverdampfung schonend abdestilliert werden.
Höhersiedende Lösemittel sollten wasserlöslich sein und verbleiben in der wäßrigen
Polyurethan-Dispersion, um das Zusammenfließen der polymer-Teilchen während der Filmbildung
zu erleichtern. Besonders bevorzugt sind als Lösemittel N-Methylpyrrolidon, gegebenenfalls
im Gemisch mit Ketonen, wie Methylethylketon.
Die anionischen Gruppen des NCO-Präpolymeren werden mit einem tertiären Amin mindestens
teilweise neutralisiert. Die dadurch geschaffene Zunahme der Dispergierbarkeit in
Wasser reicht für eine unendliche Verdünnbarkeit aus. Sie reicht auch aus, um das
neutralisierte harnstoffgruppenhaltige Polyurethan beständig zu dispergieren. Geeignete
tertiäre Amine sind beispielsweise Trimethylamin, Triethylamin, Dimethylethylamin,
Diethylmethylamin, N-Methylmorpholin. Das NCO-Präpolymer wird nach der Neutralisation
mit Wasser verdünnt und ergibt dann eine feinteilige Dispersion. Kurz danach werden
die noch vorhandenen Isocyanatgruppen mit Di- und/oder Polyaminen mit primären und/oder
sekundären Aminogruppen als Kettenverlängerer umgesetzt. Diese Reaktion führt zu einer
weiteren Verknüpfung und Erhöhung des Molekulargewichts. Die Konkurrenzreaktion zwischen
Amin und Wasser mit dem Isocyanat muß, um optimale Eigenschaften zu erhalten, gut
abgestimmt (Zeit, Temperatur, Konzentration) und für eine reproduzierbare Produktion
gut überwacht werden. Als Kettenverlängerer werden wasserlösliche Verbindungen bevorzugt,
weil sie die Dispergierbarkeit des polymeren Endproduktes in Wasser erhöhen. Bevorzugt
werden Hydrazin und organische Diamine, weil sie in der Regel die höchste Molmasse
aufbauen, ohne das Harz zu gelieren. Vorausssetzung hierfür ist jedoch, daß das Verhältnis
der Aminogruppen zu den Isocyanatgruppen zweckentsprechend gewählt wird. Die Menge
des Kettenverlängerers wird von seiner Funktionalität, vom NCO-Gehalt des Präpolymeren
und von der Dauer der Reaktion bestimmt. Das Verhältnis der aktiven Wasserstoffatome
im Kettenverlängerer zu den NCO-Gruppen im Präpolymeren sollte in der Regel geringer
als 2 : 1 und vorzugsweise im Bereich von 1,0 : 1 bis 1,75 : 1 liegen. Die Anwesenheit
von überschüssigem aktiven Wasserstoff, insbesondere in Form von primären Aminogruppen,
kann zu Polymeren mit unerwünscht niedriger Molmasse führen.
Polyamine sind im wesentlichen Alkylen-Polyamine mit 1 bis 40 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise
etwa 2 bis 15 Kohlenstoffatomen. Sie können Substituenten tragen, die keine mit Isocyanat-Gruppen
reaktionsfähige Wasserstoffatome haben. Beispiele sind Polyamine mit linearer oder
verzweigter aliphatischer, cycloaliphatischer oder aromatischer Struktur und wenigstens
zwei primären Aminogruppen. Als Diamine sind zu nennen Ethylendiamin, Propylendiamin,
1,4-Butylendiamin, Piperazin, 1,4-Cyclohexyldimethylamin, Hexamethylendiamin-1,6,
Trimethylhexamethylendiamin, Methandiamin, Isophorondiamin, 4,4'-Diaminodicyclohexylmethan
und Aminoethylethanolamin. Bevorzugte Diamine sind Alkyl- oder Cycloalkyldiamine,
wie Propylendiamin und 1-Amino-3-aminomethyl-3,5,5-trimethylcyclohexan.
Die Ketterverlängerung kann wenigstens teilweise mit einem Polyamin erfolgen, das
mindestens drei Amingruppen mit einem reaktionsfähigen Wasserstoff aufweist. Dieser
Polyamin-Typ kann in einer solchen Menge eingesetzt werden, daß nach der Verlängerung
des Polymers nicht umgesetzte Aminstickstoffatome mit 1 oder 2 reaktionsfähigen Wasserstoffatomen
vorliegen. Solche brauchbaren Polyamine sind Diethylentriamin, Triethylentetraamin,
Dipropylentriamin und Dibutylentriamin. Bevorzugte Polyamine sind die Alkyl- oder
Cycloalkyltriamine, wie Diethylentriamin. Um ein Gelieren bei der Kettenverlängerung
zu verhindern, können auch kleine Anteil von Monoaminen, wie Ethylhexylamin zugesetzt
werden.
[0041] Die erfindungsgemäß einzusetzenden wasserverdünnbaren Polyurethanharze und deren
Herstellung werden auch in der EP-A-89497 und US-PS 4,719,132 beschrieben.
[0042] Das in den bevorzugten wäßrigen Basisbeschichtungszusammensetzungen als filmbildende
Material enthaltene Gemisch aus Emulsionspolymer und Polyurethanharz besteht aus 95
bis 40 Gew.-% Emulsionspolymer und 5 bis 60 Gew.-% Polyurethanharz, wobei sich die
Mengenanteile jeweils auf den Festkörperanteil beziehen und ihre Summe stets 100 Gew.-%
beträgt.
[0043] Die erfindungsgemäßen wäßrigen Basisbeschichtungszusammensetzungen enthalten neben
dem Emulsionspolymer bzw. dem Gemisch aus Emulsionspolymer und Polyurethanharz vorteilhafterweise
noch weitere verträgliche wasserverdünnbare Kunstharze, wie z.B. Aminoplastharze,
Polyester und Polyether, die im allgemeinen als Anreibeharze für die Pigmente dienen.
[0044] Die erfindungsgemäßen wäßrigen Basisbeschichtungszusammensetzungen enthalten vorzugsweise
5 bis 20, besonders bevorzugt 10 bis 16 Gew.-%, bezogen auf den Gesamtfeststoffgehalt
der Basisbeschichtungszusammensetzungen, eines wasserverdünnbaren Aminoplastharzes,
vorzugsweise Melaminharz und 5 bis 20, vorzugsweise 8 bis 15 Gew.-%, eines wasserverdünnbaren
Polyethers (z.B. Polypropylenglykol mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht von
400 bis 900).
[0045] Als Pigmente können die erfindungsgemäßen Basisbeschichtungszusammensetzungen farbgebende
Pigmente auf anorganischer Basis, wie z.B. Titandioxid, Eisenoxid, Ruß usw., farbgebende
Pigmente auf organischer Basis sowie übliche Metallpigmente (z.B. handelsübliche Aluminiumbronzen,
Edelstahlbronzen ...) und nicht-metallische Effektpigmente (z.B. Perlglanz bzw. Interferenzpigmente)
enthalten. Die erfindungsgemäßen Basisbeschichtungszusammensetzungen enthalten vorzugsweise
Metallpigmente und/oder Effektpigmente. Die Pigmentierungshöhe liegt in üblichen Bereichen.
[0046] Weiterhin können den erfindungsgemäßen Basisbeschichtungszusammensetzungen vernetzte
polymere Mikroteilchen, wie sie in der EP-A-38 127 offenbart sind und/oder übliche
rheologische anorganische oder organische Additive zugesetzt werden. So wirken als
Verdicker beispielsweise wasserlösliche Celluloseether, wie Hydroxyethylcellulose,
Methylcellulose oder Carboxymethylcellulose sowie synthetische Polymere mit ionischen
und/oder assoziativ wirkenden Gruppen, wie Polyvinylalkohol, Poly(meth)acrylamid,
Poly(meth)acrylsäure, Polyvinylpyrrolidon, Styrol-Maleinsäureanhydrid oder Ethylen-Maleinsäureanhydrid-Copolymere
und ihre Derivate oder auch hydrophob modifizierte ethoxylierte Urethane oder Polyacrylate.
Besonders bevorzugt werden carboxylgruppenhaltige Polyacrylat-Copolymere mit einer
Säurezahl von 60 bis 780, bevorzugt 200 bis 500.
[0047] Die erfindungsgemäßen Basisbeschichtungszusammensetzungen weisen im allgemeinen einen
Festkörpergehalt von etwa 15 bis 50 Gew.-% auf. Der Festkörpergehalt variiert mit
dem Verwendungszweck der Beschichtungszusammensetzungen. Für Metalliclacke liegt er
beispielsweise bevorzugt bei 17 bis 25 Gew.-%. Für unifarbige Lacke liegt er höher,
beispielsweise bei 30 bis 45 Gew.-%.
Die erfindungsgemäßen Beschichtungszusammensetzungen können zusätzlich übliche organische
Lösemittel enthalten. Deren Anteil wird möglichst gering gehalten. Er liegt beispielsweise
unter 15 Gew.-%.
[0048] Die erfindungsgemäßen Basisbeschichtungszusammensetzungen werden im allgemeinen auf
einen pH-Wert zwischen 6,5 und 9,0 eingestellt. Der pH-Wert kann mit üblichen Aminen,
wie z.B. Ammoniak, Triethylamin, Dimethylaminoethanol und N-Methylmorpholin eingestellt
werden.
[0049] Mit der Bereitstellung der erfindungsgemäßen Basisbeschichtungszusammensetzungen
wird die eingangs erläuterte Aufgabenstellung gelöst.
Mit den erfindungsgemäßen Basisbeschichtungszusammensetzungen können auch ohne Überlackierung
mit einer transparenten Deckbeschichtungszusammensetzung qualitativ hochwertige Überzüge
hergestellt werden.
Die erfindungsgemäßen Beschichtungszusammensetzungen können auf beliebige Substrate,
wie z.B. Metall, Holz, Kunststoff oder Papier aufgebracht werden.
[0050] In den folgenden Beispielen wird die Erfindung näher erläutert.
A. Herstellung der Emulsionspolymere
Emulsionspolymerdispersion 1
[0051] In einem zylindrischen Glasdoppelwandgefäß mit Rührer, Rückflußkühler, rührbarem
Zulaufgefäß, Tropftrichter und Thermometer werden 1344 g deionisiertes Wasser und
12 g einer 30 %igen wäßrigen Lösung des Ammoniumsalzes des Penta(ethylenglykol)nonylphenylethersulfats
(Fenopon® EP 110 der GAF Corp., Emulgator 1) vorgelegt und auf 82°C aufgeheizt. Im
rührbaren Zulaufgefäß wird aus 720 g deionisiertem Wasser, 24 g Emulgator 1, 10,8
g Acrylamid, 864 g Methylmethacrylat und 216 g n-Butylmethacrylat eine Emulsion hergestellt.
30 Gew.-% dieser Emulsion werden zur Vorlage gegeben. Dann werden 28 Gew.-% einer
Lösung von 3,1 g Ammoniumperoxodisulfat (APS) in 188 g deionisiertem Wasser innerhalb
von 5 Minuten zugetropft. Es tritt eine exotherme Reaktion ein. Die Reaktionstemperatur
wird zwischen 82 und 88°C gehalten. 15 Minuten nach Beendigung der Zugabe der Ammoniumperoxodisulfatlösung
werden die restlichen 70 Gew.-% der Emulsion zusammen mit den restlichen 72 Gew.-%
der Ammoniumperoxodisulfatlösung innerhalb einer Stunde zugegeben, wobei die Temperatur
bei 85°C gehalten wird. Danach wird auf 82°C abgekühlt und innerhalb von 2 Stunden
werden eine Mischung aus 842 g n-Butylacrylat, 108 g Hydroxypropylmethacrylat, 43
g Methylmethacrylat, 43,2 g Methacrylsäure, 32,4 g Acrylamid und 5,4 g Eikosa(ethylenglykol)nonylphenylether
(Antarox® CO 850 der GAF Corp., Emulgator 2) sowie 343 g deionisiertes Wasser zugegeben.
Nach Beendigung der Zugabe wird die Reaktionsmischung noch für 1,5 Stunden bei 85°C
gehalten. Danach wird abgekühlt und die Dispersion über ein Gewebe mit 30 µm Maschenweite
gegeben. Man erhält eine feinteilige Dispersion mit einem nichtflüchtigen Anteil von
45 Gew.-%, einem pH-Wert von 3,4, einer Säurezahl von 13 und einer OH-Zahl von 20.
Emulsionspolymerdispersion 2
[0052] In einem zylindrischen Glasdoppelwandgefäß mit Rührer, Rückflußkühler, rührbarem
Zulaufgefäß, Tropftrichter und Thermometer werden 1344 g deionisiertes Wasser und
12 g einer 40 %igen wäßrigen Lösung des Ammoniumsalzes des Penta(ethylenglykol)nonylphenylethersulfats
(Fenopon® EP 110 der GAF Corp., Emulgator 1) vorgelegt und auf 80°C aufgeheizt. Im
rührbaren Zulaufgefäß wird aus 720 g deionisiertem Wasser, 24 g Emulgator 1, 10,8
g Acrylamid, 518 g Methylmethacrylat, 292 g n-Butylmethacrylat und 205 g Styrol eine
Emulsion hergestellt.
30 Gew.-% dieser Emulsion werden zur Vorlage gegeben. Dann wird eine Lösung von 0,9
g Ammoniumperoxodisulfat APS in 55 g deionisiertem Wasser innerhalb von 5 Minuten
zugetropft. Es tritt eine exotherme Reaktion ein. Die Reaktionstemperatur wird zwischen
80 und 85°C gehalten. 15 Minuten nach Beendigung der Zugabe der obengenannten APS-Lösung
werden eine Lösung von 2,2 g APS in 480 g Wasser innerhalb von 3 Stunden und die restlichen
70 Gew.-% der obengenannten Emulsion innerhalb von einer Stunde zugegeben, wobei die
Reaktionstemperatur bei 80°C gehalten wird. Nach Beendigung der Zugabe der Emulsion
wird auf 77°C abgekühlt und innerhalb von 2 Stunden eine Mischung aus 745 g n-Butylacrylat,
119 g Methylmethacrylat, 108 g Hydroxypropylmethacrylat, 54 g Styrol, 42,7 g Ethylhexylacrylat,
42,7 g Methacrylsäure, 21,6 g Acrylamid und 2,2 g Emulgator 2 zugegeben. Nach Beendigung
der Zugabe wird die Reaktionsmischung noch für 1,5 Stunden bei 80°C gehalten.
[0053] Danach wird abgekühlt und die Dispersion über ein Gewebe mit 30 µm Maschenweite gegeben.
Man erhält eine feinteilige Dispersion mit einem nichtflüchtigen Anteil von 45 Gew.-%,
einen pH-Wert von 3,8, einer Säurezahl von 13 und einer OH-Zahl von 19.
Emulsionspolymerdispersion 3
[0054] In einem zylindrischen Glasdoppelwandgefäß mit Rührer, Rückflußkühler, rührbarem
Zulaufgefäß, Tropftrichter und Thermometer werden 1109 g deionisiertes Wasser und
10 g einer 30 %igen wäßrigen Lösung des Ammoniumsalzes des Penta(ethylenglykol)nonylphenylethersulfats
(Fenopon®EP 110 der GAF Corp., Emulgator 1) vorgelegt und auf 82°C aufgeheizt. Im
rührbaren Zulaufgefäß wird aus 748,2 g deionisiertem Wasser, 20,3 g Emulgator 1, 9,0
g Acrylamid, 718,1 g Methylmethacrylat und 179,5 g n-Butylmethacrylat eine Emulsion
hergestellt. 30 Gew.-% dieser Emulsion werden zur Vorlage gegeben. Dann werden 10
Gew.-% einer Lösung von 7,2 g Ammoniumperoxodisulfat in 305 g deionisiertem Wasser
innerhalb von 5 Minuten zugetropft. Es tritt eine exotherme Reaktion ein. Die Reaktionstemperatur
wird zwischen 82 und 88°C gehalten. 15 Minuten nach Beendigung der Zugabe der Ammoniumperoxodisulfatlösung
werden die restlichen 70 Gew.-% der Emulsion zusammen mit den restlichen 90 Gew.-%
der Ammoniumperoxodisulfatlösung innerhalb einer Stunde zugegeben, wobei die Temperatur
bei 82°C gehalten wird. Danach wird innerhalb von 2 Stunden eine Mischung aus 700
g n-Butylacrylat, 89,8 g Hydroxypropylmethacrylat, 35,9 g Methylmethacrylat, 35,9
g Methacrylsäure, 26,9 g Acrylamid und 4,5 g
Eikosa(ethylenglykol)nonylphenylether (Antarox®CO 850 der GAF Corp., Emulgator 2)
zugegeben. Nach Beendigung der Zugabe wird die Reaktionsmischung noch für 1,5 Stunden
bei 82°C gehalten. Danach wird abgekühlt und die Dispersion über ein Gewebe mit 30
µm Maschenweite gegeben. Man erhält eine feinteilige Dispersion mit einem nichtflüchtigen
Anteil von 45 Gew.-%, $inem pH-Wert von 2,5, einer Säurezahl von 14 und einer OH-Zahl
von 20.
Emulsionspolymerdispersion 4
[0055] In einem zylindrischen Glasdoppelwandgefäß mit Rührer, Rückflußkühler, rührbarem
Zulaufgefäß, Tropftrichter und Thermometer werden 1344 g deionisiertes Wasser und
12 g einer 30 %igen wäßrigen Lösung des Ammoniumsalzes des Penta(ethylenglykol)nonylphenylethersulfats
(Fenopon® EP 110 der GAF Corp., Emulgator 1) vorgelegt und auf 82°C aufgeheizt. Im
rührbaren Zulaufgefäß wird aus 477 g deionisiertem Wasser, 66,7 g Emulgator 1, 10,8
g Acrylamid, 864 g Methylmethacrylat und 216 g n-Butylmethacrylat eine Emulsion hergestellt.
30 Gew.-% dieser Emulsion werden zur Vorlage gegeben. Dann werden 3,6 Gew.-% einer
Lösung von 8,6 g Ammoniumperoxodisulfat in 183 g deionisiertem Wasser innerhalb von
5 Minuten zugetropft. Es tritt eine exotherme Reaktion ein. Die Reaktionstemperatur
wird zwischen 82 und 88°C gehalten. 15 Minuten nach Beendigung der Zugabe der Ammoniumperoxodisulfatlösung
werden die restlichen 70 Gew.-% der Emulsion zusammen mit den restlichen 96,4 Gew.-%
der Ammoniumperoxodisulfatlösung innerhalb einer Stunde zugegeben, wobei die Temperatur
bei 82°C gehalten wird. Danach wird innerhalb von 2 Stunden eine Mischung aus 842
g n-Butylacrylat, 108 g Hydroxypropylmethacrylat, 43,2 g Methylmethacrylat, 43,2 g
Acrylamidomethylpropansulfonsäure, 32,4 g Acrylamid, 66,7 g Emulgator 1 und 5,4 g
Eikosa(ethylenglykol)nonylphenylether (Antarox® CO 850 der GAF Corp., Emulgator 2)
zugegeben. Nach Beendigung der Zugabe wird die Reaktionsmischung noch für 1,5 Stunden
bei 82°C gehalten. Danach wird abgekühlt und die Dispersion über ein Gewebe mit 30
µm Maschenweite gegeben. Man erhält eine feinteilige Dispersion mit einem nichtflüchtigen
Anteil von 46 Gew.-%, einem pH-Wert von 2,5, einer Säurezahl von 6 und einer OH-Zahl
von 19.
Emuslionspolymerdispersion 5
[0056] In einem zylindrischen Glasdoppelwandgefäß mit Rührer, Rückflußkühler, rührbarem
Zulaufgefäß, Tropftrichter und Thermometer werden 1344 g deionisiertes Wasser und
12 g einer 30 %igen wäßrigen Lösung des Ammoniumsalzes des Penta(ethylenglykol)nonylphenylethersulfats
(Fenopon® EP 110 der GAF Corp., Emulgator 1) vorgelegt und auf 82°C aufgeheizt. Im
rührbaren Zulaufgefäß wird aus 720 g deionisiertem Wasser, 24 g Emulgator 1, 43,2
g Acrylamid, 907 g Methylmethacrylat und 216 g n-Butylmethacrylat, 842 g n-Butylacrylat,
108 g Hydroxypropylmethacrylat, 43,2 g Methacrylsäure und 5,4 g Emulgator 2 eine Emulsion
hergestellt. 10 Gew.-% dieser Emulsion werden zur Vorlage gegeben. Dann wird eine
Lösung von 0,87 g Ammoniumperoxodisulfat in 53 g deionisiertem Wasser innerhalb von
5 Minuten zugetropft. Es tritt eine exotherme Reaktion ein. Die Reaktionstemperatur
wird zwischen 82 und 88°C gehalten. 15 Minuten nach Beendigung der Zugabe der APS-Lösung
werden die restlichen 90 Gew.-% der Emulsion innerhalb von 3 Stunden und eine Lösung
von 2,23 g APS in 478 g deionisiertem Wasser innerhalb von 3,5 Stunden zugegeben,
wobei die Temperatur bei 82°C gehalten wird.
[0057] Nach Beendigung der Zugabe wird die Reaktionsmischung noch für 1,5 Stunden bei 82°C
gehalten. Danach wird abgekühlt und die Dispersion über ein Gewebe mit 30 µm Maschenweite
gegeben. Man erhält eine feinteilige Dispersion mit einem nichtflüchtigen Anteil von
45 Gew.-%, einem pH-Wert von 5,8, einer Säurezahl von 13 und einer OH-Zahl von 20.
B Herstellung der erfindungsgemäß eingesetzten Polyurethanharze
Polyurethanharzdispersion 1
[0058] 570 g eines handelsüblichen aus Caprolacton und Ethylenglykol hergestellten Polyesters
mit einer Hydroxylzahl von 196 werden bei 100°C l Stunde im Vakuum entwässert. Bei
80°C werden 524 g 4,4'-Dicyclohexylmethandiisocyanat zugegeben und bei 90°C so lange
gerührt, bis der Isocyanatgehalt 7,52 Gew.-%, bezogen auf die Gesamteinwaage, beträgt.
Nach Abkühlen auf 60°C werden eine Lösung von 67 g Dimethylolpropionsäure und 50 g
Triethylamin in 400 g N-Methylpyrrolidon zugegeben und 1 Stunde bei 90°C gerührt.
Die erhaltene Masse wird unter intensivem Rühren in 1840 g kaltes deionisiertes Wasser
gegeben. Zu der erhaltenen Dispersion werden unter intensivem Rühren innerhalb von
20 Minuten 86 g einer 15 %igen Hydrazinlösung zugegeben. Die resultierende, sehr feinteilige
Dispersion hat einen Festkörpergehalt von 35 % und eine Auslaufzeit von 27 Sekunden
im DIN-Becher 4.
Polyurethanharzdispersion 2
[0059] 830 g eines Polyesters aus Neopentylglykol, Hexandiol-1,6 und Adipinsäure mit einer
Hydroxylzahl von 135 und einer Säurezahl unter 3 werden bei 100°C l Stunde im Vakuum
entwässert. Bei 80°C werden 524 g 4,4'-Dicyclohexylmethandiisocyanat zugegeben und
bei 90°C gerührt, bis der Gehalt an freien Isocyanatgruppen 6,18 Gew.-%, bezogen auf
die Gesamteinwaage, beträgt. Nach Abkühlung auf 60°C werden eine Lösung von 67 g Dimethylpropionsäure
und 50 g Triethylamin in 400 g N-Methylpyrrolidon zugegeben und 1 Stunde bei 90°C
gerührt.
Die erhaltene Masse wird unter intensivem Rühren in 2400 g kaltes deionisiertes Wasser
gegeben. Man erhält eine feinteilige Dispersion. Zu dieser Dispersion werden unter
intensivem Rühren innerhalb von 20 Minuten 80 g einer 30 %igen wäßrigen Lösung von
Ethylendiamin zugegeben. Die resultierende, sehr feinteilige Dispersion hat einen
Festkörpergehalt von 35 % und eine Auslaufzeit von 23 Sekunden im DIN-Becher 4.
C Herstellung von Basisbeschichtungszusammensetzungen
[0060] 18,2 g Butylglykol, 3,7 g eines handelsüblichen Melamin-Formaldehydharzes (Cymel®
301), 3,1 g Polypropylenglykol (mittleres Molekulargewicht = 400) und 7,2 g einer
Aluminiumbronze gemäß DE-OS-36 36 183 (Aluminiumgehalt: 60 Gew.-%) werden mit einem
Schnellrührer 15 Minuten bei 300-500 U/min. gerührt. Es wird eine Mischung 1 erhalten.
27,2 g Emulsionspolymerdispersion 1, 2, 3 oder 4 werden mit 11,6 g Polyurethanharzdispersion
1 und 19,6 g deionisiertem Wasser gemischt. Die Mischung wird mit einer 5 %igen wäßrigen
Dimethylethanolaminlösung auf einen pH-Wert von 7,7 eingestellt und mit 9,4 g einer
3,5 %igen Lösung eines handelsüblichen Polyacrylsäureverdickers (Viscalex®HV 30 der
Allied Colloids, pH-Wert: 8,0) versetzt. Es wird die Mischung 2 erhalten.
[0061] Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Basislacke werden die Mischungen 1 und 2 30
Minuten bei 800-1000 U/min. gemischt und danach mit einer 5 %gen wäßrigen Dimethylethanolaminlösung
auf einen pH-Wert von 7,7 eingestellt. Anschließend wird die Viskosität durch Zugabe
von deionisiertem Wasser auf eine Auslaufzeit von 25 sec. im DIN 4-Becher eingestellt.
Es werden die erfindungsgemäßen Basisbeschichtungszusammensetzungen BB1, BB2, BB3
und BB4 erhalten.
[0062] Die Basisbeschichtungszusammensetzung BB5 wird erhalten, indem in die Mischung 2
36,2 g der Emulsionspolymerdispersion 1 eingearbeitet werden. BB5 enthält keine Polyurethanharzdispersion.
[0063] Die so erhaltenen Basisbeschichtungszusammensetzungen zeigen ausgezeichnete Lagerstabilitäten.
[0064] Die Basisbeschichtungszusammensetzungen werden nach gut bekannten Methoden auf mit
einer handelsüblichen Elektrotauchlackierung und einem handelsüblichen Füller beschichtete
phosphatierte Stahlbleche (Bonder 132) gespritzt, nach einer Ablüftzeit von 10 Minuten
mit einem handelsüblichen Klarlack überlackiert und 20 Minuten bei 140°C eingebrannt.
Die so erhaltene Metalleffektlackierungen zeigen einen guten Metalleffekt, gute Haftung
zum Füller, gute Haftung zwischen Basislack und Decklack, guten Glanz und gute Beständigkeit
im Schwitzwasserkonstantklima nach DIN 50 017. BB1, BB2, BB3 und BB4 zeigen einen
besseren Metalleffekt als BB5.
[0065] Ein Teil der lackierten Bleche wird nochmals mit den Basisbeschichtungszusammensetzungen
BB1, BB2, BB3, BB4 und BB5 beschichtet und mit einem handelsüblichen Klarlack überlackiert.
Die so erhaltenen Lackierungen werden 40 Minuten bei 80°C eingebrannt. Die bei 80°C
eingebrannten Lackierungen haften ausgezeichnet auf den bei 140°C eingebrannten Lackierungen.
Vergleischsbeispiel
[0066] Eine gemäß obiger Beschreibung unter Verwendung der Emulsionspolymerdispersion 5
hergestellte Basisbeschichtungszusammensetzung zeigt eine unzureichende Lagerstabilität.
1. Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen schützenden und/oder dekorativen Überzugs
auf einer Substratoberfläche, bei dem
(1) als Basisbeschichtungszusammensetzung eine pigmentierte wäßrige Beschichtungszusammensetzung,
die als filmbildendes Material ein wasserverdünnbares Emulsionspolymer enthält, auf
die Substratoberfläche aufgebracht wird
(2) aus der in Stufe (1) aufgebrachten Zusammensetzung ein Polymer film gebildet wird
(3) auf der so erhaltenen Basisschicht eine geeignete transpartente Deckbeschichtungszusammensetzung
aufgebracht wird und anschließend
(4) die Basisschicht zusammen mit der Deckschicht eingebrannt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß die Basisbeschichtungszusammensetzung ein wasserverdünnbares
Emulsionspolymer enthält, das erhältlich ist, indem
(a) in einer ersten Stufe 10 bis 90 Gewichtsteile eines Gemisches aus
(a1) 100 bis 60 Gew.-% eines cycloaliphatischen oder aliphatischen Esters der Methacrylsäure
oder Acrylsäure oder eines Gemisches aus solchen Estern und
(a2) 0 bis 40 Gew.-% eines mit (a1) copolymerisierbaren Monomeren oder eines Gemisches
aus solchen Monomeren
in wäßriger Phase in Gegenwart eines oder mehrerer Emulgatoren und eines oder mehrerer
radikalbildender Initiatoren polymerisiert werden, wobei die Summe der Gewichtsanteile
von (a1) und (a2) stets 100 Gew.-% ergibt und (a1) und (a2) so ausgewählt werden,
daß in der ersten Stufe ein Polymer mit einer Glasübergangstemperatur (T
G1) von +30 bis +110°C erhalten wird und
(b) nachdem mindestens 80 Gew.-% des in der ersten Stufe eingesetzten ethylenisch
ungesättigten Monomers bzw. Monomerengemisches umgesetzt worden sind, in einer zweiten
Stufe 90 bis 10 Gewichtsteile eines Gemisches aus
(b1) 47 bis 99 Gew.-% eines cycloaliphatischen oder aliphatischen Esters der Methacrylsäure
oder Acrylsäure oder eines Gemisches aus solchen Estern
(b2) 1 bis 20 Gew.-% eines mindestens eine Hydroxylgruppe tragenden mit (b1), (b3)
und (b4) copolymerisierbaren Monomeren oder eines Gemisches aus solchen Monomeren
(b3) 0 bis 8 Gew.-% eines mindestens eine Carboxyl- oder Sulfonsäuregruppe tragenden
mit (b1), (b2) und (b4) copolymerisierbaren Monomeren oder eines Gemisches aus solchen
Monomeren und
(b4) 0 bis 25 Gew.-% eines weiteren mit (b1), (b2) und (b3) copolymerisierbaren Monomeren
oder eines Gemisches aus solchen Monomeren
in Gegenwart des in der ersten Stufe erhaltenen Polymers polymerisiert werden, wobei
die Summe der Gewichtsanteile von (b1), (b2), (b3) und (b4) stets 100 Gew.-% ergibt
und (b1), (b2), (b3) und (b4) so ausgewählt werden, daß eine alleinige Polymerisation
des in der zweiten Stufe eingesetzten Monomerengemisches zu einem Polymer mit einer
Glasübergangstemperatur (T
G2) von -60 bis +20°C führen würde und wobei die Reaktionsbedingungen so gewählt werden,
daß das erhaltene Emulsionspolymer eine zahlenmittlere Molmasse von 200.000 bis 2.000.000
aufweist und wobei das in der ersten Stufe eingesetzte ethylenisch ungesättigte Monomer
bzw. Monomerengemisch und das in der zweiten Stufe eingesetzte Monomerengemisch in
Art und Menge so ausgewählt werden, daß das erhaltene Emulsionspolymer eine Hydroxylzahl
von 2 bis 100 aufweist und die Differenz T
G1 - T
G2 10 bis 170°C beträgt
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Basisbeschichtungszusammensetzung
ein Metallpigment, vorzugweise Aluminiumpigment, enthält.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß 99,5 bis 75 Gew.-% der
Komponente (a1) und/oder 0,5 bis 25 Gew.-% der Komponente (a2) und/oder 75 bis 90
Gew.-% der Komponente (b1) und/oder 5 bis 15 Gew.-% der Komponente (b2) und/oder 2
bis 6 Gew.-% der Komponente (b3) und/oder 2 bis 15 Gew.-% der Komponente (b4) polymerisiert
werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das filmbildende
Material aus 95 bis 40 Gew.-% des Emulsionspolymeren und 5 bis 60 Gew.-% eines wasserverdünnbaren
Polyurethanharzes besteht, wobei sich die Mengenanteile jeweils auf den Festkörperanteil
beziehen und ihre Summe stets 100 Gew.-% beträgt.
5. Wasserverdünnbare Beschichtungszusammensetzungen, dadurch gekennzeichnet, daß sie
als filmbildendes Material ein wasserverdünnbares Emulsionspolymer enthalten, das
erhältlich ist, indem
(a) in einer ersten Stuße 10 bis 90 Gewichtsteile eines Gemisches aus
(a1) 100 bis 60 Gew.-% eines cycloaliphatischen oder aliphatischen Esters der Methacrylsäure
oder Acrylsäure oder eines Gemisches aus solchen Estern und
(a2) 0 bis 40 Gew.-% eines mit (a1) copolymerisierbaren Monomeren oder eines Gemisches
aus solchen Monomeren
in wäßriger Phase in Gegenwart eines oder mehrerer Emulgatoren und eines oder mehrerer
radikalbildender Initiatoren polymerisiert werden, wobei die Summe der Gewichtsanteile
von (a1) und (a2) stets 100 Gew.-% ergibt und (a1) und (a2) so ausgewählt werden,
daß in der ersten Stufe ein Polymer mit einer Glasübergangstemperatur (T
G1) von +30 bis +110°C erhalten wird und
(b) nachdem mindestens 80 Gew.-% des in der ersten Stufe eingesetzten ethylenisch
ungesättigten Monomers bzw. Monomerengemisches umgesetzt worden sind, in einer zweiten
Stufe 90 bis 10 Gewichtsteile eines Gemisches aus
(b1) 47 bis 99 Gew.-% eines cycloaliphatischen oder aliphatischen Esters der Methacrylsäure
oder Acrylsäure oder eines Gemisches aus solchen Estern
(b2) 1 bis 20 Gew.-% eines mindestens eine Hydroxylgruppe tragenden mit (b1), (b3)
und (b4) copolymerisierbaren Monomeren oder eines Gemisches aus solchen Monomeren
(b3) 0 bis 8 Gew.-% eines mindestens eine Carboxyl- oder Sulfonsäuregruppe tragenden
mit (b1), (b2) und (b4) copolymerisierbaren Monomeren oder eines Gemisches aus solchen
Monomeren und
(b4) 0 bis 25 Gew.-% eines weiteren mit (b1), (b2) und (b3) copolymerisierbaren Monomeren
oder eines Gemisches aus solchen Monomeren
in Gegenwart des in der ersten Stufe erhaltenen Polymers polymerisiert werden, wobei
die Summe der Gewichtsanteile von (b1), (b2), (b3) und (b4) stets 100 Gew.-% ergibt
und (b1), (b2), (b3) und (b4) so ausgewählt werden, daß eine alleinige Polymerisation
des in der zweiten Stufe eingesetzten Monomerengemisches zu einem Polymer mit einer
Glasübergangstemperatur (T
G2) von -60 bis +20°C führen würde und wobei die Reaktionsbedingungen so gewählt werden,
daß das erhaltene Emulsionspolymer eine zahlenmittlere Molmasse von 200.000 bis 2.000.000
aufweist und wobei das in der ersten Stufe eingesetzte ethylenisch ungesättigte Monomer
bzw. Monomerengemisch und das in der zweiten Stufe eingesetzte Monomerengemisch in
Art und Menge so ausgewählt werden, daß das erhaltene Emulsionspolymer eine Hydroxylzahl
von 2 bis 100 aufweist und die Differenz T
G1 - T
G2 10 bis 170°C beträgt
6. Beschichtungszusammensetzungen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein
Metallpigment, vorzugsweise Aluminiumpigment enthalten.
7. Beschichtungzusammensetzungen nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß
99,5 bis 75 Gew.-% der Komponente (a1) und/oder 0,5 bis 25 Gew.-% der Komponente (a2)
und/oder 75 bis 90 Gew.-% der Komponente (b1) und/oder 5 bis 15 Gew.-% der Komponente
(b2) und/oder 2 bis 6 Gew.-% der Komponente (b3) und/oder 2 bis 15 Gew.-% der Komponente
(b4) polymerisiert werden.
8. Wasserverdünnbare Emulsionspolymere, dadurch gekennzeichnet, daß sie erhältlich sind,
indem
(a) in einer ersten Stufe 10 bis 90 Gewichtsteile eines Gemisches aus
(a1) 100 bis 60 Gew.-% eines cycloaliphatischen oder aliphatischen Esters der Methacrylsäure
oder Acrylsäure oder eines Gemisches aus solchen Estern und
(a2) 0 bis 40 Gew.-% eines mit (a1) copolymerisierbaren Monomeren oder eines Gemisches
aus solchen Monomeren
in wäßriger Phase in Gegenwart eines oder mehrerer Emulgatoren und eines oder mehrerer
radikalbildender Initiatoren polymerisiert werden, wobei die Summe der Gewichtsanteile
von (a1) und (a2) stets 100 Gew.-% ergibt und (a1) und (a2) so ausgewählt werden,
daß in der ersten Stufe ein Polymer mit einer Glasübergangstemperatur (T
G1) von +30 bis +110°C erhalten wird und
(b) nachdem mindestens 80 Gew.-% des in der ersten Stufe eingesetzten ethylenisch
ungesättigten Monomers bzw. Monomerengemisches umgesetzt worden sind, in einer zweiten
Stufe 90 bis 10 Gewichtsteile eines Gemisches aus
(b1) 47 bis 99 Gew.-% eines cycloaliphatischen oder aliphatischen Esters der Methacrylsäure
oder Acrylsäure oder eines Gemisches aus solchen Estern
(b2) 1 bis 20 Gew.-% eines mindestens eine Hydroxylgruppe tragenden mit (b1), (b3)
und (b4) copolymerisierbaren Monomeren oder eines Gemisches aus solchen Monomeren
(b3) 0 bis 8 Gew.-% eines mindestens eine Carboxyl- oder Sulfonsäuregruppe tragenden
mit (b1), (b2) und (b4) copolymerisierbaren Monomeren oder eines Gemisches aus solchen
Monomeren und
(b4) 0 bis 25 Gew.-% eines weiteren mit (b1), (b2) und (b3) copolymerisierbaren Monomeren
oder eines Gemisches aus solchen Monomeren in Gegenwart des in der ersten Stufe erhaltenen
Polymers polymerisiert werden, wobei die Summe der Gewichtsanteile von (b1), (b2),
(b3) und (b4) stets 100 Gew.-% ergibt und (b1), (b2), (b3) und (b4) so ausgewählt
werden, daß eine alleinige Polymerisation des in der zweiten Stufe eingesetzten Monomerengemisches
zu einem Polymer mit einer Glasübergangstemperatur (TG2) von -60 bis +20°C führen würde und wobei die Reaktionsbedingungen so gewählt werden,
daß das erhaltene Emulsionspolymer eine zahlenmittlere Molmasse von 200.000 bis 2.000.000
aufweist und wobei das in der ersten Stufe eingesetzte ethylenisch ungesättigte Monomer
bzw. Monomerengemisch und das in der zweiten Stufe eingesetzte Monomerengemisch in
Art und Menge so ausgewählt werden, daß das erhaltene Emulsionspolymer eine Hydroxylzahl
von 2 bis 100 aufweist und die Differenz TG1 - TG2 10 bis 170°C beträgt
9. Emulsionspolymere nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß 99,5 bis 75 Gew.-%
der Komponente (a1) und/oder 0,5 bis 25 Gew.-% der Komponente (a2) und/oder 75 bis
90 Gew.-% der Komponente (b1) und/oder 5 bis 15 Gew.-% der Komponente (b2) und/oder
2 bis 6 Gew.-% der Komponente (b3) und/oder 2 bis 15 Gew.-% der Komponente (b4) polymerisiert
werden.
10. Verfahren zur Herstellung von wasserverdünnbaren Emulsionspolymeren, dadurch gekennzeichnet,
daß
(a) in einer ersten Stufe 10 bis 90 Gewichtsteile eines Gemisches aus
(a1) 100 bis 60 Gew.-% eines cycloaliphatischen oder aliphatischen Esters der Methacrylsäure
oder Acrylsäure oder eines Gemisches aus solchen Estern und
(a2) 0 bis 40 Gew.-% eines mit (a1) copolymerisierbaren Monomeren oder eines Gemisches
aus solchen Monomeren
in wäßriger Phase in Gegenwart eines oder mehrerer Emulgatoren und eines oder mehrerer
radikalbildender Initiatoren polymerisiert werden, wobei die Summe der Gewichtsanteile
von (a1) und (a2) stets 100 Gew.-% ergibt und (a1) und (a2) so ausgewählt werden,
daß in der ersten Stufe ein Polymer mit einer Glasübergangstemperatur (T
G1) von +30 bis +110°C erhalten wird und
(b) nachdem mindestens 80 Gew.-% des in der ersten Stufe eingesetzten ethylenisch
ungesättigten Monomers bzw. Monomerengemisches umgesetzt worden sind, in einer zweiten
Stufe 90 bis 10 Gewichtsteile eines Gemisches aus
(b1) 47 bis 99 Gew.-% eines cycloaliphatischen oder aliphatischen Esters der Methacrylsäure
oder Acrylsäure oder eines Gemisches aus solchen Estern
(b2) 1 bis 20 Gew.-% eines mindestens eine Hydroxylgruppe tragenden mit (b1), (b3)
und (b4) copolymerisierbaren Monomeren oder eines Gemisches aus solchen Monomeren
(b3) 0 bis 8 Gew.-% eines mindestens eine Carboxyl- oder Sulfonsäuregruppe tragenden
mit (b1), (b2) und (b4) copolymerisierbaren Monomeren oder eines Gemisches aus solchen
Monomeren und
(b4) 0 bis 25 Gew.-% eines weiteren mit (b1), (b2) und (b3) copolymerisierbaren Monomeren
oder eines Gemisches aus solchen Monomeren
in Gegenwart des in der ersten Stufe erhaltenen Polymers polymerisiert werden, wobei
die Summe der Gewichtsanteile von (b1), (b2), (b3) und (b4) stets 100 Gew.-% ergibt
und (b1), (b2), (b3) und (b4) so ausgewählt werden, daß eine alleinige Polymerisation
des in der zweiten Stufe eingesetzten Monomerengemisches zu einem Polymer mit einer
Glasübergangstemperatur (T
G2) von -60 bis +20°C führen würde und wobei die Reaktionsbedingungen so gewählt werden,
daß das erhaltene Emulsionspolymer eine zahlenmittlere Molmasse von 200.000 bis 2.000.000
aufweist und wobei das in der ersten Stufe eingesetzte ethylenisch ungesättigte Monomer
bzw. Monomerengemisch und das in der zweiten Stufe eingesetzte Monomerengemisch in
Art und Menge so ausgewählt werden, daß das erhaltene Emulsionspolymer eine Hydroxylzahl
von 2 bis 100 aufweist und die Differenz T
G1 - T
G2 10 bis 170°C beträgt
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß 99,5 bis 75 Gew.-% der Komponente
(a1) und/oder 0,5 bis 25 Gew.-% der Komponente (a2) und/oder 75 bis 90 Gew.-% der
Komponente (b1) und/oder 5 bis 15 Gew.-% der Komponente (b2) und/oder 2 bis 6 Gew.-%
der Komponente (b3) und/oder 2 bis 15 Gew.-% der Komponente (b4) polymerisiert werden.
1. Process for the preparation of a multicoat protective and/or decorative coating on
a substrate surface, in which process
(1) a pigmented aqueous coating composition which comprises as the film-former a water-thinnable
emulsion polymer, is applied to the substrate surface as basecoat composition
(2) a polymeric film is formed from the composition applied in stage (1)
(3) a suitable clear topcoat composition is applied to the basecoat obtained in this
manner and subsequently
(4) the basecoat and the topcoat are baked together, characterised in that the basecoat
composition comprises a water-thinnable emulsion polymer, which polymer can be obtained
(a) by polymerising in a first stage 10 to 90 parts by weight of a mixture of
(a1) 100 to 60 % by weight of a cycloaliphatic or aliphatic ester of methacrylic acid
or acrylic acid, or a mixture of such esters, and
(a2) 0 to 40 % by weight of a monomer which is copolymerisable with (a1), or a mixture
of such monomers
in aqueous phase in the presence of one or more emulsifiers and one or more radical-forming
initiators, the total of the weight percentages of (a1) and (a2) always being 100
% by weight and (a1) and (a2) being chosen such that the first stage gives rise to
a polymer having a glass transition temperature (T
G1) of + 30 to + 110°C, and
(b) by polymerising in a second stage 90 to 10 parts by weight of a mixture of
(b1) 47 to 99 % by weight of a cycloaliphatic or aliphatic ester of methacrylic acid
or acrylic acid, or a mixture of such esters
(b2) 1 to 20 % by weight of a monomer which carries at least one hydroxyl group and
is copolymerisable with (b1), (b3) and (b4), or a mixture of such monomers
(b3) 0 to 8 % by weight of a monomer which carries at least one carboxyl or sulphonyl
group and is copolymerisable with (b1), (b2) and (b4), or a mixture of such monomers,
and
(b4) 0 to 25 % by weight of a further monomer which is copolymerisable with (b1),
(b2) and (b3), or a mixture of such monomers
after at least 80% by weight of the monomer or the mixture of monomers used in the
first stage has reacted, in the presence of the polymer obtained in the first stage,
the total of the weight percentages of (b1), (b2), (b3) and (b4) always being 100
% by weight and (b1), (b2), (b3) and (b4) being chosen such that an exclusive polymerisation
of the mixture of monomer used in the second stage gives rise to a polymer having
a glass transition temperature (T
G2) of - 60 to + 20°C, the reaction conditions being chosen such that the resultant
emulsion polymer has a number average molecular mass of 200,000 to 2,000,000, and
the nature and amount of the ethylenically unsaturated monomer or the mixture of monomers
used in the first stage and the mixture of monomers used in the second stage are chosen
such that the resultant emulsion polymer has a hydroxyl value of 2 to 100 and the
difference T
G1 - T
G2 is 10 to 170°C.
2. Process according to Claim 1, characterised in that the basecoat composition comprises
a metallic pigment, preferably an aluminium pigment.
3. Process according to Claim 1 or 2, characterised in that 99.5 to 75 % by weight of
component (a1) and/or 0.5 to 25 % by weight of component (a2) and/or 75 to 90 % by
weight of component (b1) and/or 5 to 15 % by weight of component (b2) and/or 2 to
6 % by weight of component (b3) and/or 2 to 15 % by weight of component (b4) are polymerised.
4. Process according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the film-former consists
of 95 to 40% by weight of the emulsion polymer and 5 to 60% by weight of a water-thinnable
polyurethane resin, the weight percentages in each case referring to the solids content
and their sum being always 100% by weight.
5. Water-thinnable coating compositions characterised in that they contain as the film-former
a water-thinnable emulsion polymer which can be obtained
(a) by polymerising in a first stage 10 to 90 parts by weight of a mixture which consists
of
(a1) 100 to 60 % by weight of a cycloaliphatic or aliphatic ester of methacrylic acid
or acrylic acid or a mixture of such esters, and
(a2) 0 to 40 % by weight of a monomer which is copolymerisable with (a1) or a mixture
of such monomers, in aqueous phase in the presence of one or more emulsifiers and
one or more radical-forming initiators, the total of the weight percentages of (a1)
and (a2) always being 100 % by weight and (a1) and (a2) being chosen such that the
first stage gives rise to a polymer having a glass transition temperature (TG1) of +30 to +110°C, and
(b) by polymerising in a second stage 90 to 10 parts by weight of a mixture of
(b1) 47 to 99 % by weight of a cycloaliphatic or aliphatic ester of methacrylic acid
or acrylic acid or a mixture of such esters
(b2) 1 to 20 % by weight of a monomer which carries at least one hydroxyl group and
is copolymerisable with (b1), (b3) and (b4), or a mixture of such monomers
(b3) 0 to 8 % by weight of a monomer which carries at least one carboxyl or sulphonic
acid group and is copolymerisable with (b1), (b2) and (b4), or a mixture of such monomers,
and
(b4) 0 to 25 % by weight of a further monomer which is copolymerisable with (b1),
(b2) and (b3), or a mixture of such monomers after at least 80 % by weight of the
ethylenically unsaturated monomer or the mixture of monomers used in the first stage
has reacted, in the presence of the polymer obtained in the first stage, the total
of the weight percentages of (b1), (b2), (b3) and (b4) always being 100 % by weight
and (b1), (b2), (b3) and (b4) being chosen such that an exclusive polymerisation of
the mixture of monomers used in the second stage gives rise to a polymer having a
glass transition temperature (TG₂) of - 60 to + 20°C, the reaction conditions being chosen such that the resultant
emulsion polymer has a number average molecular mass of 200,000 to 2,000,000, and
the nature and amount of the ethylenically unsaturated monomer or the mixture of monomers
used in the first stage and the nature and amount of the mixture of monomers used
in the second stage are chosen such that the resultant emulsion polymer has a hydroxyl
value of 2 to 100 and the difference TG1 - TG2 is 10 to 170°C.
6. Coatings compositions according to Claim 5, characterised in that they contain a metallic
pigment, preferably an aluminium pigment.
7. Coating compositions according to Claim 5 or 6, characterised in that 99.5 to 75 %
by weight of component (a1) and/or 0.5 to 25 % by weight of component (a2) and/or
75 to 90 % by weight of component (b1) and/or 5 to 15 % by weight of component (b2)
and/or 2 to 6 % by weight of component (b3) and/or 2 to 15 % by weight of component
(b4) are polymerised.
8. Water-thinnable emulsion polymers, characterised in that they can be obtained
(a) by polymerising in a first stage 10 to 90 parts by weight of a mixture of
(a1) 100 to 60 % by weight of a cycloaliphatic or aliphatic ester of methacrylic acid
or acrylic acid, or a mixture of such esters and
(a2) 0 to 40 % by weight of a monomer which is copolymerisable with (a1), or a mixture
of such monomers, in aqueous phase in the presence of one or more emulsifiers and
one or more radical-forming initiators, the total of the weight percentages of (a1)
and (a2) always being 100 % by weight and (a1) and (a2) being chosen such that the
first stage gives rise to a polymer having a glass transition temperature (TG₁) of + 30 to + 110°C, and
(b) by polymerising in a second stage 90 to 10 parts by weight of a mixture of
(b1) 47 to 99 % by weight of a cycloaliphatic or aliphatic ester of methacrylic acid
or acrylic acid, or a mixture of such esters
(b2) 1 to 20 % by weight of a monomer which carries at least one hydroxyl group and
is copolymerisable with (b1), (b3) and (b4), or a mixture of such monomers
(b3) 0 to 8 % by weight of a monomer which carries at least one carboxyl or sulphonyl
group and is copolymerisable with (b1), (b2) and (b4), or a mixture of such monomers,
and
(b4) 0 to 25 % by weight of a further monomer which is copolymerisable with (b1),
(b2) and (b3), or a mixture of such monomers, after at least 80% by weight of the
ethylenically unsaturated monomer or the mixture of monomers used in the first stage
has reacted, in the presence of the polymer obtained in the first stage, the total
of the weight percentages of (b1), (b2), (b3) and (b4) always being 100 % by weight
and (b1), (b2), (b3) and (b4) being chosen such that an exclusive polymerisation of
the mixture of monomers used in the second stage gives rise to a polymer having a
glass transition temperature (TG2) of - 60 to + 20°C, the reaction conditions being chosen such that the resultant
emulsion polymer has a number average molecular mass of 200,000 to 2,000,000, and
the nature and amount of the ethylenically unsaturated monomer or the mixture of monomers
used in the first stage and the nature and amount of the mixture of monomers used
in the second stage are chosen such that the resultant emulsion polymer has a hydroxyl
value of 2 to 100 and the difference TG1 - TG2 is 10 to 170°C.
9. Emulsion polymers according to Claim 8, characterised in that 99.5 to 75 % by weight
of component (a1) and/or 0.5 to 25 % by weight of component (a2) and/or 75 to 90 %
by weight of component (b1) and/or 5 to 15 % by weight of component (b2) and/or 2
to 6 % by weight of component (b3) and/or 2 to 15 % by weight of component (b4) are
polymerised.
10. Process for the preparation of water-thinnable emulsion polymers characterised in
that
(a) in a first stage 10 to 90 parts by weight of a mixture which consists of
(a1) 100 to 60 % by weight of a cycloaliphatic or aliphatic ester of methacrylic acid
or acrylic acid or a mixture of such esters, and
(a2) 0 to 40 % by weight of a monomer which is copolymerisable with (a1) or a mixture
of such monomers,
in aqueous phase in the presence of one or more emulsifiers and one or more radical-forming
initiators, the sum of the parts by weight of (a1) and (a2) always being 100 % by
weight and (a1) and (a2) being chosen such that the first stage gives rise to a polymer
having a glass transition temperature (T
G₁) of +30 to +110°C, and
(b) by polymerising in a second stage 90 to 10 parts by weight of
(b1) 47 to 99 % by weight of a cycloaliphatic or aliphatic ester of methacrylic acid
or acrylic acid or a mixture of such esters
(b2) 1 to 20 % by weight of a monomer which carries at least one hydroxyl group and
is copolymerisable with (b1), (b3) and (b4), or a mixture of such monomers
(b3) 0 to 8 % by weight of a monomer which carries at least one carboxyl or sulphonic
acid group and is copolymerisable with (b1), (b2) and (b4), or a mixture of such monomers,
and
(b4) 0 to 25 % by weight of a further monomer which is copolymerisable with (b1),
(b2) and (b3), or a mixture of such monomers,
after at least 80 % by weight of the monomer or the mixture of monomers used in the
first stage has reacted, in the presence of the polymer obtained in the first stage,
the sum of the parts by weight of (b1), (b2), (b3) and (b4) always being 100 % by
weight and (b1), (b2), (b3) and (b4) being chosen such that an exclusive polymerisation
of the mixture of monomers used in the second stage gives rise to a polymer having
a glass transition temperature (T
G₂) of -60 to +20°C, the reaction conditions being chosen such that the resultant emulsion
polymer has a number average molecular mass of 200,000 to 2,000,000, and the nature
and amount of the ethylenically unsaturated monomer or the mixture of monomers used
in the first stage and the nature and amount of the mixture of monomers used in the
second stage are chosen such that the resultant emulsion polymer has a hydroxyl value
of 2 to 100 and the difference T
G₁ - T
G₂ is 10 to 170°C.
11. Process according to Claim 10 characterised in that 99.5 to 75 % by weight of component
(a1) and/or 0.5 to 25 % by weight of component (a2) and/or 75 to 90 % by weight of
component (b1) and/or 5 to 15 % by weight of component (b2) and/or 2 to 6 % by weight
of component (b3) and/or 2 to 15 % by weight of component (b4) are polymerised.
1. Procédé de fabrication d'un revêtement à plusieurs couches, protecteur et/ou décoratif,
sur une surface de substrat, suivant lequel :
(1) on applique, sur la surface de substrat, comme composition de revêtement de base,
une composition de revêtement aqueuse, pigmentée, qui contient, comme matière filmogène,
un polymère en émulsion diluable dans l'eau ;
(2) à partir de la composition appliquée à l'étape (1), on forme un film de polymère
;
(3) sur la couche de base ainsi obtenue, on applique une composition de couche de
revêtement transparente, appropriée, puis
(4) on soumet la couche de base à une cuisson conjointement avec la couche de recouvrement,
caractérisé par le fait que la composition de revêtement de base contient un polymère
en émulsion diluable dans l'eau, qui peut être obtenu
(a) en polymérisant, dans une première étape, 10 à 90 parties en poids d'un mélange
de
(a1) 100 à 60% en poids d'un ester cycloaliphatique ou aliphatique de l'acide méthacrylique
ou de l'acide acrylique ou d'un mélange de tels esters ; et
(a2) 0 à 40% en poids d'un monomère copolymérisable avec (a1) ou d'un mélange de tels
monomères, en phase aqueuse, en présence d'un ou plusieurs émulsifiants et d'un ou
plusieurs initiateurs formant des radicaux libres, la somme des parties en poids de
(a1) et (a2) donnant toujours 100% en poids, et (a1) et (a2) étant choisis de telle
sorte que, dans la première étape, il soit obtenu un polymère présentant une température
de transition vitreuse (TG1) de +30 à +110°C ; et
(b) après qu'au moins 80% en poids du monomère ou mélange de monomères à insaturation
éthylénique, utilisé dans la première étape, aient réagi, en polymérisant, dans une
deuxième étape, 90 à 10 parties en poids d'un mélange de
(b1) 47 à 99% en poids d'un ester cycloaliphatique ou aliphatique de l'acide méthacrylique
ou de l'acide acrylique ou d'un mélange de tels esters ;
(b2) 1 à 20% en poids d'un monomère copolymérisable avec (b1), (b3) et (b4), portant
au moins un groupe hydroxyle, ou d'un mélange de tels monomères ;
(b3) 0 à 8% en poids d'un monomère copolymérisable avec (b1), (b2) et (b4), portant
au moins un groupe acide carboxylique ou acide sulfonique, ou d'un mélange de tels
monomères ; et
(b4) 0 à 25% en poids d'un autre monomère copolymérisable avec (b1), (b2) et (b3),
ou d'un mélange de tels monomères,
en présence du polymère obtenu dans la première étape, la somme des parties en poids
de (b1), (b2), (b3) et (b4) donnant toujours 100% en poids, et (b1), (b2), (b3) et
(b4) étant choisis de telle sorte qu'une polymérisation exclusive du mélange de monomères
utilisé dans la deuxième étape conduirait à un polymère présentant une température
de transition vitreuse (T
G2) de -60 à +20°C, et les conditions de réaction étant choisies de telle sorte que
le polymère en émulsion obtenu présente une masse moléculaire moyenne en nombre de
200 000 à 2 000 000, et le monomère ou mélange de monomères à insaturation éthylénique,
utilisé dans la première étape, et le mélange de monomères utilisé dans la deuxième
étape étant choisis dans leur type et dans leur quantité, de telle sorte que le polymère
en émulsion obtenu présente un indice d'hydroxyle de 2 à 100 et que la différence
T
G1 - T
G2 s'élève à 10 à 170°C.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la composition de revêtement
de base contient un pigment métallique, de préférence, un pigment d'aluminium.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé par le fait que 99,5 à
75% en poids du composant (a1) et/ou 0,5 à 25% en poids du composant (a2) et/ou 75
à 90% en poids du composant (b1) et/ou 5 à 15% en poids du composant (b2) et/ou 2
à 6% en poids du composant (b3) et/ou 2 à 15% en poids du composant (b4) sont polymérisés.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que la matière
filmogène se compose de 95 à 40% en poids du polymère en émulsion et de 5 à 60% en
poids d'une résine de polyuréthanne diluable dans l'eau, les parties en poids se rapportant
à chaque fois à la fraction de matières solides et leur somme s'élevant toujours à
100% en poids.
5. Compositions de revêtement diluables dans l'eau, caractérisées par le fait qu'elles
contiennent, comme matière filmogène, un polymère en émulsion diluable dans l'eau,
qui peut être obtenu
(a) en polymérisant, dans une première étape, 10 à 90 parties en poids d'un mélange
de
(a1) 100 à 60% en poids d'un ester cycloaliphatique ou aliphatique de l'acide méthacrylique
ou de l'acide acrylique ou d'un mélange de tels esters ; et
(a2) 0 à 40% en poids d'un monomère copolymérisable avec (a1) ou d'un mélange de tels
monomères,
en phase aqueuse, en présence d'un ou plusieurs émulsifiants et d'un ou plusieurs
initiateurs formant des radicaux libres, la somme des parties en poids de (a1) et
(a2) donnant toujours 100% en poids, et (a1) et (a2) étant choisis de telle sorte
que, dans la première étape, il soit obtenu un polymère présentant une température
de transition vitreuse (T
G1) de +30 à +110°C ; et
(b) après qu'au moins 80% en poids du monomère ou mélange de monomères à insaturation
éthylénique, utilisé dans la première étape, aient réagi, en polymérisant, dans une
deuxième étape, 90 à 10 parties en poids d'un mélange de
(b1) 47 à 99% en poids d'un ester cycloaliphatique ou aliphatique de l'acide méthacrylique
ou de l'acide acrylique ou d'un mélange de tels esters ;
(b2) 1 à 20 % en poids d'un monomère copolymérisable avec (b1), (b3) et (b4), portant
au moins un groupe hydroxyle, ou d'un mélange de tels monomères ;
(b3) 0 à 8% en poids d'un monomère copolymérisable avec (b1), (b2) et (b4), portant
au moins un groupe acide carboxylique ou acide sulfonique, ou d'un mélange de tels
monomères ; et
(b4) 0 à 25% en poids d'un autre monomère copolymérisable avec (b1), (b2) et (b3),
ou d'un mélange de tels monomères,
en présence du polymère obtenu dans la première étape, la somme des parties en poids
de (b1), (b2), (b3) et (b4) donnant toujours 100% en poids, et (b1), (b2), (b3) et
(b4) étant choisis de telle sorte qu'une polymérisation exclusive du mélange de monomères
utilisé dans la deuxième étape conduirait à un polymère présentant une température
de transition vitreuse (T
G2) de -60 à +20°C, et les conditions de réaction étant choisies de telle sorte que
le polymère en émulsion obtenu présente une masse moléculaire moyenne en nombre de
200 000 à 2 000 000, et le monomère ou mélange de monomères à insaturation éthylénique,
utilisé dans la première étape et le mélange de monomères utilisé dans la deuxième
étape, étant choisis dans leur type et dans leur quantité, de telle sorte que le polymère
en émulsion obtenu présente un indice d'hydroxyle de 2 à 100 et que la différence
T
G1 - T
G2 s'élève à 10 à 170°C.
6. Compositions de revêtement selon la revendication 5, caractérisées par le fait qu'elles
contiennent un pigment métallique, de préférence, un pigment d'aluminium.
7. Compositions de revêtement selon l'une des revendications 5 ou 6, caractérisées par
le fait que 99,5 à 75% en poids du composant (a1) et/ou 0,5 à 25% en poids du composant
(a2) et/ou 75 à 90% en poids du composant (b1) et/ou 5 à 15% en poids du composant
(b2) et/ou 2 à 6% en poids du composant (b3) et/ou 2 à 15% en poids du composant (b4)
sont polymérisés.
8. Polymères en émulsions, diluables dans l'eau, caractérisés par le fait qu'ils sont
obtenus :
(a) en polymérisant, dans une première étape, 10 à 90 parties en poids d'un mélange
de
(a1) 100 à 60% en poids d'un ester cycloaliphatique ou aliphatique de l'acide méthacrylique
ou de l'acide acrylique ou d'un mélange de tels esters ; et
(a2) 0 à 40% en poids d'un monomère copolymérisable avec (a1) ou d'un mélange de tels
monomères,
en phase aqueuse, en présence d'un ou plusieurs émulsifiants et d'un ou plusieurs
initiateurs formant des radicaux libres, la somme des parties en poids de (a1) et
(a2) donnant toujours 100% en poids, et (a1) et (a2) étant choisis de telle sorte
que, dans la première étape, il soit obtenu un polymère présentant une température
de transition vitreuse (T
G1) de +30 à +110°C ; et
(b) après qu'au moins 80% en poids du monomère ou mélange de monomères à insaturation
éthylénique, utilisé dans la première étape, aient réagi, en polymérisant, dans une
deuxième étape, 90 à 10 parties en poids d'un mélange de
(b1) 47 à 99% en poids d'un ester cycloaliphatique ou aliphatique de l'acide méthacrylique
ou de l'acide acrylique ou d'un mélange de tels esters ;
(b2) 1 à 20% en poids d'un monomère copolymérisable avec (b1), (b3) et (b4), portant
au moins un groupe hydroxyle, ou d'un mélange de tels monomères ;
(b3) 0 à 8% en poids d'un monomère copolymérisable avec (b1), (b2) et (b4), portant
au moins un groupe acide carboxylique ou acide sulfonique, ou d'un mélange de tels
monomères ; et
(b4) 0 à 25% en poids d'un autre monomère copolymérisable avec (b1), (b2) et (b3),
ou d'un mélange de tels monomères,
en présence du polymère obtenu dans la première étape, la somme des parties en poids
de (b1), (b2), (b3) et (b4) donnant toujours 100% en poids, et (b1), (b2), (b3) et
(b4) étant choisis de telle sorte qu'une polymérisation exclusive du mélange de monomères
utilisé dans la deuxième étape conduirait à un polymère présentant une température
de transition vitreuse (T
G2) de -60 à +20°C, et les conditions de réaction étant choisies de telle sorte que
le polymère en émulsion obtenu présente une masse moléculaire moyenne en nombre de
200 000 à 2 000 000, et le monomère ou mélange de monomères à insaturation éthylénique,
utilisé dans la première étape, et le mélange de monomères utilisé dans la deuxième
étape étant choisis dans leur type et dans leur quantité, de telle sorte que le polymère
en émulsion obtenu présente un indice d'hydroxyle de 2 à 100 et que la différence
T
G1 - T
G2 s'élève à 10 à 170°C.
9. Polymères en émulsion selon la revendication 8, caractérisés par le fait que 99,5
à 75% en poids du composant (a1) et/ou 0,5 à 25% en poids du composant (a2) et/ou
75 à 90% en poids du composant (b1) et/ou 5 à 15% en poids du composant (b2) et/ou
2 à 6% en poids du composant (b3) et/ou 2 à 15% en poids du composant (b4) sont polymérisés.
10. Procédé de fabrication de polymères en émulsion diluables dans l'eau, caractérisé
par la fait que
(a) dans une première étape, on polymérise 10 à 90 parties en poids d'un mélange de
(a1) 100 à 60% en poids d'un ester cycloaliphatique ou aliphatique de l'acide méthacrylique
ou de l'acide acrylique ou d'un mélange de tels esters ; et
(a2) 0 à 40% en poids d'un monomère copolymérisable avec (a1) ou d'un mélange de tels
monomères,
en phase aqueuse, en présence d'un ou plusieurs émulsifiants et d'un ou plusieurs
initiateurs formant des radicaux libres, la somme des parties en poids de (a1) et
(a2) donnant toujours 100% en poids, et (a1) et (a2) étant choisis de telle sorte
que, dans la première étape, il soit obtenu un polymère présentant une température
de transition vitreuse (T
G1) de +30 à +110°C ; et
(b) après qu'au moins 80% en poids du monomère ou mélange de monomères à insaturation
éthylénique, utilisé dans la première étape, aient réagi, on polymérise, dans une
deuxième étape, 90 à 10 parties en poids d'un mélange de
(b1) 47 à 99% en poids d'un ester cycloaliphatique ou aliphatique de l'acide méthacrylique
ou de l'acide acrylique ou d'un mélange de tels esters ;
(b2) 1 à 20% en poids d'un monomère copolymérisable avec (b1), (b3) et (b4), portant
au moins un groupe hydroxyle, ou d'un mélange de tels monomères ;
(b3) 0 à 8% en poids d'un monomère copolymérisable avec (b1), (b2) et (b4), portant
au moins un groupe acide carboxylique ou acide sulfonique, ou d'un mélange de tels
monomères ; et
(b4) 0 à 25% en poids d'un autre monomère copolymérisable avec (b1), (b2) et (b3),
ou d'un mélange de tels monomères,
en présence du polymère obtenu dans la première étape, la somme des parties en poids
de (b1), (b2), (b3) et (b4) donnant toujours 100% en poids, et (b1), (b2), (b3) et
(b4) étant choisis de telle sorte qu'une polymérisation exclusive du mélange de monomères
utilisé dans la deuxième étape conduirait à un polymère présentant une température
de transition vitreuse (T
G2) de -60 à +20°C, et les conditions de réaction étant choisies de telle sorte que
le polymère en émulsion obtenu présente une masse moléculaire moyenne en nombre de
200 000 à 2 000 000, et le monomère ou mélange de monomères à insaturation éthylénique,
utilisé dans la première étape, et le mélange de monomères utilisé dans la deuxième
étape étant choisis dans leur type et dans leur quantité, de telle sorte que le polymère
en émulsion obtenu présente un indice d'hydroxyle de 2 à 100 et que la différence
T
G1 - T
G2 s'élève à 10 à 170°C.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé par le fait que 99,5 à 75% en poids
du composant (a1) et/ou 0,5 à 25% en poids du composant (a2) et/ou 75 à 90% en poids
du composant (b1) et/ou 5 à 15% en poids du composant (b2) et/ou 2 à 6% en poids du
composant (b3) et/ou 2 à 15% en poids du composant (b4) sont polymérisés.