[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine elektronische Rolladensteuerung, Jalousiesteuerung,
Markisensteuerung oder dergleichen, die bei ihrem Betrieb Steuersignale für einen
Antriebsmotor zum Öffnen und Schließen des Rolladens oder dergleichen erzeugt, wobei
die Steuersignalzeiten im Verlauf des Jahres unter Berücksichtigung der Änderung der
Sonnenaufgangszeit und der Sonnenuntergangszeit automatisch variieren.
[0002] Eine elektronische Rolladensteuerung dieser Art ist aus dem Dokument DE-A-30 19 279
bekannt. Bei dieser bekannten Zeitschaltuhr wird mittels gespeicherter Programme täglich
die Sonnenaufgangszeit berechnet. Der Benutzer hat die Möglichkeit, eine gewünschte
Verschiebung der Schaltzeit gegenüber der berechneten Sonnenaufgangszeit einzugeben.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Steuerung der eingangs genannten Art
anzugeben, die mit sparsamem Speicherplatz eine vollautomatische Betätigung des Rolladens
ermöglicht, ohne daß die Notwendigkeit besteht, die Steuerung wegen der jahreszeitlich
wechselnden Tageslänge von Zeit zu Zeit umzustellen.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die elektronische Rolladensteuerung, Jalousiesteuerung,
Markisensteuerung oder dergleichen erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß die
Steuerung eine Jahreskalendereinheit mit einem Tabellenspeicher enthält, in dem vom
Hersteller aus jeweils für eine Gruppe einiger aufeinanderfolgender Kalendertage eine
Offnungszeit und eine Schließzeit gespeichert sind; und daß eine Bedienungstastatur
zum manuellen Erzeugen von Steuersignalen für das Offnen und Schließen vorgesehen
ist.
[0005] Aus dem Dokument PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Vol. 10 No. 7 (P-419) (2064), 11. Januar
1986, ist eine Zeitschaltuhr mit täglicher Berechnung von Sonnenaufgangszeit und Sonnenuntergangszeit
bekannt, bei der Korrekturwerte für die geographische Breite und Länge eingebbar sind.
[0006] Aus dem Dokument ELECTRONICS INTERNATIONAL Vol. 45 No. 8, 10. April 1972, S. 12E
bis 16E, ist eine Jalousiesteuerung zur Steuerung von Jalousien in Abhängigkeit von
Helligkeit und Temperatur bekannt.
[0007] Aus dem Dokument DE-A-37 03 477 ist eine Zeitschaltuhr bekannt, die einen Schalter
zum permanenten Ein- bzw. Ausschalten eines elektrischen Verbrauchers besitzt.
[0008] Aus dem Dokument EP-A-0 176 617 ist eine elektronische Zeitschaltuhr bekannt, die
einen Stecker und eine Steckdose integriert enthält und bei der ein schwenkbares Tastenfeld
zur Eingabeprogrammierung der Schaltzeiten und zum Stellen der Uhrzeit vorgesehen
ist.
[0009] Aus den Dokumenten EP-A-0 092 211, EP-A-0 167 848 und EP-A-0 254 525 sind Zeitschaltuhren
bekannt, die jedoch keine Schaltfunktion nach Maßgabe von Sonnenaufgangszeit und Sonnenuntergangszeit
haben.
[0010] Aus dem Prospekt "Schaltuhren" der Firma AWAG, September 1987, ist eine Zeitschaltuhr
"AWAG ASTROTIME" bekannt, die abgespeicherte Jahresschaltkurven für Sonnenaufgangszeit
und Sonnenuntergangszeit enthält. Der Benutzer hat die Möglichkeit, eine gewünschte
Verschiebung der Schaltzeit gegenüber der abgespeicherten Sonnenaufgangszeit bzw.
Sonnenuntergangszeit einzugeben.
[0011] Die erfindungsgemäße Steuerung kann mit einem Bedienungsteil auf einer Frontplatte
versehen sein, die eine Anzeige und eine Tastatur enthält. Hinter der Frontplatte
können sich die elektronische Steuerschaltung und/oder das Leistungsteil befinden,
das mit dem Antriebsmotor elektrisch verbunden ist. Steuerteil und Leistungsteil können
sich in einem normgerechten Gehäuse befinden, das sich leicht in eine normale Installations-Unterputzdose
oder -Aufputzdose neben einem Fenster einsetzen läßt.
[0012] In einer speziellen Ausgestaltung besitzt die erfindungsgemäße steuerung eine als
Uhr dienende Zählereinheit und einen Vergleicher, der mindestens täglich den Inhalt
der Zählereinheit mit einem von Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang abhängigen Vorgabewert
vergleicht und bei Übereinstimmung ein Steuersignal erzeugt. Zweckmäßigerweise kann
die von der Zählereinheit durchgeführte Zeitzählung auf einer Anzeige des Gehäuses
der Steuerung angezeigt werden.
[0013] Die Kalendereinheit der erfindungsgemäßen Steurung enthält einen Tabellenspeicher,
in dem für jeweils eine Gruppe einiger aufeinanderfolgender Kalendertage Öffnungszeiten
und Schließzeiten gespeichert sind. Vorzugsweise besitzt die Rolladensteuerung einen
Mikroprozessor, und mit Hilfe des Mikroprozessors wird der Tabellenspeicher abhängig
vom Datum bzw. von dem Jahrestag adressiert, so daß die zu diesem Jahrestag gehörige
Öffnungszeit bzw. Schließzeit ausgelesen wird. Die ausgelesene Zeit wird in dem Vergleicher
mit der laufenden Uhrzeit verglichen. Bei Übereinstimmung wird das entsprechende Steuersignal
zum Öffnen bzw. zum Schließen des Rolladens oder dgl. erzeugt. Um Speicherplatz zu
sparen, ist eine gemeinsame in der Tabelle gespeicherte Zeit für jeweils eine Gruppe
von mehreren Tagen vorsehen. Da die Zeiten für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang von
einem Tag auf den anderen nur geringfügig variieren, wird das erfindungsgemäße Ziel
einer von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang abhängigen Rolladenbetätigung dennoch
erreicht.
[0014] Die Öffnungszeiten und die Schließzeiten können mehr oder weniger genau mit der Tageszeit
für Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang übereinstimmen. Die öffnungszeiten und die
Schließzeiten können aber auch gegenüber den Tageszeiten für Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang
zeitlich versetzt sein.
[0015] Insbesondere ist eine solche zeitliche Versetzung in der Mitte des Sommers und in
der Mitte des Winters angebracht. Da zur Zeit der Sonnenwende im Sommer die Sonne
bereits um ca. 4.00 morgens aufgeht, kann man in dieser Jahreszeit eine solche Programmierung
der Steuerung vorsehen, daß das Öffnen des Rolladens um ein oder zwei Stunden verzögert
wird. Dabei kann es sich um eine vorab erstellte Programmierung handeln, oder man
kann diese Funktion durch freie Programmierung realisieren. Es läßt sich z.B. dadurch
realisieren, daß an ausgewählten Tagen im Sommer stets zu einer konstanten Uhrzeit,
z.B. 6.00 Uhr morgens, der Rolladen geöffnet wird. Entsprechende Betrachtungen gelten
für das Schließen des Rolladens und/oder auch für den Betrieb der Rolladensteuerung
im Winter.
[0016] Die erfindungsgemäße Rolladensteuerung läßt sich noch dadurch verbessern, daß ein
Sonnensensor an einer von dem Rolladen beschattbaren Stelle angeordnet ist, der bei
Überschreiten einer ersten bestimmten erfaßten Helligkeit ein Schließen des Rolladens
veranlaßt, bei Unterschreiten der ersten oder einer zweiten bestimmten Helligkeit
den Rolladen anhält und bei Unterschreiten der ersten, der zweiten oder einer dritten
Helligkeit den Rolladen öffnet. Einen solchen Sonnensensor kann man im Bereich des
von dem Rolladen abzuschattenden Fensters anordnen. Wenn z.B. gegen Mittag starke
Sonnenstrahlung auf den Sonnensensor fällt, gibt der Sonnensensor ein Steuersignal
ab, demzufolge der Rolladen abgesenkt wird, und zwar so weit, bis der Sonnensensor
von dem herabgelassenen Rolladen abgeschattet wird. Der Sonnensensor erfaßt dann eine
verminderte Helligkeit, so daß er ein Anhalten des Rolladens bewirkt. Ein Teil des
Sonnenlichts kann aber möglicherweise noch indirekt auf den Sonnensensor gelangen.
Nimmt die Stärke des Sonnenlichts ab, so wird es im Bereich des Sonnensensors dunkler.
[0017] Der Sonnensensor wurde von dem Rolladen abgeschattet, so daß der Rolladenantrieb
ausgeschaltet wurde. Berücksichtigt man eine gewisse Nachlaufzeit des Rolladens, so
liegt der Sonnensensor dann in einem Bereich, dessen Helligkeit geringer ist als die
Ansprech-Helligkeit des Sonnensensors beim Herablassen des Rolladens.
[0018] Man kann die Ansprechschwelle des Sonnensensors zum Absenken des Rolladens als erste
Helligkeit bezeichnen. Wird der Sonnensensor dann während des Herablassens des Rolladens
von diesem abgeschattet, veranlaßt er ein Anhalten des Rolladens. Die dann herrschende
Helligkeit im Bereich des Sonnensensors kann man als zweite Helligkeit bezeichnen.
Nimmt die Sonneneinstrahlung dann ab, sinkt die Helligkeit im Bereich des Sonnensensors
noch mehr ab. Darauf spricht der Sonnensensor an, um ein Hochfahren des Rolladens
zu veranlassen, und zwar so weit, bis wieder die zweite Helligkeit oder die erste
Helligkeit erreicht ist. Die Helligkeit, bei der ein erneutes Hochfahren des Rolladens
ausgelöst wird, kann man als dritte Helligkeit bezeichnen. Wurde die Sonne beispielsweise
durch dichte Wolken verdeckt, so ist es außerhalb des Rolladens relativ dunkel, so
daß der Rolladen wieder ganz nach oben gefahren, also geöffnet wird.
[0019] Man kann für die oben beschriebenen Vorgänge verschiedene Helligkeitsstufen des Sonnensensors,
also verschiedene Schwellenwerte vorsehen. Man kann aber auch lediglich zwei oder
auch nur einen einzigen Schwellenwert vorsehen.
[0020] Um auf jeden Fall zu vermeiden, daß bei schwankenden Außenhelligkeiten ein zu rascher
Wechsel zwischen Schließen / Anhalten / Öffnen des Rolladens erfolgt, sieht die Erfindung
vorzugsweise vor, daß zwischen aufeinanderfolgenden Bewegungsphasen des Rolladens
eine Totzeit von z.B. 7... 15 Minuten vorgesehen ist.
[0021] Die oben geschilderte Funktion des Sonnensensors kann aber noch dadurch erweitert
werden, daß das Ausgangssignal des Sonnensensors mit dem Steuersignal von der Jahreskalendereinheit
derart verknüpft wird, daß das Schließen des Rolladens von einem bestimmten abendlichen
Zeitpunkt an abhängig von dem Ausgangssignal des Sonnensensors , also erst bei einer
bestimmten Dunkelheit, erfolgt. Das von der Jahreskalendereinheit erzeugte Steuersignal
stellt also einen Bereitschaftszustand des Rolladenantriebs zum Schließen des Rolladens
dar. Nach diesem Zeitpunkt legt das Ausgangssignal des Sonnensensors fest, wann letztendlich
der Rolladen geschlossen wird. Erst bei Erreichen einer bestimmten Dunkelheit schließt
der Rolladen. Dazu dient die Verknüpfung der von der Jahreskalendereinheit erzeugten
Steuersignale mit dem Ausgangssignal des Sonnensensors.
[0022] Da das von der Jahreskalendereinheit abends erzeugte Steuersignal zum Schließen des
Rolladens von Tag zu Tag variiert, variiert demgemäß auch der Zeitpunkt, von dem an
das Ausgangssignal des Steuersignals ein Schließen des Rolladens veranlaßt. Man kann
aber auch einen festen abendlichen Zeitpunkt programmieren, von dem an ein Schließen
des Rolladens abhängig von der vom Sonnensensor festgestellten Dunkelheit veranlaßt
wird.
[0023] Die oben geschilderte Funktion der Rolladensteuerung besteht also darin, daß das
Schließen des Rolladens am Abend letztlich davon abhängt, ob eine ausreichende Dunkelheit
vom Sonnensensor festgestellt wird. Voraussetzung für die Wirksamkeit des Ausgangssignals
des Sonnensensor ist aber das Bereitschaftssignal, welches entweder von der Jahreskalendereinheit
von Tag zu Tag variiert wird, oder aber konstant auf beispielsweise 17 Uhr programmiert
ist.
[0024] Alternativ zu dieser Funktion des Sonnensensors oder zusätzlich sieht die Erfindung
einen Lichtsensor vor, dessen Ausgangssignal mit dem Steuersignal von der Jahreskalendereinheit
derart verknüpft wird, daß das Öffnen und/ oder Schließen des Rolladens von einem
bestimmten morgendlichen und/oder abendlichen Zeitpunkt an abhängig von dem Ausgangssignal
des Lichtsensors erfolgt. Die Jahreskalendereinheit macht also morgens und/oder abends
die Rolladensteuerung jeweils zu einem bestimmten Zeitpunkt "scharf", wobei das Ausgangssignal
des Lichtsensors letztlich festlegt, zu welchem genauen Zeitpunkt der Rolladen morgens
geöffnet und abends geschlossen wird. Man kann auch morgens oder abends einen festen
Zeitpunkt programmieren, von dem an das Ausgangssignal des Lichtsensors wirksam ist.
[0025] In einer diesbezüglichen Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß das öffnen
und/oder das Schließen des Rolladens innerhalb eines jeweiligen morgendlichen und
abendlichen Zeitintervalls von z.B. einer Stunde abhängig von dem Ausgangssignal des
Lichtsensors erfolgt.
[0026] Wenn z.B. morgens die Sonne aufgeht und der Lichtsensor ein entsprechendes Ausgangssignal
für relativ große Helligkeit erzeugt, so wird der Rolladen sofort geöffnet, nachdem
von der Jahreskalendereinheit ein Steuersignal erzeugt wurde, welches ein Öffnungszeitintervall
von z.B. einer Stunde definiert. Ist es morgens noch relativ lange dunkel, weil z.B.
der Himmel bedeckt ist, so gibt der Lichtsensor kein Helligkeitssignal ab, so daß
das Öffnen des Rolladens erst am Ende des festgelegten Öffnungs- Zeitintervalls erfolgt,
also praktisch unabhängig von dem Vorhandensein eines Signals des Lichtsensors. Entsprechend
kann man beim Schließen des Rolladens in den Abendstunden verfahren.
[0027] Die erfindungsgemäße Rolladensteuerung kann grundsätzlich in sämtlichen Breitengraden
der Erdkugel verwendet werden. Naturgemäß hängen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang
ab von dem Grad nördlicher bzw. südlicher Breite. Möglicherweise noch stärker sind
die Einflüsse der Längengrade bzw. der Zeitzonen. Beispielsweise liegen Madrid und
Wien innerhalb der gleichen Zeitzone, tatsächlich unterscheiden sich die Zeitpunkte
von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang jedoch um etwa eine Stunde.
[0028] Um die oben skizzierten geografischen Bedingungen zu berücksichtigen, sieht die Erfindung
in einer Weiterbildung vor, daß eine Kompensationseinrichtung vorgesehen ist, mit
der die Erzeugung der Steuersignale seitens der Jahreskalendereinheit abhängig von
- der geografischen Breite und/oder
- der geografischen Länge
verschiebbar ist. In einer Ausführungsform weist die Kompensationseinrichtung Tastaturelemente
auf, über die Daten bezüglich der geografischen Breite und/oder geografischen Länge
eingebbar sind, wobei diese Daten von einer Recheneinheit in Kompensationszeiten umgesetzt
werden, die mit Mittelwerten der Tageszeiten von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang
additiv oder subtraktiv verknüpft werden. Grundsätzlich könnten die Kompensationszeiten
herstellerseitig eingegeben werden. Für den Vertrieb der Rolladensteuerung ist es
jedoch günstiger, wenn letztlich der Benutzer selbst Gelegenheit hat, abhängig von
dem jeweiligen geografischen Ort die geografischen Daten einzugeben, um die korrekten
Öffnungszeiten und Schließzeiten für den Rolladen zu justieren.
[0029] Wie oben ausgeführt wurde, kann gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung eine Uhr
beispielsweise als Zähleinrichtung ausgebildet sein.
[0030] In manchen Ländern stehen seit einiger Zeit sogenannte Funkuhren zur Verfügung. Von
einem Sender werden in bestimmten Zeitintervallen codierte Zeitsignale mit einer bestimmten
Frequenz ausgesendet. Dementsprechend sieht eine Weiterbildung der Erfindung vor,
daß in der Rolladensteuerung ein Empfänger für ein Funkuhrsignal und eine elektronische
Verarbeitungsschaltung für das Funkuhrsignal vorgesehen sind. Mit diesem Empfänger
läßt sich das ausgestrahlte Funkuhrsignal empfangen und verarbeiten. Hierdurch lassen
sich einige Bauelemente in der Rolladensteuerung einsparen. Darüber hinaus lassen
sich die exakten Zeitvorgaben durch das Funkuhrsignal nutzen.
[0031] Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Steuergeräts der erfindungsgemäßen Rolladensteuerung,
- Fig. 2
- ein stark vereinfachtes Blockdiagramm einer elektronischen Rolladensteuerung,
- Fig. 3
- ein funktionelles Blockdiagramm des Steuerteils der Rolladensteuerung nach Fig. 2,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung des in Fig. 3 in Blockform dargestellten Kalenderzählers,
- Fig. 5
- eine teilweise Speicherübersicht des Tabellenspeichers in Fig. 3,
- Fig. 6
- ein Flußdiagramm, welches den Betrieb der elektronischen Rolladensteuerung veranschaulicht,
- Fig. 7
- eine graphische Darstellung des kalendertagabhängigen Verlaufs der Tageszeit für den
Sonnenaufgang,
- Fig. 8 a, b, c
- ein Zeitdiagramm zum Veranschaulichen der Funktion eines Sonnen- und Lichtsensors,
und
- Fig. 9
- eine 24 Stunden umfassende Zeitscheibe zur Erläuterung der Funktion einer speziellen
Ausführungsform der Erfindung.
[0032] Fig. 1 zeigt ein Steuergerät 2 einer elektronischen Rolladensteuerung. Das Steuergerät
2 besitzt eine Frontplatte 4, ein auf der Rückseite der Frontplatte 4 befestigtes
Gehäuse 6, eine auf der Frontplatte 4 befindliche Anzeige 8 und eine ebenfalls auf
der Frontplatte 4 befindliche Tastatur 10. Die Tastatur 10 enthält Tasten zum Erzeugen
von Steuersignalen, und zum Programmieren, um eine Motorbetätigung zu veranlassen,
damit ein nicht dargestellter Rolladen geschlossen oder geöffnet wird.
[0033] In dem Gehäuse 6 befinden sich ein Steuerteil S und ein Leistungsteil L der Rolladensteuerung,
wie schematisch in Fig. 2 gezeigt ist. Der Leistungsteil L enthält eine Stromversorgungseinrichtung,
Relais und Anschlüsse, und von dem Leistungsteil führen Stromkabel zu dem Antriebsmotor
des Rolladens, bei dem es sich vorzugsweise um einen sogenannten Rohrmotor handelt,
der sich im hohlen Wickelkern des Rolladens befindet. Das in Fig. 1 dargestellte Steuergerät
2 wird mit dem Gehäuse 6 in eine Öffnung der Mauer nahe dem Fenster eingelassen, so
daß die Frontplatte 4 leicht aufgesteckt wird und das Gehäuse 6 leicht zugänglich
ist.
[0034] Gemäß Fig. 2 umfaßt der Steuerteil S eine Steuerungselektronik 12, die Anzeige 8
und die Tastatur 10.
[0035] Fig. 3 zeigt den Aufbau des Steuerteils S im einzelnen. An einen mehrere Übertragungsleitungen
enthaltenden Bus 30 sind angeschlossen: die Anzeige 8, die Tastatur 10, eine das Steuerteil
1 mit dem Leistungsteil L verbindende Schnittstelle (IF) 24, ein Festspeicher (ROM)
14, ein Schreib-/Lese-Speicher (RAM) 16, eine zentrale Verarbeitungseinheit (CPU),
z.B. einen Mikroprozessor 18, mit einem Registersatz (Reg.) 22, und einen als Uhr
bzw. Kalendertagzähler (KZ) fungierenden Zähler 20.
[0036] In dem Festspeicher 14 ist ein Steuerungsprogramm gespeichert, welches außer der
hier interessierenden Steuerung des Öffnens und die Schließens in Abhängigkeit der
Tageszeit für Sonnenuntergang und Sonnenaufgang auch andere Steuerungsaufgaben wahrnimmt.
[0037] Der Zähler 20 ist ein mehrstelliger binärer Zähler, jedoch ist in Fig. 4 aus Gründen
der Übersichtlichkeit eine dezimale Schreibweise verwendet worden. Gemäß Fig. 4 umfaßt
der Zähler 20 drei Abschnitte, einen zweistelligen Abschnitt für Minuten (min), eine
zweistelligen Abschnitt für Stunden (h), und einen dreistelligen Abschnitt (KT) für
den laufenden Kalendertag. Der Zähler ist so ausgebildet, daß er zyklisch zählt, d.h.:
nach dem Kalendertag 365 folgt der Tag 001. Schaltjahre werden nicht berücksichtigt,
es ist jedoch ersichtlich, daß es auch über viele Jahre hinweg allenfalls nur zu geringfügigen
Verschiebungsfehlern kommt, die vernachlässigbar sind.
[0038] Fig. 5 zeigt den Inhalt des Schreib-/Lese-Speichers 16 bzw. einen Teil dieses Speichers.
Auf der linken Seite in Fig. 5 sind die adressierbaren Speicherplätze nummeriert von
1 bis 730 angegeben. In den Speicherplätzen 1 bis 365 sind die Öffnungszeiten zum
Öffnen der Rollade gespeichert, in den Speicherplätzen 366 bis 730 sind die abendlichen
Schließzeiten für die Rollade gespeichert.
[0039] Wie aus Fig. 5 ersichtlich, entspricht die im ersten Speicherplatz gespeicherte Uhrzeit
0830 etwa der Tageszeit für den Sonnenaufgang am Jahresende und am Jahresanfang (die
späteste Tageszeit für den Sonnenaufgang entspricht an sich dem Winteranfang, aus
Gründen der Vereinfachung ist hier jedoch als kürzester Tag vom ersten Januar ausgegangen,
was eine noch zulässige Vereinfachung ist).
[0040] Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, ändert sich die Tageszeit für den Sonnenaufgang und
dementsprechend die Tageszeit zum öffnen des Rolladens mit zunehmendem Kalendertag.
Am Schluß des Jahres entspricht die Zeit wieder dem Wert am Jahresanfang.
[0041] Die Schließzeiten für den Rolladen sind in den Speicherplätzen 366 bis 730 gespeichert.
Der Sonnenuntergang am Jahresanfang findet etwa um 16.30 Uhr statt, jedoch ist hier
eine zeitliche Versetzung um eine halbe Stunde einprogrammiert, damit die Rolläden
erst dann schließen, wenn es tatsächlich dunkel ist. Eine entsprechende zeitliche
Versetzung läßt sich auch bei den morgendlichen Öffnungszeiten für den Rolladen berücksichtigen.
[0042] Da in der Mitte des Sommer die Sonne relativ früh aufgeht, ein Öffnen der Rolläden
jedoch erst beispielsweise um 6 Uhr erwünscht ist, kann man die entsprechenden Öffnungszeiten
in der Sommerzeit so einprogrammieren, daß das Öffnen einer Rollade auf keinen Fall
vor 6 Uhr stattfindet. Dazu kann man den in Fig. 5 dargestellten Tabellenspeicher
in der fraglichen Zeit in der Mitte des Sommers entsprechend fest programmieren, also
in der Sommerzeit keine Öffnungszeit vor 6 Uhr morgens vorsehen.
[0043] In einer anderen Variante zum Verhindern eines allzu frühen Öffnens des Rolladens
kann man eine sogenannte freie Programmierung vorsehen, dabei können die im Tabellenspeicher
enthaltenen Öffnungszeiten dem tatsächlichen Sonnenaufgang entsprechen, wobei durch
eine Zusatzprogrammierung jedoch erst eine Freigabe des Steuersignals zum Öffnen des
Rolladens um 6 Uhr erfolgt.
[0044] Anhand von Fig. 6 soll nun der Ablauf der elektronischen Rolladensteuerung für einen
Kalendertag, z.B. den 23. Februar erläutert werden. Im Schritt S1 (Fig. 6) generiert
die CPU 18 (Fig. 3) einen Adresse für den Speicher 16. Die Adresse entspricht dem
Kalendertag KT oder hängt von dem Kalendertag ab.
[0045] Im Schritt S2 erfolgt ein Zugriff auf den Speicher 16 mit der generierten Adresse
ADR. Der aus dieser Adresse ausgelesene Speicherinhalt wird in das Register Reg. 22
eingespeichert. Nun erfolgt ein von der CPU 18 durchgeführter Vergleich. Verglichen
wird der Inhalt des Registers Reg. 22 mit dem Inhalt des Zählers 20 (Schritt S3).
[0046] Am 23. Februar geht die Sonne um 07.21 Uhr auf, und dieser Wert ist am Speicherplatz
54 des Tabellenspeichers 16 eingespeichert (in Fig. 5 nicht dargestellt). Wenn nun
der Zählerstand des Zählers 20 in dessen Abschnitten h und min der Uhrzeit 07.21 gemäß
Fig. 4 entspricht, so wird Übereinstimmung im Schritt S3 festgestellt. Bis zu dieser
Übereinstimmung befand sich die Steuerung in einer Warteschleife. Durch das Feststellen
der Übereinstimmung wird ein Steuersignal zum Öffnen des Rolladens erzeugt (Schritt
S4).
[0047] Anschließend wird eine neue Adresse Adr. generiert. Hierzu wird der Kalendertag,
der im linken Abschnitt KT des Zählers 20 gemäß Fig. 4 gespeichert ist, um 365 erhöht
(Schritt S5). Bei dem anschließenden Speicherzugriff (Schritt S6) wird aus der Speicherstelle
365 + 54 = 419 die Schließzeit für die Rollade ausgelesen. Da am 23. Februar der Sonnenuntergang
um ca. 17.51 Uhr stattfindet und den Rolladen ca. eine halbe Stunde später geschlossen
werden soll, wird in das Register Reg. 22 der Wert 18.21 übertragen. Wenn der die
Tageszeit angebende Teil des Inhalts des Zählers 20 mit dieser im Register Reg. 22
gespeicherten Zeit übereinstimmt (Schritt S7), erfolgt im nächsten Schritt S8 das
Erzeugen eines Steuersignals zum Schließen des Rolladens.
[0048] Danach geht die Steuerung in einen Wartezustand (Schritt S9), der zumindest solange
dauert, bis der nächste Kalendertag angebrochen ist. Dann erfolgt wiederum der obenbeschriebene
Ablauf gemäß Fig. 6.
[0049] Anstatt einen Tabellenspeicher zu verwenden, wie er in Fig. 5 dargestellt ist, lassen
sich die Öffnungszeiten und die Schließzeiten auch rein rechnerisch ermitteln. Wie
in Fig. 7 dargestellt ist, entspricht der Verlauf der Tageszeit für den Sonnenaufgang
(entsprechendes gilt für den Sonnenuntergang) etwa einer Cosinus-Funktion, wobei 6.15
Uhr ein Mittelwert ist, entsprechend der Tageszeit des Sonnenaufgangs am Frühlingsanfang
und am Herbstanfang (FA; HA). Mit Hilfe einer solchen Cosinus-Funktion kann die CPU
18 laufend die benötigten Schließzeiten berechnen. Für die Öffnungszeit morgens läßt
sich z.B. eine Funktion

aufstellen, wobei UZ die Öffnungszeit, Z₀ der Mittelwert von 6.15, A ein Faktor von
2.15 und JT den Jahrestag deuten. Man sieht, daß am Jahresanfang und am Jahresende
eine Uhrzeit von ca. 8.30 errechnet wird (cos 0 = cos 2 π = 1), während sich in der
Jahresmitte (Sonnenanfang = SA) eine Uhrzeit von 4.00 errechnet (cos π = -1).
[0050] Damit der Rolladen in der Jahresmitte, wenn es besonders früh hell wird, nicht schon
zur Schlafenszeit geöffnet wird, kann man in diesem Zeitraum die von Sonnenaufgangszeit
und Sonnenuntergangszeit abhängige Rolladensteuerung übersteuern durch einen festen
Zeitwert, was in Fig. 7 durch gestrichelte Linien angedeutet ist.
[0051] In einer weiteren, mit relativ geringem Aufwand zu realisierenden Ausführungsform
wird die erfindungsgemäße elektronische Jahreskalendereinheit durch eine programmierte
Treppenfunktion realisiert. So kann man zum Beispiel für jeweils eine Kalenderwoche
eine bestimmte Öffnungszeit und Schließzeit des Rolladens vorsehen, wobei diese Zeiten
dann von Kalenderwoche zu Kalenderwoche um bestimmte Werte von einigen Minuten erhöht
bzw. erniedrigt. Bei bestimmten Kalenderwochen in der Mitte des Jahres kann man, um
ein allzu frühes Öffnen der Rolläden zu verhindern, auf eine Verringerung der Öffnungszeit
verzichten, so daß in der Mitte des Sommers sich während einer Zeitspanne von mehreren
Kalenderwochen jeden Morgen die gleiche Öffnungszeit von beispielsweise 6 Uhr ergibt.
[0052] Man kann bei sämtlichen oben beschriebenen Ausführungsbeispielen noch einen Zufallsgenerator
vorsehen. Dieser Zufallsgenerator kann die Steuersignale zum Veranlassen des Öffnens
und des Schließen des Rolladens auf Zufallsbasis so variieren, daß die tatsächlichen
Öffnungs- und Schließzeiten in einem Bereich von beispielsweise einer halben Stunde
etwas vorverlegt oder etwa verzögert werden. Damit läßt sich dem Eindruck vorbeugen,
das Gebäude sei unbewohnt, was aus praktisch regelmäßigen Öffnungs- und Schließzeiten
der Rolläden geschlossen werden könnte.
[0053] Die obige Beschreibung bezieht sich auf eine Rolladensteuerung mit Jahreskalendereinheit
zum selbstätigen Öffnen und Schließen eines Rolladens abhängig von der jeweiligen
Tageszeit.
[0054] Die vorstehend beschriebene Rolladensteuerung läßt sich bevorzugt kombinieren mit
einem Sonnensensor 34 und einem Lichtsensor 32. Fig. 3 zeigt schematisch den an die
Schnittstelle angeschlossenen Lichtsensor 32 und den Sonnensensor 34. Derartige Helligkeitssensoren
sind bekannt. Während der Sonnensensor 34 dazu dient, eine direkte Sonneneinstrahlung,
also sehr große Helligkeit zu erfassen, dient der Lichtsensor 32 hier als Dämmerungssensor.
Man kann die beiden Sensoren auch zu einem Sensor zusammenfassen, wobei dieser eine
Sensor dann verschiedene Schwellenwerte aufweist.
[0055] Fig. 8 a zeigt den Verlauf einer in beliebiger Einheit gemessenen Helligkeit, während
der 24 Stunden eines Tages. Außerdem sind Fig. 8 a zwei Schwellenwerte für eine Helligkeit
H 1 und eine noch größere Helligkeit H 2 eingetragen.
[0056] Fig. 8 b zeigt ein Ausgangssignal eines im Freien angeordneten Lichtsensors 32 (Fig.
3). Dieser spricht bei Erreichen des unteren Schwellenwerts H 1 auf die zunehmende
Helligkeit während der Morgendämmerung an, z.B. um 3.50 h, um ein Signal mit hohem
Pegelauszugeben. Nach dem Unterschreiten dieser Helligkeit H 1 um 20.10 h fällt das
Signal wieder ab.
[0057] Fig. 8 c zeigt den Signalverlauf für einen Sonnensensor Dieser ist am Fenster derart
angeordnet, daß er bei fast vollständig geschlossenem Rolladen von diesem beschattet
wird. Hier sei angenommen, daß der Sonnensensor um 5.50 h von Sonnenlicht direkt bestrahlt
wird, so daß er ein Ausgangssignal mit hohem Pegel abgibt. Beispielsweise durch Bewölkungszunahme
verschwindet hier das Signal (S 34) um 11.40 h. Zwischen 15.00 h und 16.05 h scheint
wieder Sonne auf den Sonnensensor, so daß das Signal (S 34) wieder hohen Pegel annimmt.
[0058] Fig. 9 zeigt eine 24 Stunden umfassende Zeitscheibe, ähnlich einem Zifferblatt einer
Uhr. Die Jahreskalendereinheit sei hier so programmiert, daß das Öffnen eines Rolladens
zwischen 5.00h und 6.00h erfolgen soll, während das Schließen des Rolladens in den
Abendstunden zwischen 20.00h und 21.00h erfolgen soll. Bei dieser Ausführungsform
wird jedoch das von der Jahreskalendereinheit erzeugte Steuersignal, welches jeweils
einen Zeitintervall, und nicht einen Zeitpunkt, kennzeichnet, kombiniert mit einem
von dem Lichtsensor 32 erzeugten Dämmerungssignal (S 32) (Fig. 8 b). Da im vorliegenden
Fall das Dämmerungssignal (S 32) bereits um 3.50 h erzeugt wird, wird sofort zu Beginn
des Öffnungs- Zeitintervalls, also um 5.00 h der Rolladen geöffnet.
[0059] Wie in Fig. 8 c zu sehen ist, scheint ab 5.50 h Sonne auf den Sonnensensor 34, so
daß dieser das Signal (S 34) abgibt. Dementsprechend wird um 5.50 h der Rolladen wieder
geschlossen. Er bleibt so lange geschlossen, wie das Signal S 34 erzeugt wird. Der
Sonnensensor 34 ist am Fenster an
einer Stelle angeordnet, an der er bei fast vollständig herabgelassenem Rolladen von
letzterem abgeschattet wird. Wenn nun um 5.50 h der Rolladen herabgelassen wird, beschattet
der Rolladen zu einem gewissen Zeitpunkt den Sonnensensor, so daß dieser in einer
relativ dunklen Umgebung liegt. Dementsprechend reagiert die Rolladensteuerung auf
das Ausgangssignal des Sonnensensors dadurch, daß der Rolladen sofort angehalten wird.
Der Rolladen läuft eine gewisse Zeit nach, so daß der Sonnensensor schließlich bei
angehaltenem Rolladen sich in relativer Dunkelheit befindet. Wird es noch dunkler,
so spricht die Rolladensteuerung auf ein entsprechendes Ausgangssignal des Sonnensensors
an, ohne den Rolladen hochzufahren. Wenn dann wieder relativ viel Licht auf den Sonnensensor
fällt, hält der Rolladen wieder an. Scheint aber nicht mehr die Sonne, ist es also
relativ dunkel, so wird der Rolladen wieder vollständig geöffnet.
[0060] Gemäß Fig. 8 c scheint zwischen 15.00 h und 16.05 h Sonne auf den Rolladen. Dementsprechend
wird in dieser Zeitspanne der Rolladen heruntergelassen, so daß er einen Schutz vor
einfallender Sonnenstrahlung bietet.
[0061] In den Abendstunden erzeugt die Jahreskalendereinheit zwischen 20.00 h und 21.00
h ein Zeitintervall- Steuersignal zum Schließen des Rolladens. Dieses Signal wird
jedoch kombiniert mit dem von dem Lichtsensor 32 erzeugten Signal (S 32). Dieses fällt
erst um 20.10 h auf niedrigen Pegel ab. Somit wird erst um 20.10 h der Rolladen geschlossen.
(Würde der Lichtsensor die eintretende Dämmerung erst beispielsweise um 21.10 h durch
entsprechende Signaländerungen des Signals (S 32) signalisieren, so würde der Rolladen
am Ende der hier einstündigen Zeitspanne, also um 21.00 geschlossen.)
[0062] In Abwandlung der oben beschriebenen Ausführungsform kann anstelle der jeweiligen
Zeitintervalle morgens und abends ein Zeitpunkt treten, ab welchem die von der Jahreskalendereinheit
erzeugten Steuersignale einen Bereitschaftszustand signalisieren. Gemäß obiger Beschreibung
dient der Sonnensensor dazu, tagsüber einen Schutz vor zu großer Sonneneinstrahlung
zu bieten. In den Abendstunden kann das Ausgangssignal des Sonnensensors mit dem entsprechenden
Steuersignal der Jahreskalendereinheit zum Schließen des Rolladens kombiniert werden.
Das Steuersignal seitens der Jahreskalendereinheit ist die erste Bedingung zum Schließen
des Rolladens, das eine gewisse Dunkelheit repräsentierende Ausgangssignal des Sonnensensors
kann die zweite Bedingung darstellen. Nur bei Vorhandensein beider Bedingungen wird
der Rolladen geschlossen.
[0063] Das Ausgangssignal des im Freien angeordneten Lichtsensors 32 kann ebenfalls mit
den Steuersignalen von der Jahreskalendereinheit so verknüpft werden, daß die Steuersignale
der Jahreskalendereinheit die Rolladensteuerung zu einem gewissen Zeitpunkt morgens
und abends "scharf machen", wobei dann das morgendliche Öffnen des Rolladens und das
abendliche Schließen des Rolladens abhängig vom Ausgangssignal des Lichtsensors erfolgen.
[0064] Die von der Jahreskalendereinheit erzeugten Steuersignale ändern sich von Tag zu
Tag oder in gewissen Tagesabständen, abhängig von den sich jahreszeitlich ändernden
Sonnenaufgangszeiten und Sonnenuntergangszeiten.
[0065] Die obige Verknüpfung der Steuersignale der Jahreskalendereinheit mit den Ausgangssignalen
des Sonnensensors bzw. des Lichtsensors läßt sich auch dahingehend modifizieren, daß
z.B. für das abendliche Schließen des Rolladens eine konstante feste Zeit von beispielsweise
17.00 Uhr vorprogrammiert wird, und ab diesem Zeitpunkt dann das tatsächliche Schließen
des Rolladens dann erfolgt, wenn der Sonnensensor oder der Lichtsensor ein eine gewissen
Dunkelheit repräsentierendes Signal erzeugen.
[0066] Die von der Jahreskalendereinheit bereitgestellten Zeiten für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang
bzw. Öffnungszeiten und Schließzeiten sind Mittelwerte, wie sie z.B. für die Stadt
Frankfurt am Main gelten können. Wird die erfindungsgemäße Rolladensteuerung jedoch
an anderen geografischen Orten eingesetzt, so können dort die tatsächlichen Zeiten
für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang bezüglich der "Referenz-Zeiten", wie sie durch
die Zeiten in Frankfurt am Main vorgegeben sein können, abweichen. Dies gilt einmal
für nördliche und südliche geografische Breite. Die Zeiten für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang
sind in der Nähe des Äquators anders als in der Nähe des Nordpols.
[0067] Noch gravierender ist die relative Zeitverschiebung aufgrund der Zeitzonen. Die Zeitzonen
hängen von der geografischen Länge des jeweiligen Ortes ab. Innerhalb ein und derselben
Zeitzone gibt es erhebliche Schwankungen. Während z.B. Madrid und Wien in der gleichen
Zeitzone liegen, gibt es zwischen den jeweiligen Zeiten für den Sonnenaufgang effektiv
einen zeitlichen Unterschied in der Größenordnung von einer Stunde.
[0068] Um für derartige Abweichungen eine Kompensationsmöglichkeit zur Verfügung zu haben,
besitzt die Erfindung eine Kompensationseinrichtung. Realisiert wird diese beispielsweise
durch eine Tastatureingabe. Der Benutzer der Rolladensteuerung oder der Installateur
kann dann den Ort geografischer Breite und geografischer Länge eintasten, wobei dann
intern durch die CPU 18 eine Korrektur-Zeitverschiebung errechnet wird, die auf die
mittleren Zeiten für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang addiert bzw. von diesen Zeiten
subtrahiert wird.
[0069] In Fig. 1 ist in der linken unteren Ecke ein Empfänger 50 für ein Funkuhrsignal dargestellt.
In manchen Ländern werden von einem Sender in bestimmten Zeitintervallen Funkuhrsignale
ausgesendet. Der Sender 50 empfängt dieses Funkuhrsignal, welches dann intern von
einer Verarbeitungsschaltung decodiert und in ein entsprechendes Zeitsignal umgesetzt
wird.
1. Elektronische Rolladensteuerung, Jalousiesteuerung, Markisensteuerung oder dgl., die
bei ihrem Betrieb Steuersignale für einen Antriebsmotor zum Öffnen und Schließen des
Rolladens oder dgl. erzeugt, wobei die Steuersignalzeiten im Verlauf des Jahres unter
Berücksichtigung der Änderung der Sonnenaufgangszeit und der Sonnenuntergangszeit
automatisch variieren,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerung (2) eine Jahreskalendereinheit mit einem Tabellenspeicher (16) enthält,
in dem vom Hersteller aus jeweils für eine Gruppe einiger aufeinanderfolgender Kalendertage
eine Öffnungszeit und eine Schließzeit gespeichert sind;
und daß eine Bedienungstastatur zum manuellen Erzeugen von Steuersignalen für das
Öffnen und Schließen vorgesehen ist.
2. Steuerung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
eine als Uhr dienende Zählereinheit (20) und einen Vergleicher (18, 20), der laufend
den Inhalt der Zählereinheit (20) mit einem von der gespeicherten Öffnungszeit bzw.
Schließzeit abhängigen Vorgabewert vergleicht und bei Übereinstimmung ein Steuersignal
erzeugt.
3. Steuerung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuersignalzeiten für das Öffnen und/oder das Schließen im wesentlichen mit
den Sonnenaufgangszeiten bzw. Sonnenuntergangszeiten übereinstimmen.
4. Steuerung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuersignalzeiten für das Öffnen und/oder das Schließen mindestens bei einem
Teil der Kalendertage gegenüber den Sonnenaufgangszeiten bzw. Sonnenuntergangszeiten
zeitlich versetzt sind.
5. Steuerung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuersignalzeiten an Kalendertagen in der Mitte des Winters und/oder des
Sommers zeitlich versetzt sind.
6. Steuerung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie für den Zeitversatz durch den Benutzer programmierbar ist.
7. Steuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Sonnensensor (34) an einer von dem Rolladen oder dgl. beschattbaren Stelle
angeordnet ist, der bei Überschreiten einer ersten bestimmten erfaßten Helligkeit
ein Steuersignal für das Schließen auslöst, bei Unterschreiten der ersten oder einer
zweiten bestimmten Helligkeit ein Steuersignal für das Anhalten des Antriebsmotors
auslöst, und bei Unterschreiten der ersten, der zweiten oder einer dritten Helligkeit
ein Steuersignal für das Öffnen auslöst.
8. Steuerung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen aufeinanderfolgenden Bewegungsphasen des Rolladens oder dgl. eine Totzeit
von z.B. 7 bis 15 min vorgesehen ist.
9. Rolladensteuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
gekennzeichnet durch
einen Lichtsensor (32), dessen Ausgangssignal mit dem Steuersignal von der Jahreskalendereinheit
derart verknüpft wird, daß das Öffnen und/oder das Schließen von einem bestimmten
morgendlichen und/oder abendlichen Zeitpunkt an abhängig von dem Ausgangssignal des
Lichtsensors (32) erfolgt.
10. Steuerung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Öffnen und/oder das Schließen innerhalb eines jeweiligen morgendlichen und
abendlichen Zeitintervalls von z.B. einer Stunde abhängig von dem Ausgangssignal des
Lichtsensors (32) erfolgt.
11. Steuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Kompensationseinrichtung vorgesehen ist, mit der die Erzeugung der Steuersignale
seitens der Jahreskalendereinheit abhängig von der geographischen Breite und/oder
der geographischen Länge verschiebbar ist.
12. Steuerung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kompensationseinrichtung Tastaturelemente (10) aufweist, über die Daten bezüglich
der geographischen Breite und/oder geographischen Länge eingebbar sind, und daß diese
Daten von einer Recheneinheit (18) im Kompensationszeiten umgesetzt werden, die mit
den für einen Ort mittlerer geographischer Breite bzw. Länge gespeicherten Zeiten
additiv oder subtraktiv verknüpft werden.
13. Steuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Empfänger (50) für ein Funkuhrsignal und eine elektronische Verarbeitungsschaltung
für das Funkuhrsignal vorgesehen sind.
1. An electronic control device for roller shutters, blinds, awnings or the like, which
produces during its operation control signals for a drive motor for opening and closing
the roller shutter or the like, the control signal times varying automatically in
the course of the year with consideration of the change in sunrise time and sunset
time,
characterized in that
the control device (2) contains an annual calendar unit with a table memory (16) in
which the maker has stored an opening time and a closing time for one group of a few
successive calendar days in each case;
and a control keyboard is provided for manually producing control signals for opening
and closing.
2. The control device of claim 1, characterized by a counter unit (20) serving as a clock,
and a comparator (18, 20) which continuously compares the content of the counter unit
(20) with a default value dependent on the stored opening time or closing time and
produces a control signal if they match.
3. The control device of claim 1 or 2, characterized in that the control signal times
for opening and/or closing substantially match the sunrise times or sunset times.
4. The control device of claim 1 or 2, characterized in that the control signal times
for opening and/or closing are shifted in time from the sunrise times or sunset times
at least for some of the calendar days.
5. The control device of claim 4, characterized in that the control signal times are
shifted in time on calendar days in the middle of the winter and/or the summer.
6. The control device of claim 4 or 5, characterized in that it is programmable for the
time shift by the user.
7. The control device of any of claims 1 to 6, characterized in that a sun sensor (34)
is disposed at a place shadable by the roller shutter or the like for triggering a
control signal for closing when a first certain detected brightness is exceeded, triggering
a control signal for stopping the drive motor when the first or a second certain brightness
is fallen short of, and triggering a control signal for opening when the first, the
second or a third brightness is fallen short of.
8. The control device of claim 7, characterized in that a dead time of e.g. 7 to 15 min
is provided between successive moving phases of the roller shutter or the like.
9. The roller shutter control device of any of claims 1 to 8, characterized by a light
sensor (32) whose output signal is linked with the control signal from the annual
calendar unit in such a way that the opening and/or closing takes place in accordance
with the output signal from the light sensor (32) as of a certain morning and/or evening
time.
10. The control device of claim 9, characterized in that the opening and/or closing takes
place in accordance with the output signal from the light sensor (32) within a particular
morning and evening time interval of e.g. one hour.
11. The control device of any of claims 1 to 10, characterized in that a compensation
device is provided for shifting the production of control signals by the annual calendar
unit in accordance with the geographical latitude and/or the geographical longitude.
12. The control device of claim 11, characterized in that the compensation device has
keyboard elements (10) for entering the data on the geographical latitude and/or geographical
longitude, and these data are converted by a calculation unit (18) into compensation
times which are linked additively or subtractively with the times stored for a place
of average geographical latitude or longitude.
13. The control device of any of claims 1 to 12, characterized in that a receiver (50)
for a radioclock signal and an electronic processing circuit for the radioclock signal
are provided.
1. Commande électronique pour volet roulant, commande de store, commande de marquise
ou analogue, qui, lors de son fonctionnement, produit des signaux de commande pour
un moteur d'entraînement pour ouvrir et fermer le volet roulant ou analogue, les heures
des signaux de commande variant automatiquement au cours de l'année en tenant compte
de la modification de l'heure du lever du soleil et de l'heure du coucher du soleil,
caractérisée
par le fait que la commande (2) contient un organe formant calendrier annuel avec
une mémoire sous forme de table (16) dans laquelle, pour chaque groupe de quelques
jours successifs du calendrier, sont mémorisées par le fabricant une heure d'ouverture
et une heure de fermeture;
et qu'il est prévu un clavier de service pour produire manuellement les signaux de
commande pour l'ouverture et la fermeture.
2. Commande selon la revendication 1,
caractérisée
par un organe (20) de comptage du temps servant d'horloge, et un comparateur (18,
20) qui compare en permanence le contenu de l'organe (20) de comptage du temps avec
une valeur prescrite fonction de l'heure d'ouverture ou de l'heure de fermeture mémorisée
et, en cas de coïncidence, produit un signal de commande.
3. Commande selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée
par le fait que les heures des signaux de commande pour l'ouverture et/ou la fermeture
coïncident sensiblement avec les heures du lever du soleil ou les heures du coucher
du soleil.
4. Commande selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée
par le fait que les heures des signaux de commande pour l'ouverture et/ou la fermeture
sont, au moins pour une partie des jours du calendrier, décalés dans le temps par
rapport aux heures du lever du soleil ou aux heures du coucher du soleil.
5. Commande selon la revendication 4,
caractérisée
par le fait que les heures des signaux de commande sont décalés dans le temps aux
jours du calendrier situés au milieu de l'hiver et/ou de l'été.
6. Commande selon la revendication 4 ou 5,
caractérisée
par le fait que l'utilisateur peut programmer un décalage des heures.
7. Commande selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisée
par le fait qu'en un endroit qui vient dans l'ombre du volet roulant ou analogue est
disposé un capteur de soleil (34) qui, en cas de dépassement, par valeur supérieure,
d'une première luminosité saisie et déterminée, déclenche un signal de commande pour
la fermeture, en cas de dépassement, par valeur inférieure, de la première ou d'une
seconde luminosité déterminée, déclenche un signal de commande pour arrêter le moteur
d'entraînement, et, en cas de dépassement, par valeur inférieure, de la première,
de la seconde ou d'une troisième luminosité, déclenche un signal de commande pour
l'ouverture.
8. Commande selon la revendication 7,
caractérisée
par le fait qu'entre les phases successives du mouvement du volet roulant ou analogue
est prévu un temps mort de par exemple 7 à 15 minutes.
9. Commande pour volet roulant selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisée
par un capteur de lumière (32) dont le signal de sortie est logiquement lié au signal
de commande émis par l'organe formant calendrier annuel de façon qu'à partir d'un
instant déterminé, le matin et/ou le soir, l'ouverture et/ou la fermeture se fasse
en fonction du signal de sortie du capteur de lumière (32).
10. Commande selon la revendication 9,
caractérisée
par le fait que pendant une période de temps respective, le matin et le soir, de par
exemple une heure, l'ouverture et/ou la fermeture se fait en fonction du signal de
sortie du capteur de lumière (32).
11. Commande selon l'une des revendications 1 à 10,
caractérisée
par le fait qu'est prévu un dispositif de compensation avec lequel la production des
signaux de commande émis par l'organe formant calendrier annuel peut être décalée
en fonction de la latitude géographique et/ou de la longitude géographique.
12. Commande selon la revendication 11,
caractérisée
par le fait que le dispositif de compensation présente des éléments de clavier (10)
au moyen desquels on peut entrer les données relatives à la latitude géographique
et/ou à la longitude géographique, et que ces données sont converties par un organe
de calcul (18) en temps de compensation qui sont logiquement liés, par addition ou
par soustraction, avec les temps mémorisés pour un lieu de latitude ou de longitude
géographique moyenne.
13. Commande selon l'une des revendications 1 à 12,
caractérisée
par le fait que sont prévus un récepteur (50) pour un signal horaire radio et un circuit
de traitement électronique pour ce signal horaire radio.