| (19) |
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(11) |
EP 0 448 966 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.03.1994 Patentblatt 1994/13 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.02.1991 |
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Vorrichtung, insbesondere zum Verabreichen von Voll- oder Sitzbädern
Apparatus, particularly for taking full or hip baths
Dispositif, en particulier pour prendre des bains ou bains de siège
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR IT NL |
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Priorität: |
26.02.1990 DE 4006049
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.10.1991 Patentblatt 1991/40 |
| (73) |
Patentinhaber: Haslauer, Paul |
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A-5020 Salzburg (AT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Haslauer, Paul
A-5020 Salzburg (AT)
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| (74) |
Vertreter: Flach, Dieter Rolf Paul, Dipl.-Phys. et al |
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Patentanwälte
Andrae Flach Haug Kneissl
Bauer Schneider,
Prinzregentenstrasse 24 83022 Rosenheim 83022 Rosenheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 098 390 DE-A- 2 358 174
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WO-A-88/07346 DE-U- 8 816 075
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, insbesondere zum Verabreichen von Voll-
oder Sitzbädern, sowie deren Verwendung.
[0002] Wannenvoll- und -teilbäder mit flüssigen und vor allem auch breiigen Medien erfreuen
sich seit jeher großer Beliebtheit. Die Anwendung von Moor-, Peloid- oder Schlickbädern
kommt nicht nur im Hinblick auf Kurbehandlungen zu Heilzwecken, sondern vor allem
auch zum allgemeinen Wohlbefinden und unter kosmetischen Gesichtspunkten große Bedeutung
zu.
[0003] Der Verbrauch vor allem bei Verwendung von breiigen Substanzen ist aber beachtlich,
da aus hygienischen Gründen die verwandte Badeflüssigkeit, insbesondere die verwandte
Moor- oder Peloidbadflüssigkeit nicht nochmals für andere Personen und insbesonder
Patienten verwandt werden kann.
[0004] Von jeher sind bereits der Körperform angepaßte Wannen aus Stahl oder Kunststoff
bekannt, um den Bedarf entsprechender Mengen an Bademedium zu reduzieren. Hier wurden
in der Regel besonders im Bereich Lenden, Schultern und Beine durchschnittliche Körpermaße
zugrundegelegt, zu denen ein Abstandsmaß von einigen Zentimetern, in der Regel bis
zu mindestens 4 cm hinzugerechnet wurde, um bei der Berechnungsgrundlage noch einen
Abstand zwischen Körper und Wannenoberfläche für das Bademedium zur Verfügung zu stellen.
Eine derartige Wannenanordnung weist aber klar ersichtliche Nachteile auf. Die gewählten
"durchschnittlichen" Abmessungen sind eben nur auf eine Durchschnittsgröße ausgerichtet.
Vor allem aber bei groß gewachsenen und/oder übergewichtigen Personen kann der zur
Verfügung stehende Wanneninnenraum sich als zu klein herausstellen. Beim Unterschreiten
der für den Wärmenachschub notwendigen Mindestschichtdicke zwischen Körper und Begrenzungswand
der Wanne kommt es nämlich zu einem vorzeitigen Abkühlen des Bademediums. Gerade bei
Körperformwannen kommt diesem Umstand besondere Bedeutung zu, weil sich diese Erscheinung
auch seitlich auswirkt. Insbesondere sog. "Überwärmungsbäder" sind dann praktisch
nicht mehr durchführbar, weil das ein Wärmemedium und Wärmereservoir darstellende
Bademedium an vielen Körperstellen, vor allem im Lenden- und Gesäßbereich, zu gering
sind.
[0005] Schließlich kann bei groß gewachsenen und übergewichtigen Personen ein zu klein bemessener
Wanneninnenraum auch in psychologischer Hinsicht als Nachteil empfunden werden, wodurch
im Einzelfall sogar Angstzustände ausgelöst werden. Daß es zu den erwähnten Angstzuständen
in diesen Fällen kommen kann, ist unschwer vor allem dann vorstellbar, wenn bedacht
wird, daß die Badetemperaturen beispielsweise auch bis zu 42°C betragen können, und
daß die entsprechend geformten vorbekannten Wannen ein tiefes Eintauchen ermöglichen,
wodurch im Abdominal- und Brustbereich durch den auflastenden Druck des Mediums ein
verstärkt als Belastung empfundender Druck spürbar wird.
[0006] Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß zwischen Wannenoberfläche und Körper nicht
mehr genügend Bademedium zur Verfügung steht.
[0007] Von daher ist bereits eine gattungsbildende Vorrichtung zum Verabreichen von Peloid-Voll-
oder -Sitzbädern gemäß der DE 30 46 628 C2 sowie die EP 98 390 B1, welche dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 entspricht, bekannt geworden, bei der mittels einer Folie ein Folienober-
von einem Folienunterraum trennbar ist. Diese Vorrichtung ist für Patienten unterschiedlichster
Größe und Gewicht geeignet. Derjenige Anteil an Badeflüssigkeit, der mit dem Körper
des Patienten in Berührung kommt und durch Weggießen nach beendeter Therapie verlorengeht,
macht dabei lediglich einen geringen Bruchteil des in der Wanne enthaltenen Gesamtvolumens
an Peloidbadflüssigkeit aus, da die unterhalb der Trennfolie befindliche und auch
als Wärmemedium dienende Peloidbadflüssigkeit weiterhin in der Wanne verbleibt und
auch für andere Patienten und Badende problemlos verwandt werden kann.
[0008] Obgleich sich derartige Vorrichtungen in der Praxis sehr bewährt haben, können unter
Umständen bei einigen Patienten insoweit Probleme auftreten, wenn sich die Patienten
und Badenden beispielsweise in der Folie mit den Beinen "verheddern" und es dadurch
zu erhöhten Bewegungswiderständen kommt. Denn die Folie muß entsprechend groß bemessen
sein und liegt deshalb in vielen Falten auf.
[0009] Darüber hinaus können vor allem bei Bädern, bei denen eine konduktive Wärmeleitung
wichtig ist, beispielsweise bei Überwärmungsbädern, zusätzliche Nachteile dadurch
auftreten, daß sich die Folie zu dicht an den Körper eines Badenden anlegt, so daß
auch hier der für die physikalischen Verhältnisse beim Wärmenachschub notwendige Mindestabstand
bzw. die hierfür notwendige Mindestschichtdicke nicht ausreicht. Denn wird unterhalb
der Trennfolie beispielsweise eine wässrige Flüssigkeit oder sogar nur erwärmtes Wasser
eingefüllt, so findet im Folienunterraum vor allem eine Wärmekonvektion statt.
[0010] Bei Verabreichung beispielsweise eines Moor- oder Peloidbades kann dies bei Unterschreiten
der Mindestschichtdicke innerhalb der Trennfolie zwischen Körper und Trennfolie im
Extremfall sogar zu Verbrennungen oder zumindest so starken Überhitzungen führen,
die in psychologischer Hinsicht als "schmerzhaft" und als nicht mehr "ertragbar" empfunden
werden.
[0011] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es von daher, ausgehend von dem zuletzt genannten
gattungsbildenden Stand der Technik eine Vorrichtung, insbesondere zum Verabreichen
von Voll- und Sitzbädern zu schaffen, bei der stets sichergestellt ist, daß eine ausreichende
Schichtdicke vor allem zur Ermöglichung eines konduktiven Wärmeübergangs zur Verfügung
steht. Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung einer derartigen Vorrichtung.
[0012] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß bezüglich der Vorrichtung durch die im Anspruch
1 und bezüglich der Verwendung entsprechend den im Anspruch 29 angegebenen Merkmalen
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0013] Durch die vorliegende Erfindung werden entscheidende und verblüffende Vorteile erzielt.
Denn selbst bei Verwendung einer Körperformwanne mit mehr oder weniger fester Trennwand
läßt sich ein Wannenunterraum bilden, der mit einem Wärmemedium befüllbar ist. Erfindungsgemäß
ist dort zumindest eine konvektionshemmende Schicht bzw. eine konvektionshemmende
Kammer vorgesehen, die zumindest teilbefüllt ist und die selbst bei wässrigen Lösungen
einen zumindest weitgehend konduktiven Wärmeübergang auch in Richtung der Wannen-Trennwand
in den eigentlichen Badeoberraum ermöglicht.
[0014] Erfindungsgemäß muß von daher auf breiige Medien, wie beispielsweise Moor oder Peloid
als Wärmereservoir, nicht mehr zurückgegriffen werden.
[0015] Selbst bei Durchführung eines Überwärmungsbades wird durch den strukturellen Aufbau
eine Konvektion weitgehend vermieden, so daß ein ausreichender, im wesentlichen nur
konduktiver Wärmefluß durch die Trennwand hindurch in den Badeoberraum stattfindet,
so daß selbst bei oberhalb der Trennwand nicht ausreichender Schichtdicke zwischen
Trennwand und Körper quasi unterhalb der Trennwand der vorzugsweise in Form einer
Körperwanne ausgebildeten Wanne eine ausreichende Schichtdicke künstlich gebildet
wird. Denn erfindungsgemäß muß die Mindestschichtdicke nicht nur oberhalb der Trennwand
vorgesehen sein, sondern kann auch unterhalb der Trennwand ausgebildet sein. In einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist aber auch ein Wärmebad vor allem mit
einem konvektiven Wärmeübergang möglich.
[0016] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform werden dazu granulat- oder partikelförmige
Materialien verwandt, die bevorzugt schwimmfähig sind. Bei Befüllung mit einer wässrigen
Lösung legen sich diese partikel - bis granulatförmigen Befüllungselemente von unten
her an die Trennwand der Körperformwand an und unterbinden weitgehend eine Wärmekonvektion
und ermöglichen somit lediglich eine Wärmekonduktion. Eine Aufwärmung des Bademediums
kann ansonsten durch einen Aufheiz- und Umwälzprozeß zwischen zwei Badezyklen vorgenommen
werden. Da im übrigen auch diese vor allem partikel- bis granulatförmigen Befüllungselemente
austauschbar sind, kann jederzeit mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung auch ein weitgehend
konvektiver Wärmeübergang zielgerichtet erzielt werden.
[0017] Aus der DE-U 8 816 075 ist schließlich ebenfalls eine Badevorrichtung, insbesondere
für Peloidbäder, bekannt geworden, bei welcher ein wannenförmiger Behälter mit einer
darin angeordneten zwei Lagen umfassenden Folie verwandt wird. Das im Wannenunterteil
aufzunehmende Medium braucht dabei nicht notwendigerweise aus einer Peloidflüssigkeit
oder aus Wasser zu bestehen, sondern es kann ein beliebiger Stoff gewählt sein, also
auch in Form von Feststoffteilchen, welche geeignet sind, den Patienten so einsinken
zu lassen, daß ihn die Folie weitgehend umschließt. Diese nicht näher beschriebenen
"Feststoffteilchen" dienen hier aber lediglich als "alternatives Medium" zu Peloidflüssigkeit
oder Wasser. Im übrigen führen Feststoffteilchen alleine eher zu einer Beeinträchtigung
des gewünschten Zweckes, nämlich durch das Gewicht eines Patienten stets ausreichend
auszuweichen. Von daher wird bei einer derartigen Ausführungsform die Nachgiebigkeit
zur Erzielung einer Formanpassung an den jeweiligen Körper des Badenden oder Patienten
gegenüber dem Stand der Technik sogar verschlechtert.
[0018] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist jedoch in an sich bekannter Weise
die Trennwand aus einer Trennfolie gebildet. Denn auch hier ist der Anteil der Badeflüssigkeit,
der mit dem Körper eines Patienten in Berührung kommt, vergleichsweise gering und
trägt damit zur Kostendämpfung bei. Zusätzlich bietet die Folie naturbedingt eine
optimale Anpassung an unterschiedliche Körpergrößen und Körpergewichte, was zusätzliche
Vorteile zu einer eine feste Wannenwand umfassenden Badewanne, insbesondere Körperformwanne,
bietet. Gleichwohl wird hier aber zusätzlich verhindert, daß sich ein Patient beispielsweise
mit den Beinen in der Trennfolie verheddert. Darüber hinaus wird sichergestellt, daß
sich die Trennfolie durch den Mediumdruck im Folienunterraum nicht eng an den Körper
anlegt und je nach Tiefe des Einsinkens und Größe des Patienten ihn quasi völlig umwickelt
und einschließt.
[0019] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist dazu in einer bevorzugten Ausführungsform
eine Formanpassungskammer auf. Diese ist mit einem formbaren Medium befüllt, welches
ebenfalls z. B. Partikel- oder Granulatform aufweist. Über die Trennfolie kann sich
nun beim Hineinlegen eines Patienten diese formanpassungsfähige Kammer in optimaler
Weise an die Körperform des Patienten oder Badenden individuell anpassen, da die partikel-
oder granulatähnliche Befüllung in der formanpassungsfähigen Kammer entsprechend nachgibt.
[0020] Danach kann in der formanpassungsfähigen Kammer der Druck gegenüber dem Umgebungsdruck
abgesenkt werden. Dadurch findet quasi ein Erstarren und Verdichten der partikel-
oder granulatähnlichen Füllung statt, mit der Folge, daß die optimal an die Körperform
angepaßte Formgestaltung als Liegeunterfläche fixiert wird und erhalten bleibt. Durch
das Ansaugen der Trennfolie wird zudem noch der Abstand zwischen Trennfolie und Körper
vergrößert, so daß ein ausreichender Abstand von zumindest einigen Zentimetern, in
der Regel zumindest 4 cm, zwischen Folienoberseite und Körper des Patienten gebildet
wird, worüber ausreichende Badeflüssigkeit unmittelbar an den Körper dringen kann.
Die verbesserte Anpaßmöglichkeit schafft Vorteile u.a. auch für überdurchschnittlich
große und schwere oder auch überdurchschnittlich kleine und leichte Personen.
[0021] Die partikel- oder granulatähnliche Befüllung dient gleichzeitig als Wärmespeichermedium,
die zwischen den einzelnen Behandlungsphasen auf ein gewünschtes Maß aufgeheizt oder
auch während des Badevorganges weiter auf einer bestimmten Temperatur gehalten oder
auf diese aufgewärmt werden kann.
[0022] Bevorzugt kann dazu sogar noch vor allem auch bei abgesenktem Druck ein gasförmiges,
flüssiges und/oder breiförmiges Medium über Pumpen durch die mit der partikel- oder
granulatähnlichen Befüllung gebildeten Zwischenabstände hindurchströmen. Dadurch läßt
sich nicht wie ansonsten ein konduktiver Wärmeübergang von der unteren Befüllung in
die Badeflüssigkeit oberhalb der Trennfolie, sondern auch ein konvektiver Wärmeübergang
über die Folie in das Bademedium erzielen. Schließlich könnten sogar Teile des Körpers
von einem derartigen Wärmeübergang ausgespart werden, indem beispielsweise bei der
Trennfolie oberhalb oder unterhalb oder zwischen Trennfolie und formanpassungsfähiger
Kammer isolierende Zwischenschicht eingelegt werden.
[0023] Eine Verbesserung des erfindungsgemäßen Effekts kann auch noch dadurch erzielt werden,
daß zusätzlich noch zumindest eine Ausgleichskammer vorgesehen ist. Diese wird bevorzugt
unterhalb der formanpassungsfähigen Kammer in der Wanne vorgesehen. Sie kann mit einem
geeigneten Medium, beispielsweise Gas, Luft oder Wasser befüllt werden und dient zum
Höhenausgleich entsprechend der Größe und dem Körpergewicht eines Badenden. Hierüber
kann auch das Ein- und Aussteigen in die Wanne erleichtert werden.
[0024] Schließlich kann zumindest eine Ausgleichskammer so weit ausgedehnt werden, daß darüber
eine Entleerung der Badeflüssigkeit der aufgebauchten Trennfolie möglich wird.
[0025] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann die Kopfschale selbst kaum
oder nicht formanpassungsfähig sein. Wird dort der Ablauf für die Badeflüssigkeit
vorgesehen, so ist eine problemlose Entleerung nach Abschluß des Bades möglich.
[0026] Schließlich kann in unterschiedlichen Fällen auch ein Baden unter Einleitung von
Walk- und/oder Vibrationsbewegungen durchgeführt werden. Diese können über die Ausgleichskammer
erzeugt werden, was als äußerst angenehm empfunden wird.
Weitere Vorteile, Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich nachfolgend
aus dem anhand von Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel. Dabei zeigen im
einzelnen:
- Figur 1 :
- eine schematische Vertikallängsschnittdarstellung durch die erfindungsgemäße Vorrichtung;
- Figur 2 :
- eine schematische Querschnittsdarstellung vor Durchführung der Behandlung bzw. des
Bades;
- Figur 3 :
- eine entsprechend in Figur 2 wiedergegebene Querschnittsdarstellung bei in der Wanne
befindlichem Patienten vor Fixierung der Trennfolie;
- Figur 4 :
- eine entsprechende Darstellung gemäß Figur 3 nach erfolgter Fixierung der Trennfolie;
- Figur 5 :
- ein weiteres Ausführungsbeispiel im Querschnit;
- Figur 6a und 6 b :
- zwei Darstellungen eines weiteren Ausführungsbeispieles.
[0027] Anhand von Figur 1 und 2 wird der grundsätzliche Aufbau der Vorrichtung nachfolgend
erläutert.
[0028] Die Vorrichtung umfaßt eine Wanne 1, an der in geeigneter Weise eine Trennfolie 3
unter Bildung eines Folienoberraumes 5 und eines davon getrennten Folienunterraumes
7 vorsehbar oder verankerbar ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel reicht die Trennfolie
bis über den oberen Umlaufrand der Wanne und ist dort beispielsweise über einen abdichtenden
Rahmen 9 auswechselbar befestigt.
[0029] Die eine Trennwand darstellende Trennfolie 3 kann beispielweise aus sehr elastischem
Material, einer Materialfolie, Gummi oder anderen elastomeren Materialien bestehen
und in geeigneter Weise an der Wanne verspannt sein.
[0030] Unterhalb der Folie befindet sich eine formanpassungsfähige Schicht oder Kammer 11,
die mit einem partikel- oder granulatförmigen oder -ähnlichen Material befüllt ist,
welches unter der Druckbelastung eines Badenden zumindest leicht nachgiebig, ausweichend
und/oder körperanpassungsfähig ist. Hier kommen alle nur erdenklichen Materialien
in Betracht, die beispielsweise auch Kugelform aufweisen können und für sich genommen
nicht nachgiebig und elastisch sind. Die Anpaßfähigkeit wird zumindest durch die Ausweichbewegung
der granulat- oder kugelförmigen Partikel gewährleistet.
[0031] Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist diese granulat- bis partikelförmige Befüllung
13 direkt in der Wanne unterhalb der Trennfolie 3 vorgesehen.
[0032] Um darüber hinaus noch eine weitere Höhenanpassung vorzusehen, können eine oder mehrere
Ausgleichskammern 15 vorgesehen sein. Im gezeigten Ausführungsbeispiel können diese
einzeln so eingestellt werden, daß dadurch ein gewünschter optimaler Liegebereich
für einen Badenden erzielbar ist, wie dies beispielsweise in Figur 1 dargestellt ist.
Dazu sind im gezeigten Ausführungsbeispiel zumindest in Längsrichtung drei hintereinander
vorgesehene Ausgleichskammern 15 vorgesehen, wobei eine Ausgleichskammer zur erhöhten
Auflage des Fußbereiches bis etwa in den Kniebereich reicht, an die sich eine niedrigere
Ausgleichskammer 15 zur Abstützung des Gesäß- bis Rückenbereiches bis evtl. im Schulterbereich
anschließt, und daß für die Abstützung des Kopfbereiches eine demgegenüber wieder
vergleichsweise hohe Ausgleichskammer 15 vorgesehen ist.
[0033] Diese Ausgleichskammern 15 sind elastisch und können z. B. über Druckleitungen 16
getrennt so abgelassen oder aufgeblasen bzw. ausgedehnt werden, daß darüber eine optimale
Höhenlage und Anpassung an die Größe und das Gewicht eines Patienten erzielt wird.
Zum Ein- und Aussteigen können alle Ausgleichskammern 15 auch so vergrößert werden,
daß dadurch ein problemloses Ein- und Aussteigen möglich wird, indem die formanpassungsfähige
Schicht oder Kammer 11 mit der elastischen Folie je nach Bedarf beispielsweise bis
fast an den oberen Umlaufrand der Wanne 1 angehoben wird. Nach dem sich eine Person
auf die Folie gelegt hat, kann dann umgekehrt wieder durch Ablassen des Druckmediums
in den Ausgleichskammern 15 ein Absenken bis in die gewünschte Badestellung erfolgen.
[0034] Die Ausgleichskammern 15 können auch bis über den oberen Wannenrand hinaus befüllt
werden. Dies dient dem Ablauf des Bademediums. Dabei kann eine nicht aufblasbare,
evtl. eher feste oder versteifte, d.h. fixierte Kopfschale 17 vorgesehen sein, die
auch bei ansonsten bis über den Wannenumlaufrand hoch gehobener Trennfolie 3 mehr
oder weniger in ihrer in Figur 1 gezeigten Lage verbleibt. Ist dort am tiefsten Punkt
der Kopfschale 17 eine Auslaufleitung 19, die ansonsten während des Badevorganges
durch ein nicht näher dargestelltes Ventil verschlossen ist, vorgesehen, so kann über
die Kopfschale 17 und über die nachfolgende Auslaufleitung 19 das Badewasser problemlos
ablaufen. Die angehobene nach oben hin überstehende Trennfolie kann abgespült werden,
so daß das Spülwasser auch hierüber ablaufen kann.
[0035] Schließlich steht zur Reinigung auch ein gegebenenfalls sogar insgesamt umlaufender
Wannenüberlaufrand 21 mit nachfolgender Ablaufleitung 23 zur Verfügung.
[0036] Abweichend vom gezeigten Ausführungsbeispiel könnte auch die formanpassungsfähige
Schicht oder Kammer 11 tatsächlich als in sich geschlossene mit einer eigenen Umhüllung
versehene Kammer ausgebildet sein oder aus entsprechend mehreren so gebildeten mit
einer eigenen Umhüllung versehenen Kammern geformt sein, ähnlich den Ausgleichskammern
15. In diesem Falle könnte an sich sogar auf die dann zusätzliche Trennfolie 3 verzichtet
werden, da durch die entsprechenden Begrenzungen der formanpassungsfähigen Kammern
ein zum Baden zur Verfügung stehender Folienoberraum von dem Folienunterraum im Sinne
einer Trennfolie getrennt wird, wobei der Folienunterraum sich dann auf die formanpassungsfähigen
Kammern 11 und die gegebenenfalls weiterhin vorgesehenen Ausgleichskammern 15 bezieht.
Zum Reinigen der Vorrichtung müßten dann aber diese mit einer eigenen Schutzumhüllung
versehenen Kammern entfernt oder zumindest leicht angehoben werden, um die Außenwände
der Kammern 11 und 15 sowie den Wanneninnenraum insgesamt ausspülen zu können.
[0037] Ebenso könnten auch die unteren Ausgleichskammern 15 nicht als in sich jeweils geschlossene
Kammern ausgebildet sein, sondern auch durch eine gegebenenfalls gegenüber dem verbleibenden
Teil des unteren Wannenbodens und der Wannenseitenwände abgedichtete Folie verwirklicht
sein.
[0038] In der Figur 1 ist noch schematisch angedeutet, daß die formanpassungsfähige Schicht
bzw. Kammer 11 mit einer Saug- und Einströmöffnung 25 zur Lageanpassung und Fixierung
der Trennfolie 3 verbunden ist. Schließlich können weitere Kreislaufleitungen 27 vorgesehen
sein, über die beispielsweise Luft, Gas, flüssiges oder breiiges Medium umgewälzt
und durch die formanpassungsfähige Schicht/Kammer 11 hindurchgepumpt werden kann,
und zwar mittels einer Umwälzpumpe 29 oder einem Ventilator 31. In der Kreislaufleitung
27 ist noch ein Wärme- und/oder Kältetauscher 33 vorgesehen, um hierüber gezielt eine
Erwärmung oder Abkühlung der ein Wärmemedium darstellenden Befüllung 13 zwischen den
Behandlungsphasen oder während der Badebehandlung vorzunehmen. Ferner können noch
weitere Zweigleitungen in dem Wärmekreislauf 33 angeordnet sein, die gezielt an verschiedenen
Stellen unterhalb der Trennfolie in der formanpassungsfähigen Schicht oder Kammer
11 enden, um hier evtl. noch gezielter einzelne Überwärmungen oder in anderen Bereichen
Temperaturabsenkungen zu realisieren. Durch gezieltem Einsatz von Isolationsmatten
etc. können gezielt gewisse Bereiche von einer Überwärmung ausgenommen werden.
[0039] Im Inneren der formanpassungsfähigen Schicht oder Kammer 11 können bei entsprechend
richtiger Anordnung ohne Beeinträchtigung der Badenden auch noch richtungsgebende
Ström- und Leiteinrichtungen 35 vorgesehen sein, um den Mediumfluß entsprechend besser
zu verteilen.
[0040] Zur Überwachung und Steuerung des gesamten Vorganges können eine oder mehrere Meßsonden
37 auch im Inneren der formanpassungsfähigen Schicht 11, wie im Folienoberraum 5 auch,
vorgesehen sein.
[0041] In der Kreislaufleitung 27 kann auch noch ein Kreislaufunterbrecher oder Vibrator
39 vorgesehen sein, worüber vibrationsähnliche Druckstöße in der formanpassungsfähigen
Schicht 11 erzeugt werden können, die sich in den Folienoberraum bis in die Badeflüssigkeit
fortpflanzen und zur Steigerung des Badevergnügens beitragen können. Auch ein Ausgleichsgefäß
36 kann mit dem Folienunterraum 7 in Verbindung stehen.
[0042] Vor dem Besteigen der anhand von Figuren 1 und 2 erläuterten Vorrichtung kann entsprechend
der Darstellung gemäß Figur 2 die elastische Trennfolie 3 relativ nur gering durchhängend
am oberen Wannenrand verspannt sein. Vor dem Besteigen werden über die erwähnten einzeln
zusteuerbaren Druckleitungen 16 die entsprechenden Ausgleichskammern 15 so ausgedehnt,
daß die formanpassungsfähige Schicht 11 etwa bis auf die Unterseite der Trennfolie
3 angehoben wird, um das Einsteigen zu erleichtern.
[0043] Nach dem Einsteigen eines Patienten oder Badenden kann unter entsprechender Druckablassung
der Ausgleichskammern 15 eine optimale Höhenlage voreingestellt werden, wie dies anhand
von Figur 3 verdeutlicht ist. Davor oder danach kann schon mit der Befüllung mit Badewasser
im Folienoberraum 5 begonnen werden.
[0044] Um den Bewegungsraum zu vergrößern und genügend Flüssigkeit zwischen Körper und Trennfolie
3 zur Verfügung zu stellen, kann dann je nach Bedarf in der formanpassungsfähigen
Schicht oder Kammer 11 der Druck unter den Umgebungsdruck abgesenkt werden.
Zumindest ab einem bestimmten Grenzdruck wird dadurch eine Erstarrung und Fixierung
des in der formanpassungsfähigen Schicht oder Kammer 11 befindlichen Granulats oder
der sich dort befindlichen Partikel gewährleistet werden, so daß eine als angenehm
empfundene festere Unterlage erzielbar ist, die optimal auf die Körperform des einzelnen
Patienten abgestimmt ist.
[0045] Mit dieser Vorrichtung können insbesondere bei einem Überwärmungsbad, beispielsweise
einem Peloidbad, die Grenzpunkte der Mobilität leichter und schmerzfreier überschritten
werden. Hier können passive Bewegungen am Badenden dadurch durchgeführt werden, daß
beispielsweise bei erläuterter Verfestigung der formanpassungsfähigen Schicht die
Ausgleichskammern 15 manuell oder automatisch gesteuert gezielt ausgedehnt oder abgelassen
werden.
[0046] Vor allem aber auch aktive Bewegungsabläufe können in optimaler Weise vom Patienten
beispielsweise gegen gewisse Widerstandskräfte durchgeführt werden. Es kann beispielsweise
gedacht werden, daß entsprechend der Darstellung gemäß Figur 1 die im Fußbereich vorgesehene
Ausgleichskammer 15 an den Beinen festgegurtet wird (die Ausgleichskammer 15 kann
hier in diesem Bereich mit der Trennfolie durch die formanpassungsfähige Schicht 11
hindurch von Hause aus über Riemen in Verbindung stehen, so daß ein Gurt zur Befestigung
an den Beinen des Patienten nur an der Oberseite der betreffenden Stelle auf der Trennfolie
3 angebracht werden muß). Durch Anheben und Absenken der Beine bei gegebenenfalls
geöffneter zugehöriger Druckleitungen 16 zu der zugehörigen Ausgleichskammer 15 können
dann diese Übungen durchgeführt werden.
[0047] Üblicherweise wird die Befüllung 13 in der formanpassungsfähigen Schicht oder Kammer
11 durch entsprechendes Umwälzen von aufgeheiztem Umwälzmedium auf eine entsprechende
Ausgangstemperatur vor Durchführung einer nächsten Badebehandlung gebracht. Aber auch
während der Badebehandlung selbst kann durch umströmendes Medium eine zusätzliche
Aufheizung in der formanpassungsfähigen Schicht oder Kammer 11 durchgeführt werden,
die während des Badevorganges als Wärmereservoir für die Badeflüssigkeit oberhalb
der Trennfolie 3 dient. Durch die entsprechende Umwälzung vom Umwälzmedium kann nicht
nur ein konduktiver, sondern besonders bei unverfestigter Granulat-Befüllung 13 wenigstens
teilweise auch ein konvektiver Wärmeübergang über die Folie in das Bademedium hin
zum Patienten realisiert werden.
[0048] Bei gegebenenfalls noch nicht verfestigter oder bewußt noch nicht verfestigter Trennfolie
3 entsprechend dem Zustand gemäß Figur 3 kann durch entsprechendes Hindurchströmen
von Luft, Gas, Flüssigkeit oder Brei (je nach entsprechender Wahl des Heizmediums)
durch die Kreislaufleitung 27 sichergestellt werden, daß das Granulat, d.h. die Partikel
in der formanpassungsfähigen Schicht 11 in Bewegung gebracht und gehalten, also auch
zumindest teilweise aufwirbelt wird bzw. werden. Diese Strömung und Bewegung der granulat-
oder partikelförmigen Befüllung führt zu ständigen Stößen und Wechselwirkungen mit
der Trennfolie 3, die sich auf die Badebefüllung und damit den Körper des Patienten
wohltuend übertragen. Bei Verwendung eines gelöstes Gas enthaltenden Bademediums bilden
sich dadurch an der Folie Gasbläschen, die dann aufsteigen und auf den Körper prikelnd
wirken.
[0049] Aber selbst bei einer verfestigten Folie nach dem Absenken des Druckes unterhalb
des Umgebungsdruckes in der formanpassungsfähigen Schicht 11 gemäß der Schnittdarstellung
nach Figur 3 kann immer noch über die Kreislaufleitung 27 das hierin befindliche Medium
bei entsprechend voreingestellten Temperaturbedingungen umgewälzt werden. Die Umwälzung
erfolgt im geschlossenen Kreislauf eben unterhalb des Umgebungsdruckes bei insgesamt
erstarrter bzw. verfestigter formanpassungsfähigen Schicht 11 und fest anliegender
Trennfolie 3.
[0050] Durch entsprechende zusätzliche Einrichtungen, wie beispielsweise den Vibrator 39,
können dann während des Bades noch zusätzlich Vibrationen oder walkende Bewegungen
erzeugt werden, die ergänzend oder alternativ vom Prinzip her auch durch entsprechende
sich periodisch ändernde Druckbeaufschlagung in den Ausgleichskammern 15 erzeugbar
sind.
[0051] Erfindungsgemäß kann also sogar gewählt werden zwischen konduktivem oder konvektivem
Wärmeübergang in Richtung Wannenfolie, Bademedium und Körper, einschließlich Mischformen.
Abhängig von der Form, dem spezifischen Gewicht und den thermopyhsikalischen Eigenschaften
der Partikel im Verhältnis zum Medium zwischen diesen Körperchen, dessen Viskosität,
spezifischen Gewicht und thermophysikalischen Eigenschaften kann bei Stillstand der
Umwälzeinrichtung ein ganz oder teilweise konduktiver Wärmeübergang erreicht werden.
Dies ermöglicht eine höhere Ausgangstemperatur dieser Teilchen und dem Medium dazwischen,
was beim Überwärmungsbad von besonderer Bedeutung ist, weil dadurch die Mindestschichtdicke
von z. B. 4 cm zwischen Körper und Wannenfolie unterschritten werden kann.
[0052] Bei starkem Unterdruck wird die Folie auch in die Zwischenräume zwischen den Partikel-
oder Granulatteilchen "hineingezogen", liegt also fast durchgehend auf den Partikeln
auf. Eine Umspulung (Konvektion) ist also nur in kleinem Umfange möglich. Zumindest
bei geringem Unterdruck bleiben die Zwischenräume durchspülbar, also der Konvektion
zugänglich. Außerdem kann an bestimmten Stellen die Konvektion verstärkt, verringert
oder ganz unterbunden werden. Im Zusammenspiel der genannten Parameter der Partikel
und des in den Zwischenräumen befindlichen Mediums, den Ausgangstemperaturen der Partikel
und dem Medium, den Abmessungen und der Form sowie der Durchflußgeschwindigkeit läßt
sich die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten ermessen.
[0053] Nachfolgend wird auch noch auf Figur 5 Bezug genommen, in der im Querschnitt eine
Körperformwanne gezeigt ist, bei der der Wannenoberraum 5 von dem Wannenunterraum
7 durch eine feste Trennwand getrennt ist.
[0054] Auch hier ist die unterhalb der Trennwand 3 vorgesehene Schicht oder Kammer 11 beispielsweise
mit einer partikel- oder granulatähnlichen Befüllung 13 versehen, deren spezifisches
Gewicht vorzugsweise geringer als Wasser oder zumindest geringer als das spezifische
Gewicht des umwälzbaren Wärmemediums ist. Durch die Auftriebskräfte legen sich dadurch
die Partikelchen von der Unterseite her an die Trennwand der Körperformwanne an, so
daß hierdurch eine Konvektion im gewünschten Sinne weitgehend vermieden und vor allem
nur ein konduktiver Wärmeübergang in den Wannenoberraum bis in den Körper ermöglicht
wird.
[0055] Durch Austausch der partikel- oder granulatähnlichen Befüllung kann jederzeit auch
ein beliebig konvektiver Wärmeübergang erzielt werden.
[0056] Abweichend von der partikel- oder granulatähnlichen Befüllung 13 kann insbesondere
bei dem zuletzt genannten Ausführungsbeispiel auch eine Befüllung 13 vorgesehen sein,
die allgemein als konvektionshemmende Schicht oder Kammer 11 bezeichnet werden kann.
Diese Schicht kann beispielsweise aus einer allgemein als mehrfachgewebe- bis mehrfachsiebförmigen
Befüllung bestehen. Auch ein wabenähnlicher oder Multi-Mikrokammer-Aufbau kann vorgesehen
sein, der nur schwer durchströmbar ist oder im Extremfall sogar nur umspülbar ist,
um hierüber vor allem zwischen zwei Badevorgängen diese Materialien entsprechend aufzuheizen,
die mehr als dazwischen befindliche umspülbare Medium als eigentliches Wärmeträgermedium
dienen.
[0057] Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5 ist die untere Kammer 11 nur soweit befüllt,
daß die durch die Auftriebskräfte bevorzugt schwimmenden Partikel zumindest die feste
Trennwand an ihrem tiefsten Punkt mit einer noch ausreichenden Schichtdicke nach unten
hin ab- und bedecken. Aber auch eine vollständige Befüllung ist jederzeit möglich.
[0058] Anhand von Figur 6a und 6b wird noch ein weiteres Ausführungsbeispiel mit einer Hebeeinrichtung
43 erläutert, die von der Funktion her zumindest zum Teil Ähnlichkeit zur Ausgleichskammer
15 aufweist.
[0059] Gemäß der Querschnittsdarstellung nach Figur 6a hat sich beispielsweise in den Folienoberraum
5 bereits eine Person hineingelegt. Im Folienunterraum 7 ist flüssiges oder breiiges
Medium nur bis zu einer Teilhöhe 45 befüllt. Über einen oberen Auslaß 47 kann beispielsweise
die Luft nach Öffnung eines Auslaßventiles ausströmen, worüber die Flüssigkeits-Teilhöhe
45 veränderlich einstellbar ist und beispielsweise auch den Folienunterraum völlig
ausfüllen kann.
[0060] Eine granulatartige Befüllung 13 wird im Folienunterraum innerhalb des flüssigen
bis breiförmigen Mediums aufgewirbelt oder sogar mit dem flüssigen bis breiförmigen
Medium in dem über Leitungen dargestellten Umwälzsystem mitgeführt, wenn eine Zufluß-
und Abflußleitung entsprechend geöffnet ist.
[0061] Soll nunmehr die konvektionshemmende Schicht 11 unmittelbar unterhalb der Folie angeordnet
und in einem weiteren Schritt die auf den Patienten abgestimmte optimale, durch seinen
eigenen Körper vorgewählte Form fixiert werden, so wird bei der Darstellung gemäß
Figur 6b lediglich die dort gezeigte Hebeeinrichtung 43 betätigt, so daß über die
Plattform 49 die granulatartige Befüllung 13 angehoben wird, bis der gesamte Raum
oberhalb der Plattform 49 und unterhalb der Trennfolie 3 ausgefüllt wird. Da in dieser
Situation am einfachsten alle Zuläufe und Abläufe gesperrt werden, wird durch die
Hebeeinrichtung 43 die Tendenz erzeugt, die Trennfolie 3 nach oben hin weiter anzuheben,
im Sinne einer Gesamtvolumenvergrößerung des Raumes unterhalb der Trennfolie 3, wodurch
letztendlich ein Unterdruck aufgebaut wird, der zur Gegeneinanderverpressung der Befüllung
13 und damit zur Erzielung einer "Erstarrung" oder "Fixierung" der Befüllung 13 führt.
Dabei kann z. B. das flüssige Medium die Hubplattform 49 umspülen oder durch in ihr
eingebrachte Durchflußöffnungen hindurchströmen, so daß sich in dem Raum unterhalb
der Hubplattform 49 ebenfalls noch das flüssige und/oder breiförmige Medium befindet.
[0062] Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Teilhöhe 45 des flüssigen bis breiförmigen
Mediums so gewählt, daß zumindest die Unterseite der Trennfolie 3 noch benetzt wird.
Wie oben ausgeführt, kann aber die Befüllhöhe anders gewählt werden, und abweichend
zum gezeigten Ausführungsbeispiel höher oder tiefer liegen. Vor allem in der fixierten
Stellung gemäß Figur 6b dienen schließlich die Befüllungsmaterialien, insbesondere
das granulatartige Material ergänzend oder beispielsweise bei tieferliegendem Flüssigkeitsspiegel
ausschließlich als Wärmereservoir.
[0063] Bei geringfügigem Absinken der Hubplattform 49 wird dann wieder der Unterdruck abgebaut,
so daß im Druckleichtgewicht die granulatförmige Befüllung 13 mit dem flüssigen Medium
aufgewirbelt, von diesem umströmt oder sogar mit dem flüssigen Medium im gesamten
Leitungssystem über eine Heiz- oder Kühleinrichtung umgewälzt wird, wobei also nach
der Wiederherstellung eines Druckausgleiches mit dem Umgebungsdruck selbst bei angehobener
Hubplattform 49 wieder tendentiell eher ein konvektiver und weniger ein konduktiver
Wärmeübergang zum Folienoberraum hergestellt wird.
[0064] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich also vor allem dadurch aus,
- daß unterhalb der Trennwand zumindest abschnittsweise eine konvektionshemmende Schicht
oder Kammer 11 vorgesehen oder bei Bedarf aufbau- und positionierbar ist,
- die steuerbar von insbesondere als Wärme- oder Kältemedium dienenden gasförmigen und/oder
flüssigen bis breiigen Medien durchströmbar bzw. mit dem Schichtmaterial verwirbel-
und mitbewegbar ist,
- und daß in der Schicht oder Kammer 11 steuerbar ein gegenüber dem Umgebungsdruck absenkbarer
Druck derart erzeugbar ist,
- daß die bei Umgebungsdruck an sich unter Druckbelastung nachgiebige, ausweichbare
und/oder an die Körperkontur zumindest ansatzweise anpaßbare Schicht oder Kammer zunehmend
schwerer verformbar ist und sich quasi verfestigt und erstarrt
- wobei die Schicht oder Kammer bei erneuter Druckerhöhung wieder in den früheren Ausgangszustand
rückführbar ist.
[0065] Aber nicht nur die verschiedenen erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiele, sondern
auch die Verwendung einer vorstehend erläuterten Vorrichtung insbesondere zum Verabreichen
eines Voll- oder Sitzbades ist neu und erfinderisch.
1. Vorrichtung, insbesondere zum Verabreichen von Voll- und Sitzbädern, mit einer Wanne
(1) und einer in der Wanne (1) vorgesehenen, insbesondere in Form einer Trennfolie
(3) ausgebildeten Trennwand, mittels derer ein Wannenoberraum (5) von einem ein Wärmereservoir
bildenden Wannenunterraum (7) getrennt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Wannenunterraum (7) eine Schicht umfaßt oder eine Kammer (11) bildet, die
von einem gasförmigen, flüssigen und/oder breiigen Medium durchströmbar ist und die
zumindest auf der der Trennwand zugewandt liegenden Seite im Sitz- oder Liegebereich
konvektionshemmende Abschnitte mit einer nur schwer durchströmbaren, mit Durchtrittsöffnungen
versehenen Struktur aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die konvektionshemmenden Abschnitte eine mehrfach-zellenförmige Struktur aufweisen
oder umfassen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die konvektionshemmende Schicht oder Kammer (11) eine partikel- oder granulatähnliche
Befüllung (13) umfaßt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die partikel- oder granulatähnliche Befüllung (13) ein spezifisches Gewicht aufweist,
das leichter ist als Wasser oder leichter als das im Wannenunterraum (7) befüllbare
Wärmemedium.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die partikel- oder granulatähnliche Befüllung (13) ein spezifisches Gewicht aufweist,
welches demjenigen von Wasser oder demjenigen des im Wannenunterraum (7) befüllbaren
Wärmemediums entspricht.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die partikel- oder granulatähnliche Befüllung (13) ein spezifisches Gewicht aufweist,
das schwerer ist als Wasser oder schwerer als das im Wannenunterraum (7) befüllbare
Wärmemedium.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die partikel- oder granulatförmigen und die Befüllung (13) bildenden Körner eine
Korngröße von 0,1 mm bis vorzugsweise 30 mm, insbesondere zwischen 2 mm und 20 mm,
insbesondere bis 10 mm aufweisen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Körner unregelmäßige Formgebung aufweisen.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Körner regelmäßige Formgebung aufweisen und vorzugsweise eine Kugelform haben.
10. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Körner vorzugsweise aus elastomerem Material, Polystyrol, Hart- oder Weichkunststoff,
Kork, Silikon, Keramik und/oder Karbonat bestehen.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die partikel- oder granulatähnlichen, die Befüllung (13) bildenden Körner, voll,
hohl oder mit zumindest einem anderen Medium befüllt sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die konvektionshemmende Befüllung (13) in der Schicht oder Kammer (11) entfern-
und austauschbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die konvektionshemmenden Abschnitte eine mehrfach-gewebeförmige bis mehrfach-maschenförmige
Struktur aufweisen oder umfassen.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwand als feste Trennwand ausgebildet ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwand als Trennfolie (3) ausgebildet und die konvektionshemmende Schicht
oder Kammer (11) insbesondere bei Verwendung einer partikel- oder granulatähnlichen
Befüllung (13) unter Druckbelastung nachgiebig, ausweichbar und/ oder an die Körperkontur
zumindest ansatzweise anpaßbar und bei gegenüber dem Umgebungsdruck im Inneren der
formanpassungsfähigen Schicht oder Kammer (11) abgesenkten Druck im Sinne einer Art
Verfestigung oder Erstarrung zunehmend schwerer verformbar und bei erneuter Druckerhöhung
wieder in den formbaren Ausgangszustand rückführbar ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die insbesondere partikel- oder granulatähnliche Befüllungen (13) derart gestaltet
ist, daß bei Absenkung des Drucks in der formanpassungsfähigen Schicht oder Kammer
(11) die insbesondere partikel- oder granulatähnliche Befüllung (13) zumindest bei
Unterschreitung eines Grenzdruckes reversibel fixiert oder erstarrt ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennfolie (3) eine zur formanpassungsfähigen Schicht oder Kammer (11) gehörende
Begrenzungswand darstellt.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich innerhalb oder unterhalb der formanpassungsfähigen Schicht oder Kammer
(11) zumindest eine weitere flexible ausdehnungsfähige Ausgleichskammer (15) vorgesehen
ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest drei getrennte Ausgleichskammern (15) vorgesehen sind, die im wesentlichen
dem Fuß-, dem Gesäß- und Rücken- bzw. dem Kopfbereich zugeordnet sind.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die formanpassungsfähige Schicht oder Kammer (11) im unverfestigten Zustand mit
einem gasförmigen oder flüssigen oder breiigen Medium durchströmbar ist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die formanpassungsfähige Schicht oder Kammer (11) in gegenüber dem Umgebungsdruck
abgesenktem Druck in verfestigtem und quasi erstarrtem Zustand durchflutbar ist.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß bei Durchflutung im unverfestigten Zustand die die Befüllung (13) bewirkenden
Partikel- oder Granulatteile aufwirbelbar sind.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß im Inneren der formanpassungsfähigen Schicht oder Kammer (11) richtungsgebende
Strömeinrichtungen (35) integriert sind.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Kreislaufleitung (27) zur Durchflutung der formanpassungsfähigen
Schicht oder Kammer (11) mit einem strömbaren Medium vorgesehen ist, die vorzugsweise
einen Wärme- und/oder Kältetauscher (33) und/oder vorzugsweise einen Unterbrecher
oder Vibrator (29) umfaßt.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß im Kopfbereich ein nur kaum bis nicht anpassungsfähiger Schalen-Abschnitt (17)
vorgesehen ist, der unterhalb der Trennfolie (3) liegt oder durch diese mit einem
entsprechenden Versteifungsabschnitt gebildet wird.
26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß eine Ablaufleitung (23) vom Schalenabschnitt (17) im Kopfbereich ausgeht.
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß eine mechanische, hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch arbeitende Hebeeinrichtung
(43) in der Wanne zum Anheben und Absenken der formanpassungsfähigen Schicht oder
Kammer (11) vorgesehen ist.
28. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubplattform (4) der Hebeeinrichtung (43) derart gestaltet ist, daß ein Hindurch-
oder Umströmen in den unteren, d.h. rückwärtigen Raum der Hubplattform (49) für das
gasförmige, flüssige oder breiige Medium möglich ist, und dabei die insbesondere granulatartige
Befüllung (13) in dem der Trennfolie (3) zugewandt liegenden Raum der Hebeeinrichtung
(43) verbleibt.
29. Verwendung einer Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 28 zum Verabreichen
von Voll- und Sitzbädern.
30. Verwendung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß bei abgeriegelten Zu- und Ablaufleitungen durch die Hebeeinrichtung (43) ein
Unterdruck im Folienunterraum (7) herstellbar ist.
1. An apparatus, particularly for taking full and hip baths, comprising a bathtub (1)
and a partition provided in the bathtub (1) and more particularly in the form of a
separating film (3), by means of which an upper space (5) of the bathtub is separated
from a lower space (7) of the bathtub constituting a heat reservoir, characterized
in that the lower space (7) of the bathtub comprises a layer or constitutes a chamber
(11), which adapted to have a gaseous, liquid and/or slurry-like material flowing
through it and which at least on the side arranged facing the partition possesses
sections hindering convection in the sitting or reclining portion and having a structure
with passage openings and through which flow may only take place sparingly.
2. The apparatus as claimed in claim 1, characterized in that the sections hindering
convection possess or include a multiply cellular structure.
3. The apparatus as claimed in claim 1 or in claim 2, characterized in that the convection
hindering layer or chamber (11) includes a particulate or granular filling material
(13).
4. The apparatus as claimed in claim 3, characterized in that the particulate or granular
filling material (13) has a specific gravity less than that of water or less than
that of the heating medium able to be placed in the lower space (7) of the bathtub.
5. The apparatus as claimed in claim 3, characterized in that the particulate or granular
filling material (13), has a specific gravity which is the same as that of water or
of the heating medium able to be placed in the lower space (7) of the bathtub.
6. The apparatus as claimed in claim 3, characterized in that the particulate or granular
filling material (13) has a specific gravity greater than that of water or greater
than that of the heating medium able to be placed in the lower space (7) of the bathtub.
7. The apparatus as claimed in any one of claims 3 through 6, characterized in that grains
which are particulate or granular and constitute the filling material (13) have a
grain size of between 0.1 mm and preferably 30 mm, and more especially between 2 mm
and 20 mm, and more particularly up to 10 mm.
8. The apparatus as claimed in any one of claims 3 through 7, characterized in that the
grains possess an irregular shape.
9. The apparatus as claimed in any one of claims 3 through 7, characterized in that the
grains possess a regular shape and preferably have a spherical form.
10. The apparatus as claimed in any one of claims 3 through 9, characterized in that the
grains are preferably of an elastomeric material, polystyrene, hard or soft plastic,
cork, silicone, ceramic and/or carbonate.
11. The apparatus as claimed in any one of claims 3 through 10, characterized in that
the grains which are particulate or granular and constitute the filling material (13)
are solid, hollow or at least filled with another material.
12. The apparatus as claimed in any one of claims 1 through 11, characterized in that
the filling material (13) hindering convection in the layer or the chamber (11) is
able to be removed and replaced.
13. The apparatus as claimed in claim 1 or in claim 2, characterized in that the sections
hindering convection have or comprise a multiply woven or multiply meshed structure.
14. The apparatus as claimed in any one of the claims 1 through 13, characterized in that
the partition is designed in the form of a strong partition.
15. The apparatus as claimed in any one of the claims 1 through 13, characterized in that
the partition is designed in the form of a separating film (3) and the layer or chamber
(11) hindering convection, more particularly in the case of the use of a particulate
or granular filling material (13), yields under pressure, is able to give way and/or
adapts itself at least in parts to the outline of the body and when the pressure in
the interior of the shape-adaptive layer or chamber (11) is lower than the pressure
of the surroundings the same becomes increasingly difficult to deform as a sort of
solidification and when the pressure is increased again it is able to be returned
to the original deformable state.
16. The apparatus as claimed in any one of the claims 1 through 15, characterized in that
the more particularly particulate or granular filling material (13) is of such a nature
that on lowering the pressure in the shape-adaptive layer or chamber (11) the more
particularly particulate or granular filling material (13) is at least reversibly
set or solidified on going below a pressure limit.
17. The apparatus as claimed in any one of the claims 1 through 16, characterized in that
the separating film (3) constitutes a limiting wall belonging to the shape-adaptive
layer or chamber (11).
18. The apparatus as claimed in any one of the claims 1 through 17, characterized in that
additionally inside or underneath the shape-adaptive layer or chamber (11) at least
one further flexible compensating chamber (15), which is able to expand, is provided.
19. The apparatus as claimed in claim 18, characterized in that at least three separate
compensating chambers (15) are provided, which are arranged in the foot, buttocks,
back or, respectively, head portion.
20. The apparatus as claimed in any one of the claims 1 through 19, characterized in that
in the non-solidified state thereof the shape-adaptive layer or chamber (11) is have
a gaseous or liquid or slurry-like medium flowing through it.
21. The apparatus as claimed in any one of the claims 1 through 19, characterized in that
the shape-adaptive layer or chamber (11) is arranged to be flooded throughout at a
pressure, which is made lower than the pressure of the surroundings in the solidified
and pseudo-solidified state thereof.
22. The apparatus as claimed in any one of the claims 1 through 12, characterized in that
on flooding in the non-solidified state the particulate or granular fragments constituting
the filling material (13) are able to be swirled upwards.
23. The apparatus as claimed in any one of the claims 1 through 22, characterized in that
in the interior of the shape-adaptive layer or chamber (11) flow directing guiding
means (35) are integrated.
24. The apparatus as claimed in any one of the claims 1 through 23, characterized in that
at least one circulation duct (27) is provided for flooding the shape-adaptive layer
or chamber (11) with a flowable material, which preferably comprises a heat and/or
cold exchanger (33) and/or preferably an interrupter or vibrator (29).
25. The apparatus as claimed in any one of the claims 1 through 24, characterized in that
a shell section (17) is provided in the head portion which is hardly adaptable or
is not adaptable at all and which is arranged underneath the separating film (3) or
is constituted by the same with a stiffening section.
26. The apparatus as claimed in claim 25, characterized in that a drain duct (23) extends
from the shell section (17) in the head portion.
27. The apparatus as claimed in any one of the claims 15 through 26, characterized in
that a mechanically, hydraulically, pneumatically or electrically acting lifting device
(43) is provided in the bathtub for lifting and lowering the shape-adaptive layer
or chamber (11).
28. The apparatus as claimed in claim 27, characterized in that the lifting platform (4)
of the lifting device (43) is so designed that a flow through or around of the gaseous,
liquid and/or slurry-like material is possible in the lower, that is to say, rear
space of the lifting platform (49) and in this respect the more especially granular
filling (13) remains in the space, facing the separating film (3), of the lifting
device (43).
29. The use of an apparatus as claimed in at least one of the claims 1 through 28 for
taking full or hip baths.
30. The use as claimed in claim 29, characterized in that with the supply and discharge
lines through the lifting device (43) shut off vacuum is able to be produced in the
space (7) underneath the film.
1. Dispositif, en particulier pour administrer des bains complets et de siège avec une
baignoire (1) et une cloison séparatrice constituée en particulier d'une feuille séparatrice
(3) prévue dans la baignoire (1) au moyen de laquelle un espace supérieur de baignoire
(5) est séparé d'un espace inférieur de baignoire (7) formant un réservoir de chaleur,
caractérisé en ce que l'espace inférieur de baignoire (7) comprend une couche ou forme
une chambre (11) qui peut être parcourue par un fluide gazeux, liquide et/ou pâteux
et qui présente, au moins sur le côté tourné vers la cloison séparatrice dans les
régions du siège ou de l'appui, des sections empêchant la convection, avec une structure
pourvue d'orifices de passage qui ne peuvent être parcourus que difficilement.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les sections empêchant
la convection comprennent ou comportent une structure multicellulaire.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la couche ou la chambre
(11) empêchant la convection comprend un garnissage (13) formé de particules ou de
granulés.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que le garnissage (13) formé
de particules ou de granulés présente un poids spécifique inférieur à celui de l'eau
ou inférieur à celui du fluide thermique pouvant remplir l'espace inférieur de la
baignoire (7).
5. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que le garnissage (13) formé
de particules ou de granulés présente un poids spécifique correspondant à celui de
l'eau ou à celui du fluide thermique pouvant servir à remplir l'espace inférieur de
la baignoire (7).
6. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que le garnissage (13) formé
de particules ou de granulés présente un poids spécifique qui est supérieur à celui
de l'eau ou qui est supérieur à celui du fluide thermique pouvant remplir l'espace
inférieur de la baignoire (7).
7. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 6, caractérisé en ce que les grains
formant le garnissage (13) formé de particules ou de granulés présente une granulométrie
de 0,1 mm à, de préférence, 30mm et compris, en particulier, entre 2 mm et 20 mm et,
plus particulièrement encore, égale à 10 mm.
8. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 7, caractérisé en ce que les grains
présentent des formes irrégulières.
9. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 7,caractérisé en ce que les grains présentent
une forme régulière et ont, de préférence, une forme sphérique.
10. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 9, caractérisé en ce que les grains
sont constitués, de préférence, de matériaux élastomères, de polystyrène, de matière
plastique dure ou molle, de liège, de silicone, de céramique et/ou de carbonate.
11. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 10, caractérisé en ce que les grains
formant le garnissage (13) en forme de particules ou de granulés est plein et creux
ou est rempli avec au moins un autre fluide.
12. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le garnissage
(13) empêchant la convection peut être enlevé et renouvelé dans la couche ou dans
la chambre (11).
13. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les sections empêchant
la convection présentent ou comprennent une structure formée de plusieurs couches
de tissus ou de plusieurs couches de tamis.
14. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que la cloison
séparatrice est formée d'une cloison séparatrice fixe.
15. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que la cloison
séparatrice se présente sous forme d'une feuille séparatrice (3) et que la couche
ou la chambre (11) empêchant la convection, en particulier en cas d'utilisation d'un
garnissage (13) formé de particules ou de granulés, peut fléchir sous l'effet de la
pression, peut s'écarter et/ou s'adapter au moins partiellement au profil du corps
et que, en cas de pression diminuée par rapport à la pression environnante à l'intérieur
de la couche ou de la chambre (11) à adaptation de forme, elle est déformable avec
une difficulté croissante sous forme d'une consolidation ou d'une rigidification et
que, en cas d'augmentation nouvelle de la pression, elle peut être ramenée dans son
état initial permettant la mise en forme.
16. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que les garnissages
(13) formés en particulier de particules ou de granulés sont conçus de façon que,
en cas de diminution de la pression dans la couche ou dans la chambre (11) à adaptation
de forme, le garnissage 13 formé en particulier de particules ou de granulés peut
être fixé ou rigidifié de manière réversible au moins si la pression est diminuée
en dessous d'une pression limite.
17. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisé en ce que la feuille
séparatrice (3) constitue une paroi de délimitation appartenant à la couche ou à la
chambre (11) à adaptation de forme.
18. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 17, caractérisé en ce qu'au moins une
autre chambre de compensation (15) flexible et extensible est prévue en outre à l'intérieur
ou en dessous de la couche ou de la chambre (11) à adaptation de forme.
19. Dispositif selon la revendication 18, caractérisé en ce qu'il est prévu au moins trois
chambres de compensation séparées (15) qui correspondent esentiellement aux régions
des pieds, du siège et du dos et de la tête.
20. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 19, caractérisé en ce que la couche
ou la chambre (11) à adaptation de forme peut être pénétrée à l'état non consolidé
par un fluide gazeux ou liquide ou pâteux.
21. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 19, caractérisé en ce que la couche
ou la chambre (11) à adaptation de forme peut être parcourue par un liquide à l'état
consolidé et quasi rigidifié, à une pression diminuée par rapport à la pression environnante.
22. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 12, caractérié en ce que, en cas de
passage du liquide à l'état non consolidé , les particules ou les granulés constituant
le garnissage (13) peuvent être mis en suspension.
23. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 22, caractérisé en ce que des dispositifs
d'écoulement (35) déterminant la direction sont intégrés à l'intérieur de la couche
ou de la chambre (11) à adaptation de forme.
24. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 23, caractérisé en ce qu'il est prévu
au moins une conduite de circulation (25) pour faire traverser la couche ou la chambre
(11) à adaptation de forme par un fluide pouvant s'écouler et qui comprend, de préférence,
un échangeur et chaleur et/ou de froid (33) et/ou, de préférence, un dispositif d'interruption
ou un vibreur (29).
25. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 24, caractérisé en ce qu'il est prévu
dans la région de la tête une section de coque (17) difficilement ou non adaptable,
qui est située en dessous de la feuille séparatrice (3) ou qui est formée par celle-ci
avec une section rigidifiée correspondante.
26. Dispositif selon la revendication 25, caractérisée en ce qu'une conduite d'évacuation
(23) part de la section de coque (17) dans la région de la tête.
27. Dispositif selon l'une des revendications 15 à 26, caractérisé en ce qu'il est prévu
un dispositif de levage (43) fonctionnant mécaniquement, hydrauliquement, pneumatiquement
ou électriquement, disposé dans la baignoire pour soulever et abaisser la couche ou
la chambre (11) à adaptation de forme.
28. Dispositif selon la revendication 27, caractérisé en ce que la plate-forme de levage
(49) du dispositif de levage (43) est conçue de façon à permettre un passage à travers
ou autour de l'espace inférieur ou postérieur de la plate-forme de levage (49) pour
le fluide gazeux, liquide ou pâteux tandis que le garnissage (13) formé en particulier
d'un granulé reste dans l'espace du dispositif de levage (43) situé du côté de la
feuille séparatrice (3).
29. Utilisation d'un dispositif selon au moins l'une des revendications 1 à 28, pour administrer
des bains complets et de siège.
30. Utilisation selon la revendication 29, caractérisée en ce qu'une dépression peut être
réalisée dans l'espace sous la feuille (7) au moyen du dispositif de levage (43) lorsque
les conduites d'adduction et d'évacuation sont verrouillées.