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EP 0 449 040 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.08.1993 Patentblatt 1993/32 |
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Anmeldetag: 14.03.1991 |
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Bodenbelag
Floor covering
Revêtement de sol
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB LI LU NL |
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Priorität: |
28.03.1990 DE 4009885
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.10.1991 Patentblatt 1991/40 |
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Patentinhaber: RUDI GOLDAU GmbH |
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D-44147 Dortmund (DE) |
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Erfinder: |
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- Goldau, Rudi
W-4600 Dortmund 30 (DE)
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Vertreter: Happe, Otto, Dipl.-Ing. |
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Patentanwalt
Meistersingerstrasse 34 45307 Essen 45307 Essen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 440 449 US-A- 2 242 559
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FR-A- 489 289 US-A- 2 294 582
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich gattungsgemäß auf einen Bodenbelag, insbesondere für Freiflächen
und Hallenböden, mit einem Unterbau aus einem aushärtbaren oder abbindefähigen Material
sowie metallischen Abdeckplatten, die umfangsseitig angeformte Verankerungselemente
aufweisen, die unter einem spitzen Winkel in bezug auf die Deckflächen der Abdeckplatten
nach unten abstehen und in dem ausgehärteten oder abgebundenen Unterbau verankert
sind.
[0002] Ein derartiger Bodenbelag ist aus der US-A-2 242 559 bekannt. Bei diesem Bodenbelag
können jedoch trotz der Verzahnung der Verankerungselemente bei hohen Belastungen
Verschiebungen der Abdeckplatten relativ zueinander auftreten.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den vorgenannten Nachteil des gattungsgemäßen
Bodenbelages zu vermeiden.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, daß die Verankerungselemente nach
unten abgekantet sind und daß der Unterbau eine gitterförmige Einlage aus Streckmetall
aufweist, in dessen Gittermaschen die Verankerungselemente eingreifen.
[0005] Während die Verankerungselemente einen Formschluß zwischen den Abdeckplatten gewährleisten
und eine gute Verbindung mit dem Unterbau herstellen, ist der Unterbau durch die gitterförmige
Einlage aus Streckmetall in der Lage, auch große Beanspruchungen aufzunehmen.
[0006] Eine Verbesserung kann dadurch erreicht werden, daß die Einlage und die Abdeckplatten
durch Punktverschweißung miteinander verbunden sind. Die Verlegung des Bodenbelages
ist auf einfache Weise möglich, indem die Einlage mit aufgeschweißten Abdeckplatten
auf einen noch nicht ausgehärteten oder abgebundenen Unterbau aufgelegt und anschließend
festgewalzt wird. Die Arbeiten stellen keine besonderen Anforderungen an das Personal.
[0007] Der Unterbau besteht vorzugsweise aus Teermakadam oder Beton. Ein solcher Unterbau,
insbesondere aus Teermakadam, bildet eine wirksame Sperre für Umweltgifte, beispielsweise
PCB. Der Unterbau verhindert, daß derartige Umweltgifte ins Erdreich oder Grundwasser
gelangen. Im Rahmen der Erfindung liegt es, den Bodenbelag nach der Verlegung durch
öl- oder säurebeständige Auftragungen zu versiegeln.
[0008] Soll der Bodenbelag hohe Kräfte aufnehmen, so ist es ferner vorteilhaft, wenn die
Abdeckplatten oberseitig vorspringende Verstärkungssicken aufweisen. Derartige Verstärkungssicken
erhöhen die Verwindungssteifigkeit der Abdeckplatten und tragen im übrigen zu einer
Verbesserung der Rutschfestigkeit bei. Eine derartige Ausführungsform ist insbesondere
als Bodenbelag für Fabrikationshallen geeignet. Für viele Anwendungsfälle ist es auch
vorteilhaft, wenn nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung die
Abdeckplatten eine rutschfeste Lauffläche aus Kunststoff oder Gummi aufweisen. Zur
Herstellung derartiger Beschichtungen können gegebenenfalls auch Gummiabfälle, beispielsweise
aus Shredderanlagen, verwendet werden.
[0009] Der erfindungsgemäße Bodenbelag ist für sämtliche Freiflächen und Hallenböden geeignet,
ebenso für Auffahrten, Zufahrten, Abstellplätze und Parkplätze. Der erfindungsgemäße
Bodenbelag kann große Beanspruchungen aufnehmen.
[0010] Er zeichnet sich aus durch eine gute Haftung zwischen den metallischen Abdeckplatten
und dem Unterbau. Ferner sind die Abdeckplatten sicher gegeneinander verzahnt.
[0011] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung ausführlich erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung
[0012] Fig. 1 einen Ausschnitt aus dem erfindungsgemäßen Bodenbelag in der Draufsicht,
[0013] Fig. 2 einen Querschnitt durch den erfindungsgemäßen Bodenbelag, ebenfalls ausschnittsweise.
[0014] Der in den Figuren dargestellte Bodenbelag ist insbesondere für Freiflächen und Hallenböden
bestimmt. Freiflächen meint dabei auch Auffahrten, Zufahrten, Abstellplätze und Parkplätze.
Der Bodenbelag weist einen Unterbau 1 aus einem aushärtbaren oder abbindefähigen Material
sowie metallische Abdeckplatten 2 auf. Der Unterbau 1 besteht vorzugsweise aus Teermakadam
oder Beton. Einer vergleichenden Betrachtung der Figuren 1 und 2 entnimmt man, daß
die Abdeckplatten 2 umfangsseitig angeformte Verankerungselemente 3 aufweisen, die
zahnförmig ineinandergreifen und unter einem spitzen Winkel α nach unten abgekantet
sowie in dem ausgehärteten oder abgebundenen Unterbau 1 verankert sind. Der Winkel
α, unter dem die Verankerungselemente 3 im bezug auf die Dechflächen der Abdechplatten
2 nach unten abgekantet sind, liegt zweckmäßigerweise im Bereich zwischen 30° und
60°. Vorzugsweise beträgt der Winkel α 45°. Bei der in Figur 2 dargestellten bevorzugten
Ausführungsform weist der Unterbau 1 eine gitterförmige Einlage 4 aus Streckmetall
auf. Man erkennt, daß die Verankerungselemente 3 dabei in die Gittermaschen der Einlage
4 eingreifen. Die gitterförmige Einlage 4 aus Streckmetall verbessert die Belastbarkeit
des Bodenbelages. Eine weitere Verbesserung, insbesondere eine größere Verwindungssteifigkeit,
ist noch erreichbar, wenn die Einlage 4 und die Abdeckplatten 2 durch Punktverschweißung
miteinander verbunden sind. Der Figur 2 entnimmt man ferner, daß die Abdeckplatten
2 oberseitig vorspringende Verstärkungssicken 5 aufweisen. Die Verstärkungssicken
5 haben zwei Funktionen. Durch die Verstärkungssicken 5 wird die Biegesteifigkeit
der Abdeckplatten 2 verbessert. Ferner führen die in großer Zahl, dicht an dicht angeordneten
vorzugsweise noppenförmig ausgebildeten Verstärkungssicken 5 zu einer Verbesserung
der Rutschfestigkeit des Bodenbelages. Dies ist vor allem für Bodenbeläge in Fabrikhallen
von Wichtigkeit. Für viele Anwendungsfälle kann es auch zweckmäßig sein, die Abdeckplatten
2 mit einer rutschfesten Lauffläche aus Kunststoff oder Gummi zu versehen.
[0015] Im Ausführungsbeispiel sind die Verankerungselemente 3 als Laschen mit rechteckiger
Gestalt ausgebildet. Sie sind in gleichen Abständen s zueinander regelmäßig am Umfang
der Abdeckplatten 2 angeordnet. Der Figur 1 entnimmt man, daß jeweils eine Lücke 6
zwischen den Verankerungselementen mit einem Verankerungselement 3' an der gegenüberliegenden
Seitenkante korrespondiert. Im Ausführungsbeispiel sind die Abdeckplatten 2 quadratisch
und weisen an jeder Seitenkante zwei laschenförmige Verankerungselemente 3 auf.
[0016] Die Verlegung des Bodenbelages ist auf einfache Weise möglich. Zunächst wird der
Unterbau 1, vorzugsweise aus Teermakadam oder Beton, hergestellt. Bevor der Unterbau
ausgehärtet oder abgebunden ist, wird die Einlage 4 aus Streckmetall aufgelegt und
die Abdeckplatten 2 darüber angeordnet. Gegebenenfalls werden bei der Verlegung die
Abdeckplatten 2 mit der Einlage 4 punktverschweißt. Bei der Verlegung ist darauf zu
achten, daß die Gittermaschen der Einlage 4 und die Abdeckplatten 2 parallel zueinander
ausgerichtet sind. Bevor der Unterbau 1 ausgehärtet oder abgebunden ist, wird die
Auflage, bestehend aus der Streckmetalleinlage 4 und den Abdeckplatten 2, festgewalzt.
Nach Aushärtung bzw. vollständiger Abbindung des Unterbaus 1 sind die Einlage 4 sowie
die Abdeckplatten 2 durch die nach unten abgekanteten Verankerungselemente 3 in dem
Unterbau 1 fest verankert. Der Bodenbelag ist nunmehr befahrbar. Der fertigverlegte
Bodenbelag kann schließlich noch durch öl- oder säurebeständige Beschichtung versiegelt
werden.
1. Bodenbelag, insbesondere für Freiflächen und Hallenböden, mit einem Unterbau aus einem
aushärtbaren oder abbindefähigen Material sowie metallischen Abdeckplatten, die umfangsseitig
angeformte Verankerungselemente (3) aufweisen, die zahnförmig ineinandergreifen und
unter einem spitzen Winkel (α) in bezug auf die Deckflächen der Abdeckplatten (2)
nach unten abstehen und in dem ausgehärteten oder abgebundenen Unterbau verankert
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Verankerungselemente (3) nach unten abgekantet sind und daß der Unterbau
(1) eine gitterförmige Einlage (4) aus Streckmetall aufweist, in dessen Gittermaschen
die Verankerungselemente (3) eingreifen.
2. Bodenbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlage (4) und die Abdeckplatten
(2) durch Punktverschweißung miteinander verbunden sind.
3. Bodenbelag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterbau (1) aus
Teermakadam oder Beton besteht.
4. Bodenbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckplatten
(2) oberseitig vorspringende Verstärkungssicken (5) aufweisen.
5. Bodenbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckplatten
(2) eine rutschfeste Lauffläche aus Kunststoff oder Gummi aufweisen.
1. Floor covering, especially for open areas and hall floors, with a substructure consisting
of a heat-treatable or setting material, and with metallic covering plates with moulded
anchoring elements (3) on their periphery with dentiform interlocking and which stick
out downwards at an acute angle ( ) in relation to the cocering surfaces of the cover
plates (2), and which are anchored in the heat-treated or cured/set substructure,
characterized by the fact that the anchoring elements (3) are folded downwards and
that the substructure (1) is equipped with a latticed reinforcement (4) made of expanded
metal with which the anchoring elements (3) mesh.
2. Floor covering according to patent claim 1, characterized by the fact that the reinforcement
(4) and the cover plates (2) are joined to each other by spot welding.
3. Floor covering according to patent claims 1 or 2, characterized by the fact that the
substructure (1) is made of tarmacadam or concrete.
4. Floor covering according to one of the patent claims 1 to 3, characterized by the
fact that the cover plates (2) on their upper sides are provided with protruding stiffening
beads (5).
5. Floor covering according to one of the patent claims 1 to 4, characterized by the
fact that the cover plates (2) are provided with a non-skid walkway made of plastics
or rubber material.
1. Revêtement de sol, en particulier pour des espaces libres et des planchers des grandes
salles, avec une substructure d'un matériel durcissable ou capable de faire la prise
ainsi que des plaques de recouvrements métalliques qui montrent des éléments d'ancrages
(3) tout autour préformés qui s'enchaînent en forme de dents et qui en ce qui concerne
le recouvrement des plaques de recouvrements (2) s'écartent sous un angle aigu (α)
vers le bas et qui sont ancrés dans la substructure durcie et prise, ainsi caractérisé
que les éléments d'ancrages (3) sont chanfreinés vers le bas et que la substructure
(1) montre une insertion treillissée (4) de métal déployé dans lequel les éléments
d'ancrages (3) engrènent.
2. Revêtement de sol selon la spécification 1, ainsi caractérisé que l'insertion (4)
et les plaques de recouvrements (2) sont liés par soudage par points.
3. Revêtement de sol selon la spécification 1 ou 2, ainsi caractérisé que la substructure
(1) consiste en goudron macadam ou en béton.
4. Revêtement de sol selon une des spécifications 1 à 3, ainsi caractérisé que les plaques
de recouvrements (2) montrent sur la partie supérieure des molures de renforcements
(5) saillantes.
5. Revêtement de sol selon une des spécifications 1 à 4, ainsi caractérisé que les plaques
de recouvrements (2) montrent une semelle antidérapante en matière synthétique ou
de caoutchouc.
