[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einkaufen von Ware in Selbstbedienungsgeschäften,
bei dem Einkaufswagen vorgesehen sind, die zum Tragen eines lageveränderbaren Behältnisses
bestimmt sind, das in Gebrauchslage zur Aufnahme der einzukaufenden Ware vorgesehen
ist und die Einkaufswagen mit oder ohne Kindersitzeinrichtung und mit oder ohne zumindest
einer weiteren Ablage ausgestattet sind und wenigstens eine durch eine Kassierperson
bedienbare Kasse mit Kassentisch und/oder wenigstens eine durch den Kunden benützbare
Registrierstelle zur Ermittlung des Gesamtpreises der eingekauften Ware notwendig
ist und jeder Einkaufswagen wenigstens eine außerhalb des Behältnisses befindliche
Abstellfläche aufweist, die zum Tragen zumindest eines dem Kunden gehörenden Tragbehälters
dann nutzbar ist, wenn der Kunde diesen wenigstens einen Tragbehälter zum Einkaufen
mitbringt und nach erfolgtem Einkaufsvorgang mit Ware beladen wieder nach Hause nimmt.
[0002] In der Vergangenheit wurden immer wieder Anstrengungen unternommen, um die zeitliche
Dauer der Umpack- und Abrechnungsvorgänge in den Kassenzonen der Selbstbedienungsgeschäfte
zu reduzieren.
Ein erster Vorschlag, wie er z.B. im DE-Gm 88 14 136.5 dokumentiert ist, zielt darauf
ab, einen Einkaufswagen mit einem Korb auszustatten, der einen schrägen Rutschboden
aufweist, auf welchem die von der Kassierperson an der Kasse registrierte und abgerechnete
Ware in den Korb geschoben wird. Der Umpackvorgang an der Kasse wird bei dieser Lösung
dadurch beschleunigt, daß noch während des Entladevorganges des Einkaufswagens von
der Kassierperson ein bereitgestellter leerer Einkaufswagen mit der abgerechneten
Ware bereits beladen wird.
[0003] Eine weitere Überlegung ist dem DE-Gm 89 02 179.7 zu entnehmen. Hier wird vorgeschlagen,
dem Kunden Körbe zur Verfügung zu stellen, die er zum Einkaufen mitnimmt. Im Selbstbedienungsgeschäft
werden einkaufswagenähnliche Fahrgestelle bereitgehalten, auf welchen der Kunde seine
mitgebrachten Körbe abstellen und anschließend einkaufen kann. Beim Abrechnungsvorgang
an der Kasse packt der Kunde die registrierte Ware in noch leere Körbe um, die er
dann zusammen mit den entleerten Körben im Auto abstellt. Ein Umpacken der Ware vom
Kassentisch in den Einkaufswagen und von dort in das Auto entfällt.
[0004] Eine dritte Idee schlägt die Abrechnung der Ware an einer durch den Kunden bedienbaren
Registrierstelle vor. Diese von der Fa. Nixdorf AG unter dem Namen "Scan-Tower" entwickelte
Registrierstelle besteht aus einem pultartigen Möbel, das eine elektronisch gesteuerte
Einrichtung zur elektronischen Abtastung, Erkennung und Registrierung des auf der
Ware befindlichen, in Strichcode dargestellten Preises und Gewichtes aufweist. Bei
dieser Ausführung fährt der Kunde mit seinem gefüllten Einkaufswagen an besagte Registrierstelle,
entnimmt die Ware einzeln, fährt mit der Ware über die elektronisch gesteuerte Einrichtung
und legt die so registrierte Ware in einen anderen leeren Einkaufswagen, der nur durch
die Registrierstelle getrennt, neben dem gefüllten Einkaufswagen steht. Bei diesem
Ausführungsbeispiel kann auf Kassierpersonal weitgehendst verzichtet werden.
[0005] Alle drei Vorschläge besitzen einen außerordentlichen Nachteil der darin besteht,
daß Kleinkinder, die in den Einkaufswagen mitgeführt werden, an der Kasse in einen
anderen Einkaufswagen sozusagen "umgepackt" werden müssen.
Bei dem im DE-Gm 88 14 136.5 beschriebenen Ausführungsbeispiel wird der Einkaufswagen,
nachdem er an der Kasse entladen ist, vom Kunden mit dem im Wagen sitzenden Kleinkind
an jene Stelle der Kasse gefahren, an welcher jener Einkaufswagen steht, der nunmehr
mit der Ware aus dem vorab genannten Einkaufswagen von der Kassierperson beladen wird.
Der Kunde muß daher sein Kind aus dem zuerst verwendeten Einkaufswagen herausheben
und es in den neuen, nunmehr mit seiner eingekauften Ware gefüllten Einkaufswagen
setzen.
[0006] Der gemäß dem DE-Gm 89 02 179.7 beschriebene Einkaufswagen besitzt überhaupt keine
Kindersitzeinrichtung. Erfahrungen und Beobachtungen hingegen haben gezeigt, daß ein
Selbstbedienungsgeschäft mit Einkaufswagen, die keine Kindersitzeinrichtung aufweisen,
von Kunden mit Kleinkindern gemieden werden. Finanzielle Vorteile, die mit besagten
Einkaufswagen bedingt durch die schnellere Umpackfolge für ein Selbstbedienungsgeschäft
zu erzielen sind, werden durch das Ausbleiben eines Teiles der Kundschaft wieder zunichte
gemacht.
[0007] Ähnlich wie bei der Lösung gemäß dem DE-Gm 88 14 136.5, verhält es sich auch bei
dem von der Nixdorf AG entwickelten System. Aus dem an der Registrierstelle befindlichen,
vom Kunden zum Einkaufen und zum Transport seines Kindes verwendeten Einkaufswagen
muß das Kleinkind herausgehoben und in den nebenstehenden, mit der nun abgerechneten
Ware gefüllten Einkaufswagen gesetzt werden.
[0008] Dies alles ist äußerst störend und lästig, vor allem im Winter, wenn die Kleinkinder
ohnehin mit dickerer Kleidung und mit stärkeren Schuhen ausgestattet sind. Besonders
das Herausheben der Kleinkinder aus der Kindersitzeinrichtung bereitet erfahrungsgemäß
große Schwierigkeiten.
[0009] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren der gattungsgemäßen Art zu
entwickeln, welches beim Abrechnen der Ware ein Umsetzen von Kleinkindern vom ursprünglich
verwendeten Einkaufswagen in einen anderen Einkaufswagen vermeidet.
Selbst wenn das vorzuschlagende Verfahren hauptsächlich auf Einkaufswagen abzielt,
die mit einer Kindersitzeinrichtung ausgestattet sind, soll das Verfahren auch bei
Einkaufswagen anwendbar sein, die keine Kindersitzeinrichtung aufweisen. Zudem soll
das neue Verfahren Ladendiebstahl vermeiden helfen.
[0010] Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst,
- daß der wenigstens eine Tragbehälter entweder auf der Abstellfläche ausschließlich
nur in Nichtgebrauchslage abgestellt werden kann, um das Behältnis nutzen zu können,
oder daß unabhängig von der Lage des Behältnisses der wenigstens eine Tragbehälter
an einer anderen am Einkaufswagen vorgesehenen Stelle ebenfalls nur in Nichtgebrauchslage
abgestellt wird,
- daß nach erfolgtem Einkauf und nach Entnahme der Ware aus dem Behältnis zum Zwecke
der Warenabrechnung das Behältnis entweder manuell oder automatisch in eine die Abstellfläche
voll nutzbar machende Nichtgebrauchslage bewegt wird und
- daß der wenigstens eine Tragbehälter in die Gebrauchslage gebracht und zum Zwecke
des Beladens und des anschließenden Weitertransportierens auf der Abstellfläche abgestellt
wird.
[0011] Ein erster Vorteil des vorgeschlagenen Verfahrens besteht darin, daß ein Kleinkind
während des gesamten Einkaufs- und Abrechnungsvorganges, ja sogar beim Transport der
eingekauften Ware vom Selbstbedienungsgeschäft zum Parkplatz und dort zum Auto im
einmal dafür ausgewählten Einkaufswagen verbleiben kann. Das bisher lästige Umsetzen
der Kleinkinder an der Kasse entfällt. Dies trägt in äußerst vorteilhafter Weise zum
schnellen Abfertigen der Kunden an den Kassenzonen bei. Das für Frauen ohnehin beschwerliche
Herausheben von schon etwas größeren Kleinkindern wird auf das absolut notwendige
Mindestmaß reduziert.
[0012] Ein zweiter Vorteil ist darin erkennbar, daß die Tragbehälter bis nach erfolgtem
Abrechnen der eingekauften Ware nur in Nichtgebrauchslage am Einkaufswagen abgestellt
werden können. Dadurch können die Tragbehälter während des Einkaufsvorganges nicht
in unlauterer Weise mit Ware beladen werden. Wer dies trotzdem versuchen wollte, müßte
den oder die Tragbehälter in aufgeklapptem Zustand, also in Gebrauchslage, entweder
im Korb oder an einer weiteren am Einkaufswagen befindlichen Lage abstellen. Dies
würde jedoch sofort an der Kasse bemerkt werden, so daß Warendiebstahl mit dem vorgeschlagenen
Verfahren schon relativ erschwert, wenn nicht gar unmöglich gemacht wird.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren wird anhand zweier Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Die Zeichnungen bedienen sich der schematischen Darstellungsform. Das erste Verfahren
wird anhand der Kennzahlen 1 bis 7 und das zweite Verfahren anhand der Kennzahlen
10 bis 15 näher beschrieben, wobei jeweils zuerst auf die zur Durchführung des Verfahrens
erforderlichen Komponenten und anschließend auf das Verfahren selbst Bezug genommen
wird.
[0014] Erstes Ausführungsbeispiel:
Der Einkaufswagen 1, siehe Kennzahl
1 weist ein Fahrgestell 2 auf, das mit einer Kindersitzeinrichtung 3 ausgestattet ist.
Im Gegensatz zu den bisher bekannten Einkaufswagen 1 ist kein Korb vorgesehen, der
am Fahrgestell ortsfest befestigt wäre. Dies schließt jedoch nicht aus, daß, in gewissen
vom Anwendungszweck her bestimmten Fällen, ein ortsfester Korb erforderlich oder zweckmäßig
sein kann. Der Einkaufswagen 1 kann mit einem bekannten Bodenrost oder beispielsweise
mit einer nach rückwärts herausklappbaren Ablage für Getränkekisten ausgestattet sein,
wie dies z.B. in der EP 0 141 398 näher beschrieben ist. Unabhängig davon, ob ein
Korb vorgesehen ist, oder nicht, ist das Fahrgestell 2 mit einem Tragrahmen 4 ausgestattet,
der zur Aufnahme von wenigstens einem Tragbehälter 5 vorgesehen ist. Ferner ist der
Tragrahmen 4 so konstruiert, daß auf ihn auch wenigstens ein Behältnis 6, siehe Kennzahl
2, abgestellt werden kann, ganz gleich, ob auf dem Tragrahmen 4 Tragbehälter 5 abgestellt
sind oder nicht.
Der wenigstens eine Tragbehälter 5, siehe Kennzahlen
1 und
5, kann in bekannter Weise eine flexible Tasche zum Einhängen sein, er kann auch als
ein mit Griffen oder Henkeln ausgestatteter, bewegliche Wände aufweisender Behälter
gebildet sein, wobei die Wände so gestaltet werden können, daß der Tragbehälter 5
eine raumsparende Nichtgebrauchslage einnimmt.
Das Behältnis 6, siehe Kennzahlen
2 und
6, ist in der Regel ein aus dünnem Drahtgitter gefertigter oder aus Kunststoff hergestellter
eigenständiger Korb, der in leerem Zustand ein relativ geringes Gewicht besitzt. Er
ist so gestaltet, daß er verschiebesicher und gegen Herabfallen gesichert, auf den
Tragrahmen 4 des Einkaufswagens 1 aufsetzbar und ebenso leicht vom Tragrahmen 4 wieder
abgenommen werden kann. Der Tragrahmen 4 bildet eine außerhalb des Behältnisses 6
befindliche Abstellfläche für den wenigstens einen Tragbehälter 5.
Die Registrierstelle 7, siehe Kennzahlen 4 bis
6, ist ein aus einer senkrechten und aus einer waagrechten Baueinheit 9, 8 gefertigtes
Gebilde, wobei die Scannervorrichtung 10 in der in einem Abstand zum Fußboden angeordneten
waagrechten Baueinheit 8 vorgesehen ist.
Schließlich ist noch eine Sammeleinrichtung 11 für die Behältnisse 6 vorgesehen, die
gewöhnlich mit einer Transportiereinrichtung 12 verbunden ist, welche die Behältnisse
6 nach deren Entleerung an die bevorzugt unmittelbar sich anschließende Sammelstelle
11 weiterbefördert. Auf eine nähere Beschreibung der Transportiereinrichtung 12 wird
verzichtet, da deren Gestalt nicht Gegenstand des vorgeschlagenen Verfahrens ist.
Erinnert sei jedoch an Transportier- und/oder Sammeleinrichtungen 11, 12 für Behältnisse
6, wie sie z.B. in der US-PS 3,160,292 oder im DE-Gm 18 47 948 näher beschrieben sind.
Anhand der Zeichnung läßt sich das Verfahren mit Hilfe der Kennzahlen anschaulich
beschreiben.
Kennzahl
1:
Der Kunde kommt mit einem Kleinkind und mit seinen eigenen Tragbehältern 5 zum Selbstbedienungsgeschäft.
Er nimmt sich einen Einkaufswagen 1, setzt das Kleinkind in die Kindersitzeinrichtung
3 und stellt seine Tragbehälter 5 in raumsparender Nichtgebrauchslage z.B. in einzelne,
am Tragrahmen 4 befindliche Fächer ab.
Kennzahl
2:
Im Selbstbedienungsgeschäft entnimmt der Kunde ein Behältnis 6 von einer nicht näher
dargestellten Sammelstelle 11 und setzt das somit lageveränderbare Behältnis 6 verschiebesicher
auf den Tragrahmen 4, wobei sich unterhalb des Behältnisses 6 die Tragbehälter 5 befinden.
In aufgesetztem Zustand des Behältnisses verdeckt das Behältnis 6 die Tragbehälter
5; diese können nicht mit Ware beladen werden.
Kennzahl
3:
Während des Einkaufens füllt sich das Behältnis 6 nach und nach mit Ware.
Kennzahl
4:
An der Registrierstelle 7 angekommen stellt der Kunde seinen Einkaufswagen 1 so an,
daß eine Längsseite des Einkaufswagens 1 an der Registrierstelle 7 anschließt. Während
oder nach erfolgtem Anstellen wird durch an der Sammelstelle 11 befindliche geeignete
und nicht näher beschriebene Mittel das Behältnis 6 ein kurzes Stück angehoben, so
daß der nun behältnislose Einkaufswagen 1 quer zur Durchgangsrichtung angeordnet,
(Durchgangsrichtung siehe strichpunktiert gezeichneter Pfeil), unter der Registrierstelle
7 hindurchgeschoben werden kann. Er wird nur so weit geschoben, daß er (1) nunmehr
mit seiner anderen Längsseite an der Registrierstelle 7 anliegt.
Kennzahl
5:
Nun bringt der Kunde seine Tragbehälter 5, beispielsweise durch Aufklappen der Seitenwände,
in eine warenaufnahmebereite Gebrauchslage. Ist dies geschehen, entnimmt der Kunde
seine Ware aus dem Behältnis 6, das von der Transportier- und Sammeleinrichtung 11,
12 in angehobener Lage gehalten wird, bewegt die Ware über die Scannervorrichtung
10 und legt sie in seinen Tragbehältern 5 ab.
Kennzahl
6:
Die Transportier- und Sammeleinrichtung 11, 12 ist mit der Registrierstelle 7 elektrisch
so geschaltet, daß nach Ausgabe des Kassenzettels, der die Gesamtsumme der eingekauften
Ware beinhaltet, Mittel aktiv werden, die das nun leere Behältnis 6 von der Registrierstelle
7 wegbewegen und in eine Position bringen, aus welcher das Behältnis 6 von einem neuen
Kunden für einen neuen Einkauf verwendet werden kann. Entsprechend dem gezeigten Beispiel
bleiben die vom Selbstbedienungsgeschäft zur Verfügung gestellten Behältnisse 6 bevorzugt
im Verkaufsbereich. Sie verlassen nicht das Selbstbedienungsgeschäft.
Kennzahl
7:
Die Tragbehälter 5 sind gefüllt. Der Kunde ist weiterhin im Besitz jenes Einkaufswagens
1, den er zu Beginn des Einkaufsvorganges ausgewählt hat, sein Kleinkind mußte er
nicht in einen anderen Einkaufswagen 1 umsetzen. Er transportiert mit dem gleichen
Einkaufswagen 1 seine eingekaufte Ware und sein Kleinkind auf dem Parkplatz zu seinem
Auto. Dort angekommen stellt er seine Tragbehälter 5 in den Kofferraum, entnimmt das
Kleinkind dem Einkaufswagen 1 und setzt es ins Auto. Der Einkaufswagen 1, ohne Behältnis
6, steht für einen neuen Kunden zur Verfügung.
[0015] Die Erfindung läßt natürlich gewisse Modifikationen zu. So ist das eben beschriebene
Verfahren auch dann anwendbar, wenn anstelle einer Registrierstelle 7, bei welcher
der Kunde seine Ware selbst abrechnet, in bekannter Weise wenigstens eine Kasse vorgesehen
ist und Kassenpersonal die Ware abrechnet. Auch bei diesem Verfahren wird das Behältnis
6 an der Kasse vom Einkaufswagen 1 getrennt. Auch hier wird die registrierte Ware
in die Tragbehälter umgeladen. Es ist auch durchaus denkbar, daß bei Einkaufswagen
1, die mit einem relativ leichten und etwas kleineren Behältnis 6 ausstattbar sind,
das geleerte Behältnis 6 an der Registrierstelle 7 oder an der Kasse vom nachfolgenden
Kunden von Hand an der angrenzenden Sammeleinrichtung 11 abgestellt wird.
[0016] Zweites Ausführungsbeispiel:
Der Einkaufswagen 1, siehe Kennzahl
10, weist ein Fahrgestell 2 auf, das ein in bekannter Weise um eine horizontale Achse
aus einer Gebrauchslage in eine Nichtgebrauchslage verschwenkbares Behältnis 6 trägt.
Das bevorzugt als Korb gestaltete Behältnis 6 befindet sich nach oben geschwenkt in
der Nichtgebrauchslage. In der Abbildung gemäß Kennzahl
11 ist das Behältnis 6 nach unten in die warenaufnahmebereite Gebrauchslage geschwenkt.
Im Beispiel ist der Einkaufswagen 1 mit einer Kindersitzeinrichtung 3 ausgestattet.
Das vorgeschlagene Verfahren läßt sich auch mit Einkaufswagen 1 anwenden, die keine
Kindersitzeinrichtung 3 aufweisen. Der Einkaufswagen 1 kann zusätzlich mit einer ortsfest
angeordneten Ablage in Form eines kleinen Korbes ausgestattet sein, der z.B. in bekannter
Weise in die Kindersitzeinrichtung 3 eingebunden ist. Auch ist es möglich, den Einkaufswagen
1 mit einem bekannten, ebenfalls eine zusätzliche Ablage bildenden Bodenrost oder
beispielsweise mit einer nach rückwärts herausklappbaren Ablage für Getränkekisten
auszustatten, wie dies z.B. in der EP 0 141 398 näher beschrieben ist. Das Fahrgestell
2 weist einen Tragrahmen 4 auf, der zur Aufnahme von wenigstens einem Tragbehälter
5, den der Kunde zum Einkaufen mitbringt, vorgesehen ist. Der eine Abstellfläche für
den wenigstens einen Tragbehälter 5 bildende Tragrahmen 4 ist so angeordnet, daß dieser
(4) vom in der Gebrauchslage befindlichen Behältnis 6 überdeckt wird. Das Behältnis
6 kann sich in dieser Lage zusätzlich am Tragrahmen 4 abstützen. Der wenigstens eine
Tragbehälter 5, siehe Kennzahlen
10 und
14, ist in bekannter und bevorzugter Weise als ein in eine raumsparende Nichtgebrauchslage
klappbarer Behälter gestaltet, der in dieser Lage auf dem Tragrahmen 4 abstellbar
ist.
Das Behältnis 6 ist in der Regel ein aus Drahtgitter oder aus Kunststoff hergestellter
Korb, der um eine am Fahrgestell 2 befindliche horizontal angeordnete Achse um etwa
90° verschwenkbar angeordnet ist. Derart gestaltete Einkaufswagen 1 sind bekannt und
brauchen deshalb nicht näher beschrieben zu werden. Die Registrierstelle 7, siehe
Kennzahlen
13 und
14, ist im Beispiel ein bekannter Kassentisch mit Kasse, die von einer Bedienperson
bedient wird. Die Registrierstelle 7 kann aber auch durch eine vom Kunden bedienbare
Warenabrechnungsanlage gebildet sein, wie sie z.B. durch die DE-OS 35 24 231 A1 bekannt
ist.
[0017] Anhand der Zeichnung läßt sich das Verfahren mit Hilfe der Kennzahlen anschaulich
beschreiben.
Kennzahl
10:
Der Kunde kommt beispielsweise mit einem Kleinkind und mit seinen eigenen Tragbehältern
5 zum Selbstbedienungsgeschäft. Er nimmt sich einen Einkaufswagen 1, setzt das Kleinkind
in die Kindersitzeinrichtung 3 und stellt seine Tragbehälter 5 in raumsparender Nichtgebrauchslage
z.B. in einzelne, am Tragrahmen 4 befindliche Fächer ab.
Kennzahl
11:
Der Kunde schwenkt das am Einkaufswagen 1 befindliche, zur Aufnahme der einzukaufenden
Ware vorgesehene Behältnis 6 aus der Nichtgebrauchslage in die horizontale Gebrauchslage.
In dieser Lage verdeckt das Behältnis 6 die in der Zeichnung nicht sichtbaren Tragbehälter
5; diese können nicht mit Ware beladen werden.
Kennzahl
12:
Während des Einkaufens füllt sich das Behältnis 6 nach und nach mit Ware.
Kennzahl
13:
An der Registrierstelle 7 angekommen stellt der Kunde seinen Einkaufswagen 1 so an,
daß die in Schieberichtung weisende Stirnseite des Behältnisses 6 an der Registrierstelle
7 anschließt. Der Kunde lädt die Ware auf das Förderband der Registrierstelle 7. Dort
wird die Ware abgerechnet und an eine Stelle befördert, an der der Kunde die Ware
wieder einpacken kann.
Kennzahl
14:
Um die Ware einpacken zu können, fährt der Kunde seinen Einkaufswagen 1 an die eben
erwähnte Stelle, schwenkt das nun leere Behältnis 6 nach oben in die Nichtgebrauchslage,
so daß die Abstellfläche des Tragrahmens 4 voll nutzbar ist und entfaltet seine auf
dem Tragrahmen 4 befindlichen, weiter auf dem Tragrahmen 4 verbleibenden Tragbehälter
5. Anschließend verstaut er die Ware in die nunmehr in Gebrauchslage befindlichen
Tragbehälter 5.
Kennzahl
15:
Die auf dem Tragrahmen 4 ruhenden Tragbehälter 5 sind gefüllt. Der Kunde ist weiterhin
im Besitz jenes Einkaufswagens 1, den er zu Beginn des Einkaufsvorganges ausgewählt
hat, sein Kleinkind mußte er nicht in einen anderen Einkaufswagen 1 umsetzen. Er transportiert
mit dem gleichen Einkaufswagen 1 seine eingekaufte Ware und sein Kleinkind auf dem
Parkplatz zu seinem Auto. Dort angekommen stellt er seine Tragbehälter 5 in den Kofferraum,
entnimmt das Kleinkind dem Einkaufswagen 1 und setzt es ins Auto. Der Einkaufswagen
1 steht für einen neuen Kunden zur Verfügung.
[0018] Die Erfindung läßt es auch zu, daß der oder die Tragbehälter 5 nicht am Tragrahmen
4, sondern beispielsweise in Nichtgebrauchslage in Fächern abgestellt werden, die
zwischen jenen Stützen angeordnet sind, die sich von der Rückseite des Fahrgestelles
2 nach oben erstrecken und zumindest das Behältnis 6 tragen. Nach dem Entleeren des
Behältnisses 6 zum Zwecke des Abrechnens der eingekauften Ware wird dann das Behältnis
6 nach oben in die Nichtgebrauchslage geschwenkt, so daß der wenigstens eine Tragbehälter
5 in Gebrauchslage auf dem Tragrahmen 4 des Fahrgestelles 2 abgestellt und dort mit
der Ware beladen werden kann.
[0019] Bei beiden beschriebenen Ausführungsbeispielen ist es vorstellbar, daß die Tragbehälter
5 nicht faltbar, sondern ineinanderschachtelbar gestaltet sind. Solche nicht in eine
raumsparende Nichtgebrauchslage bringbare Tragbehälter 5 können am Tragrahmen 4 nur
so abgestellt werden, daß ihre Öffnung nach unten weist, um Ladendiebstähle zu verhindern.
Das erfindungsgemäße Verfahren beeinhaltet auch die Verwendung einer nicht näher dargestellten,
jedoch bekannten Kontrollwaage, die bei Registrierstellen 7 gewöhnlich vorgesehen
ist, um einen Vergleich zwischen der Gesamtsumme der eingekauften Ware und deren Gesamtgewicht
vornehmen zu können. Diese Maßnahme dient ebenfalls der Verhinderung von Ladendiebstählen.
Bei Vorhandensein einer Kontrollwaage wird der vom Behältnis 6 befreite Einkaufswagen
1 zusammen mit den leeren Tragbehältern 5 auf die Kontrollwaage gestellt und gewogen.
Anschließend werden die Tragbehälter 5 mit Ware gefüllt, wobei der Einkaufswagen 1
auf der Kontrollwaage verbleibt.
[0020] Die Erfindung beschränkt sich nicht nur auf Einkaufswagen 1, die mit einer Kindersitzeinrichtung
3 ausgestattet sind. Sie schließt auch jene Einkaufswagen 1 ein, die keine Kindersitzeinrichtung
3 aufweisen, ansonsten jedoch baugleich sind. Dies läßt sich dadurch begründen, daß
in vielen Selbstbedienungsgeschäften baugleiche Einkaufswagen 1 Verwendung finden,
die mit und ohne Kindersitzeinrichtung 3 ausgestattet sind. Ausschlaggebend für die
Einrichtung eines derart gemischten Einkaufswagenparks sind allein Kostengründe, da
Einkaufswagen 1 ohne Kindersitzeinrichtung 3 etwas billiger sind.
1. Verfahren zum Einkaufen von Ware in Selbstbedienungsgeschäften, bei dem Einkaufswagen
vorgesehen sind, die zum Tragen eines lageveränderbaren Behältnisses bestimmt sind,
das in Gebrauchslage zur Aufnahme der einzukaufenden Ware vorgesehen ist und die Einkaufswagen
mit oder ohne Kindersitzeinrichtung und mit oder ohne zumindest einer weiteren Ablage
ausgestattet sind und wenigstens eine durch eine Kassierperson bedienbare Kasse mit
Kassentisch und/oder wenigstens eine durch den Kunden benützbare Registrierstelle
zur Ermittlung des Gesamtpreises der eingekauften Ware notwendig ist und jeder Einkaufswagen
wenigstens eine außerhalb des Behältnisses befindliche Abstellfläche aufweist, die
zum Tragen zumindest eines dem Kunden gehörenden Tragbehälters dann nutzbar ist, wenn
der Kunde diesen wenigstens einen Tragbehälter zum Einkaufen mitbringt und nach erfolgtem
Einkaufsvorgang mit Ware beladen wieder nach Hause nimmt, dadurch gekennzeichnet,
- daß der wenigstens eine Tragbehälter (5) entweder auf der Abstellfläche ausschließlich
nur in Nichtgebrauchslage abgestellt werden kann, um das Behältnis (6) nutzen zu können,
oder daß unabhängig von der Lage des Behältnisses (6) der wenigstens eine Tragbehälter
(5) an einer anderen am Einkaufswagen (1) vorgesehenen Stelle ebenfalls nur in Nichtgebrauchslage
abgestellt wird,
- daß nach erfolgtem Einkauf und nach Entnahme der Ware aus dem Behältnis (6) zum
Zwecke der Warenabrechnung das Behältnis (6) entweder manuell oder automatisch in
eine die Abstellfläche voll nutzbar machende Nichtgebrauchslage bewegt wird und
- daß der wenigstens eine Tragbehälter (5) in die Gebrauchslage gebracht und zum Zwecke
des Beladens und des anschließenden Weitertransportierens auf der Abstellfläche abgestellt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Kunden vom Selbstbedienungsgeschäft
ein zur Aufnahme der einzukaufenden Ware vorgesehenes eigenständiges Behältnis (6)
zur Verfügung gestellt wird, das der Kunde über seinem wenigstens einen Tragbehälter
(5) auf den Einkaufswagen (1) aufsetzt.
3. Verfahren nach Anspruche 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Kasse
oder an jeder Registrierstelle (7) das mit Ware gefüllte Behältnis (6) vom Einkaufswagen
(1) getrennt wird.
4. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der vom Behältnis (6) befreite Einkaufswagen (1) in eine nahe des Behältnisses (6)
vorgesehene Position bewegt wird und der Kunde anschließend seinen wenigstens einen
Tragbehälter (5) in eine warenaufnahmebereite Gebrauchslage bringt, um die Ware vom
Behältnis (6) in den wenigstens einen Tragbehälter (5) umzuladen.
5. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
das leere Behältnis (6) bevorzugt automatisch zum Zwecke der Wiederverwendung an eine
Sammeleinrichtung (11) transportiert wird.
6. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
nach dem Abtrennen des Behältnisses (6) vom Einkaufswagen (1) der behältnislose Einkaufswagen
(1) unter der Registrierstelle (7) hindurchgeschoben wird.
7. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Behältnisse (6) im Verkaufsbereich des Selbstbedienungsgeschäftes verbleiben.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunde das bewegbar am Einkaufswagen
gelagerte Behältnis aus einer Nichtgebrauchslage in eine zur Aufnahme der Ware geeignete
Gebrauchslage verschwenkt.
9. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Tragbehälter (5) durch das aufgesetzte Behältnis (6) zum Zwecke des Beladens nicht
erreichbar sind.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragbehälter
(5) mit der Öffnung nach unten am Tragrahmen (4) abgestellt werden.