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EP 0 449 909 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.04.1993 Patentblatt 1993/14 |
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Anmeldetag: 20.12.1989 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP8901/579 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9007/211 (28.06.1990 Gazette 1990/15) |
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KOHLESCHLEIFSTÜCK UND VERFAHREN ZU SEINER HERSTELLUNG
GRAPHITE TROLLEY SHOE AND PROCESS FOR ITS MANUFACTURE
FROTTEUR EN CHARBON ET SON PROCEDE DE FABRICATION
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE ES FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
20.12.1988 DE 8815801 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.10.1991 Patentblatt 1991/41 |
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Patentinhaber: HOFFMANN & CO. ELEKTROKOHLE GESELLSCHAFT M.B.H. |
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A-4823 Steeg (AT) |
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Erfinder: |
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- HOFFMANN, Peter
A-4823 Steeg (AT)
- HÖLL, Johann
A-4830 Hallstatt (AT)
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Vertreter: Glawe, Delfs, Moll & Partner |
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Patentanwälte
Postfach 26 01 62 80058 München 80058 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 838 144 FR-A- 2 339 263
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DE-U- 8 815 801 GB-A- 556 465
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Kohleschleifstück mit einem gepreßten Grundkörper aus
einem ersten Kohlewerkstoff, der auf einer Seitenfläche mit einer Auflage aus einem
zweiten Kohlewerkstoff mit geringerer Leitfähigkeit versehen ist, und mit mindestens
einer in das Kohleschleifstück eingebetteten Stromzuleitung.
[0002] Ein derartiges Kohleschleifstück ist aus FR-A-2 339263 schon bekannt.
[0003] Derartige Kohleschleifstücke werden üblicherweise in einem einzigen Preßvorgang hergestellt,
wobei in die Preßform entsprechende Schichten aus dem ersten und dem zweiten Kohlewerkstoff
in Pulverform eingefüllt und diese dann mittels eines Preßstempels zum fertigen, mit
der Auflage versehenen Kohleschleifstück gleichzeitig verpreßt werden. Das Ende der
Stromzuleitung wird dabei gleichzeitig mittels des Preßstempels in die zu pressende
Masse eingedrückt und beim Pressen in dieser fest eingebettet. Für manche Anwendungsfälle
des Kohleschleifstücks ist es erforderlich, daß die Stromzuleitung auf der gleichen
Seitenfläche aus dem Kohleschleifstück herausgeführt wird, die auch mit der Auflage
aus dem Kohlewerkstoff geringer Leitfähigkeit bedeckt ist. Wird ein solches Kohleschleifstück
in der beschriebenen, üblichen Art hergestellt, so muß das Ende der Stromzuleitung
durch die Auflagenschicht hindurch in den Grundkörper eingedrückt werden, und es ist
dabei unvermeidlich, daß Teile des zweiten Kohlewerkstoffs mit geringerer Leitfähigkeit
von der Stromzuleitung mitgenommen und in den ersten Kohlewerkstoff hineingedrückt
werden. Dies bedeutet, daß Teile des zweiten Kohlewerkstoffs sich in unkontrollierter
Weise zwischen die Stromzuleitung und den ersten Kohlewerkstoff einlagern und den
Übergangswiderstand zwischen der Stromzuleitung und dem Kohleschleifstück in unkontrollierter
Weise beeinflussen können.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kohleschleifstück der genannten Art
so auszubilden, daß der Übergangswiderstand zwischen der Stromzuleitung und dem Kohleschleifstück
von dem die Auflage bildenden zweiten Kohlewerkstoff unbeeinflußt bleibt, und zwar
auch dann, wenn die Stromzuleitung auf der die Auflage tragenden Seitenfläche aus
dem Kohleschleifstück herausgeführt ist.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Auflage die Seitenfläche
des Kohleschleifstücks nur teilweise bedeckt und daß die Stromzuleitung an der gleichen
Seitenfläche in deren von der Auflage freigelassenen Bereich aus dem Schleifstück
herausgeführt ist.
[0006] Bei dem erfindungsgemäß ausgebildeten Kohleschleifstück kann es nicht vorkommen,
daß sich Teile des zweiten, schlechter leitenden Kohlewerkstoffs herstellungsbedingt
zwischen der Stromzuleitung und dem ersten Kohlewerkstoff einlagern.
[0007] In weiterer bevorzugter Ausbildung der Erfindung besteht die Auflage aus einem Vorpreßling
aus dem zweiten Kohlewerkstoff, der mit dem Grundkörper aus dem ersten Kohlewerkstoff
unlösbar preßverbunden ist.
[0008] Eine Ausführungsform der Erfindung wird anhand der beigefügten Zeichnung erläutert.
Es zeigt:
[0009] Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Kohleschleifstücks.
[0010] Fig. 2 und 3 schematische Darstellungen der Herstellung des Kohleschleifstücks.
[0011] Gemäß Fig. 1 ist das Kohleschleifstück 1 beispielsweise quaderförmig und trägt auf
seiner einen Seitenfläche 3 eine in das Kohleschleifstück eingebettete Auflage 2,
die jedoch nur einen Teil dieser Seitenfläche bedeckt, so daß eine Bereich 3a der
Seitenfläche freigelassen wird. In diesem Bereich 3a sind zwei Stromzuleitungskabel
4, die in das Kohleschleifstück 1 eingebettet und mit ihm verpreßt sind, aus dem Kohleschleifstück
herausgeführt. Die zu der Seitenfläche 3 rechtwinklige Schmalseite 5 stellt im Betrieb
die z.B. an einem Kommutatorring anliegende Lauffläche des Kohleschleifstücks dar.
[0012] Die Herstellung des erfindungsgemäßen Kohleschleifstücks kann gemäß Fig. 2 und 3
wie folgt durchgeführt werden: In einer separaten Form (nicht dargestellt) wird die
Auflage 2 in Form eines flachquaderförmigen Vorpreßlings vorgepreßt, und zwar aus
einem Kohlewerkstoff geringerer Leitfähigkeit, z.B. aus reinem Graphit. Anschließend
wird die eigentliche Formmatritze 7 für das Kohleschleifstück mit dem ersten Kohlewerkstoff
1′ gefüllt, der ein Werkstoff mit hoher Leitfähigkeit ist, insbesondere eine Mischung
aus Graphit und Metallpulver. Auf die Oberfläche der eingefüllten Pulverschicht 1′
wird der Vorpreßling aufgelegt. Auf diese Anordnung wird dann von oben ein Stempel
9 abgesenkt, der Öffnungen zur Aufnahme der Stromzuleitungskabel 4 enthält. Durch
Abwärtsbewegung des Stempels 9 werden einerseits die Enden der Stromzuleitungskabel
4 zeitlich neben dem Vorpreßling 2 in die Pulvermasse 1′ eingedrückt und im gleichen
Arbeitsgang dann die Pulvermasse 1′ zusammen mit dem Vorpreßling 2 zusammengedrückt
und fertiggepreßt, so daß das Kohleschleifstück 1 als Verbundkörper entsteht.
1. Kohleschleifstück mit einem Grundkörper (1) aus einem ersten Kohlewertistoff, der
auf einer Seitenfläche eine Auflage (2) aus einem zweiten Kohlewerkstoff trägt, wobei
der erste und zweite Kohlewerkstoff unterschiedliche Leitfähigkeit haben, und mit
mindestens einer in das Kohleschleifstück eingebetteten Stromzuleitung (4), dadurch
gekennzeichnet, daß die Stromzuleitung (4) an der mit der Auflage (2) versehenen Seitenfläche des
Grundkörpers (1) an einem von der Auflage (2) freigelassenen Bereich der Seitenfläche
herausgeführt ist, und daß die Stromzuleitung (4) und die Auflage (2) mit dem Grundkörper
(1) durch Verpressung verbunden sind.
2. Kohleschleifstück nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage (2) aus einem Vorpreßling besteht, der mit dem Grundkörper (1) preßverbunden
ist.
3. Verfahren zur Herstellung eines Kohleschleifstücks nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß in einem ersten Schritt die Auflage (2) aus dem zweiten Kohlenstoff vorgepreßt
wird, daß anschließend in einer Formmatritze (7) der erste Kohlenwerkstoff als Pulvermasse
(1′) eingefüllt, auf die Oberfläche der Pulvermasse die vorgepreßte Auflage (2) aufgelegt
und anschließend mit einem Stempel (9) die Pulvermasse (1′) und die Auflage (2) zusammengepreßt
und miteinander verbunden und gleichzeitig die Enden der Stromzuleitungen (4) in der
Pulvermasse (1′) eingedrückt werden.
1. A carbon shoe with a base member (1) of a first carbon material, which on one end
surface is provided with a contact (2) composed of a second carbon material, wherein
the first and second carbon materials have different conductivity, and with at least
one power supply lead (4) embedded in the carbon shoe, characterised in that the power
supply lead (4) emerges from the end surface of the base member (1) provided with
the contact (2) in a region of the end surface not covered by the contact (2), and
in that the power supply lead (4) and the contact (2) are bonded with the base member
(1) by compression.
2. A carbon shoe according to Claim 1, characterised in that the contact (2) comprises
a pressed preform which is compression-bonded to the base member (1).
3. A method of producing a carbon shoe according to Claim 1 or 2, characterised in that,
in a first step, the contact (2) is formed by first pressing from the second carbon
material, in that subsequently a bottom die (7) is filled with the first carbon material
in a powder composition (1′), the preformed pressed contact (2) is placed on the surface
of the powder composition and, subsequently, the powder composition (1′) and the contact
(2) are compressed by a die (9) and are bonded together and, at the same time, the
ends of the power supply leads (4) are pressed into the powder composition (1′).
1. Frotteur en charbon, comprenant un corps de base (1) constitué d'un premier matériau
carboné, qui porte sur une face latérale un revêtement (2) constitué d'un second matériau
carboné, les deux matériaux carbonés possédant des conductivités différentes, et comprenant
au moins un conducteur d'alimentation électrique (4) inséré dans le frotteur en charbon,
caractérisé en ce que le conducteur d'alimentation électrique (4) sort du corps de base (1) par
la face latérale dotée du revêtement (2), dans une région de la face latérale dépourvue
de revêtement (2), et en ce que le conducteur d'alimentation électrique (4) et le
revêtement (2) sont assemblés au corps de base (1) par pressage.
2. Frotteur en charbon selon la revendication 1, caractérisé en ce que le revêtement (2) est une pièce précomprimée, qui est assemblée au corps
de base (1) par pressage.
3. Procédé de fabrication d'un frotteur en charbon selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'au cours d'une première étape, on effectue la précompression du revêtement
(2) constitué du second matériau carboné, en ce qu'on remplit ensuite une matrice
inférieure (7) du premier matériau carboné sous la forme d'une masse de poudre (1′),
on pose le revêtement précomprimé (2) sur la surface de la masse de poudre puis, à
l'aide d'un poinçon (9), on comprime et assemble entre eux la masse de poudre (1′)
et le revêtement (2) et, dans le même temps, on enfonce les extrémités des conducteurs
d'alimentation électrique (4) dans la masse de poudre (1′).
