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EP 0 450 264 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.10.1996 Patentblatt 1996/44 |
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Anmeldetag: 12.01.1991 |
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Verfahren zum Trocknen von Dächern
Method for drying roofs
Procédé de séchage pour toitures
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI NL SE |
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Priorität: |
31.03.1990 DE 4010358
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.10.1991 Patentblatt 1991/41 |
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Patentinhaber: GETRO GEBÄUDETROCKNUNGS GmbH |
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D-41366 Schwalmtal (DE) |
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Erfinder: |
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- Bayer, Karoline
D-41366 Schwalmtal (DE)
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Vertreter: COHAUSZ HASE DAWIDOWICZ & PARTNER |
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Patentanwälte
Schumannstrasse 97-99 40237 Düsseldorf 40237 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 270 715 US-A- 4 706 418 US-A- 4 778 014
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DE-A- 3 306 045 US-A- 4 757 654
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trocknen von Dächern, mit unterhalb der
Dämmung angeordneten profilierten Blechen, insbesondere Well- oder Trapezblechen,
durch Absaugen und/oder Eindrücken von Luft.
[0002] Aus der britischen Patentschrift 10 18 664 ist es bekannt, durch Einleiten von Trockenluft
Schichten eines Flachdachs zu trocknen, die unterhalb der Deckschicht des Flachdachs
sich befinden. Hierzu wird an einem Rand der Deckschicht die trockene Luft eingedrückt
und am gegenüberliegenden Rand die feuchte Luft abgesaugt. Dieses Verfahren ist bei
solchen Dächern nicht anwendbar, bei denen die Ränder ohne größeren Aufwand nicht
zugänglich sind.
[0003] Aus der deutschen Offenlegungsschrift 30 43 646 ist es bekannt, die unter einem Estrich
liegende Dämmschicht dadurch zu trocknen, daß in den Estrich Öffnungen gebohrt werden,
durch die die Trockenluft in den Bereich unterhalb des Estrichs eingedrückt wird.
Ein solches Verfahren würde, angewandt auf Dächer, dazu führen, daß die obere Deckschicht
durchbohrt werden muß, so daß die Gefahr besteht, daß nach der Behandlung die Deckschicht
undicht ist.
[0004] Ferner ist es aus den deutschen Patentschriften 33 06 044 und 33 06 045 bekannt,
an den Rändern des Estrichs trockene Luft einzudrücken und die feuchte Luft abzusaugen,
so daß Bohrungen im Estrich sich erübrigen. Dieses Verfahren ist bei den Dächern nicht
anwendbar, bei denen die Ränder nur unter größerem Aufwand zugänglich sind.
[0005] Aus der US-A-4 778 014 ist schließlich ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Einbringen
von Ventilationsöffnungen in die mit Well- oder Trapezblechen versehene Unterseite
von Dächern bekannt. Dieses Dokument offenbart ein Verfahren, das eine Anzahl von
Schlitzen in die Well- oder Trapezbleche einbringt, durch die die Feuchtigkeit aus
der darüberliegenden Isolationsschicht mittels Diffusion austreten kann. Es ist nicht
vorgesehen, die Isolationsschicht durch Einblasen oder Absaugen von Luft zu trocknen.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, bei Dächern der eingangs genannten Art ein Verfahren
zur Verfügung zu stellen, das die Dachränder und die Dachdeckschicht unberührt läßt.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in die Bleche im Bereich der
nach unten vorstehenden Wellen bzw. Trapeze wenigstens zwei Öffnungen von unten eingebracht
werden, an die Schläuche und/oder Rohre für die Unterdruck- oder Druckluft befestigt
werden.
[0008] Durch die im Blech angebrachten Öffnungen können sowohl das über dem Blech angesammelte
Wasser entfernt als auch die über dem Blech befindlichen Dämmschichten entfeuchtet
werden. Die gesamte Feuchtigkeit wird mit großer Sicherheit vollkommen entfernt, und
es brauchen weder die Ränder des Daches noch die Deckschicht des Daches angegriffen
zu werden. Bei geringem Arbeitsaufwand werden optimale Ergebnisse erzielt. Die in
den Blechen befindlichen Öffnungen können sehr klein ausgeführt sein, so daß sie insbesondere
nach ihrer Abdeckung nicht mehr auffallen. Auch wird die Stabilität der Bleche nicht
verringert.
[0009] Besonders leicht lassen sich Schläuche und Rohre sicher und dicht befestigen, wenn
die Öffnungen mit einem Innengewinde versehen werden. Hierbei können in die Öffnungen
die Schläuche mit Außengewinde-Endstücken oder die Rohre mit Außengewinde eingeschraubt
werden. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Endstücke Gewinderohre sind. Ferner
können die Schläuche an die Endstücke durch Schellen befestigt werden.
[0010] Vorzugsweise wird vorgeschlagen, daß die Öffnungen nach dem Trocknen durch Kappen
oder Deckel verschlossen werden. Hierbei können die Kappen oder Deckel Dichtungsringe
aufweisen. Auch ist es von Vorteil, wenn die Kappen oder Deckel ein Außengewinde aufweisen.
[0011] Besonders vorteilhaft ist es, wenn an die Schläuche oder Rohre mindestens ein Gebläse
angeschlossen ist. Auch ist es von Vorteil, wenn an die Schläuche oder Rohre mindestens
ein Trockner angeschlossen ist. Vorzugsweise wird vorgeschlagen, daß die Luft über
die Öffnungen, das Gebläse und insbesondere den Trockner im Kreislauf geführt wird,
so daß Gebäuderäume nicht mit Feuchtigkeit belastet werden. Alternativ kann hierzu
auch die feuchte Luft nach außen geführt werden.
[0012] Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens ist in der Zeichnung dargestellt
und wird im folgenden einschließlich Alternativen beschrieben.
[0013] Ein an der Unterseite eines Daches angeordnetes insbesondere tragendes Well- oder
Trapezblech 1 weist nach unten vorstehende Wellen bzw. Trapeze auf, die im folgenden
Sicken 2 genannt werden und normalerweise parallel nebeneinander über die gesamte
Länge oder Breite des Daches laufen. In den Boden 3 jeder Sicke 2 werden in bestimmten
Abständen Öffnungen 4 eingebohrt, die vorzugsweise mit einem Innengewinde versehen
werden.
[0014] In die Öffnungen 4 werden Endstücke von Schläuchen oder Gewinderohre 5 von unten
eingeschraubt. An diese nach unten vorstehenden Gewinderohre 5 werden mit Schlauchschellen
6 Schläuche 7 befestigt, die über die Gewinderohre 5 geschoben werden.
[0015] An den freien Enden der Schläuche 7 sind wiederum Endstücke oder Gewinderohre 5 durch
Schlauchschellen 6 befestigt, so daß an den unteren Enden der Schläuche 7 Gewinderohre
5 vorstehen, die in seitlichen Gewindebohrungen 8 eines Rohres 9 eingeschraubt sind.
Durch dieses Rohr wird den Schläuchen 7 trockene Luft zugeführt bzw. feuchte Luft
abgeführt. Je nach dem Ausmaß der Durchfeuchtung des Daches werden die Anzahl der
Schläuche und Rohre 9 gewählt. Normalerweise bestehen mindestens zwei Rohre 9, d.h.
ein erstes, durch das trockene Luft über Schläuche 7 eingedrückt wird, und ein zweites
Rohr 9, durch das gleichzeitig die feuchte Luft über weitere Schläuche 7 abgesaugt
wird. Hierbei sind an die Rohre 9 mindestens ein Gebläse und vorteilhafterweise auch
ein Trockner angeschlossen. Statt eines Trockners kann aber auch die feuchte Luft
nach außen geführt werden. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Luft über die Öffnungen,
das Gebläse und insbesondere den Trockner im Kreislauf geführt wird.
[0016] Nach dem Trocknen des Daches und der Demontage der Schläuche 7 und der Rohre 9 können
die Öffnungen 4 durch Kappen oder Deckel verschlossen werden, die vorzugsweise ein
Außengewinde und Dichtungsringe aufweisen.
1. Verfahren zum Trocknen von Dächern. mit unterhalb der Dämmung angeordneten profilierten
Blechen (1), insbesondere Well- oder Trapezblechen, durch Absaugen und/oder Eindrücken
von Luft, dadurch gekennzeichnet, daß in die Bleche (1) im Bereich der nach unten vorstehenden Wellen bzw. Trapeze
(2) wenigstens zwei Öffnungen (4) von unten eingebracht werden, an die Schläuche (7)
und/oder Rohre für die Unterdruck- oder Druckluft befestigt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen (4) mit einem Innengewinde versehen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die Öffnungen die Schläuche (7) mit Außengewinde-Endstücken (5) oder die Rohre
mit Außengewinde eingeschraubt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Endstücke Gewinderohre (5) sind.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schläuche (7) an die Endstücke (5) durch Schellen (6) befestigt werden.
6. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen (4) nach dem Trocknen durch Kappen oder Deckel verschlossen werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappen oder Deckel Dichtungsringe aufweisen.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappen oder Deckel ein Außengewinde aufweisen.
9. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an die Schläuche (7) oder Rohre mindestens ein Gebläse angeschlossen ist.
10. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an die Schläuche (7) oder Rohre mindestens ein Trockner angeschlossen ist.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft über die Öffnungen, das Gebläse und insbesondere den Trockner im Kreislauf
geführt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die feuchte Luft nach außen geführt wird.
1. Method of drying roofs with profiled metal sheets (1), in particular corrugated or
trapezoidal metal sheets, disposed underneath the insulation, by the sucking-off and/or
forcing-in of air, characterised in that there are introduced into the metal sheets
(1) from below, in the region of the downwardly protruding corrugations or trapezoids
(2), at least two apertures (4) to which hoses (7) and/or pipes for the suction air
or compressed air are fastened.
2. Method according to claim 1, characterised in that the apertures (4) are provided
with an internal thread.
3. Method according to claim 2, characterised in that the hoses (7) are screwed by means
of external-thread end pieces (5), or the pipes by means of external threads, into
the apertures.
4. Method according to claim 3, characterised in that the end pieces are threaded pipes
(5).
5. Method according to claim 3 or 4, characterised in that the hoses (7) are fastened
to the end pieces (5) by clamps (6).
6. Method according to one of the preceding claims, characterised in that the apertures
(4) are closed, after the drying operation, by caps or lids.
7. Method according to claim 6, characterised in that the caps or lids have sealing rings.
8. Method according to claim 6 or 7, characterised in that the caps or lids have an external
thread.
9. Method according to one of the preceding claims, characterised in that at least one
blower is connected to the hoses (7) or pipes.
10. Method according to one of the preceding claims, characterised in that at least one
dryer is connected to the hoses (7) or pipes.
11. Method according to claim 9 or 10, characterised in that the air is conducted in a
circuit via the apertures, the blower and, in particular, the dryer.
12. Method according to claim 9 or 10, characterised in that the moist air is conducted
towards the outside.
1. Procédé de séchage de toitures, avec des tôles profilées (1) disposées en-dessous
de l'isolation, en particulier des tôles ondulées ou des tôles à ondes trapèzoïdales,
par aspiration et/ou par injection d'air,
caractérisé en ce que, dans la tôle (1), dans la région des ondulations ou respectivement
des trapèzes (2) en saillie vers le bas, on met en oeuvre depuis le bas au moins deux
ouvertures (4) auxquelles seront fixées des tuyaux (7) et/ou des tubes pour l'air
sous dépression ou comprimé.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'on munit les ouvertures (4) d'un taraudage.
3. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce qu'on visse dans les ouvertures les tuyaux (7) avec queue filetée
(5) ou les tubes filetés.
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que les queues sont des tubes filetés (5).
5. Procédé selon la revendication 3 ou 4,
caractérisé en ce qu'on fixe les tuyaux (7) aux queues (5) par des brides (6).
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'on ferme les ouvertures (4), après le séchage, par des coiffes
ou des couvercles.
7. Procédé selon la revendication 6,
caractérisé en ce que les coiffes ou les couvercles présentent des bagues d'étanchéité.
8. Procédé selon la revendication 6 ou 7,
caractérisé en ce que les coiffes ou les couvercles présentent un filetage.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'au moins un ventilateur est raccordé aux tuyaux (7) ou aux tubes.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'au moins un sécheur est raccordé aux tuyaux (7) ou aux tubes.
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10,
caractérisé en ce que l'air est guidé en circuit circulaire par les ouvertures, le
ventilateur et en particulier le sécheur.
12. Procédé selon la revendication 9 ou 10,
caractérisé en ce que l'air humide est guidé vers l'extérieur.
