[0001] Die Erfindung betrifft eine Schraubenspindelpumpe mit einer Antriebsspindel und wenigstens
einer Laufspindel nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Bei einem in der DE-A-38 15 158 offenbarten Verfahren zur Verringerung der Druckpulsation
wird die arttypische Druckpulsation mit einer erzwungenen inversen Druckpulsation
überlagert, welche durch periodisches Absteuern eines Teiles des Förderstromes auf
der Druckseite der Förderschrauben erzielbar ist. Dieses Verfahren wird durch eine
druckseitige Blende ermöglicht, die mit einem Abfluß zur Saugseite hin ausgebildet
ist, welche periodisch abhängig von der Drehstellung der Antriebsspindel mittels eines
Verschlußorganes abgedeckt wird. In dieser Druckschrift wird auch erörtert, daß in
die Aufnahmebohrungen am druckseitigen Ende des Gehäuses sich zum Saugraum hin verjüngende
Keilschrägen eingearbeitet sind.
[0003] Der EP-A- 209 984 kann eine Schraubenspindelpumpe entnommen werden, deren Antriebsspindel
mit ihrem auskragendem Gewinde in Gewindeeinformungen einiger Laufspindeln eingreift
und dabei mehrere dichte Kammern bilden soll. Außerdem ist zumindest ein in Umfangsrichtung
verlaufender Kanal um die Peripherie der Laufspindeln vorgesehen, so daß die letzte
der dichten Kammern an einem Auslaß mit diesem - -kurz vor dessen Freigabe durch die
Kammer -- teilweise über den Kanal kommuniziert.
[0004] Die US-A-29 22 377 zeigt als Fehler an Schraubenspindelpumpen eine hohe Druck-, Temperatur-
und Lärmentwicklung infolge am Austrag entstehender geschlossener Taschen auf. Beschrieben
wird dann eine Antriebsspindel mit sich in einem Winkel von beispielsweise 30° verjüngendem
Querschnitt am Druckende im Bereich einer angepaßten Pultfläche des Gehäuses. Diese
Anordnung soll jene geschlossenen Taschen durch Herstellung einer Dichtkante über
die gesamte Spindellänge verhindern.
[0005] Die FR-A-799903 beschreibt eine Flüssigkeitspumpe mit einer Antriebsspindel und einer
Laufspindel, die in einer Ausnehmung eines sie umgebenden Gehäuses zwischen einem
Druckraum und zwei diesen flankierenden Saugräumen gelagert sind. Die Spindelgänge
sind als gleitende Trennwände offenbart, zwischen denen jeweils eine Pumpenkammer
gebildet wird. Diese Trennwände entfernen sich in Richtung Druckraum allmählich von
der sie umfangenden Gehäusewand, so daß die Dichtigkeit einer Pumpenkammer im Verhältnis
zum Druckraum vermindert wird. Dazu sind zwei oder mehr ineinandergreifende Spindelgänge
gleicher Breite von einer Wand in Form einer Acht umgeben. Jene äußere Wand und die
inneren Trennwände entfernen sich in Richtung Druckseite der Pumpe voneinander an
einzelnen Stellen oder auf der ganzen Länge, und die Dichtigkeit der Pumpenkammer/n
nimmt gegenüber dem Druckraum allmählich ab, in Richtung der letzteren ist die achtförmige
Wandung am äußeren Ende einer oder jeder einzelnen Windung des Spindelganges ganz
oder teilsweise trichterförmig ausgeschnitten, oder -- anders gesagt -- die zylindrische
Grenzfläche einer oder beider Windungen hat eine konische Form.
[0006] In Kenntnis dieses Standes der Technik hat sich der Erfinder das Ziel gesetzt, eine
Schraubenspindelpumpe der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, daß die
Druckpulsation ohne zusätzliche Maschinenteile weitergehend wirksam gedämpft wird.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe führt eine Schraubenspindelpumpe nach der Lehre des Patentspruchs
1; die Konusfläche des am Außendurchmesser konisch angedrehten druckseitigen Profilauslaufs
der Spindel weist einen und der Neigungswinkel unter 10° auf. Von besonderer Bedeutung
für die Verminderung der Pulsation ist eine äußerst flache Konusfläche mit einem Neigungswinkel
unter 5°, bevorzugt sogar unter 3°.
[0008] Diese druckseitige Anschrägung bewirkt, daß zum geeigneten Zeitpunkt ein allmähliches
und definiertes Öffnen der druckseitigen Kammer erfolgt; damit kann der durch das
Schließen der Saugseite entstehende Volumenstrom- bzw. Druckanstieg größtenteils ausgeglichen
werden. Die Ausgangspulsation wird deutlich verringert.
[0009] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann auch das saugseitige Profilende mit
einer derartigen flachen Konusfläche versehen sein, wobei allerdings die axiale Länge
des letztgenannten Konusfläche geringer sein soll als die axiale Länge der druckseitigen
Konusfläche.
[0010] Somit wird erreicht, daß durch ein gezieltes Abstimmen von Systemwirklänge und druckseitigem
-- gegebenenfalls zusätzlich saugseitigem -- Konus die Pulsation verringert wird.
[0011] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt
in:
- Fig. 1:
- einen Längsschnitt durch eine Schraubenspindelpumpe;
- Fig. 2:
- einen vergrößerten Teilschnitt durch die Schraubenspindelpumpe;
- Fig. 3:
- ein Diagramm zur Druckpulsation bzw. Volumenstrompulsation der Schraubenspindelpumpe.
Eine Schraubenspindelpumpe 10 weist in einem Gehäuse 12 eine Antriebsspindel 14 des
Außendurchmessers d sowie zwei seitlich angeordnete Laufspindeln 16 auf. Die Spindeln
14, 16 sind in sich überschneidenden Aufnahmebohrungen 18 des Gehäuses 12 gelagert.
[0012] Das Gehäuse 12 ist sowohl druckseitig als auch saugseitig unter Bildung eines Druckraums
20 und eines Saugraums 22 jeweils mit einem Pumpendeckel 25 bzw. 24 verschlossen.
Die durch den druckseitigen Pumpendeckel 25 geführte Antriebsspindel 14 ist im Bereich
einer Durchführungsbohrung 26 mit einem Axialschubausgleichkolben 28 versehen sowie
mit einem Lager 30 in einem Deckel aufsatz 32 zusätzlich abgestützt. In letzterem
findet sich auch eine Wellenabdichtung 34.
[0013] Der Innenraum 36 des Deckel aufsatzes 32 ist vom Förderdruck entlastet; die vom Druckraum
20 eintretende Flüssigkeit wird über einen Entlastungskanal 38 abgeführt, der über
eine Verbindungsbohrung 40 des Gehäuses 12 in den Saugraum 22 einmündet.
[0014] Fig. 2 macht deutlich, daß die Antriebsspindel 14 -- der Profillänge -- an ihren
Enden konisch abgedreht ist, wobei die Länge des druckseitigen Konus 42 mit e, die
Länge des mit jener Stirnfläche 44 um ein Maß i überstehenden saugseitigen Konus 42
s mit e
l, die zwischen den Konusflächen 43, 43
s verbleibende Zylinderlänge der Antriebsspindel 14 mit q, der Steigungswinkel des
in Fig. 2 nur teilweise angedeuteten Gewindeganges 15 der Antriebsspindel 14 -- oder
der Laufspindel 16 -- mit t sowie die Steigung mit s bezeichnet sind. Der druckseitige
Konuswinkel w bzw. der saugseitige Konuswinkel w
l liegt bevorzugt bei 2°.
[0015] In Fig. 3 ist graphisch die Längsoptimierung durch eine erfindungsgemäße Vorkompression
dargestellt, wobei die dort verwendeten Buchstaben die folgenden Bedeutungen haben:
- A:
- Ausgangspulsation;
- B:
- Pulsation bei Nutzung des Vorkompressionseffektes;
- Qv:
- Verlustvolumenstrom;
- Qkom:
- Kompressionsvolumenstrom.
[0016] Die Längenabstimmung des gesamten Systems wird so gewählt, daß während eines Teils
der Förderperiode ein in Fig. 3 wiedergegebenes Mehr an Dichtlinien erzeugt wird;
dies bedeutet, einen Anstieg von Qvmax auf Qvmin. Durch gezieltes Verändern der Dichtgüte
über den beschriebenen Konus 42 wird insbesondere auf der Druckseite das "harte" Öffnen
aufgrund der Spindelgeometrie vermieden.
[0017] Ausgehend von der Ausgangspulsation wird somit durch das Anbringen der beschriebenen
Konusfläche 43 am druckseitigen Spindelende das Pulsationsbild geändert, was zu einem
Kleinerwerden von Qv und-Q
kom führt. Die Verlängerung der querschnittlich schrägen Konusfläche 43 bewirkt, daß
einerseits die Druckseite früher öffnet, anderseits die Querschnitte während des Öffnens
kontinuierlich größer werden. So kann es ausreichen, die Druckseite mit dem Konus
42 zu versehen und das saugseitige Spindelende zylindrisch zu belassen.
[0018] Für die dargestellte dreispindelige Schraubenspindelpumpe 10 kann das Wirksystem
folgendermaßen beschrieben werden:
Unter Zugrundelegung einer bestimmten Kammerzahl n, welche ein Maß für den pumpeninternen
Druckaufbau ist, stellt das Verhältnis von Länge zu Steigung --, d.h. also a/s --
eine analoge Größe für die geometrische Realisierung dar; je größer dieses Verhältnis
ist, umso kleiner wird der Druckanstieg je Längeneinheit.
[0019] Für die Anwendung des Vorkompressionsverfahrens sind bei der Längenabstimmung folgende
Voraussetzungen zu erfüllen:

wobei
x ein Vorfaktor mit 0,15 < x < 0,4 ist, und
n die Anzahl der im Mittel wirkenden Kammern beschreibt.
[0020] Der Vorfaktor x ist ein Maß für die Vorkompression, die im übrigen profilabhängig
erst für Werte oberhalb von 0,1 - 0,15 auftritt.
[0021] Zu beachten ist, daß sich die nachstehenden Angaben auf das besonders vorteilhafte
erfindungsgemäße Anschrägen der Antriebsspindel 14 beziehen.
[0022] Bei konstantem Winkel w (0 < w < 3°) muß der druckseitige Konus 42 auf jenes Maß
x -- also auf die erzielte Vorkompression -- abgestimmt werden. So wird beispielsweise
für einen Winkel w von etwa 2° die Länge e derart gewählt, daß für den Normalfall
[0023] e ≤ x . s gilt; hier tritt etwa bei x = 0,25; n = 3; s = 80 mm, d.h. einem
a = 2,25 und einem druckseitigen Konus 42 einer Länge e von 20 mm eine nur sehr kleine
Restpulsation auf.
[0024] Der Konus 42
s auf der Saugseite erlaubt ganz allgemein die Anpassung der Schließcharakteristik,
wie es bei A' in Fig. 2 dargestellt ist. Dieser Konus 42
s muß unter Zugrundelegung eines definierten Längenverhältnisses a/s auf den druckseitigen
Konus 42 genau abgestimmt sein. So ist zweckmäßigerweise die Länge e
l des Konus 42
s kleiner zu wählen als die Länge e des anderen Konus 42. Ferner ist bei unverändertem
Maß des Spindelpakets 14, 16 die Länge e des druckseitigen Konus 42 insgesamt kleiner
zu gestalten.
[0025] Eine sorgfältige Abstimmung der Gesamtgeometrie führt zu einer wirksamen Pulsationsverringerung
in einem weiten Druckbereich von 10 bis 80 bar sowie im und Viskositätsbereich von
20 bis 200 mm
2/s.
[0026] In jedem Falle wird ohne zusätzliche Maschinenteile eine deutlich verringerte Pulsation
erreicht.
1. Schraubenspindelpumpe mit einer Antriebsspindel und wenigstens einer Laufspindel,
die in einer Ausnehmung eines sie umgebenden Gehäuses zwischen einem Saugraum und
einem Druckraum gelagert sind, wobei der druckseitige Profilauslauf am Außendurchmesser
konisch angedreht ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Neigungswinkel (w) der Konusfläche (43) der Spindel (14, 16) unter 10° liegt.
2. Schraubenspindelpumpe, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel (14,
16) an ihrem saugseitigen Ende eine Konusfläche (43s) mit einem Neigunswinkel (wl) aufweist.
3. Schraubenspindelpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel
(w, wl) unter 5° liegt.
4. Schraubenspindelpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel
(w,wl) unter 3° liegt.
5. Schraubenspindelpumpe nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale
Länge (e) der druckseitigen Konusfläche (43) größer ist als die axiale Länge (el) der saugseitigen Konusfläche (43s).
1. Screw rotor pump comprising a drive spindle and at least one idler spindle mounted
between a suction chamber and a delivery chamber in a recess in a housing surrounding
them, the outer diameter of the profile run-out being turned conically at the delivery
end, characterised in that the angle of inclination (w) of the conical surface (43)
of the spindle (14, 16) is less than 10°.
2. Screw rotor pump according to claim 1, characterised in that the spindle (14, 16)
has a conical surface (43s) with an angle of inclination (wl) at its suction end.
3. Screw rotor pump according to claim 1 or claim 2, characterised in that the angle
of inclination (w, wl) is less than 5°.
4. Screw rotor pump according to claim 1 or claim 2, characterised in that the angle
of inclination (w, wl) is less than 3°.
5. Screw rotor pump according to claims 1 and 2, characterised in that the axial length
(e) of the conical surface (43) at the delivery end is greater than the axial length
(el) of the conical surface (43s) at the suction end.
1. Pompe à rotors à vis comprenant une broche d'entraînement et au moins une broche à
rotation libre, qui sont montées à rotation dans une cavité d'un boîtier les entourant
entre un espace d'aspiration et un espace de pression, la fin du profilé du côté sous
pression présentant une forme conique de tournage sur le diamètre extérieur, caractérisée
en ce que l'angle d'inclinaison (w) de la surface conique (43) de la broche (14, 16)
est inférieur à 10°.
2. Pompe à rotors à vis selon la revendication 1, caractérisée en ce que la broche (14,
16) comporte à son extrémité du côté aspiration une surface conique (43s) présentant un angle d'inclinaison (wl).
3. Pompe à rotors à vis selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'angle
d'inclinaison (w, wl) est inférieur à 5°.
4. Pompe à rotors à vis selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'angle
d'inclinaison (w, wl) est inférieur à 3°.
5. Pompe à rotors à vis selon la revendication 1 et 2, caractérisée en ce que la longueur
axiale (e) de la surface conique (43) du côté en pression est supérieure à la longueur
axiale (el) de la surface conique (43s) du côté aspiration.