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EP 0 453 521 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.03.1994 Patentblatt 1994/12 |
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Anmeldetag: 24.08.1990 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH9000/200 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9107/571 (30.05.1991 Gazette 1991/12) |
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DICHTUNGSPROFILLEISTE AUS ELASTISCHEM MATERIAL FÜR DIE ABDICHTUNG VON TUNNELGEWÖLBEN
HOLLOW-SECTION SEALING STRIP MADE OF ELASTIC FOR SEALING ARCHED TUNNEL ROOFS
BAGUETTE D'ETANCHEITE PROFILEE EN MATERIAU ELASTIQUE POUR L'ETANCHEIFICATION DES VOUTES
DE TUNNELS
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK FR GB LI LU NL SE |
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Priorität: |
10.11.1989 CH 4061/89
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.10.1991 Patentblatt 1991/44 |
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Patentinhaber: DÄTWYLER AG
SCHWEIZERISCHE KABEL-, GUMMI- UND KUNSTSTOFFWERKE |
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CH-6460 Altdorf (CH) |
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Erfinder: |
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- HERWEGH, Norbert
CH-6467 Schattdorf (CH)
- EIGENHEER, Max
CH-6460 Altdorf (CH)
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Vertreter: Siebert, Rolf |
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Patentanwaltsbureau R.A. Maspoli
Witikon - Zentrum
Postfach 191 8053 Zürich 8053 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 270 287 EP-A- 0 306 769 GB-A- 2 210 117
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EP-A- 0 306 581 GB-A- 2 008 692
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Dichtungsprofilleiste aus elastischem Material für die
Abdichtung von Tunnelgewölben, mit einem im wesentlichen ein Sechseck bildenden Querschnitt,
der zwei Längsseiten aufweist, von denen die eine zum Aufliegen der Profilleiste in
einer Vertiefung eines Tunnelgewölbeelementes und die andere zum Kontakt mit einer
identischen Längsseite einer weiteren, gleichen Profilleiste in einem angrenzenden
Tunnelgewölbeelement bestimmt ist, wobei entlang der erstgenannten Längsseite mehrere
gegen diese hin offene Nuten 8 und oberhalb derselben eine Reihe von horizontal zu
diesen Nuten versetzten Kanälen angeordnet sind.
[0002] Für die Auskleidung von Tunnelgewölben werden öfters sogenannte Tübbinge verwendet,
rechteckige oder quadratische Platten aus Beton, die vor allem am Gewölbescheitel
angeordnet sind. In ihren Schmalseiten sind Vertiefungen vorhanden, in welchen Dichtungsprofilstreifen
eingelassen sind, die unter Druck aufeinander zu liegen kommen. Ihr Zweck ist es,
Wasser am Eindringen in den Tunnel zu hindern. Um dies zu erreichen, müssen die Profilleisten
gewissen Anforderungen genügen und werden daher entsprechend ausgebildet.
[0003] In der Regel bildet der Querschnitt solcher Profilleisten ein schmales Sechseck,
wobei zwei der sechs Seiten wesentlich länger sind als die anderen. Mit der einen
Seite liegt jede Profilleiste am Boden der Vertiefung des Tübbings auf, mit der andern
legt sie sich gegen die entsprechende Seite der gegenüberliegenden Profilleiste an.
Der Querschnitt zeigt mehrere Nuten an der zuerst genannten langen Seite, die gegen
diese hin offen sind, sowie ebenfalls mehrere geschlossene, im Querschnitt meist kreisrunde
Kanäle, wie z.B. aus der GB-A-2 210 117 ersichtlich. Diese Kanäle sind jedoch nicht
immer vorhanden, wie die EP-A-0 306 581 zeigt; dort sind lediglich die Nuten angebracht.
Damit erhält man zwar auf der den Nuten gegenüberliegenden Längsseite des Sechsecks,
die zur Anlage an eine gleiche Seite einer spiegelbildlich angeordneten sechseckigen
Dichtungsprofilleiste und damit zur Dichtung dient, einen entlang dieser Seite annähernd
konstanten Anpressdruck. Solange diese beiden Seiten über ihre ganze Länge ausreichend
aufeinanderliegen, funktioniert die Abdichtung im wesentlichen, sofern der auf die
beiden Leisten wirkende Wasserdruck nicht zu gross ist. Nun kommt es aber öfters vor,
dass infolge von Abmessungsunterschieden der Elemente, von Toleranzen bei der Montage
oder in der Tunnelgeometrie sowie von Unterschieden im Druck des den Tunnel umgebenden
Geländes, des Bergdruckes, mit der Zeit eine Relativverschiebung der beiden Profilleisten
zueinander auftritt, der sogenannte Versatz. Dadurch entsteht angrenzend an die beiden
Kontaktseiten ein keilförmiger Bereich am wasserseitigen Ende der Profilleisten. Dort
kann der Wasserdruck besonders gut wirken, namentlich bei derjenigen Profilleiste,
die durch den Versatz teilweise freigelegt worden ist. Ist jedoch der Kontaktdruck
infolge des Fehlens von Kanälen bei den Profilleisten nach EP-A-0 306 581 wie erwähnt
über den noch verbleibenden Teil der Längsseiten konstant, genügt eine geringe, aus
der Fabrikation stammende Schwach- oder Defektstelle an einer der Seiten, um das Wasser
dort eindringen zu lassen, worauf es mit der Zeit die beiden Kontaktstellen voneinander
trennen kann. Um dies zu vermeiden, müssen vor allem die Enden der Kontaktseiten so
ausgebildet werden, dass dort ein besonders hoher Druck auf die jeweils gegenüberliegende
Kontaktseite vorhanden ist. Dieser nimmt dann zwar beim Versatz ab, ist aber immer
noch gross genug, um ein Voneinandertrennen der Kontaktseiten zu vermeiden. Eine solche
Ausbildung der Kontaktseiten zeigt die GB-A-2 210 117. Die beiden Kontaktflächen sind
konkav, sodass nur die genannten Enden aufeinander aufliegen. Bei der einen Ausführungsform
liegen diese Enden auf speziellen Vorsprüngen, die aus der angrenzenden Schrägseite
des Sechseckes herausragen. Auf diese wirkt aber der Wasserdruck über ihre ganze runde
Oberfläche, sodass der Anpressdruck negativ beeinflusst wird. Besser ist die andere
Ausführungsform, bei welcher die Eckbereiche des Profilquerschnittes die genannten
Enden stützen. Allerdings verhindert das Festhalten an einem kreisrunden Querschnitt
der Kanäle eine optimale Materialkonzentration. Mit kreisrunden Kanälen variiert der
Materialquerschnitt von einer Stelle zur andern und kann daher nicht im gewünschten
Sinne beeinflusst werden.
[0004] Die erfindungsgemässe Dichtungsprofilleiste vermeidet diese Nachteile. Sie sorgt
dafür, dass die genannten Enden optimal durch einen geeigneten Materialquerschnitt
an jenen Stellen unterstützt sind. Sie nimmt aber auch Rücksicht auf den Versatz,
indem in einem solchen Fall auch der zwischen den Enden liegende Abschnitt der Kontaktseite
durch geeignete Materialquerschnitte gestützt ist, um mit dem einen Ende der gegenüberliegenden
Kontaktseite dort eine einwandfreie Dichtung aufrecht zu erhalten. Dies alles bedingt
eine Abkehr vom traditionellen kreisrunden Querschnitt der Kanäle, die im übrigen
schon deswegen notwendig ist, um die elastische Deformation der Profilleisten bei
und nach der Montage aufnehmen zu können.
[0005] Eine solche Dichtungsprofilleiste ist erfindungsgemäss durch die Merkmale des Anspruches
1 gekennzeichnet.
[0006] Weitere, jedoch fakultative Merkmale folgen aus der nachfolgenden Beschreibung eines
in der einzigen Figur dargestellten Ausführungsbeispieles.
[0007] In dieser ist ein Tübbing 1 mit seiner in einer Vertiefung 2 angeordneten Dichtungsprofilleiste
3 in derjenigen Lage dargestellt, wie er im Tunnelgewölbe montiert ist. Das in der
Figur obere Ende der Profilleiste ist also dasjenige, auf welches der Druck des im
Gestein oder Erdreich vorhandenen Wassers wirkt und dessen Eindringen in den Tunnel
verhindert werden muss, während das untere Ende gegen die Tunnelbohrung hin gerichtet
ist und demzufolge keinem Wasserdruck ausgesetzt ist, ein Umstand, der noch zu beachten
ist. Um die Dichtwirkung der Profilleiste besser darzustellen, ist gestrichelt eine
weitere Profilleiste 3' in einem Tübbing 1' dargestellt, die spiegelbildlich zur ersten
angeordnet ist; sie ist jedoch aus Gründen der Uebersichtlichkeit in einem gewissen
Abstand von derselben gezeichnet, was nicht zutrifft, denn die beiden Profilleisten
müssen unter Druck gegeneinander anliegen, um abdichten zu können. Hierbei werden
ihre gegeneinanderliegenden Seiten vor allem in den Ecken deformiert und dabei komprimiert,
wie später noch erläutert wird.
[0008] Die übliche Querschnittsform solcher für den Tunnelbau verwendeten Dichtungsprofilleisten
ist wie ersichtlich annähernd ein Sechseck, wobei zwei Seiten, nämlich die Seiten
4 und 5, wesentlich länger als die andern sind und parallel zueinander verlaufen.
Die Seite 4 liegt dabei in der Vertiefung 2, während die gegenüberliegende Seite 5
dazu dient, mit der entsprechenden Seite 5' der gegenüberliegenden Profilleiste durch
gegenseitige Berührung zusammenzuwirken. Sie soll daher im folgenden als Kontaktseite
bezeichnet werden. An die Seite 5 grenzt an jedem Ende eine Seite 6 bzw. 7 an. Bei
den üblichen Profilleisten dieser Art ist der jeweilige Uebergang zur Kontaktseite
5 stark abgerundet, wie durch die gestrichelt eingezeichneten Linien 6', 7' dargestellt;
auch ergibt sich, dass jene Seiten stärker geneigt sind als bei dieser erfindungsgemässen
Profilleiste.
[0009] Im Querschnitt der Profilleiste sind mehrere, meist drei, portalartige Nuten 8 angeordnet.
Sie haben alle dieselbe Form und Grösse und sind gegen die Seite 4 hin offen. Von
der Seite 4 bzw. von der Vertiefung 2 her betrachtet liegt oberhalb dieser Nuten 8
eine Reihe von geschlossenen Hohlräumen oder Kanälen 9, 10. Sie liegen nicht genau
über den Nuten, sondern seitlich versetzt dazu. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
sind es zwei äussere Kanäle 9 und zwei innere Kanäle 10. Ihre Querschnittsformen sind
unterschiedlich und entsprechen aus noch zu erläuternden Gründen nicht mehr der kreisrunden
Form der Kanäle in den bisher bekannten Profilleisten. Die äusseren Kanäle 9 weisen
eine Art Trapezform auf, wobei aber die kleinere der beiden parallelen Seiten durch
ein Bogenstück 91 von kleinem Radius und die grössere Seite, die Basis, durch ein
Bogenstück 92 von grösserem Radius als derjenige des Bogenstücks 91 ersetzt sind.
Die beiden geraden Abschnitte 93, 94, laufen gegen die Kontaktseite 5 hin zusammen;
vorzugsweise sind diese Abschnitte geradlinig. Die benachbarten Kanäle 10 sind aus
einer Kreisform heraus entstanden, wobei aber ein Teil dieses Kreisumfanges durch
einen geraden Abschnitt 101 ersetzt ist. Dieser Abschnitt bildet mit dem ihm benachbarten
Abschnitt 94 des danebenliegenden äusseren Kanals 9, zu welchem er unter einem Winkel
verläuft, einen keilförmig sich nach oben erweiternden und zur Hauptsache von der
Kontaktseite 5 begrenzten Materialabschnitt 11, also einen Teil des Gesamtquerschnittes,
in welchem das Material der Dichtungsprofilleiste besonders konzentriert ist,und der
dadurch auch eine relativ grosse Druckfestigkeit bzw. Verformungssteifigkeit aufweist.
An jedem Ende ist ein solcher Teil vorhanden, wie aus der Figur ersichtlich.
[0010] Der Abschnitt 93 jedes äusseren Kanals 9, der dessen Aussenseite begrenzt, bildet
auch die Begrenzung eines im weiteren von der Seite 6 bzw. 7 und einer Verlängerung
12 der Kontaktseite 5 definierten Eckbereiches 13. Zweckmässigerweise verlaufen die
Seite 6 bzw. 7 und der entsprechende Abschnitt 93 zueinander parallel, was gleichzeitig
bedeutet, dass der letztere in diesem Fall geradlinig sein muss. Durch die Parallelität
der beiden genannten Begrenzungen bleibt die Wandstärke des Eckbereiches 13 in diesem
Teilabschnitt konstant, was zu seiner Festigkeit beiträgt. Diese Festigkeit gegen
Druckeinwirkung beim Aufeinanderliegen der beiden Profilleisten 3, 3' wird durch die
schon erwähnten Verlängerungen 12 an den beiden Enden der geradlinig verlaufenden
Kontaktseiten 5 noch weiter erhöht. Wie ersichtlich, verläuft jede der Verlängerungen
12 unter einem geringen Winkel zur Kontaktseite 5 derart, dass man sie, wenn man den
ganzen Querschnitt von der Seite 4 her betrachtet, als nach aussen ansteigend bezeichnen
kann. Im Schnittpunkt jeder Verlängerung 12 mit der entsprechenden Seite 6 bzw. 7
ist eine Ecke 14 ausgebildet, die bezüglich des ganzen Querschnittes der Profilleiste
3 am weitesten vorsteht und gleichzeitig den Eckbereich 13 etwas vergrössert. Da die
gegenüberliegende Profilleiste 3' natürlich die gleichen Ecken aufweist, berühren
sich diese bei der Montage der Tübbinge 1, 1' zuerst, und dadurch werden die Eckbereiche
13 komprimiert. Der solcherarts entstehende Gegendruck sorgt dann dafür, dass dort,
wo die beiden Ecken aufeinandertreffen, eine ausreichende Dichtigkeit besteht, die
jedes Eindringen von Wasser verhindert. Dies trifft natürlich vor allem für die in
der Figur dargestellte Relativlage der beiden Profilleisten 3, 3' zu. Aber auch dann,
wenn infolge des Bergdruckes oder anderer Umstände der zu Beginn erwähnte Versatz
auftritt, sich also beispielsweise die Profilleiste 3' zur Profilleiste 3 nach unten
verschiebt, ist die Dichtung immer noch gut, weil die vorspringende Ecke 14 am unteren
Ende der Profilleiste 3 sowie die nicht bezeichnete obere Ecke der Profilleiste 3'
sich in die entsprechende Verlängerungen 12 der jeweils andern Leiste hineindrucken,
bei sehr grossem Versatz sogar in die eigentliche Kontaktseite 5 selber. Dadurch ist
es nicht möglich, dass der Wasserdruck die beiden Profilleisten 3, 3' auseinandertreiben
kann, wie dies bei den herkömmlichen Profilleisten der Fall ist.
[0011] Zwar hat man bei jenen schon versucht, den Dichtdruck indirekt dadurch zu erhöhen,
dass man sowohl die Nuten 8 als auch die Kanäle 9, 10 an einer Stelle entlang ihrer
(zur Ebene der Figur senkrechten) Längsachsen mittels einer Bohrung mit der Druckwasserseite
der Profilleiste, in der Figur also mit dem oberen Ende, verband. Dadurch herrschte
nun in diesen Hohlräumen 8, 9 und 10 der gleiche Druck wie aussen, während vorher
ein geringer Druck vorhanden war, der ein, wenn auch geringfügiges, Zusammendrücken
jedes Hohlraumes erlaubte. Durch diese Deformation nahm auch der Dichtdruck zwischen
den Kontaktseiten 5, 5' ab, was das Eindringen von Wasser erleichterte. Der Hauptnachteil
war jedoch der folgende. Wenn nämlich die beiden Profilleisten gegeneinander versetzt
waren, dann herrschte in den unteren, also der Tunnelbohrung zunächst liegenden Nuten
und Kanäle ebenfalls der hohe Wasserdruck. Bei der nunmehr weiter unten liegenden
Profilleiste, deren unterster Teil nicht mehr an der anderen, weiter oben liegenden
Leiste aufliegen konnte, war dieser Wasserdruck somit höher als der Luftdruck im darunterliegenden
Spalt zwischen den beiden Tübbingen 1, 1'. Es bestand also die Gefahr, dass die weiter
unten liegende Profilleiste durch ihren eigenen Innendruck aus der Vertiefung 2 herausgepresst
werden konnte.
[0012] Um dies mit Sicherheit zu verhindern, wird daher eine in der Figur strichpunktiert
gezeichnete Bohrung 15 vorgesehen, die nur noch den oberen äusseren Kanal 9 und die
ihm benachbarte Nut 8, allenfalls auch noch den dem erstgenannten Kanal direkt benachbarten
Kanal 10; mit der Seite 6 der Leiste verbindet und dort ins Freie mündet; damit erhalten
nur noch diejenigen Hohlräume den vollen Wasserdruck, bei welchen das sie umgebende
Material der Profilleiste 3 mit Sicherheit von der gegenüberliegenden Profilleiste
3' gestützt ist. In den unteren Hohlräumen herrscht hingegen nach wie vor der normale
Luftdruck, welcher im wesentlichen derselbe ist wie der Druck im Spalt unterhalb der
Profilleiste. Ein Herausdrücken der Leiste kann damit vermieden werden.
[0013] Damit trotz unterschiedlicher Drucke und Belastungen infolge des Aufeinanderliegens
der Profilleisten 3, 3' die Spannungsverhältnisse im gesamten Querschnitt der Leiste
im wesentlichen konstant bleiben, ist es von Vorteil, wenn vor allem die Abstände
der Kanäle 9 und 10 unter sich, d.h. der Abstand der beiden einander am nächsten liegenden
Punkte am Umfang zweier benachbarter Kanäle, im wesentlichen überall derselbe ist.
Das gilt also nicht nur zwischen den Kanälen 9 und 10, sondern auch zwischen den hier
dargestellten beiden Kanälen 10 unter sich, und würde auch Anwendung finden, wenn
zwischen diesen Kanälen 10 gegebenenfalls noch weitere Kanäle vorhanden wären.
[0014] Mit Vorteil wird in der Vertiefung 2 vor dem Einsetzen eine Anstreich bzw. Dichtmasse
16 aufgebracht. Diese Dichtmasse, der sogenannte Primer, soll verhindern, dass Wasser
zwischen dem Tübbing und der betreffenden Dichtungsprofilleiste entlang nach unten
sickert. Bei hohem Wasserdruck bzw. damit verbundener grosser Beanspruchung der Profilleiste
kann diese Masse als Zweikomponentenanstrich ausgeführt werden, d.h. es wird ihr noch
ein Klebstoff beigemischt, der die Profilleiste dann sicher in der Vertiefung 2 festhält.
1. Dichtungsprofilleiste aus elastischem Material für die Abdichtung von Tunnelgewölben,
mit einem im wesentlichen ein Sechseck bildenden Querschnitt, der zwei Längsseiten
(4, 5) aufweist, von denen die eine (4) zum Aufliegen der Profilleiste in einer Vertiefung
(2) eines Tunnelgewölbeelementes (1) und die andere (5) zum Kontakt mit einer identischen
Längsseite (5') einer weiteren, gleichen Profilleiste (3') in einem angrenzenden Tunnelgewölbeelement
(1')bestimmt ist, wobei entlang der erstgenannten Längsseite (4) mehrere gegen diese
hin offene Nuten (8) und oberhalb derselben eine Reihe von horizontal zu diesen Nuten
versetzten Kanälen (9, 10) angeordnet sind, welche Kanäle (9, 10) von der Kreisform
abweichende Querschnittsformen aufweisen, die zudem bei den an den Enden der Reihe
liegenden, äusseren Kanälen (9) anders sind als bei den dazwischenliegenden, inneren
Kanälen (10) und beim jeweils äusseren Kanal (9) und dem ihm benachbarten Kanal (10)
an ihrem Umfang je einen Abschnitt (94, 101) besitzen, welche Abschnitte einen gegen
die Kontaktseite (5) des Profilquerschnitts hin keilförmig sich erweiternden Materialbereich
(11) ausbilden; und die genannte Kontaktseite (5) über die äusseren Kanäle hinaus
je einen Verlängerungsabschnitt (12) aufweist, um mit der jeweils angrenzenden Seite
(6, 7) des Querschnitts einen druckfesten Eckbereich (13) bilden, dadurch gekennzeichnet,
dass die Querschnittform der äusseren Kanäle (9) annähernd trapezförmig ist, mit zwei
geraden, gegen die Kontaktseite (5) der Profilleiste hin gegeneinander zulaufenden
Abschnitten (93, 94), wobei jedoch die zueinander parallelen Seiten des Trapezes durch
ein diese Abschnitte an ihren kontaktseitigen Enden verbindendes Bogenstück (91) von
kleinem Radius und ein ihre anderen Enden verbindendes Bogenstück (92) von grösserem
Radius als derjenige des erstgenannten Bogenstückes ersetzt sind, während die Querschnittform
der nichtäusseren Kanäle (10) im wesentlichen einen Kreis bildet, wobei jedoch bei
denjenigen Kanälen, die den äusseren Kanälen (9) benachbart sind, ein Teil dieses
kreisförmigen Umfanges durch denjenigen Abschnitt (101) ersetzt ist, der mit dem entsprechenden
Abschnitt (94) des benachbarten äusseren Kanals (9) zusammen den keilförmigen Materialabschnitt
(11) ausbildet.
2. Profilleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Eckbereiche (13)
an deren inneren Seite begrenzenden Abschnitte (93) und die diese Eckbereiche an deren
Aussenseite begrenzenden Seiten (6), welch letztere gleichzeitig eine der Seiten des
Profilleistenquerschnitts bilden, zueinander parallel verlaufen, um über die Länge
der genannten Abschnitte jeweils eine konstante Wandstärke des betreffenden Eckbereichs
(13) auszubilden.
3. Profilleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktseite (5) zwischen
ihren, unter einem Winkel zu ihr nach aussen geradlinig ansteigenden Verlängerungsabschnitten
(12) geradlinig verläuft.
4. Profilleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens der äussere
Kanal (9) an demjenigen Eckbereich (13), dessen äussere Seite (6) dazu bestimmt ist,
dem in das Tunnelgewölbe eindringenden Wasser ausgesetzt zu sein, sowie wenigstens
die unter diesem Kanal liegende Nut (8) an wenigstens einer Stelle entlang ihrer Längsachsen
an eine quer zu diesen Achsen verlaufende Bohrung (15) angeschlossen sind, die an
der den betreffenden Eckbereich (13) begrenzenden Seite (6) ins Freie mündet.
5. Profilleiste nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Abstände zwischen den einander am nächsten liegenden Punkten am Umfang jeweils
benachbarter Kanäle (9, 10) im wesentlichen einander gleich sind.
1. Hollow-section sealing strip made of elastic for sealing arched tunnel roofs, with
a cross-section that substantially forms a hexagon having two long sides (4, 5) one
(4) of which is intended for enabling the sealing strip to rest within a cavity (2)
of a tunnel vault element (1) and the other one (5) intended for contacting an identical
long side (5') of a further, identical sealing strip (3') in an adjacent tunnel vault
element (1'), a number of grooves (8) beeing arranged along the first-mentioned long
side and open towards it, as well as a row of channels (9, 10) arranged above the
grooves and horizontally displaced with regards to them, said channels (9, 10) having
cross-sections of a form that differs from the circular form and, in addition, also
is different at the outer channels (9) at the ends of the row compared with the inner
channels (10) lying in-between and comprises at each outer channel (9) and the channel
(10) adjacent to it one section (94, 101) each, said sections forming a tapered zone
of material (11) that enlarges towards the contact side (5) of the cross section of
the strip; said contact side (5) comprising elongations (12), each one of them extending
(12) beyond the respective outer channel in order to form, together with the respective
adjacent side (6, 7) of the cross section, a pressure-resistive corner region (13),
characterized in that the cross-section of the outer channels substantially has a
trapezoidal form having two straight sections (93, 94) converging towards the contact
side (5), those sides of the trapezoid that run parallel to each other being replaced
by an arch (91) of small radius connecting the ends of the sections near the contact
side and by an arch (92) of a radius larger than the one of the fist-mentioned arch,
said arch connecting the other ends of the sections, whereas the cross-section of
the non-outer channels (10) basically is circular, that circular periphery being partially
replaced on the channels adjacent to the outer ones by that section (101) that, together
with the corresponding outer section (94) of the adjacent outer channel, forms the
tapered zone of material (11).
2. Sealing strip according to Claim 1, characterized in that the sections (93) delimiting
the corner regions (13) at their inner sides as well as the sides (6) delimiting these
corner regions at their outer sides and simultaneously forming one of the sides of
the sealing strip cross-section run parallel to each other in order to form a constant
wall thickness of the corner region over the length of said sections.
3. Sealing strip according to Claim 1, characterized in that the contact side (5) extends
in a straight direction between the extensions (12) that rise under an angle to it
in straight lines towards the exterior.
4. Sealing strip zone according to Claim 1, characterized in that at least the outer
channel (9) at that corner region (13) whose exterior side (6) will be exposed to
the water penetrating into the tunnel as well as at least that groove (8) that lies
below that channel are connected at least at one location along their longitudinal
centre lines to a bore (15) extending transversely to said centre lines and opening
at the side (6) delimiting the respective corner region (13) into the outside.
5. Sealing strip according to one of the preceding claims, characterized in that the
distances between those points that, situated on the peripheries of respective adjacent
channels (9, 10), are closest to each other are substantially equal to each other.
1. Baguette d'étanchéité profilée en matière élastique pour l'étanchéification des voûtes
de tunnel, avec une coupe transversale formant sensiblement un hexagone, qui présente
deux faces longitudinales (4, 5) dont l'une (4) est destinée à l'application de la
baguette profilée dans une cavité (2) d'un élément de voûte de tunnel (1) et l'autre
(5) au contact avec une face longitudinale identique (5') d'une autre baguette profilée
semblable (3') dans un élément de voûte de tunnel attenant (1'), plusieurs rainures
(8) ouvertes vers la face longitudinale (4) citée en premier étant disposées le long
de cette dernière et au-dessus de celle-ci une rangée de canaux (9, 10) décalés à
l'horizontale par rapport à ces rainures, lesquels canaux (9, 10) présentent des formes
de coupe transversale divergeant de la forme cirulaire, formes qui, en outre aux canaux
externes (9) se trouvant aux extrémités des rangées, sont différentes de celles aux
canaux internes intercalés (10) et qui disposent à chaque canal externe (9) et au
canal voisin (10), sur leur périphérie, resp. d'une section (94, 101), lesquelles
sections constituent une zone de matière (11) s'élargissant en forme de coin en direction
de la face de contact (5) de la coupe transversale profilée et ladite face de contact
(5) présentant au-delà des canaux externes à chaque fois une section de prolongement
(12) pour former, avec la face attenante respective (6, 7) de la coupe transversale,
une zone angulaire (13) résistante à la pression, caractérisée en ce que la forme
de la coupe transversale des canaux externes (9) est approximativement de forme trapézoïdale
avec deux sections (93, 94) droites allant l'une vers l'autre en direction de la face
de contact (5) de la baguette profilée, les faces parallèles du trapèze étant cependant
remplacées par un bout d'arc (91) de petit rayon reliant ces sections à leurs extrémités
coté contact et par un bout d'arc (92) de rayon plus grand que celui du bout d'arc
cité en premier, les reliant à leurs autres extrémités, tandis que la forme de coupe
transversale des canaux (10) ne se trouvant pas à l'extérieur forme sensiblement un
cercle, cependant, pour les canaux, qui sont à côté des canaux extérieurs (9) une
partie de cette périphérie circulaire étant remplacée par la section (10) qui constitue
avec la section correspondante (94) du canal externe voisin (9) la section de matière
(11) en forme de coin.
2. Baguette profilée selon la revendication 1, caractérisée en ce que les sections (93)
délimitant les zones angulaires (13) sur leur face interne et les faces (6) délimitant
ces zones angulaires sur leur face externe, lesquelles forment simultanément l'une
des faces de la coupe transversale de la baguette profilée, s'étendent parallèlement
entre elles, pour constituer sur la longueur desdites sections à chaque fois une épaisseur
de paroi constante de la zone angulaire (13) concernée.
3. Baguette profilée selon la revendication 1, caractérisée en ce que la face de contact
(5) s'étend en ligne droite entre ses sections de prolongement (12) croissant en ligne
droite vers l'extérieur en angle par rapport à elle.
4. Baguette profilée selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins le canal
externe (9) à la zone angulaire (13) dont la face externe (6) est destinée à être
exposée à l'eau pénétrant dans la voûte de tunnel, ainsi qu'au moins la rainure (8)
se trouvant sous ce canal sont reliés, au moins à un endroit le long de leurs axes
longitudinaux, à un perçage (15) s'étendant transversalement à ces axes, perçage qui
débouche à l'air libre par la face (6) délimitant la zone angulaire concernée (13).
5. Baguette profilée selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
les distances entre les points se trouvant au plus proche les uns des autres sur la
périphérie de chaque canal voisin (9, 10) sont sensiblement égales entre elles.
