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(11) |
EP 0 453 630 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.07.1994 Patentblatt 1994/28 |
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Anmeldetag: 28.10.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: D06C 17/02 |
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Verfahren und Vorrichtung zum Veredeln von flortragenden Geweben
Method and apparatus for processing pile fabrics
Procédé et installation de traitement de tissus à poils
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL |
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Priorität: |
24.04.1990 DE 9004593 U 24.09.1990 EP 90118279
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.10.1991 Patentblatt 1991/44 |
| (73) |
Patentinhaber: Kiskan, Digran |
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D-20149 Hamburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Kiskan, Digran
D-20149 Hamburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Vonnemann, Gerhard, Dr.-Ing. et al |
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Dr. Vonnemann & Partner,
An der Alster 84 20099 Hamburg 20099 Hamburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 205 918 GB-A- 1 592 151
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FR-A- 2 277 923 US-A- 3 586 228
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein verfahren zum Veredeln von flortragenden Geweben, insbesondere
von Teppichfloren, zum Reinigen, Strecken, Glänzen und ggf. Permanentfixieren des
Flors, wobei die flortragende Seite des Gewebes einer sich vielfach wiederholenden
streichenden und walkenden Beanspruchung einer auf einer Kreisbahn bewegten Kante
unterzogen wird, und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zum Veredeln
von flortragenden Geweben
In der Veredelungstechnik für flortragende Gewebe sind Vorrichtungen, sogenannte Kalander,
bekannt, die eine Verbesserung der Oberfläche von flortragenden Geweben erreichen.
Insbesondere für animalische Flore ist eine Maskierung der Florfasern mit Polymeren
bekannt. Damit wird die Schuppenschicht der animalischen Faser eingebettet und die
Filzbereitschaft verringert oder vermieden.
[0002] Die GB-A-1 592 151 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Behandeln von
textilen Stoffbahnen. Der Stoff wird zwischen zwei flexiblen feststehenden oder umlaufenden
Schichten in einer gekrümmten Bahn um einen aus mehreren Rollen gebildeten Rotor herumgeführt.
Dabei wird der durch die Schichten umhüllte Stoff zwischen den Rollen und einem nicht
mitbewegten Widerlager gewalkt. Vor dem Walkvorgang kann der Stoff mit einem Reinigungsmittel
benetzt werden. Nachteilig an dieser Vorrichtung ist, daß sowohl die Führung der umlaufenden
Schichten als auch der aus Rollen aufgebaute Rotor aufwendig sind. Wird die Ausführung
mit den feststehenden Schichten gewählt, entsteht an der zwischen den Schichten hindurchgeführten
Stoffbahn eine erhöhte Reibwirkung, die sowohl die Schichten als auch den Stoff verschleißen.
[0003] Aus der US-A-3 586 228 ist eine Vorrichtung zum Elektrisieren und Oberflächenbehandeln
von flortragenden Geweben bekannt. Die Vorrichtung weist einen Elektrisierzylinder
auf, der mit Nuten versehen ist. Das flortragende Gewebe wird mit seiner flortragenden
Seite am Elektrisierzylinder über zwei nicht angetriebene Rollen entlanggeführt. Die
Zuführrolle ist derart verstellbar ausgebildet, daß das Gewebe maximal etwa 90° des
Elektrisierzylinders umschließt und minimal Punktkontakt mit dem Elektrisierzylinder
hat. In der letztgenannten Stellung reichen nur die Florspitzen in die Nuten des Zylinders.
Damit kann eine unterschiedliche Nutentiefe ohne Austausch des Zylinders simuliert
werden. Nachteilig ist, daß der Flor des Gewebes nicht aufgefächert wird. Vielmehr
umschließt das Gewebe den Zylinder entsprechend einer auf das Gewebe ausgeübten Spannkraft.
Die Florfasern liegen damit enger aneinander. Auch in Punktkontakt-Stellung der Zuführrolle
wird ein Auffächern der Florfasern nicht unterstützt.
[0004] Dabei kann bisher eine Querbrückenbildung, d.h. ein Verkleben, zwischen einzelnen
Florfasern nicht vermieden werden. Diese Querbrückenbildungen beeinträchtigen die
Qualität der flortragenden Gewebe.
[0005] Daher ist es Aufgabe der Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Behandeln
von flortragenden Geweben ausgehend von der US-A-3 586 228 anzugeben, bei dem/der
ein Verkleben der Florfasern vermieden wird.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe mit den Merkmalen der Patentansprüche 1 und 4.
[0007] Durch die wenigstens zweifache Berührung zwischen der Bahn des Gewebes und der Kreisbahn
der Kante wird eine intensive Walkwirkung erzielt. Mit einer zum Radius der Arbeitswalze
entgegengesetzten Krümmung der Bahn des Gewebes wird ein Auffächern oder Öffnen des
Flors, insbesondere der einzelnen geknüpften Reihen eines Teppichs, erreicht. Die
Florfasern stehen strahlenförmig in radialer Richtung von der Transportwalze ab. Diese
Führung wirkt damit einer Querbrückenbildung entgegen.
[0008] Die synchron angetriebenen Transportwalzen bilden am Außenumfang der Arbeitswalze
anliegend Berührungslinien, an denen das flortragende Gewebe hindurchführend gewalkt
wird. Zwischen den Berührungslinien der einzelnen Transportwalzen mit der Arbeitswalze
bleiben Bereiche mit verringerter Spannung im flortragenden Gewebe, die auch nach
längerem Betrieb durch den synchronen Transport nicht verschwinden. Diese Bereiche
bilden sich in Form von kaum sichtbaren Schlaufen beim Einführen des Gewebes aus,
wenn es die Vorrichtung erstmals durchläuft. Das flortragende Gewebe schmiegt sich
im Bereich der Berührungslinie mit ihrer florabgewandten Gewebeseite an die Krümmung
der Transportwalze an. Dabei öffnen sich die Florfadenreihen und vermeiden ein Verkleben
des Flors.
[0009] Die vorteilhafte Wirkung auf das Gewebe kann noch verstärkt werden, wenn eine Beheizung
des flortragenden Gewebes erfolgt.
[0010] Besonders vorteilhaft ist die Beheizung, wenn auch eine Benetzung der flortragenden
Gewebeseite vor deren Beanspruchung durch die Kante mit einer Flüssigkeit erfolgt.
Die Benetzung mit einem geeigneten Polymer schützt die Faser vor Färbungen unter Einwirkung
verschiedener Reagenzien, macht die Faser haltbar, schmutzabweisend und langlebiger.
[0011] Eine Spülung, vorzugsweise mit Luft, befreit das Gewebe von losen Fasern und unterstützt
das Maskieren der Fasern.
[0012] Zur Durchführung des Verfahrens ist eine Vorrichtung geeignet, die vorzugsweise mehrere
an der Arbeitswalze anliegende Transportwalzen aufweist und das flortragende Gewebe
eine der Transportwalze entsprechende Krümmung im Berührungsbereich aufweist.
[0013] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Abstand der Walzen zueinander veränderbar
ist. Vorteilhafterweise wird eine Walze mit ihrer Achse im Raume fixiert angeordnet
und die andere unter Kraft beweglich anliegend ausgebildet. Bei Dickenänderungen des
durchlaufenden Gewebes kann die bewegliche Walze dann ausweichen, so daß eine Überlastung
des Walzenantriebs oder eine zu starke Beanspruchung des flortragenden Gewebes vorteilhaft
vermieden wird.
[0014] Die walkende Beanspruchung des flortragenden Gewebes wird unterstützt, wenn die Transportwalzen
gleiche Durchmesser aufweisen und/oder die Oberflächen der Transportwalzen elastisch
mit hohem Reibwert ausgebildet sind, insbesondere eine filzartige Polsterung aufweisen.
Diese Ausgestaltung dient nicht nur dem besseren Vortrieb des Gewebes sondern beugt
auch einer Überlastung der Walzenantriebe und einer zu großen Beanspruchung des Gewebes
vor.
[0015] Damit sich das Gewebe in die Vorrichtung leichter einführen läßt, ist in weiterer
Ausgestaltung vorgesehen, daß in Transportrichtung des flortragenden Gewebes vor der
ersten Berührungslinie zwischen Arbeitswalze und erster Transportwalze mindestens
eine vorzugsweise glatte, Einführungswalze und/oder eine Walze zum dosierten Benetzen
der flortragenden Oberfläche des Gewebes angeordnet ist. Zur Benetzung Oberfläche
des Gewebes angeordnet ist. Zur Benetzung der flortragenden Oberfläche hat sich als
besonders wirksam eine Bürstenwalze bewährt, die ggf. die Benetzungsflüssigkeit von
einer in die Benetzungsflüssigkeit gerauchten Dosierwalze abnimmt. Dabei ermöglichen
es die einzelnen Borsten der Bürste die Flüssigkeit in die Florfäden einzuarbeiten.
[0016] Die Produktivität der Maschine erhöht sich, wenn die Arbeitswalze beheizt ausgebildet
ist und/oder aus einem metallischen Werkstoff mit glatter Oberfläche besteht. Die
glatte Oberfläche verhindert ein Festsetzen der Benetzungsflüssigkeit auf der Arbeitswalze.
In die Arbeitswalze ist die Kante als Nut eingearbeitet. Die Beanspruchung der Vorrichtung
wird vorteilhaft durch eine spiralige Nut verringert. Dabei wird die Führung des flortragenden
Gewebes verbessert, wenn mindestens zwei Nuten in die Arbeitswalze eingearbeitet sind,
deren Steigungswinkel in Längsrichtung der Umfangsrichtung gleich und entgegengesetzt
ausgebildet sind.
[0017] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß durch die
Anordnung der Arbeitswalze mit der angrenzenden Transportwalze eine Walkwirkung auf
das dazwischen befindliche flortragende Gewebe ausgeübt wird. Mit dieser Walkwirkung
in Verbindung mit der Krümmung des flortragenden Gewebes wird eine mechanische Trennung
der einzelnen Florfasern erreicht, gleichzeitig das flortragende Gewebe gereinigt
und lose Fasern entfernt. Unmittelbar danach erfolgt die Aushärtung der Florfasermaskierung
während des Vorbeiführens an der Arbeitswalze.
[0018] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Figur 1 dargestellt und
wird im folgenden näher beschrieben.
[0019] Die Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Veredeln von flortragenden Geweben.
[0020] Das flortragende Gewebe 1 umschließt mit der Gewebeseite eine erste Transportwalze
2 über einen Teil des Umfangs. Vor der Transportwalze 2 ist - in der Zeichnung nicht
erkennbar - eine Bürstenwalze angeordnet, die eine Flüssigkeit von einer ebenfalls
nicht dargestellten Dosierwalze abnimmt. Die mit einer chemischen Flüssigkeit getränkte
Bürstenwalze überträgt die Flüssigkeit, die der Maskierung der Florfasern dient, dosiert
auf das Gewebe.
[0021] Danach wird das flortragende Gewebe in den Spalt zwischen Einführungswalze 12 und
Transportwalze 2 eingeführt und von der ersten Transportwalze 2 in Transportrichtung
8 bewegt, so daß das flortragende Gewebe 1 in eine erste Walkzone gelangt, die sich
entlang der Berührungslinie 3 zwischen der Arbeitswalze 4 und der ersten Transportwalze
2 erstreckt. An dieser ersten Berührungslinie 3 wird das flortragende Gewebe 1 einer
Walkwirkung unterzogen. Die in Drehrichtung 9 mit hoher Geschwindigkeit drehende Arbeitswalze
4 unterstützt den Transport des flortragenden Gewebes 1 in Richtung 8. Zusätzlich
in die Arbeitswalze 4 eingearbeitete Nuten 21 erhöhen die Walkwirkung und unterstützen
so eine mechanische Trennung und Reinigung der schematisch angedeuteten Florfasern
5 an der ersten Berührungslinie 3. Die Umfangsgeschwindigkeit der Arbeitswalze übersteigt
dabei die Transportgeschwindigkeit des Gewebes um mehr als das hundertfache. Das Gewebe
wird während seines Kontaktes mit der Arbeitswalze folglich mehr als 200-mal von der
Kante der Nut überstrichen.
[0022] Die zur Florseite konvexe Krümmung des zugeführten Materials fächert die einzelnen
Fasern auf und erleichtert so zusätzlich die mechanische Trennung und Reinigung der
Fasern.
[0023] An der ersten Berührungslinie 3 tritt das flortragende Gewebe 1 mit seiner Florseite
in Kontakt mit der Arbeitswalze 4. Durch Reibwirkung und/oder Beheizung wird ein Temperaturanstieg
der Florfasern erzwungen. Zuvor, beispielsweise mit der nicht dargestellten Bürstenwalze
aufgebrachte chemische Veredelungsreagenzien können dadurch ihren Aushärtungsprozeß
beginnen. Im weiteren Verlauf tritt das flortragende Gewebe 1 aus der Bearbeitungszone,
in der es in Kontakt mit der Arbeitswalze 4 steht, heraus. Das Ende bewegt sich spannungsfrei
auf die Transportwalze 7 zu, wo es unter Bildung einer Entlastungszone von der Transportwalze
7 erfaßt und einer zweiten Berührungszone 6 zwischen der Arbeitswalze 4 und einer
zweiten Transportwalze 7 zugeführt wird. Die Entlastungszone bleibt weiterhin erhalten,
da die Transportwalzen synchron angetrieben werden. In Walkzone 6 wird ein weiteres
Mal eine Walkwirkung ausgeübt und damit die mechanische Trennung und Reinigung der
Florfasern 5 erreicht.
[0024] Der weitere Transport in die Berührungszone 14 zwischen Arbeitswalze 4 und dritter
Transportwalze 15 erfolgt analog wie zuvor geschildert.
[0025] Danach tritt das flortragende Gewebe in Pfeilrichtung 8 aus.
[0026] Zur Verringerung des Heizenergieverbrauchs ist der freie Umfang der Arbeitswalze
4 von Wärmeschutz 16 abgeschirmt.
[0027] In dieser bevorzugten Ausführungsform ist die Transportwalze 7 räumlich fixiert ausgebildet.
Zur Reinigung der Vorrichtung und zur Erleichterung der Zugänglichkeit bei Störungen
ist die Arbeitswalze 4 in Pfeilrichtung 17 beweglich und in ihrer freien Endlage arretierbar
ausgebildet. Die Arbeitswalze 4 liegt mit einer vorwählbaren Kraft an der Transportwalze
7 an. Diese Kraft kann entweder eine Komponente der Schwerkraft sein oder aus einer
entsprechenden vorgespannten Feder resultieren. Auf diese Weise können unterschiedlich
dicke flortragende Gewebe bearbeitet werden, ohne die Walzenantriebe zu überlasten
oder das Gewebe übermäßig zu beanspruchen. Der Abstand der Walzen stellt sich selbsttätig
auf das zu bearbeitende Gewebe ein.
[0028] In entsprechender Weise ist Transportwalze 2 in Pfeilrichtung 18 beweglich ausgebildet.
Auch sie liegt mit einer vorwählbaren Kraft an Arbeitswalze 4 an.
[0029] Dasselbe gilt auch für die Transportwalze 15.
[0030] Die Einführungswalze 12 ist in Pfeilrichtung 19 beweglich ausgebildet.
[0031] Die Transportwalzen 2, 7, 15 weisen eine ca. 5 mm starke filzartige Beschichtung
auf, während die Arbeitswalze 4, und vorzugsweise auch die Einführungswalze 12 mit
einer glatten Oberfläche, vorzugsweise aus Metall, ausgestattet sind. In die zylindrische
Oberfläche der Arbeitswalze 4 sind zwei Nuten 21 eingearbeitet, deren Kanten 22 die
beschriebene Wirkung auf die Florfasern 5 ausüben. Wenn die Nuten 21 wendelförmig
mit entgegengesetztem Steigungswinkel ausgeführt werden so vergleichmäßigt sich daß
Arbeitsmoment vorteilhaft. Insgesamt ergibt sich damit aber auch eine verringerte
Schallemission sowie ein vibrationsärmeres Arbeiten der gesamten Vorrichtung.
[0032] Entstehender Staub und lose Florfasern werden direkt durch die Ansaugvorrichtung
13 entfernt. In der Saugströmung wird das Gewebe mit Luft gespült, was zusätzlich
eine querbrückenfreie Maskierung der Fasern unterstützt.
[0033] Besondere Bedeutung bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung hat die während des Aushärtungsprozesses
andruckfreie Führung des flortragenden Gewebes 1 zwischen den Berührungslinien 3,
6 und 14. Diese Führung wirkt einer Querbrückenbildung entgegen.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0034]
- 1
- flortragendes Gewebe
- 2
- erste Transportwalze
- 3
- erste Berührungszone
- 4
- Arbeitswalze
- 5
- Florfaser
- 6
- zweite Berührungszone
- 7
- zweite Transportwalze
- 8
- Transportrichtung
- 9
- Pfeil
- 10
- Drehrichtung
- 12
- Einführungswalze
- 13
- Absaugvorrichtung
- 14
- Berührungszone
- 15
- Transportwalze
- 16
- Wärmeschutz
- 17
- Bewegungsrichtung
- 18
- Bewegungsrichtung
- 19
- Bewegungsrichtung
- 20
- Filzschicht
- 21
- Nuten
- 22
- Kante
1. Verfahren zum Veredeln von flortragenden Geweben, insbesondere von Teppichfloren,
zum Reinigen, Strecken, Glänzen und ggf. Permanentfixieren des Flors, wobei die flortragende
Seite des Gewebes einer sich vielfach wiederholenden streichenden und walkenden Beanspruchung
einer auf einer Kreisbahn bewegten Kante unterzogen wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das flortragende Gewebe auf einer mehrfach die Krümmung wechselnden Bahn mit der
Bahn der Kante wenigstens zweimal in Berührung gebracht wird, wobei an den Berührungslinien
die Krümmung des Gewebes der Krümmung der Kreisbahn der Kante entgegengesetzt ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Beheizung des flortragenden
Gewebes erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Benetzung der flortragenden
Gewebeseite vor deren Beanspruchung durch die Kante mit einer Flüssigkeit, vorzugsweise
mit einem Polymer, erfolgt.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit
einer drehend antreibbaren Arbeitswalze (4) mit mindestens einer in Längsrichtung
angeordneten Kante (22), wobei die Arbeitswalze (4) an der flortragenden Seite des
Gewebes anliegend angeordnet ist, und Walzen, die in Kontakt mit der florabgewandten
Gewebeseite angeordnet sind, wobei eine der Walzen linienförmig an der Arbeitswalze
(4) anliegt, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen synchron angetriebene Transportwalzen
(2,7,15) sind und wenigstens zwei der Transportwalzen an der Arbeitswalze (4) anliegend
angeordnet sind, wobei das flortragende Gewebe (1) im Bereich dieser Berührungslinie
(3,6,14) eine Krümmung aufweist, die über einen Teil des Umfangs an der Transportwalze
(2,7,15) anliegt.
5. Vorrichtung zum Veredeln von flortragenden Geweben nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand der Transportwalzen (2,7,15) zur Arbeitswalze (4) verstellbar ausgebildet
ist.
6. Vorrichtung zum Veredeln von flortragenden Geweben nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Oberflächen der Transportwalzen (2,7,15) elastisch mit hohem
Reibwert ausgebildet sind, insbesondere eine filzartige Polsterung aufweisen.
7. Vorrichtung zum Veredeln von flortragenden Geweben nach Anspruch 4, 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß in Transportrichtung (8) des flortragenden Gewebes (1) vor der
ersten Berührungslinie (3) zwischen Arbeitswalze (4) und erster Transportwalze (2)
mindestens eine, vorzugsweise glatte, Einführungswalze (12) angeordnet ist.
8. Vorrichtung zum Veredeln von flortragenden Geweben nach Anspruch 4, 5, 6 oder 7, dadurch
gekennzeichnet, daß in Transportrichtung (8) des flortragenden Gewebes (1) vor der
ersten Berührungslinie (3) zwischen Arbeitswalze (4) und erster Transportwalze (2)
eine Walze zum dosierten Benetzen der florseitigen Oberfläche des Gewebes angeordnet
ist.
9. Vorrichtung zum Veredeln von flortragenden Geweben nach Anspruch 4, 5, 6, 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitswalze (4) beheizt ausgebildet ist.
10. Vorrichtung zum Veredeln von flortragenden Geweben nach Anspruch 4, 5, 6, 7, 8 oder
9, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitswalze (4) aus einem metallischen Werkstoff
mit glatter Oberfläche besteht.
11. Vorrichtung zum Veredeln von flortragenden Geweben nach Anspruch 4, 5, 6, 7, 8, 9
oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Absaugvorrichtung (13) aufweist.
1. Method of processing pile fabrics, in particular carpet piles, for cleaning, stretching,
polishing and if necessary permanently fixing the pile, wherein the side of the fabric
carrying the pile is subjected to the repeated rubbing and fulling stress of an edge
moved along a circular path, characterised in that the pile fabric is passed along
a path of multiple alternating curvature and comes into contact at least twice with
the path of the edge, the curvature of the fabric being opposite to the curvature
of the circular path of the edge at the contact lines.
2. Method according to claim 1, characterised in that heating of the pile fabric is carried
out.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that before stressing of the fabric
by the edge, wetting of the pile side of the fabric is carried out with a fluid, preferably
with a polymer.
4. Apparatus for carrying out the method according to one of claims 1 to 3, comprising
a rotatably drivable working roller (4) with at least one edge (22) disposed in the
longitudinal direction - the working roller (4) abutting the pile side of the fabric
- and rollers, which are in contact with the side of the fabric remote from the pile,
one of the rollers abutting the working roller (4) in a linear manner, characterised
in that the rollers are synchronously driven transport rollers (2, 7, 15) and at least
two of the transport rollers abut the working roller (4), the pile fabric (1) having
in the region of this contact line (3, 6, 14) a curvature which abuts the transport
roller (2, 7, 15) over part of the circumference.
5. Apparatus for processing pile fabrics according to claim 4, characterised in that
the distance of the transport rollers (2, 7, 15) from the working roller (4) is adjustable.
6. Apparatus for processing pile fabrics according to claim 4 or 5, characterised in
that the surfaces of the transport rollers (2, 7, 15) are resilient with a high coefficient
of friction, in particular have felt-like upholstery.
7. Apparatus for processing pile fabrics according to claim 4, 5 or 6, characterised
in that at least one, preferably smooth, insertion roller (12) is provided in front
of the first contact line (3) between the working roller (4) and the first transport
roller (2) in the direction of transport (8) of the pile fabric (1).
8. Apparatus for processing pile fabrics according to claim 4, 5, 6 or 7, characterised
in that a roller for the metered wetting of the pile-bearing surface of the fabric
is provided in front of the first contact line (3) between the working roller (4)
and the first transport roller (2) in the direction of transport (8) of the pile fabric
(1).
9. Apparatus for processing pile fabrics according to claim 4, 5, 6, 7 or 8, characterised
in that the working roller (4) is made to be heatable.
10. Apparatus for processing pile fabrics according to claim 4, 5, 6, 7, 8 or 9, characterised
in that the working roller (4) consists of a metal material with a smooth surface.
11. Apparatus for processing pile fabrics according to claim 4, 5, 6, 7, 8, 9 or 10, characterised
in that it has a suction device (13).
1. Procédé de traitement de tissu à poils notamment de tapis veloutés, pour nettoyer,
étirer, brillanter ou fixer le cas échéant le poil, la face poilue du tissu étant
soumise à une contrainte répétée de balayage et de foulage d'un bord en mouvement
sur une trajectoire, caractérisé en ce que le tissu à poils est mis en contact au
moins deux fois avec la trajectoire du bord sur une trajectoire changeant plusieurs
fois de courbure, à la ligne de contact la courbure du tissu étant opposée à la courbure
de la trajectoire du bord.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il se produit un chauffage
du tissu à poils
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'on réalise un mouillage
de la face à poils du tissu avant sa contrainte par le bord, par un liquide, de préférence
par un polymère.
4. Dispositif pour réaliser le procédé selon l'une des revendications 1 à 3, avec un
cylindre de travail (4) entraînable en rotation, avec au moins un bord (22) disposé
en sens longitudinal, le cylindre au contact de la face à poils du tissu, et des cylindres
qui sont disposés au contact de la face du tissu opposée aux poils, l'un des cylindres
reposant selon une ligne sur le cylindre de travail (4), caractérisé en ce que les
cylindres sont des cylindres de transfert (2,7,15) entraînés en synchronisme et qu'au
moins deux des cylindres de transfert (4) sont disposés au contact du cylindre de
travail (4), le tissu à poils (1) présente une courbure dans le domaine de cette ligne
de contact (3,6,14), qui repose par une partie de la périphérie sur le cylindre de
transfert (2,7,15).
5. Dispositif de traitement de tissus à poils selon la revendication 4, caractérisé en
ce que l'écartement des cylindres de transfert (2,7,15) vers le cylindre de travail
(4) est prévu réglable.
6. Dispositif de traitement de tissus à poils selon la revendication 4 ou 5, caractérisé
en ce que les surfaces des cylindres de transfert (2,7,15) sont élastiques avec un
coefficient de frottement élevé, notamment un matelas du type feutre.
7. Dispositif de traitement de tissus à poils selon la revendication 4,5 ou 6, caractérisé
en ce qu'au moins un cylindre d'introduction (12) lisse de préférence, est implanté
dans le sens du transfert (8) du tissu à poils (1) en avant de la première ligne de
contact (3) entre le cylindre de travail (4) et le premier cylindre de transfert (2).
8. Dispositif de traitement de tissus à poils selon la revendication 4, 5 ou 7, caractérisé
en ce qu'un cylindre est implanté pour le mouillage dosé de la surface du tissu côté
poils, dans le sens de transfert (8) du tissu à poils (1) en avant de la première
ligne de contact (3) entre le cylindre de travail (4) et le premier cylindre de transfert
(2).
9. Dispositif de traitement de tissus à poils selon la revendication 4,5,6,7 ou 8, caractérisé
en ce que le cylindre de travail (4) est prévu pour être chauffé.
10. Dispositif de traitement de tissus à poils selon la revendication 4,5,6,7,8 ou 9,
caractérisé en ce que le cylindre de travail (4) est en matériau métallique à surface
lisse.
11. Dispositif de traitement de tissus à poils selon la revendication 4,5,6,7,8,9 ou 10,
caractérisé en ce qu'il comprend un dispositif d'aspiration (13).
