| (19) |
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(11) |
EP 0 453 792 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.07.1994 Patentblatt 1994/27 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.03.1991 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B41F 31/04 |
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| (54) |
Farbdosiereinrichtung mit abschwenkbarem Farbkasten
Ink metering device with pivoting ink fountain
Dispositif de dosage de l'encre avec encrier pivotable
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
24.04.1990 DE 4012949
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.10.1991 Patentblatt 1991/44 |
| (73) |
Patentinhaber: MAN Roland Druckmaschinen AG |
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63012 Offenbach (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Abendroth, Paul
W-6050 Offenbach/Main (DE)
- Herzel, Joachim
W-6000 Frankfurt/Main (DE)
- Hummel, Peter
W-6050 Offenbach/Main (DE)
- Ortner, Robert
W-8755 Alzenau 4 (DE)
- Steuer, Joachim
W-6052 Mühlheim3 (DE)
- Stöffler, Achim
W-6050 Offenbach/Main (DE)
- Despot, Janko
W-6050 Offenbach/Main (DE)
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| (74) |
Vertreter: Marek, Joachim, Dipl.-Ing. |
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c/o MAN Roland Druckmaschinen AG
Patentabteilung/FTB S,
Postfach 10 12 64 63012 Offenbach 63012 Offenbach (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 339 711 GB-A- 1 111 182
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DE-A- 2 756 510
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Führen eines Farbkastens einer Druckmaschine
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Eine Vorrichtung dieser Art ist in der DE-PS 3 033 998 beschrieben.
[0003] Die Farbzufuhr in Offsetdruckmaschinen erfolgt mit Hilfe von Farbdosierelementen
in einem Farbkasten, der mit einer Farbkastenwalze zusammenwirkt. Auf der Farbkastenwalze
wird dabei eine unterschiedlich profilierte Farbschicht erzeugt, die sich aus der
Positionierung der Farbdosierelemente gegenüber der Farbkastenwalze ergibt. Um eine
möglichst gute Reproduzierbarkeit dieser Farbschichten zu erzielen, ist eine exakte
Lagerung des Farbkastens gegenüber der Farbkastenwalze notwendig. Dabei ist auch zu
berücksichtigen, daß sich Verformungen im Farbkastenbereich und an der Farbkastenwalze
durch das Gewicht und die hohe Viskosität der relativ zähen Druckfarbe ergeben. Andererseits
soll der Farbkasten zu Reinigungs- und Einstellzwecken aber auch so weit von der Farbkastenwalze
abgestellt werden können, daß eine optimale Bedienung möglich ist.
[0004] Um die Verformungen an der Farbkastenwalze bzw. am Farbkasten zu minimieren, wird
in einer Lagerung für einen Farbkasten nach der DE-OS 3 033 998 vorgeschlagen, den
Farbkasten auf beiden Walzenzapfen der Farbkastenwalze zwischen beiden Seitengestellen
zu lagern. Dazu ist auf den Walzenzapfen jeweils ein Tragring, etwa in Form eines
Wälzlagers, vorgesehen, um den eine Halterung zur Befestigung des Farbkastens herumgelegt
wird. Die Anstellung erfolgt mit Hilfe eines Spannelementes, das die Halterung (z.B.
Stahlband) mit dem Farbkasten verbindet. Die Befestigung des Farbkastens bezüglich
des Maschinengestells erfolgt über Haltezapfen in vergrößerten Bohrungen am Farbkasten.
Die Koppelung zwischen Farbkasten und Haltezapfen ist elastisch. Auf diese Weise kann
der Farbkasten beim Anstellen an die Farbkastenwalze geringfügig aus seinen gestellfesten
Lagerungen ausgehoben werden.
[0005] Diese Anordnung ist besonders nachteilig in der Beziehung, daß sich das Gewicht von
Druckfarbe und Farbkasten direkt auf dessen Aufhängung auswirkten. Außerdem wirken
beim Anstellen des Farbkastens an die Farbkastenwalze Zusatzkräfte aus der elastischen
Lagerung am Haltezapfen auf die Farbkastenwalze. Weiterhin kann der Farbkasten nur
in dem definierten Drehpunkt der Haltezapfen, d.h. sehr eng an der Farbkastenwalze
vorbei, abgeschwenkt werden. Die Bedienungsfreundlichkeit ist mangelhaft, da das Lösen
und die Befestigung des Spannmittels umständlich und die Zugänglichkeit behindert
ist.
[0006] Eine andere Anordnung ist in einer Farbdosiereinrichtung nach der DE-PS 3 427 909
gezeigt. Hier ist der Farbkasten über Kurvenrollen auf der Oberfläche der Farbkastenwalze
abgestützt. Um die dauernde Anlage der Kurvenrollen an der Farbkastenwalze sicherzustellen,
wird der Farbkasten mit einem Hebeltrieb unter Einschaltung eines relativ steifen
Federpaketes vom Maschinengestell aus gegen die Farbkastenwalze angestellt. Dabei
wird der Farbkasten ebenfalls aus einem Schwenklager, das gestellfest angeordnet ist,
ausgehoben.
[0007] Diese Anordnung hat den Nachteil, daß relativ große Kräfte aufzuwenden sind, um den
Farbkasten sicher gegen die Oberfläche der Farbkastenwalze anstellen zu können. Die
Kräfte müssen mindestens so groß sein, daß der Farbkasten auch unter voller Beladung
mit Druckfarbe mit ausreichenden Kräften angestellt wird. Dieser Kräfte wirken zu
allen Zeiten auf die Farbkastenwalze und biegen diese natürlich auch durch. Je nach
Beladungszustand des Farbkastens ändert sich die Durchbiegung allerdings, indem bei
voller Beladung des Farbkastens eine minimale Durchbiegung und bei weitgehend leerem
Farbkasten eine maximale Durchbiegung der Farbkastenwalze zu verzeichnen ist. Die
enge Führung des Farbkastens an der Farbkastenwalze erlaubt es darüber hinaus nicht,
den Farbauffangraum unterhalb der Dosierelemente so zu gestalten, daß er leicht zu
reinigen ist und ein für lange Betriebsdauer ausreichendes Volumen besitzt.
[0008] Als besondere Problematik für die exakte Positionierung ist demnach die in den Farbkasten
einzubringende Druckfarbe und deren Wirkung infolge Gewicht und Hydrodynamik im Zusammenhang
mit den Fertigungstoleranzen gegenüber der Farbkastenwalze zu beachten.
[0009] Bekannt ist weiterhin aus der EP 0 339 711 A1 eine Vorrichtung zum Bedrucken von
Gegenständen, wie zum Beispiel von Bechern aus synthetischem Material und dergleichen.
Sie weist Farbkästen auf, die verschiebbar auf einem Träger in einem Gehäuse aufgelegt
werden. Die Farbkästen sind von diesem Träger aus gegen die zugehörige Farbkastenwalze
anstellbar angeordnet. Sie stützen sich mit Hilfe von Rollen, die an den Seitenwänden
der Farbkästen befestigt sind, auf der Oberfläche der jeweiligen Farbkastenwalze ab.
[0010] Außerdem ist aus der GB-PS 1,111,182 ein Farbkasten für Druckmaschinen, Vervielfältiger
oder dergleichen bekannt. Der beschriebene Farbkasten weist eine klappbare Platte
auf, mit deren Hilfe ein in den Farbkasten eingelegtes, flexibles Farbbehältnis ausgepresst
werden kann. Der Farbkasten ist insgesamt auf einer gestellfesten Achse gegenüber
einer Farbkastenwalze an- und abschwenkbar. Dazu ist eine Anordnung von Bedienungselementen
vorgesehen, die die Schwenkbewegung des Farbkastens von einem Handhebel geführt steuert.
[0011] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 so zu verbessern, daß deren Justierung weitgehend vom Gewicht der in den Farbkasten
einzubringenden Druckfarbe unabhängig, dabei aber ein exakt reproduzierbares Einstellen
der Dosierelemente und ein Ausgleichen von Fertigungstoleranzen an Farbkastenwalze
oder Farbkasten ermöglicht, und im übrigen eine Bedienungsverbesserung durch weiteres
Abschwenken des Farbkastens erzielt.
[0012] Die Lösung der Aufgabe ergibt sich nach dem Kennzeichen des Patentanspruchs 1. In
dieser neuen Vorrichtung zur Führung eines Farbkastens ist besonders vorteilhaft,
daß das Gewicht des Farbkastens selbst bzw. auch das Gewicht der einzubringenden Druckfarbe
in einer speziellen Lagerung abgefangen wird. Dabei kann der Farbkasten aber der Oberfläche
der Farbkastenwalze als Bezugsfläche für die Farbdosierung ungehindert folgen. Die
unterschiedliche Beladung des Farbkastens mit Druckfarbe macht sich nicht mehr nachteilig
auf die Farbdosierung bemerkbar. Die gesamte Anordnung ist weitgehend kräftefrei und
führt nur noch minimale äußeren Biegemomente in die Farbkastenwalze ein. Auf Grund
der besseren Abschwenkbarkeit einer speziellen Ausführungsform sind Bedienung und
Reinigung des Farbkastens wesentlich erleichtert. Zudem wird der Auffangraum für an
der Unterseite der Dosierelemente austretende Druckfarbe erheblich vergrößert.
Die Verriegelung des Farbkastens an der Farbkastenwalze wird durch innere Kräfte erreicht.
Die Bedienung ist äußerst einfach und sicher.
[0013] Ein Ausführungsbeispiel zur Erfindung wird im Folgenden anhand einiger Zeichnungen
erläutert.
[0014] Im Einzelnen zeigt
- Figur 1
- eine schematische Darstellung Farbkastens nach der Erfindung,
- Figur 2
- eine Ausführungsform im angeschwenktem Zustand,
- Figur 3
- eine Ausführungsform im abgeschwenktem Zustand,
- Figur 4
- Halterungselemente am Gestell,
- Figur 5
- eine Seite der Führung an der Farbkastenwalze in Draufsicht,
- Figur 6
- eine Draufsicht einer Traverse.
[0015] In der Figurenbeschreibung ist davon auszugehen, daß die für eine Seite der Anordnung
genannten Mittel spiegelbildlich auf der anderen Seite auch vorhanden sind.
[0016] In Figur 1 ist der Wirkzusammenhang zwischen einem Farbkasten 1 und seiner Halterung
an einer Farbkastenwalze 2 dargestellt. Hierbei ist insbesondere dargestellt, wie
die Kräfte aus Farbkasten 1 und Halterung in die Farbkastenwalze 2 bzw. andere Elemente
eingeleitet werden. Der Farbkasten 1 selbst ist dazu auf einer gestellfesten Stützrolle
3 abgestützt. Diese Stützrolle 3 nimmt das Hauptgewicht des Farbkastens 1 und der
darin vorhandenen Druckfarbe auf. Mit dem Farbkasten 1 verbunden ist ein Bügel 4 an
dessen beiden Enden jeweils Kurvenrollen 5, 6 vorgesehen sind. Die Kurvenrollen 5,
6 laufen auf der Oberfläche der Farbkastenwalze 2. Beweglich mit diesem ersten Bügel
4 ist ein zweiter Bügel 7 verbunden, das ebenfalls eine Kurvenrolle 8 trägt. Zwischen
dem ersten Bügel 4 und dem zweiten Bügel 7 ist eine Federung 9 vorgesehen, die derart
wirkt, daß der zweite Bügel 7 mit seiner Kurvenrolle 8 gegen die Oberfläche der Farbkastenwalze
2 angefedert ist. Die Federung stützt sich dabei am ersten Bügel 4 ab und zieht oder
drückt auf diese Weise dessen Kurvenrolle 5 ebenfalls gegen die Oberfläche der Farbkastenwalze
2. Die Anordnung der Kurvenrollen 5, 6, 8 ist so gewählt, daß die erste Kurvenrolle
5 in der Ebene liegt, in der sich auch Farbdosierelemente 10 des Farbkastens 1 befinden.
Die angefederte Kurvenrolle 8 des zweiten Bügels 7 liegt diagonal oder wenigstens
annähernd diagonal gegenüber dieser ersten Kurvenrolle 5. Die zweite Kurvenrolle 6
am ersten Bügel 4 befindet sich unterdessen an der Oberseite der Farbkastenwalze 2,
so daß ihre Auflagekraft in vertikaler Richtung auf deren Oberfläche wirkt. Die Gewichtskräfte
aus Farbkasten 1 und Druckfarbe verteilen sich nun auf die gestellfeste Stützrolle
3 und die Auflage der zweiten Kurvenrolle 6 auf der Farbkastenwalze 2. Da die gestellfeste
Stützrolle 3 näher am Schwerpunkt des Farbkastens 1 angeordnet ist, wird die Hauptgewichtskraft
dort anfallen. Damit wird die auf die Farbkastenwalze 2 wirkende Gewichtskraft minimiert
und auf einen für die sichere Führung notwendigen Anteil begrenzt. Die Anstellkraft
im Bereich der Farbdosierelemente 10 wird durch innere Kräfte im Bügelsystem 4, 7
aufgebracht. Es ist keine Anstellkraft zwischen Maschinengestell 11 und Farbkastenwalze
2 mehr zu erzeugen. Damit kann an dieser Stelle auch kein Biegemoment mehr in die
Farbkastenwalze 2 eingeleitet werden. Trotzdem ist infolge der Befestigung in der
Art einer Verklammerung des Farbkastens 1 mit dem Bügelsystem 4, 7 an der Farbkastenwalze
2 eine sichere Führung gewährleistet. Der Farbkasten 1 und damit auch die Farbdosierelemente
10 folgen trotz aller Fertigungsungenauigkeiten, wie Unrundheit oder Exzentrizität,
der Oberfläche der Farbkastenwalze exakt. Die Reproduzierbarkeit und Genauigkeit der
Dosierelementeanstellung ist damit immer gewährleistet.
[0017] Die Änderungen der Kraftwirkungen am Farbkasten 1 infolge des Einfüllens von Druckfarbe
sind auf ein Minimum beschränkt. Die Kraftänderung am Farbkasten 1 bzw. an der Farbkastenwalze
2 aus der Beladung mit Druckfarbe wird zum weitüberwiegenden Teil von der gestellfesten
Rolle 3, die den Farbkasten 1 ja trägt, aufgenommen. Der Restanteil, der über die
Kurvenrolle 6 in die Farbkastenwalze 2 eingeleitet wird kann dort keine nennenswerte
Biegung mehr erzeugen.
[0018] Zum Abstellen ist der Farbkasten 1 mit Handhabungshilfen z. B. einem hier nicht dargestellten
Hebeltrieb oder einem Schneckentrieb verbunden, die mit dem Bügel 7 und dessen Federung
9 gekoppelt sind. Zum Abschwenken des Farbkastens 1 ist ein Entriegelungsmechanismus
vorgesehen mit dem der zweite Bügel 7 leicht angehoben werden kann, so daß er beim
Ausschwenken über den hohen Punkt der Walzenoberfläche hinwegbewegbar wird, wie in
Figur 1 strichliert dargestellt ist. Um den Farbkasten leichter und weiter von der
Farbkastenwalze 2 abschwenken zu können, ist eine Rollbahn 12 unterhalb des Farbkastens
1 vorgesehen, auf der sich der Farbkasten 1 mit der Stützrolle 3 abstützt. Beim Abschwenken
fährt der Farbkasten 1 bis gegen einen Anschlag 13 am Ende dieser Rollbahn 12 und
wird dann um die Stützrolle 3 nach hinten geschwenkt. Dabei wird er von der Handhabungshilfe
festgehalten. Durch die tiefe Lage des Schwenkpunktes kann der Farbkasten 1 besonders
weit nach hinten von der Farbkastenwalze 2 weggeschwenkt werden. Eine Farbauffangwanne
an der Vorderseite des Farbkastens 1 liegt dann frei zugänglich an dessen Oberfläche.
Die Farbkastenwanne kann daher größer ausgebildet werden, weil der Farbkasten zuerst
horizontal abgefahren und erst dann geschwenkt wird. Damit ist die Farbkastenwanne
aufnahmefähiger für ablaufende Druckfarbe und auch leichter zu reinigen.
[0019] In Figur 2 ist die Farbkastenhalterung konstruktiv ausgeführt dargestellt. Hier ist
eine Farbkastenwalze 14 mit angestelltem Farbkasten 15 gezeigt. Da die Zeichnung als
Seitenansicht ausgeführt ist, wird der Farbkasten 15 in seinen wesentlichen Teilen
von der Farbkastenhalterung verdeckt. Der Farbkasten 15 stützt sich mit einer an seiner
Unterseite angebrachten Stützschiene 16 in einem Schwenklager 17 ab, das in einer
Traverse 18 gestellfest angebracht ist. An einer Farbkastenseitenwand 19 ist ein Halteelement
befestigt, das aus Bügeln 20 und einer Kabeldurchführung 21 besteht. An der Kabeldurchführung
21 sind in axialer Richtung zur Farbkastenwalze 14 parallel zwei Bügel 20 angeordnet.
Zwischen den Bügeln 20 ist im Bereich der Farbdosierelemente 10 auf einer Achse 22
eine Kurvenrolle 23 angeordnet. Am oberen Ende der Bügel 20 ist auf einer weiteren
Achse 24 eine weitere Kurvenrolle 25 angeordnet. Auf der gleichen Achse 24 ist kastenförmig
und die Kurvenrolle 25 umgreifend ein Schwenkbügel 26 angeordnet. Am Schwenkbügel
26 sitzt am äußeren Ende auf einer Achse 27 eine dritte Kurvenrolle 28. Das gegenüberliegende
Ende des Schwenkbügels 26 ist in einer Achse 29 mit einer Federstütze 30 verbunden.
Die Federstütze 30 ist mit einem Tellerfederpaket 31 an der Achse 29 abgestützt. Sie
ist am anderen Ende in einem Schwenkpunkt 32 mit einem Entriegelungselement 33 verbunden.
Das Entriegelungselement 33 ist auf einer Achse 34 zwischen den Bügeln 20 gehaltert.
Am Entriegelungselement 33 ist ein Handgriff 35 angeordnet, der in Längsrichtung gegen
eine Feder verschiebbar ist. Am Entriegelungselement 33 ist außerdem ein Gummipuffer
36 angebracht.
[0020] Die Teile Entriegelungselement 33, Federstütze 30 und Schwenkbügel 26 bilden ein
überdrückbares Hebelsystem. Durch den Handgriff 35 kann das Hebelsystem im eingeschwenkten
Zustand des Farbkastens 15 gegen die Kraft des Tellerfederpakets 31 in seine Überdrückungsstellung
geschwenkt werden, so daß die Kurvenrolle 28 auf der Oberfläche der Farbkastenwalze
14 anliegt. Der Farbkasten 15 ruht in dieser Stellung auf dem Schwenklager 17 und
der Kurvenrolle 25. Der Schwerpunkt des Farbkastens liegt etwas nach rechts versetzt
neben der Senkrechten über dem Schwenklager 17, so daß sich der gesamte Farbkasten
15 quasi an die Farbkastenwalze 14 anlehnt. Damit ist auch sichergestellt, daß die
Kurvenrolle 23 sicher an der Oberfläche der Farbkastenwalze 14 anliegt. Da in der
Ebene, in der sich die beiden Kurvenrollen 23 befinden, auch die Farbdosierelemente
10 liegen, ist damit eine sichere Bezugsposition für die Einstellung der Farbdosierelemente
10 gegeben. Um eine absolut sichere Führung für alle Betriebszustände des Systems
Farbkasten zu gewährleisten, wird über das Hebelsystem die Kurvenrolle 28 mit dem
Schwenkbügel 26 zur Verklammerung des Farbkastens 15 an der Farbkastenwalze 14 angestellt.
Grundsätzlich genügt es, wenn die Kurvenrolle 28 diagonal der Kurvenrolle 23 gegenüberliegt.
Aus Sicherheitsgründen kann aber die Umgreifung an der Farbkastenwalze 14 zwischen
Kurvenrolle 23 und Kurvenrolle 28 unter Einschluß der Kurvenrolle 25 etwas größer
als 180
o gewählt werden.
[0021] In Figur 3 ist die abgeschwenkte Position des Farbkastens 15 dargestellt. Zum Abschwenken
ist der Handgriff 35 gegen die Federkraft aus seiner Halterung hochzuziehen und nach
hinten zu bewegen. Dabei schwenkt das Entriegelungselement 33 um die Achse 34 und
zieht die Federstütze 30 nach unten weg. Dadurch wird die Überdrückung des Hebelsystems
gelöst und gleichzeitig der Schwenkbügel 26 zusammen mit der Kurvenrolle 28 nach oben
von der Farbkastenwalze 14 weggeschwenkt. Damit ist der Farbkasten 15 frei und kann
am Handgriff 35 bzw. den Handgriffen 35 im Schwenklager 17 nach hinten von der Farbkastenwalze
14 abgeschwenkt werden. In der geschilderten Position rastet die untere Verlängerung
37 des Handgriffs 35 in einer Verriegelungsbohrung 38 an der Kabeldurchführung 21
ein, wodurch das Hebelsystem starr mit dem Farbkasten 15 verriegelt wird. In abgeschwenkter
Position liegt eine Farbauffangwanne 39, die sich normalerweise in ihrer Halterung
40 am Unterteil 41 des Farbkastens 15 unterhalb der Farbkastenwalze 14 befindet, frei
zugänglich. Die Farbauffangwanne 39 kann leicht zur Reinigung entnommen werden. In
der abgeschwenkten Position sind außerdem die Gummipuffer 36 zusammen mit dem Entriegelungselement
33 in eine Auffangstellung gefahren. Die Abschwenkposition wird wie in Figur 4 näher
erläutert durch weitere Gummipuffer gesichert.
[0022] Wenn der Farbkasten 15 wieder angeschwenkt werden soll, muß er lediglich anhand der
Handgriffe 35 in Richtung Farbkastenwalze 14 geschoben werden. Um den Aufprall an
der Walzenoberfläche zu mildern, treffen nun zunächst die Gummipuffer 36 auf die Oberfläche
der Farbkastenwalze 14 auf. Danach sind die Handgriffe 35 gegen die Kraft der Federn
wieder zu ziehen und das Hebelsystem aus Entriegelungselement 33, Federstütze 30 und
Schwenkbügel 26 kann wieder in die überdrückte Stellung zur Sicherung des Farbkastens
15 an der Farbkastenwalze 14 geschwenkt werden. Dabei werden gleichzeitig die Gummipuffer
36 nach unten von der Oberfläche der Farbkastenwalze 14 abgeschwenkt.
[0023] In Figur 4 und Figur 5 ist die Zuordnung der Farbkastenhalterung zu den gestellfesten
Teilen näher erläutert. Im angeschwenkten Zustand des Farbkastens umgreifen die Bügel
20 eine Walzenlagerung 42, die am Seitengestell 43 montiert ist. Im abgeschwenktem
Zustand liegt der Farbkasten im Bereich der Kurvenrollen 23 mit der nach außen als
Anschlag 44 verlängerten Achse 22 der Kurvenrollen 23 an weiteren Gummipuffern 45
an. Die Gummipuffer 45 sind auf einer gestellfesten Kabeldurchführung 46 montiert,
die der Kabeldurchführung 21 am Farbkasten 15 gegenüberliegt.
[0024] In Figur 5 ist zusätzlich dargestellt, daß der Schwenkbügel 26 als kastenförmiges
Teil ausgebildet ist und zwischen seinen Seitenwänden auf der Achse 27 die Kurvenrolle
28 trägt. Diagonal gegenüberliegend auf der anderen Seite der Farbkastenwalze 14 ist
die Kurvenrolle 23 auf der Achse 22 angeordnet. Die Seitenwände der Kabeldurchführung
21 seitlich der Kurvenrolle 23 bilden das untere Ende der Bügel 20, die an ihrem oberen
Ende die Kurvenrolle 25 auf der Achse 24 und den Schwenkbügel 26 aufnehmen. Die Kabeldurchführung
21 bzw. die Bügel 20 sind direkt mit der Farbkastenseitenwand 19 verbunden, an die
sich auch die Farbdosierelemente 10 anschließen. Vor den Farbdosierelementen ist in
Figur 5 ein Tropfblech 47 angedeutet, das im Normalfall unterhalb der Farbkastenwalze
14 für ein geregeltes Ablaufen von abtropfender Druckfarbe in die Farbauffangwanne
39 sorgt. Die Anordnung aus Figur 5 gilt spiegelbildlich auch für die andere Seite
der Farbkastenwalze 14.
[0025] In Figur 6 ist die Traverse 18 in Draufsicht gezeigt. Auf der Traverse 18 stützt
sich die Stützschiene 16 und somit auch der Farbkasten 15 ab. In die Traverse 18 sind
Schwenklager 17 eingelassen. Wie aus Figur 3 erkennbar, sind die Schwenklager 17 als
separate Lagerelemente 48, 49 in die Traverse 18 eingesetzt. Für den Normalfall ist
ein schmaleres Lagerelement 49 in der Mitte der Traverse 18 und im gleichen Abstand
seitlich des Lagerelementes 49 zwei weitere Lagerelemente 48 vorgesehen. Die Stützschiene
16 ist in der Mitte im Bereich des Lagerelementes 49 etwas erhöht. Dadurch sitzt im
angeschwenkten Zustand der Farbkasten 15 mit der Stützschiene 16 nur auf dem mittleren
Lagerelement 49 auf, wodurch sich eine statisch bestimmte Abstützung des Farbkastens
ergibt. An der Stützschiene 16 ist daher in der Mitte eine Stützfläche 50 mit einer
Höhe von ca. 0,5 mm vorgesehen. Im abgeschwenktem Zustand kann der Farbkasten 15 seitlich
nach links oder rechts auf eines der anderen Lagerelemente 48 abkippen. Um eine axiale
Zentrierung des Farbkastens 15 zu erreichen, sind seitlich der Lagerelemente 48 jeweils
Justierböcke 51 vorgesehen, auf denen je eine gekonterte Stellschraube 52 angeordnet
ist. Die Stellschrauben 52 werden so eingestellt, daß eine minimale Seitenbewegung
des Farbkastens 15 mit seiner Stützschiene 16 erlaubt werden kann. Um die Traverse
18 gegen Ansammlung von Schmutz abzusichern, ist ein Abdeckblech 53 so eingesetzt,
daß die Stützschiene 16 des Farbkastens 15 frei beweglich bleibt.
[0026] Die Handhabung des Farbkastens 15 ist auf diese Weise extrem vereinfacht, wobei sich
die Belastung der Farbkastenwalze 14 so weit wie möglich reduziert. Außerdem kann
für Montage- und Demontagezwecke der gesamte Farbkasten 15 auf einfachste Weise aus
der Maschine entnommen werden. Beim Wiedereinsetzen sind keine aufwendigen Montagearbeiten
notwendig und die Justierung beim Anstellen an die Farbkastenwalze 14 nimmt der Farbkasten
15 selbsttätig vor. Zum Anstellen werden auch keine Zwangskräfte zwischen Maschinengestell
und Farbkastenwalze mehr aufgewendet.
[0027] Für Fälle von großen Abweichungen der Lagetoleranzen oder zur Nachrüstung auf älteren
Druckmaschinen kann dazu unter anderem noch vorgesehen werden, daß die Stützfläche
50 oder alternativ dazu das Lagerelement 49 höhenverstellbar sind. Im Normalfall ist
es unerheblich, ob der Farbkasten 15 etwas höher oder niedriger an die Farbkastenwalze
14 angestellt ist. Dabei ergibt sich lediglich für die Lage der Farbdosierelemente
10 am Umfang der Farbkastenwalze 14 eine geringfügig andere Position, die aber keine
Einfluß auf die Funktion der ganzen Anordnung hat.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 1
- Farbkasten
- 2
- Farbkastenwalze
- 3
- Stützrolle
- 4
- Bügel
- 5
- Kurvenrolle
- 6
- Kurvenrolle
- 7
- Bügel
- 8
- Kurvenrolle
- 9
- Federung
- 10
- Farbdosierelement
- 11
- Gestell
- 12
- Rollbahn
- 13
- Anschlag
- 14
- Farbkastenwalze
- 15
- Farbkasten
- 16
- Stützschiene
- 17
- Schwenklager
- 18
- Traverse
- 19
- Farbkastenseitenwand
- 20
- Bügel
- 21
- Kabeldurchführung
- 22
- Achse
- 23
- Kurvenrolle
- 24
- Achse
- 25
- Kurvenrolle
- 26
- Schwenkbügel
- 27
- Achse
- 28
- Kurvenrolle
- 29
- Achse
- 30
- Federstütze
- 31
- Tellerfederpaket
- 32
- Schwenkpunkt
- 33
- Entriegelungselement
- 34
- Achse
- 35
- Handgriff
- 36
- Gummipuffer
- 37
- Verlängerung
- 38
- Verriegelungsbohrung
- 39
- Farbauffangwanne
- 40
- Halterung
- 41
- Unterteil
- 42
- Walzenlagerung
- 43
- Seitengestell
- 44
- Anschlag
- 45
- Gummipuffer
- 46
- Kabeldurchführung
- 47
- Tropfblech
- 48
- Lagerelement
- 49
- Lagerelement
- 50
- Stützfläche
- 51
- Justierbock
- 52
- Stellschraube
- 53
- Abdeckblech
1. Vorrichtung zum Führen eines Farbkastens mit Dosierelementen an einer Farbkastenwalze
durch Abstützung an einem gestellfesten Teil und in Verbindung mit Haltekräfte an
beiden Seiten der Farbkastenwalze erzeugenden Elementen und an diesen angreifenden
Bedienungselementen,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Farbkasten (1,15) auf einem gestellfesten Teil (11, 18) aufliegt, daß fest
mit dem Farbkasten (1, 15) verbunden erste (5, 23) und zweite Führungselemente (6,
25) in der Ebene der Farbdosierelemente (10) und in oder nahe einer vertikalen Durchmesserebene
an der Oberseite der Farbkastenwalze (2, 14) angeordnet sind, und daß schwenkbar am
Farbkasten (1, 15) dritte Führungselemente (8, 28) angeordnet sind, die mit den Elementen
(9, 30, 33) zur Erzeugung der Haltekräfte unter Abstützung am Farbkasten (1, 15) selbst
verbunden sind, wobei die ersten (5, 23) und dritten Führungselemente (8, 28) unter
Einschluß der zweiten Führungselemente (6, 25) jeweils einen Winkel von wenigstens
180° Grad einschließen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Farbkasten (1) beiderseits mit Stützrollen (3) auf gestellfesten Rollbahnen
(12) und somit an vier Punkten auf den Führungselementen (5,6,8) und den Stützrollen
(3) geführt aufliegt, daß die Rollbahnen (12) am von der Farbkastenwalze (2) abgewandten
Ende mit Anschlägen (13) versehen sind, und daß zur Bedienung ein Hebeltrieb vorgesehen
ist, der sich zwischen Maschinengestell (11) und Farbkasten (1) so abstützt, daß der
Farbkasten (1) zum Abkippen von der Farbkastenwalze (2) weg um die Achse der an den
Anschlägen (13) anliegenden Stützrollen (3) eindeutig geführt wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Farbkasten (15) an seiner Unterseite mit einer Stützschiene (16) und die Stützschiene
(16) mittig mit einer geringfügig höherliegenden Stützfläche (50) versehen ist, daß
eine gestellfeste Traverse (18) mit wenigstens einem Lagerelement (49) vorgesehen
ist, auf dem sich der Farbkasten (15) mittels der Stützfläche (50) abstützt, und daß
zur Bedienung Hebeltriebe (30, 33) vorgesehen sind, die den Farbkasten (15) mit den
dritten Führungselementen (28) verbinden und am Farbkasten (15) verriegelbar sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützfläche (50) sich nur gering, z.B. um 0,3-0,5 mm, über die Kante der Stützschiene
(16) erhebt und wenig breiter als das Lagerelement (49) ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß beiderseits mit dem Farbkasten (15) bogenförmige Bügel (20) verbunden sind, daß
an den Bügeln (20) als Führungselemente Kurvenrollen (23, 25) vorgesehen sind, daß
am oberen Ende jedes Paares von Bügeln (20) jeweils ein Schwenkbügel (26) auf der
Achse (24) der dort angeordneten Kurvenrolle (25) vorgesehen ist, daß an einem Ende
jedes Schwenkbügels (26) als drittes Führungselement eine weitere Kurvenrolle (28)
vorgesehen ist und am anderen Ende der Hebeltrieb angreift.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Hebeltrieb aus einem schwenkbar am Bügel (20) angeordneten Entriegelungselement
(33) mit auf diesem angeordnetem Handgriff (35) und einer Federstütze (30) besteht,
wobei letztere gelenkig mit dem Entriegelungselement (33) und dem Schwenkbügel (26)
verbunden ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Handgriff (35) im Entriegelungselement (33) gegen Federkraft verschiebbar
und mit einer Verlängerung (37) versehen ist, und daß in einem mit dem Bügel (20)
verbundenen Teil eine Verriegelungsbohrung (38) vorgesehen ist, in die die Verlängerung
(37) im entriegelten Zustand des Hebeltriebs einrastet.
8. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß Dämpfungselemente (36, 45) zwischen Farbkasten (15) und Farbkastenwalze (14) sowie
zwischen Farbkasten (15) und Seitengestell (43) vorgesehen sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß an jedem Entriegelungselement (33) ein Gummipuffer (36) derart vorgesehen ist,
daß dieser beim Anschwenken des Farbkastens (15) mit eingerastetem Handgriff (35)
vor der Kurvenrolle (23) auf die Farbkastenwalze (14) trifft und beim Verriegeln durch
Überdrücken des Hebeltriebs von der Oberfläche der Farbkastenwalze (14) weggeschwenkt
wird und daß gestellfest weitere Gummipuffer (45) vorgesehen sind, die mit Anschlägen
am Farbkasten (15) beim Abschwenken zusammenwirken.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zusätzlichen Gummipuffer (44) am Seitengestell (43) montiert sind und daß
als Anschläge Verlängerungen (44) der Achsen (22) der Kurvenrollen (23) in der Ebene
der Farbdosierelemente (10) dienen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Traverse (18) drei Lagerelemente (48, 49) vorgesehen sind, wobei das mittlere
(49) der Führungsfläche (50) an der Stützschiene (16) zugeordnet ist und das zugehörige
Schwenklager (17) trägt und die beiden äußeren mit gleichartigen Schwenklagern versehen
sind, aber der hinter die Führungsfläche (50) zurückweichenden Kante der Stützschiene
(16) zugeordnet sind, daß die Lagerelemente (48, 49) symmetrisch zur Traverse (18)
angeordnet sind, und daß beiderseits der äußeren Lagerelemente (48) Justierböcke (51)
vorgesehen sind, in den Stellschrauben (52) zur axialen Positionierung des Farbkastens
(15) an Seitenflächen der Stützschiene (16) angeordnet sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützfläche (50) oder das mittlere Lagerelement (49 höheneinstellbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Dämpfungselement zwischen Farbkasten (15) und Seitengestell (43) ein Stoßdämpfer
vorgesehen ist, der jeweils gelenkig mit dem Farbkasten (15) und dem Seitengestell
(43) verbunden ist.
1. Device for guiding an ink fountain with metering elements against an ink fountain
roller, wherein the ink fountain lies on a part fixed to the frame with elements which,
at both ends of the ink fountain roller, generate holding forces between ink fountain
roller and ink fountain, and operating elements engaging on these, characterised in
that firmly connected with the ink fountain (1, 15) are arranged first (5, 23) and
second guide elements (6, 25) in the plane of the metering elements (10) or in or
near an exact vertical diametral plane against the upper side of the ink fountain
roller (2, 14), and that third guide elements (8, 28) are arranged swivellably on
the ink fountain (1, 15) which are themselves connected with the elements (9, 30,
33) to generate the holding forces while supporting themselves against the ink fountain
(1, 15) itself, wherein the first (5, 23) and third guide elements (8, 28) with inclusion
of the second guide elements (6, 25) in each case enclose an angle of at least 180°.
2. Device according to Claim 1, characterised in that the ink fountain (1) lies guided
on both sides of the support rolls (3) on roller tracks (12) fixed to the frame and
accordingly on four points on the guide elements (5, 6, 8) and the support rolls (3),
that the roller tracks (12) are provided on the ends remote from the ink fountain
roller (2) with stops (13) and that for operation, a lever drive is provided which
is so supported between press frame (11) and ink fountain (1) that the ink fountain
(1) for tipping away from the ink fountain roller (2) is positively guided around
the axis of the support rolls (3) lying against the stops (13).
3. Device according to Claim 1, characterised in that the ink fountain (15) is provided
on its underside with a support rail (16) and the support rail (16) provided centrally
with a slightly higher lying support surface (50), that a cross member (18) fixed
with respect to the frame is provided with at least one bearing element (49) on which
the ink fountain (15) rests by means of the support surface (50), and that for operation,
lever drives (30, 33) are provided which connect the ink fountain (15) with the third
guide elements (28) and which can be locked to the ink fountain (15).
4. Device according to Claim 3, characterised in that the support surface (50) is raised
only slightly, e.g. by 0.3-0.5 mm above the edge of the support rail (16) and is slightly
broader than the bearing element (49).
5. Device according to Claim 3 and 4, characterised in that on both sides arcuate bows
(20) are connected with the ink fountain (15), that cam rolls (23, 25) are provided
on the bows (20) as guide elements, that at the upper end of each pair of bows (20)
there is provided in each case a swinging bow (26) on the axle (24) of the cam roll
(25) arranged there, that at one end of each swinging bow (26) there is provided a
further cam roll (28) as a third guide element and engages at the other end the lever
drive.
6. Device according to Claim 3 and 4, characterised in that each lever drive consists
of an unlocking element (33) arranged swivellably on the bow (20), with handle (35)
arranged on this and a spring support (30), wherein the latter is pivotally connected
with the unlocking element (33) and the swivel bow (26).
7. Device according to Claims 3 to 6, characterised in that the handle (35) is slidable
in the unlocking element (33) against spring force and is provided with a prolongation
(37), and that in a component connected with the bow (20), a locking bore (38) is
provided in which the prolongation (37) of the lever drive engages in unlocked condition.
8. Device according to Claims 3 to 7, characterised in that damping elements (36, 45)
are provided between ink fountain (15) and ink fountain roller (14) as well as between
ink fountain (15) and side frame (43).
9. Device according to Claim 8, characterised in that on each unlocking element (33)
a rubber buffer (36) is provided in such a fashion that this, on swinging on of the
ink fountain (15) with the handle (35) engaged, meets the ink fountain roller (14)
prior to the cam roll (23) and on locking on excess pressure of the lever drive is
swung away from the surface of the ink fountain roller (14) and that further rubber
buffers (45) fixed to the frame are provided which cooperate on swinging away with
stops on the ink fountain (15).
10. Device according to Claim 9, characterised in that the additional rubber buffers (44)
on the side frame (43) are mounted and that prolongations (44) of the axles (22) of
the cam rolls (23) in the plane of the ink metering elements (10) serve as stops.
11. Device according to Claim 3 and 4, characterised in that in the cross member (18),
three bearing elements (48, 49) are provided, wherein the central (49) is arranged
relative to the guide surface (50) on the support rail (16) and carries the respective
swivel bearing (17) and both the outer are provided with identical swivel bearings,
but which are arranged behind the edge of the support rail (16) inclined back behind
the guide plane (50), that the bearing elements (48, 49) are arranged symmetrically
relative to the cross member (18) and that on both sides of the outer bearing elements
(48) adjustment blocks (51) are provided, in which adjusting screws (52) are arranged
for axial positioning of the ink fountain (15) against side surfaces of the support
rail (16).
12. Device according to Claim 3 and 4, characterised in that the support surface (50)
on the central bearing element (49 is height adjustable.
13. Device according to Claim 8, characterised in that as damping element between ink
fountain (15) and side frame (43) a shock absorber is provided which, in each case,
is pivotally connected with the ink fountain (15) and the side frame (43).
1. Dispositif pour guider un encrier avec des éléments de dosage contre un rouleau d'encrier,
l'encrier reposant sur une pièce solidaire du bâti, comportant des éléments qui engendrent,
aux deux extrémités du rouleau d'encrier, entre le rouleau d'encrier et l'encrier,
des forces de maintien, et des éléments d'actionnement s'engageant sur ceux-ci, caractérisé
en ce que des premiers (5,23) et deuxièmes (6,25) éléments de guidage solidaires de
l'encrier (1,15) sont agencés dans le plan des éléments de dosage d'encre (10) ou
dans un plan diamétral vertical, ou à proximité de celui-ci, sur le dessus du rouleau
d'encrier (2,14), et en ce que des troisièmes éléments de guidage (8,28) sont agencés
de façon pivotante sur l'encrier (1,15), éléments qui sont reliés eux-mêmes aux éléments
(9,30,33) pour engendrer les forces de maintien par appui contre l'encrier (1,15),
les premiers (5,23) et troisièmes (8,28) éléments de guidage, y compris les deuxièmes
éléments de guidage (6,25), englobant, à chaque fois, un angle d'au moins 180°.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que l'encrier (1) repose de façon guidée des deux côtés par des
rouleaux d'appui (3) sur des voies de roulement (12) solidaires du bâti et, ainsi,
en quatre points sur les éléments de guidage (5,6,8) et les rouleaux d'appui (3),
en ce que les voies de roulement (12), à l'extrémité opposée au rouleau d'encrier
(2), sont munies de butées (13), et en ce que, pour l'actionnement, il est prévu un
mécanisme à levier qui s'appuie entre le bâti (11) de la machine et l'encrier (1),
de sorte que l'encrier (1), pour basculer au loin du rouleau d'encrier (2), est guidé,
de façon univoque, autour de l'axe des rouleaux d'appui (3) reposant contre les butées
(13).
3. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que l'encrier (15) est muni, sur son dessous, d'un rail d'appui
(16) et le rail d'appui (16) est muni, de façon centrale, d'une surface d'appui (50)
légèrement plus élevée, en ce qu'une traverse (18) solidaire du bâti est munie d'au
moins un élément de palier (49), sur lequel s'appuie l'encrier (15) au moyen de la
surface d'appui (50), et en ce que, pour l'actionnement, sont prévus des mécanismes
à levier (30,33) qui relient l'encrier (15) aux troisièmes éléments de guidage (28)
et peuvent être verrouillés sur l'encrier (15).
4. Dispositif selon la revendication 3,
caractérisé en ce que la surface d'appui (50) n'est que légèrement surélevée, par
exemple de 0,3-0,5 mm, au-dessus du bord du rail d'appui (16) et est légèrement plus
large que l'élément de palier (49).
5. Dispositif selon les revendications 3 et 4,
caractérisé en ce que des étriers cintrés (20) sont reliés à l'encrier (15) des deux
côtés, en ce que, sur les étriers (20), sont prévus des galets de came (23,25) en
tant qu'éléments de guidage, en ce que, à l'extrémité supérieure de chaque paire d'étriers
(20), il est prévu, à chaque fois, un étrier pivotant (26) sur l'axe (24) du galet
de came (25) agencé à cet endroit, en ce que, à une extrémité de chaque étrier pivotant
(26), il est prévu un autre galet de came (28) en tant que troisième élément de guidage,
qui s'engage sur l'autre extrémité du mécanisme à levier.
6. Dispositif selon les revendications 3 et 4,
caractérisé en ce que chaque mécanisme à levier est constitué d'un élément de déverrouillage
(33) agencé de façon pivotante sur l'étrier (20), avec une poignée (35) agencée sur
celui-ci, et d'un support élastique (30), ce dernier étant relié de façon articulée
à l'élément de déverrouillage (33) et à l'étrier pivotant (26).
7. Dispositif selon les revendications 3 à 6,
caractérisé en ce que la poignée (35) peut être déplacée dans l'élément de déverrouillage
(33) contre une force élastique et est munie d'un prolongement (37), et en ce que,
dans une pièce reliée à l'étrier (20), il est prévu un perçage de verrouillage (38)
dans lequel s'engage le prolongement (37) dans l'état déverrouillé du mécanisme à
levier.
8. Dispositif selon les revendications 3 à 7,
caractérisé en ce que des éléments d'amortissement (36,45) sont prévus entre l'encrier
(15) et le rouleau d'encrier (14), ainsi qu'entre l'encrier (15) et le bâti latéral
(43).
9. Dispositif selon la revendication 8,
caractérisé en ce que, sur chaque élément de déverrouillage (33), il est prévu un
tampon en caoutchouc (36), de sorte que celui-ci, lors du pivotement de l'encrier
(15) avec la poignée encliquetée (35) devant le galet de came (23), touche le rouleau
d'encrier (14) et, lors du verrouillage par pressage du mécanisme à levier, s'éloigne
en pivotant de la surface du rouleau d'encrier (14), et en ce que d'autres tampons
en caoutchouc (45) solidaires du bâti sont prévus, qui coopèrent, lors du pivotement,
avec des butées sur l'encrier (15).
10. Dispositif selon la revendication 9,
caractérisé en ce que les tampons en caoutchouc supplémentaires (45) sont montés sur
le bâti latéral (43), et en ce que des prolongements (44) des axes (22) des galets
de came (23) servent de butées dans le plan des éléments de dosage d'encre (10).
11. Dispositif selon les revendications 3 et 4,
caractérisé en ce que, dans la traverse (18), sont prévus trois éléments de palier
(48,49), l'élément médian (49) étant associé à la surface de guidage (50) sur le rail
d'appui (16) et portant le palier pivotant correspondant (17), et les deux éléments
externes étant munis de paliers pivotants de même type, mais étant associés au bord
du rail d'appui (16) en retrait derrière la surface de guidage (50), en ce que les
éléments de palier (48,49) sont agencés symétriquement par rapport à la traverse (18),
et en ce que, des deux côtés des éléments de palier externes (48), sont prévues des
pattes d'ajustage (51) dans lesquelles sont agencées des vis de réglage (62) pour
le positionnement axial de l'encrier (15) sur les faces latérales du rail d'appui
(16).
12. Dispositif selon les revendications 3 et 4,
caractérisé en ce que la surface d'appui (50) ou l'élément de palier médian (49) est
réglable en hauteur.
13. Dispositif selon la revendication 8,
caractérisé en ce que, en tant qu'élément d'amortissement, entre l'encrier (15) et
le bâti latéral (43), il est prévu un amortisseur de chocs, qui est articulé, à chaque
fois, à l'encrier (15) et au bâti latéral (43).