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EP 0 453 800 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.08.1996 Patentblatt 1996/34 |
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Anmeldetag: 27.03.1991 |
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Spannkopf
Tensioning head
Tête de serrage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
25.04.1990 DE 4013092
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.10.1991 Patentblatt 1991/44 |
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Patentinhaber: MAN Roland Druckmaschinen AG |
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63012 Offenbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Hammer, Josef
W-8900 Augsburg 1 (DE)
- Thuer, Walter
W-8904 Friedberg (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DD-A- 0 273 417 US-A- 4 149 682 US-A- 4 951 894
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DE-A- 2 814 338 US-A- 4 715 553
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Spannkopf für eine auf einer Hülse aufgewickelte Bahn
mit einem Tragarm und einem darin angeordneten, in die Hülse einführbaren Spanndorn.
[0002] Derartige Spannköpfe werden beispielsweise zur Festlegung einer Papierbahnrolle in
Rollenwechslern von Rollenrotationsdruckmaschinen eingesetzt.
[0003] Aus der DE 28 14 338 A1 ist bereits ein Spannkopf für auf Hülsen aufgewickelte Warenbahnen
bekannt, der einen drehbaren, aber nicht verschiebbaren Spanndorn und einen Auswerferring
zum Abstreifen der Hülsen aufweist
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Spannkopf zu schaffen,
der einen einfach aufgebauten,
Platz sparenden, keinen eigenen Antrieb benötigenden Auswerfer für die Hülse einer
abgewickelten Bahn aufweist.
[0005] Erfindungsgemäß wird dies durch Anwendung der Merkmale des Kennzeichens des Anspruchs
1 erreicht.
[0006] Ein erfindungsgemäßer Spannkopf zeichnet sich dadurch aus, daß er trotz der Anordnung
eines Auswerfers eine sehr steife Lagerung für den Spanndorn ermöglicht, da der Tragarm
und damit das vordere Lager für den Spanndorn weit in Richtung zur Spitze des Spanndornes
vorgezogen werden kann, ohne daß jedoch der Stellweg zur Einstellung der Seitenkante
der von der Rolle abzuwickelnden Bahn unzulässig beschränkt wird.
[0007] Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben. Die Zeichnung
zeigt einen Längsschnitt durch die erfindungsgemäß wesentlichen Teile eines Spannkopfes.
[0008] Der Spannkopf umfaßt einen Tragarm 1. Der Tragarm 1 kann an einer festen Seitenwand
oder an den Armen eines Rollensternes fest angeschlossen sein. In dem Tragarm 1 ist
ein Zahnrad 2 drehbar gelagert, dessen Zähne mit einer Zahnstange 3 einer Lagerbuchse
4 kämmen. Die Lagerbuchse 4 ist im Tragarm 1 axial verschiebbar geführt. Das Zahnrad
3 kann in nicht näher dargestellter Weise entweder von Hand oder mittels eines Stellmotors
betätigt werden. Im Innenraum der Lagerbuchse 4 ist mittels eines vorderen Wälzlagers
5 sowie eines weiteren nicht dargestellten, rückwärtigen Wälzlagers ein Spanndorn
6 drehbar, aber gegenüber der Lagerbuchse 4 axial unverschiebbar gelagert. Das aus
der Lagerbuchse 4 herausragende freie Ende des Spanndornes 6 ist mit an sich bekannten,
nicht näher dargestellten Spreizbacken 7 zum Festlegen einer aufgeschobenen Hülse
einer Bahnrolle versehen. Dabei bildet eine Stirnfläche 8 eines Spannringes 9 einen
Anschlag für die aufzuschiebende Hülse.
[0009] Der Tragarm 1 weist eine Stirnseite 10 mit mehreren zylindrischen Ausnehmungen 11
auf. Zweckmäßig sind drei zylindrische Ausnehmungen 11 vorgesehen. Durch jede der
zylindrischen Ausnehmungen 11 ragt ein Führungsstift 12 mit einem zylindrischen Kopf
13 größeren Durchmessers. Auf dem Kopf 13 ist eine Führungsbuchse 14 mit ihrer Innenfläche
15 gleitend gelagert. Die Führungsbuchse 14 weist an ihrem dem Tragarm 1 zugewandten
Ende einen ringförmigen, sich nach innen erstreckenden Ansatz 16 auf. Mit der Innenfläche
des Ansatzes 16 ist die Führungsbuchse 14 auf dem Führungsstift 12 gleitend gelagert.
Der ringförmige Ansatz 16 bildet gleichzeitig ein Widerlager für das eine Ende einer
schraubenförmigen Druckfeder 17, die den Führungsstift 12 umgibt. Das ander Ende der
Druckfeder 17 stützt sich am Kopf 13 des Führungsstiftes 12 ab. Fest mit der Führungsbuchse
14 ist ein Auswerferring 18 verbunden, der den Spanndorn 6 außen umgibt. Der Innendurchmesser
des Auswerferringes 18 ist nur geringfügig größer als sein der Stirnfläche 8 des Spannringes
9 zugewandter Außendurchmesser. Er ist kleiner als der gestrichelt angedeutete Außendurchmesser
19 einer auszuwerfenden Hülse. Die Stirnfläche 20 des Auswerferrings 18 ist weiterhin
in der Position dargestellt, in der der Spanndorn 6 soweit in Richtung des Pfeiles
"a" ausgefahren ist, wie es zum Aufspannen einer Hülse einer Bahnrolle erforderlich
ist. Durch die Druckfeder 17 ist gewährleistet, daß der Auswerferring 18 an der Stirnfläche
21 der Lagerbuchse 4 kraftschlüssig anliegt und somit immer ein konstanter Abstand
"c" eingehalten wird, damit der statische Auswerferring 18 niemals an der rotierenden
Hülse einer Bahnrolle anlaufen kann. Diese Ausgestaltung ermöglicht es, den Spanndorn
6 zur Einstellung der Seitenkante der abzuwickelnden Bahn um einen bestimmten Weg
in Richtung des Pfeiles "a" oder "b" zu verfahren, ohne daß der Auswerferring 18 eine
axial wirkende Kraft auf die aufgespannte Hülse ausübt.
[0010] Befindet sich auf dem Spanndorn 6 eine Hülse einer Bahnrolle, die ausgeworfen werden
soll, so wird der Spanndorn 6 mittels des Zahnrades 2 über die verzahnte Lagerbuchse
4 in Richtung des Pfeiles "b" bewegt. Sobald der Spanndorn 6 soweit zurückgefahren
wurde, daß die hintere Stirnfläche 22 des Auswerferrings 18 an der Stirnfläche 10
des Tragarms 1 zum Anliegen kommt, bleibt der Auswerferring 18 stehen und beginnt,
auf die Hülse eine in Abstreifrichtung wirkende Kraft auszuüben. Der Spanndorn 6 fährt
nun solange weiter, bis die Kante 23 des Spanndorns unter der Stirnfläche 20 des Auswerferrings
18 verschwindet und somit ein sicheres Abstreifen der Hülse gewährleistet ist.
1. Spannkopf für eine auf eine Hülse aufgewickelte Bahn mit einem Tragarm (1), einem
in die Hülse einführbaren Spanndorn (6) und einem den Spanndorn (6) umgreifenden,
am Tragarm (1) parallel zur Bewegungsrichtung des Spanndorns (6) verschiebbar geführten
Auswerferring (18) zum Abstreifen der Hülse vom Spanndorn (6), dadurch gekennzeichnet,
daß der Spanndorn (6) im Tragarm (1) verschiebbar angeordnet ist und daß der Auswerferring
(18) gegenüber dem Tragarm (1) federnd abgestützt ist.
2. Spannkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Stirnseite (10) des
Tragarmes (1) mehrere Führungsstifte (12) befestigt sind und auf jedem Führungsstift
(12) eine mit dem Auswerferring (18) fest verbundene Führungsbuchse (14) verschiebbar
gelagert ist.
3. Spannkopf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenfläche (15) Jeder
Führungsbuchse (14) gleitend auf einem zylindrischen Kopf (13) des Führungsstiftes
(12) geführt ist, am zylindrischen Kopf (13) das eine Ende einer den Führungstift
(12) umgebenden Druckfeder (17) anliegt, deren anderes Ende sich an einem ringförmigen
Ansatz (16) der Führungsbuchse (14) abstützt und die Innenfläche des ringförmigen
Ansatzes (16) auf dem Führungsstift (12) gleitend gelagert ist.
4. Spannkopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Auswerferring (18) in der Einführposition des Spanndornes (6) an einer den Spanndorn
(6) drehbar, aber axial gesichert aufnehmenden, axial einstellbaren Lagerbuchse (4)
anliegt sowie zwischen einer hinteren Stirnfläche (22) des Auswerferrings (18) und
einer Stirnseite (10) des Tragarmes (4) ein eine Bahnkanteneinstellung zulassender
Abstand besteht.
1. Clamping head for a web wound onto a sleeve with a supporting arm (1), a clamping
mandrel (6) insertable in the sleeve and an ejector ring (18) surrounding the clamping
mandrel (6) and movable on the supporting arm (1) parallel to the direction of movement
of the clamping mandrel (6) for stripping the sleeve from the clamping mandrel (6),
characterised in that the clamping mandrel (6) is arranged displaceably in the supporting
arm (1) and that the ejector ring (18) is resiliently supported with respect to the
supporting arm (1).
2. Clamping head in accordance with claim 1, characterised in that several guide pins
(1) are fixed on the end (10) of the supporting arm (1) and on each supporting pin
(12) is displaceably positioned a guide bushing (14) fixed to the ejector ring (18).
3. Clamping head in accordance with claim 2, characterised in that the inner surface
(15) of each guide bushing (14) is slidable on a cylindrical head (13) of the guide
pin (12), one end of a compression spring (17) surrounding the guide pin (12) rests
against the cylindrical head (13), the other end being supported on a ring-shaped
shoulder (16) of the guide bushing (14) and the inner surface of the ring-shaped shoulder
(16) being slidably mounted on the guide pin (12).
4. Clamping head according to one of the preceding claims, characterised in that in the
entry position of the clamping mandrel (6) the ejector ring (18) rests against an
axially adjustable bearing bushing (4) receiving the clamping mandrel (6) in a rotatable
but axially fixed manner, and between a rear face (22) of the ejector ring (18) and
an end face (10) of the supporting arm (1) there is a distance permitting a web edge
adjustment.
1. Tête de serrage pour une bande enroulée sur une douille, comportant un bras de support
(1), un mandrin de serrage (6) pouvant être introduit dans la douille et une bague
d'éjection (18) qui entoure le mandrin de serrage (6) et est guidée de manière à être
déplaçable sur le bras de support (1), parallèlement à la direction de déplacement
du mandrin de serrage (6), pour éjecter la douille du mandrin de serrage (6), caractérisée
en ce que le mandrin de serrage (6) est disposé de manière à être déplaçable dans
le bras de support (1) et que la bague d'éjection (18) est supportée élastiquement
par rapport au bras de support (1).
2. Tête de serrage selon la revendication 1, caractérisée en ce que plusieurs tiges de
guidage sont fixées sur la face frontale (10) du bras de support (1) et qu'une douille
de guidage (14), reliée de façon fixe à la bague d'éjection (18), est montée de manière
à être déplaçable sur chaque tige (12).
3. Tête de serrage selon la revendication 2, caractérisée en ce que la surface intérieure
(15) de chaque douille de guidage (14) est guidée de manière à pouvoir glisser sur
une tête cylindrique (13) de la tige de guidage (12), que sur la tête cylindrique
(13) s'applique une extrémité d'un ressort de pression (17), qui entoure la tige de
guidage (12) et dont l'autre extrémité prend appui sur un appendice saillant annulaire
(16) de la douille de guidage (14) et que la surface intérieure de l'appendice saillant
annulaire (16) est montée de manière à pouvoir glisser sur la tige de guidage (12).
4. Tête de serrage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
lorsque le mandrin de serrage (6) est dans la position introduite, la bague d'éjection
(18) s'aplique contre une douille de support (4) qui est réglable axialement et loge
le mandrin de serrage (6) de manière qu'il puisse tourner, mais en étant bloqué axialement,
et qu'une distance permettant un réglage du bord de la bande est présente entre une
surface frontale arrière (22) de la bague d'éjection (18) et une face frontale (10)
du bras de support (4).
