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(11) |
EP 0 454 880 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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25.01.1995 Patentblatt 1995/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.05.1990 |
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Verfahren an einem kältegedämmten Lagertank für verflüssigtes Gas und Lagertank zur
Durchführung des Verfahrens
Process related to a storage tank, insulated against cold, for liquefied gas, and
storage tank for carrying out the process
Procédé pour un réservoir à gaz liquéfié, isolé contre le froid, et un réservoir pour
la réalisation d'un tel procédé
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK FR GB IT LI LU NL SE |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.11.1991 Patentblatt 1991/45 |
| (73) |
Patentinhaber: Tractebel Gas Engineering GmbH |
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53119 Bonn (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Puklavec, Vladimir, Dipl.-Ing.
D-53227 Bonn (DE)
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| (74) |
Vertreter: Allgeier, Kurt et al |
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Patentanwaltsbüro
Allgeier & Vetter
Postfach 14 27 79604 Rheinfelden 79604 Rheinfelden (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
FR-A- 2 216 515 US-A- 2 984 080
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GB-A- 870 267
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung hat ein Verfahren an einem kältegedämmten Lagertank für verflüssigte
Gase zum Gegenstand, bei dem die Flüssiggas-Lagertemperatur unterhalb der Umgebungstemperatur
liegt, die in der Regel die Aussentemperatur ist, und ferner einen Lagertank zur Durchführung
des Verfahrens, bei dem sich innerhalb eines gescholossenen Aussentanks ein mit diesem
gasseitig verbundener Innentank befindet, welcher das zu lagernde Flüssiggas - im
folgenden als Produktgas bezeichnet - enthält.
[0002] Ein Verfahren Zur Verhinderung des Verdampfens eines Flüssigen Produktgases durch
Beimischen eines ebenfalls Flüssigen, niedriger siedenden Gases zum Produktgas ist
durch die US-A-2 984 080 (Sp. 2 Zeilen 1 - 19) bekanntgeworden. Damit sollen Verluste
an Flüssiggas beim Lagern und Transportieren möglichst minimiert und es soll die Bildung
einer feuergefährlichen Gas-Atmosphäre in dem Lager- oder Transportbehälter oder um
diesen herum weitgehend vermindert oder verhindert werden.
[0003] Demgegenüber bezieht sich die Erfindung darauf, ein Kondensieren des Flüssiggases
bei Abkühlung der Wandflächen zu vermeiden.
[0004] Die Lagertemperatur eines Flüssiggases, beispielsweise eines Flüssigbutans (n-Butan
oder i-Butan), beträgt je nach Überdruck bei einem barometrischen Druck von
| 1013 mbar für |
n-Butan |
i-Butan |
| bei 50 mbar |
0,78 |
-10,57 |
| bei 100 mbar |
2,01 |
- 9,35 |
| bei 150 mbar |
3,20 |
- 8,18 |
| bei 200 mbar |
4,35 |
- 7,05 |
[0005] Wie diese Beispiele zeigen, ist in der kalten Jahreszeit oder in kälteren Klimazonen
mit Betriebsfällen zu rechnen, bei denen die Umgebungstemperatur niedriger ist als
die Flüssiggas-Lagertemperatur mit der Folge, dass das gelagerte Produktgas an den
von aussen gekühlten Wandflächen des Innentanks kondensiert. Die Aufgabe der Erfindung
ist darin zu sehen, ein Verfahren und einen Lagertank vorzuschlagen, um die Bildung
von Kondensat zu vermeiden, welches aus dem Lagertank entfernt werden muss, was aufwendige
Vorrichtungen z. B. zum Verpumpen erfordert, wobei auch Vorkehrungen zu treffen sind,
um einem Aufschwimmen des Innentanks durch den entstehenden Auftrieb zu begegnen.
[0006] Ausgehend von einem gattungsgemässen Lagertank für verflüssigte Gase nach der genannten
US-A-2 984 080 besteht das erfindungsgemässe Verfahren in einem kontrollierten Zumischen
eines leichter siedenden Gase zum verdampften Anteil des gelagerten Gases zur Absenkung
der Taupunkttemperatur, um ein unerwünschtes Kondensieren dieses Anteils des gelagerten,
als Produktgas bezeichneten Flüssiggases bei absinkender Umgebungstemperatur zu vermeiden.
[0007] Die Anwendbarkeit der erfindungsgemässen Verfahrensweise ist nicht von einer bestimmten
Bauart eines kältegedämmten Lagertanks für verflüssigte Gase bei tiefen Temperaturen
abhängig; sie kann grundsätzlich für jede Tankbauart eingesetzt werden. Bei einer
häufig angewandten Bauart derartiger Tanks ist ein offener Innentank (offene Tasse)
innerhalb eines geschlossenen Aussentankes angeordnet, und beide Tanks sind gasseitig
miteinander verbunden. Dabei kann der Aussentank zwei Funktionen erfüllen, und zwar
kann er als Auffangbehälter dienen, um im Versagensfalle des Innentanks den gesamten
Tankinhalt aufzunehmen, und neben dieser Aufgabe kann er als Isolierbehälter ausgebildet
sein.
[0008] Hier setzt die weitere Verfahrenserfindung ein, und diese besteht darin, dass ein
in den Zwischenraum zwischen Aussen- und und Innentank im Bodenbereich an örtlich
gleichmässig verteilten Stellen ein mit dem Produktgas verträgliches Gas mit höherem
Dampfdruck eingespeist wird, welches infolge Schwerkraftwirkung nach oben steigt und
sich in dem Zwischenraum des gesamten Umgebungsbereichs des Innentanks verteilt und
sich dabei mit dem dort vorhandenen Produktgas vermischt und dadurch eine Gasmischung
erzeugt wird, deren Taupunkt unterhalb der Umgebungstemperatur liegt. Durch Verwirklichung
dieser Verfahrensweise in Verbindung mit einem gattungsgemäss ausgebildeten Tank wird
eine besonders sichere Tankkonzeption geschaffen. Dabei kann sieh gegebenenfalls im
Dachbereich Flüssigkeit ansammeln, welche durch geeignete Abweisvorrichtungen bzw.
Abweistbleche in den Innentank abgeleitet wird. Das mit dem Produktgas verträgliche
Gas kann auch ein Gemisch aus dein Gas mit höherem Dampfdruck und Produktgas sein.
[0009] Bei manchen Tankhauarten kann das in den Zwischenraum zwischen Innen- und Aussentank
eingespeiste Gas nicht in der gewünschtem Weise frei nach oben steigen, wodurch die
Einspeisung behindert und daher die Einspeisdauer in unerwünschter Weise sehr stark
verlängert werden kann. Dies kann auf einen zu engen Zwischenraum, auf Einbauten oder
Versteifungen o. ä. im Zwischenraum oder auf Ausführung der Kältedämmung durch eine
Schüttung aus körnigem Material zurückzuführen sein. Dadurch kann infolge der Widerstände
in der Schüttung eine unerwünschte Druckbildung hervorgerufen werden. In diesen Fällen
wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass das einzuspeisende Gas mit höberem Dampfdruck
zu einem grösseren Anteil dem Zwischenraum im oberen bzw. Dachbereich des Lagertanks
unter ausreichendem Überdruck zugeführt und dadurch eine Spülung des Zwischenraumes
von oben nach unten durchgeführt wird, und es ist ferner eine Abwandlung dahingehend
vorgesehen, dass das gesamte einzuspeisende Gas mit höherem Dampfdruck dem Zwischenraum
in oberen bzw. Dachbereich des Lagertanks zugeführt wird.
[0010] Eine weitere vorteilhafte Besonderheit des erfindungsgemässen Verfahrens an einem
kältegedämmten Lagertank für verfüssigte Gase, bei dem die Flüssiggas-Lagertemperatur
unterhalb der Umgebungstemperatur liegt, die in der Regel die Aussentemperatur ist,
kann noch darin bestehen, dass durch kontrolliertes Zumischen von leichter siedenden
Gasen zur Absenkung der Taupunkttemperatur ein unerwünschtes Kondensieren des gelagerten,
als Produktgas bezeichneten Flüssiggases bei absinkender Umgebungstemperatur dadurch
vermieden wird, dass in den Zwischenraum zwischen einem geschlossenen Aussentank und
einem mit diesem gasseitig verbundenen Innentank das mit dem Produktgas verträgliche
leichter siedende Gas mit höherem Dampfdurck eingespeist, und mit dem dort vorhandenen
Produktgas durch Vermischen eine Gasmischung erzeugt, deren Taupunkt unterhalb der
Umgebungstemperatur liegt, wobei das gesamte einzuspeisende Gas mit dem höheren Dampfdruck
dem Zwischenraum im oberen bzw. Dachbereich des Lagertanks unter ausreichendem Überdruck
zugeführt wird, so dass ebenfalls eine Spülung des Zwischenraums von oben nach unten
erfolgt.
[0011] Die weitere Erfindung betrifft die vorteilhafte Ausbildungsweise eines mit einer
Kältedämmung versehenen Lagertanks für verflüssigte Gase, im folgenden also Produktgas
bezeichnet, bei dem innerhalb eines geschlossenen Aussentanks ein mit diesem gasseitig
verbundener Innentank angeordnet und innerhalb des durch die Wandungen des Aussen-
und Innentanks geschaffenen Zwischenraumes kälteisolierende Schichten eingesetzt sind.
[0012] Durch die FR-A-2216515 ist ein doppelwandiger Lagertank mit Isolierschichten zwischen
den Wandungen für die Tieftemperaturtechnik bekanntgeworden, der zur Aufnahme von
LNG bei atmosphärischem Druck oder einem in der Nähe des atmosphärischen Druckes bestimmt
ist und Mittel aufweist, die zum Einblasen von erwärmter Luft in die unteren Hohlräume
in der Doppelwandung dienen, von wo die Luft von unten nach oben in diesen Räumen
zirkulieren soll.
[0013] Dieser bekannte Lagertank ist jedoch abweichend von der bereits wenn auch nicht durckschriftlich
bekannten, sondern von der Patentinhaberin entwickelten Tankanlage gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 6 nicht mit gasseitigen Verbindungen zwischen Aussen- und Innentank
augerüstet, weshalb mit diesem Lagertank das hier vorgeschlagene Verfahren nicht durchführbar
ist.
[0014] Der Lagertank nach der Erfindung ist darüber hinaus mit einer im Bodenbereich des
Zwischenraums zwischen den Wandungen verlegten Ringleitung mit gleichmässig verteilten
Austrittsöffnungen zur Einspeisung eines mit dem Produktgas verträglichen Gases mit
höherem Dampfdruck versehen, die über Zuführungsleitungen, über Absperr- und Regelorgane
mit Vorratstanks bzw. Versorgungssystemen verbunden ist. In Abwandlung hiervon oder
zusätzlich kann auch vorgesehen sein, dass im oberen bzw. Dachbereich örtlich verteilt
einzelne oder schlitzartige Eintrittsöffnungen für das einzuspeisende, mit dem Produktgas
verträgliche Gas mit höherem Dampfdruck angeordnet sind, die mit den Zuführungsleitungen
in Verbindung stehen.
[0015] Vorteilhafterweise kann die Ausbildung der Lagertanks derart getroffen sein, dass
die kälteisolierenden Schichten im Bodenbereich zwischen dem Boden des Innen- und
des Aussentanks angebracht sind. Im seitlichen Mantelbereich kann die Kältedämmung
dadurch geschaffen werden, dass auf den dem Zwischenraum zugekehrten Seiten- und/oder
Dachwandnngen des Innen- und/oder des Aussentanks die kälteisolierenden Schichten
angebracht sind, während im Dachhereich eine zweckmässige lösung darin bestehen kann,
dass im Dachbereich die kälteisolierende Isolierschicht als abgehängte Isolierdecke
ausgebildet und am Dach des Aussentanks befestigt ist. Ferner kann es vorteilhaft
sein, wenn nach einem Erfindungsmerkmal im Bereich der Seitenwände des Innen- und
Aussentanks die kälteisolierende Schicht als Schüttung von körnigem Isoliermaterial
im Zwischenraum ausgebildet ist.
[0016] Ein erfindungsgemäss ausgelegter Lagertank der gattungsgemässen Bauart ist als Ausführungsbeispiel
in der Zeichnung dargestellt und und das erfindfungsgemässe Verfahren ist anhand der
Zeichnung im Folgenden näher beschrieben.
[0017] Mit 1 ist der Lagertank als Ganzes und mit 2 sein Fundament bezeichnet. Der Innentank
3 ist aus seinem Boden 5 und der) Seitenwandungen 13 gebildet und nach oben offen.
Zwischen dem Boden 5 des Innentanks 3 und des Aussentanks 7 ist in nicht dargestellter
Weise eine Kältedämmungsschicht eingesetzt. Der Aussentank 7 besteht aus einem Boden
6, den Seitenwandungen 12 und dem Dach 18; er ist aus Beton hergestellt und ist an
seinen Innenwandungsflächen mit einer flüssigkeitsdichten Auskleidung 16 aus korrosionsfestem
Stahl versehen. Die dem Zwischenraum 4 zugekehrten Seitenwandflächen 13 des Innentanks
3 sind mit einer kältedämmenden Isolierschicht 14 versehen. Am Dach 18 des Aussentanks
7, ist eine abgehängte Isolierdecke 17 befestigt.
[0018] Im Bodenbereich 8 ist eine umlaufende Ringleitung 21 mit örtlich verteilten Austrittsöffnungen
22 verlegt und mittels der Zuführungsleitungen 23 über Absperr- und Regelventile 24,
25 an einen nicht dargestellten Vorratstank für das einzuspeisende Gas mit höherem
Dampfdruck angeschlossen.
[0019] Den folgenden Ausführungen ist eine Erläuterung der Wirkungsweise des Verfahrens
anhand des beschriebenen Verfahrensbeispiels zu entnehmen.
[0020] Butan wird handelsüblich als ein Gemisch aus n- und i-Butan - sowie Beimischungen
einiger Mol % Propan und Pentan - transportiert und gelagert.
[0021] Es ist bekannt, dass der Taupunkt eines Gemisches stärker von Gaskomponenten mit
niedrigem Dampfdruck und der Siedepunkt eines Gemisches stärker von Gaskomponenten
mit höherem Dampfdruck beeinflusst wird.
[0022] Unter der Annahme, dass die Zusammensetzung des gelagerten Produktes
1 Mol % Propan
3 Mol % i-Butan
94 Mol % n-Butan
2 Mol % n-Pentan
beträgt, ist der Siedepunkt (d. h. die Lagertemperatur) bei einem Überdruck von
50 mbar ca. 0°C
100 mbar ca. 1,3°C
150 mbar ca. 2,5°C
In der kalten Jahreszeit ist aus vorgenannten Überlegungen ein möglichst niedriger
Tankdruck zu halten.
[0023] Die Gleichgewichtsgasphase bei 50 mbar
ca. 4,2 Mol % Propan
ca. 4,3 Mol % i-Butan
ca. 90,7 Mol % n-Butan
ca. 0,8 Mol % n-Pentan
befindet sich bei der genannten Lagertemperatur von 0°C am Taupunkt.
[0024] Bei einer Zumischung von Propan - wie beschrieben - wird der Taupunkt abgesenkt,
wobei diese Absenkung von dem erreichten Propangehalt abhängig ist, z. B.:
- bei einem Propangehalt von 10 Mol % ca. 1,8°C
- bei einem Propangehalt von 20 Mol % ca. 3,7°C
- bei einem Propangehalt von 30 Mol % ca. 6,2°C
- bei einem Propangehalt von 40 Mol % ca. 9,1°C
- bei einem Propangehalt von 50 Mol % ca. 12,2°C
usw.
[0025] Bei einer Zumischung von Erdgas (das sehr oft verfügbar ist) beträgt die erreichbare
Taupunktabsenkung je nach dem erreichten Methangehalt (vereinfachungshalber wird das
Erdgas mit einem 100 %-Methangehalt angenommen), z. B.:
- bei einem Methangehalt von 10 Mol % ca. 3,0°C
- bei einem Methangehalt von 20 Mol % ca. 5,8°C
- bei einem Methangehalt von 30 Mol % ca. 9,2°C
- bei einem Methangehalt von 40 Mol % ca. 12,9°C
- bei einem Methangehalt von 50 Mol % ca. 17,1°C
usw.
[0026] Die jeweils erforderliche Taupunkttemperatur richtet sich nach der kältesten Temperatur
im Zwischenmantelraum. Diese kälteste Temperatur ist abhängig von der Umgebungstemperatur
(bei einem Aussentank aus Beton eher von der Tagesmitteltemperatur) und von dem Wärmeübergang
zwischen dem wärmeren Tankinhalt im Innentank und der vom Produktgas (vermischt mit
leichter siedendem Gas) beaufschlagten Innenseite des Aussentanks einschlieslich evtl.
Kältedämmung.
[0027] An diesen Stellen können entsprechende Temperaturanzeigen eingebaut und bei den gemessenen
Temperaturwerten, die gleich oder tiefer als Produkttemperatur bzw. Produktgastaupunkt
liegen, Alarm ausgelöst und die Einspeisung von leichter siedendem Gas eingeleitet
werden. Dabei ist unerheblich, ob das leichtsiedende Gas alleine oder schon vorgemischt
mit dem Produktgas (eingestellt auf den gewünschten Taupunkt) eingespeist wird. Im
letzteren Falle ist die gesamteinzuspeisende Leichtgasmenge geringer, was auch Vorteile
hinsichtlich der Weiterbehandlung (z. B. Rückverflüssigung) beim Eintritt der warmen
Umgebungstemperaturen mit sich bringt.

1. Verfahren an einem kältegedämmten Lagertank für verflüssigtes Gas, bei dem die Flüssiggas-Lagertemperatur
unterhalb der Umgebungstemperatur liegt, die in der Regel die Aussentemperatur ist,
wobei
durch kontrolliertes Zumischen eines leichter siedenden Gases zum verdampften Anteil
des gelagerten Gases durch Absenkung der Taupunkttemperatur ein unerwünschtes Kondensieren
dieses Anteils des gelagerten, als Produktgas (PG) bezeichneten Flüssiggases bei absinkender
Umgebungstemperatur vermieden wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1 bei einem Lagertank mit einem innerhalb eines geschlossenen
Aussentanks angeordneten, mit diesem gasseitig verbundenen Innentank, wobei
in den Zwischenraum (4) zwischen Aussen- und Innentank (7, 3) im Bodenhereich (8)
an örtlich gleichmässig verteilten Stellen ein mit dem Produktgas (PG) verträgliches
Gas mit höherem Dampfdruck eingespeist wird, welches infolge Schwerkraftwirkung nach
oben steigt und sich in dem Zwischenraum (4) des gesamten Umgebungsbereichs (9) des
Innentanks (3) verteilt und sich dabei mit dem dort vorhandenen Produktgas (PG) vermischt,
und dadurch eine Gasmischung erzeugt wird, deren Taupunkt unterhalb der Umgebungstemperatur
liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 bei einem Lagertank mit einem innerhalb eines geschlossenen
Aussentanks angeordneten, mit diesem gasseitig verbundenen Innentank, wobei
ein in den Zwischenraum (4) zwischen Aussen- und Innentank (7,3) an örtlich gleichmässig
verteilten Stellen ein mit dem Produktgas (PG) verträgliches Gas mit höherem Dampfdruck
zu einem grösseren Anteil dem Zwischenraum (10) im oberen bzw. Dachbereich (11) des
Lagertanks (1) unter ausreichendem Überdruck zugeführt und dadurch eine Spülung des
Zwischenraums (4) von oben nach unten durchgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei in den Zwischenraum (4) zwischen einem geschlossenen
Aussentank (7) und einem innerhalb von diesem angeordneten, mit diesem gasseitig verbundenen
Innentank (3) das mit dem Produktgas (PG) verträgliche, leichter siedende Gas mit
höherem Dampfdruck eingespeist und mit dem dort vorhandenen Produktgas (PG) durch
Vermischen eine Gasmischung erzeugt wird, deren Taupunkt unterhalb der Umgebungstemperatur
liegt, wobei das gesamte einzuspeisende Gas mit dem höheren Dampfdruck dem Zwischenraum
(10) im oberen bzw. Dachbereich (11) des Lagertanks (1) unter ausreichendem Überdruck
zugeführt wird, so dass eine Spülung des Zwischenraums (4) von oben nach unten erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem das einzuspeisende Gas ein überhitztes Produktgas
ist.
6. Mit einer Kältedämmung versehener Lagertank für verflüssigte Gase, im folgenden als
Produktgas (PG) bezeichnet, zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Patentansprüche
2, 3 oder 4, bei dem innerhalb eines geschlossenen Aussentanks (7) ein mit diesem
gasseitig verbundener Innentank (3) angeordnet ist,
gekennzeichnet durch
a) innerhalb des durch die Wandungen (12, 13) des Aussen- und Innentanks (7, 3) geschaffenen
Zwischenraumes (4) eingesetzte kälteisolierende Schichten (14, 15, 17),
b) eine im Bodenbereich (8) des Zwischenraumes (4) verlegte Ringleitung (21) mit gleichmässig
verteilten Austrittsöffnungen (22) zur Einspeisung eines mit dem Produktgas (PG) verträglichen
Gases mit höherem Dampfdruck, die
c) über Zuführungsleitungen (23) über Absperr- und Regelorgane (24,25) mit Vorratstanks
bzw. Versorgungssystemen verbunden ist.
7. Lagertank nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass im oberen bzw. Dachbereich
(11) örtlich verteilt einzelne oder schlitzartige Eintrittsöffnungen (26) für das
einzuspeisende, mit den, Produktgas (PG) verträgliche Gas mit höherem Dampfdruck angeordnet
sind, die mit den Zuführungsleitungen (23) in Verbindung stehen.
8. Lagertank nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die kälteisolierenden Schichten
(14, 15, 17) im Bodenbereich (8) zwischen dem Boden (5, 6) des Innen- und des Aussentanks
(3, 7) angebracht sind.
9. Lagertank nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf den dem Zwischenraum (4)
zugekehrten Seiten- und/oder Dachwandungen (12, 13) des Innen- und/oder des Aussentanks
(3, 7) die kälteisolierenden Schichten (14, 15) angebracht sind.
10. Lagertank nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Dachbereich (11) die kälteisolierende
Isolierschicht als abgehängte Isolierdecke (17) ausgebildet und am Dach (18) des Aussentanks
(7) befestigt ist.
11. Lagertank nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Seitenwände
(12, 13) des Innen- und Aussentanks (3, 7) die kälteisolierende Schicht als Schüttung
von körnigem Isoliermaterial im Zwischenraum (4) ausgebildet ist.
1. Process related to a cold-insulated storage tank for liquefied gas having a storage
temperature below the ambient temperature which, normally, represents the outside
temperature, and this process allows, in case of a falling ambient temperature, to
avoid a non-desired condensation of the vaporized portion of the stored liquefied
gas, designated as product gas (PG), by a controlled admixture of a lower boiling
gas to this portion and by lowering the temperature of dew point.
2. Process according to claim 1, related to a storage tank with internal tank arranged
within a closed external tank and linked to the latter at the gas side and, using
said process, a gas with higher vapour pressure is, within the bottom area (8), fed
into the space (4) between external and internal tanks (7, 3), at uniformly located
places, this gas being compatible with the product gas (PG), rising due to the gravity
effect and distributing itself over the space (4) of the entire ambient area (9) of
the internal tank (3), thus blending with the product gas (PG) there available and
producing a gas mixture of which the dew point will be located below the ambient temperature.
3. Process according to claim 1 and related to a storage tank comprising an internal
tank which has been arranged within a closed external tank and linked to the latter
at the gas side, and with said process, a gas with higher vapour pressure is fed into
the space (4) between external and internal tanks (7, 3), at uniformly located places,
this gas being compatible with the product gas (PG) and also fed at a larger portion
and under sufficient overpressure to the space (10) in the upper section or roof area
(11) of the storage tank (1), thus sweeping the space (4) from top to bottom.
4. Process according to claim 1, in which the lower boiling gas, compatible with the
product gas (PG) and having a higher vapour pressure, will be fed into the space (4)
between a closed external tank (7) and an internal tank (3) arranged within this external
tank and linked to same at the gas side, thus producing, with the product gas (PG)
there available, a gas mixture of which the dew point lies below the ambient temperature
and, using this process, the entire gas with higher vapour pressure to be fed in,
will be supplied at sufficient over-pressure to the space (10) within the upper section
or roof area (11) of the storage tank (1) so that a sweeping of the space (4) will
be effected from top to bottom.
5. Process according to claim 3, where the gas to be fed in is an overheated product
gas.
6. Cold-insulated storage tank for liquefied gas, in the following designated as product
gas (PG), to carry out the process according to one of the claims 2, 3 or 4, this
tank having an internal tank (3) arranged within a closed external tank (7) and linked
to the latter at the gas side,
characterized by
a) cold-insulating layers (14, 15, 17) placed within the space (4) created by the
walls (12, 13) of the external and internal tanks (7, 3),
b) circular pipeline (21) installed in the bottom area (8) of the the space (4), with
uniformly spread outlets (22) for feeding a gas having a higher vapour pressure and
being compatible with the product gas (PG), which,
c) via feed pipes (23), shut-off devices and controls (24, 25), has been linked to
storage tanks or feeding systems.
7. Storage tank according to claim 6, characterized in that single openings or series
of inlet slots (26) have been locally spread over the upper section or roof area (11)
for the gas with higher vapour pressure and compatible with the product gas (PG) to
be fed in, these openings being connected to the feed pipes (23).
8. Storage tank according to claim 6, characterized in that the cold-insulating layers
(14, 15, 17) have been fitted within the bottom area (8), between the bottoms (5,
6) of the internal tank and the external tank (3, 7).
9. Storage tank according to claim 6, characterized in that the cold-insulating layers
(14, 15) have been fitted to the lateral walls or roof plates (12, 13) of the internal
and/or external tanks (3, 7) giving upon the space (4).
10. Storage tank according to claim 6, characterized in that the cold-insulating layer
has been located in the roof area (11) and designed as a suspended insulating ceiling
(17) fixed to the roof (18) of the external tank (7).
11. Storage tank according to claim 6, characterized in that the cold-insulating layer
within the area of the lateral walls (12, 13) of the internal and external tanks (3,
7), has been designed as a filling of granular insulating material in the space (4).
1. Procédé pour un réservoir à gaz liquéfié, isolé contre le froid, avec lequel la température
de stockage se trouve au-dessous de la température ambiante, la dernière étant normalement
la température extérieure, procédé permettant, a l'aide d'un mélange contrôlé d'un
gaz à point d'ébullition plus bas avec la portion évaporée du gaz stocké et par abaissement
de la température du point de rosée, d'éviter lors d'une température ambiante en baisse,
une condensation non-désirée de cette portion du gaz liquéfié, désigné comme gaz produit
(PG).
2. Procédé selon revendication 1, pour un réservoir avec réservoir intérieur disposé
dans un réservoir extérieur fermé et, du côté gaz, relié à ce dernier, avec lequel
un gaz, à pression de vapeur plus élevée et compatible avec le gaz produit (PG) s'alimente
à l'espace (4) entre les réservoirs extérieur et intérieur (7, 3), dans la zone inférieure
(8) et aux positions uniformément espacées, gaz montant dû à la gravité, se répandissant
sur l'espace (4) de toute la zone ambiante (9) du réservoir intérieur (3) et se mélangeant
avec le gaz produit (PG) là disponible, et par cela on obtient un mélange de gaz dont
le point de rosée se situe au-dessous de la température ambiante.
3. Procédé selon revendication 1 pour un réservoir comportant un réservoir intérieur
disposé dans un réservoir extérieur fermé et relié à ce dernier du côté gaz, avec
lequel un gaz à pression de vapeur plus élevée et compatible avec le gaz produit (PG)
s'admet dans l'espace (4) entre les réservoirs extérieur et intérieur (7, 3) et à
des endroits uniformément espacés et, en une portion plus grande et sous une surpression
suffisante, dans l espace (10) de la partie supérieure respectivement de la zone de
toit (11) du réservoir (1) tout en effectuant un balayage de l'espace (4) de haut
en bas.
4. Procédé selon revendication 1 permettant d'alimenter le gaz à point d'ébullition plus
bas et à une pression de vapeur plus haute, compatible avec le gaz produit (PG), à
l'espace (4) entre un réservoir extérieur fermé (7) et un réservoir intérieur (3)
disposé dans ce dernier et relié au réservoir extérieur du côté gaz, et permettant
encore de produire un mélange de gaz tout en utilisant le gaz produit (PG) là-bas
disponible, mélange dont le point de rosée se trouve au-dessous de la température
ambiante, ici tout le gaz à pression de vapeur plus élevée et à alimenter s'admet
sous une surpression suffisante dans l'espace (10) de la partie supérieure respectivement
de la zone de toit (11) du réservoir (1), de sorte qu'un balayage de l'espace (4)
s'effectue de haut en bas.
5. Procédé selon revendication 3 utilisant un gaz produit surchauffé en tant que gaz
à alimenter.
6. Réservoir, isolé contre le froid, pour gaz liquéfié, ci-après désigné comme gaz produit
(PG), permettant la réalisation du procédé selon une seule des revendications 2, 3
ou 4 et comportant un réservoir intérieur (3) disposé dans un réservoir extérieur
fermé (7) et relié à ce dernier du côté gaz,
caractérisé par
a) les couches thermo-isolantes (14, 15, 17) montées dans l'espace (4) créé par les
parois (12, 13) des réservoirs extérieur et intérieur (7, 3),
b) une conduite circulaire (21), installée dans la zone inférieure (8) de l'espace
(4) et comportant des ouvertures de sortie uniformément distribuées (22) pour alimenter
un gaz à pression de vapeur plus élevée et compatible avec le gaz produit (PG), qui
c) par des conduites d'alimentation (23), des organes d'arrêt et dispositifs de réglage
(24, 25), a été reliée à des réservoirs ou systèmes d'alimentation.
7. Réservoir selon revendication 6, caractérisé par ce que dans la partie supérieure
ou la zone de toit (11), des ouvertures d'entrée individuelles ou des ensembles de
fentes, localement distribués et reliés aux conduites d'alimentation (23), ont été
disposés pour le gaz à alimenter ayant une pression de vapeur plus élevée, gaz compatible
avec le gaz produit (PG).
8. Réservoir selon revendication caractérisé par ce que les couches thermo-isolantes
(14, 15, 17) ont été montées dans la zone inférieure (8) entre les fonds (5, 6) des
réservoirs intérieur et extérieur (3, 7).
9. Réservoir selon revendication 6, caractérisé par ce que les couches thermo-isolantes
(14, 15) ont été fixées aux parois latérales et/ou tôles de toiture (12, 13) des réservoirs
intérieur et/ou extérieur (3, 7), parois et/ou tôles tournées vers l'espace (4).
10. Réservoir selon revendication 6, caractérisé par ce qu'en zone de toit (11), la couche
thermo-isolante a été réalisée comme ciel d'isolement suspendu (17) et fixée au toit
(18) du réservoir extérieur (7).
11. Réservoir selon revendication 6, caractérisé par ce que la couche thermo-isolante
a été réalisée comme remblai de matière isolante en grains dans l'espace (4), en la
zone des parois latérales (12, 13) des réservoirs intérieur et extérieur (3, 7).
