[0001] Die Erfindung betrifft einen elektrischen Leistungswiderstand mit einem plattenförmigen,
elektrisch isolierenden Trägerkörper, der auf seiner Unterseite eine elektrisch leitende
Schicht aufweist, und einem ebenflächigen Widerstandselement, das auf der Oberseite
des Trägerkörpers angeordnet ist, wobei ein umlaufender Randbereich des Trägerkörpers
vom Widerstandselement unbedeckt ist.
[0002] Ein solcher Leistungswiderstand ist aus der DE-OS 37 15 860 bekannt. Bei diesem elektrischen
Leistungswiderstand ist die Unterseite des Trägerkörpers mit einer elektrisch leitenden
Farbe beschichtet, die Füllstoffe, wie Kohlenstoff oder Silber, enthält. Auf der Oberseite
des Trägerkörpers ist das Widerstandselement in Form einer Folie, einer Dünnschicht
oder einer Dickschicht aufgebracht. Das Widerstandselement und der Trägerkörper sind
im wesentlichen innerhalb eines Gehäuses angeordnet, das ein elektrisch nichtleitendes
Oberteil und ein elektrisch leitendes Unterteil aufweist, das mittels durch den Trägerkörper
hindurchgehender Schrauben mit dem Oberteil fest verbunden ist, wobei der Trägerkörper
zwischen das Oberteil und das Unterteil des Gehäuses eingespannt ist. Das Oberteil
des Gehäuses liegt unmittelbar auf dem unbeschichteten Randbereich des Trägerkörpers
auf, während die elektrisch leitende Schicht an der Unterseite des Trägerkörpers mit
der Oberfläche des Gehäuseunterteils in Kontakt ist. Ein oberhalb des Trägerkörpers
und des Widerstandselements gebildeter Hohlraum in dem Gehäuse ist mit einer elektrisch
isolierenden Vergußmasse teilweise gefüllt, die mit dem unbeschichteten Randbereich
des Trägerkörpers in Kontakt ist. Die Oberfläche des Trägerkörpers ist somit nur teilweise
beschichtet, und die unbeschichtete Oberfläche des Trägerkörpers steht in Kontakt
mit der Vergußmasse, dem Oberteil des Gehäuses, der Luft an der Außenseite des Gehäuse
und mit den Schrauben, die das Oberteil mit dem Unterteil des Gehäuses verbinden.
Dadurch können unerwünschte Teilentladungen an diesen Kontaktstellen entstehen. Auch
die auf die Unterseite des Trägerkörpers aufgebrachte elektrisch leitende Farbe kann
Teilentladungen nicht verhindern. Der vorbekannte elektrische Leistungswiderstand
weist daher Teilentladungsaussetzspannungen von 1 kV bis 2 kV für Teilentladungen
< 5 pC auf. Auch hat der vorbekannte Leistungswiderstand nur eine geringe Flächenbelastbarkeit
von ca. 10 bis 15 Watt/cm².
[0003] Ein elektrischer Leistungswiderstand der eingangs beschriebenen Art ist auch aus
der DE-OS 38 14 987 bekannt. Bei diesem Leistungswiderstand besteht der Trägerkörper
aus mindestens zwei übereinander angeordneten Isolierlagen, zwischen denen ein flächiges
Temperaturausgleichselement aus einem wärmeleitenden Material vorgesehen ist, wobei
das Temperaturausgleichselement und die zugehörigen Isolierlagen aneinandergrenzen.
Das Temperaturausgleichselement ist kleiner als die Isolierlagen, wodurch sich freiliegende
Oberflächenabschnitte der Isolierlagen ergeben. Eine Vergußmasse steht ebenfalls in
direktem Kontakt mit den freiliegenden Oberflächenabschnitten der Isolierlagen. Das
Widerstandselement kann in Form einer Dickschicht aus Cermet auf der Oberseite der
obersten Isolierlage des Trägerkörpers aufgebracht sein. Auch bei diesem elektrischen
Leistungswiderstand sind die Teilentladungsaussetzspannungen gering und liegen ebenfalls
in einem Bereich von 1kV bis 2 kV für Teilentladungen < 5 pC. Ferner hat dieser elektrische
Leistungswiderstand auch noch eine geringe Flächenbelastbarkeit von etwa 25 Watt/cm².
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, den gattungsgemäßen elektrischen Leistungswiderstand
so auszubilden, daß er bei einer Flächenbelastbarkeit, die höher als die der vorbekannten
Leistungswiderstände ist, teilentladungsfrei ist, wobei Teilentladungsfreiheit bei
Teilentladungsaussetzspannungen von > 5 kV für Teilentladungen < 5 pC gegeben ist.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, daß bei einem gattungsgemäßen elektrischen
Leistungswiderstand der Trägerkörper rundum mehrere, einen geschlossenen Überzug bildende,
in ihren elektrischen Leiteigenschaften unterschiedliche Schichten aufweist, von denen
wenigstens die auf der Oberseite des Trägerkörpers angeordnete, elektrisch leitende
Schicht aus Cermet besteht und die den Randbereich des Trägerkörpers bedeckende Schicht
aus einem elektrisch isolierenden Material besteht.
[0006] Der erfindungsgemäße Leistungswiderstand weist eine hohe Flächenbelastbarkeit von
ca. 50 Watt/cm² bei Teilentladungsaussetzspannungen von > 5 kV für Teilentladungen
< 5 pC auf. Seine zulässige Dauerbetriebsspannung ist größer als 5 kV, da keine zerstörend
wirkende Teilentladungen auftreten.
[0007] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche 2 bis
18.
[0008] Verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigt:
- Figur 1
- einen Schnitt durch einen elektrischen Leistungswiderstand gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
- Figur 2
- einen Schnitt durch einen elektrischen Leistungswiderstand gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
- Figur 3
- einen Schnitt durch einen elektrischen Leistungswiderstand gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel
der Erfindung und
- Figur 4
- einen Schnitt durch einen elektrischen Leistungswiderstand gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
[0009] In den Zeichnungen sind die gleichen oder sich entsprechenden Teile der dargestellten
elektrischen Leistungswiderstände mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet.
[0010] Der in Figur 1 dargestellte elektrische Leistungswiderstand weist ein Gehäuse 1 auf,
das aus einem Oberteil 2 und einem Unterteil 3 besteht, das mit dem Oberteil 2 mittels
Schrauben 4 oder anderer mechanischer Befestigungselemente, wie Nieten, verbunden
ist, die durch das Oberteil 2 und das Unterteil 3 außerhalb eines in dem Gehäuse 1
gebildeten Innenraumes 5 verlaufen. Das Gehäuseunterteil 3 ist gut wärmeleitend und
besteht aus einem Metall oder einer Metallegierung, wie z.B. Aluminium, Kupfer, Messing
oder ähnlichen Werkstoffen. Das Gehäuseoberteil 2 besteht aus einem elektrisch isolierenden
Material, wodurch es potentialfrei ist. Das Gehäuseoberteil kann z.B. aus den folgenden
Materialien hergestellt sein: glasierte Keramik, kriechstromfeste Thermo- und Duroplaste,
die TE-frei sind (TE ist die Abkürzung für Teilentladung), z.B. Polyamid verstärkt,
Polycarbonat, Melaminharz verstärkt, Epoxidharz verstärkt, Polyphenylensulfid oder
-oxid.
[0011] Im Innenraum 5 des Gehäuses 1 sind ein plattenförmiger, elektrisch isolierender Trägerkörper
6 aus einem keramischen Material, wie z.B. Aluminiumoxid, Berylliumoxid, Aluminiumnitrid,
und ein Widerstandselement 7 vorgesehen, das auf der Oberseite des Trägerkörpers 6
angeordnet ist. Ein umlaufender Randbereich 8 des Trägerkörpers 6 ist von dem Widerstandselement
7 unbedeckt.
[0012] Das Widerstandselement 7 besteht bei dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
der Erfindung aus einer Metallfolie, die aus einem mäanderförmigen Band gebildet ist.
[0013] Der Trägerkörper 6 weist auf seiner Oberseite und seiner Unterseite jeweils eine
Schicht 9 aus Cermet auf. Die Cermetschichten 9 sind elektrisch leitend und haben
einen im Bereich von 1 kΩ bis 50 MΩ liegenden Widerstand. Die Oberfläche der Cermetschichten
9 sind sehr glatt, d.h. wesentlich glatter als die Oberfläche des unbeschichteten
Trägerkörpers 6. Die Cermetschichten 9 sind ferner gasdicht, und es gibt keine Hohlräume
in den Cermetschichten 9 oder zwischen den Cermetschichten 9 und dem Trägerkörper
6.
[0014] Die Cermetschichten 9 werden dadurch hergestellt, daß das Cermet in Form einer Paste
im Siebdruckverfahren auf den Trägerkörper 6 aufgebracht und nach dem Trocknen gebrannt
wird. Die Cermetpaste enthält Edelmetalle bzw. deren Oxide, so z.B. Ruthenium, und
ist im Handel als Widerstandspaste z.B. von der Firma Du Pont unter der Bezeichnung
"HS80" erhältlich.
[0015] Der umlaufende Randbereich 8 des Trägerkörpers 6 wird von den Cermetschichten 9 nicht
bedeckt. Der Randbereich 8 des Trägerkörpers 6 ist aber mit einer elektrisch isolierenden
Glasur 10 beschichtet, die einen spezifischen Widerstand > 10⁵ Ωm hat. Die Glasur
10 hat ebenfalls eine sehr glatte Oberfläche, ist gasdicht, hat keine Hohlräume und
ist mit dem Trägerkörper 6 hohlraumfrei verbunden. Die Glasur 10 schließt sich ohne
Unterbrechung an die Cermetschichten 9 an, so daß die Glasur 10 zusammen mit den Cermetschichten
9 einen geschlossenen, rundum verlaufenden Überzug für den Trägerkörper 6 bilden.
[0016] Die untere Cermetschicht 9 ist in Kontakt mit dem Gehäuseunterteil 3, während die
obere Cermetschicht 9 mit dem Widerstandselement 7 in Kontakt ist. Über dem Widerstandselement
7 befindet sich eine Druckverteilungsplatte 11, die kleiner als der Trägerkörper 6
ist und einen Grundkörper 12 aus einem keramischen Material, wie z.B. Aluminiumoxid,
aufweist, der rundum mit einer Schicht 13 aus Cermet beschichtet ist.
[0017] Mehrere, voneinander beabstandete Druckfedern 14 sind über der Oberfläche der Druckverteilungsplatte
11 verteilt. Mit ihren oberen Enden stützen sich die Druckfedern 14 an dem Gehäuseoberteil
2 ab, und mit ihren unteren Enden beaufschlagen sie die Oberseite der Druckverteilungsplatte
11, so daß die Druckverteilungsplatte 11 gegen das Widerstandselement 7 und infolgedessen
das Widerstandselement 7 gegen die obere Cermetschicht 9 des Trägerkörpers 6 gedrückt
wird. Die oberen Enden der Druckfedern 14 sind in Vertiefungen 15 angeordnet, die
im Gehäuseoberteil 2 geformt sind, so daß die Federn 14 gegen seitliches Verrutschen
gesichert sind.
[0018] An der Oberseite des Gehäuseoberteiles 2 sind zwei Anschlußstücke 16 für den elektrischen
Außenanschluß des Leistungswiderstandes befestigt. Die Anschlußstücke 16 bestehen
jeweils aus einem winkelförmigen Körper, der einen parallel zu der Oberseite des Gehäuseoberteiles
2 verlaufenden Schenkel 17 aufweist, der in einer Vertiefung in dem Gehäuseoberteil
2 angeordnet und mittels einer Schraube 18 oder einem anderen mechanischen Befestigungselement,
wie z.B. einem Niet, an dem Gehäuseoberteil 2 befestigt ist. Durch die Anordnung des
Schenkels 17 des Anschlußstücks 16 in einer Vertiefung in dem Gehäuseoberteil 2 kann
das Anschlußstück 16 nicht um die Achse der Schraube 18 verdreht werden. Die Anschlußstücke
16 sind durch elektrische Leitungen 19, die durch jeweils eine Bohrung in dem Gehäuseoberteil
2 geführt sind, mit dem Widerstandselement 7 verbunden. Zug- und Druckkräfte, die
an den Anschlußstücken 16 eventuell angreifen, werden von den Anschlußstücken 16 nur
auf das Gehäuseoberteil 2 und nicht auf die elektrischen Leitungen 19 übertragen.
[0019] Die Leitungen 19 sind jeweils mit einem isolierenden Silikonschlauch 20 ummantelt,
wobei sich zwischen jeder Leitung 19 und dem zugehörigen Silikonschlauch 20 ein Ringraum
befindet, der mit einer Vergußmasse 21 gefüllt ist.
[0020] Auch der Innenraum 5 des Gehäuses 1 ist mit der Vergußmasse 21 gefüllt, so daß alle
in dem Innenraum 5 befindlichen Bauteile des Widerstandes von der Vergußmasse 21 umschlossen
sind. Lediglich zwischen der unteren Cermetschicht 9 und dem Gehäuseunterteil 3 und
in den Vertiefungen 15 befindet sich keine Vergußmasse 21.
[0021] Die Vergußmasse 21 besteht aus einer lösungsmittelfreien, füllstofffreien, additionsvernetzenden
Zweikomponenten-Silikonkautschukmasse vom RTV-Typ. Sie weist eine hohe Temperaturstabilität
>250°C, eine hohe Isolationsfestigkeit ≧ 25 kV/mm, eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit
von 0,2 Watt/mK und eine extrem gute Benetzbarkeit und Haftfestigkeit an den angrenzenden
Oberflächen auf. Die Vergußmasse 21 ist bis zur Durchschlagsspannung absolut TE-frei.
[0022] Der in Figur 2 dargestellte elektrische Leistungswiderstand gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung unterscheidet sich von dem in Figur 1 dargestellten Leistungswiderstand
nur dadurch, daß anstelle der Druckverteilungsplatte 11 und der Federn 14 ein elastisch
verformbares Druckkissen 22 aus einem Silikonkautschuk vorgesehen ist. Das Druckkissen
22 wird durch das Gehäuseoberteil 2 elastisch zusammengedrückt, wobei es sich mit
seiner oberen Oberfläche an dem Gehäuseoberteil 2 abstützt und mit seiner unteren
Oberfläche das Widerstandselement 7 beaufschlagt, das infolgedessen gegen die obere
Cermetschicht 9 des Trägerkörpers 6 gedrückt wird. Der Silikonkautschuk des Druckkissens
22 hat eine definierte Leitfähigkeit mit einem spezifischen Widerstand, der im Bereich
> 10³ Ωm < 10⁷ Ωm liegt.
[0023] Der in Figur 3 dargestellte elektrische Leistungswiderstand gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel
stimmt mit dem in Figur 1 dargestellten elektrischen Leistungswiderstand darin überein,
daß das Widerstandselement 7 zwischen dem plattenförmigen Trägerkörper 6, der auf
seiner Oberseite und seiner Unterseite eine Cermetschicht 9 trägt und einen mit einer
Glasur 10 beschichteten Randbereich 8 hat, un der Druckverteilungsplatte 11 angeordnet
ist, die aus einem keramischen Grundkörper 12 besteht, der rundum mit einer Cermetschicht
13 versehen ist.
[0024] Im Unterschied zu dem in Figur 1 dargestellten Leistungswiderstand werden bei dem
in Figur 3 dargestellten Leistungswiderstand die Druckverteilungsplatte 11 und der
plattenförmige Trägerkörper 6 durch ein elastisch verformbares Druckübertragungskissen
25 aus leitfähigem Silikonkautschuk berührungsfrei auf Abstand gehalten. Das Druckübertragungskissen
25 liegt mit seiner oberen Oberfläche an der unteren Oberfläche der Cermetschicht
13 der Druckverteilungsplatte 11 an und beaufschlagt mit seiner unteren Oberfläche
das Widerstandselement 7, so daß das Widerstandselement 7 gegen die obere Cermetschicht
9 auf den Trägerkörper 6 gedrückt wird.
[0025] Der Druckaufbau erfolgt durch Federn 14, die über der Druckverteilungsplatte 11 im
Abstand voneinander angeordnet sind. Mit ihrem unteren Ende beaufschlagen sie die
obere Oberfläche der Cermetschicht 13 der Druckverteilungsplatte und mit ihren oberen
Enden stützen sie sich an dem Gehäuseoberteil 2 ab.
[0026] Der in Figur 4 dargestellte elektrische Leistungswiderstand gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel
der Erfindung unterscheidet sich von den in den Figuren 1, 2 und 3 dargestellten elektrischen
Leistungswiderständen insbesondere dadurch, daß kein separates an die obere Cermetschicht
9 auf dem Trägerkörper 6 angepreßtes Widerstandselement verwendet wird, sondern das
Widerstandselement die auf die Oberseite des Trägerkörpers 6 aufgebrachte Cermetschicht
9 selbst ist. Die Cermetschicht 9 stellt somit einen Dickschichtwiderstand dar. An
den sich gegenüberliegenden Enden der als Widerstandselement dienenden Cermetschicht
9 befinden sich zwei Anschlußbeschichtungen 23 auf der Oberseite des Trägerkörpers
6, wobei diese Anschlußbeschichtungen 23 beispielsweise aus einer Legierung aus Ag
und Pd bestehen. Mit diesen Anschlußbeschichtungen 23 sind die elektrischen Leitungen
19 verlötet. Auf der Unterseite des Trägerkörpers 6 ist keine Cermetschicht sondern
eine Metallegierungsschicht 24, z.B. Ag/Pd, vorgesehen, die mit dem Gehäuseunterteil
3 verlötet ist.
[0027] Bei allen vier Varianten des elektrischen Leistungswiderstandes ist der Randbereich
8 des Trägerkörpers 6 mit einer Glasur beschichtet. Anstelle dieser Glasurschicht
kann auch eine Beschichtung mit einem geeigneten Haftvermittler für die Vergußmasse
vorgesehen sein.
[0028] Die erfindungsgemäßen elektrischen Leistungswiderstände können für Hochspannungsübertragungsanlagen,
Monoverter, Drehstromfrequenzumrichter, Dämpfungswiderstände für Tyristoren usw. verwendet
werden, wobei Teilentladungsfreiheit besonders erwünscht ist.
1. Elektrischer Leistungswiderstand mit einem plattenförmigen, elektrisch isolierenden
Trägerkörper (6), der auf seiner Unterseite eine elektrisch leitende Schicht (9, 24)
aufweist, und einem ebenflächigen Widerstandselement (7, 9), das auf der Oberseite
des Trägerkörpers angeordnet ist, wobei ein umlaufender Randbereich (8) des Trägerkörpers
(6) vom Widerstandselement (7, 9) unbedeckt ist, dadurch gekennzeichnet, zeichnet, daß der Trägerkörper (6) rundum mehrere, einen geschlossenen Überzug bildende,
in ihren elektrischen Leiteigenschaften unterschiedliche Schichten (9, 10, 24) aufweist,
von denen wenigstens die auf der Oberseite des Trägerkörpers angeordnete, elektrisch
leitende Schicht (9) aus Cermet besteht und die den Randbereich (8) des Trägerkörpers
(6) bedeckende Schicht (10) aus einem elektrisch isolierenden Material besteht.
2. Elektrischer Leistungswiderstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Unterseite des Trägerkörpers angeordnete Schicht (9) aus Cermet
besteht und das Widerstandselement (7) in Kontakt mit der auf der Oberseite des Trägerkörpers
(6) angeordneten Schicht (9) aus Cermet gedrückt ist.
3. Elektrischer Leistungswiderstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Oberseite des Trägerkörpers angeordnete Schicht (9) aus Cermet das
Widerstandselement bildet und an zwei sich gegenüberliegenden Enden der auf der Oberseite
des Trägerkörpers (6) angeordneten Schicht (9) aus Cermet jeweils eine elektrisch
leitende Anschlußschicht (23) aus Metall oder einer Metallegierung auf die Oberseite
des Trägerkörpers (6) aufgebracht ist.
4. Elektrischer Leistungswiderstand nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Unterseite des Trägerkörpers (6) angeordnete elektrisch leitende
Schicht (22) aus Metall oder einer Metallegierung besteht.
5. Elektrischer Leistungswiderstand nach Anspruch 3 oder Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallegierung Ag und Pd aufweist.
6. Elektrischer Leistungswiderstand nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein
den Trägerkörper (6) und das Widerstandselement (7, 9) aufnehmendes Gehäuse (1) vorgesehen
ist, das ein wärmeleitendes Gehäuseunterteil (3) aufweist, mit dem die auf der Unterseite
des Trägerkörpers angeordnete elektrisch leitende Schicht (9, 24) in wärmeleitendem
Kontakt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuseunterteil (3) aus Metall oder einer Metallegierung besteht.
7. Elektrischer Leistungswiderstand nach Anspruch 6, wenn rückbezogen auf Anspruch 4
oder Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Unterseite des Trägerkörpers (6) angeordnete elektrisch leitende
Schicht (24) mit dem Gehäuseunterteil (3) verlötet ist.
8. Elektrischer Leistungswiderstand nach Anspruch 6 oder Anspruch 7, wobei das Gehäuse
(1) ein mit dem Gehäuseunterteil (3) fest verbundenes elektrisch isolierendes Gehäuseoberteil
(2) aufweist, und ein zwischen dem Gehäuse (1), dem Trägerkörper (6) und dem Widerstandselement
(7, 9) verbleibender Hohlraum (5) wenigstens teilweise mit einer elektrisch isolierenden
Vergußmasse (21) gefüllt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergußmasse aus einer additionsvernetzenden Zweikomponenten-Silikonkautschukmasse
besteht.
9. Elektrischer Leistungswiderstand nach Anspruch 8, wobei das Widerstandselement (7,
9) mit zwei am Gehäuseoberteil (2) befestigten elektrischen Außenanschlußstücken (16)
durch zwei durch das Gehäuseoberteil (2) verlaufende elektrischen Leitungen (19) verbunden
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Leitungen (19) jeweils mit einem Schlauch (20) aus elektrisch
isolierendem Material umgeben sind und zwischen dem Schlauch (20) und der jeweiligen
durch ihn verlaufenden elektrischen Leitung (19) ein Ringraum besteht, der mit Vergußmasse
(21) gefüllt ist.
10. Elektrischer Leistungswiderstand nach einem der Ansprüche 6 bis 9, wobei das Gehäuse
(1) ein mit dem Gehäuseunterteil (3) fest verbundenes elektrisch isolierendes Gehäuseoberteil
(2) aufweist und das Widerstandselement (7, 9) mit am Gehäuseoberteil (2) befestigten
elektrischen Außenanschlußstücken (16) durch zwei durch das Gehäuseoberteil (2) verlaufende
elektrische Leitungen (19) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenanschlußstücke (16) mittels mechanischer Befestigungselemente (18)
verdrehsicher an dem Gehäuseoberteil (2) befestigt sind.
11. Elektrischer Leistungswiderstand nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Außenanschlußstück (16) ein abgewinkeltes Teil mit einem parallel zu einer
Außenfläche des Gehäuseoberteiles (2) verlaufenden länglichen Schenkel (17) aufweist,
der in einer Vertiefung in der Außenfläche des Gehäuseoberteiles (2) angeordnet und
mittels einer durch ihn verlaufenden Schraube (18) oder Niet an dem Gehäuseoberteil
(2) befestigt ist.
12. Elektrischer Leistungswiderstand nach einem der Ansprüche 2 bis 11, wobei ein den
Trägerkörper (6) und das Widerstandselement (7) aufnehmendes Gehäuse (1) vorgesehen
ist, das ein Oberteil (2) und ein mit dem Oberteil (2) verbundenes Unterteil (3) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß das Widerstandselement (7) mittels mehrerer voneinander beabstandeter Druckfedern
(14) gegen die auf der Oberseite des Trägerkörpers (6) angeordnete Schicht (9) aus
Cermet gedrückt ist, wobei sich die Federn (14) mit ihren einen Enden an dem Gehäuseoberteil
(2) abstützen und mit den anderen Enden an einer Druckverteilungsplatte (11) angreifen,
die direkt oder unter Zwischenschaltung eines elastisch verformbaren Druckübertragungskissens
(25) aus elektrisch leitendem Material auf dem Widerstandselement (7) aufliegt.
13. Elektrischer Leistungswiderstand nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckverteilungsplatte (11) einen Grundkörper (12) aus einem elektrisch
isolierenden keramischen Material aufweist, das rundum mit Cermet (13) beschichtet
ist.
14. Elektrischer Leistungswiderstand nach einem der Ansprüche 2 bis 11, wobei ein den
Trägerkörper (6) und das Widerstandselement (7) aufnehmendes Gehäuse (1) vorgesehen
ist, das ein Oberteil (2) und ein mit dem Oberteil (2) verbundenes Unterteil (3) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß das Widerstandselement (7) mittels eines elastisch verformbaren Druckkissens
(22) gegen die auf der Oberseite des Trägerkörpers (6) angeordnete Schicht (5) aus
Cermet gedrückt ist, wobei sich das Druckkissen (22) an dem Gehäuseoberteil (2) abstützt
und aus einem elektrisch leitfähigen Silikonkautschuk besteht, dessen spezifischer
Widerstand > 10³ Ωm und < 10⁷ Ωm ist.
15. Elektrischer Leistungswiderstand nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die den Randbereich (8) des Trägerkörpers (6) bedeckende elektrisch isolierende
Schicht (10) eine Glasur ist, deren spezifischer Widerstand > 10⁵ Ωm ist.
16. Elektrischer Widerstand nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Cermetschichten (9) jeweils einen Widerstand haben, der im Bereich von 1
kΩ bis 50 MΩ liegt.
17. Elektrischer Widerstand nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Widerstandswerte des Widerstandselementes (7, 9) und der
nicht als Widerstandselement dienenden Cermetschichten (9) 1:10 bis 1:1.000.000 beträgt.