[0001] Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum Einstellen der Aufnahmeparameter
"Hochspannung", "Röhrenstrom" und "Belichtungszeit" für einen Diagnose-Röntgengenerator
für eine durchzuführende Untersuchung eines Objektes.
[0002] Für die Steuerung von Röntgengeneratoren wird zum einen die Spannung der Röntgenröhre
(Röhrenspannung) vorgewählt, um eine für den Anwendungszweck gewünschte, hinreichend
weiche oder genügend harte Strahlung sicherzustellen; zum anderen wird der Heizstrom
der Glühkathode der Röntgenröhre vorgewählt, um einen gewünschten Kathodenstrom und
somit eine bestimmte, auch vom Zustand der Anode abhängige Strahlungsausbeute zu erhalten;
schließlich wird noch die Zeitdauer der Strahlung vorgewählt, um bei einer von Härte
der Strahlung und Strahlungsausbeute gegebenen Dosisleistung die gewünschte, für Diagnose
bzw. Therapie erforderliche Strahlungsdosis applizieren zu können. Bei den bekannten
Röntgengeneratoren werden diese Werte am Bedienpult eingestellt, wobei dies durch
Vorwahl der Hochspannung am Stelltransformator des Hochspannungsgleichrichters und
durch Einstellung des Heizstromes erfolgt. Während der Heizstrom bereits vor dem Zuschalten
der Hochspannung fließt (vorgeheizte Kathode) und so die Messung des tatsächlich fließenden
Heizstromes mit entsprechenden Wandlern keine Schwierigkeiten verursacht, wird die
Hochspannung nur während der Applikationszeit angelegt, sie kann daher nur "kalt"
voreingestellt werden, ein Vorgehen, daß von Anlage zu Anlage wegen der Lastabhängigkeit
der Hochspannung bei fließendem Kathodenstrom in Abhängigkeit von den überschaubaren
Innenwiderständen der Hochspannungsgleichrichter und der nicht überschaubaren Quellwiderstände
des Netzes verschieden ist und besonders für angelerntes Personal erhebliche Schwierigkeiten
mit sich bringt. Darüber hinaus kann gerade während längerer Applikationszeiten ein
Einbruch durch plötzliches Zuschalten eines Verbrauchers oder eine plötzliche Erholung
der Netzspannung durch Abschalten eines Verbrauchers eine nicht vorhersehbare Änderung
der Hochspannung nach sich ziehen, die die Dosisleistung in nicht vorhersehbarer Weise
gravierend verändert.
[0003] Aus der WO-A- 8 603 363(HU) ist eine Schaltungsanordnung zum Einstellen der Aufnahmeparameter
wie Hochspannung, Röhrenstrom und Belichtungszeit für eine durchzuführende Röntgenuntersuchung
bekannt, mit einem Interface, das mit Eingangsports versehen ist, einerseits zum Anschluß
eines Personal-Computers und andererseits zur Verbin- dung mit dem Hochspannungsgenerator
der Röntgenanlage zum Aufnehmen elektrischer Signale, durch die diese Aufnahmeparameter
gesetzt werden können, wobei dem Hochspannungsgenerator ein Überwachungsblock vorgeschaltet
ist, wobei das Interface eine CPU, ein ROM und ein RAM als Programm- und Datenspeicher
zum Speichern von Informationen, die die logischen Bedingungen für die Röntgenbelichtung,
die nach den Vorgaben eingehalten sein müssen, festlegen, einen Taktgeber zum Takten
der CPU sowie deren Ports mit logischen Zuständen, vorgegeben durch diese CPU, sowie
Verbindungsmitteln zwischen diesen Ports und den Eingangs-Ports zum Umsetzen der logischen
Zustände in die elektrischen Signale, und einen Datenbus umfaßt, der über die Eingangsports
mit dem Personal-Computer verbunden ist, zur Speicherung der Daten, die mit den Parametern
des Mikrocontrollers zusammenhängen, wobei das Ausüben der Überwachung zwischen dem
Überwachungsblock und dem Personal-Computer derart aufgeteilt ist, daß der Personal-Computer
so programmiert ist, daß die Parameter der Röntgenbelichtung im Dialog-Modus vom Bedienungspersonal
der Röntgenanlage festgelegt werden, während der Überwachungsblock diese Daten benutzt,
um die Signale in der Weise und Folge zu erzeugen, die festgelegt sind durch die Betriebsnotwendigkeiten
und -bedingungen der Röntgenanlage. Bei dieser vorveröffentlichten Schaltungsanordnung
für eine Röntgenanlage werden zwar Sollwerte vorgegeben, jedoch unterbleibt der weiterführende
Schritt, die Istwerte durch eine Rückführung der Meßwerte zu kontrollieren und von
dem dadurch möglichen Soll-/Istwert-Vergleich eine Beeinflussung der Istwerte zum
Ausgleich derartiger Abweichung zu erreichen. Weiter ist aus der US-PS 4 811 374 eine
Schaltungsanordnung zur Steuerung eines Röntgengenerators für Röntgenaufnahmen bekannt,
bei der ein Prozessor die für die Aufnahme relevanten Parameter, wie Röhrenspannung,
Röhrenstrom, mAs-Wert und Aufnahmedauer, setzt, wobei die durch die Aufnahme bedingte
Last Berücksichtigung findet, und wobei die Röntgenröhre vor einer Überlast bei falschen
Parametern bewahrt werden soll, wozu der Prozessor einen Start einer Aufnahme, bei
der die Röntgenröhre überlastet werden kann, verhindert. Dies wird dadurch erreicht,
daß der Processor in einem Iterationsverfahren von einem ersten Stromwert ausgehend
die Leistung errechnet und mit der sich für die für einen gewünschten Ladungsübergang
ergebenden Belichtungszeit die Energie, mit der die Anode belastet wird. Liegt dieser
Wert über der Grenze, werden in einem zweiten Schritt Röhrenstrom und Röhrenspannung
verringert, die Prozedur wiederholt, geprüft und -wenn die Grenzbelastungs-Energie
unterschritten ist- die Aufnahme frei gegeben anderenfalls die Prozedur wiederholt,
bis das erste Werte-Triplett gefunden ist, bei dem die Grenzenergie unterschritten
bleibt. Dabei werden im Speicher des Processors die funktionell zusammenhängenen Werte
für Röhrenstrom und Heizstrom abgelegt. Die Schaltungsanordnung führt zu einer unter
der Grenzbelastung liegenden Belichtung.
[0004] Die EP-A- 0 001 640 betrifft eine radiologische Einrichtung, die inssondere zur Untersuchung
von Patienten vorgesehen ist, und mit der die Bildqualität optimiert und Lebensdauer
der Strahlungsquelle maximiert werden sollen. Dazu wird eine Steuerung mit einem Speicherprogramm-Rechner
eingesetzt, dessen Anwendungs-Speicher eine Anzahl von Instruktionsprogrammen enthält.
Die für eine Aufnahme eingegebenen Faktoren von Röhrenspannung, Röhrenstrom und Aufnahmedauer
oder organspezifische Abrufe werden unter Berücksichtigung der Durchstrahlungsrichtung
sowie der Alter und Dicke des Patienten werden danach von dem Speicherprogramm-Rechner
auf den maximalen Röhrenstrom umgesetzt, um eine minimale Aufnahmedauer zu erreichen;
die daraus resultierenden Belastungen werden mit den im Informationsspeicher abgelegten
Röntgenröhren-Belastungsdiagrammen verglichen, wobei die Belichtung nur gestattet
wird, wenn keine Überschreitung der Grenz-Belastung vorliegt. Liegt eine Überschreitung
vor, erniedrigt das Programm den Röhrenstrom bei konstantem Ladungs-Durchfluß (d.h.
Zunahme der Aufnahmedauer). Diese neuen Werte werden erneut auf Verträglichkeit mit
der Röntgenröhren-Belastung verglichen u.s.f. Damit wird eine Verschlechterung der
Bildauflösung in Kauf genommen. Um diese Verschlechterung der Bildauflösung in Grenzen
zu halten, kann eine obere Grenze der Aufnahmedauer vorgegeben werden, die nicht überschritten
werden darf. Tritt dieser Fall ein, wird die Leistungsabgabe an die Anode reduziert,
wobei der Röhrenstrom herabgesetzt und die Röhrenspannung erhöht wird, unter Konstanthaltung
des Filmschwärzungsfaktors (weswegen die Abnahme des Röhrenstromes überproportional
stärker ins Gewicht fällt als die Steigerung der Röhrenspannung), so daß die Abnahme
der an die Anode abgegebene Leistung erreicht wird. Nach der Druckschrift wird dieses
Vorgehen mit anderen Parametern (andere Brennfleckgröße, höhere Geschwindigkeit der
Drehanode) solange wiederholt, bis entweder ein passendes Werte-Triplett gefunden
oder die technische Undurchführbarkeit der Aufnahme mit den gewählten oder resultierenden
Vorgaben erwiesen ist.
[0005] Mit diesen Anordnungen soll erreicht werden, daß die Röntgenanlage auf die für die
verschiedenen Aufnahmen notwendigen Parameter so eingestellt werden können, daß Fehlaufnahmen,
die die Patienten unnötig belasten und teures Filmmaterial verschwenden, vermieden
werden.
[0006] Gemäß der vorliegenden Enfindung wird eine Schaltungsanordnung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 vorgeschlagen.
[0007] Durch den Einsatz eines Personal-Computers wird in einfacher Weise der Anschluß an
dessen Steuerungstechnik erreicht; dieser Einsatz setzt allerdings ein besonderes
Interface voraus, das die Verbindung zwischen der Steuerung und dem Personal-Computer
PC übernimmt. Dieses Interface ist derart aufgebaut, daß es zum einen die analogen
(oder am Geber bereits digital umgewandelten) Rückmeldungen der Zustände der Stellantriebe
sowie der elektrischen und/oder strahlungstechnischen Meßwerte dem Personal-Computer
übergibt, der daraus unter Berücksichtigung der in seinem Anwendungsspeicher permanent
gespeicherten technischen Werte für die Röntgenröhre, für Hochspannungsgenerator und
das elektrische Versorgungsnetz, an das der Hochspannungsgenerator angeschlossen ist,
die aktuellen Werte für die Röntgenröhre und den vorliegenden Anwendungsfall, wie
die bereit zu stellende Heizleistung und die benötigte (wegen der Netzbelastung überhöhte)
Hochspannung ermittelt. Dazu wird über die Eingabe dem Personal-Computer mitgeteilt,
welcher Anwendungsfall vorliegt, die Auswahl (und ggf.die Änderung) der für diesen
Anwendungsfall voreschlagenen Standard-Werte für die die Strahlungsdosisleistung bestimmenden
Werte für Hochspannung undHeizleistung für die Röntgenröhre erfolgt dann im Dialog.
Der Dialog wird über einen an den Personal-Computer angeschlossenen Bildschirm geführt;
die Eingabe erfolgt über eine an diesen angeschlossene Tastatur. Das dazu notwendige
Programm stellt das Bildschirm-Menue bereit, das dem Bediener mit Logo's und Einträgen
hinreichende Auswahlmöglichkeiten anbietet. Da der Anwendungsspeicher die Werte für
die Standard-Einstellung für diese Anwendungsfälle gespeichert hat, kann so in einfacher
Weise und ohne besondere Fachkenntnis die "Einstellung" des Röntgengenerators durchgeführt
werden. Daneben sind (bei entsprechender Fachkunde) jederzeit Korrekturen dieser Standard-Werte
möglich.
[0008] Von besonderem Vorteil dabei ist, daß neue Anwendungsfälle, die auftreten, und die
nach den bekannten Einstellverfahren "von Hand" behandelt werden müssen, auch über
den Personal-Computer laufen; damit ergibt sich die Möglichkeit, diese Einstellung
für die neuen Anwendungsfälle im Anwendungsspeicher abzulegen, zur weiteren Verwendung,
wenn solche Fälle wieder auftreten. Damit wird die vorgeschlagene Konfiguration in
einem für die Routinepraxis ausreichendem Maße lernfähig. Dies betrifft auch die Korrekturwerte,
die der Personal-Computer für den Quellwiderstand des Hochspannungsgenerators einschließlich
des Quellwiderstandes des elektrischen Versorgungsnetzes oder aber für den Zustand
der Röntgenröhre bereithält: Ändern sich diese vorgehaltenen Werte etwa durch Alterungsprozesse,
können die sich ändernden Korrekturen in gleicher Weise im Anwendungsspeicher abgelegt
und bei folgenden Anwendungsfällen in berichtigter Weise berücksichtigt werden.
[0009] Die ständige Überwachung von Röhrenspannung und Röhrenstrom erfolgt über die gesamte
Applikationszeit. Dadurch wird zum einen ein Wert für die augenblickliche Belastung
der Röntgenröhre erhalten, zum anderen aber auch das Zeitintegral dieser Belastung.
Daraus lassen sich die für die Applikation notwendigen Strahlungsdosen errechnen und
für einen vorgewählten Ladungswert (mAs) die Röhrenspannung so halten, daß die zulässige
Maximal-Belastung der Anode nicht überschritten wird, wobei die Applikationszeit ein
Minimum ist (letzteres ist für Aufnahmen in der Diagnose bedeutsam, da mit zunehmender
Aufnahmedauer bewegungsbedingte Unschärfen die Auswertbarkeit der Aufnahme verschlechtern).
[0010] Darüber hinaus sind im Anwendungsspeicher sicherheitsrelevante Betriebswerte der
Röntgenröhre abgelegt. Der Personal-Computer vergleicht die aktuellen Betriebswerte
ständig mit den sicherheitsrelevanten, als Grenzwerte anzusehenden Werten im Speicher
und hält die aktuellen Werte in den durch diese Grenzwerte vorgegebenen Bereich. Sicherheitsprobleme
werden somit zwangsläufig vermieden. Das Ablegen dieser Werte gestattet auch ein Anpassen
dieser Werte, wenn Änderungen, etwa wegen Änderung des Sicherheitskonzepts, vorgenommen
werden müssen. Dies gilt auch für die im Anwendungsspeicher abgelegten anwendungsspezifischen
Werte. Während diese ständig durch einfaches Überschreiben oder durch Zufügen aktualisiert
werden, bedürfen jene wegen der sicherheitsrelevanten Probleme besonderer Behandlung:
Die Dateien sind gegen unberechtigtes Überschreiben zu sichern; vorteilhaft ist der
Einsatz von EPROM's, die zum Löschen und Neuschreiben besonderer Behandlung bedürfen
(was im Hinblick auf zukünftige Änderungen der Sicherheitsvorschriften besonders bedeutsam
ist).
[0011] Da die Strahlungsausbeute der Röntgenröhre vom Zustand ihrer Anode abhängt und dieser
sich mit zunehmendem Alter verändert, ist eine ständige oder von Zeit zu Zeit erfolgende
Kontrolle der Strahlungsausbeute notwendig. Diese wird mit einem in den Strahlengang
geschalteten Meßgerät vorgenommen, das bei Erreichen des gewünschten Dosiswertes den
Lastschalter auslöst und damit die Hochspannung abschaltet. Dieser Abschaltimpuls
wird auch als Quittungsimpuls für den Personal-Computer PC verwendet und über das
Interface diesem zugeleitet. Damit wird dem Personal-Computer mitgeteilt, daß die
Applikation abgeschlossen ist. Diese Mitteilung bewirkt einen Schaltzustand, der z.B.
eine erneute Applikation ohne Bestätigung ausschließt. Dies ist notwendig, um bei
Aufnahmen Doppelbelichtungen auszuschließen; die Notwendigkeit für eine derartige
Sperrschaltung ergibt sich auch aus sicherheitstechnischen Anforderungen.
[0012] Der Personal-Computer weist neben seiner Schnittstelle zur Eingabetastatur und zum
Bildschirm weitere Schnittstellen auf, von denen eine als Drucker-Schnittstelle benutzt
wird, an die als weitere Ausgabeeinheit ein Drucker angeschlossen wird. Mit Hilfe
dieses Druckers ist der Personal-Computer in der Lage, für jede Applikation ein Protokoll
über den Verlauf von Röhrenspannung und Röhrenstrom sowie der Dosisleistung und der
Applikationsdauer auszugeben. Damit können diese Ausdrucke für Dokumentationszwecke
z.B. in der Patientenakte gesammelt werden. Es versteht sich von selbst, daß auch
eine elektronische Speicherung vorgenommen und erst bei Bedarf ein Ausdruck davon
hergestellt werden kann. Mit dieser oder einer weiteren Schnittstelle ist auch eine
Verbindung zu einem übergeordneten Rechner (Host) möglich. Dieser übergeordnete Rechner
kann dabei die Anwendungsdaten für die ausgewählte Applikation übermitteln, er kann
die sicherheitsrelevanten Daten enthalten und er kann schließlich auch die Aufgabe
des Speichers für die zu dokumentierenden Daten übernehmen.
[0013] Das Wesen der Erfindung wird an Hand des in der Figur 1 beigefügten Blockschaltbildes
näher erläutert.
[0014] Der Personal-Computer - hier als Rechner "PC" bezeichnet - weist mindestens drei
Schnittstellen auf, von denen eine mit einer Eingabeeinheit, der "Tastatur", und eine
andere mit der Ausgabeeinheit, dem "Bildschirm" belegt ist. An die dritte Schnittstelle
ist das "Interface" angeschlossen, mit dem die Verbindung zu den einzelnen Komponenten
des Röntgengenerators hergestellt wird. Die den Anschluß des "Interface" aufnehmende
dritte Schnittstelle ist als IN/OUT Port eingerichtet, über sie laufen sowohl Stellungsrückmeldungen
und Meßwertsigale sowie Quittungssignale zum Rechner, als auch Stellbefehle an die
angeschlossenen Komponenten.
[0015] Ist über die Eingabeeinheit "Tastatur" mit Hilfe eines entsprechenden vom Programm
zur Verfügung gestellten Menue's die gewünschte Applikation ausgewählt, und hat der
Rechner ebenfalls aufgrund dieses Programmes die notwendige Hochspannung und die für
den notwendigen Röhrenstrom benötigte Heizleistung berechnet, gehen die dazu gehörigen
Stellbefehle von dem Teil "Röhrenspannung" des Interface an den "Stelltransformator"
und von dem Teil "Röhrenstrom" des Interface an den "Stufenschalter für Heizung",
deren Stellglieder daraufhin die Stellbefehle ausführen. Die von PC gewählte Hochspannung
steht daraufhin am "Lastschalter" an, mit einem entsprechend der zu erwartenden Absenkung
unter Last überhöhten Wert.
[0016] Die Heizung wird mit einer Unterspannung als Vorheizung in Betrieb genommen, der
Umschalter "Vorheizung/Heizung" ist noch in der (nicht dargestellten) Stellung "Vorheizung
mit unstabilisierter Spannung". Die von PC berechnete Dosisleistung wirkt sich auch
auf die Anodenbelastung aus, sie sollte auch überwacht werden.
[0017] Um die Anodenbelastung unterhalb der zulässigen Grenzlast zu halten, wird über den
Teil "Dosisautomat" des Interface die Drehanode aktiviert, die Strahlbündelung über
"Fokus" in gewünschter bzw. notwendiger Weise eingestellt und schließlich über die
"Dosissteuerung" die Rückmeldung der Meßkammer aufgenommen, die den PC für weitere
Applikationen ohne eine erneute Bestätigung sperrt. Eine derartige Rückmeldung erfolgt
auch nach Anlauf der Drehanode, wobei ohne diese Rückmeldung das Einschalten des Lastschalters
und damit das Anlegen der Hochspannung an die Röntgenröhre ausgeschlossen ist. Dabei
ist der an das Interface angeschlossene Dosisautomat selbst im allgemeinen nicht Bestandteil
des Röntgengenerators, sondern ist als autonom arbeitender Teil der Röntgenanlage
zu sehen.
[0018] Der Teil "Lastschalter" des Interface aktiviert den Hochspannungs-Lastschalter, wobei
damit gekoppelt die Umschaltung von "Vorheizen mit unstabilisierter Spannung" auf
"Heizen mit stabilisierter Spannung" umgeschaltet wird. Durch die Verwendung einer
stabilisierten Spannung ist die gewünschte Heizleistung und damit die für einen bestimmten
Röhrenstrom notwendige Temperatur der geheizten Kathode sichergestellt. Eine Umschaltung
im Heizstromkreis gestattet ein Anpassen an die unterschiedlichen Anforderungen z.B.
für Aufnahme oder Durchleuchtung.
[0019] Schließlich weist das Interface noch Meßwerteeingänge auf, die zum Teil über die
A/D-Wandler des "Meßwert-Wandlers" und zum anderen Teil direkt über die "Aufnahmevorbereitung"
dem Interface zugehen. Die eingehenden Meßwerte dienen zum einen der Überwachung des
Verlaufs der gesamten Applikation, zum anderen aber geben die Meßwerte Rückmeldungen
z.B. über Änderungen des Quellwiderstandes des Hochspannungsgleichrichters (einschließlich
des elektrischen Anschlußnetzes) und somit über die ohne Last einzustellende Überspannung
oder des Emissionsvermögens der Kathode in Abhängigkeit von der Temperatur der Kathode
und somit der Kathode zugeführten Heizleistung. Gleiches gilt auch für die Rückmeldung
der Meßkammer, deren Meßwert in Abhängigkeit von Röhrenspannung und Röhrenstrom ein
Maß für die Strahlungsausbeute der (sich im Betrieb aufrauhenden) Anode liefert. Abweichungen
dieser Werte deuten auf plötzliche oder dauernde (oft auch schleichend einsetzende)
Veränderungen, die der PC als Referenzwerte im Anwendungsspeicher ablegt und die der
PC fortan bei den periodisch vorgeschriebenen Konstanzprüfungen der Röntgenanlage
berücksichtigt und mit den bei der Abnahmemessung der Röntgenanlage gewonnenen Ausgangswerten
vergleichen kann.
[0020] Die Steuerung erfolgt über den Personal-Computer PC, der mit einem Programm geladen
ist, dessen Struktur in dem als Figur 2 beigefügten, auf eine Röntgenaufnahme abgestellten
Flußdiagramm entnommen werden kann. Nach dem Start wird unter "INIT" ein Systemtest
durchgeführt und alle variablen Werte in Ausgangsstellung gebracht. Danach ist das
System bereit, unter "Eingabe" die für die vorliegenden Gegebenheiten bestimmten Werte
anzunehmen. Diese Werte werden unter "Verify" auf ihre Schlüssigkeit geprüft und in
der folgenden JA/NEIN - Entscheidung unter "Start" wird bei gegebenen Startbefehl
der weitere Programmablauf ausgelöst. Sind die Vorgaben nicht schlüssig, oder ist
der Startbefehl nicht gegeben, springt das System zurück auf Eingabe und erlaubt so
auch eine Eingabekorrektur.
[0021] Ist "Start" freigegeben, wird zunächst bei schlüssigen Vorgaben in der nächsten Stufe
"Check" geprüft, ob alle Parameter der Vorgabe im gültigen Bereich liegen. Bei außerhalb
liegenden Parametern erfolgt Rücksprung zur "Eingabe", um Korrekturen zu ermöglichen.
Werden die Eingaben als im Bereich liegend anerkannt, erfolgt unter "Anlauf" der eigentliche
Start des Einstellens der vorgegebenen Parameter, deren Einstellungen überprüft werden,
wobei bei der Einstellung auftretende Fehler zu einer mit Rücksprung zu "Eingabe"
verbundenen Fehlermeldung führen.
[0022] Bei Fehlerfreiheit startet unter "Belichtung" die Belichtungsautomatik, wobei während
der Aufnahme die Hochspannung an der Röhre, der Röhrenstrom, der Heizstrom und die
Expositionszeit gemessen werden. Auftretende Fehler, d.h. Abweichungen gegenüber den
Vorgaben, werden vom System identifiziert und als Fehler gemeldet, ggf. erfolgt Abbruch
und Rücksprung zu "Eingabe". Während der Belichtung wird diese Prüfung ständig durch
Abfrage der Parameter in einer Schleife wiederholt. Nach Zeitablauf, d.h. nach Ende
der Belichtungszeit werden die Meßwerte zur Anzeige gebracht, und zwar einschließlich
des für die Dosis wesentlichen Strom-Zeit-Produktes in mAs, das darüber hinaus auch
dokumentiert werden kann, ggf. durch Übermittlung an einen übergeordneten Rechner,
der den Personal-Computer PC als Host aufgenommen hat. Danach springt das System zurück
auf "Eingabe" und ist bereit, neue Parameter anzunehmen.
1. Schaltungsanordnung zum Einstellen der Aufnahmeparameter "Hochspannung", "Röhrenstrom"
und "Belichtungszeit" für einen Diagnose-Röntgengenerator für eine durchzuführende
Untersuchung eines Objektes, mit einem Interface zur Übergabe elektrischer Signale,
durch die Aufnahmeparameter gesetzt werden können, und zur Führung von Rückmeldungen
und über dessen Aus- und Eingänge einerseits ein Personalcomputer (PC) und andererseits
ein Hochspannungsgleichrichter mit Stelltransformator, ein einstellbarer Heizspannungsgenerator
mit Stufenschalter sowie eine mit dem Hochspannungsgleichrichter verbundene Röntgenröhre
angeschlossen sind, wobei der PC Mittel zum Überwachen der Aufnahmeparameter sowie
einen Anwendungsspeicher zum Speichern von Informationen aufweist, die zum einen die
sicherheitsrelevanten Grenzwerte für den Betrieb der Röntgenröhre betreffen und zum
anderen die nach Vorgaben einzuhaltenden Aufnahmeparameter festlegen, und wobei der
Personalcomputer (PC) zunächst für eine Röntgendosis gewünschter Härte Röhrenspannung
und Heizleistung berechnet, wobei über das Interface ständig während der Belichtungsdauer
gemessene aktuelle Werte von Röhrenspannung und Röhrenstrom dem Personalcomputer (PC)
zugeführt werden, wobei der Personalcomputer diese gemessenen Werte ständig mit den
sicherheitsrelevanten Grenzwerten vergleicht und die aktuellen Werte in dem durch
diese Grenzwerte vorgebenenen Bereich hält, wobei eine daraus resultierende Einstellung
des Hochspannungsgleichrichters sowie des Heizspannungsgenerators unter Berücksichtigung
der Grenzbelastung der Röntgenröhre an den Stelltransformator des Hochspannungsgleichrichters
und das Stellglied des Heizspannungsgenerators so abgegeben wird, daß die Belichtungsdauer
unter Einhaltung eines vorgewählten Wertes für den Ladungswert (mAs) minimiert wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für das ständige Überwachen von Röhrenstrom und Röhrenspannung eine Programmschleife
vorgesehen ist, wobei nach Ablauf der Belichtungsdauer die Meßwerte zur Anzeige gebracht
und dokumentiert werden.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Strahlengang dem Objekt nachgeschaltet ein Strahlungsmeßgerät angeordnet
ist, zur Messung der von der Röntgenröhre abgegebenen Dosis, wobei ein Lastschalter
bei Erreichen des gewünschten Dosis-Wertes den Röntgengenerator in an sich bekannter
Weise abschaltet.
4. Schaltungsanordnungen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Abweichungen der Rückmeldung der Meßkammer, deren Meßwert in Abhängigkeit von
Röhrenspannung und Röhrenstrom ein Maß für die Strahlungsausbeute der Anode liefert,
im Anwendungsspeicher als Referenzwerte abgelegt und bei künftigen Konstanzprüfungen
der Röntgenanlage dadurch berücksichtigt werden, daß der Personal-Computer (PC) diese
Werte mit den bei der Abnahmemessung der Röntgenanlage erzielten Ausgangswerten vergleicht.
5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an einen Druckerausgang des Personal-Computers (PC) in an sich bekannter Weise
ein Drucker angeschlossen ist, zur Ausgabe eines gesamten Protokolls der aktuellen
Untersuchung mit Angaben über Verlauf der tatsächlichen Werte von Röhrenspannung und
Röhrenstrom sowie Dosisleistung und Belichtungsdauer.
1. Circuit arrangement for setting the exposure parameters "high voltage", "tube current"
and "exposure time" for a diagnostics X-ray generator for an examination to be carried
out on an object, comprising an interface for transferring electric signals which
can be used to set these exposure parameters and for sending feedback signals, via
the outputs and inputs of which there are connected a personal computer (PC) on the
one hand and a high-voltage rectifier having a regulating transformer, a presettable
heating voltage generator having a step switch, and an X-ray tube connected with the
high voltage rectifier on the other hand, the PC including means for monitoring the
exposure parameters as well as an application memory for storing information relating
on the one hand to the safety-relevant limit values for the operation of the X-ray
tube and on the other hand determining the exposure parameters to be adhered to according
to the specification, and wherein the personal computer (PC) first calculates the
tube voltage and the heating performance for an X-ray dose of a desired severity,
the personal computer (PC) being continuously fed via the interface with actual values
of tube voltage and tube current during the time of exposure, the personal computer
continuously comparing said measured values with the safety-relevant limit values
and keeping the actual values within the range predefined by said limit values, a
setting resulting therefrom of the high-voltage rectifier and of the heating voltage
generator being provided under consideration of the limit load of the X-ray tube to
the regulating transformer and the actuator of the heating voltage generator, so that
the exposure time is minimized, while a preselected value for the load value (mAs)
is maintained.
2. Circuit arrangement as claimed in Claim 1, characterized in that a program loop is
provided for the continuous monitoring of the tube current and the tube voltage, the
measured values being displayed and documented upon expiration of the exposure time.
3. Circuit arrangement as claimed in Claim 1 or 2, characterized in that a radiation
measuring device is arranged in the beam path downstream of the object for measuring
the dose irradiated by the X-ray tube, a power circuit breaker switching the X-ray
generator off in a manner known per se once the desired dose value has been reached.
4. Circuit arrangement as claimed in Claim 3, characterized in that deviations in the
feedback signals from the measuring chamber, the measuring value of which provides
under consideration of the tube voltage and the tube current a standard for the radiation
yield of the anode, are stored in the application memory as a reference value and
are taken into account for future constancy checks of the X-ray apparatus such that
the personal computer (PC) compares these values with the initial values obtained
during the acceptance measurement of the X-ray apparatus.
5. Circuit arrangement as-claimed in any one of Claims 1 to 4, characterized in that
a printer output of the personal computer (PC) is connected to a printer in a manner
known per se, for outputting a complete log of the actual examination, providing information
on the course of the actual values of tube voltage and tube current as well as of
dose rate and exposure time.
1. Montage pour régler les paramètres de prise de vues "haute tension", "courant du tube"
et "durée d'exposition" pour un générateur de rayons X de diagnostic pour l'examen
devant être effectué d'un objet, comportant une interface pour le transfert de signaux
électriques, au moyen de laquelle ces paramètres de prise de vues peuvent être positionnés,
et pour l'envoi de signalisation en retour et, par l'intermédiaire des sorties et
des entrées duquel sont raccordés d'une part un ordinateur personnel (PC) et d'autre
part un redresseur haute tension comportant un transformateur de réglage, un générateur
réglable de la tension de chauffage comportant un commutateur à gradins ainsi qu'un
tube à rayons X relié au redresseur haute tension, et dans lequel l'ordinateur personnel
comprend des moyens pour contrôler les paramètres de prise de vues, ainsi qu'une mémoire
d'utilisation pour la mémorisation d'informations, qui d'une part concernent les valeurs
limites, importantes pour la sécurité, pour le fonctionnement du tube à rayons X et
d'autre part fixent les paramètres de prise de vues devant être respectés en fonction
de prescriptions, et dans lequel l'ordinateur personnel (PC) calcule tout d'abord
la tension du tube et la puissance de chauffage pour une dose de rayons X présentant
une dureté désirée, et dans lequel des valeurs actuelles, mesurées pendant la durée
d'exposition, de la tension et du courant du tube sont envoyées en permanence, par
l'intermédiaire d'une surface, à l'ordinateur personnel (PC), et dans lequel l'ordinateur
personnel compare en permanence ces valeurs mesurées aux valeurs limites importantes
pour la sécurité et conserve les valeurs actuelles dans la gamme prédéterminée par
ces valeurs limites, et dans lequel un réglage, qui en résulte, du redresseur haute
tension ainsi que du générateur de haute tension est appliqué, en tenant compte de
la charge limite du tube à rayons X, au transformateur de réglage du redresseur haute
tension et au circuit de réglage du générateur de haute tension de sorte que la durée
d'exposition est réduite tout en respectant une valeur présélectionnée pour la valeur
de charge (mAs).
2. Montage selon la revendication 1, caractérisé en ce que pour le contrôle permanent
de la tension du tube, il est prévu une boucle de programme, les valeurs de mesure
étant affichées et recensées après le déroulement d'une durée d'exposition.
3. Montage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que dans le trajet du faisceau
est monté, en aval de l'objet, un appareil de mesure de rayonnement servant à mesurer
la dose délivrée par le tube à rayons X, un interrupteur de charge débranchant de
façon connue en soi le générateur de rayons X, lorsque la valeur désirée de dose est
atteinte.
4. Montage selon la revendication 3, caractérisé en ce que des écarts de la signalisation
en retour de la chambre de mesure, dont la valeur de mesure fournit, en fonction de
la tension et du courant du tube, une mesure du rendement de rayonnement de l'anode,
sont mémorisés en tant que valeurs de référence dans la mémoire d'utilisation et sont
pris en compte, lors de contrôles ultérieurs de constance de l'installation à rayons
X, par le fait que l'ordinateur personnel (PC) compare ces valeurs aux valeurs de
sortie obtenues lors de la mesure de contrôle de l'installation radiologique.
5. Montage selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'une imprimante
est raccordée de façon connue en soi à une sortie d'imprimante de l'ordinateur personnel
(PC), pour la délivrance d'un protocole global de l'examen actuel avec des indications
concernant la variation des valeurs effectives de la tension et du courant du tube
ainsi que de la puissance de dose et de la durée d'exposition.