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EP 0 455 622 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.06.1993 Patentblatt 1993/25 |
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Anmeldetag: 17.04.1991 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: F02M 35/14 |
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Ansauggeräuschdämpfer mit Luftfilter, insbesondere für Zweitakt-Brennkraftmaschinen
Intake silencer, in particular for two stroke internal combustion engines
Silencieux d'aspiration, plus particulièrement pour moteurs à combustion interne à
deux temps
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
30.04.1990 AT 984/90
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.11.1991 Patentblatt 1991/45 |
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Patentinhaber: |
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- Beidl, Christian Dipl. Ing.
A-8063 Eggersdorf (AT)
- Sterbenz, Albin
A-8041 Graz (AT)
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Erfinder: |
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- Beidl, Christian Dipl. Ing.
A-8063 Eggersdorf (AT)
- Sterbenz, Albin
A-8041 Graz (AT)
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Vertreter: Hübscher, Heiner, Dipl.-Ing. et al |
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Spittelwiese 7 4020 Linz 4020 Linz (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
AT-B- 235 089 US-A- 4 790 864
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FR-A- 2 605 271
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 13, no. 244 (M-834) 07 Juni 1989, & JP-A-01 053055
(HONDA MOTOR CO LTD) 01 März 1989
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Ansauggeräuschdämpfer mit Luftfilter, insbesondere für
Zweitakt-Brennkraftmaschinen, bestehend aus einem steifen Gehäuse, das durch eine
Trennwand in zwei Kammern unterteilt ist, die durch wenigstens zwei die Trennwand
durchsetzende Rohre verbunden sind, wobei die erste größere Kammer ein Eintrittsrohr
sowie einen Filtereinsatz aufweist und die die beiden Kammern verbindenden Verbindungsrohre
unterschiedliche Durchmesser und/oder Längen besitzen.
[0002] Ein derartiger Ansauggeräuschdämpfer ist bereits bekannt (AT-B 235 089). Dabei sind
aber außer den beiden Kammern, nämlich dem sogenannten Reinluftraum und der Sekundärdämpferkammer
noch eine Primärdämpferkammer und eine Zwischendämpferkammer vorgesehen, wobei das
eine Verbindungsrohr als Reinluftrohr in einen Diffusorabschnitt übergeht, der zum
Auslaß führt bzw. mit dem Vergaser in Verbindung steht. Dieses Verbindungsrohr hat
innerhalb der zweiten Kammer, nämlich der Sekundärdämpferkammer und der Primärdämpferkammer
nur schlitzförmige Öffnungen. Ein zweites kürzeres Verbindungsrohr mit kleinerem Durchmesser
reicht von der Reinluftkammer nur in die Zwischendämpferkammer, die keine Austrittsöffnung
besitzt. Es liegt also eine vergleichsweise komplizierte Blechausführung vor, bei
der mit erhöhten Druckverlusten zu rechnen ist. Da der Geräuschdämpfer nur in einer
Richtung durchströmt wird, kommt es mangels entsprechender Reflexionen zu einer ungenügenden
Dämpfung.
[0003] Somit liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Ansauggeräuschdämpfer der eingangs
geschilderten Art zu schaffen, der bei vergleichsweise einfacher Konstruktion eine
gute Schalldämpfung auch bei hoher Motorleistung gewährleistet.
[0004] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß die zweite Kammer ein Austrittsrohr
aufweist und daß das Eintrittsrohr aus einem in zwei oder mehrere Kanäle unterschiedlicher
Länge unterteilten Diffusor besteht.
[0005] Da das Eintrittsrohr als Diffusor ausgebildet ist, ergeben sich geringere Druckverluste,
ohne den Durchmesser vergrößern zu müssen und dadurch schlechtere akustische Werte
zu erzielen. Die im Diffusor vorhandenen Kanäle unterschiedlicher Länge tragen zur
Verbesserung der Dämpfung durch Interferenzerscheinungen wesentlich bei. Durch die
verschiedenen Abmessungen der tatsächlichen Verbindungsrohre wird die Ausbildung ausgeprägter
Eigenfrequenzen unterdrückt, was ebenfalls die Geräuschdämpfung verbessert. Außerdem
ergibt sich eine vereinfachte Konstruktion, da wirklich nur zwei Kammern vorgesehen
sind.
[0006] In weiterer Ausbildung der Erfindung sind das den Diffusor bildende Eintrittsrohr
gegenüber den Verbindungsrohren bzw. diese gegenüber dem Austrittsstutzen im Sinne
einer Umkehr der Stömungsrichtung in der ersten und/oder zweiten Kammer angeordnet.
Dadurch wird eine Verbesserung der Dampfung durch zusätzliche Reflexionen ohne Vergrößerung
der Querschnitte bzw. Volumina erzielt.
[0007] Besonders zweckmäßig ist es auch, wenn in der zweiten Kammer ein von der Gehäusewand
durch einen Luftspalt getrennter Dämmeinsatz vorgesehen ist. Dieser Dämmeinsatz verringert
die Schallübertragung auf das Gehäuse und damit die Schallabstrahlung von der Gehäuseoberfläche.
[0008] Verschiedene Längen der Rohre bzw. Kanäle werden auf die einfachste Weise dadurch
erreicht, daß das Austrittsende des Eintrittsrohres und wenigstens eines der beiden
Enden der Verbindungsrohre jeweils einen zur Rohrachse schrägen Rand aufweisen.
[0009] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt,
und zwar zeigen
- Fig. 1
- einen Ansauggeräuschdämpfer im Längsschnitt nach der Linie I-I der Fig. 2 und
- Fig. 2
- einen zugehörigen Querschnitt nach der Linie II-II der Fig. 1.
[0010] Der Ansauggeräuschdämpfer weist ein steifes Gehäuse 1 auf, das durch eine Trennwand
2 in zwei Kammern 1a, 1b, unterteilt ist. Die Trennwand 2 ist durch drei Verbindungsrohre
3, 4, 5, die von der Kammer 1a in die Kammer 1b führen, unterbrochen. Die Kammer 1a
weist ein Eintrittsrohr 6 auf, das einen Diffusor bildet, der durch einen kreuzförmigen
Einsatz 7 in vier Kanäle 8 unterschiedlicher Länge unterteilt ist. Die unterschiedliche
Länge dieser Kanäle 8 wird dadurch erreicht, daß das Austrittsende des Eintrittsrohres
6 einen zur Rohrachse schrägen Rand 9 aufweist. In der Kammer 1a ist ein Luftfilter
10 eingesetzt.
[0011] Die drei Verbindungsrohre 3, 4, 5 weisen unterschiedliche Durchmesser und durch ihren
ebenfalls schrägen Rand 9a auch unterschiedliche Längen auf. Von der Kammer 1b führt
ein Austrittsstutzen 11 zur Brennkraftmaschine. Dabei ist die Anordnung des Einrtittsrohres
6 gegenüber den Verbindungsrohren 3, 4, 5 bzw. der letzteren gegenüber dem Austrittsstutzen
11 so vorgesehen, daß sich die Strömungsrichtung der angesaugten Luft sowohl in der
ersten größeren Kammer 1a als auch in der zweiten Kammer 1b umkehrt. In der zweiten
Kammer 1b ist zur Verminderung der Schallübertragung auf das Gehäuse 1 und damit zur
Schallabstrahlung von der Gehäuseoberfläche ein von der Gehäusewand durch einen Luftspalt
getrennter Dämmeinsatz 12 vorgesehen.
1. Ansauggeräuschdämpfer mit Luftfilter (10), insbesondere für Zweitakt-Brennkraftmaschinen,
bestehend aus einem steifen Gehäuse, das durch eine Trennwand (2) in zwei Kammern
(1a, 1b) unterteilt ist, die durch wenigstens zwei die Trennwand (2) durchsetzende
Rohre (3, 4, 5) verbunden sind, wobei die erste größere Kammer (1a) ein Eintrittsrohr
(6) sowie einen Filtereinsatz (10) aufweist und die die beiden Kammern (1a, 1b) verbindenden
Verbindungsrohre (3, 4, 5) unterschiedliche Durchmesser und/oder Längen besitzen,
dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Kammer (1b) ein Austrittsrohr (11) aufweist
und daß das Eintrittsrohr (6) aus einem in zwei oder mehrere Kanäle (8) unterschiedlicher
Länge unterteilten Diffusor besteht.
2. Ansauggeräuschdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das den Diffusor
bildende Eintrittsrohr (6) gegenüber den Verbindungsrohren (3, 4, 5) bzw. diese gegenüber
dem Austrittsstutzen (11) im Sinne einer Umkehr der Strömungsrichtung in der ersten
(1a) und/oder zweiten Kammer (1b) angeordnet sind.
3. Ansauggeräuschdämpfer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der zweiten
Kammer (1b) ein von der Gehäusewand durch einen Luftspalt getrennter Dämmeinsatz (12)
vorgesehen ist.
4. Ansauggeräuschdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Austrittsende
des Eintrittsrohres (6) und wenigstens eines der beiden Enden der Verbindungsrohre
(3, 4, 5) jeweils einen zur Rohrachse schrägen Rand (9, 9a) aufweisen.
1. An intake muffler with an air filter (10), more particularly for two-stroke internal
combustion engines, consisting of a rigid housing divided into two chambers (1a, 1b)
by a partition (2), the two chambers being interconnected by at least two tubes (3,
4, 5) extending through the partition (2), the first larger chamber (1a) having an
inlet tube (6) and a filter insert (10) while the connecting tubes (3, 4, 5) connecting
the two chambers (1a, 1b) have different diameters and/or lengths, characterised in
that the second chamber (1b) has an outlet tube (11) and in that the inlet tube (6)
consists of a diffuser divided into two or more ducts (8) of different lengths.
2. An intake muffler according to claim 1,
characterised in that the inlet tube (6) forming the diffuser is disposed opposite
the connecting tubes (3, 4, 5) and the latter are disposed opposite the outlet tube
(11) for the purpose of reversal of the direction of flow in the first chamber (1a)
and/or second chamber (1b).
3. An intake muffler according to claim 1 or 2,
characterised in that an insulating insert (12) separated from the housing wall by
an air gap is provided in the second chamber (1b).
4. An intake muffler according to claim 1,
characterised in that the outlet end of the inlet tube 6) and at least one of the
two ends of the connecting tubes (3, 4, 5) each have an edge (9, 9a) at an angle to
the tube axis.
1. Silencieux d'admission comprenant un filtre à air (10), notamment pour moteurs à combustion
interne à deux temps, composé d'un boîtier rigide qui est divisé par une cloison (2)
en deux chambres (1a, 1b) qui sont reliées par au moins deux tubes (3, 4, 5) qui traversent
la cloison (2), la première chambre (1a), ou grande chambre, présentant un tube d'entrée
(6) ainsi qu'une garniture filtrante (10) et les tubes de liaison (3, 4, 5) qui relient
les deux chambres (1a, 1b) possédant des diamètres et/ou longueurs différents,
caractérisé par le fait que la deuxième chambre (1b) présente un tube de sortie (1)
et par le fait que le tube d'entrée (6) est composé d'un diffuseur divisé en deux
ou plus de deux canaux (8) possédant des longueurs différentes.
2. Silencieux d'admission selon la revendication 1,
caractérisé par le fait que le tube d'entrée (6) formant le diffuseur est disposé
par rapport aux tubs de liaison (3, 4, 5) ou que ces derniers sont disposés par rapport
à la tubulure de sortie (11) de manière à réaliser un renversement du sens de l'écoulement
dans la première chambre (1a) et/ou dans la deuxième chambre (1b).
3. Silencieux d'admission selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé par le fait que, dans la deuxième chambre (1b), est prévue une garniture
amortisseuse (12) séparée de la paroi du boîtier par une fente d'air.
4. Silencieux d'admission selon la revendication 1,
caractérisé par le fait que l'extrémité de sortie du tube d'entrée (6) et au moins
l'une des deux extrémités des tubes de liaison (3, 4, 5) présentent chacune un bord
(9, 9a) oblique par rapport à l'axe du tube.

