[0001] Die Erfindung betrifft eine Ausgabevorrichtung für flüssige oder pastöse Güter, insbesondere
Desinfektionsmittel, die im wesentlichen aus einer Wandbefestigung, einer mit der
Wandbefestigung verbundenen Abdeckhaube und einem Einsatz zur Aufnahme eines Vorratsbehälters
für die auszugebenden Güter besteht, der mit der Wandbefestigung lösbar verbunden
ist und an seinem Boden innerhalb eines U-förmigen Profils einen Modul trägt, in den
eine Pumpe mit einem Ein- und einem Auslaßventil sowie Mittel zum Halten und Öffnen
des Vorratsbehälters integriert sind, wobei das U-förmige Profil an seinen Schenkeln
im Bereich des Steges Lagerbohrungen zur Aufnahme von Achsstummeln eines Betätigunsshebels
aufweist, der sich unterhalb der Abdeckplatte erstreckt.
[0002] Ausgabevorrichtungen der vorgenannten Art sind beispielsweise durch die DE-OS 30
36 523 oder DE-OS 32 31 806 bekannt und haben sich auch in der Praxis gut bewährt.
Bei diesen Aggregaten ist entweder eine Bedienung von Hand erforderlich, d. h. die
Ausgabevorrichtung muß zum Ausgeben mit einem Hebel betätigt werden, was für Bereiche,
in denen erhöhte hygienische Anforderungen gestellt werden, unerwünscht ist oder so,
daß der Spender selbsttätig arbeitet, also ohne Handberührung eine dosierte Menge
seines Inhaltes ausgibt.
[0003] Nachteilig bei beiden bekannten Aggregaten, die als Desinfektionsmittelspender eingesetzt
werden könnten, ist jedoch, daß in jedem Fall die Luft Zutritt zum auszugebenden Medium
hat, d. h. auf der einen Seite, es kann eine Verdunstung in größerem Umfang stattfinden,
auf der anderen Seite ist eine Oxidation des auszugebenden Mediums möglich. Als drittes
ist aber nicht auszuschließen, daß auch Verunreinigungen in das Medium gelangen, die
ggf. nach Verdunstung des Lösungsmittels oder Zersetzen durch Oxidation zu Pilzwucherungen
oder der Bildung resistenter Viren und Bakterienstämme führen können.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt damit die Aufgabe zugrunde, einen Spender zu schaffen,
bei dem die Verdunstung des Lösungsmittels bzw. der Zutritt von Luft zum auszugebenden
Medium auf ein Minimum reduziert wird.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einer Ausgabevorrichtung für flüssige oder pastöse Güter,
insbesondere Desinfektionsmittel, die im wesentlichen aus einer Wandbefestigung, einer
mit der Wandbefestigung verbundenen Abdeckhaube und einem Ausgabebehälter zur Aufnahme
eines Vorratsbehälters mit einem durch eine Folienkappe verschlossenen Halsansatz
für die auszugebenden Güter besteht, der mit der Wandbefestigung lösbar verbunden
ist und an seinem Boden innerhalb eines U-förmigen Profils einen Modul trägt, in den
eine Pumpe mit einem Ein- und einem Auslaßventil sowie Mittel zum Halten und Öffnen
des Vorratsbehälters integriert sind, wobei das U-förmige Profil an seinen Schenkeln
im Bereich des Steges Lagerbohrungen zur Aufnahme von Achsstummeln eines Betätigungshebels
aufweist, der sich unterhalb der Abdeckplatte erstreckt, gelöst durch die Kombination
folgender Merkmale:
der obere Bereich des Moduls ist mit einem rohrförmigen Ansatz versehen,
der rohrförmige Ansatz umgibt einen Träger für ein Messer zum Aufschneiden der Folienkappe
des Vorratsbehälters, damit die auszugebenden Güter aus dem Vorratsbehälter in den
Innenraum des rohrförmigen Ansatz gelangen können,
der rohrförmige Ansatz hat zylindrischen Querschnitt,
er ist außen mit ringförmigen Stufen versehen, auf den Stufen liegt ein mit mindestens
einer Dichtlippe versehener Balg auf,
die Dichtlippe ragt in den Innenraum des Ansatzes und liegt am Halsansatz des Vorratsbehälters
dichtend an,
der Balg wird von einer Spannplatte, die Teil des Bodens des Einsatzes ist, gehalten.
[0006] Beim Einsetzen des Vorratsbehälters, der die Form einer eckigen Platte mit seitlich
versetztem Flaschenhals aufweist, wird durch das Messer der Flaschenverschluß, der
üblicherweise als Folienlaminat ausgebildet und auf die Flasche aufgeschweißt ist,
durchstoßen. Fast gleichzeitig damit erfolgt das Umschließen des Flaschenhalses durch
die Dichtlippe, die durch den Halsansatz nach unten in den Innenraum des Ansatzes
gedrückt und aufgeweitet wird. Die Dichtlippe umschließt jetzt mit einem definierten
Liniendruck den Halsansatz, schließt somit den Innenraum der geöffenten Flasche von
der Atmosphäre ab. Damit kann weder Lösungsmittel, im allgemeinen also Alkohol, verdampfen
noch hat die Luft und damit Sauerstoff ungehinderten Zutritt zum Flascheninhalt, kann
damit also auch nicht oxidierend wirken. Ist das Lösungsmittel Alkohol oder überhaupt
ein bereits bei niedrigen Temperaturen verdampfendes Lösungsmittel, so bildet sich
sogar zwischen Dichtlippe und Flascheninnenraum bzw. Innenraum des Ansatzes ein geringer
Überdruck, der zusätzlich die Dichtlippe an den Halsansatz andrückt. Erst nach mehrmaligem
Pumpen wird der Überdruck bzw. Normaldruck unterschritten und es bildet sich ein Vakuum
im Vorratsbehälter, also der Flasche. Abhängig von der Flaschenwandstärke und dem
eingesetzten Material wird dieser Unterdruck durch Zusammenziehen der Flasche ausgeglichen,
was aber nur bis zu einem gewissen Grad möglich ist. Danach tritt zwischen Dichtlippe
- die durch das Eindringen des Flaschenhalses ja nach unten verformt ist und so eine
Art Rückschlagventil bildet - Luft in den Innenraum des Ansatzes, allerdings nur so
viel Luft, wie der Entnahmemenge entspricht. Diese Luft muß, um in den oberen Bereich
der Flasche, also den eigentlichen Flaschenboden, zu gelangen, das in der Flasche
befindliche Medium passieren. Praktisch heißt das, daß eine Luftblase durch das Desinfektionsmittel
nach oben steigt. Diese Luftblase reichert sich dabei bereits mit Lösungsmittel an
und wird gleichzeitig keimfrei gemacht. Die Oxidationswirkung ist bei einer Luftblase
als Luftmenge ebenfalls sehr gering.
[0007] Mit zunehmender Entleerung des Behälters sammelt sich logischerweise mehr Luft in
seinem oberen Bereich an. Da jedoch immer nur eine einzelne Luftblase entsprechend
der Entnahmemenge das Desinfektionsmittel passiert und gerade der Bereich, durch den
die Blase nach oben strebt - nämlich der Bereich in und um dem Halsansatz des Vorratsbehälters
- als erstes nach draußen abgepumpt wird, ist der sich bildende Luftraum oberhalb
des Desinfektionsmittels erstens mit Lösungsmittel gesättigt, zweitens mit desinfizierter
Luft gefüllt, drittens kann nur maximal die Luftmenge mit dem Füllgut in Berührung
kommen und damit oxidierend wirken, die dem Gesamtinhalt des Vorratsbehälters, also
der Flasche, entspricht. Dadurch ist sichergestellt, daß weder eine Verdunstung noch
eine Verunreinigung, noch eine Oxidation in größerem Umfang, also im Umfang der bisher
bei Spendern üblichen Erfahrungswerte, möglich ist.
[0008] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß der Balg aus Nitrilkautschuk
besteht. Zweckmäßig besteht gleichzeitig der Teil des Ausgabebehälters, der mit dem
Desinfektionsmittel in Berührung kommt oder kommen kann, aus Polypropylen oder Polyäthylen.
Die beiden letztgenannten Materialien sind gegen praktisch alle bekannten Desinfektionsmittel
und die dabei eingesetzten Lösungsmittel beständig, sind desweiteren als Spritzguß
preisgünstig zu verformen und auch in ansprechenden Farben einzufärben. Nitrilkautschuk
ist ebenfalls gegen die auszugebenden Medien beständig und weist außerdem die erforderliche
Elastizität und Dehnung auf, die für eine Abdichtung benötigt wird.
[0009] Die Härte von Nitrilkautschuken kann in weiten Bereichen eingestellt werden. Als
bevorzugter Bereich hat sich dabei eine Härte zwischen 40 und 60 Shore erwiesen. Wird
die Härte höher, so schmiegt sich die Dichtlippe nicht mehr voll dichtend an den Halsansatz
des Vorratsbehälters an, wird sie niedriger, so ist mit einem höheren Verschleiß durch
das Einsetzen des Vorratsbehälters zu rechnen. Beide Fälle führen zur Undichtigkeit
des Ausgabebehälters, d. h., daß Luft in den Vorratsbehälter und damit eine Oxidation
bzw. Verdunstung eintritt.
[0010] Die Dichtlippe des Balges verjüngt sich in Richtung des Halsansatzes des Vorratsbehälters
auf eine Stärke zwischen 0,1 und 1,0 mm. Sie liegt bevorzugt zwischen 0,6 und 0,7
mm. In Verbindung mit der Härte des Balges und damit auch der Härte der Dichtlippe
wird dadurch eine absolute Abdichtung erreicht, die erst bei Erzeugung eines Vakuums
im Vorratsbehälter das Passieren von Luft zwischen Lippe und Halsansatz ermöglicht.
[0011] Die Dichtlippe, also der obere Bereich des Balges, bildet eine kreisförmige Öffnung,
die den Halsansatz des Vorratsbehälters umschließt. Um eine Abdichtung zu erreichen,
sieht die Erfindung in diesem Bereich eine Linienpressung zwischen Dichtlippe und
Halsansatz vor, die zwischen 5 und 25 N liegt. Erreicht wird diese Linienpressung
dadurch, daß die lichte Weite des durch die Dichtlippe gebildeten Kreises 1 bis 3
mm kleiner ist als der Außendurchmesser des Halsansatzes des Vorrätsbehälters. In
Verbindung mit der Shore-Härte des Balges ergibt sich dadurch beim Einsetzen des Vorratsbehälters
eine Verformung der Dichtlippe, d. h. die ursprünglich im eingebauten Zustand des
Balges sich in der Horizontalen erstreckende Dichtlippe wird durch das Einsetzen des
Vorratsbehälters nach innen, d. h. nach unten abgebogen, wobei sich die Dichtlippe
abdichtend an den Halsansatz anlegt. Gleichzeitig ist durch diese Abbiegung der Dichtlippe
ein Ventil entstanden, das bei genügendem Differenzdruck, also bei der Erzeugung von
Unterdruck im Vorratsbehälter, Luft in den Innenraum des Ansatzes eintreten läßt,
wenn durch den Pumpvorgang ein gewisses Vakuum erzeugt wurde.
[0012] Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Länge der Dichtlippe, die gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung zwischen 2 und 6 mm beträgt. Die Länge ist
ebenfalls abhängig von der Härte des eingesetzten Nitrilkautschukes, d. h. bei zunehmender
Härte ist es möglich, mit kürzeren Längen zu arbeiten, wodurch der Verschleiß an der
Dichtlippe verringert wird, andererseits muß dann der Anpreßdruck höher sein, d. h.
im oberen Bereich der angegebenen Linienpressung liegen, um eine gute Abdichtung zu
erreichen.
[0013] Elektrisch betätigbare Ausgabevorrichtungen weisen den großen Vorteil auf, daß sie,
einmal auf eine bestimmte Ausgabemenge eingestellt, ohne unerwünschte Manipulation
nicht geändert werden kann. Sie sind, um die Verlegung von elektrischen Kabeln zu
vermeiden, meist mit einer eigenen Stromquelle ausgerüstet, müssen dann jedoch so
ausgelegt sein, daß sie über einen minimalen Stromverbrauch verfügen, um über einen
langen Zeitraum netzunabhängig arbeiten zu können, d. h., daß die eingesetzten Batterien
durch geringen Stromverbrauch eine hohe Lebensdauer aufweisen sollen.
[0014] Elektromagnete benötigen nur einen kurzen Stromstoß, um bereits recht erhebliche
Arbeitsleistungen vollbringen zu können. Bei nur kurzzeitiger Belastung einer Batterie
ist es somit möglich, einen Hubmagneten zur Betätigung einer Pumpe einzusetzen, wobei
die so betätigte Pumpe eine kurzhubige Pumpe ist. Die bevorzugte Ausführung liegt
in der Verbindung zwischen Elektromagnet und Membranpumpe. Membranpumpen weisen die
Charakteristik auf, daß zunächst nur ein leichter Druck auf die Membran erforderlich
ist, der sich mit zunehmender Eindrucktiefe verstärken muß. Elektromagnete, also insbesondere
die Hubmasnete, weisen eine analoge Charakteristik auf, d. h., wird der Hubmagnet
eingeschaltet, so übt er zunächst aufgrund des relativ großen Spaltabstandes nur eine
geringe Kraft aus. Diese Kraft wird mit sich verringerndem Spalt immer stärker. Die
Leistungskurven von Membranpumpe und Hubmagnet entsprechen sich also, d. h., daß sie
eine ideale Kombination bilden. Der Anker des Hubmagneten ist dabei zweckmäßig konisch
ausgeführt, so daß eine relativ große Strecke zur Verfügung steht, über die sich das
Magnetfeld erstreckt.
[0015] Der Hubmagnet besitzt eine Zugkraft von 1 - 100 N. Vorzugsweise liegt der Bereich
zwischen 15 und 45 N.
[0016] Der Bereich von 1 bis 20 N ist für die Ausgabe kleiner Mengen geeignet, also für
die Ausgabe von relativ hoch konzentrierten Gütern, wie Desinfektionsmittel oder
auch Parfüm. Der Bereich von 15 bis 45 N erfüllt die Anforderungen, die gemeinhin
an einen Seifenspender gestellt werden, der flüssige oder cremartige Seife ausgibt,
wohingegen der obere Bereich, also der Bereich zwischen 50 und 100 N zur Ausgabe pastöser
Güter besser geeignet ist, die eine höhere Viskosität aufweisen. Oberhalb 100 N steigt
trotz der kurzzeitigen Betätigung eines Elektromagneten der Stromverbrauch an, so
daß der Einsatz von batteriebetriebenen Elektromagneten unwirtschaftlich wird.
[0017] Die Hubstrecke des Magnetankers liegt bei ca. 2 bis 8 mm. Oberhalb 10 mm sind die
Kräfte, die beim Einsetzen der Hubbewegung erzeugt werden so gering, daß es schon
erheblicher Magnetgrößen bedarf, um überhaupt eine wirkungsvolle Bewegung zustande
zu bringen. Das erfordert andererseits aber mehr Strom, was der Aufgabe, ein stromsparendes
Aggregat zu entwickeln, entgegensteht. Um trotzdem den Hub zu vergrößern, d. h. die
Bewegung der Pumpenmembran zu verlängern, sieht eine bevorzugte Ausgestaltung der
Erfindung vor, daß die Pumpenmembran über einen Betätigungshebel mit dem Elektromagneten
verbunden ist. Dieser Betätigungshebel ist als zweiarmiger Hebel ausgeführt, wobei
im Normalfall der kürzere der zweiarmigen Hebel dem Hubmagneten und der längere der
Membran zugeordnet ist. Dadurch läßt sich die Bewegung, also der Hub an der Pumpe,
in ziemlich weiten Grenzen steuern.
[0018] Die Steuerung des Elektromagneten durch einen Näherungsschalter ermöglicht die berührungslose
Ausgabe von Materialien aus dem Ausgabebehälter, ohne daß es erforderlich ist, z.
B. einen Fußschalter zu installieren, durch den zwar auch die hygienischen Bedingungen
gewährleistet würden, dessen Installation jedoch einen erhöhten Aufwand bedeutet,
weil er nicht in das Gehäuse der Ausgabevorrichtung integriert werden kann. Desweiteren
stört im allgemeinen die separate Installation eines Schalters in Waschräumen und
Toiletten erheblich die Reinigung des Boden.
[0019] Der Einsatz eines kapazitiven Schalters empfiehlt sich besonders, weil hier auf der
einen Seite die Gefahr des Mißbrauchs und auch der Beschädigung geringer ist, als
sie beispielsweise bei einem aus einer Lichtschranke bestehenden Schalter gegeben
ist. Akustische Schalter werden häufig durch unbeabsichtigte Einwirkungen, bei denen
die Geräuschquelle durchaus weit außerhalb des Gebäudes liegen kann, beeinträchtigt,
wohingegen die Lichtschranken durch Verschmutzung und durch Auflegen von beispielsweise
Papier zum kontinuierlichen Auslösen angeregt werden können. Der kapazitive Schalter
spricht dagegen nur auf die Änderung der Kapazität an, d. h., daß er durch Annäherung
der Hand an die Ausgabevorrichtung ausgelöst wird.
[0020] Der Näherungsschalter weist eine Sensorschaltung mit zwei synchronschwingenden Oszillatoren
auf, von denen einer als Festoszillator ausgeführt ist und der zweite von außen beeinflußbar
ist.
[0021] Eine derartige Schaltung ist so ausgelegt, daß beide Oszillatoren das Bestreben haben,
stets synchron zu schwingen. Die Schaltung ist dadurch sehr stabil, d. h., daß es
relativ starker Kapazitätsänderungen bedarf, um einen Fehlimpuls auszulösen.
[0022] Die Sensorschaltung als solche enthält vier NAND-Schmitt-Trigger, wobei zwei als
Oszillatoren geschaltet sind, von denen einer als Festoszillator dient und der andere
als variierbarer Oszillator durch die Sensorplatte beeinflußbar ist. Der dritte NAND-Schmitt-Trigger
ist dabei als Phasendiskriminator unter Zwischenschaltung einer Diode als Gleichrichter
für die im Phasendiskriminator entstandene Wechselspannung einem vierten NAND-Schmitt-Trigger
als Schwellwertschalter vorgeschaltet, wobei hinter dem Schwellwertschalter ein Differenzierkondensator
angeordnet ist, dem ein Schaltverstärker nachgeschaltet ist.
[0023] Der Näherungsschalter weist eine Sensorschaltung auf, die aus einer CMOS-IC und einer
Sensorplatte besteht, wobei zwischen Sensorschaltung und Stromquelle eine Diode und
parallel zur Sensorschaltung ein Kondensator geschaltet ist.
[0024] Die Sensorplatte ist dabei unter dem Gehäuse der Ausgabevorrichtung angeordnet, so
daß sich die Kapazität durch Annähern der Hand unter dem Spender ändert. Die Stromquelle,
die aus elektrochemischen Elementen besteht, also entweder einen Satz handelsüblicher
Batterien enthält, oder einen bzw. mehrere wiederaufladbare Akkumulatoren, ist über
eine Diode mit der Sensorschaltung verbunden, zu der parallel ein Kondensator geschaltet
ist. Durch diese Schaltung wird erreicht, daß zunächst der Kondensator auf die Klemmenspannung
der Stromquelle aufgeladen wird, was wiederum die Ausnutzung der Stromquelle, also
der Batterien bis zum letzten gestattet, da die Aufladung des Kondensators auch relativ
langsam erfolgen kann. Der Kondensator selbst gibt bei Betätigung der Schaltung seine
Ladung an die Sensorschaltung ab, wobei durch die Diode gewährleistet ist, daß jetzt
kein Rückfluß der Spannung zur Stromquelle erfolgt.
[0025] Vorteilhaft weist dabei die Sensorschaltung einen Trimmer zum Abgleich der Schaltung
auf. Dieser Trimmer, der als Trimmerkondensator ausgeführt sein kann, dient zum Ausgleich
der Toleranzen, die sich bei der Herstellung der einzelnen Komponenten der Schaltung
zwangsläufig ergeben.
[0026] Die Einstellung der Ansprechentfernung kann durch das Verstellen der Sensorplatte
erfolgen. Es ist jedoch auch möglich, daß eine Abschirmelektrode verstellbar angeordnet
ist. Damit ist es möglich, den variablen Oszillator mehr öder weniger stark zu verstimmen.
[0027] Im Ruhezustand des Ausgabebehälters schwingen sowohl der Festoszillator als auch
der variierbare Oszillator, also die beiden ersten NAND-Schmitt-Trigger mit der im
wesentlichen gleichen Frequenz. Diese Frequenz ändert sich, sobald sich die Hand eines
Benutzers der Ausgabevorrichtung der Sensorplatte nähert, d. h., daß dann zwischen
Festoszillator und variierbarem Oszillator eine Schwingungsdifferenz auftritt. Diese
Schwingungsdifferenz wird von dem dritten NAND-SchmittTrigger als Phasendiskriminator
ausgewertet, d. h., daß an seinem Ausgang eine Wechselspannung entsteht. Diese Wechselspannung
wird durch die Diode gleichgerichtet und dem vierten NAND-Schmitt-Trigger als Schwellwertschalter
zugeführt. Überschreitet die Spannung die Schwelle, so wird ein Differenzierkondensator
beaufschlagt, dem ein Schaltverstärker nachgeschaltet ist. Über diesen gelangt der
Impuls zur Ausgabe zum Elektromagneten, der erregt wird und dadurch einmal die Pumpmembran
betätigt, wodurch die Ausgabe einer dosierten Portion des im Spender enthaltenden
Materiales erfolgt.
[0028] Soll die Empfindlichkeit verändert werden, kann durch eine gegenüber der Sensorplatte
variierbare Abschirmelektrode der variable Oszillator in einen gewissen Bereich verstimmt
werden, so daß am Diskriminator eine dauernde definierte Wechselspannung entsteht,
die vom Gleichrichter in eine Gleichspannung verwandelt wird, wobei diese Gleichspannung
jedoch unterhalb der Schwellwertspannung des Schwellwertschalters liegt. Hierdurch
ist die notwendige Kapazitätsänderung zur Auslösung der Sensorschaltuns bedeutend
kleiner, so daß die Ansprechentfernung vergrößert wird.
[0029] Parallel zur Stromquelle ist ein Kondensator geschaltet. Diese vorteilhafte Anordnung
gestattet auch, älter werdende Batterien zu verwenden, die einen höheren Innenwiderstand
besitzen. Dabei wird der Kondensator zwischen den Hüben noch aufgeladen und erreicht
wieder die Klemmenspannung der Batterie, deren elektromotorische Kraft im Leerlauf
praktisch konstant ist.
[0030] Eine Kapazitätsänderung und damit das Auslösen einer Schaltung wird jedoch nicht
nur durch die Annäherung der Hand erreicht, sondern hängt von vielen nebensächlichen
Gegebenheiten ab. So seht in die Kapazität beispielsweise die Feuchtigkeit der Wand
ein, auf die der Spender montiert wurde, desweiteren seht die Füllstandshöhe des Spenders
in die Kapazität ein. Damit wäre es erforderlich, je nach Ort des Spenders diesem
eine andere Kapazität zu verleihen und zusätzlich die Kapazität der jeweiligen Füllstandshöhe
anzugleichen. Man war daher bisher der Auffassung, daß kapazitive Schalter für derartige
Einsatzzwecke absolut ungeeignet sind.
[0031] Die Ausgabevorrichtung kann mit einer Sensorschaltung versehen sein, die mit mindestens
einer Abschirmelektrode ausgerüstet ist, die Verbindung mit dem Nullpotential hat.
Vorteilhaft ist dabei mindestens eine Abschirmelektrode U-förmig ausgebildet.
[0032] Der Einsatz von Abschirmelektroden ermöglicht auf der einen Seite die Montage der
Ausgabevorrichtung ohne Änderung der Kapazität in beliebigen Räumen, also sowohl auf
feuchte als auch auf trockene Wände. Desweiteren tritt bei Änderung der Füllstandshöhe
in der Ausgabevorrichtung keine Kapazitätsänderung mehr auf. Die Ausführung einer
Abschirmelektrode in U-förmiger Ausbildung vereinfacht den Aufbau des gesamten Aggregates,
da durch die U-förmige Ausbildung gleichzeitig drei Seiten abgeschirmt werden, so
daß für drei Seiten nur eine Verbindung zum Nullpotential erforderlich ist. Die Abschirmelektroden
erstrecken sich dabei zum einen entlang der Befestigungsseite des Spenders, also parallel
zur Wand, an der der Spender befestigt werden soll, sie erstrecken sich desweiteren
unterhalb des Ausgabebehälters, wobei durch diese beiden Maßnahmen die Abschirmung
gegen unterschiedliche Wandfeuchtigkeit und unterschiedliche Füllstandshöhe gegeben
ist.
[0033] Zweckmäßig werden gleichzeitig auch noch die Seitenwände des Spenders abgeschirmt,
ggf. auch zusätzlich die Stirnwand, so daß selbst bei einer seitlichen Berührung des
Spenders keine Ausgabe erfolgt, was besonders bei der Reinigung des Spenders sehr
vorteilhaft ist. In der Praxis ergibt sich dabei, daß eine Abschirmelektrode, die
aus mehreren Teilen aufgebaut ist, den gesamten unteren Bereich des.Spenders zu den
Seiten und nach oben abschirmt, so daß lediglich durch Annäherung der Hand unter den
Spender eine Kapazitätsänderung bewirkt werden kann.
[0034] Die Ansprechentfernung des Näherungsschalters ist einstellbar. Die Ausgabevorrichtungen
werden üblicherweise in der Nähe der Waschbecken, im allgemeinen sogar direkt über
den Waschbecken, angeordnet. Besonders im letzteren Fall kann sich die Möglichkeit
ergeben, daß ein zu geringer Abstand zwischen Waschbecken und Näherungsschalter aufgrund
besonderer baulicher Gegebenheiten sich ergibt, wodurch bereits eine Kapazitätsänderung
erfolgt. Dadurch, daß jetzt die Möglichkeit gegeben ist, den kapazitiven Schalter
unempfindlicher zu machen, also daß die Hand näher an den Spender herangeführt werden
muß, ist es möglich, auch elektrisch betätigbare Ausgabevorrichtungen dort einzusetzen,
wo sehr beengte Raumverhältnisse herrschen, der Spender also sehr nahe an z. B. ein
Waschbecken herangebracht werden muß.
[0035] Der Sensor als solcher wird meist mit einer niedrigeren Spannung als der Elektromagnet
betrieben. Damit ist auch der Stromverbrauch niedriger. Wird beispielsweise der Elektromagnet
über 5 Monozellen betrieben, so erfolgt die Stromabgabe für den Sensor an der dritten
Zelle, d. h. die Spannung liegt bei 4,5 Volt.
[0036] Zwischen dieser Anzapfung und dem Sensor ist eine Diode geschaltet, parallel zum
Sensor ein Kondensator. Über die Diode wird der Kondensator aufgeladen. Bei sinkender
Spannung in den Zellen, also bei Betätigung des Magneten oder des Relais fällt die
Spannung auch zum Sensor hin ab. Durch die Diode wird das vermieden, da sie abschaltet,
söbald die Kondensatorspannung höher ist als die Batteriespannung. Der Sensor wird
also direkt vom Kondensator gespeist. Dieser Kondensator könnte sich während einer
Betätigung des Magneten in die Batterie zurückentladen, wenn die Diode nicht zwischengeschaltet
wäre. Eine solche Entladung würde eine Pumpbewegung auslösen, d. h., daß der Sensor
erneut ansprechen und die nächste Schaltung auslösen würde. Der dadurch entstehende
Zyklus würde kontinuierlich den Seifenspender entleeren. Das Zwischenschalten der
Diode ist daher von erheblicher Bedeutung.
[0037] Die elektronischen Bauteile, d. h. die Energieversorgung und der Elektromagnet sind
in einem separaten, von der Ausgabevorrichtung trennbaren Gehäuse angeordnet. Zweckmäßig
ist dieses Gehäuse ein Einschub, der mit mindestens einer Raste versehen ist.
[0038] Durch die Zusammenfassung aller elektrischen Aggregate in einem separaten Gehäuse
können diese Teile weitgehend gekapselt werden, so daß sie auch bei ungeschickter
Reinigung des Spenders vor Wasser geschützt sind. Ein wesentlicher Vorteil ist ferner,
daß der Spender als solcher installiert an der Wand verbleiben kann, während der Einschub
mit den Elektroaggregaten daraus entfernt wird und diese überprüft werden können,
ohne daß der Spender zerlegt werden muß.
[0039] Das Austauschen und Überprüfen der Stromquelle ist damit in einfachster Weise möglich
und kann somit auch vom Laien durchgeführt werden.
[0040] Bei Betätigung des Elektromagneten wird der Anker in diesem bewegt. Diese Bewegung
muß im allgemeinen über einen Betätigungsarm auf die Pumpenmembran übertragen werden.
Damit ist erforderlich, daß der Elektromagnet absolut starr in einer Lage fixiert
ist. Es ist daher sehr wichtig, daß der Einschub, der alle elektrischen bzw. elektronischen
Aggregate aufnimmt, mit einer Raste versehen ist, so daß er fest im Gehäuse des Spenders
verankert werden kann.
[0041] Als Stromquelle werden elektrischchemische Elemente eingesetzt. Man versteht darunter
sowohl die handelsüblichen Batterien, also beispielsweise Monozellen, wobei mehrere
zu einem Satz zusammengefaßt sein können, als auch Akkumulatoren, die nach Erschöpfung
wieder aufgeladen werden können. Beide Stromquellen liefern eine niedrige Spannung
und sind somit für Feuchträume gefahrlos einsetzbar. Aufgrund des niedrigen Verbrauches
garantieren sie für den Spender eine erhebliche Ausgabezeit, die bei normaler Benutzung
bei ca. einem Jahr liegt.
[0042] Bei unachtsamer Benutzung der Ausgabevorrichtung kann der Fall auftreten, daß z.
B. Seife von unten an das Gehäuse gelangt und dadurch die Kapazität beeinträchtigt
wird. Das ist zwar nur möglich, wenn der Spender von unten berührt wird, also die
Seife bewußt an eine Stelle transportiert wird, wo sie nicht erwünscht ist. In einem
solchen Fall würde der Spender nach einmaliger Ausgabe aufgrund seiner Schaltung blockiert
bleiben, so daß ein weiteres Ausgeben nicht möglich ist.
[0043] Dieser Nachteil kann dadurch beseitigt werden, daß die Sensorplatte als unterer Abschluß
des Spendergehäuses eingesetzt wird. Die Sensorplatte kann ohne nachteilige Einwirkung
für den Spender mit Seife in Berührung kommen und garantiert weiterhin eine einwandfreie
Funktion des Spenders, auch wenn die Seife auf der Sensorplatte angetrocknet sein
sollte.
[0044] Bevorzugt wird jedoch eine andere Lösung, bei der auf den aus Kunststoff gebildeten
Boden des Spenders eine zusätzliche, elektrisch leitfähige Schicht aufgebracht wird,
die keinerlei weitere Verbindung benötigt. Diese elektrisch leitfähige Schicht kann
durch Galvanisieren oder Aufdampfen aufgebracht werden, es könnte auch ein Blech als
zusätzliche Abdeckung verwandt werden. Als besonders zweckmäßig hat sich jedoch das
Aufbringen eines leitfähigen Lackes erwiesen, wobei aber alle diese Materialien nicht
durch ein weiteres Dielektrikum abgedeckt sein dürfen.
[0045] Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen beschrieben.
- Fig. 1
- zeigt einen handelsüblichen handbetätigten Ausgabebehälter im Schnitt;
- Fig. 2
- diesen Ausgabebehälter als Explosionsschaubild, wobei die Einzelteile perspektivisch
dargestellt sind;
- Fig. 3
- zeigt einen elektrisch betätigten Ausgabebehälter perspektivisch im Teilschnitt;
- Fig. 4
- zeigt als Explosionsschaubild Einzelteile des erfindungsgemäßen Ausgabebehälters;
- Fig. 5
- zeigt den Pumpenbereich des Ausgabebehälters in perspektivischer Darstellung;
- Fig. 6
- zeigt als Detail einen Schnitt des Ausgabebehälters gemäß der Linie VV in Fig. 5
- Fig. 7
- zeigt das Elektronikgehäuse in perspektivischer Darstellung von der Rückseite;
- Fig. 8
- das gleiche Gehäuse von der Vorderseite;
- Fig. 9
- zeigt den Einschub mit dem Batterieteil (102);
- Fig. 10
- zeigt die Innenansicht des Elektronikgehäuses mit Sensorplatte und Abschirmelektrode
bei im Gehäuse angeordneten Elektromagneten;
- Fig. 11
- den zugehörigen Einschub;
- Fig. 12
- ein Elektronikgehäuse ohne Einbauten mit Rastenfenster;
- Fig. 13
- den zugehörigen Einschub mit Rasten, eingebautem Elektromagnet und Platine.
- Fig. 14
- zeigt das Schaltbild der Platine.
[0046] Die Wandbefestigung (1) besteht aus einer ebenen Platte, die die Rückwand (7) bildet
und Bohrungen (8) aufnimmt, die zum Verschrauben der Wandbefestigung (1) an eine Raumwand
dienen. Die Bohrungen (8) sind ausgesenkt, so daß Senkschrauben eingesetzt werden
können. Die Rückwand (7) wird rechts und links von Seitenwänden (59) begrenzt, die
eine dreieckige Form aufweisen und im unteren Bereich abgewinkelt sind. Zwischen den
abgewinkelten Enden der Seitenwände (59) erstreckt sich eine rinnenförmige Halterung
(6), die direkt an der Rückwand (7) angebracht ist und ebenso wie die Führung (3),
die Feder (4) und der hakenförmige Ansatz (5) zur Aufnahme bzw. Befestigung des Ausgabebehälters
(2) dient.
[0047] Die Führung (3) weist die Form einer Lasche auf, die um die Wandstärke der Rückwand
(7) versetzt nach innen an der Rückwand (7) angeordnet ist. In ihrem oberen Bereich
ist sie durch rechts und links angeordnete Freiräume (60) von der Rückwand (7) getrennt,
so daß die Brücke (11), in der die Führungsnut (10) des Ausgabebehälters (2) entlang
seiner Rückwand (9) endet, die Führung (3) umgreift. Die Feder (4) trägt an ihrem
oberen Ende einen hakenförmigen Ansatz (5) und ist integrales Teil der Führung (3).
Sie greift beim Einsetzen des Ausgabebehälters (2) in den im Vorderteil der Brücke
(11) befindlichen Halteschlitz (12) ein, wodurch der Ausgabebehälter (2) in der Wandbefestigung
arretiert ist.
[0048] Der Ausgabebehälter (2) weist an seinem Boden (13) ein U-förmiges Profil (14) auf.
Der Steg (16) des U-förmigen Profils (14) erstreckt sich parallel zur Behälterrückwand
(9) und wird durch die rinnenförmige Halterung (6) der Wandbefestigung (1) aufgenommen.
Die rechts und links des Steges (16) angeordneten Schenkel (15) des U-förmigen Profils
(14) weisen ein dreieckiges Profil auf, d. h. sie verjüngen sich von der Behälterrückwand
(9) zur Behältervorderwand (61) und weisen in der nach unten zeigenden Spitze des
Dreiecks je eine Lagerbohrung (17) auf, während sich parallel zum Boden (13) je ein
Langloch (18) erstreckt.
[0049] Unter dem Boden (13) des Ausgabebehälters (2) ist ein Modul (21) angeordnet, der
den Behälterboden (13) teilweise durchdringt und in den Einsatzinnenraum (25) hineinragt.
Unterhalb des Einlaßventiles (22) ist der Modul (21) als Ringansatz ausgebildet und
formt hier den Körper der Pumpe (29), d. h. einen rohrförmigen Stutzen, der von der
Pumpenmembran (56) abgeschlossen wird.
[0050] Die Pumpenmembran (56) weist Topfform auf. Ihr mittleres Bodenstück ist verstärkt
ausgeführt, der den zylindrischen Teil der Pumpe (29) umgreifende Rand wird durch
einen Haltefederring (55) mit dem Modul (21) verbunden.
[0051] Von der Pumpe (29) erstreckt sich ein Pumpkanal (30) in Richtung des Auslaßventils
(31). Ein Träger (27), der sich unterhalb des Messers (26) befindet, ist im Innenraum
(125) des rohrförmigen Ansatzes (122) angeordnet. Außen weist der rohrförmige Ansatz
(122) Stufen (123) auf, die den Balg (23) aufnehmen. Die darüber gestülpte Spannplatte
(126), die Teil des Bodens (13) des Einsatzes (2) ist, klemmt den kegelförmig ausgeführten
Balg (23) so, daß er zwischen den Stufen (123) des Ansatzes (122) und den Gegenstufen
(28) der Spännplatte (126) abdichtend liegt. Die Dichtlippe (124) ragt dabei in den
Innenraum (125) und liegt an dem Halsansatz (50) des Vorratsbehälters (49) dichtend
an.
[0052] Der beim Pumpvorgang auftretende Druck schließt das Einlaßventil (22) und hebt durch
Druck auf den Druckflansch (36) des Ventilkörpers (32) diesen gegen die Wirkungsrichtung
der Druckfeder (62) an, wodurch die Ventilkörperspitze (33) die Düsenbohrung (35)
in der Ventilkappe (34) freigibt, so daß Desinfektionsmittel aus der Düsenbohrung
(35) austreten kann. Um zu vermeiden, daß z. B. durch Temperaturänderungen der Druck
im Pumpkanal (30) ansteigt und das Ventil leck wird, ist eine Ausgleichsbohrung (24)
vorgesehen.
[0053] Die Betätigung der Pumpenmembran (56) erfolgt über einen Betätigungshebel (19). Der
Betätigungshebel (19) besteht bei handbetätigten Ausgabebehältern aus einem Griff
(37) und einer Abdeckplatte (38), die den gesamten Bodenbereich des Seifenspenders
verschließt und so ein Verschmutzen der Pumpe (29) und des Auslaßventils (31) von
außen verhindert. Auf der Abdeckplatte (38) ist ein Druckpolster (40) angeordnet,
das aus einem zylindrischen Aufsatz mit abgeflachtem kugeligem Ansatz besteht. Dieses
Druckpolster (40) greift bei der Bewegung des Griffes (37) an der Pumpenmembran (56)
an und drückt diese in den Modul (21) ein, wodurch das dort befindliche Desinfektionsmittel
über das Auslaßventil (31) ausströmt.
[0054] Eine im vorderen Bereich der Abdeckplatte (38) angeordnete Anschlagschraube (41)
dient zur Begrenzung der Bewegung des Griffes (37) und damit zur Regulierung der Eindringtiefe
des Druckpolsters (40) in die Pumpenmembran (56). Durch diese Regulierung wird die
auszugebende Menge eingestellt. Die Anschlagschraube (41) ist dabei normalerweise
als Madenschraube ausgeführt, die selbsthemmend in der Abdeckplatte (38) angeordnet
ist.
[0055] Die Lagerung des Griffes (37) erfolgt über Gelenkhebel (39), die federnd mit dem
Griff (37) verbunden sind. Sie tragen an ihren Enden nach außen gerichtete Achsstummel
(54), die in die Lagerbohrungen (17) des U-förmigen Profils (14) eingreifen.
[0056] Die Betätigung des Spenders kann auch mit dem Arm erfolgen, wozu der Betätigungshebel
(19) durch Distanzstücke (42) so verlängert wird, daß die Distanzstücke (42) den Griff
(37) mit der Abdeckplatte (38) und dem Gelenkhebel (39) verbinden. Die Abdeckhaube
(20) ist in ihrem unteren Bereich mit zwei Scharnierarmen (43) versehen, an denen
sich Gelenkzapfen (58) befinden. Diese Gelenkzapfen (58) greifen in die Langlöcher
(18) des U-förmigen Profils (14) ein, so daß die Abdeckhaube (20) in Richtung auf
die Wandbefestigung (1) verschoben werden kann, so daß die Nase (46), die die Ausnehmung
(45) in der Abdeckhaube (20) begrenzt, hinter die Raste (47) des Ausgabebehälters
(2) einrastet.
[0057] Die im Bodenbereich der Abdeckhaube (20) befindliche Aussparung (44) bildet eine
Öffnung für das Auslaßventil (31), durch die das Desinfektionsmittel austritt.
[0058] Die Sichtfenster (48) befinden sich in den Haubenseitenwänden (63) der Abdeckhaube
(20) und werden nur einseitig von der Haubenseitenwand (63) begrenzt. Die gegenüberliegende
Begrenzung erfolgt durch die Wandbefestigung (1), d. h. deren Seitenwände (59).
[0059] Der Vorratsbehälter (49) weist quaderförmige Gestalt auf und besitzt an einer Längsseite
einen nach außen ragenden Halsansatz (50), der mit einer Folienkappe (51) abgedeckt
ist. Der Vorratsbehälterboden (64) weist zwei gegenüberliegende Vertiefungen (52)
auf, die in der Mitte einen Steg (53) freilassen. Dieser Steg (53) dient zum Einsetzen
des Vorratsbehälters (49) in den Ausgabebehälter (2), wobei die Vertiefungen (52)
gestatten, daß der Steg (53) mit den Fingern ergriffen werden kann.
[0060] Das Öffnen des Seifenspenders erfolgt mittels eines Hebels (57), der aus einem an
einem Ende sichelförmig gebogenem Flachmaterial besteht. Das sichelförmig gebogene
Stück des Hebels (57) wird dazu in die Ausnehmung (45) eingelegt und der Hebel (57)
dann nach oben bewegt. Der Hebel (57) stützt sich dabei an der Wand ab (bei Fig. 3
am Elektronikgehäuse 101) und hebt die Nase (46) der Abdeckhaube (20) aus der Raste
(47) des Ausgabebehälters (2) hinaus, so daß die Abdeckhaube (20) in dem Langloch
(18) durch die Gelenkzapfen (58) geführt, auf den Bedienenden zubewegt und zur Freigabe
des Ausgabebehälters (2) abgeklappt werden kann. In den Ausführungsbeispielen nach
Fig. 3 - 13 ist der Mechanismus der Abdeckhaube ähnlich, wurde aber in den Zeichnungen
nicht weiter dargestellt.
[0061] Die Fig. 3 zeigt, wie der gleiche Spender durch Austauschen des Betätigungshebels
(19) in einen elektronisch betätigbaren Spender umrüstbar ist. Der Betätigungshebel
(19) ist in diesem Falle als Doppelhebel ausgeführt, also mit zwei Armen ausgerüstet,
von denen der eine Arm wie bisher das Druckpolster (40) trägt, das auf die Pumpenmembran
(56) einwirkt, wohingegen der zweite Arm durch den Magnetanker (70) des Elektromagneten
(65) beaufschlagt wird. Der Elektromagnet (65) ist bei die:er Ausführungsform im rückwärtigen
Bereich des Elektronikgehäuses (101) fest installiert, neben ihm ist die Platine (104)
angebracht, die die Elektronikaggregate zur Steuerung des Elektromagneten (65) aufnimmt.
[0062] Die Hebelseite des Betätigungshebels (19), die das Druckpolster (40) trägt, weist
eine Verlängerung (105) auf, in deren vorderem Bereich die Rückholfeder (66) angeordnet
ist. Diese Rückholfeder (66) hat im wesentlichen die Aufgabe, das Gewicht des Magnetankers
(70) auszugleichen und dadurch die Pumpenmembran (56) weitgehend zu entlasten.
[0063] Da alle elektrischen Komponenten nach Möglichkeit völlig vom Naßteil des Spenders
getrennt sein sollten, sind sie, wie die Fig. 7 und 8 zeigen, gekapselt. In einfachster
Form kann das dadurch geschehen, daß das Elektronikgehäuse (101) zur Vorderseite hin
geschlossen ist und nur einen Durchbruch (106) aufweist, über dem sich der Elektromagnet
(65) befindet und in den der Betätigungshebel (19) eingreift. Bei dieser Ausführungsform
ist, wie Fig. 7 zeigt, der Elektromagnet (65) von der Rückseite (107) des Elektronikgehäuses
(101) zugänglich, ebenso wie die Platine (104) und der Anschießkondensator (98).
[0064] Die Sensorplatte (71) ist am Boden der Tasche (108) des Elektronikgehäuses (101)
angeordnet.
[0065] Über ihr befindet sich die Abschirmelektrode (69), die die Sensorplatte (71) vor
der Beeinflussung durch den Füllstand im Vorratsbehälter (49) abschirmt. Nicht dargestellte
Schrauben werden durch die Befestigungsbohrungen (109) geführt und dienen zur Befestigung
des Elektronikgehäuses (101) an einer Hauswand o. ä.
[0066] Die Tasche (108) ist in ihrem unteren Bereich mit einer leitfähigen Schicht (110)
versehen, die eine Beeinträchtigung der Desinfektionsmittelausgabe aus der Ausgabevorrichtung
durch Verschmutzen der Taschenunterseite verhindert
[0067] Der Einschub (68), der senkrecht von oben in das Elektronikgehäuse (101) eingeschoben
wird, enthält die Stromquelle, also die elektrochemischen Elemente (72). In Fig. 9
sind diese elektrochemischen Elemente als Monozellen dargestellt, stattdessen können
aber auch wiederaufladbare Akkumulatoren eingesetzt werden. Über die Kontaktfedern
(111) wird der Einschub (68) elektrisch mit dem Elektronikgehäuse (101) verbunden,
das ebenso, wie Fig. 10 zeigt, Kontaktfedern (111) aufweist. Zwischen den einzelnen
Kontaktfedern (111) herrscht unterschiedliche Spannung, da der Elektromagnet (65)
mit voller Spannung betrieben werden muß, um die erforderliche Leistung zu erbringen,
der Näherungsschalter (67) als solcher aber mit einer geringeren Spannung betrieben
werden kann, wodurch Strom eingespart wird. Der Näherungsschalter (67) setzt sich
dabei aus der Platine (104), dem Anschießkondensator (98) sowie der Sensorplatte (71)
zusammen, die gemäß Fig. 10 im Elektronikgehäuse (101) untergebracht sind.
[0068] Eine Einstellschraube (112) aus isolierendem Material ermöglicht durch Verstellen
der Höhe der Abschirmelektrode (69) in der Tasche (108) ein Einstellen der Ansprechentfernung,
d. h. der Entfernung, bei der der Spender bei Annäherung der Hand unter den Spender,
also in den Bereich der Sensorplatte (71), Desinfektionsmittel ausgibt.
[0069] Aufnahmebohrungen (113) dienen dem Verschrauben des Ausgabebehälters (2) mit dem
Elektronikgehäuse (101). Sie sind in Ansätzen (114) angeordnet, die Teil der Rückseite
(107) des Elektronikgehäuses (101) sind.
[0070] In Fig. 7 und Fig. 8 waren, wie dargestellt, die elektrischen Teile dadurch gekapselt,
daß sie vom Elektronikgehäuse (101) nach vorne, also zur Spenderseite umschlossen
waren, so daß sie nur von der Wandseite erreicht werden konnten. Die Fig. 10 zeigt
hier die alternative Lösung, d. h. alle elektrischen Teile sind auf der Rückseite
(107) des Elektronikgehäuses (101) angeordnet und somit von vorne offen zugängig.
Die Abdeckung gegenüber dem Spender erfolgt durch den Einschub (68), wie er in der
Fig. 11 dargestellt ist und dessen Vorderseite (115) bis auf den Durchbruch (106),
durch den der Betätigungshebel (19) am Elektromagneten (65) angreift und die Langlöcher
(116) völlig geschlossen ist.
[0071] Die Fig. 12 und 13 zeigen eine weitere Paarung von Elektronikgehäuse (101) und Einschub
(68), wobei hier der Einschub (68) alle die elektrischen bzw. elektronischen Teile
aufnimmt, die einer Wartung bedürfen. Das sind zum einen die elektrochemischen Elemente
(72), die nachgeladen oder ersetzt werden müssen, zum anderen die Platine (104), die
ggf. überprüft werden muß, des weiteren der Elektromagnet (65) und der Anschießkondensator
(98). Da der Elektromagnet (65) gegenüber dem Betätigungshebel (19) stets eine feste,
sich nicht verändernde Position einnehmen muß, wenn eine gleiche Ausgabemenge durch
die Pumpbewegung bewerkstelligt werden soll, ist der Einschub (68) in seiner Lage
arretiert. Die Arretierung erfolgt im rechten und linken Flügel (117) des Elektronikgehäuses
(101) durch das Einbringen von Rastenfenstern (103) und durch an den Einschubseitenwänden
(118) angeordnete federnde Lappen (119), die aus der Einschubseitenwand (118) nach
außen heraus federn und so in die Rastenfenster (103) des Elektronikgehäuses (101)
eingreifen. Beim Einsetzen des Einschubs (68) in das Elektronikgehäuse (101) werden
diese federnden Lappen (119) nach innen gedrückt und treten erst am Rastenfenster
(103) wieder nach außen, wo sie den Einschub (68) in der vorgesehenen Position arretieren.
Bei dieser, in Fig. 12 dargestellten Ausführungsform weist das Elektronikgehäuse (101)
nur noch im Bereich der Tasche (108) Teile auf, die mit dem Näherungsschalter (67)
über den Abschirmkontakt (120) und den Sensorkontakt (121) verbunden sind.
[0072] Fig. 14 zeigt den Schaltplan des Näherungsschalters (67), also im wesentlichen die
Verdrahtung der Aggregate, die auf der Platine (104) angeordnet sind. Die Sensorplatte
(71) ist über einen Festkondensator (76), der zur Abtrennung der Gleichspannung dient,
mit dem variablen Oszillator (79) verbunden. Dieser variable Oszillator (79) ist als
rückgekoppelter NAND-Schmitt-Trigger ausgeführt. Der Widerstand (78) dient als Rückkopplungswiderstand
und gleichzeitig zur Einstellung der Frequenz. Desweiteren wird die Frequenz über
den Frequenzeinstellkondensator (73) eingestellt. Analog erfolgt die Frequenzeinstellung
des Festoszillators (80) durch den Festkondensator (76) und den Trimmerkondensator
(74). Ein Widerstand (77) dient zur Ableitung der statischen Aufladung der Sensorelektrode.
[0073] Als elektrochemisches Element (72) sind fünf Monozellen zu jeweils 1,5 Volt Spannung
eingesetzt, so daß das gesamte elektrochemische Element (72) eine Betriebsspannung
von 7,5 Volt aufweist. Zur Speisung des IC wird hinter der dritten Zelle die Spannung
abgezweigt und über die Speisediode (97) dem IC-Parallelkondensator (96) zugeführt,
der mit dem positiven Speisepunkt (127) des IC verbunden ist. Die Ausgänge der beiden
Oszillatoren (79, 80) sind mit den beiden Eingängen des dritten NAND-Schmitt-Triggers
verbunden, der als Phasendiskriminator (81) geschaltet ist. Über den Siebwiderstand
(82) führt die entstandene Niederfrequenzspannung und den Siebkondensator (83), zur
Abtrennung von Hochfrequenzresten wird der Trennkondensator (84) beaufschlagt, hinter
dem die Kurzschlußdiode (86) für die negative Halbwelle und die Gleichrichterdiode
(85) für den NAND-Schmitt-Trigger (88) angeordnet ist. Der NAND-Schmitt-Trigger (88)
ist über den Arbeitswiderstand (89) mit Masse verbunden und weist ebenfalls einen
Anschluß zu Meßpunkt M auf, der zum Einpegeln des Gerätes dient. Ein Ladekondensator
(87) ist parallel zur Kurzschlußdiode (86) geschaltet und vor dem NANDSchmitt-Trigger
(88) angeordnet, dem der Ladewiderstand (90) und der Differenzierkondensator (91)
nachgeschaltet sind. Der Differenzierkondensator (91) ist mit dem Entladewiderstand
(92) und dem Rückkopplungskondensator (93) verbunden, der über den Treiberkondensator
(99) und den Leistungstransistor (100) den Elektromagneten (65) beaufschlagt. Parallel
zu diesem diesem ist die Diode (95) zum Kurzschließen von Spannungsspitzen beim Abschalten
geschaltet. Der Anschießkondensator (98) ist parallel zum elektrochemischen Element
(72) angeordnet, so daß der Elektromagnet (65) stets mit der Vollspannung versorgt
wird, wenn der Leistungstransistor (100) anspricht. Die Basis des Leistungstransistors
(100) und der Treibertransistor (99) sind dabei über einen Emitterwiderstand (94)
mit Masse verbunden.
1. Ausgabevorrichtung für flüssige oder pastöse Güter, insbesondere Desinfektionsmittel,
die im wesentlichen aus einer Wandbefestigung (1), einer mit der Wandbefestigung (1)
verbundenen Abdeckhaube (20) und einem Ausgabebehälter (2) zur Aufnahme eines Vorratsbehälters
(4) mit einem durch eine Folienkappe (51) verschlossenen Halsansatz (50) für die auszugebenden
Güter besteht, der mit der Wandbefestigung (1) lösbar verbunden ist und an seinem
Boden (13) innerhalb eines U-förmigen Profils (14) einen Modul (21) trägt, in den
eine Pumpe (29) mit einem Ein- (22) und einem Auslaßventil (31) sowie Mittel zum Halten
und Öffnen des Vorratsbehälters (49) integriert sind, wobei das U-förmige Profil (14)
an seinen Schenkeln (15) im Bereich des Steges (16) Lagerbohrungen (17) zur Aufnahme
von Achsstummeln (54) eines Betätigungshebels (39) aufweist, der sich unterhalb einer
Abdeckplatte (38) erstreckt, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale:
der obere Bereich des Moduls (21) ist mit einem rohrförmigen Ansatz (122) versehen,
der rohrförmige Ansatz (122) umgibt einen Träger (27) für ein Messer (26) zum Aufschneiden
der Folienkappe (51) des Vorratsbehälters (49), damit die auszugebenden Güter aus
dem Vorratsbehälter (49) in den Innenraum (125) des rohrförmigen Ansatz (122) gelangen
können,
der rohrförmige Ansatz (122) hat zylindrischen Querschnitt,
er ist außen mit ringförmigen Stufen (123) versehen,
auf den Stufen (123) liegt ein mit mindestens einer Dichtlippe (124) versehener Balg
(23) auf,
die Dichtlippe (124) ragt in den Innenraum (125) des Ansatzes (122) und liegt am Halsansatz
(50) des Vorratsbehälters (49) dichtend an,
der Balg (23) wird von einer Spannplatte (126), die Teil des Bodens (13) des Einsatzes
(2) ist, gehalten.
2. Ausgabevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Balg (23) aus
Nitrilkautschuk besteht.
3. Ausgabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Balg (23) eine Shore-Härte zwischen 40 und 60 aufweist.
4. Ausgabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dichtlippe (124) des Balges (23) im Bereich des Halsansatzes (50) des Vorratsbehälters
(49) eine Stärke zwischen 0,1 und 1,0 mm aufweist.
5. Ausgabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dichtlippe (124) des Balges (23) im Bereich des Halsansatzes (50) des Vorratsbehälters
(49) eine Stärke zwischen 0,6 und 0,7 mm aufweist.
6. Ausgabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dichtlippe (23) mit einer Linienpressung zwischen 5 und 25 N an dem Halsansatz (50)
des Vorratsbehälters (49) anliegt.
7. Ausgabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
lichte Durchmesser des Balges (23) an der Dichtlippe (124) 1,0 bis 3,0 mm kleiner
als der Außendurchmesser des Halsansatzes (50) des Vorratsbehälters (49) ist.
8. Ausgabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dichtlippe (23) eine Länge zwischen 2 und 6 mm aufweist.
9. Ausgabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der
lichte Durchmesser des Ansatzes (122) 4 bis 10 mm größer als der Außendurchmesser
des Halsansatzes (50) des Vorratsbehälters (49) ist.
1. Distributeur de matériaux liquides ou pâteux, plus particulièrement de produits germicides,
consistant en général d'une attache murale (1), d'un couvercle (20) relié à l'attache
murale (1), et d'un récipient dispensateur (2) destiné à recevoir un réservoir (4)
avec une rallonge (50) obturée par un chapeau (51) en feuille pour les matériaux à
dispenser, ledit récipient dispensateur étant relié à l'attache murale (1) d'une façon
amovible et portant sur son fond (13), à l'intérieur d'un profilé en U (14), un module
(21) dans lequel sont intégrés une pompe (29) avec une soupape d'entrée (22) et une
soupape de sortie (31) ainsi que des moyens destinés à retenir et à ouvrir le réservoir
(49), ledit profilé en U (14) comportant dans ses ailes (15), dans la région de son
âme (16), des alésages de support (17) destinés à recevoir des tourillons (54) d'un
levier de manoeuvre (39) qui s'étend au-dessous d'un plateau de recouvrement (38),
caractérisé par la combinaison des éléments distinctifs suivants:
la partie supérieure du module (21) est pourvue d'une prolongation tubulaire (122),
la prolongation tubulaire (122) entoure un support (27) pour un couteau (26) destiné
à couper le chapeau en feuille (51) du réservoir (49), afin que les matériaux à dispenser
puissent passer du réservoir (49) vers l'espace intérieur (125) de la prolongation
tubulaire (122),
la prolongation tubulaire (122) a une section droite cylindrique,
elle est munie à l'extérieur de gradins annulaires (123),
une gaine ondulée (23), munie d'au moins une lèvre d'étanchéité (124), repose sur
les gradins (123),
la lèvre d'étanchéité (124) pénètre dans l'espace intérieur (125) de la prolongation
(122) et vient en butée, d'une façon étanche, contre la rallonge (50) du réservoir
(49),
la gaine ondulée (23) est retenue en place par une plaque de serrage (126) qui fait
partie du fond (13) de l'insert (2).
2. Distributeur selon la revendication 1, caractérisé en ce que la gaine ondulée (23)
consiste en du caoutchouc nitrile.
3. Distributeur selon l'une quelconque des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que
la gaine ondulée (23) a une dureté Shore comprise entre 40 et 60.
4. Distributeur selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que,
dans la région de la rallonge (50) du réservoir (49), la lèvre d'étanchéité (124)
de la gaine ondulée (23) a une épaisseur comprise entre 0,1 et 1,0 mm.
5. Distributeur selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que,
dans la région de la rallonge (50) du réservoir (49), la lèvre d'étanchéité (124)
de la gaine ondulée (23) a une épaisseur comprise entre 0,6 et 0,7 mm.
6. Distributeur selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que
la lèvre d'étanchéité (23) est appliquée à la rallonge (50) du réservoir (49) avec
une pression linéaire comprise entre 5 et 25 N.
7. Distributeur selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que
le diamètre intérieur de la gaine ondulée (23) au droit de la lèvre d'étanchéité (124)
est inférieur de 1,0 à 3,0 mm au diamètre extérieur de la rallonge (50) du réservoir
(49).
8. Distributeur selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que
la lèvre d'étanchéité (23) a une longueur comprise entre 2 et 6 mm.
9. Distributeur selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que
le diamètre intérieur de la prolongation (122) est supérieur de 4 à 10 mm au diamètre
extérieur de la rallonge (50) du réservoir (49).