[0001] Die Erfindung betrifft einen Ballschläger, insbesondere Tennisschläger, mit einem
eine Bespannung aufweisenden geschlossenen inneren Rahmen und einem den inneren Rahmen
wenigstens teilweise umschließenden äußeren Rahmen mit Griffteil, wobei die Rahmen
über mehrere Gelenke miteinander verbunden sind, die jeweils an den Verbindungsstellen
eine translatorische Bewegung der beiden Rahmen zueinander, senkrecht zu der von den
Rahmen aufgespannten Schlägerebene, verhindern und eine lokale Drehung der beiden
Rahmen relativ zueinander um eine parallel zur Schlägerebene verlaufende Drehachse
zulassen.
[0002] Ein Tennisschläger der oben beschriebenen Art ist aus der SU-1227-214 bekannt. Bei
diesem Tennisschläger ist der innere Rahmen im äußeren Rahmen durch zwei symmetrisch
zur Schlägerlängsachse in der Mitte der Rahmen angeordnete Drehgelenke drehbar gelagert.
Die beiden Drehgelenke haben eine gemeinsame Drehachse, die sich mit der Schlägerlängsachse
im Zentrum des Bespannrahmens senkrecht schneidet. Eine Arretiereinrichtung in Form
eines durch beide Rahmen in deren Kopfbereich durchsteckbaren Bolzens ist vorgesehen,
um die Drehung des Innenrahmens relativ zum Außenrahmen wahlweise freizugeben oder
zu verhindern. Ferner ist der Außenrahmen mit dem Schaft- und Griffteil über ein weiteres
Drehgelenk verbunden, dessen Drehachse mit der Schlägerlängsachse zusammenfällt. Eine
weitere Arretiervorrichtung in Form eines seitlich von dem weiteren Drehgelenk durch
den Schaft- und Griffteil und den Außenrahmen durchsteckbaren Bolzens ist vorgesehen,
um die gemeinsame Drehung des Außen- und Innenrahmens relativ zum Schaft- und Griffteil
um die Schlägerlängsachse wahlweise freizugeben oder zu verhindern.
[0003] Der bekannte Tennisschläger dient zum Trainieren von Zentrumsschlägen, wobei entweder
eine oder beide Arretiervorrichtungen gelöst sind, so daß bei einem außermittigen
Schlag der Innenrahmen um die quer verlaufende Drehachse und/oder beide Rahmen um
die Schlägerlängsachse gedreht werden. Die Drehgelenke sind reibungsbehaftet, um die
Drehbewegungen der Rahmen auf ein Maß zu begrenzen, das durch am Schläger vorgesehene
Anzeigevorrichtungen ablesbar ist und einen Hinweis auf die Dezentralität eines Schlages
gibt. Der bekannte Tennisschläger hat den Nachteil, daß, wenn ein oder beide Bolzen
entfernt sind, um Drehungen der Rahmen um eine oder beide Drehachsen zuzulassen, das
Ballreflexionsvermögen des Schlägers gering ist. Wenn dagegen beide Bolzen in ihre
Aufnahmen eingesetzt sind, werden durch den Ballkontakt mit der Bespannung auf die
Rahmen übertragbare Stoßkräfte und Schwingungen nicht zur Ballbeschleunigung eingesetzt,
sondern ungedämpft auf den Griffbereich weitergeleitet, wodurch der Schlagarm des
Tennisspielers übermäßig beansprucht wird.
[0004] Ein zweirahmiger Ballschläger ist auch aus der DE-OS 27 25 471 bekannt. Bei diesem
Ballschläger ist ein geschlossener bespannter Rahmen lösbar mit einem gabelförmigen
Schaft-/Griffteil ausschließlich durch schwingungsabsorbierende Pufferelemente verbunden.
Dies geschieht stellenweise, d.h. punktförmig, und im wesentlichen in symmetrischer
Anordnung zur Quermittelebene des Rahmens, wobei sich die beiden Ausführungen vor
allem durch die Anzahl schwingungsabsorbierender Pufferelemente unterscheiden. Die
Zahl der Pufferelemente ist folglich die Hauptvariable des bekannten Ballschlägers.
Die Variation der Härte der federelastischen Pufferelemente (silent blocks) soll das
Frequenzband der ausgefilterten, absorbierten Schwingungen höherer Frequenz steuern
und stellt somit die sekundäre Variable dar. Typisch für die Ausführung ist dabei,
daß hochfrequente Schwingungsenergie dissipativ in Verformungsenergie und somit irreversibel
in Wärmeenergie umgewandelt wird.
[0005] Durch Mehrpunktaufhängung mittels blockförmiger Pufferelemente mit ihren bekannten
linear-elastischen Federeigenschaften wird eine lediglich sehr begrenzte Relativbewegung
durch Vibration der so flexibel gekoppelten Untersysteme zugelassen. Diese Pufferelemente
werden zur Schwingungsdämmung eingesetzt, so daß Schwingungen nicht auf den Schaft-/Griffteil
übergreifen können. Die Gestaltung der Pufferelemente ist beliebig, sofern nur eine
Schwingung des Innenrahmens in eine Verformung eines Teiles des Elementes umgewandelt
wird.
Bei dem bekannten Schläger wird also auf die dynamische Absorption der Schwingungen
in den Pufferelementen abgestellt, wobei das zu absorbierende Frequenzband durch die
Art der Pufferelemente eingestellt wird und das Frequenzband nur höhere Frequenzen
enthält.
[0006] Ferner ist aus der DE-OS 21 16 920 ein zweirahmiger Ballschläger bekannt, bei dem
eine elastische Bewegung des Schlägerkopfes zum Griff so zu bewerkstelligen ist, daß
die Winkelstellung desselben zum Griff unverändert bleibt. Dies geschieht durch eine
Anordnung elastischer Mittel -vornehmlich freier auf Stiften lagernder Schraubenfedern-
außerhalb des Schlägerkopfes. Alle Ausführungsformen haben gemeinsam, daß Innen- und
Außenrahmenebenen bei der Relativbewegung parallel zueinander verbleiben. Der Unterschied
verschiedener Ausführungsformen liegt im unmittelbaren Einflußbereich der elastischen
Mittel auf einzelne oder gruppierte, teils elastisch gekoppelte Fäden oder Saiten.
Die Schraubenfedern haben eine linear-elastische Federcharakteristik. Durch eine Vielzahl
solcher Federn und den begrenzten Raum und Federweg bilden die Federn in ihrer Gesamtheit
ein Feder-Masse System mit höherer Eigenfrequenz und geringer Schwingungsamplitude.
Ein besonderes Kennzeichen dieses Ballschlägers liegt darin, daß die Kraftübertragung
vom Innen- auf den Außenrahmen über den Rahmenlängsumfang verteilt erfolgt. Insbesondere
müssen Federn kopf-/ griffseitig positioniert sein, mit genügender Harte, um bei in
diesen Bereichen auftreffenden Bällen die Winkelstellung konstant zu halten.
[0007] Impuls-/Stoßkräfte werden somit im wesentlichen über den gesamten Außenrahmenbereich
ein- und zum Griff weitergeleitet. Sofern bei diesem Schläger Stifte vorgesehen sind,
dienen diese der Verbindung der elastischen Mittel mit den Fäden der Saiten.
Dieser Schläger hat also eine Mehrpunktlagerung von Rahmenteilen, die durch federelastische
Schrauben-/Blattfederelemente eine rein translatorische und begrenzte Relativbewegung
zulassen sollen. Eine Schwingungsdämpfung ist im wesentlichen durch innere Reibung
bei harmonischer Dehnung, also durch Steifigkeitsdämpfung gegeben. Rahmen und elastische
Mittel erleiden bei der Arbeitsaufnahme irreversible Verluste (Wärme).
[0008] Weiter ist aus der GB-PS 431 394 ein zweirahmiger Ballschläger bekannt, bei dem der
innere Rahmen in einer Ausführung über Drehzapfen lösbar mit einem gabelförmigen äußeren
Rahmen mit Griffteil verbunden ist. Dabei wird vorgeschlagen (Fig. 7), elastische
Elemente vorzusehen, welche die gewünschte Winkelstellung zum Griffteil herstellen.
Diese elastischen Mittel, die aus Federn oder elastischen Bändern/Saiten bestehen,
sollen die reduzierte Federung der Schlagflächenbesaitung an den Schlägerkopfenden
kompensieren.
[0009] Nach dem britischen Patent -zwei Gelenkzapfen bilden eine gemeinsame Schwenkachse,
wobei griffseitig zwischen den Rahmen ein Federelement in Schlägerlängsrichtung angebracht
ist- kann der innere Rahmen unabhängig von der sonstigen Flexibilität der Ballschlägerteile
eine Starrkörperdrehung um die Drehachse der Gelenkzapfen ausführen. Das griffseitige
Federelement wird jedoch die Starrkörperdrehung begrenzen, da beim Schwenken der Rahmen
gegeneinander die Wirkungslinie der Zug-/Druckfederung sich gegen die Ballschlägerebene
neigt und so ein Rückstellmoment um die Drehachse aufgebaut wird. Insbesondere ein
ideal starrer innerer Rahmen kann derart gestaltet begrenzte Starrkörperdrehungen
relativ zum Griffteil ausführen.
[0010] Aus der US-PS 4 094 505 ist ebenfalls ein zweirahmiger Ballschläger bekannt, be dem
der innere Rahmen mit dem gabelförmigen äußeren Rahmen über zwei Gelenke verbunden
ist, die eine gemeinsame Drehachse haben, die senkrecht zur Schlägerlängsachse verläuft.
Der Griffteil ist mit dem inneren Rahmen über ein stabförmiges Element verbunden,
das zwischen den beiden Teilen des äußeren Rahmens angeordnet ist und an das griffseitige
Ende des Innenrahmens gelenkig angeschlossen ist. Bei diesem vorbekannten Ballschläger
ist eine Bewegung des inneren Bespannrahmens in zur Schlagfläche senkrechter Richtung
möglich, wobei er nicht oder nur unwesentlich verformt wird. Dadurch verschiebt sich
während des Ballkontaktes der innere Bespannrahmen parallel zur Achse des Schlägergriffs
auch bei verschiedenen Auftreffgeschwindigkeiten und Auftreffstellen des Balles auf
die Bespannung. Diese translatorische Verschiebung des bespannrahmens ist aber nicht
dazu geeignet, das Ballreflexionsvermögen zu erhöhen.
[0011] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen gattungsgemäßen Ballschläger,
insbesondere Tennisschläger, zu schaffen, der ein höheres Ballreflexionsvermögen,
insbesondere in Richtung Kopf, bei geringerer Armbelastung während und nach dem Ballkontakt
realisiert.
[0012] Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, daß die Gelenke relativ zueinander
so angeordnet sind, daß sie mindestens zwei Drehachsen bilden, die nicht zusammenfallen,
so daß der innere Rahmen keine Starrkörperbewegung relativ zu dem äußeren Rahmen ausführt.
[0013] Der erfindungsgemäße Ballschläger zeichnet sich dadurch aus, daß die Art der zugelassenen
Koppelschwingungen und die zugehörigen Eigenfrequenzen über die Anordnung und Ausbildung
der Gelenkverbindungen beeinflußt und gezielt gesteuert werden können. Insbesondere
und in ganz besonderem Maße bei isostatischer relativer Lagerung des inneren Rahmens
im äußeren Rahmen mit Griffteil wird eine Selektion der zugelassenen und nicht zugelassenen
Untersystemschwingungen und Gesamtsystem-Koppelschwingungen vorgenommen. Dabei steuern
die Freiheitsgrade im Einzelgelenk und die Anordnung der Gelenkpunkte und effektiven
Drehachsen zueinander maßgeblich Art und Abfolge der Modalformen sowie den zugehörigen
Frequenzbereich.
[0014] Selbst bei unveränderter Gestalt und unverändertem Aufbau des inneren wie äußeren
Rahmens, wird so deutlich unterschiedliches Schwingungsverhalten erzielt. Gleichzeitig
ist es möglich, die Art der vom inneren Rahmen durch Ballaufschlag übertragenenen
Schwingungen zu beeinflussen, wobei die Biegeschwingungen parallel und lateral zur
Schlägerebene so entkoppelt werden können, daß die Besaitung dynamisch geringer beansprucht
wird.
[0015] Durch gezielte Ausnutzung systembedingter Koppelschwingermassendämpfung, unter besonderer
Berücksichtigung des Schwerpunkterhaltungssatzes, werden die effektiven Massen nach
Maßgabe von Anordnung und Ausbildung der Gelenkverbindungen konstruktiv festgelegt
und den Ball-/Besaitungsfrequenzen bestmöglich zugeordnet. Lage und Breite des "Sweet-Spots"
sind konstruktiv bei erfindungsgemäß zusätzlich verfügbaren Freiheitsgraden/Systemparametern
gezielter einstellbar. Die erzielbare Dämpfung der Nachvibrationen übertrifft das
übliche materialbedingte Maß (ungefähr 3%), teilweise werden bestimmte Amplituden
insbesondere im äußeren Rahmen ausgelöscht/unterdrückt.
[0016] So zeichnet sich ein erfindungsgemäßer Ballschläger auch dadurch aus, daß bei im
Bespannflächenzentrum auftreffenden Bällen die Griffamplituden deutlich geringer als
die Bespannrahmenamplituden sind oder wie auch die dortigen Beschleunigungen praktisch
verschwinden.
[0017] Beim erfindungsgemäßen Ballschläger werden außer durch Grund- und Querschnittsform,
Materialauswahl und -aufbau, die Spieleigenschaften durch zusätzliche freie Systemparameter
wie Zahl und Anordnung der Gelenke, Ausbildung des einzelnen Gelenkes -z.B. Buchse-Achse
oder Kugelgelenk-, Ausrichtung der effektiv wirksamen Drehachsen relativ zueinander,
Profilpaarung von innerem und äußeren Rahmen, Massen- und Steifigkeitsverhältnisse
zwischen innerem und äußerem Rahmen des Ballschlägers stärker beeinflußt, da erfindungsgemäß
die elastischen Modalformen des inneren Rahmens durch eine geringe Anzahl von Zwangs-
oder Koppelbedingungen (z.B. isostatisch) mit den elastischen Modalformen des äußeren
Rahmens mit Griffteil gekoppelt sind.
[0018] Insbesondere läßt sich bei balleffektiven Eigenschwingungsformen die Lage von Schwingungsknoten
und Schwingungsbäuchen in weiteren Grenzen verschieben, als dies bei anderen bekannten
Ballschlägern der Fall ist.
[0019] Der erfindungsgemäße Ballschläger realisiert folglich eine Spezialisierung, indem
die Untersysteme wie innerer Rahmen und äußerer Rahmen örtlich wie zeitlich unterschiedliche
Aufgaben und Funktionen wahrnehmen.
[0020] Nicht balleffektive Schwingungen können durch Separation gezielter auf ein niedrigeres
Energieniveau gebracht werden, balleffektive Schwingungen können lokal in den Auftreffbereichen
verstärkt zur Impulsrückgewinnung herangezogen werden.
[0021] Die räumliche Funktionstrennung beim erfindungsgemäßen Ballschläger wird durch relativ-bewegliche
Gelenklagerung zweier Rahmen mit unterschiedlichen Aufgaben bewerkstelligt.
[0022] Die zeitlich unterschiedliche Reaktion während und nach dem Ballkontakt ist durch
Positionierung der Relativlagerung und -bewegung sowie Abstimmung der inneren und
äußeren Rahmen-Massen- und Steifigkeitsverhältnisse zu bewerkstelligen, unter Beachtung
der beim Ballkontakt veränderten Massen- und Schwerpunktsverhältnisse (und nicht nur
Kraftverhältnisse!), gegenüber den Verhältnissen nach dem Ballkontakt. Dynamische
Verhältnisse werden so dynamisch genutzt, indem sonst schädliche Effekte weitgehend
nutzbar gemacht werden können.
[0023] Insbesondere liegt die erfindungsgemäße Realisierung der Zielsetzungen in der besonderen
Ausnutzung von Impulskonzentration und Massendämpfung. Weiteres erfindungsgemäßes
Ziel ist eine stärkere Entkoppelung von Ballschläger- "in-plane" und "off-plane" -Schwingungen,
also der Biege-(Torsions) Schwingungen parallel und normal zur Schlägerbenene.
[0024] Vorzugsweise sind bei dem erfindungsgemäßen Ballschläger der innere Rahmen und äußere
Rahmen im Kopfbereich durch ein bis zwei Gelenke verbunden, wobei des weiteren beide
Rahmen im griffseitigen bis mittleren Bespannrahmenbereich durch zwei bis drei weitere
Gelenke verbunden sind. Sofern ein Gelenk am kopfseitigen Ende vorgesehen ist, kann
dieses mit zwei weiteren Gelenken im griffseitigen bis mittleren Bespannrahmenbereich
kombiniert werden, um eine Dreigelenkausbildung zu erzielen. Eine Dreigelenkausführung
ist auch in Umkehrung der Gelenkanordnung dadurch möglich, daß ein Gelenk am griffseitigen
Ende des inneren Rahmens angeordnet wird, wobei im Kopf- bis Mittelbereich zwei Gelenke
vorgesehen sind.
[0025] Die Viergelenkausführung kann durch zwei jeweils im kopf- und griffseitigen Bereich
zwischengeschaltete Gelenkverbindungen beider Rahmen bestehen. In einer Abwandlung
ist jeweils nur ein Gelenk kopf- und griffseitig angebracht, die beiden übrigen Gelenke
liegen sich im mittleren Bespannrahmenbereich bezüglich Schlägerlängsachse gegenüber.
[0026] Die Gelenke, nur einachsig oder auch mehrachsig beweglich, oder auch kombiniert ein-
und mehrachsig pro Ballschlägerausführung, können durch eine Buchse-Achse Kombination
oder als Kugelgelenk beispielsweise repräsentiert werden. Einzelne oder alle am Ballschläger
befindlichen Gelenke können erfindungsgemäß in einer Ausbildung derart gestaltet sein,
daß die Rahmen sich an der betreffenden Gelenkstelle axial gegeneinander verschieben
können, entlang einer ausgezeichneten Drehachse des Gelenks, die parallel zur Schlägerebene
orientiert ist. Erfindungsgemäß kann jedes Einzelgelenk für sich eine federnd-dämpfende
Umschließung aufweisen, um axiale Relativbewegungen der Rahmen an der Gelenkstelle
abzufangen oder zu beeinflussen.
[0027] Nach einer spezifischen Ausbildung der Erfindung sind drei Gelenke bei einem Ballschläger
vorgesehen,
wobei jedes Gelenk lediglich eine Drehachse aufweist,
und die Gelenke relativ zueinander so angeordnet sind,
daß sich die Drehachsen auf der Schlägerlängsachse schneiden. Der Schnittpunkt der
Achsen kann innerhalb oder außerhalb der bespannten Innenrahmenfläche liegen. Durch
Positionierung der Gelenke und Ausrichtung der Drehachsen kann der Schnittpunkt entlang
der Schlägerlängsachse verschoben werden, um die gewünschten Spieleigenschaften konstruktiv
oder auch justierbar einzustellen. Die Lage des Schnittpunktes beeinflußt die Lage
von Schwingungsknoten und Schwingungsbäuchen, was für balleffektive Schwingungsformen
nutzbar gemacht werden kann.
[0028] Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind bei dem Ballschläger zwei oder drei Gelenke
so angeordnet, daß zwei zueinander senkrechte Drehachsen gebildet werden, die in der
Schlägerebene liegen, wobei eine Drehachse mit der Ballschlägerlängsachse zusammenfällt.
Bei dieser Ausführung sitzt beispielsweise ein Gelenk im Ballschlägerkopf. Bei der
Zweigelenkausführung ist das zweite Gelenk griffseitig gegenüberliegend angeordnet.
Sofern eine Dreigelenkausführung realisiert ist, sind zweites und drittes Gelenk symmetrisch
zur Längsachse des Ballschlägers und im griffseitigen bis mittleren Bepannrahmenbereich
angeordnet.
[0029] Gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung wird bei einem Ballschläger die Gelenkverbindung
von innerem und äußeren Rahmen aus zwei, drei oder vier Gelenkstellen gebildet. Diese
Ballschlägerausführung ist dadurch gekennzeichnet, daß zwei zueinander parallele und
in der Schlägerebene liegende Drehachsen gebildet werden, und daß die beide Drehachsen
bildenden Gelenke sich im kopf- und griffseitigen Bespannrahmenbereich exakt oder
angenähert gegenüberliegen. In einer ersten Abwandlung dieser Ballschlägerausführung
sind zwei einachsige Gelenke extrem griff- und kopfseitig angeordnet.
[0030] In einer zweiten Abwandlung ist ein Gelenk extrem kopfseitig angebracht und zwei
weitere Gelenke befinden sich im griffseitigen bis mittleren Innenrahmenbereich.
Eine weitere Abwandlung wird durch Vertauschen der Gelenkanordnung der zweiten Abwandlung
gewonnen, also durch Verlagern weg von Kopf- hin zur Griffseite und umgekehrt.
In einer Anordnung mit vier Gelenken werden die Gelenke paarweise kopf- und griffseitig
derart angeordnet, daß zwei Drehachsen die Schlägerlängsachse innerhalb des bespannten
Bereiches schneiden.
[0031] Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung sind bei einem Ballschläger vier Gelenke
so angeordnet, daß zwei in der Schlägerebene liegende Drehachsen entstehen, die senkrecht
zueinander orientiert sind und sich innerhalb der Bespannfläche schneiden.
In einer ersten Abwandlung eines solchen Ballschlägers schneiden sich beide Achsen
im zentralen Bespannflächenbereich.
Bei einer zweiten Abwandlung liegt der Schnittpunkt der Drehachsen im kopfseitigen
Bereich, während bei einer dritten Abwandlung dieser im griffseitigen Bereich zu liegen
kommt. Die Gelenke können bei allen drei Abwandlungen so angeordnet sein, daß eine
der beiden Drehachsen mit der Schlägerlängsachse zusammenfällt.
[0032] Alle erfindungsgemäßen Ausführungen mit zwei, drei oder vier Gelenken, respektive
zwei oder drei daraus gebildeten Drehachsen, haben erfindungsgemäß gemeinsam, daß
beim Ballkontakt mit der Innenrahmenbespannung senkrecht auf die Schlägerebene wirkende
Impulskräfte direkt über das Gelenk in den äußeren Rahmen als Aktionskräfte übertragen
und abgetragen werden.
Mit derart -im Gegensatz zu zwischengeschalteten Feder- oder Pufferelementen realisierter-
"harter" Anlenkung tragen die Bespannrahmenreaktionskräfte durch erfindungsgemäße
Ausgestaltung zur größtmöglichen Impulsrückgewinnung durch Impulskraftkonzentration
in den Gelenkstellen bei.
[0033] Wegen der weitgehend unbehinderten drehgelenkigen relativen Rahmenlagerung können
sich beide Rahmen lokal gegeneinander verdrehen, die elastische Verformungsenergie
ist weitgehend rückgewinnbar zur Ballrückbeschleunigung.
[0034] Das Eigen- und Koppelschwingverhalten von innerem und äußerem Rahmen sowie die für
die Ballrückbeschleunigung nutzbaren Massenträgheitskräfte sowie systembedingten Schwingungsbäuche
und -knoten können über geschickte Anordnung der Achspunkte gezielt gesteuert werden.
Über zusätzlich gewonnene Systemparameter eröffnen sich konstruktiv nutzbare Gestaltungsmöglichkeiten,
um die Spieleigenschaften auch auf unterschiedliche Spielertypen und Spielweisen abstimmen
zu können.
[0035] Die aufgrund gewonnener Erkenntnisse aus Computersimulationen und praktischer Erprobung
bevorzugte Plazierung der Gelenke im kopf- und griffseitigen Ende bewirkt eine höhere
Elastizität des inneren Rahmens im Zentral- bis Kopfbereich mit Verbesserung der Ballreflexion.
[0036] Darüberhinaus erweist sich als vorteilhaft, daß im Kopfbereich auftreffende Bälle
im Kopfgelenk höhere Reaktions-/ Aktionskräfte erzeugen, wobei die in den äußeren
Rahmen eingeleiteten Impulskräfte über den gesamten Rahmen bei voller Lauflänge abgetragen
werden und daher besser gedämpft werden können (Dämpfungsweg).
Gegenläufig ausgelenkte Rahmen (selbst während des Ballkontaktes!) des Koppelschwingersystems
bewirken eine geringere Auslenkung des inneren Rahmens (Schwerpunktserhaltungssatz),
was zur Ballimpulsrückgewinnung über innere Spannkräfte und ein größeres Beharrungsvermögen
nutzbar gemacht werden kann.
[0037] Nach dem Ballkontakt werden Nachschwingungen dadurch massengedämpft, daß auch gegenläufige
Schwingungen auftreten, wobei geringere Amplituden und kleinere Beschleunigungen auftreten,
wodurch der Spieler grundsätzlich entlastet wird.
Spieltests mit ersten Prototypen ergaben bei Armschonung ein direkteres Ballgefühl.
[0038] Die Erfindung beruht also wesentlich auf dem Prinzip der achsgesteuerten Massendämpfung.
Diese wird so verwirklicht, daß
a. die effektiven Massen vergrößert werden und
b. Stoßenergie in zunächst weitgehend rückführbare Biegeverformungsenergie achsgesteuert
umgewandelt wird.
[0039] Energien werden stärker lokal konzentriert und die möglichen Schwingungsformen inklusive
Besaitung werden über die Gelenkanordnung beeinflußt.
[0040] Der Unterschied zum zweirahmigen Ballschläger mit einer Vielzahl federelastischer
Elemente oder auch mit einzelnen (Puffer-) Elementen liegt darin, daß keine Absorption
von Impuls- oder Schwingungsenergie in Übertragungselementen bei größerer Verformung
/ kleiner Dehnung derselben erfolgt. Eine Restdämpfung in den Gelenken ist dagegen
durchaus erwünscht, wie etwa durch eine Metall-Kunststoff- und Achse-Buchse Paarung
gegeben.
[0041] Wenn längs der Drehachsen grundsätzlich eine Gleitbewegung beider Rahmen relativ
zueinander möglich ist, müssen Schwingungen bzw. Verformungen des inneren Rahmens
in der Schlägerebene nicht notwendigerweise auf den äußeren Rahmen übertragen werden.
Entkoppelte Verformungsenergie in der Schlägerebene ist ohnehin kaum für die Ballrückgewinnung
nutzbar und kann somit durch ein die Drehgelenkachse lose oder hülsenartig umschließendes,
wenigstens axial elastisches Element axial abgebaut werden. Der Spieler empfindet
gerade mehrachsige Biegeschwingungen als besonders unangenehm.
[0042] Des weiteren wird eine Verformung des äußeren Rahmens in seiner Ebene über die axiale
Beweglichkeit weniger stark bzw. nur punktuell und gerichtet auf den inneren Rahmen
übertragen, sodaß die Besaitung durch reduzierte Schwingungen in ihrer Ebene geschont
wird, was zur Wirtschaftlichkeit wie auch zur besseren Spielbarkeit beiträgt.
[0043] Die angeführten positiven Effekte der teilweisen und ausführungsbedingten Schwingungsentkoppelung
treten insbesondere dann hervor, wenn der bespannte innere Rahmen isostatisch, also
zwangsfrei, im äußeren Rahmen gelagert ist.
[0044] Mit der Erfindung werden folgende Effekte erzielt:
1. Gute Ballreflexion in weiten Bereichen des bespannten Rahmens, auch im Bereich
des Drehachsen-Schnittpunktes und im Zentral- und Kopfbereich, des weiteren in an
den inneren Rahmen seitlich angrenzenden Bereichen zwischen Mitte und Kopf (ausgezeichnete
Ballbeschleunigungszonen).
2. Beruhigung des Griffbereiches mit Verlagerung der max. Schwingungsamplituden vom
Griff fort.
3. Elimination von Nachschwingungen im Griffbereich, wobei bei bestimmten Schwingungsformen
die Griffamplituden völlig ausgelöscht sein können.
4. Funktionsspezialisierung von äußerem Rahmen und innerem Rahmen vermittels zwangsarmer
Gelenklagerung.
[0045] Bei der zweiachsigen Lösungsvariante mit Konzentration der Reaktionskräfte im Kopf-
und Herzbereich ist, bei sonst identischen Aufrissen und Querschnittsausbildungen,
die Flexibilität des inneren Rahmens am größten (gelenkig aufgelagerter Biegeträger).
Ein derartiger Ballschläger bietet Vorteile für "Leichtgewichte".
[0046] Die zweiachsige Dreigelenkausführung bietet ähnliche Flexibilitäten wie vorgenannt,
die beiden Drehachsen schneiden sich rechtwinklig etwa im unteren Bespannflächenbereich
und bilden dort für bestimmte Eigenfrequenzen einen Schwingungsknoten, in dessen Umgebung
durch Impulskonzentration (Wellenausbreitung) auftreffende Bälle gut beschleunigt
werden.
[0047] Eine bevorzugte Lösungsvariante weist drei Drehachsen bei drei Gelenken auf. Die
beiden spiegelsymmetrisch zueinander liegenden Gelenke sind am unteren Bespannflächenbereich
positioniert.
Achsposition und Ausrichtung der Achsen sind dabei so zu wählen, daß der Schnittpunkt
der drei Drehachsen (Achsknoten) im unteren bis mittleren Bespannflächenbereich liegt.
Bei dieser Lösung konzentrieren sich im Achsknoten die Impulskräfte. Liegt der Achsknoten
überdies mittwärts ("Sweet Spot"), so kommt er im Bereich maximaler Bespannrahmendurchbiegung
zu liegen ("Flexpunkt").
Dieser Bereich weist somit je nach Frequenz / Eigenform dort ausgeprägte Schwingungsbäuche
oder -Knoten auf. Die drei Drehachsen definieren drei unterschiedliche Bespannflächenbereiche.
[0048] Erfindungsgemäße Ballschläger mit drei Gelenken und zwei Gelenken wurden per FEM-Computersimulation
sowohl im Balken- als auch Schalenmodell überwiegend dynamisch untersucht.
[0049] Neben Modalanalysen wurden Impact/Time-History Analysen vorgenommen, um das charakteristische
Verhalten bei wechselnden Ballaufschlagarten zu simulieren und analysieren. Außerdem
wurden entsprechende Prototypen im Funktionsmodell Spieltests unterzogen. Es zeigte
sich, daß bei angepaßt spezifischer Bauweise der erfindungsgemäße Ballschläger durchaus
in üblichen Gewichtsklassen von etwa 350 - 390 g Totalgewicht realisiert werden kann.
Durch Massenabgleich im Griffbereich lassen sich dabei etwa ähnliche Schwerpunktlagen
wie bei handelsüblichen Ballschlägern erzielen.
[0050] Zu Anhaltszwecken sei beispielhaft ein Drei-Gelenk Ballschläger angeführt. Alle bezogenen
Längenangaben "xsi" sind -ausgehend vom Griffende- mit der Gesamtlänge "L" relativiert.
Gesamtmasse: m= 370 g, Gesamtlänge: L= 680 mm
Massenverhältnis Trag- zu Bespannrahmen: f= 2.5 (ohne Massenabgleich, Bespannung,
Griffband)
Gesamtschwerpunkt: xsig= 0.56
Bespannrahmenschwerpunkt: xsia= 0.49
Innenrahmenschwerpunkt: xsii= 0.75
Hauptträgheitsmomente: I1 : I2 : I3 = 7.5 : 6.5 : 1.0
Tragrahmenfrequenzen 1-5 : 155, 181, 193, 397, 473 Hz
Bespannrahmenfrequenzen 1-5: 317, 322, 449, 455, 876 Hz
Ballschlägerfrequenzen 1-5: 171, 181, 244, 277, 365 Hz
Bisher untersuchte Massenverhältnisse beider Rahmen: 1.5 - 2.5 .
[0051] Verschiedene Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen
- Fig. 1a,1b
- eine Draufsicht und ein Schrägbild eines Ballschlägers gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
(Typ 1) mit drei Gelenken und drei Drehachsen,
- Fig. 2a-2c
- drei typische Grundschwingungsformen des in Fig. 1a und 1b dargestellten Ballschlägers,
- Fig. 3A-3D
- Resonanzkurven des in Fig. 1 a und 1b dargestellten Ballschlägers beim zentralen Stoß
für Lateralschwingung (3A), Längsschwingung (3B), und Querschwingung (3D) an ausgewählten
Analyseknoten, die in Fig. 3C gezeigt sind,
- Fig. 4A-4D
- Resonanzkurven des in Fig. 1a und 1b dargestellten Ballschlägers, beim zentralen Stoß
für Lateralschwingung und inneren Rahmen Mitte-Seite (Fig.4A), äußeren Rahmen Mitte-Seite
(Fig. 4B), Griffende (Fig. 4C), Außenrahmenkopf (Fig. 4D),
- Fig. 5
- Resonanzkurven für Griffende, Kopf und Seitenmitten des inneren und äußeren Rahmens
für das Koppelschwingersystem (leichte Schwebung),
- Fig. 6a-6d
- eine Draufsicht für grundsätzlich unterschiedliche Ausführungen hinsichtlich der Zahl
der Gelenke, Zahl der Drehachsen:
- 3 Gelenke, 3 Achsen (Fig. 6a)
- 3 Gelenke, 2 Achsen (Fig. 6b), eine Variante
- 3 Gelenke, 2 Achsen (Fig. 6c), andere Variante
- 4 Gelenke, 2 Achsen (Fig. 6d),
durch Anwendung der morphologischen Methode lassen sich sämtliche mögliche wie auch
relevante übrige erfindungsgemäße Gelenk- und Achsanordnungen der Ausführungen auffinden,
- Fig. 7
- eine Draufsicht einer Ausführung (Typ 3) mit zwei Gelenken und zwei parallelen Achsen,
- Fig. 8
- eine typische Schwingungsform des in Fig. 7 dargestellten Ballschlägers,
- Fig. 9
- eine Draufsicht einer nicht typisierten Ausführung mit drei Gelenkstellen und drei
Drehachsen,
- Fig. 10
- eine Draufsicht einer Ausführung (Typ 4) mit vier Gelenken und zwei Drehachsen,
- Fig. 11
- einen Ballschläger einer Ausführung (Typ 3) mit vier Gelenken und zwei Drehachsen,
- Fig. 12
- eine Schwingungsform des in Fig. 11 dargestellten Ballschlägers,
- Fig. 13
- eine Schnittdarstellung einer möglichen Ausführungsform eines einzelnen Gelenkes als
Drehgelenk, das bei allen Ballschlägerausführungen Verwendung finden kann,
- Fig. 14
- eine Schnittdarstellung einer Kugelgelenkausführung, eine momentenfreie Alternative
zu dem in Fig. 13 dargestellten Drehgelenks,
- Fig. 15
- einen Teil der beiden Rahmen in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 16a-16d
- eine Draufsicht der Ausführung mit drei Gelenken, drei Achsen bei abweichender Lage
des Achsschnittpunktes.
[0052] In Fig. 1a ist in Draufsicht ein Ballschläger 100 gemäß einem Ausführungsbeispiel
dargestellt. Er besteht aus einem äußeren Rahmen 1, der einen Schaft 1a und Griffteil
2 hat. Der äußere Rahmen 1 umschließt einen inneren, eine Bespannung 3 aufweisenden
Rahmen 4, der mit dem äußeren Rahmen 1 durch drei Gelenke 5 verbunden ist, von denen
eines im Kopfbereich angeordnet ist, während die beiden anderen Gelenke 5 sich im
griffseitigen Bereich gegenüberliegen. Die Ausbildung der Gelenke 5 ist derart gewählt,
daß sie jeweils eine durch das entsprechende Gelenk 5 gehende Drehachse 7 bilden,
beispielsweise realisiert über eine Bolzen-Buchse Gelenkverbindung. Die drei Drehachsen
7 schneiden sich bei dieser Ausführung im griffseitigen Bereich der Bespannung 3 im
Punkt A, der in der Schlägerebene auf der Schlägerlängsachse liegt.
[0053] Fig. 1b zeigt den selben Ballschläger 100 im Schrägbild, in dem beispielhaft eine
mögliche Wahl der Querschnittsprofile gezeigt ist. Bespann- und Tragrahmenprofil stellen
sich in aneinandergrenzenden Bereichen optisch als eine Einheit dar, gewählt nach
Festigkeitsgesichtspunkten.
[0054] Fig. 2a zeigt eine Grundschwingungsform, wobei der Tragrahmen als äußerer Rahmen
1 mit Griffteil 2 zwei Schwingungsknoten aufweist (symm. Biegung), während der innere
bespannte Rahmen 4 über die Gelenke 5 relativ zum äußeren Rahmen 1 eine gegenläufige
symmetrische Biegeauslenkung erfährt. Beide Rahmen 1 und 4 verformen sich so, daß
für den Ballschläger der Gesamtschwerpunkt in der Schlägerebene verbleibt.
[0055] Fig. 2b zeigt die hier nächst höhere "in-plane" Grundschwingungsform in der Schlägerebene,
wobei beide Rahmen 1 und 4 eine elastische Biegeverformung erfahren. Je nach Ausführung
der Gelenke 5 sind bei dieser Schwingungsform axiale Relativbewegungen beider Rahmen
1,4 an den Gelenkstellen möglich, da immanent.
[0056] Fig 2c zeigt eine höhere elastische Biegeschwingung des Ballschlägers transversal
zur Schlägerebene. Während der äußere Rahmen 1 mit Griffteil 2 eine quasi antimetrische
Biegeform mit drei Schwingungsknoten einnimmt, ist auch bei dieser Schwingungsform
der innere Rahmen 4 über die Gelenke 5 symmetrisch und gegenläufig ausgelenkt. Diese
Grundschwingungsform wird erzwungen bevorzugt angeregt bei beispielsweise zentrisch
auftreffenden Bällen. Der Griffteil 2 erfährt bei dieser Grundschwingung eine relativ
geringe Auslenkung, was angestrebt wird.
[0057] Fig. 3A, 3B und 3D zeigen das Antwortverhalten des in Fig. 1a und 1b dargestellten
Ballschlägers im zeitlichen Verlauf ("time-history"), über den Analysezeitraum von
0.8 sec mit 80 Zeitschritten und aufgeprägtem Dirac-Stoß. Die gedämpften Schwingungskurven
wurden per FEM-Simulation gewonnen beim "Impact" im Schlagflächenzentrum. Während
in Fig. 3A die transversale Anfangsauslenkung (z) bei -1.1 mm liegt, ist die in Fig.
3B dargestellte Längsauslenkung (x) in der Schlägerebene um vier Zehnerpotenzen kleiner
und damit praktisch verschwindend, ebenso wie die "in-plane" Auslenkung (y) in Querrichtung
mit drei Zehnerpotenzen Unterschied. Den Resonanzkurven gemäß Fig. 3A, 3B, 3D ist
gemeinsam, daß die in Fig. 2c gezeigte Grundschwingungsform angeregt wird und daß
das Abklingverhalten der angefachten Schwingungen ausgesprochen gut, d.h. stärker
als materialbedingt, gedämpft ist. In Fig. 3C sind ausgewählte Knoten des äußeren
Rahmens 1 am Griffende NODE 19, im Kopf NODE 3757, in der Seitenmitte NODE 1949, als
repräsentativ herausgegriffen, ebenso wie der Knoten NODE 1975 des inneren Rahmens
4, ebenfalls in Seitenmitte. Auf diese Knotenpunkte wird auch in den Fig. 4A-4D und
5 Bezug genommen.
[0058] Fig. 4A bis 4D zeigen die Resonanzkurven der Transversalschwingungen (z) von Fig.
3A, jedoch die Knoten separiert. Fig. 4A zeigt die Auslenkung des inneren Rahmens
4 über der Zeit für den Knoten NODE 1975 in Seitenmitte. Der innere Rahmen 4 weist
die maximalen Schwingungsamplituden auf (100%). Fig. 4B zeigt an gleicher Position
gegenüberliegend den Schwingungsverlauf des Knotens NODE 1949 des äußeren Rahmens
1 mit etwa 25% der maximalen Amplitude des inneren Rahmens 4. Fig. 4C zeigt die Schwingungsvariation
des Knoten NODE 19 am Griffende, weiter reduziert, ebenso wie die Schwingung im Knoten
NODE 3757 am Kopf des äußeren Rahmens 1.
[0059] Fig. 5 ist eine vergrößerte Darstellung der Abbildungen von Fig. 3A und stellt die
Zusammenfassung der Transversalschwingungen der Fig. 4A bis 4D dar. Im direkten Vergleich
sind die unterschiedlichen zeitlich abklingenden Amplituden der repräsentativen Knoten
zu erkennen. Die Gegenphasen der Schwingungen von innerem und äußerem Rahmen 4,1 sind
prinzipiell ebenso erkennbar wie identische Nulldurchgänge und das exponentiell starke
Abklingen der Schwingungen, bei noch moderaten Schwebungen mit einer Schwebungsfrequenz
von etwa einem Viertel der Resonanzfrequenz.
[0060] Fig. 6a bis 6d zeigen schematisch in Draufsicht eine Auswahl möglicher Abwandlungen
des Ballschlägers. Der in Fig. 6a gezeigte Ballschläger 100, als "Typ 1" bezeichnet,
entspricht dem in Fig. 1a,1b gezeigten Ballschläger. Kennzeichnend ist die Anordnung
der Gelenke 5, die den äußeren Rahmen 1 mit Griffteil 2 und den inneren Rahmen 4 so
verbinden, daß drei die beiden Rahmen 1,4 hier etwa senkrecht durchsetzende Drehachsen
7 entstehen, die einen gemeinsamen Schnittpunkt A im griffwärtigen Bereich des inneren
Rahmens 4 aufweisen.
Fig. 6b zeigt einen ähnlichen, als "Typ 2" bezeichneten Ballschläger 200, mit Anordnung
der Gelenke 5 wie in Fig. 6a, jedoch werden äußerer Rahmen 1 und innerer Rahmen 4
so von den Drehachsen 7 durchsetzt, daß die zwei Drehachsen 7 der griffwärts positionierten
Gelenke 5 zusammenfallen, so daß zwei sich in A schneidende zueinander senkrechte
Drehachsen 7 entstehen.
Fig. 6c zeigt eine Abwandlung des Ballschlägers 200 vom "Typ 2", bei der wiederum
zwei zueinander senkrechte Drehachsen 7 entstehen. Die gezeigte Konfiguration ist
als "Typ 3" bezeichnet, da beide griffseitigen Gelenke 5 am griffseitigen Ende des
inneren Rahmens 4 positioniert sind. Im Grenzfall fallen die beiden griffseitigen
Gelenke 5 quasi zusammen, so daß insgesamt nur ein Gelenk 5 im Kopf und eines gegenüberliegend
auf der Schlägerlängsachse vorhanden ist. Das griffseitige Gelenk 5 würde dann eine
zum inneren Rahmen 4 tangential verlaufende Drehachse 7 aufweisen, wobei der Schnittpunkt
A am griffseitigen Innenrahmenende liegt.
Fig. 6d zeigt einen Ballschläger 400, bezeichnet als "Typ 4".
[0061] Der Ballschläger 400 dieser Ausführung weist vier Gelenke 5 auf, die sich paarweise
in extremen Positionen am inneren Rahmen 4 und längs und quer zum äußeren Rahmen 1
befinden. Die vier Gelenke 5 bilden zwei zueinander senkrechte Drehachsen 7, wobei
der gemeinsame Schnittpunkt A im Bereich des Besaitungszentrums liegt.
[0062] Fig. 7 zeigt in Draufsicht einen Ballschläger 300 mit zwei am äußeren Rahmen 1 und
inneren Rahmen 4 am kopf- und griffseitigen Ende des inneren Rahmens 4 befindlichen
Gelenken 5, wobei zwei zueinander parallele Drehachsen 7 entstehen, welche die Schlägerlängsachse
L senkrecht durchsetzen. Bei bestimmten Frequenzen ergeben sich gegenläufige Auslenkungen
von äusserem Rahmen 1 und innerem Rahmen 4, wie aus Fig. 8 ersichtlich.
[0063] Wie in Fig. 8 dargestellt, zieht bei einer Verbiegung des Rahmens 4 dieser den äußeren
Rahmen 1 in Schlägerlängsrichtung zusammen, wodurch der äußere Rahmen 1 rückführbare
elastische Verformungsenergie speichert und der innere Rahmen 4 an einer größeren
Verformung gehindert wird. Die sich anschließende Entspannung des äußeren Rahmens
1 setzt beschleunigende Kräfte auf den ebenfalls sich entspannenden inneren Rahmen
4 frei. Diese Entspannung wird in zusätzliche kinetische Ballenergie übergeführt.
Der Ballschläger 300 hat also ebenfalls ein gutes Ballreflexionsvermögen.
[0064] Fig. 9 zeigt einen Ballschläger 500 gemäß einer weiteren Ausführungsform. Bei diesem
Ballschläger 500 sind zwei Gelenke 5 mit zwei Drehachsen 7 im Kopfbereich und ein
Gelenk 5 im gegabelten griffseitigen Bereich des äußeren Rahmens 1 und inneren Rahmens
4 senkrecht zur Schlägerlängsachse durchsetzt. Der Schnittpunkt A der Drehachsen 7
liegt im Kopfbereich des Bespannrahmens 4.
[0065] Fig. 10 zeigt eine mögliche Ausführung des in Fig. 6d schematisch und funktionell
dargestellten Ballschlägers 400.
[0066] Bei dieser Ausführung sind die Gelenke 5 sämtlich als einachsige Drehgelenke ausgebildet,
etwa bestehend aus Bolzen-Buchse Paarungen. Beide Drehachsen 7 schneiden sich etwa
zentral in A und stehen senkrecht aufeinander.
[0067] Fig. 11 zeigt einen abgewandelten Ballschläger 300A.
Bei diesem Ballschläger 300A wird der innere Rahmen 4 vollständig vom äußeren Rahmen
1 umgeben, der den Griffteil 2 aufweist. Der innere Rahmen 4 ist mit dem ßußeren Rahmen
1 durch zwei sich gegenüberliegende nicht dargestellte Drehgelenke verbunden, wobei
jedes Paar sich gegenüberliegender Drehgelenke eine gemeinsame Drehachse 7 hat.
Die beiden Drehachsen 7 verlaufen parallel zueinander und senkrecht zur Schlägerlängsachse.
Ferner liegen die Drehachsen 7 innerhalb der vom inneren Rahmen 4 umschlossenen Fläche
. Am griffseitigen Ende des inneren Rahmens 4 ist durch ein Feder-Dämpfer-Element
8 mit dem äußeren Rahmen 1 verbunden. Das Feder-Dämpfer-Eelement 8 besteht aus einem
pneumatischen oder hydraulischen Dämpfungselement 9 und zwei Federn 6. Das Feder-Dämpfer-Element
8 ist gelenkig mit den beiden Rahmen 1,4 verbunden. Die Drehachsen 7 sind etwa im
jeweils endseitigen Viertel der Bespannrahmenlänge angeordnet.
[0068] Fig. 12 zeigt den in Fig. 11 dargestellten Ballschläger 300 in Seitenansicht, wobei
die relative Auslenkung der beiden Rahmen 1 und 4 ersichtlich ist.
[0069] Fig. 13 zeigt eine mögliche Ausführungsform eines Gelenks als Drehgelenk 5, welches
eine lokale Drehung des inneren Rahmens 4 gegen den äußeren Rahmen 1 um die Gelenkachse
wie auch eine begrenzte axiale Relativbewegung entlang derselben zuläßt. Beide Rahmen
1,4 bestehen aus einer äußeren Schale 10 und einem inneren Schaumstoffkern 11. Im
Bereich des Dreh-Gelenks 5 ist jeder Rahmen 1,4 durch einen zylindrischen Abschnitt
12, der den äußeren und inneren Wandabschnitt der Schale 10 miteinander verbindet,
verstärkt.
Im zylindrischen Abschnitt 12 eines jeden Rahmens 1,4 ist ein Paar Lagerbuchsen 13
eingesetzt. Zwischen der inneren Lagerbuchse 13 des inneren Rahmens 4 sind ein oder
mehrere Distanzscheiben 14 angeordnet.
[0070] Durch die Wahl der Dicke oder Anzahl der Distanzscheiben 14 kann nicht nur der Abstand
zwischen den sich gegenüberliegenden Lagerbuchsen 13, sondern auch die Vorspannung
justiert werden. Eine beide Rahmen 1,4 durchsetzende Achse 15 ist durch die Lagerbuchse
13 hindurchgeführt. Die Achse 15 ist im dargestellten Beispiel ein einfacher Paßstift,
der an einem Ende einen größeren abgeflachten Kopf 16 und am anderen Ende eine Bohrung
aufweist, durch die ein Splint 17 zur axialen Sicherung des Paßstiftes bzw. der Gelenkverbindung
gesteckt ist. Anstelle eines Splintes 17 könnte auch eine Sprengringsicherung vorgesehen
sein. Gegebenenfalls ist eine Abdeckkappe 18 für die Abdeckung des inneren Paßstiftendes
und des Splintes 17 vorgesehen. Versuche haben gezeigt, daß unter geeigneten Passungen,
Achsausrichtungen und eventuell Vorspannungen eine axiale Gelenkbolzensicherung entbehrlich
werden kann. Auch andere bekannte einfache Sicherungsmöglichkeiten sind denkbar.
Die Stift- bzw. Bolzenlänge ist so gewählt, daß bei Biegeverformung in der Schlägerebene
, wie z.B. bei Längsschwingungen, der innere und/oder äußere Rahmen 4,1 durch Querkontraktion
in Bolzenlängsrichtung gleiten können, so daß Zwangsverformungen abgebaut werden können.
Eine Feder 19 oder ein entsprechendes umschließendes Elastomer ist zwischen beiden
Rahmen 1,4 vorgesehen, um deren axialen Schluß zu verbessern und eine stützende und
dämppfende Wirkung zwischen den Rahmen 1,4 auszuüben.
Die Feder 19 kann aber auch fortgelassen werden.
[0071] Fig. 14 zeigt ein Kugelgelenk 5A, eine Alternative zum Drehgelenk 5. Das Kugelgelenk
5A hat drei zueinander orthogonale Drehachsen 7, von denen eine dargestellt ist und
mit der Stift-/Bolzenachse zusammenfällt. Das dargestellte Kugelgelenk 5A besteht
aus einer innen kugelig ausgeformten Buchse 20, die im inneren Rahmen 4 eingepaßt
ist, sowie dem darin eingefügten und gesicherten außen tonnenförmigen Gelenkring 21.
Der in der Buchse 20 schwenkbare Gelenkring 21 wird von dem die Achse 15 bildenden
Stift, der vom nicht dargestellten äußeren Rahmen 1 gemäß Fig. 13 aufgenommen wird,
so durchsetzt, daß er im Gelenkring 21 entlang der Drehachse 7 ohne nennenswertes
Spiel gleiten kann.
[0072] Das in Fig. 14 dargestellte Kugelgelenk 5A kann auch durch ein solches Kugelgelenk
ersetzt werden, welches welches dem Ballspieler gestattet, die Ausrichtung der Drehachse
7 nachträglich zu verändern, um damit die Frequenzen und somit die Spieleigenschaften
an unterschiedliche Bespannungsärten anzupassen. Ein solches Gelenk 5A könnte so gestaltet
sein, daß Buchse 20 und Gelenkring 21 über eine Schraube gegeneinander festgestellt
werden, so daß der Stift und damit die verbleibende Drehachse 7 ausgerichtet werden
können.
[0073] Fig. 15 zeigt beispielhaft eine Paarung von Querschnittsformen für den äußeren Rahmen
1 und den inneren Rahmen 4. Während der innere Rahmen 4 einen in der Schlägerebene
gestreckten flachen Querschnitt aufweist, hat der äußere Rahmen 1 quer zur Schlägerebene
eine größere Bauhöhe als der innere Rahmen 4. Aufgrund dieser prinzipiellen Querschnittsform
ist der äußere Rahmen 1 eher steif gegen eine Biegung senkrecht zur Schlägerebene,
während der innere Rahmen 4 eher steif gegen eine Biegung in der Schlägerebene ist.
Denn es hat sich gezeigt, daß schon infolge der Längsabmessungen der äußere Rahmen
1 mit Griffteil 2 weit mehr auf zur Schlägerebene senkrechte Durchbiegung beansprucht
wird, als der innere Rahmen 4, dessen Hauptbiegebeanspruchung in der Schlägerebene
liegt. Auf der Innenseite ist der äußere Rahmen 1 abgeschrägt, wie in Fig. 15 zu sehen
ist, wodurch der zwischen den beiden Rahmen 1,4 sich befindliche Spalt 22 aerodynamisch
günstig gestaltet ist, um den Luftwiderstand des Ballschlägers senkrecht zur Schlägerebene
herabzusetzen. Im übrigen kommt der in Fig. 15 exemplarisch dargestellten Profilkombination
mit Luftspalt besondere Bedeutung hinsichtlich Harmonisierung der Gebrauchseigenschaften
zu.
Die erforderliche Optimierung wird ein Kompromiß sein aus "optischem Gewicht", aus
Festigkeits- und Massenverhältnissen und aus aerodynamischen Widerstandsbeiwerten.
[0074] Fig. 16a bis 16d fassen exemplarisch eine Auswahl morphologisch gewonnener Möglichkeiten
der Anordnung der Dreigelenkausführung vom "Typ 1" gemäß Fig. 6a zusammen. Insbesondere
sind verschiedene Ausrichtungen der Drehachsen 7 und Lagen des Schnittpunktes A gezeigt,
welche es gestatten, bei sonst identischer Ausführung des Ballschlägers bzw. des äußeren
Rahmens 1 und des inneren Rahmens 4, die jeweils gewünschten individuellen Spieleigenschaften
konstruktiv einzustellen.
Fig. 16a zeigt eine Anordnung der drei Gelenke 5 zwischen äußerem Rahmen 1 und
innerem Rahmen 4, bei der die Achsen so ausgerichtet sind, daß die eingeschlossenen
Winkel α
0 gleich sind (120 Grad). Der Schnittpunkt A der Drehachsen 7 liegt im zentralen Bereich
des bespannten inneren Rahmens 4.
Fig. 16b zeigt eine ähnliche Anordnung wie in Fig. 16a, jedoch ist die Ausrichtung
der Gelenke 5 derart, daß der Schnittpunkt A der Drehachsen 7 im Kopfbereich liegt,
wobei diese einen Winkel α
1 und zwei Winkel β
1 miteinander einschließen.
Fig. 16c zeigt in Abwandlung der Fig. 16b eine Anordnung der Gelenke 5, bei welcher
der Schnittpunkt A der Drehachsen 7 im griffseitigen Bespannflächenbereich liegt und
wobei ein Winkel α
2 und zwei Winkel β
2 (größer 90 Grad) von den Drehachsen 7 eingeschlossen werden.
Fig. 16d unterscheidet sich von Fig. 16c dadurch, daß der Schnittpunkt A der Drehachsen
7 gegen den inneren Rahmen 4 oder außerhalb desselben wandert, und die beiden eingeschlossenen
Winkel β
3 zwischen den Drehachsen 7 folglich kleiner als 90 Grad sind.
[0075] Ebenfalls morphologisch lassen sich alle möglichen und sinnvollen Kombinationen für
Ballschläger, insbesondere Tennisschläger, mit zwei drei und vier Gelenkstellen finden.
Dabei kann insbesondere durch die Festlegung oder Freigabe der axialen Freiheitsgrade
im Einzelgelenk isostatische Lagerung ganz oder angenähert realisiert werden.
1. Ballschläger, insbesondere Tennisschläger, mit einem eine Bespannung (3) aufweisenden
geschlossenen inneren Rahmen (4) und einem den inneren Rahmen (4) wenigstens teilweise
umschließenden äußeren Rahmen (1) mit Griffteil (2), wobei die Rahmen (1,4) über mehrere
Gelenke (5,5A) miteinander verbunden sind, die jeweils an den Verbindungsstellen eine
translatorische Bewegung der beiden Rahmen (1,4) zueinander, senkrecht zu der von
den Rahmen (1,4) aufgespannten Schlägerebene, verhindern und eine lokale Drehung der
beiden Rahmen (1,4) relativ zueinander um eine parallel zur Schlägerebene verlaufende
Drehachse (7) zulassen, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenke (5,5A) relativ zueinander so angeordnet sind, daß sie mindestens
zwei Drehachsen (7) bilden, die nicht zusammenfallen, so daß der innere Rahmen (4)
keine Starrkörperbewegung relativ zu dem äußeren Rahmen (1) ausführt.
2. Ballschläger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Gelenk (5,5A)
im Kopfbereich angeordnet ist, und weitere Gelenke (5,5A) im griffseitigen bis mittleren
Bespannflächenbereich so angeordnet sind, daß der Ballschläger insgesamt bis zu vier
Gelenke (5,5A) aufweist.
3. Ballschläger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eines
der Gelenke ein Drehgelenk (5) ist, das eine Verschiebung des inneren Rahmens (4)
relativ zum äußeren Rahmen (1) entlang der Drehachse (7) des Drehgelenks zuläßt.
4. Ballschläger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eines
der Gelenke ein Drehgelenk (5) ist, das eine Verschiebung des inneren Rahmens (4)
relativ zum äußeren Rahmen (1) entlang der Drehachse (7) des Drehgelenks verhindert.
5. Ballschläger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eines
der Gelenke ein Kugelgelenk (5A) ist, welches einen Drehfreiheitsgrad oder bis zu
drei Drehfreiheitsgrade hat, die lokale, orthogonale Drehbewegungen der beiden Rahmen
(1,4) an der Verbindungsstelle zulassen.
6. Ballschläger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
drei Gelenke (5,5A) vorgesehen sind, die jeweils eine Drehachse (7) bilden, wobei
sich die drei Drehachsen (7) auf der Schlägerlängsachse (L) schneiden.
7. Ballschläger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder
drei Gelenke (5,5A) vorgesehen sind, die zwei aufeinander senkrecht stehende Drehachsen
(7) bilden, von denen eine Drehachse (7) mit der Schlägerlängsachse (L) zusammenfällt.
8. Ballschläger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwei, drei
oder vier Gelenke (5,5A) vorgesehen sind, die zwei zueinander parallele Drehachsen
(7) bilden.
9. Ballschläger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß vier Gelenke
(5,5A) vorgesehen sind, die zwei sich senkrecht schneidende Drehachsen (7) bilden,
von denen eine Drehachse (7) mit der Schlägerlängsachse (L) zusammenfällt.
10. Ballschläger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Gelenke (5,5A) die beiden Rahmen (1,4) im wesentlichen isostatisch zueinander
lagern.
11. Ballschläger nach einem der Ansprüche 1 bis 7 und 9 und 10, dadurch gekennzeichnet,
daß beim unverformten Ballschläger der Schnittpunkt der Drehachachsen (7) in der Schlägerebene
und auf der Schlägerlängsachse (L) liegt, wobei der gemeinsame Achsschnittpunkt (A)
innerhalb der Innenrahmenbespannfläche liegt.
12. Ballschläger nach einem der Ansprüche 1 bis 7 und 9 und 10, dadurch gekennzeichnet,
daß beim unverformten Ballschläger der Schnittpunkt der Drehachachsen (7) in der Schlägerebene
und auf der Schlägerlängsachse (L) liegt, wobei der gemeinsame Achsschnittpunkt (A)
außerhalb der Innenrahmenbespannfläche liegt.
1. A racket for striking a ball, in particular a tennis racket, comprising an inner closed
frame (4) having a stringing (3) and an outer frame (1) with handle (2), which at
least partly encloses said inner frame (4),
whereby the frames (1,4) are hingedly connected to each other by several joint means
(5,5A), which at the locations of articulation each prevent both frames (1,4) from
a translatory motion to each other and perpendicular to the racket plane defined by
both frames (1,4) and allowing for a local rotation of both frames (1,4) relative
to each other, around an axis of rotation (7) which is running parallel to said racket
plane, characterised in that said joint means (5,5A) are oriented relative to each other such as to define at
least two axes of rotation (7) which do not coincide, with the inner frame (4) not
performing a rigid body motion relative to the outer frame (1).
2. A racket for striking a ball as defined in claim 1, characterised in that at least
one of the joint means (5,5A) is located in the crown area and further joint means
(5,5A) are located in the handle-near stringed area to midsection, arranged such that
the racket having up to four joint means (5,5A) in total.
3. A racket for striking a ball as defined in claim 1 or 2, characterised in that the
joint means include at least one pivot joint (5), which is to allow for a displacement
of the inner frame (4) relative to the outer frame (1), along the axis of rotation
(7) of said pivot joint.
4. A racket for striking a ball as defined in claim 1 or 2, characterised in that the
joint means include at least one pivot joint (5), which is to prevent from a displacement
of the inner frame (4) relative to the outer frame (1), along the axis of rotation
(7) of said pivot joint.
5. A racket for striking a ball as defined in claim 1 or 2, characterised in that the
joint means include at least one ball and socket joint (5A) with one degree of freedom
in rotation or up to three degrees of freedom in rotation which allow for local orthogonal
rotational motions of both frames (1,4) at the location of articulation.
6. A racket for striking a ball as defined in one of the preceding claims, characterised
in that there are three joint means (5,5A) provided, each of which defining an axis
of rotation (7) , with said three axes of rotation (7) intersecting each other upon
the longitudinal racket axis (L).
7. A racket for striking a ball as defined in one of claims 1 to 5, characterised in
that two or three joint means (5,5A) are provided which are arranged in a manner as
to form two axes of rotation (7) that are oriented perpendicular to each other, with
one axis of rotation (7) coinciding with said longitudinal racket axis (L).
8. A racket for striking a ball as defined in one of claims 1 to 5, characterised in
that there are two, three or four joint means (5,5A) provided, defining two parallel
axes of rotation (7).
9. A racket for striking a ball as defined in one of claims 1 to 5, characterised in
that four joint means (5,5A) are provided, defining two axes of rotation which are
oriented perpendicular to and intersect each other, with one axis of rotation (7)
coinciding with said longitudinal racket axis (L).
10. A racket for striking a ball as defined in one of the preceding claims, characterised
in that the joint means (5,5A) allows an essential isostatic mounting support of both
flames (1,4) to each other.
11. A racket for striking a ball as defined in one of the preceding claims 1 to 7 and
9 and 10, characterised in that, regarding the undeformed racket for striking a ball,
the point of intersection of the axes of rotation (7) is situated within the racket
plane and located upon the longitudinal racket 25 axis (L), wherein said common point
of intersection (A) being placed inside the inner stringed head area.
12. A racket for striking a ball as defined in one of the preceding claims 1 to 7 and
9 and 10, characterised in that, regarding the undeformed racket for striking a ball,
the point of intersection of the axes of rotation (7) is situated within the racket
plane and located upon the longitudinal racket axis (L), wherein said common point
of intersection (A) being placed outside the inner stringed head area.
1. Frappeur de balle, en particulier raquette de tennis, avec un tamis / un cordage (3)
monté sur un cadre intérieur fermé (4), avec l ' entourage au moins en partis d '
un cadre extérieur solidaire du manche (1) et de coup de main, les cadres (1,4) reliés
ensemble par plusieurs des moyens d ' articulation / jointure (5, 5A) qui à chaque
location de jonction empêchent une translation relative des deux cadres (1, 4) en
direction verticale au plan de la raquette, et qui admettent une rotation locale et
relative des deux cadres (1, 4) par un axe à rotation (7) ,
la raquette est charactérisée en ce que l ' orientation mutuelle et relative des moyens d ' articulation / jointure (5,
5A) , qui constituent deux axes à rotation (7) non-identique, est de la manière que
le cadre intérieur ne peut pas se déplacer relative au cadre extérieur comme un corps
rigide.
2. Frappeur de balle suivant revendication 1, charactérisé en ce qu' au moins un moyen
d 'articulation / jointure (5, 5A) est placé vers la tête et des autres articulations
/ jointures (5, 5A) sont placés vers le manche et jusqu' au region parti moyen du
cordage, de la manière que la raquette aurait jusqu' à quatre articulations / jointures
(5, 5A).
3. Frappeur de balle suivant revendication 1 ou 2, charactérisé en ce qu' au moins une
des articulations / jointures est une articulation tournante (5) en admettant un déplacement
du cadre intérieur (4) relative au cadre extérieur (1) le long d ' axe à rotation
(7) de l ' articulation tournante (5).
4. Frappeur de balle suivant revendication 1 ou 2, charactérisé en ce qu' au moins une
des articulations / jointures est une articulation tournante (5) en empêchant un déplacement
du cadre intérieur (4) relative au cadre extérieur (1) le long d ' axe à rotation
(7) de l ' articulation tournante (5).
5. Frappeur de balle suivant revendication 1 ou 2, charactérisé en ce qu' au moins une
des articulations / jointures est une articulation sphérique (5A) avec une seule ou
d ' autre part jusq' au trois dégrés de liberté rotative, admettant des rotations
orthogonales et locales aux deux cadres (1, 4) à la location de jonction.
6. Frappeur de balle suivant une des revendications précédentes, charactérisé en ce qu'
il y existent trois articulations / jointures (5, 5A), chaqu' une constitue un axe
à rotation (7) , les trois axes à rotation (7) se coupant sur l ' axe longitudinal
(L) de la raquette.
7. Frappeur de balle suivant une des revendications 1 à 5, charactérisé en ce qu' il
y existent deux ou trois articulations / jointures (5, 5A) qui constituent deux axes
à rotation (7) qui sont mutuellement vertical, l ' un des axes à rotation (7) coïncide
avec l ' axe longitudinal (L) de la raquette.
8. Frappeur de balle suivant une des revendications 1 à 5, charactérisé en ce qu' il
y existent deux, trois ou quatre articulations / jointures (5, 5A) , qui constituent
deux axes à rotation (7), l ' un est parallel à l ' autre.
9. Frappeur de balle suivant une des revendications 1 à 5, charactérisé en ce qu' il
y existent quatre articulations / jointures (5, 5A) qui constituent deux axes à rotation
(7) qui se coupent verticalement, l ' un des axes à rotation (7) coïncide avec l '
axe longitudinal (L) de la raquette.
10. Frappeur de balle suivant une des revendications précédentes, charactérisé en ce que
les articulations / jointures (5, 5A) supportent les deux cadres l ' un contre l '
autre essentiellement de la manière isostatique.
11. Frappeur de balle suivant une des revendications 1 à 7 et 9 et 10, charactérisé en
ce que pour la raquette qui est sans de déformation le point d ' intersection des
axes à rotation (7) est situé dans le plan de la raquette et sur l ' axe longitudinal
(L) de la raquette, en plus le point d ' intersection commun (A) est situé au dedans
le cordage du cadre interieur.
12. Frappeur de balle suivant une des revendications 1 à 7 et 9 et 10, charactérisé en
ce que pour la raquette qui est sans de déformation le point d ' intersection des
axes à rotation (7) est situé dans le plan de la raquette et sur l ' axe longitudinal
(L) de la raquette, en plus le point d ' intersection commun (A) est situé en dehors
le cordage du cadre interieur.