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EP 0 455 931 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.03.1994 Patentblatt 1994/10 |
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Anmeldetag: 21.01.1991 |
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Ölwanne für eine Brennkraftmaschine
Oil pan for internal combustion engine
Carter d'huile pour moteur à combustion interne
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT SE |
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Priorität: |
09.05.1990 DE 4014788
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.11.1991 Patentblatt 1991/46 |
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Patentinhaber: Dr.Ing.h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft |
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70435 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Krechberger, Wolfgang
W-7257 Ditzingen (DE)
- Herrmann, Rudolf
W-7251 Wimsheim (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 149 313 GB-A- 2 074 645
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DE-C- 3 624 325 US-A- 4 101 003
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Ölwanne gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Kurbelgehäuse und daran angeordnete Ölwannen von Brennkraftmaschinen neigen im Betrieb
zu Schwingungen, die unerwünschte Geräusche verursachen. Insbesondere bei relativ
lang bauenden Brennkraftmaschinen, die eine im wesentlichen flach und plattenartig
verlaufende Ölwanne aufweisen, ist das akustische Verhalten unbefriedigend.
[0003] Aus der US - 4101 003 A ist eine an einem horizontalen Anschlußflansch eines Kurbelgehäuses
gehaltene Ölwanne einer Brennkraftmaschine bekannt, von deren Boden aus sich U-förmig
gestaltete und als Schrauben aufnehmende Pfeifen einstückig mit diesem Boden ausgebildete
Stützen zu Lagerstühlen einer Kurbelwelle erstrecken. Dort sind die Stützen unter
Zwischenschaltung elastischer Mittel an die Lagerstühle geschraubt. Je zwei nebeneinander
liegende Stützen erstrecken sich in zueinander parallelen Ebenen quer zur Längsrichtung
der Brennkraftmaschine.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Geräuschabstrahlung einer Ölwanne mit
einfachen Mitteln zu verringern.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
[0006] Die Anbindung des flachen Teiles der Ölwanne an darüber liegende, die Kurbelwelle
aufnehmende Lagerstühle verringert die Schallabstrahlung der Ölwanne deutlich und
verschiebt die angeregten Frequenzen nach oben in einen subjektiv weniger als störend
empfundenen Bereich.
Vorteilhafterweise werden zusätzlich im Betrieb der Brennkraftmaschine auftretende
Längsschwingungen insbesondere von mittleren Lagerstühlen wirkungsvoll unterbunden.
[0007] Die Schallabstrahlung wird im wesentlichen dadurch reduziert, daß der flach und plattenartig
verlaufende Boden der Ölwanne im Bereich von mittleren Lägerstühlen, d.h. im Bereich
der größten Schwingungsamplitude des Bodens, an die Lagerstühle angebunden wird. Der
ursprünglich großflächige Boden wird bezüglich der Schallabstrahlung somit in mehrere
kleinere Teilbereiche getrennt, die höherfrequent mit geringerer Amplitude schwingen.
Die Längsschwingungen der Lagerstühle sind durch die starre Anbindung mittels der
Stützen an den Boden der Ölwanne unterbunden.
Die Stützen sind vorteilhaft quer zur Längsrichtung der Brennkraftmaschine in parallelen
Ebenen angeordnet, die auch die Lagerstühle aufnehmen.
Eine U-förmige Gestaltung der Stützen, bei der die parallelen Schenkel als Schrauben
aufnehmende Pfeifen einstückig mit der Ölwanne ausgebildet sind, gestattet eine einfache,
fertigungsgerechte Herstellung der Wanne.
Zusätzliche Stabilität erhält die Ölwanne durch zwischen benachbarten Stützen auf
dem Boden der Ölwanne angeordnete Rippen, die zugleich als Ölhobel für das vom Kurbeltrieb
abgeschleuderte Schmieröl dienen und zu diesem Zweck entgegen der Drehrichtung der
Kurbelwelle angestellt sein können. Eine diagonale Anordnung dieser Rippen zwischen
benachbarten Stützen erhöht die Stabilität weiter.
Die die Pfeifen durchdringenden, mit den Lagerstühlen verbundenen Schrauben sind montagegerecht
jederzeit zugänglich.
[0008] Anhand von Figuren wird die Erfindung beispielhaft näher erläutert.
[0009] Es zeigen:
- Fig.1
- eine Draufsicht auf eine Ölwanne,
- Fig.2
- vergrößert einen Schnitt entlang der Linie II-II gemäß Fig.1 und
- Fig.3
- vergrößert einen Schnitt entlang der Linie III-III gemäß Fig.1.
[0010] Eine Ölwanne 1 einer nicht gezeigten mehrzylindrigen Brennkraftmaschine weist einen
in einer Anschlußebene A liegenden Flansch 2 auf, mit dem die Ölwanne 1 an einem nicht
gezeigten, horizontal geteilten Kurbelgehäuse der Brennkraftmaschine lösbar gehalten
ist. Die Ölwanne 1 wird seitlich durch in Längsrichtung L der Brennkraftmaschine verlaufende
Wände 3 begrenzt, zwischen denen sich ein gegenüber der Ebene A geneigter, plattenartiger
flacher Boden 4 erstreckt, der an einem Ende der Ölwanne 1 in den als Ölsumpf 5 ausgebildeten
tiefen Teil übergeht.
In quer zu der Längsrichtung L verlaufenden, parallelen Ebenen E1, E2 sind Stützen
6 angeordnet, die sich senkrecht zu der Anschlußebene A von dem Boden 4 aus bis zu
dieser Ebene A erstrecken. Diese Stützen 6 sind U-förmig gestaltet, wobei die beiden
prallelen Schenkel 7 als Pfeifen 8 ausgebildet sind. Die Pfeifen 8 weisen Durchführungen
9 auf, mittels derer der Boden 4 mit nicht gezeigten Schrauben an Lagerstühle 10 der
Kurbelwelle 11 geschraubt wird, wobei die Lagerstühle 10 durch die Anschlußebene A
begrenzt werden, so daß der Abstand H zwischen dem Boden 4 und der Ebene A durch die
Pfeifen 8 überbrückt ist.
Jeweils eine Pfeife 8 einer Stütze 6 ist über eine einstückig mit dem Boden 4 ausgebildete
Rippe 12 an eine diagonal gegenüberliegende Pfeife 8 einer benachbarten Stütze 6 angebunden.
Benachbart der Rippe 12 angeordnete Rippen 13 nehmen jeweils eine Pfeife 8 auf. Außerhalb
der Stützen 6 sind weitere Rippen 14 auf dem Boden 4 angeordnet.
Durch quer zu den Rippen 12, 13, 14 und den Pfeifen 8 verlaufende, kurze Stützrippen
15 wird die Stabilität der Ölwanne 1 weiter erhöht.
1. Ölwanne (1) einer mehrzylindrigen Brennkraftmaschine, welche in einer horizontalen
Anschlußebene (A) an dem Unterteil eines horizontal geteilten Kurbelgehäuses gehalten
ist, und mit Stützen (6), die sich von einem im wesentlichen flach verlaufenden Boden
(4) der Ölwanne (1) aus zu Lagerstühlen (10) erstrecken, welche eine Kurbelwelle in
dem Kurbelgehäuse halten, wobei die Stützen (6) mit den Lagerstühlen (10) verschraubt
sind und sich in parallelen Ebenen (E1, E2) U-förmig gestaltet quer zur Längsrichtung
(L) der Brennkraftmaschine erstrecken und einstückig mit dem Boden (4) als Schrauben
aufnehmende Pfeifen (8) ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Stützen (6) bis zur Anschlußebene (A) erstrecken, wobei mindestens eine
Pfeife (8) jeder Stütze (6) diagonal mit einer Pfeife (8) einer benachbarten Stütze
(6) mittels einer Rippe (12) verbunden ist.
2. Ölwanne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützen (6) im Bereich von
mittleren Lagerstühlen (10) angeordnet sind.
3. Ölwanne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützen (6) in unmittelbarer
Anlage mit den Lagerstühlen (10) stehen.
4. Ölwanne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (4) geneigt gegenüber
der Anschlußebene (A) angeordnet ist und parallel zur Rippe (12) verlaufend weitere,
als Ölhobel wirkende Rippen (13, 14) angeordnet sind.
1. Oil pan (1) of a multi-cylinder internal combustion engine, which is held on the lower
part of a horizontally divided crankcase in a horizontal plane of connection (A),
and having supports (6) which extend from a base (4) of the oil pan (1) running in
a substantially flat manner to bearing seats (10) which hold a crankshaft in the crankcase,
the supports (6) being screwed to the bearing seats (10) and extending, designed in
the form of a U, transversely with respect to the longitudinal direction (L) of the
internal combustion engine in parallel planes (E1, E2) and being constructed in one
piece with the base (4) as pipes (8) receiving screws, characterized in that the supports
(6) extend as far as the plane of connection (A), at least one pipe (8) of each support
(6) being connected diagonally to a pipe (8) of an adjacent support (6) by means of
a rib (12).
2. Oil pan according to Claim 1, characterized in that the supports (6) are arranged
in the region of central bearing seats (10).
3. Oil pan according to Claim 1, characterized in that the supports (6) bear directly
against the bearing seats (10).
4. Oil pan according to Claim 1, characterized in that the base (4) is arranged inclined
with respect to the plane of connection (A) and further ribs (13, 14) acting as an
oil plane are arranged running parallel to the rib (12).
1. Carter d'huile (1) pour moteur à combustion interne multicylindre, maintenu dans un
plan de raccordement (A) horizontal sur la partie inférieure d'un carter de vilebrequin
divisé horizontalement, et avec des tubulures (6), s'étendant depuis un fond (4) de
carter d'huile (1), d'allure pratiquement plane vers des sièges de palier (10), maintenant
un vilebrequin dans le carter de vilebrequin, les tubulures (6) étant vissées aux
sièges de palier (10) et s'étendant dans des plans parallèles (E1, E2), avec une configuration
en U, transversalement par rapport à la direction longitudinale (L) du moteur à combustion
interne et réalisées d'un seul tenant avec le fond (4), sous forme de pipes (8) recevant
des vis, caractérisé en ce que les tubulures (6) s'étendent jusqu'au plan de raccordement
(A), au moins une pipe (8) de chaque appui (6) étant reliée diagonalement à une pipe
(8) d'un appui (6) voisin, au moyen d'une nervure (12).
2. Carter d'huile selon la revendication 1, caractérisé en ce que les tubulures (6) sont
disposées dans la zone des sièges de palier (10) centraux.
3. Carter d'huile selon la revendication 1, caractérisé en ce que les appuis (6) sont
placés en appui direct sur les sièges de palier (10).
4. Carter d'huile selon la revendication 1, caractérisé en ce que le fond est incliné
par rapport au plan de raccordement (A) et d'autres nervures (13, 14) sont disposées,
s'étendant parallèlement à la nervure (12) et agissant comme des écopes à huile.

