[0001] Die Erfindung betrifft eine Anlage zur maschinellen Mauerwerksfertigung mit einer
Wendevorrichtung, die mehrere zur Anordnung innerhalb einer Bausteinschicht bestimmte
Bausteine unter Beachtung gegenseitiger Abstände aufnimmt, festhält, gemeinsam um
eine in einem Abstand parallel zur herzustellenden Mauer verlaufende horizontale Achse
schwenkt und mit der Oberseite nach unten versetzt.
[0002] Eine Wendevorrichtung dieser Art ist aus dem deutschen Patent 35 20 788 bekannt.
Diese Einzelvorrichtung wird im wesentlichen von Hand beschickt. Der Arbeiter nimmt
die Bausteine mittels eines speziellen Hebezeuges einzeln von der angelieferten Palette
und fügt damit die Bausteinreihe auf dem als Wendevorrichtung dienenden Wendetisch
zusammen. Sofern Mauerwerksöffnungen vorzusehen sind, werden die Abstände der Steine
vermessen. Andere Steine werden, jeweils dem Verlegeplan folgend, mittels einer Steinsäge
gekürzt. Nachteilig ist dabei, daß während der Zeit des Zusammenfügens der Bausteinschicht
der Wendetisch stillstehen muß; die Zeit zum Versetzen einer Bausteinreihe sich also
aus der Zusammenfügezeit und der Wende- und Verfahrzeit addiert.
[0003] Aus der genannten Patentschrift ist es zwar ferner bekannt, im Sinne einer Teilautomation
das Zusammenfügen der Bausteinschicht auf dem Wendetisch selbst vorzunehmen mit Hilfe
einer in Längsrichtung fördernden Rollenbahn. Das mag zwar die Zusammenfügezeit verkürzen,
ändert jedoch nichts daran, daß die Bewegungszeiten des Wendetisches dazu addiert
werden müssen, um die Gesamtzeit für das Versetzen einer Bausteinschicht zu erhalten.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Fertigung von Mauerwerksscheiben mit
einer solchen Vorrichtung zu beschleunigen und darüber hinaus eine Anlage zur rationellen
Weiterbearbeitung der gefertigten Mauerwerksscheiben zu schaffen.
[0005] Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Anlage der einleitend bezeichneten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß eine stationäre Vorrichtung zum Zusammenfügen der Bausteinschicht
und eine Übergabevorrichtung zur gemeinsamen Verlagerung der vorbereiteten Bausteinschicht
auf die Wendevorrichtung vorgesehen ist. Dadurch werden das Zusammenfügen und das
Versetzen zeitlich entkoppelt, d. h. die entsprechenden Vorrichtungen können wenigstens
teilweise gleichzeitig arbeiten, was deren Ausnutzungsgrad erhöht und die Leistung
der Anlage steigert.
[0006] Es wird vorgeschlagen, daß die Übergabevorrichtung in die Wendevorrichtung integriert
ist, indem diese als Klemmrahmen ausgebildet ist, der sich von oben um die vorbereitete
Bausteinschicht legt. Der Rahmen tritt in diesem Fall an die Stelle des Wendetisches,
auf den die Bausteine aufgelegt werden müssen. Der Rahmen kann demgegenüber die Bausteine
an seiner Unterseite aufnehmen und an seiner Oberseite, die im gewendeten Zustand
unten liegt, abgeben. Dabei kann es erforderlich sein, den Klemmrahmen innerhalb der
Tragkonstruktion, die ihn mit der Wendewelle verbindet, in radialer Richtung verschiebbar
und antreibbar zu lagern.
[0007] Eine andere bevorzugte Ausführungsform der Übergabevorrichtung besteht darin, daß
diese ein höhenverfahrbarer, mit Klemmvorrichtungen ausgestatteter Wendetisch ist,
der die vorbereitete Bausteinschicht aufnimmt, schwenkt und nach Einstellen der richtigen
Höhe zurückschwenkt und auf einem zweiten Wendetisch absetzt, der seinerseits die
Mauer aufbaut. Dabei wird man vorzugsweise die Vorrichtung zum Zusammenfügen der Bausteinschicht
so anordnen, daß sie sich unter dem in Beschickungsstellung befindlichen zweiten Wendetisch
befindet. Die Achse des ersten Wendetisches verläuft und bewegt sich in einer Parallelebene
zur herzustellenden Mauer, die jedoch von dieser Mauer weiter entfernt ist als die
Achse des zweiten Wendetisches. Die Wendetische werden so gesteuert, daß der erste,
die Bausteinschicht aufnehmende Wendetisch zunächst aus dem Bewegungsbereich des zweiten
Wendetisches herausgeschwenkt wird. Sodann fährt der erste Wendetisch hoch oder der
zweite Wendetisch so weit nach unten, daß die Übergabe der Bausteinschicht erfolgen
kann.
[0008] Die Vorrichtung zum Zusammenfügen der Bausteinschicht umfaßt vorzugsweise ein in
Schritten programmgesteuertes Förderband und einen programmgesteuerten Steinleger,
der die Bausteine nacheinander von einem Vorrat aufnimmt und in gleicher Lage an immer
gleicher Stelle auf dem Förderband ablegt. Das Förderband fährt dann jeweils um eine
Steinlänge oder um eine zusätzliche Länge weiter, falls eine Mauerwerksöffnung gebildet
werden soll.
[0009] Zur Vermeidung von Handarbeit im Zusammenhang mit dem Sägen von Bausteinen wird weiter
vorgeschlagen, daß eine programmgesteuert in Bausteinlänge verfahrbare Steinsäge vorgesehen
ist, um einen auf dem Förderband abgelegten Baustein erforderlichenfalls zu kürzen.
Insbesondere kann der zu kürzende Baustein mittels einer Wendevorrichtung vom Förderband
zur Steinsäge und wieder zurück befördert werden, wobei der abgesägte und nicht benötigte
Teil des Bausteins seitlich ausgestoßen wird. Alle diese Vorgänge können mit Hilfe
von an sich bekannten Antriebsvorrichtungen nach einem individuellen Programm gesteuert
werden, das im Zuge der Arbeitsvorbereitung anhand des Bauplans aufgestellt wird.
[0010] Ein weitergehender entscheidender Rationalisierungsschritt bei dieser individuell
planbaren Fertigteilbauweise besteht darin, daß die Mauerscheiben auf Transportwagen
erstellt werden, die in einem Rundkurs durch mehrere Ausbaustationen befördert werden
können. Vorteilhaft ist es, wenn die Transportwagen karussellartig um 180° gedreht
werden können, so daß mittels einer stationären Mauermaschine zwei parallele Mauern
darauf erstellt werden können. In einer ersten Ausbaustation sollten die Mauern mit
den erforderlichen Transportgerüsten oder Aufhängearmierungen versehen werden. Bei
den weiteren Ausbaustationen ist an die einzelnen Baugewerke zu denken, z. B. an das
Einsetzen der Fenster, den Einbau von Teilen der Elektro- und Wasserinstallation,
das Verputzen der Wandflächen, den Einbau der Rolläden u. dgl. Dadurch werden wesentliche
Einsparungen an Arbeitszeit erzielt, da die Monteure nicht an wechselnde Arbeitsplätze
fahren müssen. Der Materialtransport entfällt, da die Materiallager längs des Rundkurses
der Transportwagen vorgesehen sind. Die Arbeitsbedingungen sind wesentlich besser,
da schwere körperliche Arbeit entfällt, die Unfallgefahr reduziert wird und die Umgebungsbedingungen
(beheizte Halle) besser sein können. Trotzdem kann durch die vorgeschlagene Anlage
das bisherige individuelle Bausystem, d. h. die individuelle Planung und die Verwendung
verschiedener Wanddicken und Bausteine, erhalten bleiben.
[0011] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
erläutert. Im einzelnen zeigt
- Fig. 1
- die Ansicht einer Anlage zur Mauerwerksfertigung im engeren Sinne mit je einer Vorrichtung
zum Zusammenfügen, Übergeben und Versetzen der Mauersteine in Achsrichtung bzw. Mauerlängsrichtung
gesehen,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht der Vorrichtung zum Zusammenfügen der Mauersteine nach Fig. 1 einschließlich
einer Zuförder-Vorrichtung und einer Steinsäge, ohne die Wendetische, in kleinerem
Maßstab,
- Fig. 3
- eine Draufsicht der Anordnung nach Fig. 2 und
- Fig. 4
- einen Grundriß einer um die Ausbaustationen erweiterten Gesamtanlage zur Mauerwerksfertigung
in kleinerem Maßstab.
[0012] Fig. 1 zeigt links eine angefangene Mauerscheibe 1 in Stirnansicht und rechts davon
zwei Doppelpfeiler 2 und 3, die zu zwei Portalgerüsten gehören, in denen die horizontalen
Wellen 4 und 5 zweier Wendetische 6 und 7 höhenverfahrbar und drehbar aufgenommen
sind. Die einzelnen Fahr- und Schwenkantriebe der Wendetische sind nicht gezeigt.
Zwischen den Doppelpfeilern 2 und 3 und höhenmäßig unterhalb der Mauer-Auflagefläche
8, die gemäß Fig. 4 als Transportwagen ausgebildet sein kann, befindet sich ein horizontales
Förderband 9, das sich wie die Wellen 4 und 5 parallel zur Mauerscheibe 1 erstreckt.
Die Wendetische 6 und 7 haben schematisch angedeutete Klemmvorrichtungen, bestehend
aus je einer am Wendetisch befestigten Anschlagleiste 10 und radial beweglichen Klemmleisten
11, die eine Anzahl hintereinander gelegter Bausteine 12, die eine gemeinsam zu versetzende
Bausteinschicht bilden, an dem betreffenden Wendetisch liegend oder hängend festhalten.
Schließlich zeigt Fig. 1 noch einen in gewünschter Höhe über der Mauerkrone hin und
her fahrenden Mörtelspender 13.
[0013] In den Figuren 2 und 3 ist insbesondere die Zusammenfüge-Vorrichtung für die Bausteinschicht
gezeigt. Ihre Basis bildet das Förderband 9, welches erkennbar länger als die Wendetische
und die zu fertigende Mauerscheibe ist. Neben dem Förderband, an der Stirnseite der
Mauerscheibe 1, ist der Stellplatz einer Palette 14, von der die angelieferten Bausteine
mittels eines Greifers 15 entnommen und vorne auf das Förderband 9 einzeln aufgelegt
werden. Der Greifer arbeitet roboterartig mit vollautomatischer elektronischer Steuerung,
was insofern möglich ist, als jede Palette gleichviel Bausteine in der gleichen Anordnung
enthält. Vorzugsweise handelt es sich um Hochlochziegel, die in Extrudierrichtung
wenigstens eine größere Öffnung 16 aufweisen, in welche der Greifer einstößt und sich
spreizt. Der Baustein wird dann vom Greifer um 90° gewendet und mit der Öffnung 16
nach oben auf das Förderband 9 gelegt.
[0014] Um die Wege des Greifers 15 zu minimieren, ist vorgesehen, daß die Palette auf einem
Hubtisch 16a liegt, der nach dem Abräumen je einer Bausteinschicht um eine Bausteinhöhe
hochfährt. Die vollen Paletten werden auf einer Seite herangefördert und rechtwinklig
dazu werden die leeren Paletten entnommen.
[0015] In Verlängerung des Förderbandes 9 nach links befindet sich eine kleinere Wendevorrichtung
mit einem Wendetisch 17 und quer zum Förderband 9 verlaufender horizontaler Welle
18. Diese Wendevorrichtung dient dazu, falls nach dem Bauplan vorgesehen, einen Baustein
von der Auflegestelle am Anfang des Förderbands abzunehmen und nach dem Wenden um
180° in den Bereich einer Steinsäge 19 zu bringen, deren Sägeblatt mit 20 bezeichnet
ist. Die Vorschubrichtung der Steinsäge beim Sägen verläuft quer zum Förderband. Andererseits
ist die ganze Säge auf einem entsprechenden Schlitten in Förderbandrichtung programmgesteuert
um genau festlegbare Längen verstellbar. Die nicht gezeigten Klemmvorrichtungen am
Wendetisch 17 bewegen sich quer zum Förderband, also in Richtung der Wendewelle 18.
Auf diese Weise kann nach dem Sägevorgang der verbleibende verkürzte Stein unabhängig
von seiner Länge sicher festgehalten und wieder auf das Förderband 9 zurückgelegt
werden. Während des Sägens muß der Baustein allerdings zusätzlich so auf dem Wendetisch
17 festgehalten werden, daß das Sägeblatt nicht behindert wird. Die vorerwähnte Klemmvorrichtung
muß dazu nach unten wegtauchen. Eine weitere nicht dargestellte Vorrichtung stößt
den abgetrennten und nicht benötigten Teil des Bausteins vom Wendetisch 17 und fördert
ihn weg.
[0016] Nach dem endgültigen Auflegen eines ganzen oder abgesägten Bausteins auf das Förderband
9 bewegt sich dieses jedesmal schrittweise so weit nach rechts, daß sich die plangemäße
Bausteinschicht, mit oder ohne Lücke für die vorgesehene Maueröffnung, bildet. Ist
die Bausteinschicht komplett, fährt das Förderband noch ein Stück weiter und bringt
sie in den Griffbereich des Wendetisches 7.
[0017] Zusammenfassend ergibt sich bei der beschriebenen Anlage der folgende Arbeitsablauf:
Die erste auf dem Förderband 9 zusammengefügte Bausteinschicht wird von dem Wendetisch
7 aufgenommen, indem dieser nach links schwenkt und sich auf die Bausteinschicht legt,
wonach seine Klemmvorrichtung 10, 11 schließt. Danach schwenkt der Wendetisch 7 jedenfalls
so weit nach rechts und fährt so weit nach oben, daß der Wendetisch 6 in seine rechte
Stellung schwenken kann, in welcher seine Aufnahmefläche nach oben gewendet ist, und
ggf. ein Stück weit nach unten fahren kann. Das Förderband 9 wird indessen, sofort
nach Erreichen seiner Entladestellung, neu beschickt. Wenn der Wendetisch 6 die in
ausgezogenen Linien wiedergegebene Stellung erreicht hat und der Wendetisch 7 um eine
Bausteinhöhe höher daneben steht, kann die Übergabe erfolgen. Der Wendetisch 7 schwenkt
dazu nach links und legt die Bausteinschicht auf dem Wendetisch 6 ab. Die Klemmvorrichtung
des Wendetischs 6 schließt und diejenige des Wendetischs 7 öffnet. Sobald der Wendetisch
7 wieder nach rechts zurückgeschwenkt ist, schwenkt der Wendetisch 6 um 180° nach
links und fährt so weit nach unten, daß die hängende Bausteinschicht auf der Auflagefläche
8 abgelegt wird. Ggf. ist auf dieser vorher mittels des Mörtelspenders 13 ein Mörtelbett
bereitet worden. Der Wendetisch 6 schwenkt dann wieder um 180° zurück und fährt so
weit nach oben, daß der inzwischen nach unten gefahrene Wendetisch 7 sich unbehindert
die nächste, inzwischen zusammengefügte Bausteinschicht abholen kann. So wird Schicht
für Schicht versetzt, bis die Mauerscheibe 1 fertig ist und abtransportiert werden
kann. Eine genaue Programmsteuerung der einzelnen Bewegungsabläufe stellt deren zeitliche
Koordinierung sicher und gewährleistet ein unterbrechungsfreies Arbeiten sämtlicher
Komponenten, was letztlich zu einer außerordentlich hohen Fertigungsgeschwindigkeit
führt.
[0018] Durch das Programm wird auch festgelegt, in welcher Höhe die Übergabe der Bausteinschicht
vom Wendetisch 7 auf den Wendetisch 6 erfolgen soll. Dies kann eine unveränderte Position
in mittlerer Höhe sein, wie in Fig. 1 angedeutet. Die Übergabe kann aber auch in jeweils
unterschiedlicher Höhe erfolgen, so daß nach der Übergabe der Wendetisch 6 zum Versetzen
der Bausteinreihe auf die Mauer keinen größeren Fahrweg in Höhenrichtung zurücklegen
muß.
[0019] Die erweiterte Fertigungsanlage nach Fig. 4 weist eine rechteckige Gleisanlage 21
auf, welche einzelne Transportwagen 22 vorzugsweise im Umlauf in Pfeilrichtung befahren.
Die Räder der Transportwagen sind um vertikale Achsen schwenkbar und werden beim Übergang
von den Schmalseiten des Rechtecks auf die Längsseiten oder umgekehrt um 90° geschwenkt.
Außerdem sind die Tragtische der Transportwagen 22 auf den Grundgestellen zwischen
zwei entgegengesetzten Stellungen karussellartig schwenkbar. Auf diese Weise ist es
möglich, mittels der in dieser Figur insgesamt mit 23 bezeichneten Mauerfertigungsanlage
zwei Mauerscheiben auf einem Transportwagen 22 zu erstellen. Da diese Anlage stationär
ist, wird der Transportwagen 22 nach Fertigstellung der ersten Mauerscheibe ein Stück
weit weggefahren und nach Drehen des Tisches um 180° wieder an die Anlage herangerückt.
Das anschließende Gleisstück mit großer Spurbreite dient als Stauraum für mehrere
Transportwagen mit fertigen Mauerscheiben.
[0020] Im weiteren Verlauf des Rundkurses folgen nun mehrere Stationen, in denen die Mauerscheiben
höhere Vorfertigungsstadien erreichen. In einer ersten Station 24 werden vertikale
Armierungsstäbe eingebracht und mit Beton vergossen, welche die Transporttüchtigkeit
der Mauerscheibe gewährleisten und z. B. Befestigungspunkte für die Kranösen bieten.
Hier, wie bei den weiteren Stationen, können stationäre Arbeitsgerüste 25 vorgesehen
sein, um ein bequemes Arbeiten zu ermöglichen. In der nächsten Station 26 werden die
bei manchen Mauerscheiben erforderlichen Betongurte aufgebracht. Das Lager für die
dazu erforderlichen Schalungen ist mit 27 bezeichnet. In der dritten Station 27 werden
Fenster eingesetzt und soweit erforderlich Elektro- und Sanitärinstallationen angebracht.
Ein Fensterlager ist mit 28 bezeichnet. In der vierten Station 29 werden die Wandflächen
verputzt, insbesondere vergipst, wozu die Mauerscheibe vorteilhafterweise in horizontale
Lage gebracht wird. Die dazu erforderlichen Aufnahme- und Schwenktische können in
dieser Station vorgesehen sein. Ein Gipslager ist mit 30 bezeichnet. In einer fünften
Station 31 werden in diesem Beispiel schließlich noch die Rolladen eingebaut.
[0021] Die Transportwagen 21 werden dann entweder zu einem Fertiglager aus dem Rundkurs
herausgeführt oder in einer nicht dargestellten Entladestation entleert und zur Aufnahme
weiterer Mauerscheiben vorbereitet. Diese Leerwagen werden dann wieder der Mauerfertigungsanlage
23 zugeführt.
- 1
- Mauerscheibe
- 2
- Doppelpfeiler
- 3
- Doppelpfeiler
- 4
- Welle
- 5
- Welle
- 6
- Wendetisch
- 7
- Wendetisch
- 8
- Mauer-Auflagefläche
- 9
- Förderband
- 10
- Anschlagleiste
- 11
- Klemmleiste
- 12
- Baustein
- 13
- Mörtelspender
- 14
- Palette
- 15
- Greifer
- 16
- Öffnung
- 16a
- Hubtisch
- 17
- Wendetisch
- 18
- Welle
- 19
- Steinsäge
- 20
- Sägeblatt
- 21
- Gleisanlage
- 22
- Transportwagen
- 23
- Mauerfertigungsanlage
- 24
- 1. Station
- 25
- Gerüst
- 26
- 2. Station
- 27
- 3. Station
- 28
- Fensterlager
- 29
- 4. Station
- 30
- Gipslager
- 31
- 5. Station
1. Anlage zur maschinellen Mauerwerksfertigung mit einer Wendevorrichtung, die mehrere
zur Anordnung innerhalb einer Bausteinschicht bestimmte Bausteine unter Beachtung
gegenseitiger Abstände aufnimmt, festhält, gemeinsam um eine in einem Abstand parallel
zur herzustellenden Mauer verlaufende horizontale Achse schwenkt und mit der Oberseite
nach unten versetzt, dadurch gekennzeichnet, daß eine stationäre Vorrichtung (9) zum
Zusammenfügen der Bausteinschicht und eine Übergabevorrichtung (7) zur gemeinsamen
Verlagerung der vorbereiteten Bausteinschicht auf die Wendevorrichtung (6) vorgesehen
ist.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Übergabevorrichtung in die
Wendevorrichtung integriert ist, indem diese als Klemmrahmen ausgebildet ist, der
sich von oben um die vorbereitete Bausteinschicht legt.
3. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Übergabevorrichtung ein höhenverfahrbarer,
mit Klemmvorrichtungen (10, 11) ausgestatteter Wendetisch (7) ist, der die vorbereitete
Bausteinschicht aufnimmt, schwenkt und nach Einstellen der richtigen Höhe zurückschwenkt
und auf einem zweiten Wendetisch (6) absetzt, der seinerseits die Mauer (1) aufbaut.
4. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Zusammenfügen
der Bausteinschicht ein in Schritten programmgesteuertes Förderband (9) und einen
Steinleger (15) umfaßt, der die Bausteine (12) nacheinander von einem Vorrat (14)
aufnimmt und in gleicher Lage an immer gleicher Stelle auf dem Förderband (9) ablegt.
5. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine programmgesteuert in Bausteinlängsrichtung
verfahrbare Steinsäge (19) vorgesehen ist, um einen auf dem Förderband (9) abgelegten
Baustein erforderlichenfalls zu kürzen.
6. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der zu kürzende Baustein mittels
einer Wendevorrichtung (17, 18) vom Förderband (9) zur Steinsäge (19) und wieder zurück
befördert wird.
7. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mauerscheiben (1) auf Transportwagen
(22) erstellt werden, die in einem Rundkurs (21) durch mehrere Ausbaustationen (24,
26, 27, 29, 30) befördert werden können.