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(11) |
EP 0 456 599 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.05.1998 Patentblatt 1998/22 |
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Anmeldetag: 12.04.1991 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: D03D 41/00 |
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Reihenfachwebmaschine
Linear shed multiphase loom
Métier à tisser multiphasé à foule linéaire
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE FR IT |
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Priorität: |
11.05.1990 CH 1598/90
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.11.1991 Patentblatt 1991/46 |
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Patentinhaber: SULZER RÜTI AG |
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CH-8630 Rüti (CH) |
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Erfinder: |
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- Steiner, Alois
CH-8739 Rieden (CH)
- Koch, Walter
CH-8630 Rüti (CH)
- Grimm, Peter
CH-8630 Rüti (CH)
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| (74) |
Vertreter: Hammer, Bruno, Dr. et al |
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c/o Sulzer Management AG
KS/Patente/0007 8401 Winterthur 8401 Winterthur (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 093 078 EP-A- 0 196 349
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EP-A- 0 137 071
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Reihenfachwebmaschine gemäss dem Oberbegriff des Anspruches
1 sowie ein Verfahren zum Betrieb derselben.
[0002] In der EP-A 093 078 ist eine Reihenfachwebmaschine mit einem Webrotor, der mit Hoch-
oder Tieffach festlegende Führungselemente und den Führungselementen zugeordnete Anschlagkämme
aufweist und mit Legeelementen beschrieben, die als Zahnstangen ausgebildet sind,
deren Zahnzwischenräume als Führungen für die Kettfaden dienen, um die Kettfäden jeweils
den Führungselementen zuzuordnen. Die Führungselemente sind mittels zweiten Zahnstangen
auf dem Webrotor positioniert, wobei die ersten und zweiten Zahnstangen gleich ausgebildet
sind. Dadurch ergibt sich eine hohe Übereinstimmung zwischen der Teilung der Führungselemente
und derjenigen der Kettfäden und folglich ein optimal geordneter Verlauf der Kettfäden
von den Legeelementen zum Webrotor. Hierbei wird die Wirkung der an den Legeelemente
vorbeirotierenden Hoch- und Tief führung auf die Kettfäden und beim Abzug derselben
vom Kettbaum nicht berücksichtigt.
[0003] Beim Abzug der Kettfäden vom Kettbaum treten Zugspannungsschwankungen in den Kettfäden
auf, die eine Schwankung im Kettfadenverzug zur Folge haben. Diese Schwankungen werden
durch die konstruktive Ausbildung des Webrotors und dessen Funktionsweise bestimmt
und zwar dadurch, ob der Ein- bzw. Austritt eines Kettfadens in bzw. aus dem Webrotor
auf den gleichen z. B. Hochführungen oder unterschiedlichen z. B. Hoch- bzw. Tiefführung
erfolgt. Die Schwankungen im Kettfadenverzug beeinflussen den Spannungsverlauf im
Kettfaden während der Anschlagbewegung, was eine nicht gewünschte Kettstreifigkeit
zur Folge hat, die als systematische Abweichung des Abstandes zweier benachbarter
Kettfäden von einem mittleren Kettfadenabstand im Gewebe verstanden wird.
[0004] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung wie sie in den Patentansprüchen
gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe, die Kettstreifigkeit zu reduzieren und ein homogeneres
Gewebe herzustellen.
[0005] Der Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, dass durch sie auch Gewebe mit dichteren
Kettfadenabständen ohne Auftreten von Kettstreifigkeit auf Reihenfachwebmaschinen
herstellbar sind.
[0006] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben. Es
zeigt:
- Fig. 1
- Einen schematischen Schnitt durch den Webrotor einer Reihenfachwebmaschine mit dem
Kettfadenverlauf von den Legeelementen bis zur Gewebeanschlagkante;
- Fig. 2
- eine graphische Darstellung für die Abhängigkeit der Schwankungen des Kettfadenverzugs
vom Einlegeort am Umfang eines Webrotors;
- Fig. 3a,b
- schematisch im abgewickelten Zustand den Kettfadenlauf an der Grenze zwischen zwei
Kettfadengruppen;
- Fig. 4
- schematisch im abgewickelten Zustand Kettfadenläufe und Anordnungen von Anschlagkämmen
für das Zusammenlegen von den benachbarten Kettfäden von zwei Fadengruppen beim Anschlagen;
- Fig. 5a
- schematisch im abgewickelten Zustand einen Kettfadenlauf und eine Anordnung für einen
doppelten Anschlagkamm;
- Fig. 5b
- schematisch im abgewickelten Zustand einen Kettfadenlauf und eine Anordnung für doppelte
Anschlagkämme, bei der die aufeinander folgenden Hauptkämme jeweils um eine halbe
Kammteilung zueinander versetzt sind, und
- Fig. 6
- schematisch im abgewickelten Zustand einen Kettfadenlauf bei einem vor dem Schussanschlag
kurzzeitig eingetauchten Richtkamm.
[0007] In den Figuren ist der Kettfadenlauf und die Fachbildung im Bereich des Webrotors
11 einer Reihenfachwebmaschine gezeigt.
[0008] In Fig. 1 ist der Webrotor 11 in Umfangsrichtung abwechselnd mit zwölf fachbildenden
Führungselementen 12 und mit zwölf Anschlagkämmen 15 bestückt. Die Anschlagkämme 14
weisen Lücken 25 auf, in die, abgesehen vom Geweberand, jeweils zwei Kettfäden eingelegt
werden, während die Seitenführung durch Zinken 23 erfolgt. Die lichte Weite 26 einer
Lücke 25 entspricht etwa der doppelten Breite 27 eines Zinkens und die Kammteilung
29 entspricht dem Zweifachen der idealen Kettfadenteilung. Die Führungselemente 12
besitzen Hochführungen 19 und Tiefführungen 20, in denen jeweils mehrere Kettfäden
eingelegt sind, um auch bei kleinen mittleren Kettfadenabständen 41 Raum für Seitenbegrenzungen
von Hochführungskanälen 35 und Tiefführungskanälen 36 zu schaffen. Ein Grossteil der
in einem Hochführungskanal 35 oder Tiefführungskanal 36 eingelegten Kettfäden ist
gegenüber seiner idealen Anschlagposition quer zur Drehrichtung 10 ausgelenkt und
muss für das Anschlagen in die ideale Position zurückgebracht werden. Der Abstand
zwischen Hochführung 19 und Tiefführung 20 entspricht der Höhe vom Fach 14 und ist
so gross gewählt, dass ein Schusskanal 13 für einen Schussfaden 9 darin untergebracht
ist. Der Kammabstandwinkel a, der auch dem Abstandswinkel der Führungselemente 12
entspricht, beträgt in diesem Fall 1/12 von 360°, d.h. 30°. Um mehrere Schussfäden
9 gleichzeitig einbringen zu können, werden mehrere Fächer 14 gebildet, in denen Legeelemente
31 entgegen der Drehrichtung 10 des Webrotors 11 am Umfang in einem Abstand der Grössenordnung
von mehreren Kammabstandswinkeln a angeordnet sind. Die Legeelemente 31 sind in einem
Abstand 32 von weniger als 2 mm zu den höchsten Punkten der Anschlagkämme und parallel
zu der Achse des Webrotors 11 angeordnet. Sie bestehen aus Schienen mit Führungslöchern
im Abstand des Kettfadenrapports. Mit einer Schiene werden z.B. die Kettfäden 8, 8',
8" usw. quer zur Drehrichtung 10 des Webrotors 11 nach einem Programm gesteuert und
koordiniert zur Rotation des Webrotors 11 in für das Einlegen vorgesehene Lücken der
Anschlagkämme 10 und der Führungselemente 12 eingelegt. Die Legelemente 31 legen ihre
Kettfäden abwechselnd in Hochführungen 19 und Tiefführungen 20, damit Fächer 14 gebildet
werden. Ausserdem legen sie die Kettfäden in die zum Anschlagen an das Gewebe vorgesehenen
Lücken 25 der Anschlagkämme 15.
[0009] Die an den Legeelementen 31 vorbeirotierenden Hochführungen 19, Tiefführungen 20
und die Lücken 25 der Anschlagkämme laufen in die von den Legeelementen 31 tangential
angelieferten Kettfäden 1-8, 1'-8' usw. hinein und kämmen diese in Drehrichtung 10
durch, bis sie von den Kettfäden in Richtung Gewebeanschlagkante 18 verlassen werden.
Bei der Annäherung an die Gewebeanschlagkante 18 werden die inzwischen eingeschossenen
Schussfäden 9 zwischen den Kettfäden 1-8, 1'-8' usw. gefangen und von den Kettfäden
entlang Schlitzen 34 aus dem Schusskanal 13 gehoben. Gleichzeitig verlieren die Hochführungen
19 und Tiefführungen 20 ihre Wirkung als seitliche Führung und geben den Kettfäden
die Möglichkeit, sich unter der herrschenden Vorspannung zwischen Gewebeanschlagkante
18 und den nachfolgenden Anschlagkämmen 15 quer zur Drehrichtung 10 neu auszurichten.
Mit dem Anschlagen des vor dem Anschlagkamm 15 hergestossenen Schussfadens 9 sind
die Kettfäden im Gewebe 30 seitlich fixiert. Die Kettstreifigkeit des Gewebes 30 spiegelt
wider, wie gut es gelingt, die Kettfäden vor dem Anschlagen der Schussfäden 9 in einer
gewünschten Form auszurichten. Dies wird umso schwieriger, je mehr Kettfäden aus Platzmangel
beim Anschlagen in einer Lücke 25 eines Anschlagkammes 15 zusammengefasst werden müssen.
[0010] Erfindungsgemäss werden bei Anschlagkämmen 15 mit mindestens zwei Kettfäden pro belegter
Lücke 25 die Lage von Legeelementen 31, die Geometrie und Lage von Kämmen 15, 16,
17, 28, die Lage von Hoch- und Tiefführungen 19, 20 und das Legeprogramm so aufeinander
abgestimmt, dass die Kettstreifigkeit steuerbar ist.
[0011] In Fig. 2 sind die Schwankungen des Kettfadenverzugs δ1 in Millimetern aufgetragen,
die sich mit der Veränderung des Einlegeortes eines Legeelementes 31 längs dem Umfang
eines Webrotors ergeben. Wenn Kettfänden von einem Kettbaum angeliefert werden, erzeugen
die Schwankungen im Verzug Zugspannungsschwankungen in den Kettfäden. Interessant
ist dabei, dass sich der Kurvenverlauf der Schwankungen des Kettfadenverzugs in einem
Abstand, der dem doppelten Kammabstandwinkel a entspricht, wiederholt. Ein Legeelement
31 und ein um 2a am Umfang des Webrotors 11 verschobenes Legeelement 31 haben die
gleiche Wirkung auf die Schwankungen des Kettfadenverzugs und damit der Zugspannungen
im Kettfaden, die im wesentlichen durch die Schwankung der Anzahl der im Eingriff
befindlichen Hoch-bzw. Tiefführungen 19, 20 für diesen Kettfaden entstehen. Der mit
einem geradzahlingen Vielfachen vom Kammabstandswinkel α und einem Spannungswinkel
x definierte Einbauort eines Legeelementes 31 entspricht einem Winkelabstand 2na +
x zur Gewebeanschlagkante 18. Er bestimmt nicht nur die Spannungsschwankungen δσ =
f (δ1) in Abhängigkeit vom grössten und vom kleinsten Kettfadenverzug, sondern auch
den zeitlichen Spannungsverlauf während des Neuausrichtens der Kettfäden von der seitlichen
Freigabe durch Hoch- und Tiefführungen 19, 20 bis zum Anschlagen des Schusses 9 durch
einen nachfolgenden Kamm 15. Zum Ausrichten der Kettfäden während der Anschlagbewegung
wird durch den Winkelabstand 2nα + x des Legeelementes 31 ein gewünschter Spannungsverlauf
im Kettfaden erzeugt. Die Legelemente 31 sind in Gruppen 33 möglichst eng am Umfang
des Webrotors 11 gestaffelt, um während den Anschlagens ähnliche Spannungsverläufe
in den Kettfäden zu erzeugen. Sie können dementsprechend zwischen einer Maximalschwankung
δl 38 vom Kettfadenverzug und einer Minimalschwankung δl 39 angeordnet sein.
[0012] Ausserdem wird durch die Wahl des Legeprogramms und durch die Lage von Lücken 25
und Zinken 23 an eingetauchten Kämmen 15, 16, 17, 28 dafür gesorgt, dass Kettfäden
unter passendem Schrägzug 22 gegen die Seitenflächen 24 eines Kammes vor dem Anschlagen
ausgerichtet sind.
[0013] Mit der Anzahl der in einem Hochführungskanal 35 und Tiefführungskanal 36 eingelegten
Kettfäden ist auch der Rapport für das Legen der Kettfäden bestimmt. Mit vier Kettfäden
pro Hochführungs- und Tiefführungskanal 35, 36 wiederholt sich das Legebild in einer
8er Teilung der Kettfäden quer zur Drehrichtung 10 und in Drehrichtung 10 in einem
Winkelabstand von zwei Kammabstandswinkeln α. In den Fig. 3 bis 6 sind typische Legebilder
dargestellt, deren Unterschiede in der Folge beschrieben werden. Die Darstellung entspricht
einer schematischen Abwicklung am Webrotor 11, wobei die Abstände zwischen Kämmen
15 und Führungselementen 13 stark gekürzt sind. Die Kettfäden sind im Bereich eines
Hochführungskanals 35 im Oberfach schwarz ausgezogen, während sie im Bereich eines
Tief führungskanals 36 als unterbrochene Linien dargestellt sind.
[0014] In Fig. 3a sind Anschlagkämme 15 gezeigt, deren Zinken 23 und Lücken 24 zueinander
in Drehrichtung 10 fluchten, wobei in Drehrichtung 10 und quer zur Drehrichtung 10
Zinken 23 mit Zinken 37, die ein Kurzes Profil aufweisen, abwechseln, was beim Einlegen
Platzvorteile bringt. Längs eines Anschlagkammes 15 fluchtet jeder zweite Zinken 23,
37 mit der Mittellinie eines Hoch- oder Tief führungskanals 35, 36. Die lichte Weite
26 der Lücken 25 entspricht in etwa der doppelten Breite 27 eines Zinkens 25, 37.
Die Kammteilung 29 quer zur Drehrichtung 10 entspricht dem doppelten idealen Kettfadenabstand.
Der Kettfadenabstand 41 zwischen zwei benachbarten Kettfäden beim Anschlagen variiert
relativ stark. Besonders zwischen den Kettfaden 2', 1 und zwischen den Kettfäden 7,
8 treten unerwünscht breite Gassen auf. Aehnlich ist die Situation in Fig. 3b, die
sich lediglich durch ein um einen Schussanschlag abweichendes Legebild von Fig. 3a
unterscheidet.
[0015] In den Fig. 4a, b, c sind jeweils die im Gewebe 30 benachbarten Kettfäden, die sich
beim Legevorgang nicht kreuzen, in derselben Lücke 25 eines anschlagenden Kammes 15
eingelegt, wobei sich das Legebild in Fig. 4c um einen Schussanschlag vom Legebild
in Fig. 4b unterscheidet. Im weiteren ist zusammen mit dem Legebild darauf geachtet
worden, dass bei grossem Schrägzug 22 hinter dem anschlagenden Kamm 15 ein Kettfaden
zur Seitenbegrenzung und nicht zur Mitte seiner Lücke 25 hin ausgelenkt wird. Dabei
ist zu berücksichtigen, dass der quer zur Drehrichtung 10 wirksame Kraftanteil sowohl
vom Schrägwinkel 21 als auch vom momentanen Fadenverzug, d.h. der Position seines
Legeelementes 31 abhängig ist. In Fig. 4a sind nicht die Mittellinien der Zinken 23,
sondern die Mittellinien der Lücken 25 eines Anschlagkammes 15 mit den Mittellinien
der Hoch- und Tiefführungskanäle 35, 36 fluchtend angeordnet. Beim gezeigten Anschlagen
erfahren z.B. die Kettfäden 3 und 5 nur eine geringe Kraft zur Mitte ihrer Lücke 25
hin, weil diese mit der nachfolgenden Seitenführung zwischen Hoch- und Tiefführungskanal
35, 36 fluchtet und die Schrägwinkel 21 klein hält, während die restlichen Kettfäden
keinen Schrägzug zur Lückenmitte zeigen.
[0016] Bei einer sehr präzisen und schnellen Einlegebewegung der Legeelemente 31 kann der
Anschlagkamm 15 als Doppelkamm, wie in den Fig. 5a, 5b, ausgeführt werden. Der Doppelkamm
besteht in diesem Fall aus einem Hilfskamm 28, dem in Drehrichtung 10 ein Hauptkamm
16 vorgelagert ist. Die Teilung 29 der Hilfs- und Hauptkämme 28, 16 ist gleich. Diese
sind jedoch um eine halbe Teilung 29 zueinander seitlich versetzt, damit die Kettfäden,
die einen Zinken 23 des Hauptkammes 17 umrahmen, gemeinsam in der nachfolgend fluchtenden
Lücke 25 des Hilfskammes 28 liegen. In der Fig. 5a fluchten die Hauptkämme 17 in Drehrichtung
10 miteinander, während in der Fig. 5b jeder zweite Hauptkamm 16 um eine halbe Kammteilung
29 seitlich versetzt ist.
[0017] In Fig. 6 ist ein Richtkamm 17 gezeigt, der als Einzelkamm ausserhalb vom Webrotor
11 gelagert ist, und bei jedem zweiten Schussanschlag kurzzeitig vor dem Anschlagkamm
15 und vor dem Schussfaden 9 in Eintauchbereiche 42 zwischen den Kettfäden eintaucht,
um diese beim Ausrichten zu unterstützen. Es stehen jeweils zwei Zinken 23 im Abstand
einer Kammteilung 29 nebeneinander und weisen einen Abstand von drei Kammteilungen
zu den nächsten beiden Zinken 23 auf, um im Raster von sich wiederholenden Eintauchbereichen
42 einzutauchen. Um einen Schussanschlag zu den Eintauchbereichen 42 entgegen der
Drehrichtung 10 versetzt, bestehen Eintauchbereiche 43, die um zwei Kammteilungen
seitlich verschoben sind. Diese können entweder durch einen zweiten Richtkamm, dessen
Zinken 23 gegenüber dem ersten Richtkamm um zwei Kammteilungen seitlich versetzt sind,
oder durch den ersten Richtkamm, wenn er im nicht eingetauchten Zustand eine seitliche
Zusatzbewegung von zwei Kammteilungen 29 macht, erreicht werden. Die Zinken des Richtkammes
17 sind zur Erhöhung der Treffsicherheit konisch zulaufend. Die Eintauchbewegung der
Richtkämme 17 kann auch Bewegungsanteile in Drehrichtung 10 enthalten, um einerseits
in eindeutigen Eintauchbereichen 42, 43 eine Trennung der Kettfäden vorzunehmen und
um andererseits möglichst nahe vor dem anschlagenden Kamm 15 eine Richtwirkung zu
erzielen. Ebenso ist es denkbar, hinter einem anschlagenden Kamm 15 in den Spuren
der Zinken 23 Zinken 23 eines Richtkamms 17 eintauchen zu lassen, wobei mit dem Eintauchen
von konisch zulaufenden Zinken 23 Kettfäden bewusst mehr zur Lückenmitte geschoben
werden, als dies durch die Seitenflächen 24 von anschlagenden Zinken 23 geschieht.
1. Reihenfachwebmaschine mit einem Webrotor, der mit quer zu den Kettfäden verlaufenden
Reihen von abwechselnd Hoch- und Tieffach festlegende Führungselementen (12), die
mit einem Abstandwinkel a am Umfang des Webrotors angeordnet sind und sich längs der
Kettfäden so bewegen, dass sie die Kettfäden in ihrer Hoch- oder Tieffachstellung
über einen Fachbildungsbereich halten und mit Anschlagkämmen (15) bestückt ist, die
quer zu den Kettfäden verlaufende Reihen von Zinken (23) bildende Anschlagelemente
aufweisen, welche mit einer vorbestimmten Kammteilung (29) angeordnet und in gleichbleibenden
Abständen den Führungselementen (12) nachgeordnet sind, um koordiniert zur Rotation
des Webrotors mindestens zwei Kettfäden jeweils in eine Lücke (25) zwischen den Anschlagelementen
einzulegen und mit dem jeweiligen Anschlagen von zwei aufeinanderfolgenden Schussfäden
(9) die Kettfäden unter Schrägzug (22) von der Seitenfläche eines Anschlagelementes
quer zur Drehrichtung (10) zu positionieren, wobei aufgrund der geometrischen Anordnung
der Führungselemente und Anschlagelemente während der Rotation des Webrotors eine
periodische Zugspannungsschwankung in einem Abstandswinkel von 2 a vorhanden ist und
mit Legeelementen (31, 33), um jeden Kettfaden nach einem Programm quer zur Drehrichtung
zu verschieben und damit einem das Hoch-oder Tieffach festlegenden Führungselement
zuzuordnen, wobei die Führungselemente jeweils eine Ausnehmung aufweisen, um einen
Schusskanal zum Eintragen von Schussfäden zu bilden, und wobei eine Gewebeanschlagkante
(18) vorgesehen ist, die dem Fachbildungsbereich vorgelagert ist und mit den Anschlagelementen
(23) zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen Legeelemente
und den höchsten Punkte der Anschlagkämme weniger als 2 mm beträgt und dass die Legeelemente
(31, 33) am Umfang des Webrotors (11) bezüglich der Gewebeanschlagkante (18) mit einem
Winkelabstand angeordnet sind, wobei der Winkelabstand ein geradzahliges Vielfaches
von a plus einem Spannungswinkel x beträgt, dessen Wert in Abhängigkeit vom Verlauf
der periodischen Zugspannungsschwankung im Bereich von 10° - 50° auswählbar ist, um
den Einbauort des Legeelementes (31, 33) festzulegen und um zum Ausrichten der Kettfäden
während der Anschlagbewegung einen Soll-Spannungsverlauf im Kettfaden zu erzeugen.
2. Reihenfachwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zweite Legeelemente
(33) am Umfang des Webrotors (11) um geradzahlige Vielfache des Kammabstandswinkel
a bezüglich der ersten Legeelemente (31) versetzt angeordnet sind.
3. Reihenfachwebmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Legeelemente
(31, 33) gruppenweise so angeordnet sind, dass innerhalb einer Gruppe ähnlich grosse
Schwankungen 6 1 des Kettfandenverzuges auftreten.
4. Reihenfachwebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Lücke (25) eine lichte Weite (26) aufweist, die etwa der doppelten Breite (27)
eines Anschlagelementes entspricht, um zwei Kettfäden einzulegen.
5. Reihenfachwebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
der Anschlagkamm (15) Hilfsanschlagelemente (28) aufweist, die in Drehrichtung (10)
den Anschlagelementen (23) nachgeordnet sind, wobei die Hilfsanschlagelemente (28)
mit der Kammteilung zueinander beabstandet und gegenüber diesen um die halbe Kammteilung
quer zur Drehrichtung (10) versetzt angeordnet sind.
6. Reihenfachwebmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass aufeinanderfolgende
Anschlagelemente (23) quer zur Drehrichtung (10) jeweils um eine halbe Teilung zueinander
versetzt angeordnet sind.
7. Reihenfachwebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen
Richtkamm (17) mit konisch zulaufenden Zinken, die in Abhängigkeit der Kammteilung
(29) angeordnet sind, wobei der Richtkamm bezüglich dem Webrotor (11) beweglich gelagert
ist, um die Zinken zwischen die Kettfäden einzutauchen und die Kettfäden zusätzlich
quer zur Drehrichtung des Webrotors (11) auszurichten.
1. A series shed weaving machine with a weaving rotor, which is equipped with rows of
guide elements (12) extending transversely of the warp threads, said guide elements
(12) alternately defining the upper shed and the lower shed and being disposed at
a spacing angle (a) at the periphery of the weaving rotor and so moving along the
warp threads that they hold the latter in their upper or lower shed position by way
of a shedding zone, and with beating-up combs (15) which comprise beating-up elements
which form rows of teeth (22) extending transversely of the warp threads and which
are disposed with a predetermined comb pitch (29) and are disposed at equal intervals
downstream of the guide elements (12) in order to insert, in coordination with the
rotation of the weaving rotor, at least two warp threads at a time into a gap (25)
between the beating-up elements and, with the respective beating-up of two consecutive
weft threads (9), to position the warp threads with slanting-off (22) from the side
surface of a beating-up element transversely of the direction of rotation (10), the
geometric arrangement of the guide elements and beating-up elements resulting in a
periodic fluctuation of the tensile stress in a spacing angle of 2 a during the rotation
of the weaving rotor, and comprising laying elements (31, 33) in order to displace
each warp thread transversely of the direction of rotation in accordance with a program
and hence associate each warp thread with a guide element defining the upper shed
or lower shed, the guide elements each having a recess to form a weft channel for
the insertion of weft threads, and a fabric beat-up edge (18) being provided which
precedes the shedding zone and co-operates with the beating-up elements (23), characterised
in that the distance between laying elements and the highest points of the beating-up
combs is less than 2 mm and in that the laying elements (31, 33) are disposed at the
periphery of the weaving rotor (11) with angular spacing with respect to the fabric
beat-up edge (18), the angular spacing being a even multiple of a plus a tension angle
x, the value of which can be selected in the range from 10° to 50° in dependence on
the curve of the periodic tensile stress variation in order to define the location
of installation of the laying element (31, 33) and in order to produce a set-value
tension in the warp thread in order to align the warp thread during the beating-up
movement.
2. A series shed weaving machine according to claim 1, characterised in that second laying
elements (33) are disposed at the periphery of the weaving rotor (11) in an arrangement
offset by even multiples of the comb spacing angle α with respect to the first laying
elements (11).
3. A series shed weaving machine according to claim 1 or 2, characterised in that the
laying elements (31, 33) are disposed in groups in such manner that within a group
the variations δ 1 of the warp thread stretch occurring are similar in magnitude.
4. A series shed weaving machine according to any one of claims 1 to 3, characterised
in that the gap (25) has a clearance (26) equal to approximately twice the width (27)
of a beating-up element in order to insert two warp threads.
5. A series shed weaving machine according to any one of claims 1 to 4, characterised
in that the beating-up comb (15) has auxiliary beating-up elements (28) which are
disposed downstream of the beating-up elements (23) in the direction of rotation (10),
the auxiliary beating-up elements (28) being spaced from one another by the comb pitch
and being offset from the same by half the comb pitch transversely of the direction
of rotation (10).
6. A series shed weaving machine according to claim 5, characterised in that consecutive
beating-up elements (23) are respectively offset from one another by half the pitch
transversely of the direction of rotation (10).
7. A series shed weaving machine according to any one of claims 1 to 3, characterised
by an aligning comb (17) having conically tapering teeth which are disposed in dependence
on the comb pitch (29), the aligning comb being movable with respect to the weaving
rotor (11) in order to insert the teeth between the warp threads and additionally
align the warp threads transversely of the direction of rotation of the weaving rotor
(11).
1. Métier à tisser multiphasé à foule linéaire, avec un rotor de tissage qui est équipé
d'éléments de guidage (12) fixant des rangées, s'étendant transversalement aux fils
de chaîne, de foules haute et bas alternatives, qui sont disposés suivant un angle
d'écartement a sur le pourtour du rotor de tissage et qui se déplacent le long des
fils de chaîne de façon à maintenir les fils de chaîne dans leur position de foule
haute ou bas par une zone de formation de foule et des peignes de butée (15) qui présentent
des éléments de butée formant des rangées de dents (23) s'étendant transversalement
aux fils de chaîne, et qui sont disposés selon un pas de peigne prédéterminé (29)
et sont disposés suivant des écarts constants à la suite des éléments de guidage (12)
pour placer d'une manière coordonnée, pour la rotation du rotor de tissage, au moins
deux fils de chaîne respectivement dans un interstice (25) entre les éléments de butée
et pour positionner avec la butée respective de deux fils de trame successifs (9)
les fils de chaîne, suivant une traction en biais (22), de la face latérale d'un élément
de butée transversalement à la direction de rotation (10), et du fait de l'agencement
géométrique des éléments de guidage et des éléments de butée il existe pendant la
rotation du rotor de tissage une oscillation périodique des contraintes de traction
suivant un angle d'écart de 2a et avec des éléments à passettes (31, 33) pour pousser
chaque fil de chaîne conformément à un programme transversalement à la direction de
rotation et pour l'associer ainsi à un élément de guidage déterminant la foule haute
ou la foule d'en bas, les éléments de guidage présentant respectivement un évidement
pour former un canal de trame pour l'insertion des fils de trame, et où une arête
de butée de tissu (18) est prévue qui est placée devant la zone de formation de foule
et coopère avec les éléments de butée (23), caractérisé en ce que l'écart entre les
éléments de pose et les points les plus élevés des peignes de butée est inférieur
à 2 mm et en ce que les éléments de pose (31, 33) sont disposés sur le pourtour du
rotor de tissage (11) relativement à l'arête de butée de tissu (18) selon un écart
angulaire, l'écart angulaire représentant un multiple d'un nombre pair de a plus un
angle de tension x dont la valeur peut être choisie en fonction de l'allure de l'oscillation
périodique de la contrainte de traction dans la plage de 10°-50° pour fixer le lieu
de montage de l'élément de pose (31, 33) et pour produire, en vue de l'orientation
des fils de chaîne pendant le mouvement de butée, une allure de tension de consigne
dans le fil de chaîne.
2. Métier à tisser multiphasé à foule linéaire selon la revendication 1, caractérisé
en ce que des deuxièmes éléments de pose (33) sont disposés sur le pourtour du rotor
de tissage (11) suivant un décalage d'un multiple d'un nombre entier de l'angle d'écart
de peigne a par rapport aux premiers éléments de pose (31).
3. Métier à tisser multiphasé à foule linéaire selon la revendication 1 ou 2, caractérisé
en ce que les éléments de pose (31, 33) sont disposés par groupes de façon à produire
à l'intérieur d'un groupe des oscillations d'une grandeur similaire δ1 de l'étirage
du fil de chaîne.
4. Métier à tisser multiphasé à foule linéaire selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que l'interstice (25) a une largeur intérieure (26) qui correspond
à peu près à la largeur double (27) d'un élément de butée pour mettre en place deux
fils de chaîne.
5. Métier à tisser multiphasé à foule linéaire selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que le peigne de butée (15) présente des éléments de butée auxiliaires
(28) qui sont montés, dans la direction de rotation (10), en aval des éléments de
butée (23), les éléments de butée auxiliaires (28) sont espacés suivant le pas de
peigne et sont disposés selon un décalage relativement à celui-ci d'un demi-pas de
peigne transversalement à la direction de rotation (10).
6. Métier à tisser multiphasé à foule linéaire selon la revendication 5, caractérisé
en ce que des éléments de butée successifs (23) sont disposés transversalement à la
direction de rotation (10) respectivement suivant un décalage d'un demi-pas.
7. Métier à tisser multiphasé à foule linéaire selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé par un peigne de dressage (17) avec des dents coniques qui sont disposées
en fonction du pas de peigne (29), le peigne de dressage étant logé mobile relativement
au rotor de tissage (11) pour plonger les dents entre les fils de chaîne et pour orienter
les fils de chaîne additionnellement transversalement à la direction de rotation du
rotor de tissage (11).