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(11) |
EP 0 456 645 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.04.1994 Patentblatt 1994/16 |
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Anmeldetag: 12.01.1990 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9000/013 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9008/610 (09.08.1990 Gazette 1990/19) |
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VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINES MIT EINEM PORÖSEN EINLAGETEIL ZU VERSEHENDEN FORMGUSSTEILES
AUS INSBESONDERE ALUMINIUM
PROCESS FOR MANUFACTURING A CASTING, IN PARTICULAR OF ALUMINIUM, PROVIDED WITH A POROUS
INSERT
PROCEDE DE FABRICATION D'UNE PIECE COULEE, NOTAMMENT EN ALUMINIUM, POURVUE D'UNE INSERTION
POREUSE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
04.02.1989 DE 3903310
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.11.1991 Patentblatt 1991/47 |
| (73) |
Patentinhaber: Mahle GmbH |
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70376 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- RÜHLE, Martin
D-7000 Stuttgart 40 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A-27 542 6
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WO-A-83/02782
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- Patent Abstracts of Japan, Vol 11, Nr 115,(C-415) (2562), 10April 1987; & JP,A, 61257442
(KOBE STEEL LTD) 14 November 1986; see abstract
- Patent Abstracts of Japan, Vol 11, Nr 184 (C-427) (2631), 12 June 1987; & JP, A, 624843(KOBE
STEEL LTD) 10 January 1987; see abstract
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines mit einem porösen nachträglich
auslösbaren Einlegeteil zu versehenden Formgußteiles aus insbesondere Aluminium nach
dem Oberbegriff des Patentanspruchs.
[0002] Ein solchs Verfahren, bei dem derartige Einlegeteile lediglich den Zweck haben, in
dem fertigen Gußteil Hohlräume zu schaffen, wozu die Einlegeteile aus dem fertigen
Gußteil wieder durch beispielsweise Auslösen mit Flüssigkeit entfernt werden, ist
an sich bekannt (CH-436587). Verwendet werden bespielsweise aus gepreßtem Salz hergestellte
Einlegeteile, die sich am fertigen Gußteil gut durch Flüssigkeit auslösen lassen.
Bei solchen gespreßten Salzkernen verbleibt teilweise eine geringe Restporosität,
in die Schmelze, wenn sie unter Druck zur Erstarrung gebracht wird, im Oberflächenbereich
eindringen kann. Beim anschließenden Auslösen des als Gießkern dienenden Einlegeteils
kommt es dann zu einer unerwünschten rauhen und zerklüfteten Oberfläche des in dem
Gußteil zu erzeugenden Hohlraumes.
[0003] Hier eine Verbesserung zu schaffen, ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung.
[0004] Gelöst wird sie durch eine Ausbildung des Verfahrens nach dem kennzeichnenden Merkmal
des Patentanspruchs.
[0005] Wenn ein Einlegeteil Bereiche besitzen soll, die mit Schmelze durchdrungen werden
sollen und Bereiche, die nicht durchdrungen werden sollen, so muß zwischen diesen
beiden Bereichen eine Trennwand vorhanden sein.
[0006] Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung dargestellt, die eine Gießform im Schnitt
zeigt.
[0007] In einer Gießform 1 liegt zur Erzeugung eines Hohlraumes in dem herzustellenden Gußteil
ein auslösbarer Gießkern 2 aus beispielsweise gespreßtem Salz an Rohren 3 an. Der
Speiser 4 der Gießform 1 ist mit einer Druckgasleitung 5 verbunden. Nach dem Füllen
der Form 1 mit einer Aluminiumschmelze 6 ist der Luftzutritt zu dem Gießkern 2 unterbrochen.
Danach wird über die Rohre innerhalb des Gießkerns 2 ein Gasgegendruck zur Verminderung
des Eindringens von Schmelze in die Poren des Gießkerns 2 erzeugt.
1. Verfahren zur Herstellung eines mit einem porösen nachträglich auslösbaren Einlegeteil
(2) zu versehenden Formgußteiles aus insbesondere Aluminium, bei dem das poröse Einlegeteil
(2) in eine Gießform (1) eingelegt, anschließend mit Schmelze (6) umgossen und die
Schmelze (6) sodann unter Druck gesetzt wird, wobei die Schmelze (6) nicht oder zumindest
in Teilbereichen nicht in die Poren des Einlegeteils (2) eindringen soll,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Einlegeteil (2) in den von Schmelze (6) freizuhaltenden Porenbereichen mit
einem Gasdruck beaufschlagt wird, der gleich oder etwas kleiner als der auf die Schmelze
(6) wirkende Penetrationsdruck ist.
1. Method for the manufacture of a shaped casting in particular of aluminium, to be provided
with a porous insert part (2), which can be subsequently dissolved, in which the porous
insert part (2) is placed in a mould (1), then surrounded with molten metal (6) and
the molten metal (6) is then placed under pressure, in which case the molten metal
(6) should not or at least in partial regions not penetrate into the pores of the
insert part (2), characterized in that the insert part (2) is acted upon by gas pressure
in the pore regions to be kept free from the molten metal (6), which pressure is equal
to or somewhat less than the penetration pressure acting on the molten metal (6).
1. Procédé de fabrication d'une pièce coulée, notamment en aluminium, pourvue d'une insertion
(2) poreuse pouvant être enlevée ultérieurement, d'après lequel l'insertion (2) poreuse
est placée dans un moule (1), entourée ensuite de matière fondue (6), après quoi la
matière fondue (6) est mise sous pression, ladite matière fondue (6) ne devant pas
pénétrer, ou du moins pas dans des zones partielles, dans les pores de l'insertion
(2), caractérisé en ce que, à l'intérieur des zones poreuses qui doivent rester exemptes de matière fondue
(6), l'insertion (2) est soumise à une pression de gaz qui est égale ou légèrement
inférieure à la pression de pénétration agissant sur la matière fondue (6).