| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 456 785 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
07.06.1995 Patentblatt 1995/23 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.12.1990 |
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/CH9000/279 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 9107/891 (13.06.1991 Gazette 1991/13) |
|
| (54) |
SCHMUCK-EINSATZ FÜR KÜNSTLICHE FINGERNÄGEL
DECORATIVE INSERT FOR ARTIFICIAL FINGERNAILS
GARNITURE DE PARURE POUR ONGLES ARTIFICIELS
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT CH DE FR GB IT LI SE |
| (30) |
Priorität: |
06.12.1989 CH 4388/89
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
21.11.1991 Patentblatt 1991/47 |
| (73) |
Patentinhaber: Müller, Max |
|
CH-4312 Magden (CH) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Sütterlin, Karl
CH-6016 Hellbühl (CH)
|
| (74) |
Vertreter: Felber, Josef et al |
|
Felber & Partner AG
Dufourstrasse 116
Postfach 105 8034 Zürich 8034 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 062 746 DE-C- 883 975 US-A- 1 368 065
|
DE-A- 2 719 378 FR-A- 2 595 925
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schmuck-Einsatz für künstliche Fingernägel.
Solche künstlichen Fingernägel werden von der Kosmetikbranche in einer enormen Vielfalt
verschiedener Formen, Farben und Grössen angeboten. Sie werden auf die natürlichen
Nägel aufgeklebt und sollen zu einem gepflegten Erscheinungsbild der Finger der Trägerin
beitragen. Solche künstliche Fingernägel sind in der Regel betont lang und ragen dann
etwa 5 bis 15 mm über die Fingerspitze hinaus. Es sind künstliche Nägel bekanntgeworden,
die aus transparentem Kunststoff gefertigt sind und eine einstückig aus diesem Kunststoffmaterial
gearbeitete Lupe in der Fingernagelspitze einschliessen. Eine solche Lupe wirkt als
Schmuck und kann auch als Lesehilfe dienen. Durch diese Idee angeregt entstand der
Wunsch, auch teurere und eigentliche Schmuckstücke als Verzierung auf den Spitzen
der künstlichen Fingernägel zu tragen. Bisher klebte man hierzu geeignete Kleinode
auf die Nägel. Das Aufkleben ist aber mit einem grossen Aufwand verbunden und es besteht
die Gefahr, dass die Klebestelle nicht hält und das Schmuckstück verlorengeht. Aus
der DE-A2'719'378 ist ein Schmuck-Einsatz bekanntgeworden, der aus zwei Teilen besteht.
Zu seinem Einsetzen wird ein kleines Loch aus dem Fingernagel gestanzt. In das Loch
wird eine passende Fassung gesteckt, die oben einen Brillanten oder einen Ziergegenstand
trägt. Die Fassung wird von unten mittels eines auf die Fassung aufgeschraubten Ringes
oder einer aufgesteckten Scheibe gehalten. Dieser Schmuck kann jedoch nur so klein
sein, dass die Querkrümmung des Fingernagels für die Befestigung keine Rolle spielt.
Das gleiche gilt auch für die EP-A-0'062'746. Hier besteht der Schmuck aus einen kleinen
Plättchen, das einen Befestigungsstift mit Widerhaken aufweist, der von oben durch
ein kleines Loch im Fingernagel gesteckt wird. Die vorbekannten Schmuckstücke können
nur relativ klein ausgeführt werden und können insbesondere nicht als Lupe ausgebildet
werden, weil das Aufnahmeloch in Fingernagel stets sehr klein ist. Zweitens ist ihre
Befestigungsart nicht geeignet für wertvolle Schmuckstücke aus echten Edelmetallen,
da die Befestigung zuwenig sicher ist. Vor allem wegen der Gefahr, das Schmuckstück
zu verlieren, gibt es bis heute keine kostbaren Schmuckstücke, die an einem solchen
künstlichen Fingernagel getragen werden können.
[0002] Es ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Schmuck-Einsatz für künstliche
Fingernägel zu schaffen, der auch als Lupe ausgebildet sein kann, einfach und schnell
in der Handhabung ist und nach dem Einsetzen sicher im Nagel hält, so dass keine Gefahr
besteht, das Schmuckstück zu verlieren.
[0003] Diese Aufgabe wird gelöst mittels eines Schmuck-Einsatzes für einen künstlichen Fingernagel,
der mit einem Aufnahmeloch in jenem Bereich versehen ist, der bei seinem Tragen die
Fingerkuppe überragt, wobei der Schmuck-Einsatz aus einem einteiligen Einsatz besteht,
welcher im Aufnahmeloch gehalten ist, und der sich dadurch auszeichnet, dass er ein
Oberteil als Schmuck oder Schmuckträger aufweist, der einen konisch gegen oben zulaufenden
Randbereich aufweist, dass unten an diesen konischen Oberteil ein zylinderischer Sockel
für den Oberteil anschliesst, derart, dass der untere Rand des Oberteils den zylindrischen
Sockel in radialer Richtung überragt, und dass unten am Sockel ein diesen in radialer
Richtung ebenfalls überragender Sockelfuss anschliesst.
[0004] In den Zeichungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt, die in der nachfolgenden
Beschreibung im einzelnen beschrieben werden, wobei auch deren Funktion erläutert
wird.
[0005] Es zeigt:
- Figur 1
- einen Schmuck-Einsatz in einer Seitenansicht;
- Figur 2
- den Schmuck-Einsatz in einer Frontansicht;
- Figur 3
- den Schmuck-Einsatz eingesetzt in einen Fingernagel, von der Seite her gesehen;
- Figur 4
- den Schmuck-Einsatz eingesetzt in einen Fingernagel, von vorne gesehen;
- Figur 5
- einen als Lupe ausgebildeten Schmuck-Einsatz.
gels eingesetzt zu werden. Hierzu weist er Mittel zum unverrückbaren Einsatz in einen
solchen Aufnahmeloch auf. Diese Mittel sind erfindungsgemäss dadurch gegeben, dass
der Schmuck-Einsatz in Mittelteil einen zylindrischen Sockel 1 bildet, der also einen
kreisrunden Querschnitt aufweist. Der als Schmuck oder Schmuckträger wirkende Oberteil
2 sitzt auf diesem Sockel 1 und überragt mit seinem unteren Rand 3 dessen zylindrische
Umfangsfläche in radialer Richtung geringfügig. Dieser auf dem Sockel 1 sitzende Oberteil
2 des Schmuck-Einsatzes kann den Schmuck selbst darstellen, indem ein solcher in Form
einer Goldschmiedearbeit aus dessen Oberseite herausgearbeitet ist. Die Oberseite
kann aber auch eine ebene oder bombierte Freifläche aufweisen, die dazu geeignet ist,
um nachträglich Gravuren darauf anzubringen. Im gezeigten Beispiel ist der Oberteil
als Schmuckträger oder Schmuck-Fassung ausgeführt. Hierzu weist er ein Sackloch auf,
in das der Schmuck oder Edelstein 4 eingelegt ist. Die Seitenfläche des Oberteils
2 ist gegen oben hin leicht gegen innen geneigt, sodass ein Konus gebildet wird. Der
Durchmesser des Konus verjüngt sich dabei auf ein Mass, das kleiner ist als jenes
des Sockeldurchmessers. Der Sockel 1 weist einen sattelförmigen Fuss 5 auf, der den
Sockel 1 mit seinem oberen Rand 6 in radialer Richtung wiederum geringfügig überragt.
Die beiden Ränder 3,6 verlaufen also längs der Sockel-Aussenfläche rundum und beschreiben
je zwei aneinandergehängte S-Kurven.
Figur 2 zeigt denselben Schmuck-Einsatz von vorne gesehen. Deutlich erkennbar ist
die konische Aussenseite des Schmuck-Oberteiles 2 und der oben eingelegte Edelstein
4. Der untere Rand 3 des Oberteiles 2 verläuft parallel zum oberen Rand 6 des Sockelfusses
5. Beide Ränder 3,6 sind um einen Radius gebogen, der jenem der Querschnittskrümmung
des künstlichen Fingernagels entspricht, in den der Schmuck-Einsatz einzusetzen bestimmt
ist. Infolge der konischen Form des Schmuck-Oberteiles 2 lässt sich der Schmuck-Einsatz
von unten her durch ein vorbereitetes Loch im künstlichen Fingernagel pressen. Der
künstliche Fingernagel wird beim Hineinpressen des Schmuck-Einsatzes etwas gedehnt
beziehungsweise gespreizt, wodurch der Krümmungsradius seiner Querkrümmung etwas erweitert
wird. Entsprechend wird das Loch im Fingernagel leicht vergrössert und der Schmuck-Einsatz
lässt sich mit seinem konischen Oberteil 2 ganz durch das Loch pressen. Der Fingernagel
schnappt dann nach dem Passieren des Randes 3 des Oberteiles 2 in die durch jenen
Rand 3, die Wandung des zylindrischen Sockels 1 und den Rand 6 des Sockelfusses 5
gebildete Nut 7 ein. Dadurch wird die Dehnung beziehungsweise Spreizung des Fingernagels
wieder entspannt und der Schmuck-Einsatz sitzt nun fest und unverrückbar im Nagel-Loch.
Die Ränder 3 und 6 liegen dabei auf dem Nagelmaterial auf und halten so den Schmuck-Einsatz
fest.
Figur 3 zeigt den Schmuck-Einsatz eingesetzt in einen künstlichen Fingernagel 8 in
einer Ansicht von der Seite her. Meist wird der Schmuck-Einsatz in den Nagel 8 am
kleinen Finger 9 eingesetzt, da er dort am wenigsten beansprucht ist und der Nagel
8 des kleinen Fingers 9 auch am zierlichsten wirkt. Natürlich können auch Schmuck-Einsätze
gefertigt werden, deren Randkrümmung grösser ist und die dann dafür geeignet sind,
in die flacher geformten Fingernägel für die andern Finger, selbst für die Daumen,
eingesetzt zu werden.
Figur 4 zeigt den eingesetzten Schmuck-Einsatz in einer Ansicht von vorne. Es ist
hier ersichtlich, dass die Ränder 3,6 von Oberteil 2 und Sockelfuss 5 schön der Nagelkrümmung
nachgeführt sind und deshalb der Schmuck-Einsatz sicher im Nagel-Loch gehalten wird.
In einer weiteren Ausführung, die in Figur 5 dargestellt ist, kann der Schmuck-Einsatz
auch als Lupe 10 ausgebildet sein. Sein Oberteil 11, sowie Sockel und Sockelfuss sind
durch eine zentrale Bohrung hohlzylindrisch und in das Innere dieses Zylinders ist
eine kleine Lupe 10 eingesetzt. Diese wirkt einerseits als Schmuck, indem zum Beispiel
der Oberteil 11 einen schön verzierten Rand für die Lupe 10 bildet. Andrerseits mag
die Lupe beim Entziffern von Kleingedrucktem hilfreich sein. Man braucht dann nur
mit dem entsprechenden Finger über die Textstelle zu fahren und erkennt die Buchstaben
durch die Lupe vergrössert dargestellt, wie das in Figur 5 auch gezeigt ist.
1. Schmuck-Einsatz für einen künstlichen Fingernagel (8), der mit einem Aufnahmeloch
in jenem Bereich versehen ist, der bei seinem Tragen die Fingerkuppe überragt, wobei
der Schmuck-Einsatz aus einem einteiligen Einsatz besteht, welcher im Aufnahmeloch
gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, dass er ein Oberteil (2) als Schmuck oder Schmuckträger
aufweist, der einen konisch gegen oben zulaufenden Randbereich aufweist, dass unten
an diesen konischen Oberteil (2) ein zylindrischer Sockel (1) für den Oberteil (2)
anschliesst, derart, dass der untere Rand (3) des Oberteils (2) den zylindrischen
Sockel (1) in radialer Richtung überragt, und dass unten am Sockel (1) ein diesen
in radialer Richtung ebenfalls überragender Sockelfuss (5) anschliesst.
2. Schmuck-Einsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sockelfuss (5) eine
Sattelform bildet, und der untere Rand (3) des Oberteils (2) in konstantem Abstand
zur Oberseite des Sockelfusses (5) verläuft, der Sockel (1) mit seinem Aussendurchmesser
in das Aufnahmeloch im künstlichen Fingernagel zu passen bestimmt ist, derart, dass
der untere Rand (3) des Oberteils (2) auf der Fingernagel-Oberseite satt aufliegt,
und die Oberseite des Sockelfusses ((5) auf der Fingernagel-Unterseite satt aufliegt.
3. Schmuck-Einsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der Schmuck-Einsatz von einer zentrischen Bohrung durchsetzt ist, in der eine Lupe
(10) eingesetzt ist.
4. Schmuck-Einsatz nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der
als Schmuckträger wirkende Oberteil (2) ein Sackloch aufweist und als Fassung ausgebildet
ist, in die ein Edelstein (4) eingesetzt ist.
5. Schmuck-Einsatz nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der
Schmuck-Einsatz auf der Oberseite des Oberteiles (2) eine Freifläche für das Anbringen
von Gravuren aufweist.
1. A jewellery insert for a false fingernail (8) which is provided with a retaining hole
in the portion which projects beyond the fingertip when it is worn, the jewellery
insert comprising a one-piece insert which is held in place in the retaining hole,
characterised in that as the jewellery, or jewellery setting, it has a top part (2)
which has an edge portion that tapers upwards conically, in that at the bottom of
this conical top part (2), a cylindrical base (1) for the top part (2) adjoins in
such a manner that the bottom edge (3) of the top part (2) projects beyond the cylindrical
base (1) in the radial direction, and in that at the bottom of the base (1), a foot
for the base (5) adjoins the latter and also projects beyond it in a radial direction.
2. The jewellery insert of claim 1, characterised in that the foot for the base (5) forms
the shape of a saddle, and the bottom edge (3) of the top part (2) runs at a constant
distance from the top of the foot for the base (5), the outer diameter of the base
(1) being intended to fit into the retaining hole in the false fingernail in such
a manner that the bottom edge (3) of the top part (2) lies flush on the upper surface
of the fingernail, and the upper surface of the foot for the base (5) lies flush along
the underneath of the fingernail.
3. The jewellery insert of one of the preceding claims, characterised in that the jewellery
insert is transpierced by a central hole, in which a magnifying lens (10) is inserted.
4. The jewellery insert of one of claims 1 or 2, characterised in that the top element
(2), which functions as a jewellery setting, has a pocket hole and is designed as
a setting in which a precious stone (4) is set.
5. The jewellery insert of one of claims 1 or 2, characterised in that on the top surface
of the top part (2), the jewellery insert has a free surface on which engravings can
be made.
1. Elément rapporté de bijouterie destiné à un ongle artificiel (8), muni d'un orifice
récepteur dans la zone dépassant, quand l'ongle artificiel est porté, le bout du doigt,
l'élément rapporté étant d'une pièce et maintenu dans l'orifice récepteur, caractérisé
en ce qu'il présente une partie supérieure (2), qui est le bijou ou le support du
bijou et comporte une bordure dirigée coniquement vers le haut; que dans le bas de
cette partie supérieure conique (2) se raccorde un socle cylindrique (1) pour la partie
supérieure (2), de telle sorte que le bord inférieur (3) de la partie supérieure (2)
dépasse radialement le socle cylindrique (1) et que dans le bas du socle (1) se raccorde
un pied (5) de socle, le dépassant également radialement.
2. Elément rapporté de bijouterie suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le
pied de socle (5) est en forme de selle et que le bord inférieur (3) de la partie
supérieure (2) est à une distance constante de la partie supérieure du pied de socle
(5), que le socle (1) est destiné à s'ajuster, avec son diamètre extérieur, dans l'orifice
récepteur pratiqué dans l'ongle artificiel, de telle sorte que le bord inférieur (3)
de la partie supérieure (2) s'applique sans jeu sur le dessus de l'ongle et que le
dessus du pied de socle (5) s'applique sans jeu sur le dessous de l'ongle.
3. Elément rapporté de bijouterie suivant une des revendications précédentes, caractérisé
en ce que cet élément est traversé par une perforation centrale, dans laquelle est
insérée une loupe (10).
4. Elément rapporté de bijouterie suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce
que la partie supérieure (2) utilisée comme support du bijou comporte un trou borgne
(2) et qu'elle est réalisée comme une monture, dans laquelle est insérée une pierre
précieuse (4).
5. Elément rapporté de bijouterie suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce
que cet élément comporte sur le dessus de la partie supérieure (2) une surface libre
destinée à être gravée.