[0001] Die Erfindung betrifft einen Hammerbrecher zum Zerkleinern von Metallschrott, bestehend
aus einem Gehäuse, in welchem ein Hammerrotor mit drehbeweglichen Hämmern umläuft,
mit einem an der aufwärtsdrehenden Seite des Rotors angeordneten Guteinlaß, einem
Klassierrost und einem zum Hammerrotor hin offenen Prallschacht.
[0002] Ein Hammerbrecher dieser Art ist aus der deutschen Patentschrift 27 13 177 bekannt.
Die Zerkleinerung des aufgegebenen, häufig sperrigen Schrotts, wie Autokarosserien
oder mittelschwerer Mischschrott, findet sowohl durch das Zusammenwirken der Rotorhämmer
mit im Abstand vom Schlagkreis der Hämmer angeordneten Ambossen als auch durch Aufprallen
des Materials an den Innenwänden des Prallschachtes Statt, gegen die das Material
geschleudert wird. Die Rotorhämmer sind in frei wählbarer Anzahl und Verteilung auf
parallel zur Rotorwelle angeordneten Achsstangen frei drehbar gelagert und am Umfang
des Rotors mit Abstand voneinander angeordnet. Die Oberkante der Guteinlaßöffnung
ist bei diesem Hammerbrecher ein Teil eines auswechselbaren Ambosses und bis auf einen
Spalt an den Hammerschlagkreis herangeführt; ein weiterer Amboß kann sich an der Unterkante
der dem Gutaustritt benachbarten Prallschachtseitenwand und damit - in Drehrichtung
des Rotors gesehen - oberhalb des Klassierrostes des dem Guteinlaß gegenüberliegenden
Gutaustritts befinden.
[0003] Während des Betriebes dieses Hammerbrechers schneiden oder reißen die Hämmer mit
dem Amboß am Guteinlaß als Gegenwerkzeug Materialteile von dem zugeführten Metallschrott
ab und schleudern diese Teile gegen die Wände des mit seiner unteren Öffnung den Hammerrotor
vom Guteinlaß bis zum Gutaustritt überspannenden Prallschachtes. Dadurch verformen
sich z.B. aufprallende Blechteile unter Ablösung anhaftender Verunreinigungen bei
gleichzeitiger Materialverdichtung, während massivere Metallteile zwar weniger verformt,
aber ebenfalls von anhaftenden Verunreinigungen befreit werden, bevor sie vor dem
Gutaustritt wieder von den Hämmern erfaßt werden. An einem wahlweise vorsehbaren Amboß
des Gutaustritts kann eine weitere Zerkleinerung des Gutes stattfinden, wonach das
zerkleinerte Gut durch den Klassierrost ausgeworfen wird. Solche Materialien, die
die Öffnungsweite der Rostöffnungen überschreiten, werden vom Hammerrotor am Klassierrost
des Gutaustritts vorbeigezogen und erneut der Einwirkung der Zerkleinerungs- und Gegenwerkzeuge
ausgesetzt.
[0004] Bei massiven Materialien, die nicht zumindest auf die Größe der Rostöffnungen des
Klassierrostes zu zerkleinern sind und sich im Hammerbrecher durch laute Geräusche
bemerkbar machen, muß das Bedienungspersonal eine in einer Prallschachtwand gelagerte
Auswurftür nach innen in das Gehäuse bis in eine Position verschwenken, in der die
Tür die Hauptwurfrichtung der Materialteile kreuzt; die Auswurftür leitet die auf
sie auftreffenden Materialteile dann nach außen ab. Trotzdem ist es nicht auszuschließen,
daß sich das massive Problemgut im Raum zwischen dem Schlagkreis der Hämmer und dem
Klassierrost des Gutaustritts und/oder dem geschlossenen Gehäuseboden festsetzt. Bei
kleineren Teilen ist das weniger problematisch, da sich die Masse des Hammers ohne
weiteres durchsetzen kann, d.h. der Hammer kann das im Rost festsitzende Teil zerkleinern
und/oder zusammendrücken und passieren. Zu nicht unerheblichen Betriebsstörungen führende
Probleme können hingegen bei der Verarbeitung von großen, massiven Schrottstücken
auftreten.
[0005] Bei der Verarbeitung von Schwergut wird der Rotor meist relativ langsam angetrieben.
Ein sich im Bereich des Hammerschlagkreises im Gehäuse des Hammerbrechers festsetzendes
Grobteil kann insbesondere bei langsam umlaufendem Rotor vielfach vom auftreffenden
Rotorhammer nicht zerkleinert und gelegentlich nicht einmal passiert werden, weil
sich der Rotorhammer zum Auftreffzeitpunkt in einer so ungünstigen kinematischen Lage
befinden kann, daß er keine Ausweich-Drehbewegung um seine Achsstange mehr durchzuführen
vermag. Auch kommt es oftmals zu einem zumindest kurzzeitigen Aufsetzen des/der Rotorhämmer
auf das den Schlagkreis blockierende, häufig schwere Grobteil, Die beim Aufsetzen
auf das Grobteil unter solchen Umständen hervorgerufene Reaktionskraft kann aufgrund
der sich damit einstellenden ungünstigen Hebelverhältnisse zum Bruch der die Rotorhämmer
tragenden Lagerachsen bzw. Achsstangen oder des betreffenden Rotorhammers oder sogar
zum Aufsprengen des Gehäuses des Hammerbrechers führen.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Hammerbrecher so
zu verbessern, daß die Störanfälligkeit verringert wird, ohne das Zerkleinerungsergebnis
zu beeinträchtigen.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die dem Guteinlaß gegenüberliegende
Wand des Prallschachtes eine verschwenkbare, mitsamt einem bis an den Gehäuseboden
reichenden Klassierrost federnd nachgiebige, selbsttätig aufschwingende Auslaßwand
ist. Weiterhin läßt sich der Gehäuseboden als verschwenkbare, federnd nachgiebige,
selbsttätig aufschwingende Rostschwinge ausbilden. Mit der Erfindung ergibt sich die
Möglichkeit, je nach Beschaffenheit des zu zerkleinernden Metallschrotts, entweder
die Auslaßwand möglichst eng an den Rotor bzw. dessen Hammerkreis anzustellen oder
einen gewünscht großen Spalt zwischen dem Rotor und der Auslaßwand einzustellen. Bei
eng an den Rotor angestellter Auslaßwand wird der zugeführte Metallschrott in dem
geschlossenen Prallschacht einer intensiven Prallbehandlung zum Reinigen und Verdichten
des Materials ausgesetzt; auf das Öffnungsmaß des Klassierrostes der Auslaßwand gebrachtes
Material kann nach außen entweichen, während noch nicht ausreichend zerkleinertes
und verdichtetes Material weiter dem Zerkleinerungsprozeß ausgesetzt wird und mindestens
einen weiteren Zerkleinerungsumlauf mitmacht. Hingegen kann bei der Verarbeitung von
mittelschwerem Mischschrott, bei dem sich nur die leichteren Anteile zerkleinern und/oderverdichten
lassen, die Auslaßwand mit einem entsprechend großen Abstand vom Rotor eingestellt
werden. Das gesamte Zerkleinerungsgut mit den darin enthaltenen schweren Grobteilen
wird über den Spalt zwischen der aufgeschwungenen Auslaßwand und dem Rotor sicher
nach außen abgefördert, so daß keine Grobteile mehr in den Bodenbereich des Hammerbrechers
gelangen können; ein Aufsetzen der Rotorhämmer auf ein schweres Grobteil und damit
Schäden an Achsstangen oder dem Rotor selbst sind damit verhindert.
[0008] In jedem Fall läßt sich aufgrund des mehrteiligen Gutaustritts und der federnden
Nachgiebigkeit seiner Einzelteile - und zwar sowohl bei aufgeschwungener als auch
möglichst eng an den Rotor angestellter Auslaßwand und/oder Rostschwinge - erreichen,
daß die Auslaßwand und/oder die Rostschwinge bei entsprechender kinetischer Energie
des auftreffenden Gutes oder bei von einem Grobteil zwischen Hammerrotor und Auslaßwand
bzw. Rostschwinge übertragenen Radialkräften federnd ein Stück ausweicht, um einem
schweren Grobteil einen vergrößerten Spalt zum Abführen des Grobteils zu eröffnen;
der Auslaßwand mit dem Klassierrost und der Rostschwinge im Bodenbereich wird es somit
ermöglicht, in Drehrichtung des Rotors gegebenenfalls nacheinander, flügelartig nach
außen aufzuschwingen und Grobteilen nachzugeben.
[0009] Bei einem als verschwenkbare Rostschwinge ausgebildeten, vorzugsweise zweiteiligen
Gehäuseboden aus einer dem Guteinlaß benachbarten geschlossenen Bodenschale und einer
den Abstand zwischen der Bodenschale und dem Klassierrost der Auslaßwand überbrückenden
verschwenkbaren Rostschwinge, läßt sich auch im Bereich des Gehäusebodens ein so großer
Spalt einstellen, daß bis dahin gelangende Grobteile nach unten herausfallen können.
Schließlich ist es auch möglich, die ausgeschwenkte, vom Rotor entfernte Stellung
der Rostschwinge des Gehäusebodens voreinzustellen, wenn nämlich ein Material verarbeitet
wird, welches erfahrungsgemäß beim Erreichen dieses Rotorbereichs bereits ausreichend
zerkleinert und/odervorverdichtet ist und keinen weiteren Zerkleinerungsumlauf mehr
machen soll.
[0010] Wenn vorzugsweise die Auslaßwand und die Rostschwinge auf durch das Gehäuse nach
außen geführten Schwenkachsen lagern und zumindest ein Ende jeder Schwenkachse außerhalb
des Gehäuses mit einem Hebelarm versehen ist, an dem ein Hydraulikzylinder angreift,
läßt sich zur federnd nachgiebigen, selbsttätig aufschwingenden Lagerung von Auslaßwand
und/oder Rostschwinge in der Druckleitung der Hydraulikzylinder ein Überdruckventil
anordnen.
[0011] Es wird vorgeschlagen, daßdas dem Klassierrost derAuslaßwand - derwie die Rostschwinge
bogenförmig ist - zugewandte Ende der Rostschwinge einen Amboß aufweist. Falls ein
schweres Grobteil bei aufgeschwungener Auslaßwand nicht über den Öffnungsspalt nach
außen abgefördert worden sein sollte, wird ein solches Grobteil beim Aufprall auf
den Amboß entweder weiter zerkleinert, bevor es dann in den Bereich der mit der Auslaßwand
den Gutaustritt bildenden bodenseitigen Rostschwinge gelangt, oder das Grobteil übt
auf den Amboß eine so große Radialkraft aus, daß die Rostschwinge federnd aufschwenkt.
[0012] Sobald nämlich hohe, über den Anstelldruck der Hydraulikzylinder hinausgehende Kräfte
an der Auslaßwand und/oder der Rostschwinge auftreten, wird über das jeweils in der
vor der belasteten Kolbenfläche angeschlossenen Druckleitung angeordnete Überdruckventil
eine entsprechende Menge Hydraulikflüssigkeit über eine Leitung in einen Tank abgespritzt
und damit ein federndes Ausweichen erreicht, denn der Kolben des Zylinders stellt
sich zurück. Bei einer geschlossenen Betriebsweise, wie vorwiegend beim Zerkleinern
von Blechschrott, beispielsweise Autokarosserien und Hausgeräten, sind der Gehäuseboden
und die Auslaßwand mit ihrem unterhalb des Prallschachtes etwa in Höhe des Schlagkreises
der Rotorhämmer angesetzten und sich zumindest bis zu der die Rotorachse enthaltenden
Horizontalebene erstreckenden Rostschwinge möglichst eng an den Rotor angestellt.
Trotzdem können sich keine Grobteile zwischen dem Rotor und dem Gehäuseboden verkeilen
und den Rotor zum Stillstand bringen odergaraus seiner Lagerung reißen. Falls nämlich
ein - trotz des vorherigen Aufpralls auf den Amboß der Rostschwinge immer noch nicht
ausreichend zerkleinertes - Grobteil in den Bereich des Gehäusebodens gelangt, so
öffnet sich die Rostschwinge unter der Krafteinwirkung des Grobteiles selbsttätig
um einen der Stärke des Grobteiles entsprechenden Spalt. Das Grobteil wird folglich
an dieser Stelle des Gutaustritts ausgeworfen, ohne die Hämmer bzw. den Hammerrotor
blockieren zu können.
[0013] Die Erfindung wird anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Hammerbrecher im Längsschnitt; und
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie 11-11 durch den Hammerbrecher nach Fig. 1.
[0014] Ein Hammerbrecher 1 besitzt ein Gehäuse 2, welches über Träger 3 mit einem Unterbau
4 verankert ist. Im Gehäuse 2 läuft ein Hammerrotor 5 in Drehrichtung 6 um, dessen
Welle 7 beidseitig in auf Lagerböcken 8 befestigten Lagern 9 gelagert ist (vgl. Fig.
2). Der Hammerrotor 5 besteht aus mehreren, im Abstand auf der Welle 7 aneinandergereihten
Rotorscheiben 11, zwischen denen Hämmer 12 drehbeweglich auf Achsen 13 gehalten sind,
die die Rotorscheiben 11 im radialen Abstand von der Welle 7 und parallel zu dieser
durchsetzen. Die Welle 7 steht über eine nicht dargestellte Kupplung mit einem Antrieb
in Verbindung.
[0015] Im Gehäuse 2 sind ein Guteinlaß 14 und ein Gutaustritt 15 vorgesehen. Der Guteinlaß
14 ist an der aufwärtsdrehenden Seite des Hammerrotors 5 angeordnet. Die Oberkante
des Guteinlasses ist Teil eines auswechselbaren Ambosses 16 und bis nah an den Hammerschlagkreis
17 des Hammerrotors 5 herangeführt. In einer Gutzuführung 18 sind dem Guteinlaß 14
eine obere und eine untere Zuführwalze 19, 21 und eine Vorverdichtungswand 22 vorgeschaltet.
An die Vorverdichtungswand 22 greift zumindest ein Schwenkzylinder 23 an, der die
Vorverdichtungswand 22 aus ihrer strichpunktiert dargestellten Außerbetriebslage stampferartig
von oben in die Gutzuführung einschwenkt und das zugeführte Material (Metallschrott)
vorverdichtet und in seinem Volumen verringert. Entsprechend dem Grad der Vorverdichtung
wird der Walzenspalt 24 zwischen den Zuführwalzen 19, 21 eingestellt; die obere Zuführwalze
19 lagert daher in einem das Einstellen des Walzenspaltes 24 erlaubenden Schwenkhebel
25.
[0016] Im Bereich zwischen dem Guteinlaß 14 und dem Gutauslaß 15 ist der oberhalb des Hammerrotors
5 liegende Teil des Gehäuses als nur unten offener Prallschacht 26 ausgebildet. Oben,
d.h. nach außen ist der Prallschacht 26 mit einer sich tangential zur Drehrichtung
6 des Hammerrotors 5 erstreckenden Deckwand 27 abgedeckt. Die Höhe h des Prallschachtes
beträgt etwa D/2 bis D des Hammerrotors 5. Der Durchmesser D des Hammerrotors liegt
etwa zwischen 1,5 m bis 2,5 m. Bei kleinerem D entspricht das Maß h mehr dem Maß D,
während sich h bei größerem D mehr der Größe D/2 nähert. Der Gutaustritt 15 ist mehrteilig
gestaltet; er besteht aus der dem Guteinlaß 14 gegenüberliegenden, als schwenkbewegliche
Auslaßwand 28 mit einem Klassierrost 33 ausgebildeten Stirnwand des Prallschachtes
26 und einer Rostschwinge 29 des Gehäusebodens 32. Außerdem besitzt der Gehäuseboden
32 eine sich in Drehrichtung 6 der Rostschwinge 29 anschließende, bis zum Guteinlaß
14 verlaufende Bodenschale 31. Die Auslaßwand 28 des Prallschachtes 26 reicht mit
ihrer als Klassierrost 33 ausgebildeten Wandverlängerung bis an den Gehäuseboden 32;
der Klassierrost 33 ist unterhalb des Prallschachtes 26 und oberhalb des Hammerrotors
5, etwa in Höhe des Hammerschlagkreises 17, angesetzt und verläuft - wie auch die
Rostschwinge 29 und die Bodenschale 31 des Gehäusebodens 32 - bogenförmig. Nach einer
etwa einem Viertelkreis des Hammerrotors 5 entsprechenden Bogenlänge endet der Klassierrost
33 in unmittelbarer Nähe vor einem Amboß 34 der Rostschwinge 29. Der Amboß 34 liegt
mit seiner der Drehrichtung 6 des Hammerrotors 5 zugewandten Oberkante unterhalb der
durch die Rotorwelle 7 gehenden Horizontalachse 35.
[0017] Sowohl die Auslaßwand 28 als auch die Rostschwinge 29 lagern auf durch das Gehäuse
2 nach außen geführten Schwenkachsen 36, 37. Die Schwenkachsen 36, 37 sind an ihren
beiden außerhalb des Gehäuses 2 liegenden Achsenden 38 mit Hebelarmen 39, 41 versehen,
an die jeweils ein Hydraulikzylinder 42 angreift (vgl. Fig. 2). Die Hydraulikzylinder
42 sind mit ihren rückwärtigen Enden in Lagerböcken 43 des Gehäuses 2 (vgl. Fig. 2)
bzw. Lagerböcken 44 im Bereich einer Staubabsaugung 45 des Gehäuses 2 und mit ihren
Kolbenstangen 46 an den Hebelarmen 39, 41 der Auslaßwand 28 bzw. der Rostschwinge
29 angelenkt. Die Auslaßwand 28 mit ihrem Klassierrost 33 und die Rostschwinge 29
lassen sich aus ihrer in Fig. 1 mit durchgezogenen Linien dargestellten geschlossenen
Betriebslage, in der sie möglichst nah an den Schlagkreis 17 angestellt sind, in die
in Fig. 1 mit strichpunktierten Linien dargestellten geöffneten, aufgeschwungenen,
vom Hammerrotor 5 entfernten Schwenklagen einstellen.
[0018] Jeweils in den vor den belasteten, nicht dargestellten Kolbenflächen der Hydraulikzylinder
42 mündenden Druckleitungen 47 ist ein Überdruckventil 48 angeordnet, das mit einer
Leitung 49 an einen Tank 51 angeschlossen ist. Die Ventile 48 ermöglichen eine federnd
ausweichende Anordnung des Gutaustritts 15, d.h. der Auslaßwand 28 und der Rostschwinge
29, und zwar nicht nur dann, wenn sich diese Teile des Gutaustritts in der in Fig.
1 mit durchgezogenen Linien dargestellten geschlossenen Betriebslage befinden, sondern
auch in ausgeschwenkten - wie strichpunktiert angedeutet - Betriebslagen.
[0019] Die Arbeitsweise des vorbeschriebenen erfindungsgemäßen Hammerbrechers 1 wird bei
geschlossener Betriebslage der Auslaßwand 28 und der Rostschwinge 29 (wie in Fig.
1 mit durchgezogenen Linien dargestellt) nachfolgend erläutert. Während der Hammerrotor
5 in Drehrichtung 6 umläuft, wird zu zerkleinerndes Material, wie bei geschlossener
Betriebslage der Auslaßwand 28 und der Rostschwinge 29 vorzugsweise Autokarosserien
und Hausgeräte, durch den Guteinlaß 14 mittels der Zuführwalzen 19, 21 über die Gutzuführung
18 kontinuierlich in den Wirkbereich des Hammerrotors 5 gefördert. Mit dem an der
oberen Guteinlaßkante angeordneten Amboß 16 als Gegenwerkzeug schneiden oder reißen
die Hämmer 12 Materialteile von dem zugeführten Material ab und schleudern die Teile
tangential in den Prallschacht 26, und zwar im wesentlichen auf die oberhalb des Prallschachtes
26 angeordnete Deckwand 27. Dabei verformen sich die aufprallenden Schrotteile im
Sinne einer Zusammenballung. Materialteile, die in den Abmessungen klein genug sind
und mit hinreichender Geschwindigkeit genau in die Rostöffnungen des Klassierrostes
33 der Auslaßwand 28 geschleudert werden, passieren die Auslaßwand 28 bzw. den Klassierrost
33 sofort. Liegen hingegen zwar große, jedoch nicht mit genügend kinetischer Energie
auf die Auslaßwand 28 auftreffende Grobteile vor, um ein ausreichendes Zurückweichen
derAuslaßwand 28 mit dem Klassierrost 33 zu bewirken, treffen diese Grobteile bei
etwas zurückgewichenem Klassierrost 33 auf den Amboß 34 der Rostschwinge 29 auf. Denn
erst beim Auftreten genügend hoher Kräfte wird über die Überdruckventile 48 und die
Leitungen 49 Hydraulikflüssigkeit aus den Hydraulikzylindern 42 in den Tank 51 abgespritzt,
so daß die Auslaßwand 28 samt Klassierrost 33 federnd ausweicht und Grobteile nach
außen abgefördert werden. Am Amboß 34 wird ein nicht über die Auslaßwand 28 bzw. den
Klassierrost 33 abgefördertes Grobteil weiter verkleinert; falls es allerdings immer
noch nicht so zerkleinert worden sein sollte, um über die Öffnungen der Rostschwinge
29 ausgetragen zu werden, so weicht auch die Rostschwinge 29 aufgrund der in den Druckleitungen
47 ihrer Zylinder 42 angeordneten Überdruckventile 48 federnd und selbsttätig um einen
der Dicke des Grobteiles entsprechenden Spalt aus. Das Grobteil wird ausgeworfen,
ohne die Hämmer 12 und/oder den Hammerrotor 5 zu blockieren.
[0020] Bedingt durch den erfindungsgemäß mehrteiligen Gutaustritt 15 lassen sich die Auslaßwand
28 mit dem Klassierrost 33 und die Rostschwinge 29 nicht nur in gewünschte Öffnungslagen
voreinstellen, sondern ist es ihnen auch in jeder Betriebslage möglich, in Drehrichtung
6 des Rotors 5 nacheinander federnd nachgiebig auszuweichen. Somit lassen sich einerseits
entsprechend dem jeweils aufgegebenen Material von vornherein solche Auslaßöffnungen
einstellen, daß schwere und grobe Bestandteile dem Zerkleinerungsprozeß an gewünschten
Stellen entzogen werden; falls Grobteile dennoch im Zerkleinerungsprozeß verbleiben
und von dem Hammerrotor 5 in Drehrichtung 6 mitgezogen werden, können die Auslaßwand
28 mit dem Klassierrost 33 und/oder die Rostschwinge 29 vom Hammerrotor 5 weg ausweichen.
Ein Verkeilen der Grobteile zwischen dem Hammerrotor 5, dem Gutaustritt 15, d.h. der
Auslaßwand 28 bzw. der Rostschwinge 29 ist damit verhindert.
1. Hammerbrecher (1) zum Zerkleinern von Metallschrott, bestehend aus einem Gehäuse
(2), in welchem ein Hammerrotor (5) mit drehbeweglichen Hämmern (12) umläuft, mit
einem an der aufwärtsdrehenden Seite des Rotors (5) angeordneten Guteinlaß (14), einem
Klassierrost (33) und einem zum Hammerrotor (5) hin offenen Prallschacht (26), dadurch
gekennzeichnet, daß die dem Guteinlaß (14) gegenüberliegende Wand des Prallschachtes
(26) eine verschwenkbare, mitsamt einem bis an den Gehäuseboden (32) reichenden Klassierrost
(33) federnd nachgiebige, selbsttätig aufschwingende Auslaßwand (28) ist.
2. Hammerbrecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehäuseboden (32)
als verschwenkbare, federnd nachgiebige, selbsttätig aufschwingende Rostschwinge (29)
ausgebildet ist.
3. Hammerbrecher nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen zweiteiligen Gehäuseboden
(32) aus einerdem Guteinlaß (14) benachbarten geschlossenen Bodenschale (31) und einer
den Abstand zwischen der Bodenschale (31) und dem Klassierrost (33) der Auslaßwand
(28) überbrückenden verschwenkbaren Rostschwinge (29).
4. Hammerbrecher nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaßwand
(28) und die Rostschwinge (29) auf durch das Gehäuse (2) nach außen geführten Schwenkachsen
(36, 37) lagern und zumindest ein Ende (38) jeder Schwenkachse (36, 37) außerhalb
des Gehäuses (2) mit einem Hebelarm (39, 41) versehen ist, an dem ein Hydraulikzylinder
(42) angreift.
5. Hammerbrecher nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Druckleitung
(47) der Hydraulikzylinder (42) ein Überdruckventil (48) angeordnet ist.
6. Hammerbrecher nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Klassierrost (33) und die Rostschwinge (29) bogenförmig sind.
7. Hammerbrecher nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch
einen Amboß (34) an dem dem Klassierrost (33) zugewandten Ende der Rostschwinge (29).
1. A hammer mill (1) for shredding scrap metal, comprising a hammer rotor (5) carrying
swing-mounted hammers (12) and arranged to rotate in a housing (2) having an inlet
opening (14) for material located on the upwardly-rotating side of the rotor (5),
a screening grid (33) and an impact shaft (26) open to the hammer rotor (5), characterised
in that the wall of the impact shaft (26) on the side opposite to the inlet opening
(14), together with a screening grid (33) extending to the bottom of the housing (32),
forms a resiliently yielding outlet wall (28) that can automatically swing out.
2. A hammer mill according to claim 1, characterised in that the bottom of the housing
(32) is formed as a swingable, resiliently yielding swing grid (29) that can automatically
swing out.
3. A hammer mill according to claim 1, characterised in that the bottom of the housing
(32) is in two parts comprising a closed bottom shell (31) adjacent to the inlet opening
(14) and a swingable swing grid (29) bridging the distance between the bottom shell
(31) and the screening grid (33) of the outlet wall (28).
4. A hammer mill according to claim 2 or claim 3, characterised in that the outlet
wall (28) and the swing grid (29) are mounted on pivot axles (36, 37) that pass outwards
through the housing (2) and at least one end (38) of each of the pivot axles (36,
37) is provided, outside the housing (2), with a lever arm (39, 41) that engages with
a hydraulic cylinder (42).
5. A hammer mill according to claim 4, characterised in that a pressure relief valve
(48) is provided in the pressure line (47) of the hydraulic cylinder (42).
6. A hammer mill according to any one or more of claims 1 to 5, characterised in that
the screening grid (33) and the swing grid (29) are arcuate.
7. A hammer mill according to any one or more of claims 1 to 6, characterised by an
anvil (34) located at the end of the swing grid (29) adjacent to the screening grid
(33).
1. Broyeur à marteaux (1) pour le broyage de mitraille, constitué par un carter (2)
dans lequel tourne un rotor (5) porteur de marteaux rotatifs (12), comportant une
ouverture d'admission de charge (14) du côte du mouvement ascendant du rotor (5),
une grille de classement (33) et une cage de choc (26) ouverte en direction du rotor
(5), caractérisé en ce que la paroi de la cage de choc (26), qui est opposée à l'ouverture
d'admission de la charge (14) consiste en une paroi d'évacuation (28) basculable,
qui est apte à céder comme un ressort avec une grille de classement (33) s'étendant
jusqu'au fond du carter (32), paroi d'évacuation (28) qui pivote automatiquement.
2. Broyeur à marteaux selon la revendication 1 caractérisé en ce que le fond de carter
(32) consiste en une grille basculante (29) cédant comme un ressort et pivotant automatiquement.
3. Broyeur à marteaux selon la revendication 1 caractérisé par un fond de carter (32)
en deux parties, une coquille de fond (31) fermée adjacente à l'ouverture d'admission
de la charge (14) et une grille basculable (29) qui ponte la distance entre la coquille
de fond (31) et la grille de classement (33) de la paroi d'évacuation (28).
4. Broyeur à marteaux selon la revendication 2 ou 3 caractérisé en ce que la paroi
d'évacuation (28) et la grille basculable (29) sont articulées sur des axes (36,37)
qui traversent le carter (2) et s'étendent vers l'extérieur, et en ce qu'au moins
une extrémité (38) de chaque axe (36,37) est munie, à l'extérieur du carter (2) d'un
bras de levier (39,41) sur lequel agit un vérin hydraulique (42).
5. Broyeur à marteaux selon la revendication 4 caractérisé en ce que le conduit sous
pression (47) des vérins hydrauliques (42) est équipé d'une soupape de surpression
(48).
6. Broyeur à marteaux selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 5 caractérisé
en ce que la grille de classement (33) et la grille basculable (29) sont courbes.
7. Broyeur à marteaux selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 6 caractérisé
par une enclume (34) à l'extrémité de la grille basculable (29), qui est orientée
vers la grille de classement (33).