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(11) |
EP 0 458 088 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.09.1994 Patentblatt 1994/36 |
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Anmeldetag: 26.04.1991 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: D01H 9/16 |
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Fadentrennvorrichtung für eine Spindel einer Spinn- oder Zwirnmaschine
Yarn severing device for a spindle of a spinning or twisting machine
Dispositif de sectionnement pour une broche d'un métier à filer ou à retordre
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR IT LI |
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Priorität: |
16.05.1990 DE 4015707
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.11.1991 Patentblatt 1991/48 |
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Patentinhaber: Zinser Textilmaschinen GmbH |
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D-73061 Ebersbach/Fils (DE) |
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Erfinder: |
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- Bothner, Jakob
W-7320 Göppingen-Jebenhausen (DE)
- Göpfrich, Rainer, Dipl.-Ing.
W-7333 Ebersbach/Fils (DE)
- Wollmershäuser, Joachim, Dipl.-Ing.(FH)
W-7257 Heimerdingen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 278 561 DE-A- 2 461 621
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EP-A- 0 292 856 DE-A- 3 202 888
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Fadentrenneinrichtung für eine Spindel einer Spinn- oder
Zwirnmaschine mit einem ringförmigen Körper, der zwischen einer Hülsenaufnahme der
Spindel und einer zum Festlegen eines Abspinnfadens dienenden Aufwickelstelle der
Spindel sitzt und der einen von der Spindel in radialer Richtung abragenden Rand aufweist,
der mit mehreren spitzwinklig nach innen zulaufenden Kerben versehen ist, deren Kanten
als Schneiden ausgebildet sind.
[0002] Bei Spinn- oder Zwirnmaschinen wird nach dem Fertigstellen der Kopse ein sogenanntes
Abspinnen durchgeführt, durch das die Maschine für einen automatischen Kopswechsel
vorbereitet wird. Bei einer Ringspinnmaschine fährt dazu bspw. die Ringbank relativ
rasch zum unteren Bereich der Spulenhülsen, so daß ein Faden eines Kopses in relativ
steilen Schraubenlinien über den Kops nach unten zu einer Aufwickelstelle geführt
wird, an der er in mehreren Windungen die sog. Unterwindungen bildet. Diese legen
auf der Spindel den Abspinnfaden fest, so daß nach dem Austausch der vollen Kopse
gegen leere Hülsen erneut angesponnen werden kann. Beim Abziehen der Kopse von den
Spindeln sollen die Fäden zwischen der Wicklung auf den Spulenhülsen und den Unterwindungen
auf den Spindeln getrennt werden.
[0003] Zum Zertrennen dieser Fäden ist es bekannt (DE-A 32 02 888), eine Spindel mit einem
scheibenartigen, radial zur Spindellängsachse angeordneten Fadenschneidring zu versehen,
der über seinen Umfang verteilt mehrere mit Schneiden versehene Kerben aufweist. Beim
Kopswechsel werden die vollen Kopse zunächst nur teilweise mittels einer automatischen
Hubvorrichtung von den Spindeln abgezogen. In diesem Zustand werden die Spindeln für
eine bestimmte Zeitspanne wieder in Drehung versetzt, um die fest mit jeder Spindel
verbundenen Fadenschneidringe zu drehen und dadurch den Faden zu zertrennen. Anschließend
werden die vollen Kopse vollständig von den Spindeln abgezogen.
[0004] Es ist bekannt (DE-B 17 60 184), den Fadenschneidring zum Zertrennen des zwischen
Kopswicklung und Unterwindung verlaufenden Fadens in Drehung zu versetzen, ohne die
Spindel selbst kurzzeitig wieder laufen zu lassen. Dies wird mittels eines Schraubengewindes
bewirkt, das im Bereich der Hülsenaufnahme einer Spindel angeordnet ist. Beim Abziehen
der einen vollen Kops aufweisenden Spulenhülse wird ein Treibglied auf der Spindel
für eine bestimmte Weglänge mit abgehoben, das mit Hilfe eines Schraubengewindes ein
auf der Spindel drehbar gelagertes, den Fadenschneidring aufweisendes Getriebeglied
zwangsweise in Drehung versetzt.
[0005] Weiterhin ist es bekannt (EP-A 0278 561), eine Fadentrennvorrichtung an einer Spindel
mit zwei im Abstand übereinander angeordneten Ringen auszubilden, die jeweils mit
über ihren Umfang verteilten Aussparungen versehen sind. Jede Aussparung des unteren
Ringes weist an ihrem Nutgrund eine vertikal nach unten ragende Schneide auf. Die
Schneiden aller Aussparungen dieses Ringes sind somit tangential zu einer durch die
verschiedenen Nutgrundflächen der über den Ringumfang verteilten Aussparungen definierten
horizontalen Kreislinie angeordnet. Der zwischen Unterwindung und Kopswicklung verlaufende
Abspinnfaden wird in einer Aussparung des oberen Ringes sowie einer entsprechenden
Aussparung des unteren Ringes und weiter an einer Schneide der Aussparung des unteren
Ringes umgelenkt. Durch diese im wesentlichen lotrecht zur Schneidenlinie bewirkte
Umlenkung wird der Faden beim Abzug der Hülse von der Spindel an der Schneide zertrennt.
[0006] Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Fadentrenneinrichtung der eingangs
genannten Art zu schaffen, die in einfacher Weise herstellbar ist und ein sicheres
Zertrennen des Fadens gestattet, ohne dabei eine Rotationsbewegung durchzuführen.
[0007] Diese Ausgabe wird dadurch gelöst, daß der Körper eine im wesentlichen topfförmige
Gestalt aufweist und daß der mit den Kerben versehene Rand mit einer Neigung von etwa
45° bis etwa 65° zur Spindelachse der Aufwickelstelle zugewandt ist.
[0008] Beim Abspinnen wird der Faden am Übergang von der Kopswicklung auf der Spulenhülse
zur Unterwindung auf der Spindel in eine der Kerben eingeführt. Beim Abziehen des
Kopses von der Spindel wird der Faden auf Zug beansprucht und tiefer in die Kerbe
hineingezogen, wobei die in der Spitze der Kerbe befindlichen Schneidkanten im wesentlichen
entgegen der Richtung der resultierenden Fadenzugkraft gerichtet sind. Im Bereich
der Spitze der Kerbe erfolgt ein Schneiden des Fadens durch die zu beiden Seiten des
Fadens liegenden Schneidkanten von zwei Seiten her. Dadurch wird erreicht, daß tatsächlich
der überwiegende Teil der Fasern des Fadens zerschnitten und nicht zerrissen wird.
In praktischen Versuchen hat sich die sichere Funktion der Erfindung auch bei reißfesten
Fäden erwiesen.
[0009] In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der als Schneiden ausgebildete
Bereich der Kanten der Kerben in Abstand vor dem Außenrand endet. Dadurch ist eine
Verletzungsgefahr für eine Bedienperson vermieden, da keine freiliegenden scharfen
Kanten vorhanden sind.
[0010] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung können die Kanten der Kerben jeweils mit
einer Rundung in den Außenrand übergehen. Durch diesen runden Einlauf ist die Einfädelsicherheit,
daß der Faden in eine Kerbe gelangt, erhöht. Zudem verringern diese Rundungen die
Möglichkeit von Verletzungen weiter.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird den Kerben ein Scheitelwinkel von etwa
20° bis etwa 30° gegeben. Durch diesen spitzen Winkel ist die Schneidwirkung verbessert.
Zudem verringert dieser spitze Winkel die Möglichkeit, daß eine Bedienperson mit einem
Finger in die Kerben gelangt.
[0012] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, den im wesentlichen topfförmigen
Körper bis auf den Bereich der Kerben mit einer Abdeckung zu versehen. Auch diese
Abdeckung, die vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt ist, bildet einen weiteren
Schutz gegen Verletzung für die Bedienperson.
[0013] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Abdeckung Bestandteil
eines die Hülsenaufnahme bildenden, an der Spindel befestigbaren Ringes ist. Eine
Weiterbildung sieht vor, daß der Ring in axialem Abstand zu den Kerben des im wesentlichen
topfförmigen Körpers mit Kerben versehen ist, deren Tiefe wenigstens annähernd der
Tiefe der Kerben des im wesentlichen topfförmigen Körpers entspricht. Die Abdeckung,
die eine Wirtelkrone darstellt, besitzt die gleiche Anzahl von Kerben wie der topfförmige
Körper, die axial über den Kerben des Körpers liegen. Da der Faden jedoch von der
Kopswicklung zur Unterwindung über Wirtelkrone und topfförmigen Schneidkörper in einer
Schraubenlinie verläuft, wird er nicht in direkt übereinanderliegende Kerben der Wirtelkrone
und des Körpers eingelegt, sondern in entsprechend der Schraubenlinie zueinander versetzte
Kerben.
[0014] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der Ring als Befestigungsmittel für den
topfförmigen Körper ausgebildet, mit dem er in axialer Richtung und in Umfangsrichtung
im Oberteil der Spindel gesichert ist. Die Wirtelkrone hält den topfförmigen Schneidkörper
auf einem Ringbund des Spindeloberteils. Am oberen Rand des topfförmigen Schneidkörpers
können bspw. Zungen ausgebildet sein, die in axiale Aussparungen auf der Innenseite
der Wirtelkrone eingreifen und ihn in Umfangsrichtung sichern. Die Sicherung der Wirtelkrone
in axialer Richtung kann bspw. durch eine Verrastung mit dem Spindeloberteil, bspw.
durch an der Wirtelkrone angeformte Schnappnasen erfolgen.
[0015] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
sowie aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen, die anhand der
Zeichnungen dargestellt sind.
- Fig. 1
- zeigt eine Teilansicht einer Ausführungsform einer Spindel im Halbschnitt, bei der
eine Fadentrennvorrichtung mit einem topfförmigen Schneidkörper auf einer Ringschulter
des Spindeloberteils mittels einer als Abdeckung dienenden Wirtelkrone gehalten ist;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht des Schneidkörpers gemäß Fig. 1 im Halbschnitt;
- Fig. 3
- eine Draufsicht in vergrößerter Darstellung auf einen Teil des Schneidkörpers nach
Fig. 2,
- Fig. 4
- eine zur Hälfte geschnittene Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform eines Schneidkörpers
und
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf die Ausführungsform der Fig. 4.
[0016] Spinn- oder Zwirnmaschinen weisen jeweils eine Vielzahl von Spinnstellen auf, die
an wenigstens einer Maschinenseite in ihrer Längsrichtung in Abstand zueinander angeordnet
sind. An jeder dieser Spinnstellen ist eine Spindel vorgesehen, die angetrieben ist,
um einen von den vorgeschalteten Spinnelementen gelieferten Faden aufzuwickeln. Beispielhaft
wird im folgenden anhand der Zeichnungen eine Spindel an einer Ringspinnmaschine beschrieben.
[0017] Eine solche Spindel besteht im wesentlichen aus einem Spindeloberteil 1, das einen
Spindelschaft 3 aufweist, auf dem ein eine Hülsenaufnahme 2 aufweisender Aufsatz 23
drehfest aufgebracht ist, sowie einen auf dem Aufsatz 23 unterhalb der Hülsenaufnahme
2 aufgebrachten Wirtel 22. Der Spindelschaft 3 ist in einem - nicht dargestellten
- Spindellagergehäuse gelagert, das in einer starr mit dem Maschinengestell der Ringspinnmaschine
verbundenen Spindelbank gehalten ist.
[0018] Die Hülsenaufnahme 2 des Spindeloberteils 1 dient zum Aufstecken einer Hülse, auf
die ein von einem Streckwerk gelieferter Faden zu einem Kops aufgewickelt wird. Konzentrisch
zu seiner Mittellängsachse 24 ist das Spindeloberteil 1 von einem Ring 4 umgeben,
der in einer Hubbewegungen ausführenden Ringbank angeordnet ist. Auf dem Ring 4 läuft
ein - nicht dargestellter - Läufer um, von dem ein Faden 10 zum Kops auf der Hülse
umgelenkt wird. Der Antrieb des Spindeloberteils 1 erfolgt bspw. durch einen nicht
gezeigten Tangentialriemen, der am Wirtel 22 anliegt. Im oberen Bereich des Wirtels
22 am Übergang zur Hülsenaufnahme 2 ist eine Fadentrennvorrichtung angebracht, die
im folgenden näher erläutert wird. Unterhalb der Fadentrennvorrichtung ist der Wirtel
22 mit einem eine Rändelung aufweisenden Ringbund 5 versehen.
[0019] Um fertiggestellte Kopse an einer Ringspinnmaschine gegen leere Hülsen auszutauschen,
wird eine bekannte automatische Kopswechselvorrichtung eingesetzt. Zum Vorbereiten
dieses Kopswechsels fährt die Ringbank von ihrem oberen Umkehrpunkt aus relativ schnell
nach unten, so daß der Faden 10 mit einer steilen Steigung auf den Kops aufgewickelt
wird. Auf der Höhe des Ringbundes 5 wird der Faden 10 in engen Wendeln als Unterwindungen
auf die Rändelung aufgewickelt. In ihrer untersten Stellung bleibt die Ringbank stehen.
Nun erfolgt der Kopswechsel durch Abziehen der die Kopswicklungen tragenden Hülsen.
Bei diesem Kopswechsel soll der Faden 10 an jeder Spindel zwischen Kopswicklung und
Unterwindung zertrennt werden. Dazu dient die im folgende beschriebene Fadentrennvorrichtung.
[0020] Die Fadentrennvorrichtung nach den Fig. 1 bis 3 besteht aus einem Schneidkörper 14,
der dünnwandig ausgebildet ist. Die Wandung des Schneidkörpers erweitert sich kegelstumpfförmig
nach unten in einem Winkel 17 zur Horizontalen von vorzugsweise 35°. Von einem Außenrand
des Schneidkörpers 14 aus verlaufen symmetrisch zu einer Radialen ausgebildete Kerben
11 in die Wandung des Schneidkörper 14 hinein. Im Ausführungsbeispiel weist der Schneidkörper
14 über seinen Umfang verteilt 12 Kerben 11 auf. Wie insbes. Fig. 2 und 3 zeigen,
sind diese Kerben 11 V-förmig mit einem spitzen Winkel 18, der etwa 20° beträgt, gestaltet.
Jede Kerbe 11 ist an beiden Kanten zu jeweils einer Schneide 20 angeschärft, die von
einem Scheitel 21 der Kerben 11 aus zum Außenrand hin vor dem Auslauf der Kerben 11
enden, um keine Verletzungsgefahr entstehen zu lassen. Jede Kante einer Kerbe 11 läuft
zum Außenrand hin in eine Rundung 19 aus, die zum einen das Einfädeln eines Fadens
10 erleichtert und zum anderen die Verletzungsgefahr weiter mindert. Das dem Außenrand
der Wandung entgegengesetzten Ende des Schneidkörpers 14 weist kronenartig nach oben
abragende Zungen 16 auf, die eine im wesentlichen quadratische oder rechteckige Form
besitzen und im Abstand zueinander über den Umfang des Schneidkörpers 14 verteilt
angeordnet sind. Der gesamte Schneidkörper 14 ist aus einem dünnen, vorzugsweise 0,4
mm starken Federstahlblech gestanzt. Das Anschärfen der Kerben 11 zu Schneiden 20
erfolgt bspw. durch Schleifen, wobei die Kanten bis in den Bereich des Scheitels 21
hinein angeschärft werden.
[0021] Der Schneidkörper 14 liegt auf einer am Wirtel 22 oberhalb des Ringbundes 5 angeordneten
Ringschulter 6 auf. Zur Sicherung des Schneidkörpers in axialer Richtung sowie in
Umfangsrichtung dient eine zugleich als Abdeckung 8 dienende Wirtelkrone. Die Zungen
16 des Schneidkörpers 14 greifen in Längsnuten 12 der Innenseite der ringförmigen
Abdeckung 8 ein, wodurch der Schneidkörper verdrehsicher von der Abdeckung 8 gehalten
ist. Die Abdeckung 8 ist zudem mit nach innen abragenden Rastnasen 13 versehen, die
in eine oberhalb der Ringschulter 6 am Wirtel 22 vorgesehene, umlaufende Ringnut 7
einrasten und so den Schneidkörper sowie die Abdeckung 8 in axialer Richtung sichern.
[0022] Die Oberseite des Schneidkörpers 14 ist durch die aus Kunststoff hergestellte Abdeckung
8 abgedeckt. In ihrem unteren Bereich entspricht sie der kegelstumpfförmigen Topfform
des Schneidkörpers 14, so daß sie bündig an diesem anliegt. In ihrem zur Hülsenaufnahme
2 hin ragendem Bereich, der als kronenartiger Ring ausgebildet ist, sind über ihren
Umfang verteilt zwölf Kerben 9 vorgesehen. Der Rand des unteren Bereiche der Abdeckung
8 ist ebenfalls mit Kerben 32 versehen, die korrespondierend zu den Kerben 11 des
Schneidkörpers vom Rand der Abdeckung 8 aus symmetrisch zu Radialen nach innen verlaufen.
Um die Schneidwirkung des Schneidkörpers nicht zu beeinträchtigen, sind die Kerben
32 breiter und tiefer als die Kerben 11. Der Rand der Abdeckung 8 überlappt vorzugsweise
den Rand des Schneidkörpers 14, um Verletzungen einer Bedienperson am Schneidkörper
auszuschließen. Die Kerben 9 im oberen Bereich der Abdeckung 8 sind korrespondierend
zu den Kerben 32 axial über diesen angeordnet. Sie dienen zum Führen und Umlenken
des Fadens 10 zwischen Kopswicklung und Unterwindung. Da der Faden 10 zwischen Kopswicklung
und Unterwindung schraubenlinienförmig über die Fadentrennvorrichtung verläuft, legt
er sich nicht in axial übereinanderliegende Kerben 11, 32, 9 ein, sondern in eine
entsprechend der Schraubenlinie zu einer Kerbe 11 bzw. 32 versetzt angeordnete Kerbe
9.
[0023] Sobald der Faden 10 durch das Abziehen der Hülse von der Hülsenaufnahme 2 auf Zug
beansprucht wird, wird er entlang der Schneiden 20 tiefer in eine der Kerben 11 hineingezogen
und bei seinem Weg zum Scheitel 21 der Kerbe 11 von beiden Schneiden 20 nach und nach
aufgeschnitten.
[0024] Nachdem eine neue, leere Hülse auf das Spindeloberteil 1 aufgesteckt ist, wird das
Wickeln eines neuen Kopses begonnen, indem die Spindeln wieder anlaufen. Dazu verfährt
die Ringbank aus ihrer untersten Stellung relativ schnell nach oben in den unteren
Bereich der Hülse, um den Faden 10 dort zu einem sog. Kötzer-Ansatz auf die Hülse
zu winden. Der noch auf den Unterwindungen festgelegte Faden 10 wird somit erneut
in steiler Steigung über den Schneidkörper und die Abdeckung 8 geführt. Um den Faden
10 nach dem Anspinnen abzutrennen und die Unterwindungen von der Rändelung des Ringbundes
5 zu entfernen, ist ein an jeder Spinnstelle stationär angeordneter Fadenrestentferner
15 vorgesehen, der durch nicht dargestellte Mittel dem Ringbund 5 zustellbar ist.
Dieser Fadenrestentferner 15 taucht in den unterhalb der Ringschulter 6 durch die
Topfform des Schneidkörpers 14 gebildeten Hohlraum ein und zertrennt den dort gespannten
Faden 10. Außerdem wird der Fadenrestentferner 15 gegen die Rändelung des Ringbundes
5 gedrückt, wodurch die Unterwindungen abgelöst werden.
[0025] Eine weitere Ausführungsform eines Schneidkörpers 25 nach den Fig. 4 und 5 weist
über den Umfang verteilt acht Doppelkerben 28 auf. Jede der Doppelkerben 28 beginnt
ebenfalls am Außenrand 27 der Wandung 26 und bildet zwei Einzelkerben, deren Mittelinien
spiegelsymmetrisch zu Radialen zur Spindelachse verlaufen. Je nach S- oder Z-Drehung
der Spindel kommen die in der einen oder die in der anderen Umfangsrichtung ausgerichteten
Einzelkerben zum Einsatz. Jede dieser Einzelkerben weist eine vordere Schneidkante
29 sowie eine hintere Schneidkante 31 auf, die spitz aufeinander zulaufen und einen
spitzen Scheitel 30 bilden.
[0026] Bei einem anderen, nicht gezeigten Ausführungsbeispiel dient eine aus Kunststoff
bestehende, mit eingesetzten Metallplättchen versehene Abdeckung als Fadentrennvorrichtung.
Auf einen separaten Schneidkörper wird hier verzichtet. Die sich ebenfalls kegelstumpfförmig
erweiternde, topfartige Abdeckung ist mit symmetrisch zu Radialen zur Spindelachse
vom Außenrand nach innen verlaufenden, V-förmigen Kerben versehen. Zu beiden Seiten
der Kerben sind dünne, angeschärfte Metallplättchen so angeordnet, daß sie in die
Kerben hineinragen und sich im Bereich der Scheitel dieser Kerben überlappen. Die
Metallplättchen sind bspw. mit der Abdeckung verschraubt oder auch vom Außenrand her
in entsprechend längs der Kanten auf Höhe der Kerben in der Wandung vorgesehene Schlitze
eingeschoben. Auch ein Klemmen der Metallplättchen durch lösbar mit der Abdeckung
verbundene Klemmteile ist möglich. Auf diese Weise lassen sich sehr spitze, von Schneidkanten
begrenzte Kerben verwirklichen.
[0027] Eine andere Möglichkeit, bis in den Grund des durch die Schneidkanten gebildeten
Scheitels hinein geschärfte Schneidkanten zu erzielen, mittels derer auch sehr dünne
Fäden sicher zerschnitten werden können, besteht gemäß Fig. 6, 7 und 8 darin, den
Schneidkörper zweischalig auszubilden und die mit Kerben versehenen Schalen 32, 33
so gegeneinander verdreht anzuordnen, daß die Schneidkanten 34 bzw. 35 ihrer Kerben
sich kreuzen. Die Schneidkanten der beiden Schalen 32, 33 sind dabei vorteilhafterweise
so entgegengesetzt geschliffen, daß sie am Kreuzungspunkt 36 ohne Abstand aufeinander
liegen. Im Gegensatz zur gezeichneten Darstellung braucht dabei jede Kerbe nur eine
geschärfte Schneidkante aufzuweisen, die auch nicht bis in den Scheitel der Kerbe
hinein geschärft zu sein braucht. Dies erleichtert und verbilligt das Herstellen der
Schneidkörper und das Schärfen der Schneidkanten.
1. Fadentrennvorrichtung für eine Spindel einer Spinn- oder Zwirnmaschine mit einem ringförmigen
Körper (14), der zwischen einer Hülsenaufnahme (2) der Spindel und einer zum Festlegen
eines Abspinnfadens (10) dienenden Aufwickelstelle (5) der Spindel anbringbar ist
und der einen von der Spindel in radialer Richtung abragenden Rand aufweist, der mit
mehreren spitzwinklig nach innen zulaufenden Kerben (11) versehen ist, deren Kanten
als Schneiden (20) ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (14) eine
im wesentlichen topfförmige Gestalt aufweist, und daß der mit den Kerben (11) versehene
Rand mit einer Neigung von etwa 45° bis etwa 65° zur Spindelachse (24) der Aufwickelstelle
(5) zugewandt ist.
2. Fadentrennvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der ringförmige
und im wesentlichen topfförmige Körper (14) aus einem Federstahlblech geformt ist.
3. Fadentrennvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der als Schneiden
(20) ausgebildete Bereich der Kanten der Kerben (11) in Abstand vor dem Außenrand
endet.
4. Fadentrennvorrichtung nach Anspruch1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanten
der Kerben (11) jeweils mit einer Rundung (19) in den Außenrand übergehen.
5. Fadentrennvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kerben (11) einen Scheitelwinkel (18) von etwa 20° bis etwa 30° aufweisen.
6. Fadentrennvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der im wesentlichen topfförmige Körper (14) bis auf den Bereich der Kerben (11) mit
einer Abdeckung (8) abgedeckt ist.
7. Fadentrennvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (8)
Bestandteil eines die Hülsenaufnahme (2) bildenden, an der Spindel befestigbaren Ringes
ist.
8. Fadentrennvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring in axialem
Abstand zu den Kerben (11) des im wesentlichen topfförmigen Körpers (14) mit Kerben
(9) versehen ist, deren Tiefe wenigstens annähernd der Tiefe der Kerben (11) des im
wesentlichen topfförmigen Körpers (14) entspricht.
9. Fadentrennvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring als Befestigungsmittel
für den topfförmigen Körper (14) ausgebildet ist, mit welchem der topfförmige Körper
(14) in axialer Richtung und in Umfangsrichtung an dem Oberteil (1) der Spindel sicherbar
ist.
10. Fadentrennvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Körper (14) aus zwei Schalen (32, 33) besteht, deren Kerben
in Umfangsrichtung so gegeneinander versetzt sind, daß jeweils eine Schneidkante (34;
35) einer Schale mit einer entgegengerichteten Schneidkante der anderen Schale einen
spitzwinkligen Schneidenscheitel (36) bildet.
1. Thread-severing device for a spindle of a spinning or twisting machine, with an annular
body (14) which can be mounted between a sleeve receptacle (2) of the spindle and
a winding point (5) serving for fixing a spin-off thread (10) and which has an edge
which projects from the spindle in the radial direction and which is provided with
a plurality of notches (11) which taper inwards at an acute angle and the edges of
which are designed as cutters (20), characterized in that the body (14) has an essentially
pot-shaped form, and in that the edge provided with the notches (11) faces the winding
point (5) with an inclination of approximately 45° to approximately 65° to the spindle
axis (24).
2. Thread-severing device according to Claim 1, characterized in that the annular and
essentially pot-shaped body (14) is shaped from a spring-steel sheet.
3. Thread-severing device according to Claim 1, characterized in that the region of the
edges of the notches (11) which is designed as cutters (20) terminates at a distance
in front of the outer edge.
4. Thread-severing device according to Claim 1 or 3, characterized in that the edges
of the notches (11) each merge into the outer edge by means of a rounding (19).
5. Thread-severing device according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the
notches (11) have a vertex angle (18) of approximately 20° to approximately 30°.
6. Thread-severing device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the
essentially pot-shaped body (14) is covered with a covering (8) with the exception
of the region of the notches (11).
7. Thread-severing device according to Claim 6, characterized in that the covering (8)
is an integral part of a ring forming the sleeve receptacle (2) and fastenable to
the spindle.
8. Thread-severing device according to Claim 7, characterized in that the ring is provided,
at an axial distance from the notches (11) of the essentially pot-shaped body (14),
with notches (9), the depth of which corresponds at least approximately to the depth
of the notches (11) of the essentially pot-shaped body (14).
9. Thread-severing device according to Claim 7, characterized in that the ring is designed
as a fastening means for the pot-shaped body (14), by which fastening means the pot-shaped
body (14) can be secured to the top part (1) of the spindle in the axial direction
and in the circumferential direction.
10. Thread-severing device according to one or more of the preceding claims, characterized
in that the body (14) consists of two shells (32, 33), the notches of which are offset
relative to one another in the circumferential direction in such a way that a cutting
edge (34; 35) of one shell forms an acute-angled cutter vertex (36) with a respective
oppositely directed cutting edge of the other shell.
1. Dispositif de séparation de fils pour une broche d'un métier à filer ou à retordre
avec un corps annulaire (14), qui peut être placé entre un support de cannette (2)
de la broche et une zone de bobinage (5) de la broche servant à fixer un fil brut
(10) et qui présente un bord s'écartant de la broche en direction radiale, qui est
pourvu de plusieurs entailles (11) à angle aigu orientées vers l'intérieur, dont les
arêtes constituent des lames (20), caractérisé en ce que le corps (14) présente une
configuration essentiellement en forme de pot, et en ce que le bord pourvu des entailles
(11) est tourné avec une inclinaison d'environ 45 degrés à environ 65 degrés vers
l'axe (24) de la broche de la zone de bobinage (5).
2. Dispositif de séparation de fils suivant la revendication 1, carac-térisé en ce que
le corps (14) annulaire et essentiellement en forme de pot est formé à partir d'une
tôle d'acier à ressort.
3. Dispositif de séparation de fils suivant la revendication 1, carac-térisé en ce que
la zone des arêtes des entailles (11) constituant des lames (20) se termine à distance
avant le bord extérieur.
4. Dispositif de séparation de fils suivant la revendication 1 ou 3, caractérisé en ce
que les arêtes des entailles (11) se raccordent au bord extérieur par un arrondi (19).
5. Dispositif de séparation de fils suivant une des revendications 1 à 4, caractérisé
en ce que les entailles (11) présentent un angle au sommet (18) d'environ 20 degrés
à environ 30 degrés.
6. Dispositif de séparation de fils suivant une des revendications 1 à 5, caractérisé
en ce que le corps (14) essentiellement en forme de pot est recouvert d'un couvercle
(8) jusque sur la zone des entailles (11).
7. Dispositif de séparation de fils suivant la revendication 6, carac-térisé en ce que
le couvercle (8) fait partie d'une bague formant le support de cannette (2), à fixer
à la broche.
8. Dispositif de séparation de fils suivant la revendication 7, carac-térisé en ce que
la bague est pourvue, à distance axiale des entailles (11) du corps (14) essentiellement
en forme de pot, d'entailles (9) dont la profondeur correspond au moins approxima-tivement
à la profondeur des entailles (11) du corps (14) essentiel-lement en forme de pot.
9. Dispositif de séparation de fils suivant la revendication 7, carac-térisé en ce que
la bague constitue un moyen de fixation pour le corps (14) en forme de pot, avec lequel
le corps (14) en forme de pot peut être fixé à la partie supérieure (1) de la broche,
tant en direction axiale qu'en direction circonférentielle.
10. Dispositif de séparation de fils suivant une ou plusieurs des reven-dications précédentes,
caractérisé en ce que le corps (14) se compose de deux coquilles (32, 33), dont les
entailles sont décalées l'une par rapport à l'autre en direction circonférentielle
de telle manière que chaque arête coupante (34; 35) d'une coquille forme un angle
de coupe aigu (36) avec une arête coupante de sens opposé de l'autre coquille.