[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektrisches Gerät, insbesondere einen Zeitschalter,
gemäss Oberbegriff des Anspruchs 1. Ein solches Gerät ist aus der CH-A-580 342 bekannt.
Erfindungsgemäss wird ein besonders kompakter Aufbau gemäss Ansprüchen 1 bis 5 und
eine rationelle Herstellung des Gerätes gemäss Ansprüchen 6 und 7 angestrebt. Anhand
der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Zeitschalters
darstellt, wird die Erfindung im Folgenden näher erläutert.
Fig. 1 zeigt ein Schnitt durch den Zeitschalter,
Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf den Zeitschalter und
Fig. 3 zeigt eine zur Herstellung vorbereitete Leitplatte.
[0002] Der in Fig. 1 dargestellte Zeitschalter weist ein Gehäuse 1 aus Kunststoff auf, in
welches zwei übereinanderliegende Leiterplatten 2 und 3 eingesetzt sind, die je beidseitig
mit Schaltelementen, beispielsweise mindestens einer integrierten Schaltung 4, Widerständen
5, Kondensatoren 6 einem Schaltrelais 7 und dergleichen bestückt sind. Mit der unteren
Leiterplatte 2 sind stiftartige Fortsätze 8 von Klemmenplatten 9 verlötet, während
mit der oberen Leiterplatte 3 kürzere stiftartige Fortsätze 10 von unteren Klemmenplatten
11 verlötet sind. Mit den unteren Klemmenplatten 9 und 11 sind obere Klemmenplatten
12 bzw. 13 durch Klemmschrauben 14 verbunden. Die Klemmen sind somit direkt verbunden
mit den beiden Leiterplatten 2 und 3. Die Klemmen sitzen in zwei identisch ausgeführten
Klemmenträgern 15 und 16, welche über die Klemmen ebenfalls indirekt verbunden sind
mit je einer der Leiterplatten. Dabei sind die Klemmen 12 bzw. der Klemmenträger 15
nur mit der Leiterplatte 2 verbunden, während die Klemmen 13 bzw. der Klemmenträger
16 nur mit der Leiterplatte 3 verbunden sind. Diese Situation ergibt sich insbesondere
auch aus Fig. 3, in welcher die Klemmen zur Vereinfachung ohne Klemmschrauben 14 dargestellt
sind. Wie erwähnt, sind die beiden Klemmenträger identisch ausgeführt und im fertiggestellten
Zeitschalter zentralsymmestrisch oder spiegelbildlich angeordnet. Sie sind so ausgebildet,
dass sie mittels Fortsätzen 17 und anderen gegenseitig steckbaren Verbindungsmitteln
lösbar miteinander verbunden werden können.
[0003] Zwischen den jeweiligen Klemmensätzen weisen die Klemmenhalter verschiedene Durchbrechungen
auf, durch welche Stellelemente, beispielsweise Potentiometer betätigt bzw. deren
Einstellung beobachtet werden kann. In Fig. 1 ist unter anderem eine Durchbrechung
18 dargestellt, welche als Halterung für eine Einstellscheibe 19 dient, deren Stift
20 beispielsweise in einem Potentiometer 21 greift. Durch Drehung der Scheibe 19 kann
das Potentiometer 21 verstellt werden und die Einstellung kann an einer Skala der
Scheibe 19 abgelesen werden. Eine Referenzmarke 25 ist an einem Deckel 24 vorgesehen,
welche mit einer Oeffnung versehen ist, durch welche die Scheibe 19 sichtbar ist.
In Fig. 2 sind weitere Einstellelemente 22 und 23 angedeutet, deren Einstellung durch
schlitzartige Oeffnungen des Deckels 24 abgelesen werden kann. Wie in Fig. 1 angedeutet,
sind die beiden Leiterplatten 2 und 3 durch flexible Leiter 26 verbunden.
[0004] Bei der Herstellung des Zeitschalters wird eine aus den Teilen 2 und 3 bestehende
Leiterplatte mit einer Sollbruchstelle 27 gemäss Fig. 3 hergestellt und mit den Schaltelementen
und Klemmenträgern 15 und 16 bestückt. Es werden dabei auch die flexiblen Verbindungen
26 zwischen den beiden Leiterplatten 2 und 3 erstellt. Dann wird die Leiterplatte
längs der Sollbruchstelle 27 getrennt, und die Leiterplatte 3 wird zwischen die Schaltelemente
der Leiterplatte 2 und den damit verbundenen Klemmenträger 15 in die in Fig. 1 dargestellte
Lage eingeschoben, und die beiden Klemmenträger 15 und 16 werden zusammengesteckt
und miteinander verbunden. Damit ist über die Klemmenträger eine genügend stabile
Verbindung zwischen den beiden Leiterplatten 2 und 3 hergestellt, und das ganze Aggregat
kann dann gemäss Fig. 1 in das Gehäuse 1 eingesetzt werden, wobei die Klemmenträger
in das Gehäuse 1 eindringen und darin lösbar einrasten. Dann wird ein oder es werden
mehrere Betätigungselemente, beispielsweise das Betätigungselement 19, 20 eingesetzt
und schliesslich der Deckel 24 aufgesetzt, womit der Zeitschalter fertiggestellt ist.
1. Elektrisches Gerät, insbesondere Zeitschalter, mit einem Gehäuse, Anschlussklemmen
und im Gehäuse angeordneten Leiterplatten mit Schaltelementen, wobei Klemmen (9,11)
mit Leiterplatten (2,3) verbunden sind, die parallel übereinander angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmenträger in einer weiteren Ebene parallel über
den Leiterplatten angeordnet sind und die Klemmen des einen (15) Klemmenträgers (15,16)
mit der einen (2) und des anderen Klemmenträgers (16) mit der anderen Leiterplatte
(3) durch ungleich lange Fortsätzen (8,10) verbunden sind.
2. Gerät, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichent, dass die beiden Klemmenträger (15,16)
vorzugsweise durch Stecken miteinander verbunden sind und damit die mit ihnen verbundenen
Leiterplatten (2,3) in ihrer Lage halten.
3. Gerät, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Leiterplatten (2,3) Teile einer gemeinsam hergestellten Leiterplatte sind und
Bruchstellen (27) aufweisen, und dass sie durch flexible Leiter (26) elektrisch verbunden
sind.
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmenträger
(15,16) Durchbrechenungen (18) und Haltemittel zur Aufnahme von oder zum Durchgreifen
mit Betätigungselementen für Schaltelemente (21) und/oder zur Beobachtung von Anzeigemitteln,
aufweisen.
5. Gerät, insbesondere nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass identische
Klemmenträger (15,16) zentralsymmetrisch angeordnet sind.
6. Verfahren zur Herstellung eines Gerätes, insbesondere nach einem der Ansprüche 1-5,
dadurch gekennzeichnet, dass eine gemeinsame Leiterplatte bestückt wird, dass die
Leiterplatte an einer Sollbruchstelle in zwei Teile getrennt und die durch flexible
Leiter verbundenen Teile übereinandergeschoben werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass beide Leiterplattenteile mit
Klemmen verbunden werden, und dass die Leiterplattenteile dann mittels der Klemmenträger
miteinander verbunden werden.