(19)
(11) EP 0 458 732 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
27.11.1991  Patentblatt  1991/48

(21) Anmeldenummer: 91810178.3

(22) Anmeldetag:  19.03.1991
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5H01H 43/02, H01H 1/58
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE ES FR GB IT LI SE

(30) Priorität: 22.05.1990 CH 1746/90

(71) Anmelder: SAIA AG
CH-3280 Murten (CH)

(72) Erfinder:
  • Rebut, Thierry
    CH-1762 Givisiez (CH)

(74) Vertreter: Steiner, Martin et al
c/o AMMANN PATENTANWÄLTE AG BERN Schwarztorstrasse 31
CH-3001 Bern
CH-3001 Bern (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Elektrisches Gerät und Verfahren zu dessen Herstellung


    (57) Mit Leiterplatten (2,3) sind Klemmenteile (9,11) mittels Verbindungsstiften (8,10) verlötet. Damit sind auch Klemmenträger (15,16) mit den Leiterplatten verbunden, und die Klemmenträger sind ihrerseits miteinander mechanisch verbunden, derart dass die Leiterplatten und Klemmenträger ein selbsttragendes Aggregat darstellen. Dieses Aggregat ist in ein Gehäuse (1) eingesetzt. Zur Herstellung werden die beiden Leiterplatten als Teile einer gemeinsamen Leiterplatte mit Schaltelementen und den Klemmenträgern bestückt und dann ineinander geschoben und mittels der Klemmenträger verbunden. Es ergibt sich damit eine rationelle Herstellung, die zu einem kompakten Aufbau führt.




    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektrisches Gerät, insbesondere einen Zeitschalter, gemäss Oberbegriff des Anspruchs 1. Ein solches Gerät ist aus der CH-A-580 342 bekannt. Erfindungsgemäss wird ein besonders kompakter Aufbau gemäss Ansprüchen 1 bis 5 und eine rationelle Herstellung des Gerätes gemäss Ansprüchen 6 und 7 angestrebt. Anhand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Zeitschalters darstellt, wird die Erfindung im Folgenden näher erläutert.

    Fig. 1 zeigt ein Schnitt durch den Zeitschalter,

    Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf den Zeitschalter und

    Fig. 3 zeigt eine zur Herstellung vorbereitete Leitplatte.



    [0002] Der in Fig. 1 dargestellte Zeitschalter weist ein Gehäuse 1 aus Kunststoff auf, in welches zwei übereinanderliegende Leiterplatten 2 und 3 eingesetzt sind, die je beidseitig mit Schaltelementen, beispielsweise mindestens einer integrierten Schaltung 4, Widerständen 5, Kondensatoren 6 einem Schaltrelais 7 und dergleichen bestückt sind. Mit der unteren Leiterplatte 2 sind stiftartige Fortsätze 8 von Klemmenplatten 9 verlötet, während mit der oberen Leiterplatte 3 kürzere stiftartige Fortsätze 10 von unteren Klemmenplatten 11 verlötet sind. Mit den unteren Klemmenplatten 9 und 11 sind obere Klemmenplatten 12 bzw. 13 durch Klemmschrauben 14 verbunden. Die Klemmen sind somit direkt verbunden mit den beiden Leiterplatten 2 und 3. Die Klemmen sitzen in zwei identisch ausgeführten Klemmenträgern 15 und 16, welche über die Klemmen ebenfalls indirekt verbunden sind mit je einer der Leiterplatten. Dabei sind die Klemmen 12 bzw. der Klemmenträger 15 nur mit der Leiterplatte 2 verbunden, während die Klemmen 13 bzw. der Klemmenträger 16 nur mit der Leiterplatte 3 verbunden sind. Diese Situation ergibt sich insbesondere auch aus Fig. 3, in welcher die Klemmen zur Vereinfachung ohne Klemmschrauben 14 dargestellt sind. Wie erwähnt, sind die beiden Klemmenträger identisch ausgeführt und im fertiggestellten Zeitschalter zentralsymmestrisch oder spiegelbildlich angeordnet. Sie sind so ausgebildet, dass sie mittels Fortsätzen 17 und anderen gegenseitig steckbaren Verbindungsmitteln lösbar miteinander verbunden werden können.

    [0003] Zwischen den jeweiligen Klemmensätzen weisen die Klemmenhalter verschiedene Durchbrechungen auf, durch welche Stellelemente, beispielsweise Potentiometer betätigt bzw. deren Einstellung beobachtet werden kann. In Fig. 1 ist unter anderem eine Durchbrechung 18 dargestellt, welche als Halterung für eine Einstellscheibe 19 dient, deren Stift 20 beispielsweise in einem Potentiometer 21 greift. Durch Drehung der Scheibe 19 kann das Potentiometer 21 verstellt werden und die Einstellung kann an einer Skala der Scheibe 19 abgelesen werden. Eine Referenzmarke 25 ist an einem Deckel 24 vorgesehen, welche mit einer Oeffnung versehen ist, durch welche die Scheibe 19 sichtbar ist. In Fig. 2 sind weitere Einstellelemente 22 und 23 angedeutet, deren Einstellung durch schlitzartige Oeffnungen des Deckels 24 abgelesen werden kann. Wie in Fig. 1 angedeutet, sind die beiden Leiterplatten 2 und 3 durch flexible Leiter 26 verbunden.

    [0004] Bei der Herstellung des Zeitschalters wird eine aus den Teilen 2 und 3 bestehende Leiterplatte mit einer Sollbruchstelle 27 gemäss Fig. 3 hergestellt und mit den Schaltelementen und Klemmenträgern 15 und 16 bestückt. Es werden dabei auch die flexiblen Verbindungen 26 zwischen den beiden Leiterplatten 2 und 3 erstellt. Dann wird die Leiterplatte längs der Sollbruchstelle 27 getrennt, und die Leiterplatte 3 wird zwischen die Schaltelemente der Leiterplatte 2 und den damit verbundenen Klemmenträger 15 in die in Fig. 1 dargestellte Lage eingeschoben, und die beiden Klemmenträger 15 und 16 werden zusammengesteckt und miteinander verbunden. Damit ist über die Klemmenträger eine genügend stabile Verbindung zwischen den beiden Leiterplatten 2 und 3 hergestellt, und das ganze Aggregat kann dann gemäss Fig. 1 in das Gehäuse 1 eingesetzt werden, wobei die Klemmenträger in das Gehäuse 1 eindringen und darin lösbar einrasten. Dann wird ein oder es werden mehrere Betätigungselemente, beispielsweise das Betätigungselement 19, 20 eingesetzt und schliesslich der Deckel 24 aufgesetzt, womit der Zeitschalter fertiggestellt ist.


    Ansprüche

    1. Elektrisches Gerät, insbesondere Zeitschalter, mit einem Gehäuse, Anschlussklemmen und im Gehäuse angeordneten Leiterplatten mit Schaltelementen, wobei Klemmen (9,11) mit Leiterplatten (2,3) verbunden sind, die parallel übereinander angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmenträger in einer weiteren Ebene parallel über den Leiterplatten angeordnet sind und die Klemmen des einen (15) Klemmenträgers (15,16) mit der einen (2) und des anderen Klemmenträgers (16) mit der anderen Leiterplatte (3) durch ungleich lange Fortsätzen (8,10) verbunden sind.
     
    2. Gerät, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichent, dass die beiden Klemmenträger (15,16) vorzugsweise durch Stecken miteinander verbunden sind und damit die mit ihnen verbundenen Leiterplatten (2,3) in ihrer Lage halten.
     
    3. Gerät, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatten (2,3) Teile einer gemeinsam hergestellten Leiterplatte sind und Bruchstellen (27) aufweisen, und dass sie durch flexible Leiter (26) elektrisch verbunden sind.
     
    4. Gerät nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmenträger (15,16) Durchbrechenungen (18) und Haltemittel zur Aufnahme von oder zum Durchgreifen mit Betätigungselementen für Schaltelemente (21) und/oder zur Beobachtung von Anzeigemitteln, aufweisen.
     
    5. Gerät, insbesondere nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass identische Klemmenträger (15,16) zentralsymmetrisch angeordnet sind.
     
    6. Verfahren zur Herstellung eines Gerätes, insbesondere nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass eine gemeinsame Leiterplatte bestückt wird, dass die Leiterplatte an einer Sollbruchstelle in zwei Teile getrennt und die durch flexible Leiter verbundenen Teile übereinandergeschoben werden.
     
    7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass beide Leiterplattenteile mit Klemmen verbunden werden, und dass die Leiterplattenteile dann mittels der Klemmenträger miteinander verbunden werden.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht