[0001] Die Erfindung betrifft zunächst ein Verfahren zur Regelung der Verbrennung eines
Brennstoffes in einer aufeinanderfolgende Verbrennungszonen aufweisenden Rostfeuerung,
bei der von mindestens einer Verbrennungszone ausgehende Strahlung erfaßt und die
einzelnen Verbrennungszonen zugeführte Primärluft in Abhängigkeit von der erfaßten
Strahlung geregelt wird.
[0002] Aus Patent Abstracts of Japan, Vol. 10, Nr. 191 (M-495)(2247) 4 Juli 1986, & JP-A-61
36611 (Kawasaki Heavy Ind.) 21 Februar 1986 ist ein solches Verfahren bekannt, bei
dem mittels einer Fernsehkamera eine Gas- bzw. Flammenstrahlung erfaßt und daraus
eine zweidimensionale Temperaturverteilung über die Verbrennungszone abgeleitet wird,
nämlich die Abbildung von Flammenteilen in einem auffallenden Kontrast zu dem sie
umgebenden Hintergrund. Die analogen Bildsignale werden in digitale Signale konvertiert.
Mit deren Hilfe wird die Verteilung der konstanten Menge an zugeführter Primärluft
auf die einzelnen Zonen in Abhängigkeit der mittels der Temperaturverteilung ermittelten
Lage des tatsächlichen Ausbrandpunktes relativ zum vorgegebenen Ausbrandpunkt geregelt.
Die Vorschubgeschwindigkeit istfüralle Verbrennungszone gleich. Bei der bekannten
Verfahrensführung kann die Gutbettemperatur und somit die Lage besonders heißer Verbrennungsstellen
nicht sicher erfaßt werden, da die durch Gasströmung über dem Gutbett versetzbaren
Flammen die Verbrennungsstellen nicht sicher anzeigen. Die Flammenstrahlung selbst
stellt ein Phänomen mit schneller zeitlicher Änderung dar, das schlecht zur Regelung
von Luftzufuhr und/oder Transportgeschwindigkeit geeignet ist. Im übrigen reicht eine
Regelung der Primärluft bei gleichbleibenderTransportgeschwindigkeit über dem Rost
nicht immer aus.
[0003] Aus Patent Abstracts of Japan, Vol. 5, Nr. 80 (M-70)(752) 26 Mai 1981, & JP-A-56
27816 (Uniti ka) 18 März 1981 ist ein Verfahren zur Regelung der Verbrennung in einer
Rostfeuerung bekannt, bei der die Primärluftzufuhr zu einzelnen der aufeinanderfolgenden
Verbrennungszonen und die Transportgeschwindigkeit in der einzelnen Verbrennungszone
in Abhängigkeit von der mittels eines am oberen Teil des Feuerraumes angeordneten
Temperaturfühlers gemessenen Verbrennungsgastemperatur als Führungsgröße geregelt
wird.
[0004] Aus Patent Abstracts of Japan, Vol. 8, Nr. 154 (M-310)(1591) 18 Juli 1984, & JP-A-59
52105 (Babcock Hitachi) 26 März 1984 ist ein Verfahren zur Regelung der Verbrennung
eines Brennstoffes in einer stationären Wirbelschichtfeuerung bekannt, bei derdie
Wirbelschicht in mehreren nebeneinanderliegenden Teilbetten betrieben werden kann.
Auf die Oberseite der Wirbelschicht ist eine Infrarotkamera gerichtet. Auf einem Monitor
wird die Gutbettemperaturverteilung über die Teilbetten dargestellt, um eine nicht
näher beschriebene Regelung der Temperaturen in den einzelnen Teilbetten der Wirbelschicht
zu ermöglichen. Es ist davon auszugehen, daß eine Bedienungsperson die Zufuhr von
Wirbelluft und/oder die Zufuhr von Brennstoff zu den einzelnen Teilbetten manuell
steuert.
[0005] Bei dem aus Patent Abstracts of Japan, Vol. 5, Nr. 93 (M-74)(765) 17 Juni 1981, &
JP-A-56 40018 (Takuma) 16 April 1981 bekannten Verfahren zur Regelung der Verbrennung
von Abfall in einer Rostfeuerung wird die von zwei Punkten an der Abwurfkante des
Rostes ausgehende Strahlung im sichtbaren bzw. UV-Bereich erfaßt und hieraus ein Verbrennungsenergiegradient
berechnet, um die Transportgeschwindigkeit des Brennstoffes in der der Abwurfkante
zugeordneten Verbrennungszone und die Luftzufuhr in dieser Verbrennungszone zu regeln.
[0006] Schließlich ist ist aus Patent Abstracts of Japan, Vol. 10, Nr. 191 (M-495)(2247)
4 Juli 1986, & JP-A-61 36612 (Kawasaki Heavy Ind.) ein Verfahren zur Verbrennung von
Brennstoff in aufeinanderfolgenden Wirbelzonen bekannt, denen von unten Primärluft
zugeführt wird. Mittels einer Farbfernsehkamera werden Flammenbilder im Wellenbereich
der Farbe blau und im Bereich kürzerer Wellenlängen erfaßt, um überhitzte Wirbelzonen
zu bestimmen. Um die Temperatur in einer überhitzten Wirbelzone zu senken, wird die
Temperatur der der einzelnen Wirbelzone zugeführten Primärluft abgesenkt. Die Menge
der zugeführten Primärluft wird auch geregelt. Der Transport von einem Wirbelbett
zu dem anderen erfolgt durch den Wirbelvorgang.
[0007] Mit der nicht vorveröffentlichten älteren Patentanmeldung EP 352 620 ist ein Verfahren
zur Regelung der Verbrennung eines Brennstoffes vorgeschlagen worden, bei dem die
der Gutbettemperatur entsprechende Infrarotstrahlung erfaßt und in Abhängigkeit hiervon
die Primärluft geregelt wird. Eine Regelung der Transportgeschwindigkeit des Brennstoffes
in den einzelnen Zonen ist jedoch nicht vorgesehen.
[0008] Es ist zunächst die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein gattungsgemäßes Verfahren
anzugeben, bei dem die Gutbettemperatur erfaßt werden kann und die Regelung verbessert
werden kann.
[0009] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die der Gutbettemperatur entsprechende Infrarot-Strahlung
der einzelnen Verbrennungszonen erfaßt wird und daraus eine zweidimensionale Gutbettemperaturverteilung
über die Verbennungszonen abgeleitet und in Abhängigkeit von dem Vergleich der abgeleiteten
Gutbettemperaturverteilung mit einer vorgegebenen zweidimensionalen Temperaturverteilung
die Menge der Primärluft und die Transporteschwindigkeit des Brennstoffes in den einzelnen
Zonen geregelt wird.
[0010] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird also nicht die Gas- oder Flammenstrahlung,
sondern die Strahlung des Gutbettes selbst erfaßt. Mit Hilfe der zonenweisen Regelung
der Primärluftverteilung und des Brennstofftransportes wird eine Verbesserung des
Verbrennungsablaufes auf dem Rost (Ausbrand), eine Minimierung der Schadstoffemission
und eine Absenkung des Luftüberschusses erreicht, der nach herrschender Meinung auch
zu einer Absenkung der Dioxin-Bildung bei der Verbrennung von Müll führen muß.
[0011] Die Zoneneinteilung kann nicht nur in Förderrichtung, sondern auch quer zur Förderrichtung
erfolgen. Zu den Rosten, bei denen das erfindungsgemäße Verfahren Anwendung finden
kann, gehören insbesondere die einbahnigen oder mehrbahnigen Vorschubroste, bei denen
in jeder Rostbahn feststehende und bewegliche Roststäbe abwechseln. Die Zonenunterteilung
wird hierdurch unterschiedliche Pri märiuftzufuhr erreicht. Weiterhin gehören hierzu
die ein- oder mehrbahnigen Stufen-Vorschubroste, bei denen die Rostabstufungen ein
Umstürzen und Aufbrechen der Brennstoffschicht bewirken und bei denen jedes Rostelement
eine Rostzone bestimmt, in der die Primärluft dem jeweiligen Abbrandfortschritt angepaßt
werden kann. Eine derartige Zonenaufteilung ohne Abstufung wird auch bei den sogenannten
Ausbrennrosten verwirklicht. Die Erfindung läßt sich aber auch bei Wanderrosten, Walzenrosten,
Rückschubrosten, Gegenlaufüberschubrosten und Schüttelrosten einsetzen.
[0012] Die Erfindung richtet sich auch auf eine Vorrichtung zur Regelung der Verbrennung
eines Brennstoffes in einer aufeinanderfolgende Verbrennungszonen aufweisenden Rostfeuerung
mittels mindestens einer Kamera zur Erfassung der Strahlung, mit einer der Kamera
nachgeschalteten Auswerteeinrichtung und der Auswerteeinrichtung nachgeschalteten
Stelleinrichtung für die Primärluft.
[0013] Bei dieser ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß eine von oben oder von der Seite auf
die Rostzonen ausgerichtete und die von dem Gutbett ausgehende Infrarotstrahlung erfassende
Kamera vorgesehen ist, die die der Gutbettemperatur entsprechende Infrarotstrahlung
einzelner Rostzonen in zweidimensionaler Temperaturverteilung erfaßt und den einzelnen
Rostzonen getrennt verstellbare Stelleinrichtungen für die Zufuhr von Primärluft und
für die Fördergeschwindigkeit des Brennstoffes im Gutbett durch die einzelnen Rostzonen
zugeordnet sind, wobei die Stelleinrichtungen von derAuswerteeinrichtung ansteuerbar
sind, in der ein Vergleich der erfaßten zweidimensionalen Gutbettemperaturverteilung
mit einem vorgegebenen Temperaturverlauf erfolgt.
[0014] In bevorzugter Weise sind zwei Infrarot-Kameras vorgesehen, die jeweils einer Seitenwand
des Feuerraumes zugeordnet sind und die dieselbe Gutbettoberfläche erfassen. Hierdurch
ist eine Redundanz und damit erhöhte Sicherheit der Regelung gegeben.
[0015] Die Erfindung richtet sich auch auf eine Vorrichtung zur Regelung der Verbrennung
eines Brenntoffes in einer aufeinanderfolgende Verbrennungszonen aufweisenden Rostfeuerung
mittels mindestens einer Detektoreinrichtung zur Erfassung der Strahlung, mit einer
der Detektoreinrichtung nachgeschalteten Auswerteeinrichtung und der Auswerteeinrichtung
nachgeschalteten Stelleinrichtung für die Primärluft.
[0016] Bei dieser Vorrichtung ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Detektoreinrichtung
eine Vielzahl von Infrarot-Einzeldetektoren umfaßt, die gruppenweise einzelnen Rostzonen
und bestimmten Gutbettemperaturen bzw. Temperaturbereichen zugeordnet sind und den
einzelnen Rostzonen getrennt verstellbare Stelleinrichtungen für die Zufuhr von Primärluft
und für die Fördergeschwindigkeit des Brennstoffes im Gutbett durch die einzelnen
Rostzonen zugeordnet sind, wobei die Stelleinrichtungen von der Auswerteeinrichtung
ansteuerbar sind, in der ein Vergleich der erfaßten zweidimensionalen Gutbettemperaturverteilung
mit einem vorgegebenen Temperaturverlauf erfolgt.
[0017] Die Einzeldetektoren sind vorzugsweise quer zur Förderrichtung des Rostes angeordnet.
[0018] Als Einzeldetektoren kommen Photodioden, Pyrodetektoren und Thermoelemente in Frage.
[0019] Die Erfindung soll nun anhand der beigefügten Figuren näher erläutert werden:
FIG. 1 zeigt einen schematischen Schnitt durch einen Stufenvorschubrost mit fünf aufeinander
folgenden Rostzonen,
FIG. 2 einen Blick auf die Rostzonen mit zwei seitlich angeordneten Infrarot- bzw.
Thermographie-Kameras mit einer für die Verbrennung ungünstigen Isothermenverteilung,
FIG. 3 eine Ansicht vergleichbar FIG. 2 mit einer für die Verbrennung optimalen Isothermenverteilung
und
FIG. 4 eine Aufsicht vergleichbar FIG. 2 und 3 jedoch ohne Thermographie-Kamera, sondern
mit gruppenweiser Anordnung von Einzeldetektoren.
[0020] Die FIG. 1 zeigt eine Feuerung 1 mit einem Stufenvorschubrost 2, wie er in dem Prospekt
"Verbrenungstechnick - Vorschubrost" (P 8303-05-13/1.DG) von "L. & C. Steinmüller
GmbH, Gummersbach, DE" beschrieben ist.
[0021] Der Vorschubrost 2 weist fünf Verbrennungszonen A, B, C, D und E auf, wobei die Zonen
B und C bzw. D und E durch eine Stufe 3 bzw. 4 voneinander getrennt sind. In der FIG.
1 ist schematisch dargestellt, daß die beweglichen Roststäbe der einzelnen Zonen A
- E jeweils einem Rostschlitten 5 zugeordnet sind.
[0022] Die Rostschlitten A5 - E5 sind über schematisch dargestellte Hydraulikantriebe A6
- E6 hin und her verschiebbar.
[0023] Das Brenngut, insbesondere Müll, wird über einen Trichter 7 und einen ebenfalls hydraulisch
betätigbaren Zuteiler 8 dem Rost 2 aufgegeben, und zwar auf die Zuteilzone 8'.
[0024] Der Zuteilzone 8' und den Verbrennungszonen A- E mit beweglichen Roststäben sind
jeweils Unterwindzonen 9 bzw. A9 - E9 zugeordnet, denen über eine Leitung 10 primäre
Verbrennungsluft über Regelklappen 9' und A12 - E12 zugeführt werden kann. Den vom
Verbrennungsrost 2 aufsteigenden Rauchgasen kann noch über eine Leitung 12 und Regelklappen
12' und 12" Sekundärluft über mehrere Düsen 13 zugeführt werden.
[0025] In den Seitenwänden 14a bzw. 14b des Feuerraumes sind zwei Infrarot- bzw. Thermographie-Kameras
15a bzw. 15b so angeordnet, daß sie im wesentlichen die gesamte rechteckige Fläche
der Zonen B, C und D messend überdecken. Dies kann mit einer nicht dargestellten,
aber auf dem Fachgebiet üblichen Abbildungs-und Fokussierungsoptik erreicht werden.
[0026] Ausgangsseitig sind die beiden Thermographie-Kameras 15 mit einer Auswerteschaltung
16 verbunden, der - wie durch den Pfeil S schematisch dargestellt - der gewünschte
Temperaturverlauf im Gebiet der drei überwachten Zonen B, C, und D vorgegeben wird.
Die Überwachung kann auch auf die anderen Zonen ausgedehnt werden oder auf zwei benachbarte
oder getrennte Zonen beschränkt werden; dies hängt vom gewünschten Überwachungs- und
Regelungsgrad ab.
[0027] Ausgangsseitig ist die Auswerteschaltung 16 mit den Antrieben A6 - E6 für den Vorschub
und den Klappen A12 - E12 für die Primärluftzufuhr verbunden. Es ist auch möglich,
daß die Auswerteschaltung auch noch die Klappe 9' für die Primärluftzone 9, die Klappe
10' für die Gesamtprimärluftmenge, den Antrieb des Zuteilers 8 und die Klappen 12'
und 12" für die Sekundärluft ansteuert.
[0028] Falls es für die Regelung sinnvoll erscheint, können auch die Meßsignale der in der
FIG. 1 dargestellten Durchflußmengen Meßeinrichtungen 17 der Auswerteschaltung 16
aufgeschaltet werden.
[0029] Bei der FIG. 2 ist ein Verbrennungsverlauf längs und quer zurVorschubrichtung VS
des Rostes dargestellt, der nicht zu einer optimalen Verbrennung führt. Der Temperaturbereich
mit der hier angenommen höchsten Verbrennungstemperatur liegt zu weit vorne, d. h.
im wesentlichen im Bereich der Zone B, und im Bereich der Zone D befindet sich ein
Bereich zwar niedrigerer Temperatur als im heißen Bereich, jedoch sollte hier bereits
eine niedrigere Temperatur erreicht werden. Die Verbrennung ist somit langgestreckt.
[0030] Die Thermographie-Kameras 15 erfassen die zweidimensionale Strahlungsverteilung im
Bereich der Zonen B - D und die Auswerteschaltung vergleicht die daraus resultierenden
Isothermen gemäß FIG. 2 mit den vorgegebenen Soll-Isothermen, wie sie in der FIG.
3 dargestellt sind.
[0031] Durch entsprechende Betätigung einiger oder aller Antriebsaggregate A6 - E6 für die
Rostzonen, gegebenenfalls auch des Zuteilers 8, und eine entsprechende Verstellung
der Primärluftzufuhr für die Verbrennungszonen und gegebenenfalls die Zuteilzone 8
kann erreicht werden, daß die Verbrennung im wesentlichen den in der FIG. 3 dargestellten
Isothermenverlauf zeigt, d. h. der Verbrennungsvorgang, der zur höchsten Isotherme
1200°C führt, wird auf die Zone C geschoben. Gleichzeitig wird der zweite Bereich
höherer Temperatur in der Zone D abgebaut. Dies alles führt zu einer optimalen Verbrennung.
[0032] Bei der Ausführungsform gemäß FIG. 4 kommt keine Thermographie-Kamera zum Einsatz,
sondern den Zonen B, C und D sind gruppenweise angeordnete Infrarot-Einzeldetektoren
zugeordnet, von denen jeder ein Ausgangssignal abgibt, wenn in seinem Blickfeld eine
vorgegebene Temperatur bzw. ein vorgegebener Temperaturbereich herrscht.
[0033] Der Rost ist dreibahnig ausgebildet, d. h. in den einzelnen Zonen sind quer zur Vorschubrichtung
Teilzonen ausgebildet, z. B. Bl, BII und Blll. Diesen Teilzonen können getrennte Vorschubeinrichtungen
und/oder getrennte Primärluftzuführungen zugeordnet sein. Jeder der Teilzonen ist
eine Detektorbaugruppe 17 mit Einzeldetektoren 17a, 17b, 17c und 17d zugeordnet, die
jeweils einen getrennten Temperturbereich erfassen.
[0034] Bei dieser Ausführungsform ist gegenüber der Verwendung einr Thermographie-Kamera
bereits eine gewisse Digitalisierung der den Temperaturen entsprechenden Signale erreicht,
so daß die Auswerteschaltung 16 wesentlich vereinfacht werden kann. Im übrigen sind
solche gruppenweisen Anordnungen von Detektoren auch billiger als Thermographie-Kameras.
Selbstverständlich kann die Auswerteschaltung, die einer Thermographie-Kamera nachgeschaltet
ist, so ausgelegt sein, daß bei der Auswertung einzelne Bahnen berücksichtigt werden.
Der ganzen Baugruppe 17 oder den einzelnen Elementen kann eine entsprechend ausgelegte
Fokussierungsoptik zugeordnet werden, so daß die einzelnen Teilzonen z. B. Bl, BII
und Blll im erforderlichen Ausmaße überdeckt werden, wie dies in FIG. 4 skizziert
ist.
[0035] In den Figuren ist eine vollständige Überdeckung der rechteckigen Zonen bzw. Bahnen
dargestellt. Es ist aber durchaus denkbar, daß das angestrebte Ziel einer verbesserten
Regelung auch bei einer Teilabdeckung, z. B. einer elliptischen oder kreisförmigen
Abdeckung der rechteckigen Zonen bzw. Bahnen erreicht wird.
1. Verfahren zur Regelung der Verbrennung eines Brennstoffes in einer aufeinanderfolgende
Verbrennungszonen aufweisenden Rostfeuerung, bei der von mindestens einer Verbrennungszone
ausgehende Strahlung erfaßt und die einzelnen Verbrennungszonen zugeführte Primärluft
in Abhängigkeit von der erfaßten Strahlung geregelt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß die der Gutbettemperatur entsprechende Infrarot-Strahlung der einzelnen Verbrennungszonen
erfaßt wird und daraus eine zweidimensionale Gutbettemperaturverteilung über die Verbrennungszonen
abgeleitet und in Abhängigkeit von dem Vergleich der abgeleiteten Gutbettemperaturverteilung
mit einer vorgegebenen zweidimensionalen Temperaturverteilung die Menge der Primärluft
und die Transportgeschwindigkeit des Brennstoffes in den einzelnen Zonen geregelt
wird.
2. Vorrichtung zur Regelung der Verbrennung eines Brennstoffes in einer aufeinanderfolgende
Verbrennungszonen aufweisenden Rostfeuerung mittels mindestens einer Kamera zur Erfassung
der Strahlung, mit einer der Kamera nachgeschalteten Auswerteeinrichtung und der Auswerteeinrichtung
nachgeschalteten Stelleinrichtung für die Primärluft,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine von oben oder von der Seite auf die Rostzonen ausgerichtete und die von dem
Gutbett ausgehende Infrarotstrahlung erfassende Kamera (15) vorgesehen ist, die die
der Gutbettemperatur entsprechende Infrarotstrahlung einzelner Rostzonen (A- E) in
zweidimensionaler Temperaturverteilung erfaßt und den einzelnen Rostzonen getrennt
verstellbare Stelleinrichtungen (Al 2 - E12) für die Zufuhr von Primärluft (A6 - E6)
und für die Fördergeschwindigkeit des Brennstoffes im Gutbett durch die einzelnen
Rostzonen zugeordnet sind, wobei die Stelleinrichtungen von der Auswerteeinrichtung
(16) ansteuerbar sind, in der ein Vergleich der erfaßten zweidimensionalen Gutbettemperaturverteilung
mit einem vorgegebenen Temperaturverlauf erfolgt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Infrarot-Kameras (15a, 15b) vorgesehen sind, die jeweils einer Seitenwand
(14a, 14b) des Feuerraumes zugeordnet sind und die dieselbe Gutbettoberfläche erfassen.
4. Vorrichtung zur Regelung der Verbrennung eines Brennstoffes in einer aufeinanderfolgende
Verbrennungszonen aufweisenden Rostfeuereung mittels mindestens einer Detektoreinrichtung
zur Erfassung der Strahlung, mit einer der Detektoreinrichtung nachgeschalteten Auswerteeinrichtung
und der Auswerteeinrichtung nachgeschalteten Stelleinrichtung für die Primärluft,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Detektoreinrichtung (17) eine Vielzahl von Infrarot-Einzeldetektoren (17a,
17b) umfaßt, die gruppenweise einzelnen Rostzonen (B-D; Bl-Blll) und bestimmten Gutbettemperaturen
bzw. Temperaturbereichen zugeordnet sind und den einzelnen Rostzonen getrennt verstellbare
Stelleinrichtungen (A12 - E12) für die Zufuhr von Primärluft und (A6 - E6) für die
Fördergeschwindigkeit des Brennstoffes im Gutbett durch die einzelnen Rostzonen zugeordnet
sind, wobei die Stelleinrichtungen von derAuswerteeinrichtung (16) ansteuerbar sind,
in der ein Vergleich der erfaßten zweidimensionalen Gutbettemperaturverteilung mit
einem vorgegebenen Temperaturverlauf erfolgt.
1. Method of controlling the combustion of a fuel in a grate firing having successive
combustion zones, with which the radiation from at least one combustion zone is measured
and the primary air supply to the individual combustion zones is controlled in function
of the measured radiation, characterized in that the infrared radiation of the individual
combustion zones corresponding to the material bed temperature is measured and therefrom
a two-dimensional distribution of material bed temperature over the combustion zones
is derived and in that the amount of primary air and the transport velocity of the
fuel in the individual zones is controlled in dependency of the comparison of the
derived distribution of material bed temperature with a predetermined two-dimensional
distribution of temperature.
2. Device for controlling the combustion of a fuel in a grate firing having successive
combustion zones by means of a camera for detecting the radiation having a evaluation
means connected to the camera and actuation means for the primary air connected to
the evaluation means, characterized in that a camera (15) is provided directed from
above or from the side onto the grate zones and detecting the infrared radiation emitted
by the material bed, which camera detects the infrared radiation corresponding to
the material bed temperature of individual grate zones (A- E) in two-dimensional distribution
of temperature and in that to the individual grate zone independently adjustable actuation
means (A12 - E12) for the supply of primary air (A6 - E6) and for the transport velocity
of the fuel in the material bed through the individual grate zones are associated,
said actuation means are modulated by the evaluation means (16), in which a comparison
of the detected two-dimensional distribution of the material bed temperature with
a predetermined distribution of temperature is performed.
3. Device according to claim 2, characterized in that two infrared cameras (15a, 15b)
are provided, each of which is associated to a sidewall (14a, 14b) of the combustion
chamber and detects the same material bed surface.
4. Device for controlling the combustion of a fuel in a grate firing having successive
combustion zones by means of at least one detecting means for detecting of the radiation,
with evaluation means connected to the detecting means and actuation means for the
primary air connected to the evaluation means, characterized in that the detecting
means (17) comprises a plurality of infrared single detectors (17a, 1 b), which are
associated in groups to individual grate zones (B - D; BI - BIII) and to predetermined
temperatures of the material bed and temperature ranges, respectivly; and in that
to the individual grate zones independently adjustable actuation means (A12 - E12)
for the supply of primary air and (A6 - E6) for the transport velocity of the fuel
in the material bed through the individual grate zones are assocciated, said actuation
means are modulated by the evaluation means (16), in which a comparison of the detected
two-dimensional distribution of the material bed temperature with a predetermined
distribution of temperature is performed.
1. Procédé de régulation de la combustion d'un combustible dans une installation de
grillage présentant des zones de combustion qui se succèdent, dans laquelle on capte
le rayonnement provenant d'au moins une zone de combustion et l'on règle l'air primaire
amené aux zones individuelles de combustion en fonction du rayonnement capté, caractérisé
en ce que l'on capte le rayonnement infrarouge, correspondant à la température du
lit de matière, des zones de combustion individuelles et que l'on en déduit une distribution
bidimensionnelle de température de lit de matière sur les zones de combustion et que
l'on règle la quantité d'air primaire et la vitesse de transport du combustible dans
les zones individuelles en fonction de la comparaison de la distribution de température
de lit de matière ainsi déduite avec une distribution bidimensionnelle prédéterminée
de température.
2. Dispositif de régulation de la combustion d'un combustible dans une installation
de grillage présentant des zones de combustion qui se succèdent, au moyen d'au moins
une caméra captant le rayonnement, avec un dispositif d'exploitation connecté à la
caméra et un dispositif de réglage d'air primaire connecté au dispositif d'exploitation,
caractérisé en ce qu'il est prévu une caméra (15) orientée depuis le haut ou depuis
le côté vers les zones de grillage et captant le rayonnement infrarouge émis par le
lit de matière, qui capte le rayonnement infrarouge, correspondant à la température
de lit de matière, des zones de grillage individuelles (A-E) selon une distribution
bidimensionnelle de température et que des installation de réglage (A12-E12) réglables
séparément sont subordonnées aux zones de grillage individuelles pour l'amené d'air
primaire (A6-E6) et la vitesse de transport du combustible dans le lit de matière
à travers les zones de grillage individuelles, lesdits dispositifs de réglage pouvant
être commandés par le dispositif d'exploitation (16), dans lequel on effectue une
comparaison de la distribution bidimensionnelle de température de lit de matière captée
avec un profil de température prédéterminé.
3. Dispositif selon la revendication 2 caractérisé en ce qu'il est prévu deux caméras
infrarouge (15a, 15b) qui sont disposées chaque fois sur un côté latéral (14a, 14b)
de la chambre de combustion et qui captent la même surface de lit de matière.
4. Dispositif pour la régulation de la combustion d'un combustible dans une installation
de grillage présentant des zones de combustion qui se suivent, au moyen d'au moins
un dispositif détecteur pour capter le rayonnement, avec un dispositif d'exploitation
connecté au dispositif détecteur et un dispositif de réglage pour l'air primaire connecté
au dispositif d'exploitation, caractérisé en ce que le dispositif détecteur (17) comprend
une pluralité de détecteurs infrarouges individuels (17a, 17b), qui sont attribués,
par groupes, à des zones de grillage individuelles (B-D ; B-III) et à des températures
de lit de matière, respectivement des zones de température déterminées, et que des
installations de réglage (A12-E12) réglables séparément sont subordonnées aux zones
de grillage individuelles pour l'amené de l'air primaire et (A6-T6) pour la vitesse
de transport du combustible dans le lit de matière à travers les zones de grillage
individuelles, les installations de réglage pouvant être commandés par le dispositif
d'exploitation (16), dans lequel s'effectue une comparaison de la distribution bidimentionnelle
de température captée de lit de matière avec un profil de température prédéterminée.